Autor Thema: Alte Häuser und unbekannte Plätze in Wien  (Gelesen 120364 mal)

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WIENTAL DONAUKANAL

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Re: Alte Häuser und unbekannte Plätze in Wien
« Antwort #255 am: 01. März 2021, 00:13:41 »
Die horizontal an Hauswänden und teilweise an den Querdrähten der ÖB verlaufenden Leiter war die sogenannte Feuerwehrleitung, angeblich eine Alarmeinrichtung. Diese Leitungen hatten wegen der mechanischen Festigkeit den grossen Querschnitt. Noch in den achtziger Jahren musste die Rüstwagen der ÖB zu angeblichen Drahtrissen ausrücken, bei Eintreffen stellte sich dann heraus, dass wieder eine Strecke Feuerwehrleitung heruntergebrochen war.

Mich wundert, dass sich noch soviele Gehsteige mit Granitpflasterung und sogar Gehsteigkanten in Granitwürfel erhalten haben.

Und zuletzt noch die vielen Fahnenhalter in Höhe des ersten Stockes, die wenn nicht schon vorhanden, nach dem Anschluss angebracht werden mussten um auf Geheiss das Haus mit Swastikaflaggen zu schmücken.

haidi

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Re: Alte Häuser und unbekannte Plätze in Wien
« Antwort #256 am: 01. März 2021, 08:27:28 »
Vor langer Zeit im Internet gelesen:
Die Feuerwehr hatte ein Telegrafensystem, miat dem Einsatzbefehle an die einzelnen Wachen übermittelt wurden. Ziemlich große Kästchen mit Glocke, die Visualisierung erfolge mit einem Zeiger der auf im Kreis angeordnete Buchstaben zeigte. Ich vermute, dass die Feuerwehrleitungen dazu dienten.
Alle sagten es geht nicht - dann kam einer, der das nicht wusste und probierte es - und es ging

U4

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Re: Alte Häuser und unbekannte Plätze in Wien
« Antwort #257 am: 01. März 2021, 10:59:47 »
Diese Feuerwehr-Leitungen gab es auch Ecke Schwendergasse/Anschützgasse bis 2019 ?
🥒 Haltestelle NEU -  die schlechteste Version seit Beginn der Haltestellentafeln

Gast1090

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Re: Alte Häuser und unbekannte Plätze in Wien
« Antwort #258 am: 01. März 2021, 16:42:07 »
Die horizontal an Hauswänden und teilweise an den Querdrähten der ÖB verlaufenden Leiter war die sogenannte Feuerwehrleitung, angeblich eine Alarmeinrichtung. Diese Leitungen hatten wegen der mechanischen Festigkeit den grossen Querschnitt. Noch in den achtziger Jahren musste die Rüstwagen der ÖB zu angeblichen Drahtrissen ausrücken, bei Eintreffen stellte sich dann heraus, dass wieder eine Strecke Feuerwehrleitung heruntergebrochen war.

Mich wundert, dass sich noch soviele Gehsteige mit Granitpflasterung und sogar Gehsteigkanten in Granitwürfel erhalten haben.

Und zuletzt noch die vielen Fahnenhalter in Höhe des ersten Stockes, die wenn nicht schon vorhanden, nach dem Anschluss angebracht werden mussten um auf Geheiss das Haus mit Swastikaflaggen zu schmücken.

Dafür spricht der am Haus Mariengasse 2 noch befindliche Isolator (nur halt ohne Draht) in gleicher Höhe

https://www.google.com/maps/@48.2184259,16.3270782,3a,15y,332.61h,113.21t/data=!3m6!1e1!3m4!1s2SW64D4dj5RHwQb4VdIi_Q!2e0!7i16384!8i8192

W_E_St

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Re: Alte Häuser und unbekannte Plätze in Wien
« Antwort #259 am: 05. März 2021, 00:04:44 »
Der Schalter bei der Neonbeleuchtung ist kein Not-Aus, sondern ein "Reparaturschalter", damit man die Neonspannung für Arbeiten abschalten kann und den Schalter dabei die ganze Zeit im Blick hat. 7-10 kV sind kein Spaß!

