Tramwayforum
Straßenbahn Wien => Allgemeines => Thema gestartet von: nord22 am 28. August 2023, 22:25:49
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Nachdem das Passieren von überbrückbaren (und nicht überbrückbaren) Streckentrennern auf Fahrstufen zu beträchtlichem Abbrand und Rußablagerungen führt, werden nun schriittweise alle Streckentrenner mit dem Erinnerungssignal "Streckentrenner" und einer mit einer Nummerntafel versehen. Der Steuerhebel ist beim Passieren des Streckentrenners auf Nullstellung oder Bremsstufe zu stellen. Näheres im Anhang.
nord22
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Das soll seit Mai gelten, es gibt aber bislang kein einziges derartiges Signal. Das Überfahren eines überbrückten Trenners unter Last führt zu keiner zusätzlichen Abnutzung, weil die Stromzufuhr nicht unterbrochen wird.
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In der Realität sind die überbrückten Trenner oftmals stark verrußt. Es gibt auch einzelne Exemplare, bei denen eine unterbrechungsfreie Stromführung nicht gegeben ist und es bei beim Befahren mit vollem Motorstrom zu einer starken Lichtbogenbildung kommt: Linie 2, Neulerchenfelder Straße nach Haberlgasse in FR Gürtel und Linie 25, Tokiostraße etwa 1,5 Zuglängen nach der Donaufelder Straße in FR Kagran U.
nord22
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Möglich, dass das auch mit dem vermehrten Rückspeisen zu tun hat? Wenn ein Wagen beschleunigt und zeitgleich ein Wagen im anderen Speiseabschnitt bremst, dann gibt es beim Überfahren des Trenners genauso einen (kleineren) Spannungsunterschied, der zu Funkenbildung führen kann.
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Man ist also nun auf dem selben technischen Stand wie vor 20 Jahren: Streckentrenner sind nicht auf Fahrstufen zu befahren. Großer Fortschritt...
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Man ist also nun auf dem selben technischen Stand wie vor 20 Jahren: Streckentrenner sind nicht auf Fahrstufen zu befahren. Großer Fortschritt...
Das wird auch immer so bleiben. Bei der Vollbahn heißt es ja auch: Hauptschalter ' Aus '.
Also, in beiden Fällen: Fahrt ohne Leistung. Und wo ist darin ein Problem zu suchen?
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Man ist also nun auf dem selben technischen Stand wie vor 20 Jahren: Streckentrenner sind nicht auf Fahrstufen zu befahren. Großer Fortschritt...
Das wird auch immer so bleiben. Bei der Vollbahn heißt es ja auch: Hauptschalter ' Aus '.
Also, in beiden Fällen: Fahrt ohne Leistung. Und wo ist darin ein Problem zu suchen?
Nein, bei der Vollbahn hat es mit Phasenverschiebung zu tun und geerdetem Mittelstück bei einer Schutzstrecke.
Diese besteht aus 2 Streckentrennern und in der Mitte das geerdete Stück.
Das trennt 2 Speisebereiche. Es gibt aber mittlerweile Schutzstrecken, die normal ohne Hauptschalter aus befahren werden können und diese Schaltsignale nicht mehr aufweisen.
In jedem Bahnhof gibt es Streckentrenner, die normal befahren werden können. Man muss ja einen Bahnhof in Schaltgruppen aufteilen können.
Der Trenner hat normal kaum Verschleiß, wenn er korrekt eingestellt und somit kein Lichtbogen gezogen wird. Die Schleifleiste des Stromabnehmers verbindet und da alle Fahrzeuge mit Wippen mit doppelter Schleifleiste ausgestattet und der Strom ein fauler Hund....
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Es gibt aber mittlerweile Schutzstrecken, die normal ohne Hauptschalter aus befahren werden können und diese Schaltsignale nicht mehr aufweisen.
Wo?
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Nachdem das Passieren von überbrückbaren (und nicht überbrückbaren) Streckentrennern auf Fahrstufen zu beträchtlichem Abbrand und Rußablagerungen führt, werden nun schriittweise alle Streckentrenner mit dem Erinnerungssignal "Streckentrenner" und einer mit einer Nummerntafel versehen.
Darüber habe ich doch schon am 8. Mai im Thread "Neue Signalvorschrift" geschrieben. Das ist doch nichts Neues.
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Man ist also nun auf dem selben technischen Stand wie vor 20 Jahren: Streckentrenner sind nicht auf Fahrstufen zu befahren. Großer Fortschritt...
Das wird auch immer so bleiben. Bei der Vollbahn heißt es ja auch: Hauptschalter ' Aus '.
Also, in beiden Fällen: Fahrt ohne Leistung. Und wo ist darin ein Problem zu suchen?
Kein Problem - nur hätte man dann netzweit die alten, nicht überbrückten Trenner belassen können.
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Es gibt aber mittlerweile Schutzstrecken, die normal ohne Hauptschalter aus befahren werden können und diese Schaltsignale nicht mehr aufweisen.
Wo?
Strecke 114 bei der Siemensstrasse.
