Tramwayforum

Öffentlicher Verkehr national und international => Straßenbahn außerhalb Österreichs => Deutschland => Thema gestartet von: 13er am 05. August 2011, 02:46:13

Titel: [DE] Berlin
Beitrag von: 13er am 05. August 2011, 02:46:13
Ein Städtetrip brachte mich die letzten Tage nach Berlin, wo ich natürlich auch Gelegenheit fand, das dortige große Straßenbahnnetz ein wenig unter die Lupe zu nehmen.

Eine recht gute allgemeine Einführung in das Berliner Netz findet ihr in der Wikipedia, sodass ich mir diese Worte selbst erspare und euch nur auf den Artikel verweise: http://de.wikipedia.org/wiki/Stra%C3%9Fenbahn_Berlin (http://de.wikipedia.org/wiki/Stra%C3%9Fenbahn_Berlin)

Beginnen wir gleich mit einem Kuriosum. Auf der Leipziger Straße liegen bis zum Potsdamer Platz bereits seit über einem Jahrzehnt ungenutzte Schienen, die eigentlich für eine neue Strecke Alexanderplatz - Leipziger Straße - Potsdamer Platz - Kulturforum gedacht waren. Die Strecke scheiterte aber bisher an Einsprüchen von Bundesrat und DaimlerChrysler und dürfte so bald nicht realisiert werden:

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Erst seit 1997 fahren wieder Straßenbahnen den Bahnhof Friedrichstraße direkt an. Am ersten Bild kurz vor dem Einbiegen in die Friedrichstraße in der Dorotheerstraße:

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Und hier die Friedrichstraße selbst, aufgenommen vom S-Bahnhof, im Hintergrund der Checkpoint Charlie erkennbar:

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Auf der anderen Seite des Bahnhofs kommt uns ein M1 über die Spreebrücke entgegen:

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Gleich daneben, am Weidendamm, aufgelassene Gleise, die bis zur Planckstraße reichen und dort das Spreeufer wieder verlassen:

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Endstation des M1 am Kupfergraben gegenüber der Museumsinsel:

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Am Hackeschen Markt ist straßenbahnmäßig auch einiges los:

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Hier vor den sehenswerten Hackeschen Höfen:

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Und in einer Schleife unter der S-Bahn:

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Schauplatzwechsel zur Karl-Liebknecht-Straße, die mit dem Fernsehturm, der Marienkirche und Rasengleis so einige Motive erlaubt:

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Die Strecken, meistens sind es eigene Gleiskörper, sind durchaus ansprechend gestaltet, wenn auch etwas vergammelt:

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Ein Flexity fuhr mir auch vor die Linse, also nichts wie abgedrückt:

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So ein bißchen Farbe hat noch keiner Stadt geschadet und das Gelb fügt sich IMHO wunderbar in das Stadtbild ein:

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Noch einige Schnappschüsse auf der fotogenen Karl-Liebknecht-Straße:

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Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 13er am 05. August 2011, 03:02:57
Teil 2 ... noch immer Eindrücke aus der Karl-Liebknecht-Straße:

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Wechseln wir auf die andere Seite der S-Bahn-Brücke:

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Kommen wir nun zum Zentrum von Ostberlin, dem Alexanderplatz. Hier gibt es seit 1998 wieder Straßenbahnverkehr direkt am Platz. Folgen wir also dem Wagen in die Schleifenanlage:

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Im Hintergrund der markante S-Bahnhof. Der Fahrer möchte nicht fotografiert werden, ein Phänomen, das man im Osten immer wieder beobachten kann...

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Anfängliche Befürchtungen, dass es in der Fußgängerzone häufig zu Unfällen zwischen Passanten und Straßenbahnen kommen würde, haben sich nicht bestätigt:

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Eine besondere Endstation, denn hier fehlt eine Gleisverbindung zum Wenden in einer Schleife. Darum werden Zweirichtungsfahrzeuge eingesetzt ...

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... die über einen Doppelgleiswechsel beinahe so bequem wie aus einer Schleife abfahren kann:

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Draußen am Platz begegnete ich wieder einem Flexity, von dem man wohl nur in Fußgängerzonen solche "Ganzkörper"-Fotos schießen kann:

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Und noch ein Nachschuss (mit schwierig zu lesendem Display):

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Noch einmal genoss ich die Freiheit einer Fußgängerzone, über die man sich in Wien aus übertriebenem Sicherheitsdenken kaum irgendwo "drübertraut":

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Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 13er am 05. August 2011, 03:23:39
Teil 3 - erneuter Szenenwechsel.

Entlang der Linie M10 im Prenzlauer Berg entdeckte ich eher zufällig den ehemaligen Betriebsbahnhof und heutiges Gleislager Kniprodestraße:

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An das Netz angeschlossen ist das Gleislager über das links in die Schleife Prenzlauer Berg einmündende Gleis:

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In der Schleife stehen bereits Züge ...

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... denn auf der regulären stadtauswärts weiterführenden Strecke finden derzeit Bauarbeiten statt:

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Mit dem M10 fahre ich weiter in Richtung S Nordbahnhof:

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Jetzt ist es an der Zeit, auch einmal das Innere des Wagens zu zeigen:

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Mit Werbung für ein neues Straßenbahnbuch ...

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... geht es weiter durch die Bernauer Straße, die im geteilten Berlin traurige Berühmtheit erlangte, da hier die Mauer entlang der Häuserfront und oft direkt durch die Häuser verlief, bis man diese schließlich ganz abriss. Heute liegt entlang der Bernauer Straße auf der Ostseite ein breiter Grasstreifen, der ehemalige Todesstreifen. Die Straßenbahn fährt im ehemaligen Westberlin, zu dem das Gebiet bis zum Rand des Gehsteiges gehörte:

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Rechts hinten im Bild stand einst die Versöhnungskirche mitten im Todesstreifen. Sie wurde vom DDR-Regime im Jänner 1985 gesprengt. Heute findet man dort die "Kapelle der Versöhnung":

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An vielen Stellen entlang der ehemaligen Berliner Mauer gab es einst Straßenbahnstrecken. Solche, die die Grenze kreuzten, mussten selbstverständlich eingestellt bzw. gekürzt werden (man sieht es auf manchen Fotos: Gleise, die im Nichts enden...). In der Bernauer Straße liegen die Schienen allerdings erst seit wenigen Jahren, nämlich seit 2006, als die Linie von U Eberswalder Straße (bekannt durch die Currywurst bei Konnopke :) ) bis zu S Nordbahnhof verlängert wurde.

