Tramwayforum
Straßenbahn Österreich => Linz => Thema gestartet von: Währinger am 18. März 2026, 08:08:10
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Gestern und heute kann man den neuen TramTrain in Eferding besichtigen.
Ich war gestern vor Ort.
🇦🇹 Präsentation TramTrain Regional-Stadtbahn Linz / Stern & Hafferl Werkstätte Eferding | LILO
https://youtu.be/JncM5COPlqo
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Anbei ein paar Eindrücke von gestern.
Sehr auffallend sind die Unterschiede in der Raumwirkung zwischen den alten GTW (3m Breite) und den neuen TramTrain (2,65m Breite).
Trotz nominell gleicher Kapazität sind die Neufahrzeuge für die LILO sicher kein Fortschritt.
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Trotz nominell gleicher Kapazität sind die Neufahrzeuge für die LILO sicher kein Fortschritt.
Ich würde das etwas differenzierter sehen. Ja, die Wagen sind schmäler, anderenfalls ist die 3er-Bestuhlung halt so eine Sache, kaum wer quetscht sich gerne zwischen 2 Fremde hinein. Für Familien ok, sonst wird meist ein Platz eher leer bleiben, insofern bieten die neuen Wagen vielleicht sogar mehr (bequem) nutzbare Sitze.
Und letztlich geht es ja auch um den Vorteil einer späteren Durchbindung durch die Stadt, was gegenüber den GTW und der derzeitigen Streckenführung auch ein Vorteil sein kann.
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Trotz nominell gleicher Kapazität sind die Neufahrzeuge für die LILO sicher kein Fortschritt.
Zur Hauptverkehrszeit fahren die Züge im 10-Minuten-Takt. Auf die Lokalbahn hätten eher Fahrzeuge wie der 4024 gehört. Kapazitätsmäßig wird das eng.
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Trotz nominell gleicher Kapazität sind die Neufahrzeuge für die LILO sicher kein Fortschritt.
Zur Hauptverkehrszeit fahren die Züge im 10-Minuten-Takt. Auf die Lokalbahn hätten eher Fahrzeuge wie der 4024 gehört. Kapazitätsmäßig wird das eng.
Es können bis zu drei Fahrzeuge zusammengekuppelt werden, was dann eine Kapazität von über 600 Menschen bedeutet.
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Trotz nominell gleicher Kapazität sind die Neufahrzeuge für die LILO sicher kein Fortschritt.
Zur Hauptverkehrszeit fahren die Züge im 10-Minuten-Takt. Auf die Lokalbahn hätten eher Fahrzeuge wie der 4024 gehört. Kapazitätsmäßig wird das eng.
Damit kannst du das Betriebskonzept aber nicht fahren. In Linz wird die Strecke als Straßenbahn konzessioniert.
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Im Stadtgebiet meines Wissens Doppelgarnituren, auf den Außenästen Dreifachgarnituren.
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Trotz nominell gleicher Kapazität sind die Neufahrzeuge für die LILO sicher kein Fortschritt.
Zur Hauptverkehrszeit fahren die Züge im 10-Minuten-Takt. Auf die Lokalbahn hätten eher Fahrzeuge wie der 4024 gehört. Kapazitätsmäßig wird das eng.
Ist halt nicht machbar für die Fahrt über die neue EBB nach Urfahr.
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Trotz nominell gleicher Kapazität sind die Neufahrzeuge für die LILO sicher kein Fortschritt.
Warum?
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Ich kann zwar - ohne beide Fahrzeuge zu kennen - nachvollziehen, dass die von @Schienenchaos angesprochene "Raumwirkung" beim Hineinschauen in das breitere Fahrzeug geräumiger wirkt, aber eine 2+2-Bestuhlung im um 35cm schmäleren Fahrzeug ist mit Sicherheit komfortabler und wirkt auch optisch angenehmer als die 2+3-Bestuhlung in den bisherigen Wagen.
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Trotz nominell gleicher Kapazität sind die Neufahrzeuge für die LILO sicher kein Fortschritt.
Zur Hauptverkehrszeit fahren die Züge im 10-Minuten-Takt. Auf die Lokalbahn hätten eher Fahrzeuge wie der 4024 gehört. Kapazitätsmäßig wird das eng.
Ist halt nicht machbar für die Fahrt über die neue EBB nach Urfahr.
Dass man das nicht als Vollbahn auslegt ist der katastrophale Fehler an all diesen Ausbauplänen. Das Fahrgastvolumen für Vollbahnen wäre auf allen Achsen da. Eine Straßenbahn ist - vor allem für die Pendlerströme aus dem Mühlviertel zu klein.
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Trotz nominell gleicher Kapazität sind die Neufahrzeuge für die LILO sicher kein Fortschritt.