Mir wurde einmal erzählt, diese Schalter mit dem ringförmigen Hebel wären dazu da gewesen, dass die Feuerwehr im Notfall vom Gehsteig aus mit einem langen Haken die Neonbeleuchtung ausschalten kann.

Auch das wäre nicht unmöglich, aber ich würde vermuten, dass das nicht die einzige Funktion war. Ursprünglich waren diese Schalter übrigens sogar beleuchtet, da ist ein kleines Lamperl drin, das - wenn es noch funktionieren würde - die Schrift "Hochspannung eingeschaltet" beleuchtet. Habe ich aber sehr zu meinem Bedauern noch nie in Betrieb gesehen, auch nicht bei noch leuchtenden sehr alten Neonschriften. Vermutlich ist das ein Glühlamperl und längst durchgebrannt.

Da muss ich übrigens lobend erwähnen, dass die geschwungene gelbe Neonschrift "Blumen" Ecke Gentzgasse/Martinstraße in Währing mit der kürzlichen Neuübernahme des Geschäfts wieder in Betrieb gegangen ist!
"Sollte dies jedoch der Parteilinie entsprechen, werden wir uns selbstverständlich bemühen, in Zukunft kleiner und viereckiger zu werden!"

(aus einer Beschwerde über viel zu weit und kurz geschnittene Pullover in "Good Bye Lenin")

moszkva tér

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Re: Alte Häuser und unbekannte Plätze in Wien
« Antwort #260 am: 23. April 2021, 09:56:19 »
In 2., Rotensterngasse 31 wurde die Gewista- Wand entfernt und es kamen gut 100 Jahre alte Werbefresken zum Vorschein.

Bus

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Re: Alte Häuser und unbekannte Plätze in Wien
« Antwort #261 am: 23. April 2021, 13:44:56 »
Ein Sprayer, der ÖBB Logos macht, gehört zu den "Absurden Entdeckungen"  >:D

tramway.at

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Re: Alte Häuser und unbekannte Plätze in Wien
« Antwort #262 am: 07. Juni 2021, 18:48:36 »
Wie im J-Wagen-Thread angekündigt hier Bilder der Häuserzeile Parkgasse / Erdbergstraße 9-17 (der Schubertturm hat Nr. 17):
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maybreeze

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Re: Alte Häuser und unbekannte Plätze in Wien
« Antwort #263 am: 07. Juni 2021, 19:09:31 »
Letztes Bild: Große Klasse  :)

sg2001

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Re: Alte Häuser und unbekannte Plätze in Wien
« Antwort #264 am: 07. Juni 2021, 19:20:02 »
Letztes Bild: Große Klasse  :)

Das letzte Bild dürfte eher mit reingerutscht sein - zeigt es doch ein Gebäude auf seinem kleinen Straßenbahn-Diorama (oder -anlage, wie er sie halt bezeichnet).

Jedenfalls sehr stimmungsvolle Bilder.

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Re: Alte Häuser und unbekannte Plätze in Wien
« Antwort #265 am: 07. Juni 2021, 19:21:45 »
Das letzte Bild dürfte eher mit reingerutscht sein - zeigt es doch ein Gebäude auf seinem kleinen Straßenbahn-Diorama (oder -anlage, wie er sie halt bezeichnet).

Das ist der Wilhelm Beetz, extra für den ursprünglichen Leser  ;)
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Erdberg

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Re: Alte Häuser und unbekannte Plätze in Wien
« Antwort #266 am: 07. Juni 2021, 19:39:27 »
Sehr schöne Bilder! Das erste Bild zeigt die Situation, bevor der Durchbruch der Kübeckgasse erfolgt ist.
Schade, daß keine Bilder von der anderen Straßenseite dabei sind (Nr. 16, 18, 20, 22, 24, 26, 28).