Strecke 191 zwischen Geiselbergstrasse und Zentralfriedhof. Hier wurde aber aufgrund des ständigen Ansprechens der Sicherung eine normale Schutzstrecke mit "Hauptschalter aus" Schaltsignalen.
Erkennbar sind sie durch die türkisen Bauteile, die beim Befahren der Schutzstrecke den Phasenschluss/Spannungsunterschiede kompensieren sollen. Genau kann das sicher einer vom Fach erklären.
Dürfte sich aber nicht bewährt haben oder ist Schweineteuer, da mir ausser den 2 vor Jahren als Pilotversuch eingebauten keine bekannt.
[attach=1]
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Danke, habe ich nicht gekannt, wieder etwas gelernt. Muss ich mir anschauen.
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Man ist also nun auf dem selben technischen Stand wie vor 20 Jahren: Streckentrenner sind nicht auf Fahrstufen zu befahren. Großer Fortschritt...
Das ist doch bei Straßenbahnbetrieben so absolut üblich. Manche Betriebe haben noch automatische Fahrstrombegrenzung vor Trennern, aber prinzipiell sehe ich kein Problem.
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Man ist also nun auf dem selben technischen Stand wie vor 20 Jahren: Streckentrenner sind nicht auf Fahrstufen zu befahren. Großer Fortschritt...
Das ist doch bei Straßenbahnbetrieben so absolut üblich. Manche Betriebe haben noch automatische Fahrstrombegrenzung vor Trennern, aber prinzipiell sehe ich kein Problem.
Bei den überbrückten Trennern war es in den letzten Jahren bei den meisten jüngeren Fahrern üblich, nicht auf Null zu schalten. Nur Altspatzen taten das - weil es denen in Fleisch und Blut übergegangen war.
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Bei den überbrückten Trennern war es in den letzten Jahren bei den meisten jüngeren Fahrern üblich, nicht auf Null zu schalten. Nur Altspatzen taten das - weil es denen in Fleisch und Blut übergegangen war.
Stimmt - das kann man immer wieder beobachten, wenn Züge über die ehemalige Zweierlinie umgeleitet werden. Dort gibt es gleich zwei nicht überbrückte Trenner, die häufig mit eingeschalteten Fahrstufen befahren werden - da blitzt es dann sehr hübsch. :)
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Bei den überbrückten Trennern war es in den letzten Jahren bei den meisten jüngeren Fahrern üblich, nicht auf Null zu schalten. Nur Altspatzen taten das - weil es denen in Fleisch und Blut übergegangen war.
Ihr tut alle so, als wären überbrückbare Streckentrenner modernes Teufelszeug – dabei gibt es die schon lange. Ich zitiere aus der Dienstvorschrift von 1932: "Die Streckeniſolatoren ſollen in der Regel mit ausgeſchaltetem Fahrſtrom durchfahren werden. Nur die überbrückten Streckeniſolatoren, die durch einen breiten roten Streifen auf weißem Untergrunde auf dem mittleren Schuß des Maſtes kenntlich ſind, dürfen mit der 4. (5.) Fahrſtufe durchfahren werden." Dabei steht die Formulierung "4. (5.) Fahrstufe" etwas umständlich ausgedrückt für die letzte Serienstufe (so steht es dann auch in der Version aus den 60er-Jahren).
Stimmt - das kann man immer wieder beobachten, wenn Züge über die ehemalige Zweierlinie umgeleitet werden. Dort gibt es gleich zwei nicht überbrückte Trenner
Die beiden sind schon vor Jahren gegen überbrückbare getauscht worden. ;)
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Die beiden sind schon vor Jahren gegen überbrückbare getauscht worden. ;)
Wieso blitzt es dann so, wenn ein Zug darunter fährt?
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Man ist also nun auf dem selben technischen Stand wie vor 20 Jahren: Streckentrenner sind nicht auf Fahrstufen zu befahren. Großer Fortschritt...
Das wird auch immer so bleiben. Bei der Vollbahn heißt es ja auch: Hauptschalter ' Aus '.
Also, in beiden Fällen: Fahrt ohne Leistung. Und wo ist darin ein Problem zu suchen?
Kein Problem - nur hätte man dann netzweit die alten, nicht überbrückten Trenner belassen können.
Ja, da gebe ich dir vollkommen Recht.
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Kein Problem - nur hätte man dann netzweit die alten, nicht überbrückten Trenner belassen können.
Ja, da gebe ich dir vollkommen Recht.
Laut Vorschrift ist das Befahren auf Bremsstufe ja erlaubt. Deswegen sind die überbrückten Trenner (aufgrund der Rückspeisung) nicht ganz nutzlos, selbst wenn das Befahren auf Fahrstufe bald gar nicht mehr erlaubt ist
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Abgesehen davon werden sich auch viele Fahrer daran nicht halten.
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Das soll seit Mai gelten, es gibt aber bislang kein einziges derartiges Signal.
heute sind mir zum 1. Mal welche aufgefallen: Hadikgasse # Diesterweggasse, Schloßallee, Linzer Straße # Flachgasse