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Elektrische Glocke im ULF und Flexity

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EinfallsreicherName:
Ich hab mich eigentlich schon desöfteren gewundert, warum bei den Wiener Fahrzeugen mit elektrischer Glocke darauf verzichtet wurde, einen einzelnen „Gong“ abgeben zu können? (analog zur Fußglocke im E2)


Mir ist keine andere Stadt bekannt, in der Fahrgäste/Fußgänger bei einem Übergang einen Tinnitus (vor allem beim neuen D.. die Glocke ist immens laut, wenn man nahe dransteht) bekommen,
 weil sich eine Straßenbahn mit Dauerglocke ankündigt. Bestes Beispiel ist mir da der Westbahnhof oder Margaretengürtel, da muss ich mich als Fahrer so gut wie immer mit der Glocke ankündigen, wenn ich losfahre. Jedoch wäre in so einer Situation ein einzelner Gong doch angebrachter? Dauerglocke als Warnsignal in brenzligen Situationen & einzelner Gong als Signal „Straßenbahn kommt“

So funktionierts auch in Istanbul, dort hört man in 90% der Zeit den einfachen Gong, obwohl Fußgänger dort nochmals rabiater unterwegs sind als bei uns in Wien.

Und ja, der ULF hat sowas theoretisch, aber im Rangierbetrieb nutzt mir das relativ wenig  ::)

Werner1981:
In München hat man die Avenios mit "klassischen" Glocken nachgerüstet:
https://www.abendzeitung-muenchen.de/muenchen/typ-avenio-die-tram-bekommt-ihr-klingeln-wieder-art-351174

tramway.at:
In Paris achtet man sehr auf angepassten Sound. Die Tramways haben dort einen eher leisen Glockenschlag, dann aber auch eine laute Rasselglocke und wenn alles nicht hilft eine laute Hupe. Auch die Busse haben den Glockenschlag! Das ist sehr angenehm, weil man hört, da kommt ein öffentliches Verkehrsmittel. Übrigens hat seit neuestem auch die Polizei ein gedämpftes Folgetonhorn - also das übliche "laallüü", aber wesentlich leiser, so dass man es gut wahrnimmt, aber es nicht stört. Natürlich können die jederzeit auf volle Lautstärke umschalten (und tun es auch zB an der roten Kreuzung), aber in einer Straße mit vor allem Rad- und Fußgängerverkehr ist das wesentlich besser, auch weil das laute Horn oft die Leute so erschreckt, dass sie erst wieder panisch rumrennen. Gegenbeispiel ist Budapest, wo die Krankenwagen und die Rendörseg mit völlig übertriebener Sirene durch die Gegend fahren, so unglaublich sinnlos laut, dass man sie akustisch garnicht sofort orten kann, weil's einfach drüber ist.

Das "Boing!"-Glöckchen würde ich mir in Wien auch wünschen, es gibt oft Situationen zB am 13A in der BeZo, wo die Hupe übertrieben wäre (und daher auch nicht verwendet wird), aber ein dezentes "Boing" die Handioten verscheuchen würde.

95B:
Vor allem klingt die MP3-Glocke eher aggressiv – und das ist im Straßenverkehr mitunter kontraproduktiv. Den schönsten Sound hatte immer noch der E1 mit wahlweise leisem Bimbim oder im Fall des Falles der (ebenfalls dosierbaren, aber einprägsameren) Trittglocke.

Alex:
Das schrille Dauerklingeln scheint zumindest bei den ULFen ja bei einer Schnellbremsung automatisch zu kommen. Auch wenn der Fahrer nur eine falsch gestellte Weiche bemerkt und sich einbremst. Dann wird die Weiche angeklingelt.

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