Zur Hauptverkehrszeit fahren die Züge im 10-Minuten-Takt. Auf die Lokalbahn hätten eher Fahrzeuge wie der 4024 gehört. Kapazitätsmäßig wird das eng.
Ist halt nicht machbar für die Fahrt über die neue EBB nach Urfahr.
Dass man das nicht als Vollbahn auslegt ist der katastrophale Fehler an all diesen Ausbauplänen. Das Fahrgastvolumen für Vollbahnen wäre auf allen Achsen da. Eine Straßenbahn ist - vor allem für die Pendlerströme aus dem Mühlviertel zu klein.
In einem Drei-Wagen-Zug können, wie gesagt, über 600 Menschen befördert werden, knapp 300 davon sitzend. Mehr Kapazität haben die aktuellen Garnituren auf der Mühlkreisbahn auch nicht (und die Regionalbusse Richtung Gallneukirchen sowieso nicht). Die würden dann aber auf Dauer am Mühlkreisbahnhof enden, eine Vollbahn würde man wohl kaum durch die Reindlstraße führen.
Wir sprechen hier nicht von einem ULF der Type A, sondern einem Fahrzeug, das nur unwesentlich kürzer ist als ein Desiro.
Im Stadtgebiet meines Wissens Doppelgarnituren, auf den Außenästen Dreifachgarnituren.
Auch innerhalb des Stadtgebiets sind die Bahnsteige 120 m lang, also für Drei-Wagen-Züge ausgelegt, wie aus den öffentlichen einsehbaren Plänen (https://soe.projectatlas.app/regional-stadtbahn-linz/page/plans?map=48.314802,14.269766,12.28,0,0) hervorgeht.
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In meinen Gesprächen hab ich das riesige WC als Problem herausgehört.
Als Behindertenverbände zum Test an einem lebensgroßen Fahrzeugmodell eingeladen wurden, waren die Rollstuhlfahrer vom voluminösen barrierefreien WC wenig begeistert – sie eröffneten den überraschten Planenden, dass sie es in einer schwankenden Straßenbahn sowieso nie benützen würden, zu groß wäre die Sturzgefahr, zu kurz die Reisedauer – ein inzwischen fast typisches Beispiel des Overengineerings aufgrund überzogener Vorschriften und Normen, die nicht nur niemandem nützen, sondern vieles unbezahlbar machen.
Die haben gesagt, "da kommen wir ja nicht dran vorbei, der Gang ist zu schmal, und außerdem gibts ja niemand der hilft, wenn man stürzt" - pipigehen ist nämlich keine einfache Verrichtung, die meisten Rollifahrer haben andere Lösungen (wurde mir erzählt)
https://www.mauerspiel.at/texte/2025-11-29-Presse-Spectrum-Tramwaydesign.pdf
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Dass man das nicht als Vollbahn auslegt ist der katastrophale Fehler an all diesen Ausbauplänen. Das Fahrgastvolumen für Vollbahnen wäre auf allen Achsen da. Eine Straßenbahn ist - vor allem für die Pendlerströme aus dem Mühlviertel zu klein.
Ich nehme an, es wurden entsprechende Berechnungen angestellt. Außer im unmittelbaren Umland von Linz ist auf Mühlkreisbahn nicht allzuviel los.
Ein ÖBB 5022, wie er zur Zeit auf der Mühlkreisbahn verkehrt, hat 117 Sitzplätze (10 davon Klappsitze). Die neuen Tramtrain-Garnituren in Doppeltraktion bieten 188 Sitzplätze, was einer Steigerung von 60% entsprechen würde - bei gleichem Intervall.
Keine Ahnung wie die 5022 zur Zeit im Nahbereich von Linz ausgelastet sind. In Doppeltraktion verkehren sie meines Wissens nach nicht, oder?
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Keine Ahnung wie die 5022 zur Zeit im Nahbereich von Linz ausgelastet sind. In Doppeltraktion verkehren sie meines Wissens nach nicht, oder?
vagonweb.cz hat die Züge für 2026 noch nicht drin, aber im Fahrplanjahr 2025 gab es ein paar Züge mit 5022er-Doppeltraktion werktags im Berufsverkehr.
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In meinen Gesprächen hab ich das riesige WC als Problem herausgehört.
Als Behindertenverbände zum Test an einem lebensgroßen Fahrzeugmodell eingeladen wurden, waren die Rollstuhlfahrer vom voluminösen barrierefreien WC wenig begeistert – sie eröffneten den überraschten Planenden, dass sie es in einer schwankenden Straßenbahn sowieso nie benützen würden, zu groß wäre die Sturzgefahr, zu kurz die Reisedauer – ein inzwischen fast typisches Beispiel des Overengineerings aufgrund überzogener Vorschriften und Normen, die nicht nur niemandem nützen, sondern vieles unbezahlbar machen.