Mit einem Bild des M10 vor der Gedenkstätte Berliner Mauer (in wenigen Tagen jährt sich die Errichtung des perverserweise so genannten "antifaschistischen Schutzwalls" zum 50. Mal) möchte ich den Bericht schließen:

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Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: luki32 am 05. August 2011, 07:20:26
Und Du bist hoffentlich auch nach Woltersdorf hinaus gefahren, das ist die sehenswerteste der drei kleinen Vorortestraßenbahnen.
Und den 68er nach Alt-Schmöckwitz hast Du ausgelassen, der ist auch Kult (so lange es ihn noch gibt)?
Die habe ich vor ein paar Jahren an einem guten halben Tag gemeinsam gemacht, den ich von meiner Frau "frei" bekommen habe.  ;)

mfG
Luki
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: U4 am 05. August 2011, 08:22:40
In der SCHIENE findet sich auch ein mehrseitiger Artikel mit historischen Fotos zum Thema Mauer in Berlin und den Straßenbahnlinien ...
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: moszkva tér am 05. August 2011, 08:29:32
2-3 Fotos hast du vergessen zu drehen. Außerdem ist glaube ich eines (der nicht gedrehten) sogar doppelt drin - oder es sind zumindest sehr ähnliche Bilder!

Ansonsten eine super Reportage! Aber es fahren nur mehr Neuwagen herum, oder? Tatras gibts keine mehr!

Ich hoffe, du hast auch ausgiebig Döner gegessen? Angeblich wurde das Döner in Berlin erfunden  ;)
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Ferry am 05. August 2011, 09:13:52
... geht es weiter durch die Bernauer Straße, die im geteilten Berlin traurige Berühmtheit erlangte, da hier die Mauer entlang der Häuserfront und oft direkt durch die Häuser verlief
Die Bezirksgrenze Wedding/Mitte (= Sektorengrenze) verlieft durchgehend entlang der Häuserfront. Der Gehsteig (Bürgersteig) war noch im Westen, die Häuser selbst schon im Osten. Eine der ersten Maßnahmen der DDR-Regierung war es daher, die Fenster im Erdgeschoß und Mezzanin zuzumauern, im Fensterfluchten zu verhinderrn. Somit mussten die Bewohner ihre Flucht von höheren Stockwerken aus durch Abseilen versuchen. Diese teilweise spektakulären Fluchtversuche, die auch etliche Menschenleben forderten, brachten der Bernauer Straße ihre traurige Berühmtheit.

In den siebziger Jahren wurden dann die Häuser abgesiedelt und in weitere Folge abgetragen, um den Grenzstreifen durchgängig verbreitern zu können. Zuletzt wurde 1985 die Versöhnungskirche gesprengt.

Übrigens gab es in der Bernauer Straße noch bis 1965 eine Straßenbahn (Linie 2)!
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Linie 41 am 05. August 2011, 10:22:39
In der SCHIENE findet sich auch ein mehrseitiger Artikel mit historischen Fotos zum Thema Mauer in Berlin und den Straßenbahnlinien ...
In welcher Ausgabe?

Ein Flexity fuhr mir auch vor die Linse, also nichts wie abgedrückt:
Das ist aber definitiv ein KT4D. ;)

Edit: OK, jetzt ist ein Flexity da.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 13er am 05. August 2011, 10:27:34
Danke für eure Antworten!

@luki32: Leider ist sich das zeitlich nicht mehr ausgegangen. Beim nächsten Mal dann sicher!

@moszkva tér: Ist mir auch unerklärlich, warum die Bilder nicht richtig gedreht waren. Jetzt sollte alles passen. Doppelte Bilder sehe ich aber keine... ich bin dann übrigens doch eher bei der Currywurst geblieben ;)

@U4: Ja, der Bericht von Egbert Leister ist sehr lesenswert!

Die Bezirksgrenze Wedding/Mitte (= Sektorengrenze) verlieft durchgehend entlang der Häuserfront. Der Gehsteig (Bürgersteig) war noch im Westen, die Häuser selbst schon im Osten.
Ja, genau. Das hatte verwaltungstechnische Gründe, da man (wohl zurecht) annahm, dass die Reinigung, Wartung etc. von Straßen besser funktioniert, wenn die gesamte Straße mit Gehsteigen zu einem Bezirk gehört.

Edit @ Linie 41: Ausgabe 8/2011, Seite 19 ff.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: matboy am 05. August 2011, 17:16:47
Und Du bist hoffentlich auch nach Woltersdorf hinaus gefahren, das ist die sehenswerteste der drei kleinen Vorortestraßenbahnen.
Und den 68er nach Alt-Schmöckwitz hast Du ausgelassen, der ist auch Kult (so lange es ihn noch gibt)?
Die habe ich vor ein paar Jahren an einem guten halben Tag gemeinsam gemacht, den ich von meiner Frau "frei" bekommen habe.  ;)

mfG
Luki

So etwas wie die Berliner Linie 68 gibt es in Wien nicht annähernd. Auf der einen Seite Wasser, auf der anderen Seite Wald, dazwischen die Straßenbahn. Leider plant die BVG diese Linie ebenso wie einige andere Stadtrandlinien einstellen, was bis jetzt vom Berliner Senat unterbunden wurde. Auch die Linien 61 und 62 (mit eingleisiger Strecke zwischen Mahlsdorf und Mahlsdorf Süd) sind einen Besuch wert. Was mir aufgefallen ist, dass es in Berlin keine Vmax beim Durchfahren von Haltestellen geben dürfte, dort wird mit vollem Tempo durchgebraust.
Die Linie 87 zwischen Rahnsdorf und Woltersdorf ist sowieso Kult. Dort fahren heute noch ca. 50 Jahre alte Gothawagen (gebraucht übernommen) im Planbetrieb.
Ad Leipziger Straße: dass in Berlin einfach ins Blaue hinein Gleise errichtet werden, ist nicht ungewöhnliches. Selbst mancher U-Bahntunnel und manche U-Bahnhaltestelle wurden errichtet, obwohl dort auch die nächsten Jahrzehnte keine Züge fahren werden.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Linie 41 am 05. August 2011, 19:33:00
Edit @ Linie 41: Ausgabe 8/2011, Seite 19 ff.
OK, ich war noch nicht beim Briefkasten. ;)
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Konstal 105Na am 09. August 2011, 21:20:14
Ansonsten eine super Reportage! Aber es fahren nur mehr Neuwagen herum, oder? Tatras gibts keine mehr!

