Autor Thema: Vorschriften tieferliegende Oberleitung  (Gelesen 936 mal)

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Vorschriften tieferliegende Oberleitung
« am: 14. April 2021, 12:41:48 »
Wie sind denn die allgemeinen Vorschriften, wenn zum Beispiel die Oberleitung bei Brückendurchfahrten niedrig liegt und nicht durch Draht, sondern durch Metallstreifen implementiert ist?

Als Beispiel nenne ich dafür Floridsdorf S 25/26 unter der Eisenbahn.

Strom kann man ja ziehen, weil ein Anhalten und Wiederanfahren möglich ist.

Der Metallstreifen ist aber auch nicht so exakt wie ein Fahrdraht, es funkt da manchmal ganz schön, wenn der Stromabnehmer abhebt.

Gibt es eine Geschwindigkeitsbeschränkung beim Durchfahren? Ist Fahren mit geringem Gesamtmotorstrom (Serie, ok praktisch nicht mehr relevant) vorgeschrieben?

Gibt es eine Geschwindigkeitsbeschränkung bei der Annäherung? Bemerkt habe ich ein Abbremsen immer auf freier Strecke in der Stromstraße, vermutlich, damit der Stromabnehmer nicht in seine unterste Lage kracht.

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Re: Vorschriften tieferliegende Oberleitung
« Antwort #1 am: 14. April 2021, 13:11:08 »
Es gibt hierzu keinerlei allgemeingültige Regeln. In der Stromstraße ist eine Geschwindigkeitsbeschränkung signalisiert, in der Hofwiesengasse beispielsweise auch, nicht aber in der Linzer Straße oder am Gürtel bei der Stadtbahnunterführung Sanettystraße.
Es ist nichts so fein gesponnen, es kommt doch ans Licht der Sonnen!
... brrrr, Klumpert!

Klingelfee

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Re: Vorschriften tieferliegende Oberleitung
« Antwort #2 am: 14. April 2021, 13:20:05 »
Es gibt hierzu keinerlei allgemeingültige Regeln. In der Stromstraße ist eine Geschwindigkeitsbeschränkung signalisiert, in der Hofwiesengasse beispielsweise auch, nicht aber in der Linzer Straße oder am Gürtel bei der Stadtbahnunterführung Sanettystraße.

Wobei die Geschwindigkeitsbeschränkungen teilweise zumindest der starken Fahrdrahtrampen der Grund ist. Würde man dort mit voller Geschwindigkeit durchfahren, würde der Stromabnehmer nämlich durch den Schwung auf das Wagendach schlagen.
Bitte meine Kommentare nicht immer als Ausrede für die WL ansehen

scrat

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Re: Vorschriften tieferliegende Oberleitung
« Antwort #3 am: 16. April 2021, 13:12:59 »
Wie sind denn die allgemeinen Vorschriften, wenn zum Beispiel die Oberleitung bei Brückendurchfahrten niedrig liegt und nicht durch Draht, sondern durch Metallstreifen implementiert ist?

Als Beispiel nenne ich dafür Floridsdorf S 25/26 unter der Eisenbahn.

Strom kann man ja ziehen, weil ein Anhalten und Wiederanfahren möglich ist.

Der Metallstreifen ist aber auch nicht so exakt wie ein Fahrdraht, es funkt da manchmal ganz schön, wenn der Stromabnehmer abhebt.

Gibt es eine Geschwindigkeitsbeschränkung beim Durchfahren? Ist Fahren mit geringem Gesamtmotorstrom (Serie, ok praktisch nicht mehr relevant) vorgeschrieben?

Gibt es eine Geschwindigkeitsbeschränkung bei der Annäherung? Bemerkt habe ich ein Abbremsen immer auf freier Strecke in der Stromstraße, vermutlich, damit der Stromabnehmer nicht in seine unterste Lage kracht.

Die Kupferschiene ist stabiler als der Fahrdraht. Der Fahrdraht würde sich zwischen den Aufängungen durch den Druck vom Stromabnehmer leichter verbiegen und so erst recht ein Abheben des Bügels bewirken. Ein hundertprozentiges Anliegen des Stromabnehmers unter einer Brücke ist so gut wie unmöglich, aber das ist ja auch seit Ewigkeiten kein wirkliches Problem.  ;)