Die haben gesagt, "da kommen wir ja nicht dran vorbei, der Gang ist zu schmal, und außerdem gibts ja niemand der hilft, wenn man stürzt" - pipigehen ist nämlich keine einfache Verrichtung, die meisten Rollifahrer haben andere Lösungen (wurde mir erzählt)
https://www.mauerspiel.at/texte/2025-11-29-Presse-Spectrum-Tramwaydesign.pdf
Gut, bei der "kurzen Reisedauer" haben sie sich aber vielleicht auch etwas zu sehr vom Wort "Tram" in "TramTrain" leiten lassen. Auf der LILO ist man durchaus länger als 10, 15 min unterwegs, im Netz der künftigen Regional-Stadtbahn ebenso. Die Fahrt von Waizenkirchen nach Linz dauert über eine Stunde. Und warum sollten die TramTrains da mehr schwanken als die aktuellen Züge?
Ich glaube, das Konzept der Mischung aus Straßen- und Eisenbahn ist bei vielen noch nicht ganz angekommen. Die Fahrzeuge müssen eben einer Fahrt von Waizenkirchen nach Linz genauso dienen wie vom Science Park zum Linzer Hauptbahnhof. Natürlich zieht das Kompromisse nach sich.
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Trotz nominell gleicher Kapazität sind die Neufahrzeuge für die LILO sicher kein Fortschritt.
Zur Hauptverkehrszeit fahren die Züge im 10-Minuten-Takt. Auf die Lokalbahn hätten eher Fahrzeuge wie der 4024 gehört. Kapazitätsmäßig wird das eng.
Ist halt nicht machbar für die Fahrt über die neue EBB nach Urfahr.
Dass man das nicht als Vollbahn auslegt ist der katastrophale Fehler an all diesen Ausbauplänen. Das Fahrgastvolumen für Vollbahnen wäre auf allen Achsen da. Eine Straßenbahn ist - vor allem für die Pendlerströme aus dem Mühlviertel zu klein.
Richtig. Das lag aber an den Fehlplanungen der Stadt Linz zur EBB und die lassen sich sowieso nicht umkehren...
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In meinen Gesprächen hab ich das riesige WC als Problem herausgehört.
Als Behindertenverbände zum Test an einem lebensgroßen Fahrzeugmodell eingeladen wurden, waren die Rollstuhlfahrer vom voluminösen barrierefreien WC wenig begeistert – sie eröffneten den überraschten Planenden, dass sie es in einer schwankenden Straßenbahn sowieso nie benützen würden, zu groß wäre die Sturzgefahr, zu kurz die Reisedauer – ein inzwischen fast typisches Beispiel des Overengineerings aufgrund überzogener Vorschriften und Normen, die nicht nur niemandem nützen, sondern vieles unbezahlbar machen.
Die haben gesagt, "da kommen wir ja nicht dran vorbei, der Gang ist zu schmal, und außerdem gibts ja niemand der hilft, wenn man stürzt" - pipigehen ist nämlich keine einfache Verrichtung, die meisten Rollifahrer haben andere Lösungen (wurde mir erzählt)
https://www.mauerspiel.at/texte/2025-11-29-Presse-Spectrum-Tramwaydesign.pdf
Von Linz Hbf. nach Peuerbach fährt man gut 1h 20 Minuten, wenn man dann weiter in den Osten von Linz, zur Uni oder nach Urfahr will ist man schon deutlich über 1,5 Stunden, tw. schon bei 2 Stunden. Von Linz nach Aigen wird die Regiotram wohl ebensowenig wie nach Rohrbach kommen, aber auch von Klenzell nach Urfahr fährt man eine 3/4-Stunde, wobei als Regiotram die meisten Fahrgäste wohl eher die Durchbindung über die Donau nutzen würden und somit noch länger unterwegs sind. Da hat sich wohl jemand vom Wort "Tram" und der Tatsache, dass die Regiotramplanungen in OÖ nicht so bekannt sind in die Irre führen lassen.
Auch von ein paar Rollstuhlfahrern auf "die meisten" zu schließen halte ich für falsch. Jene, welche nur mit persönlicher Assistenz unterwegs sein können umfassen solche Tests wohl kaum, jene, welche sehr mobil sind und im Alltag auf wenig Hindernisse stoßen, weil sie selbst über klei e Treppen alleine kommen wohl auch nicht. Abgesehen davon, dass Barrierefreiheit ja auch bedeutet, dass man mit einer Gehhilfe und/oder einer Begleitperson auf die Toilette kommt.
Personen mit Behinderungen haben venauso unterschiedliche Bedürfnisse wie Personen ohne Behinderungen, das kann man einfach nicht so verallgemeinern. Dass der Gang daneben zu eng ist mag natürlich stimmen, der Fehler läge dann aber im "underengineering", denn auch für Durchgangsbreiten muss es ja eigentlich praxistaugliche Normwerte geben!