Auf einigen Bildern sind doch einige Tatra KT4D zu sehen. Die T6A2D dürfte es in Berlin nicht mehr geben, die sind dafür in Szczecin (Stettin) unterwegs.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 13er am 05. September 2011, 11:29:17

Zitat
Berlin
Streckenausbau
Mehr Straßenbahnen sollen durch Berlin rollen

Von Peter Neumann

Kostenlos Straßenbahn fahren - das war gestern in Adlershof erlaubt. Mit einem Fest ist am Vormittag die Neubaustrecke vom S-Bahnhof in die Wissenschaftsstadt eröffnet worden.

Die anderthalb Kilometer lange Verlängerung der Linien 60 und 61 ist das einzige Straßenbahnbauprojekt, das unter der rot-roten Koalition in der nun endenden Wahlperiode begonnen wurde. Jetzt hat der Senat angekündigt, dass er bei der Erweiterung des Netzes ein schnelleres Tempo vorlegen will.

Mehrere Projekte werden vorbereitet, sagte Petra Rohland von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung der Berliner Zeitung. In Mahlsdorf soll die Endhaltestelle der Linie 62 von der Treskow- in die Hönower Straße verlegt werden - vor den S-Bahnhof, um das Umsteigen zu erleichtern. Das Planfeststellungsverfahren, das zur Genehmigung führt, kann nächstes Jahr beginnen. 2014 soll dieses Projekt baureif sein.

Für das Jahr darauf sei, wenn alles planmäßig läuft, der Baubeginn in Friedrichshain "denkbar". Die Strecke biegt am Wühlischplatz ab, um über die Holtei- und Sonntagstraße zum Ostkreuz und zur Marktstraße zu verlaufen. Auf der ein Kilometer langen Trasse, die durch derzeit noch ruhige Straßen führt, wird es einen Zehn-Minuten-Takt geben.

Zwei neue Tramprojekte bis 2016 geplant

2015 soll auch die Verlängerung der Adlershofer Strecke nach Schöneweide baureif sein, hieß es. Auf dem Groß-Berliner Damm könnten ab 2016 oder 2017 Bahnen rollen.

Bis 2015 oder 2016 will der Senat außerdem zwei Innenstadt-Projekte so weit vorbereiten, dass der Gleisbau beginnen könnte. Eine Strecke soll vom Alexanderplatz zum Potsdamer Platz und zum Kulturforum führen, die andere vom Hauptbahnhof zum U-Bahnhof Turmstraße. Der Fahrgastverband IGEB ist skeptisch, ob der Senat das Tempo durchhält. Bislang ging es nur langsam voran. "Es handelt sich in allen Fällen um Schätzungen", erklärte Rohland.

Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen und Planfeststellungsverfahren seien noch zu durchlaufen. Im Fall der Ostkreuz-Strecke sei es zudem erforderlich, dass der Senat zuvor den Nahverkehrsplan beschließt. Dem Vernehmen nach verweigert Finanzsenator Ulrich Nußbaum seit 2010 die Zustimmung.

Eine andere Zusage konnte gehalten werden: In der Nacht zu Freitag traf das erste von 99 Serienfahrzeugen der neuen Straßenbahn vom Typ Flexity Berlin ein. Ein Tieflader-Lkw brachte es vom Bautzener Bombardier-Werk zur BVG. Zug Nummer 8002 wird am Sonnabend von 11 bis 19 Uhr auf dem Alexanderplatz zu sehen sein. Dann lädt die BVG wieder zu Gratisfahrten ein.

Berliner Zeitung, 05.09.2011

Quelle: http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/berlin/mehr-strassenbahnen-berlin/357398.php (http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/berlin/mehr-strassenbahnen-berlin/357398.php)
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: hema am 05. September 2011, 13:12:36
Die sagen, es soll schnell gehen und denken in biblischen Epochen!  ::)
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Wattman am 16. September 2011, 21:35:22
Und den 68er nach Alt-Schmöckwitz hast Du ausgelassen, der ist auch Kult (so lange es ihn noch gibt)?

Nach einer Menschenkette (http://www.stadtmorgen.de/politik/uferbahn-anwohner-demonstrieren-mit-menschenkette-fur-den-erhalt-der-tram-linie-68/14513.html) ist die Uferbahn gerettet! (http://www.bvg.de/index.php/de/103842/name/Pressemitteilungen/article/900699.html)
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Linie 41 am 17. September 2011, 01:14:33
*doubleplusgood*
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Tatra83 am 17. September 2011, 22:01:25
Das Problem der Linie 68 war zum einen das Streichen des 10-Minuten-Takts im Berufsverkehr und ebenso die Verstärkung im Bäderverkehr am Wochenende, ebenso auf einen 10-Minuten-Takt in 2005. Seitdem im Sommer 2007 die T6-Traktionen durch einen KT4D (solo) ersetzt wurden, ging es mit den Fahrgastzahlen ebenso nicht gerade bergauf. Zuvor wurde der Betriebshof Niederschöneweide geschlossen, sodass alle Fahrzeuge für den Südosten im Betriebshof Köpenick stationiert sind und dieser damit aus allen Nähten platzt. Werden mehr Fahrzeuge benötigt, so fahren diese vom Betriebshof Lichtenberg runter, dafür aber mit sehr langen Ein- und Aussetzwegen.
Mit der unlängst eröffneten Neubaustrecke in Adlershof hat sich die Fahrzeugproblematik noch zusätzlich verschärft. Schlussendlich gelöst wird diese Problematik erst mit der Serien-Lieferung der Flexity-Straßenbahnen, welche dann GT6 für den Südosten freisetzen werden.

