Autor Thema: Innsbruck, Stubaitalbahn  (Gelesen 33855 mal)

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Innsbruck, Stubaitalbahn
« am: 22. Juli 2014, 13:33:15 »
Es ist die schönste Straßenbahnlinie, die ich bisher bereist habe: ein Miniatursemmering mit einer Unmenge an herrlichen Ausblicken, mit zwei hohen Brücken und Tunnels. Jeder zweite Zug fährt (im Stundentakt) nach Fulpmes, nach Kreith wird halbstündlich gefahren. Startpunkt ist der Hauptbahnhof, dann geht es durch die Stadt zum Stubaitalbahnhof, wo auch das Localbahnmuseum einen Besuch wert ist (die Linie 6 beginnt gleich daneben). Ganz witzig die schrankengesicherte Durchfahrt durch den Betriebshof. Auf den Fotos nicht zu erleben ist der Duft nach Heu und Alm, der die Wagen um diese Jahreszeit erfüllt; dass man die fenster nicht öffnen kann ist eine echte Trübung des Erlebnisses, die Geschwindigkeit übersteigt sowieso kaum die 30 km/h.
Harald A. Jahn, www.tramway.at

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95B

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Re: Innsbruck, Stubaitalbahn
« Antwort #1 am: 22. Juli 2014, 15:04:16 »
die Geschwindigkeit übersteigt sowieso kaum die 30 km/h.

Warum? Ist die Trasse so steigungsreich?
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13er

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Re: Innsbruck, Stubaitalbahn
« Antwort #2 am: 22. Juli 2014, 15:08:55 »
die Geschwindigkeit übersteigt sowieso kaum die 30 km/h.
Warum? Ist die Trasse so steigungsreich?
Do kimmt da Friedl! 8)

Stubaitalbahn
Mit uns kommst du sicher... zu spät.

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Re: Innsbruck, Stubaitalbahn
« Antwort #3 am: 22. Juli 2014, 16:10:55 »
Warum diese Strecke noch keine Nummer sondern nur STB hat, wird wohl auch ein ewiges Rätsel bleiben.

schaffnerlos

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Re: Innsbruck, Stubaitalbahn
« Antwort #4 am: 22. Juli 2014, 16:31:22 »
Warum diese Strecke noch keine Nummer sondern nur STB hat, wird wohl auch ein ewiges Rätsel bleiben.

Das könntest du von der WLB auch behaupten. Ich sehe da kein Problem.

Helga06

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Re: Innsbruck, Stubaitalbahn
« Antwort #5 am: 22. Juli 2014, 16:53:17 »
Betreffs Schönheit der Strecke kann ich unseren "Obermeister" nur beipflichten. Sowohl im Winter als auch im Sommer bin ich die Strecke schon einige male gefahren, damals noch mit den alten großen Triebwagen und manchmal mit bis zu vier kleinen "Hutscherln" als Beiwagen. Es war immer wieder ein Erlebnis und ein muss bei einem Innsbruck besuch. 

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Re: Innsbruck, Stubaitalbahn
« Antwort #6 am: 22. Juli 2014, 20:04:07 »
Herrscht da in den Ausweichen Linksverkehr?
Und was ist das für ein verrosteter Hochsicherheitstrakt, dass der Zug eine Schrankenanlage passieren muss?
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13er

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Re: Innsbruck, Stubaitalbahn
« Antwort #7 am: 22. Juli 2014, 20:25:53 »
Und was ist das für ein verrosteter Hochsicherheitstrakt, dass der Zug eine Schrankenanlage passieren muss?
Hat Harald ja schon geschrieben, da fährt der Zug durch den Betriebshof.
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h 3004

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Re: Innsbruck, Stubaitalbahn
« Antwort #8 am: 22. Juli 2014, 20:32:25 »
Als Hobbyfahrer bin ich früher die Stubaitalbahn (und auch nach Igls und in der Stadt) mit Oldtimern selbst gefahren. Die Haltestellen nach Fulpmes hinunter sind nur mit Druckluft  fast nicht zu derbremsen (z.B. HSt Tennisplatz), weil ja auch die Druckluft im Wagen im Gefälle wieder "aufgebaut" werden muß. Und beim Tunnel nach/von  Innsbruck hatte ich immer ein komisches Gefühl. Aber der Instruktor war immer ok. (alles ging über Funk). Und elektisch bremsen (wenn überhaupt möglich) war verpönt. Ja, und ich denke, es war wie bei vielen anderen Überlandbahnen Linksverkehr.

95B

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Re: Innsbruck, Stubaitalbahn
« Antwort #9 am: 23. Juli 2014, 09:18:30 »
Die Haltestellen nach Fulpmes hinunter sind nur mit Druckluft  fast nicht zu derbremsen (z.B. HSt Tennisplatz), weil ja auch die Druckluft im Wagen im Gefälle wieder "aufgebaut" werden muß.

 ???

Wenn der Luftvorrat zur Neige geht, bremst sich ein druckluftgebremster Wagen erst einmal vollständig ein.
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Re: Innsbruck, Stubaitalbahn
« Antwort #10 am: 23. Juli 2014, 09:35:23 »
Wenn der Luftvorrat zur Neige geht, bremst sich ein druckluftgebremster Wagen erst einmal vollständig ein.

So ist es. Jaja, die Funktionsweise einer Druckluftbremse, ein Buch mit sieben Siegeln.  ::)

h 3004

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Re: Innsbruck, Stubaitalbahn
« Antwort #11 am: 23. Juli 2014, 10:18:56 »
ad 95B: Hier ein Beitrag zur einlösigen Druckluftbremse (wikipedia).

invisible

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Re: Innsbruck, Stubaitalbahn
« Antwort #12 am: 23. Juli 2014, 10:26:31 »
Wenn der Luftvorrat zur Neige geht, bremst sich ein druckluftgebremster Wagen erst einmal vollständig ein.

Kommt auf die Bremsbauart an.

Klassische indirekt wirkende Druckluftbremsen à la Westinghouse kann man durchaus "leerbremsen". Dort kommt die Bremskraft ja aus dem Hilfsluftbehälter - und irgendwann ist der leer, wenn man's mit abwechselndem Bremsen & Lösen übertreibt und insbesondere die Bremsen in der Zwischenzeit nicht für längere Zeit ganz löst (damit in der Hauptluftleitung genug Druck ist um den Behälter wieder aufzufüllen).
Eine zusätzliche Hilfsbehälterleitung mindert das Problem zwar, aber auch da muss der Kompressor groß genug sein um schnell genug für Nachschub zu sorgen.
Liebe Fahrgäste: Der Zug ist abgefahren.

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Re: Innsbruck, Stubaitalbahn
« Antwort #13 am: 23. Juli 2014, 10:30:39 »
Da gab es vor ca. 3 Jahren mal einen schweren Unfall mit einen Güterzug am Arlberg. Hier waren die Bremsen auch einlösig. Irgendwelche alten französischen Autotransportwagen.
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95B

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Re: Innsbruck, Stubaitalbahn
« Antwort #14 am: 23. Juli 2014, 10:31:54 »
ad 95B: Hier ein Beitrag zur einlösigen Druckluftbremse (wikipedia).

Danke, ich kenne auch die Funktionsweise der einlösigen Druckluftbremse. Ich wusste nicht, dass die Wagen, mit denen du unterwegs warst, eine einlösige Bremse hatten. Dieser Bremse kann bei Fehlbedienung tatsächlich die Luft ausgehen, ohne dass eine Bremswirkung vorhanden wäre.
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