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Auch von ein paar Rollstuhlfahrern auf "die meisten" zu schließen halte ich für falsch.
Es war eine Truppe von etwa 5 mit ganz unterschiedlich starken Einschränkungen. Es ist aber halt auch eine Frage der Abwägung: In einem breiten Railjet ist eine passend angeordnete große Kabine kein Problem, in einem so kurzen und schmalen Tramwaywagen ist es halt zur Gesamtnutzfläche schon eher wild - und wenn der in Traktion fährt hat man sogar drei solcher Platzverschwender in eine Zug, der eh schon knapp bemessen ist. Die WLB kommt ja auch ohne Klo aus und ist 1 Stunde unterwegs.
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Die WLB kommt ja auch ohne Klo aus und ist 1 Stunde unterwegs.
Bei der WLB gibt es aber für die Gesamtstrecke Alternativen, die deutlich schneller sind (und teilweise ein Klo haben). Die wird es hier nicht geben.
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Auch von ein paar Rollstuhlfahrern auf "die meisten" zu schließen halte ich für falsch.
Es war eine Truppe von etwa 5 mit ganz unterschiedlich starken Einschränkungen. Es ist aber halt auch eine Frage der Abwägung: In einem breiten Railjet ist eine passend angeordnete große Kabine kein Problem, in einem so kurzen und schmalen Tramwaywagen ist es halt zur Gesamtnutzfläche schon eher wild - und wenn der in Traktion fährt hat man sogar drei solcher Platzverschwender in eine Zug, der eh schon knapp bemessen ist. Die WLB kommt ja auch ohne Klo aus und ist 1 Stunde unterwegs.
Gut, 3fachtraktion wäre aber generell nicht notwendig, entweder gleich drei Mal so lange Fahrzeuge bestellen, oder zumindest auf Doppeltraktion beschränken. Das mit den Traktionen ist ja generell so ein Schwachsinn, auch beim Railjet führt man gerne zwei volle Bordküchen mit, nur um dann jeweils nur wenige Tische anzubieten
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Auch von ein paar Rollstuhlfahrern auf "die meisten" zu schließen halte ich für falsch.
Es war eine Truppe von etwa 5 mit ganz unterschiedlich starken Einschränkungen. Es ist aber halt auch eine Frage der Abwägung: In einem breiten Railjet ist eine passend angeordnete große Kabine kein Problem, in einem so kurzen und schmalen Tramwaywagen ist es halt zur Gesamtnutzfläche schon eher wild - und wenn der in Traktion fährt hat man sogar drei solcher Platzverschwender in eine Zug, der eh schon knapp bemessen ist. Die WLB kommt ja auch ohne Klo aus und ist 1 Stunde unterwegs.
Gut, 3fachtraktion wäre aber generell nicht notwendig, entweder gleich drei Mal so lange Fahrzeuge bestellen, oder zumindest auf Doppeltraktion beschränken. Das mit den Traktionen ist ja generell so ein Schwachsinn, auch beim Railjet führt man gerne zwei volle Bordküchen mit, nur um dann jeweils nur wenige Tische anzubieten
Gerade in und um Linz hat man aber noch recht starke tageszeitliche Schwankungen in der Nachfrage, also z.B. auch zwischen Vormittag und Hauptverkehrszeit.
Und bitte nicht zu vergessen: die Fahrzeuge werden von sechs Unternehmen gemeinsam beschafft, was sie pro Stück deutlich günstiger macht. Natürlich hat aber auch das gewisse Kompromisse zur Folge.
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Auch von ein paar Rollstuhlfahrern auf "die meisten" zu schließen halte ich für falsch.
Es war eine Truppe von etwa 5 mit ganz unterschiedlich starken Einschränkungen. Es ist aber halt auch eine Frage der Abwägung: In einem breiten Railjet ist eine passend angeordnete große Kabine kein Problem, in einem so kurzen und schmalen Tramwaywagen ist es halt zur Gesamtnutzfläche schon eher wild - und wenn der in Traktion fährt hat man sogar drei solcher Platzverschwender in eine Zug, der eh schon knapp bemessen ist. Die WLB kommt ja auch ohne Klo aus und ist 1 Stunde unterwegs.
Das Problem dürften stark schwankende Fahrgastzahlen über den Tag sein...
Gut, 3fachtraktion wäre aber generell nicht notwendig, entweder gleich drei Mal so lange Fahrzeuge bestellen, oder zumindest auf Doppeltraktion beschränken. Das mit den Traktionen ist ja generell so ein Schwachsinn, auch beim Railjet führt man gerne zwei volle Bordküchen mit, nur um dann jeweils nur wenige Tische anzubieten