Aber warum ich eigentlich poste, wer am 16.10. zufällig in Berlin sein sollte, kann sich das hier mal anschauen: http://www.bvg-anlagen.de (http://www.bvg-anlagen.de)
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Wattman am 17. September 2011, 22:17:44
Hey, cool, hier sind mehrere Berlin-Kenner unterwegs! 8)
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: luki32 am 04. Oktober 2011, 20:43:04
Drei Bilder aus 2008.
Einmal ein Oldtimer, der mir zufällig begegnet ist und zwei Fotos vom legendären 68 von beiden Endstationen.

mfg
Luki
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Tatra83 am 04. Oktober 2011, 21:07:52
Ich habe auch mal im Archiv gebuddelt und siehe da, ein paar Eindrücke aus 2002.

Bilder 1 bis 4: Betriebshof Köpenick
Bild 5: T6mod-Traktion der Linie 62 in der Schleife Mahlsdorf-Süd
Bild 6: TM34 mit Beiwagen nahe dem Gleisdreieck Schappachstraße
Bild 7: Tw 10 mit Bw 808, der Quasi-Erstausrüstung der "Cöpenicker Straßenbahn"
Bild 8: GT6N-Traktion an der Hst. U Alexanderplatz in Richtung stadtauswärts (vom Fernsehturm aus :D)
Bild 9: Typisches Rasengleis, hier in Mahlsdorf, an der eingleisigen Strecke am Hultschiner Damm (Linie 62)
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 13er am 04. Oktober 2011, 21:16:46
Herbst in Köpenick (im Auftrag):
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 95B am 08. November 2011, 19:36:05
Gehen wir etwas in der Zeit zurück und versetzen wir uns in den August 1998:

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Zug der Linie U2 Richtung Ruhleben in der Station Klosterstraße. Die alten hinterleuchteten Analog-Zielanzeigen sind noch in Betrieb.

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Die viergleisige Schleife S Hackescher Markt mit einem Zug der Linie 4 Richtung Falkenberg (Tw 7031) und einem Zug der Linie 53 Richtung Rosenthal Nord (Tw 5122). Rechts im Bild das Expedit.

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Ein als Linie 46 besteckter Reko-Tw vor der vergitterten Einfahrt zum Lindentunnel (http://de.wikipedia.org/wiki/Lindentunnel). Dieses durch eine Zaunlücke entstandene Sichtungsfoto bereitete mir längere Zeit Rätsel. Inzwischen habe ich herausgefunden, dass im Lindentunnel bis Mitte 1998 eine Kunstinstallation zugänglich war. Der Wagen war wohl ein Teil davon. Im August 98 war das alles schon zugesperrt und wurde bald darauf entfernt. Die Aufschrift am Seitenfenster lautet: "Vernunft auf Rädern - die Straßen sind die Schädelstätten unserer Zeit - Baumpaten gesucht" (reichlich wirr, aber das ist Kunst manchmal eben)

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Ein Blick auf den Fernsehturm, rechts ist das 2001 abgerissene DDR-Palasthotel zu sehen.

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Zug der Linie 18 (Tw 8?76) in Hellersdorf, Riesaer Straße (Ausstiegstelle). Damals fuhr die Linie 18 von Hellersdorf zum Pasedagplatz.

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Kurzzug der Linie U4 am Innsbrucker Platz. Dort sieht es auch heute noch so aus, auch die Zuglänge ist dieselbe.

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S-Bahn am Savignyplatz (sprich: Sawinniplatz), mit dabei der 477 122-6. Diese Baureihe (http://www.stadtschnellbahn-berlin.de/baureihen/br166/index.php) ist längst nicht mehr in Verkehr.

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1998 waren derartig verzierte S-Bahn-Garnituren nichts Ungewöhnliches. Mittlerweile sieht man keine beschmierten Garnituren mehr auf der Strecke.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Wattman am 09. November 2011, 09:18:45
Ein als Linie 46 besteckter Reko-Tw vor der vergitterten Einfahrt zum Lindentunnel (http://de.wikipedia.org/wiki/Lindentunnel).
Interessant! :o

Aus dem Wiki-Artikel:
Der Straßenbahntunnel wurde zwischen 1914 und 1916 auf Veranlassung Kaiser Wilhelm II. erbaut, der sich gegen eine Beeinträchtigung des Bildes der Prachtstraße durch oberirdisch kreuzende Straßenbahnen gewehrt hatte. :down: :down:

Ein als Linie 46 besteckter Reko-Tw vor der vergitterten Einfahrt zum Lindentunnel (http://de.wikipedia.org/wiki/Lindentunnel).
Savignyplatz (sprich: Sawinniplatz)
Sprich: Sawinjiplatz, bitte. ;)

Eine nicht ganz so alte Berlin-Reportage mit Bildern von Museumszügen an der Mauer gibt es hier. (http://www.bahnforum.info/index.php?ind=reviews&op=entry_view&iden=324)
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 13er am 09. November 2011, 09:20:42
Sprich: Sawinjiplatz, bitte. ;)
Nein nein, das passt schon, die Ansage in der S-Bahn lautet tatsächlich "Sawinniplatz" :D

Tolle Fotos!  :up: Vor allem die Mauer an der Bernauer Straße ist dir gelungen!
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Wattman am 09. November 2011, 09:25:44
Ich hörte mehrere Berliner 'Savinjiplatz' sagen, was auch der frz. Aussprache näher käme. Aber wurscht, die Ansagen sind nicht das einzige Manko der Berliner S-Bahn-Fahrzeuge.

Ja, bei der Mauer hatte ich Glück mit den Autos. Interessant ist, dass die Mauer dort wirklich 'original' ist, die Straßenbahnstrecke aber erst nach der Wende errichtet wurde.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: haidi am 09. November 2011, 10:09:09
Ich hörte mehrere Berliner 'Savinjiplatz' sagen, was auch der frz. Aussprache näher käme. Aber wurscht, die Ansagen sind nicht das einzige Manko der Berliner S-Bahn-Fahrzeuge.

Ach die Deutschen und Französisch:
Wer hat schon die deutsche Michelin-Werbung gehört, wo gesprochen wie geschrieben wird. Oder sucht mal im Norden Deutschlands eine Peugeot-Werkstätte: "Pischo - nie gehört".

Hannes
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Linie 41 am 09. November 2011, 10:16:29
Ich hörte mehrere Berliner 'Savinjiplatz' sagen, was auch der frz. Aussprache näher käme. Aber wurscht, die Ansagen sind nicht das einzige Manko der Berliner S-Bahn-Fahrzeuge.
Ich glaube der wesentliche Punkt ist, daß es in Berlin Savìgnyplatz heißt und nicht Savignỳplatz.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Wattman am 09. November 2011, 11:53:39
Ja genau, mit der Betonung auf dem i und nicht auf dem y. Ich werde mir jedenfalls die Ansage nächstes Mal anhören, aber nicht extra deswegen über den Savignyplatz fahren. ;D

Aber wir sollten wieder topic werden.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 13er am 11. November 2011, 01:20:49
Hier sind nun die letzten Fotos meiner Berlinreise. Sie sind ein (auch qualitativ) bunt gemischter Bilderbogen quer durch die Stadt... viel Spaß beim Ansehen!

Wir beginnen beim S- und U-Bahnhof Warschauer Straße. Die Strecke hierher wurde erst vor 11 Jahren, im Jahr 2000, errichtet (vorher endeten die Züge in der Schleife Revaler Straße auf der anderen Brückenseite). Da es keinen Platz für eine Schleife gibt, werden auf der hier endenden Linie M10 Zweirichtungswagen mit einer Stockgleisanlage eingesetzt:

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Hier kommt ein Zug über die Bahnbrücke herangebraust:

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Wir fahren mit der M10 die lange Allee entlang bis zum Bersarinplatz, einer großen kreisförmigen Grüninsel, um die die Tramway herumfährt:

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Die Haltestelle auf der anderen Seite:

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Vor einigen Jahren wurde die M10 durch die Bernauer Straße zum Nordbahnhof verlängert. Hier sehen wir sie in ebendieser geschichtsträchtigen Straße:

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Auf der anderen Straßenseite geht es dunkler zu, sowohl vom Licht als auch von der Geschichte her...

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Die Endstation beim Nordbahnhof ist wie bei der Warschauer Straße ein Stockgleis. Am Bild fährt der Zug gerade über die Parallelweiche auf das Abfahrtsgleis:

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Noch eine Besonderheit kann der Nordbahnhof derzeit bieten: Aufgrund der Vorarbeiten für die Verlängerung der Straßenbahn durch die Invalidenstraße zum Hauptbahnhof müssen die Linien, die diese Strecke benutzen, derzeit dreieckswenden. Was bei uns im Linienbetrieb völlig unmachbar wäre und auch im Störungsfall nur ausnahmsweise gemacht wird, weil des woar no nia so, wird in Berlin an vielen Orten praktiziert (dazu kommen wir später noch einmal). Hier stehen zwei Züge (Linie 12 und M8) auf der provisorischen Endstelle:

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Und hier das Wendegleis sowie ein Blick auf die Bauarbeiten:

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Wir wechseln nun zur anderen Straßenbahnstrecke, die nach der Wiedervereinigung bis in den Westen vorgedrungen ist, zur Bornholmer Brücke (offiziell: Bösebrücke). Diese ehemalige Grenzbrücke (hier wurden die Grenzbalken für DDR-Bürger am 9. November 1989 als erstes geöffnet) wird nicht zweigleisig, sondern als Schnürstelle befahren, wie dieser "Westzug" zeigt:

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Von der "Ostseite" nähert sich ein Tatra dem eingleisigen Abschnitt:

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Aber auch im Westen kennt man Tatras ;)

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13er fotografiert M13, das konnte ich mir nicht entgehen lassen :)

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Trotz des eingleisigen Abschnitts reger Verkehr auf der Brücke, welcher Fotostandpunkt nur durch die Masse an Autos getrübt wird:

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Völliger Standortwechsel, wir kommen nun in den Südosten von Berlin, in Richtung Köpenick. Hier sind die 60er-Linien zuhause:

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Landschaftlich schöne Strecken haben sie schon, die Berliner, selbst wenn außerhalb des Gleiskörpers Straßen verlaufen:

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Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 13er am 11. November 2011, 01:41:25
Teil 2... wir sind in Köpenick angelangt. "Haben Sie gedient?" Ein Foto vom Köpenicker Rathaus gehört zum Selbstverständlichen:

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Es handelt sich hier übrigens um keinen eingleisigen Abschnitt, sondern die Ortsdurchfahrt ist getrennt geführt:

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Hier die Gegenrichtung:

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Die eine Endstelle der Linie 61, zur anderen kommen wir noch:

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Wieder in der Stadt gelandet, schaue ich mich am Abend am Alexanderplatz ein wenig um:

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Natürlich zieht es mich auch zum Hackeschen Markt, der imposanten viergleisigen Endstelle etlicher Linien:

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[attach=8]

Nächster Aufenthalt "Mitte, am Kupfergraben". Hier dringt man mit der Straßenbahn am weitesten ins Zentrum Berlins vor. Nur wenige Schritte entfernt die Humboldt-Universität, die Neue Wache und alle anderen Bauten der Prachtstraße Unter den Linden:

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Neuer Tag, neues Glück. Mit der S-Bahn fahre ich nach Rummelsburg, um die zweite Schnürstelle des Berliner Netzes zu besichtigen. Diese liegt unter der S-Bahntrasse und wird planmäßig von der Linie 21 befahren:

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Verwundert sehe ich auch einen Zug der Linie M17, die hier eigentlich laut Tramnetzplan (ja, so etwas gibt es in Berlin!) nicht fahren sollte. Warum die dort genau unterwegs war, ist mir nicht ganz klar. Möglicherweise ein Einschub o.ä.:

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Ich nütze die Wartezeit auf den Gegenzug noch für ein Foto:

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Für Berliner sicher eine Standardfotostelle der Linie 21:

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Mit der 21 fuhr ich bis zum S-Bahnhof Schöneweide, dessen Schleife ihr am nächsten Bild seht:

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Wieder hat es mich ins Köpenicker Netz verschlagen. Hier in der Endstation der Linie 63 in der Winckelmannstraße:

[attach=15]

Die Linien 60 und 61 wurde erst vor kurzem (am 4. September 2011) vom S-Bahnhof Adlershof zur Karl-Ziegler-Straße in die Wissenschaftsstadt Adlershof verlängert. Die Strecke ist dabei nach modernen Gesichtspunkten errichtet und umfasst etliche Abschnitte mit Rasengleis, selbstverständlich stets am eigenen Gleiskörper. Die Ampelschaltung dürfte allerdings aus Wien stammen, denn man steht vor jeder verdammten Ampel sinnlos herum, obwohl die Straßen kaum befahren sind. So etwas kennt man sonst in Berlin überhaupt nicht... ich hoffe, dass nur das Ampelbeeinflussungsprogramm noch nicht aktiviert wurde.

Hier in der neuen Endstation Karl-Ziegler-Straße:

[attach=16]

Der Zug hat die Schleife verlassen und macht sich wieder auf den Weg nach Rahnsdorf (siehe weiter oben):

[attach=17]

Der Gegenzug kommt auch schon daher. Links neben dem Zug stehen auf der Wiese (am Bild nicht sichtbar) mehrere große Sonnenkollektoren:

[attach=18]
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 13er am 11. November 2011, 01:54:20
Teil 3 von 3...

Berühmt ist auch die Linie 68 nach Alt-Schmöckwitz. Leider endet die Linie aufgrund von Bauarbeiten derzeit in der Hst. "Adlergestell" (der restliche Weg muss mit einem Stinkebus zurückgelegt werden, weswegen ich darauf verzichtete):

[attach=1]

[attach=2]

Auch in dieser provisorischen Endstelle wird gedreieckt:

[attach=3]

Und noch ein Schnappschuss auf offener Strecke:

[attach=4]

Zurück in Berlin fährt die M2 durch die Prenzlauer Allee am Zeiss-Planetarium vorbei:

[attach=5]

Da diese Kreuzung gerade einmal nicht verstellt war, habe ich die Gelegenheit ergriffen, den schönen Tatra beim Abbiegen zu erwischen. Das Verkehrszeichen habe ich schweren Herzens User "T1" zuliebe nicht herausretouchiert ;)

[attach=6]

Prenzlauer Allee/Danzinger Straße:

[attach=7]

Die M1 besitzt auf der Außenstrecke einen eingleisigen Abschnitt mit Ausweichen, den ich auch abfahren wollte. Hier steht der Zug in der Endstelle Rosenthal Nord in Pankow:

[attach=8]

Tags darauf besuche ich Hohenschönhsn äh ...hausen. Die viergleisige Schleife lässt vermuten, dass es sich um eine der wichtigeren Strecken handelt:

[attach=9]

Von der anderen Seite fährt ein M5 in die Schleife ein. Man beachte, wie eigene Gleiskörper auch aussehen können:

[attach=10]

Die großen Einkaufszentren haben auch vom Osten schon längst Besitz ergriffen und so sehen wir hier einen Zug der Linie M17 vor dem Galeria Kaufhof:

[attach=11]

Unweit davon entfernt das "Linden Center", das ich auf dem ersten Bild verschweigen wollte, um im Hintergrund lieber ein paar Plattenbauten zu zeigen, aber man kann die Realität halt nicht ausblenden:

[attach=12]

[attach=13]

So, das war's für heuer mit Berlinfotos. Aber ich fahr sicher bald wieder hin!

Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Tatra83 am 11. November 2011, 09:08:51
Wow, wahnsinnig gute Bilder, die die derzeitige Herbststimmung wunderbar einfangen (ich war auch erst letztes Wochenende mal wieder in Köpenick).
Derzeit finden Bauarbeiten entlang der Tangente M17/27 statt. Daher verkehren von Süden kommende Züge zur Schleife Blockdammweg, von Norden her fahren die Züge ab der Hst. Allee der Kosmonauten/Rhinstraße zum Betriebshof Lichtenberg. Aus diesem Grund kommen derzeit auch KT4D-Traktionen auf dem Köpenicker Ast der Linie 27 zum Einsatz (ansonsten komplett mit GT6N).
Zur NBS nach Adlershof, Karl-Ziegler-Straße sei noch gesagt, dass dieser Abschnitt unter einem schlechten Stern steht. Nur mit größter Mühe gelingt es, auf der Linie 60 mit KT4D-Traktionen zu fahren, die Linie 61 verkehrt weiterhin mit Solo-Wagen. Die Bevorrangung an den LSA findet derzeit nicht statt, teilweise muss das Fahrpersonal aussteigen und "schlüsseln", um eine Phase zu bekommen. Ironie des Schicksals: Die Straßenbahn-LSA hängen seit 2002 (!!) und waren seitdem in Betrieb, allerdings abgedeckt.
Die NBS zum Nordbahnhof ist ebenso ein besonderes Kapitel. Da sie komplett im Straßenplanum verläuft, konnten dafür auch keine GVFG-Mittel (Fördergelder) lukriert werden, weil es eben eine Auflage ist, dass es nur Förderungen gibt, wenn die neue Strecke über einen eigenen Bahnkörper verfügt.
Und wenn man heute die Straßenbahn in der Fußgänger-Zone vor dem Rathaus Köpenick sieht, wird man niemals glauben, dass das bis vor einiger Zeit eine dreispurige Durchgangsstraße war...

Und weil wir grad beim 68er waren. Im Oktober 2007 fand u.a. auf dem Schmöckwitzer Abschnitt die inoffizielle T6-Abschiedsfahrt statt. Man fuhr dort mit einem T6-Großzug (!), bestehend aus zwei T6 und einem B6, das Netz ab.

Straßenbahn Berlin Tatra T6A2 Abschiedsfahrt Oktober 2007 1/2 (http://www.youtube.com/watch?v=gWHEtSRtxC4#) (Teil 1, sogar der Turmwagen war zum Fotografieren dort)
Straßenbahn Berlin Tatra T6A2 Abschiedsfahrt Oktober 2007 2/2 (http://www.youtube.com/watch?v=GQEkf3yen8g#) (Teil 2)
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Konstal 105Na am 11. November 2011, 19:07:28
Im Oktober 2007 fand u.a. auf dem Schmöckwitzer Abschnitt die inoffizielle T6-Abschiedsfahrt statt. Man fuhr dort mit einem T6-Großzug (!), bestehend aus zwei T6 und einem B6, das Netz ab.

In den Ex-DDR-Städten waren Dreiwagenzüge jetzt aber nicht so unüblich.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: TH am 23. Dezember 2011, 10:19:26
Alle beschweren sich über die S-Bahn – aber auch die U-Bahn liegt im Argen. Säufer, Schläger, Musikanten: Die BVG duldet täglich, was sie eigentlich verbietet.

Morgens ist die U-Bahn ein Futtermobil. Tasche unterm Arm, Handy am Ohr, bleibt eine freie Hand für das mit Käse und Schinken gestopfte Panini. Der Nachbar balanciert einen Becher Milchkaffee. Nach der Fahrt kann jeder den Kollegen die klebrige Hand zum Morgengruß bieten.

 Wer studiert schon das Kleingedruckte? Auf den Bahnhöfen hängt neben dem Stadtplan ein Dokument, das nur mit Lupe und in gebückter Haltung zu lesen ist: Die Beförderungsbedingungen der Verkehrsbetriebe. „Pst!“, ahnt man die BVG-Chefin sagen, „weil sonst der ganze Bahnsteig lacht.“ Raus mit der Lupe! Paragraf 4. Was ist verboten? Der Genuss von Alkohol – auch ohne Gesetz! – ebenso wie die Mitnahme „übel riechender“ Gestalten, der Verzehr „offener Speisen“ und Auftritte des lärmenden Kleinstkunstgewerbes.

Hunde müssen Maulkorb tragen (noch nie erlebt!). Untersagt ist, in Abfallkörben zu wühlen, die „Motz“ feilzubieten, zu betteln und „mit dem Ziel des Gelderwerbs Schau- oder andere Darstellungen“ vorzuführen.

 Selten so gelacht, die Paragrafen sind ein Possenspiel. Denn die BVG untersagt wortreich alles, was sie täglich duldet und und „mit dem Ziel des Gelderwerbs“ befördert. Senf und Mayo, Currywurst und Riesenfritten gibt es an der Bahnsteigkante. Dazu Sprit in jeder Menge. Ein Prösterchen am Kiosk neben den Geleisen und dann: „Gute Weiterfahrt!“

 In ihrem Internetauftritt präsentiert sich die BVG als „modernes Dienstleistungsunternehmen“, das sich „mit innovativen Strategien den Herausforderungen der Zeit stellt“. Das ist Leitbild-Papperlapapp. Aber im Zeitalter von Mario Barth und Cindy aus Marzahn stellt sich die BVG der Herausforderung, im Spaßbetrieb mitzumischen, und zwar mit diesem launigen Text: Wer Verstöße gegen die „obliegenden Pflichten“ beobachtet, habe diese dem Aufsichtspersonal zu melden. Ist keins vor Ort, sind die Beschwerden „unter Angabe von Datum, Uhrzeit, Wagen- und Linienbezeichnung sowie möglichst unter Beifügung des Fahrausweises an die Verwaltung des Verkehrsunternehmens zu richten“. So groß kann kein Postsack sein.



» Seite 2: Die lapidare Botschaft der BVG: Helft euch selbst!
quelle : http://www.tagesspiegel.de/meinung (http://www.tagesspiegel.de/meinung)
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: moszkva tér am 23. Dezember 2011, 10:25:39
Wer Verstöße gegen die „obliegenden Pflichten“ beobachtet, habe diese dem Aufsichtspersonal zu melden. Ist keins vor Ort, sind die Beschwerden „unter Angabe von Datum, Uhrzeit, Wagen- und Linienbezeichnung sowie möglichst unter Beifügung des Fahrausweises an die Verwaltung des Verkehrsunternehmens zu richten“.
Genial! Wer sich beschwert, bekommt hauptsächlich Ärger wegen Schwarzfahren.
Was passiert, wenn man sich über die Polizei in Österreich offiziell beschwert? Gleich eine Verleumdungsklage, weil sicher ist sicher!
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 13er am 23. Dezember 2011, 10:54:27
Dabei ist die U-Bahn in Berlin im Vergleich zu Wien ein Musterbeispiel an Sauberkeit und besonders viele "übel riechende" oder sonst auffällige Gestalten habe ich dort auch nicht gesehen. Die Bettler und Musikanten in den Zügen dürften mittlerweile ein europaweites Phänomen sein (dahinter steckt meiner Meinung nach eine Industrie). Aber wenigstens in den Bahnhöfen selbst hat man in Berlin weitgehend Ruhe; die orientalische Vierteltöne jaulende Sängerin, die in der Alser Straße U im Halbstock sitzt, geht mir schon sehr am Nerv.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: moszkva tér am 23. Dezember 2011, 11:20:43
Dabei ist die U-Bahn in Berlin im Vergleich zu Wien ein Musterbeispiel an Sauberkeit und besonders viele "übel riechende" oder sonst auffällige Gestalten habe ich dort auch nicht gesehen. Die Bettler und Musikanten in den Zügen dürften mittlerweile ein europaweites Phänomen sein (dahinter steckt meiner Meinung nach eine Industrie). Aber wenigstens in den Bahnhöfen selbst hat man in Berlin weitgehend Ruhe; die orientalische Vierteltöne jaulende Sängerin, die in der Alser Straße U im Halbstock sitzt, geht mir schon sehr am Nerv.

Ich muss auch anmerken, dass Bettler und Musikanten eher Luxusprobleme sind, wenn sonst alles passt (Intervalle, Zuverlässigkeit, Sauberkeit). Mich stören jedenfalls die gelegentlichen Musikanten nicht. Solange sie halbwegs ertäglich spielen und es sich im Rahmen hält, verbreiten sie wenigstens gute Laune; bei mir zumindest.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 13er am 23. Dezember 2011, 11:49:26
Ich muss auch anmerken, dass Bettler und Musikanten eher Luxusprobleme sind, wenn sonst alles passt (Intervalle, Zuverlässigkeit, Sauberkeit). Mich stören jedenfalls die gelegentlichen Musikanten nicht. Solange sie halbwegs ertäglich spielen und es sich im Rahmen hält, verbreiten sie wenigstens gute Laune; bei mir zumindest.
In der Pariser Metro passt eine schöne Musette am Akkordeon gut zum Flair, aber wie gesagt bei irgendwelchen orientalischen Schönbergvariationen macht mich das eher aggressiv ;)
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: W_E_St am 23. Dezember 2011, 12:27:36
Fairerweise muss man sagen, dass es einige gibt die wirklich gut singen können, da stören mich auch orientalische Melodien nicht. Viel ohrenfreundlicher als automatenhaft in kreischender Stimme Bitte - Danke wiederholende Gestalten oder Möchtegernviolinisten (Violinenquäler), denen man am liebsten einen 5er geben würde wenn sie dafür aufhören zu spielen. Was mich auch noch stört, sind aggressive persönliche Spendenaufforderungen. Wenn sich diese Leute darauf beschränken, Geld von denen zu nehmen die freiwillig geben habe ich kein Problem damit.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 95B am 23. Dezember 2011, 12:32:05
Aber wenigstens in den Bahnhöfen selbst hat man in Berlin weitgehend Ruhe; die orientalische Vierteltöne jaulende Sängerin, die in der Alser Straße U im Halbstock sitzt, geht mir schon sehr am Nerv.
Dort gibt es auch mehr Aufsichtspersonal als bei uns. Das Einsparen der Stationsaufsicht und die Fernüberwachung kommen der Bettlermafia nur zugute.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Reinhard Greulich am 28. Dezember 2011, 23:02:32
Dort gibt es auch mehr Aufsichtspersonal als bei uns.

Ich kenne beide Betriebe aus Fahrgastsicht, wie ich denke, einigermaßen gut und ich würde doch sagen, dass es in Wien deutlich ruhiger (im Sinne von: weniger Vandalismus, mehr Sauberkeit) zugeht als in Berlin, auch wenn man das in Berlin nicht gleich merkt.

Auch in Berlin werden seit Jahren die Bahnsteigaufsichten systematisch abgebaut, es gibt eigentlich kaum mehr welche. Als es sie noch gab, war das keinerlei Hindernis für die offene Drogenszene in bestimmten Bahnhöfen, das ist allerdings inzwischen anderswohin verlagert. Was den Zustand der Fahrzeuge angeht, so müsste man auch vergleichen, wie viel Aufwand betrieben werden muss, um sie einigermaßen in Ordnung zu halten. Dass man die Fenster freiwillig bekleben muss, um Scratchern den Spaß zu verderben, halte ich schon für ein Armutszeugnis, aber eine bessere Idee hatte halt noch niemand.

Man muss wohl feststellen, dass die BVG es trotz eines schwierigen Umfeldes schafft, ihren Betrieb so zu führen, dass alles einen guten Eindruck macht. Die Beseitigung von Vandalismusschäden kostet immer um die zehn Millionen Euro im Jahr, in letzter Zeit mit abnehmenderTendenz, weil man immer mehr Vorsorge betreibt, wie bei den Fensterfolien.

Gruß - Reinhard.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: TH am 28. Dezember 2011, 23:41:09
Nur in Wien ist ma da mind. 20 Jahre hinten nach. Man schützt sein Eigentum nicht, in die Betriebsbahnhöfe kann jeder rein und rausspazieren wie er will.
Keine Videoüberwachungen in sensiblen Bereichen, wie bei der Gunoldstraße, Rößlerg. , wo immer wieder die Sprayertrottln ungehindert werken dürfen. uvm.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Reinhard Greulich am 28. Dezember 2011, 23:50:01
Nur in Wien ist ma da mind. 20 Jahre hinten nach. Man schützt sein Eigentum nicht, in die Betriebsbahnhöfe kann jeder rein und rausspazieren wie er will.

Ja, das war bisher nicht so nötig (nach meinem Eindruck), so wie es eben vor 20, 30 Jahren in Berlin auch noch nicht nötig war. Jetzt wird man das lernen müssen, die Berliner haben das schon länger hinter sich. In der zweiten Hälfte der 90er Jahre sahen die Züge und viele Bahnhöfe schlimm aus, dagegen halfen die damals noch mehr vorhandenen Aufsichten auch nicht, die haben an kritischen Stellen und zu kritischen Zeiten ihre Bude vorsichtshalber lieber nicht verlassen.

Nicht missverstehen: ich mag Berlin (wie auch Wien), es hat halt so seine Eigenheiten.

Gruß - Reinhard.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: TH am 28. Dezember 2011, 23:55:40


Nicht missverstehen: ich mag Berlin (wie auch Wien), es hat halt so seine Eigenheiten.

Gruß - Reinhard.

Und ich fahre mind. 3x im Jahr nach Berlin und das schon seit Jahren. (als es noch die Mauer und die M-Bahn gab). ;)

Auch wenn die BVG kein Geld  hat, so gepflegtes Rollmaterial haben die WL bei Weitem nicht.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 13er am 29. Dezember 2011, 00:01:26
Auch wenn die BVG kein Geld  hat, so gepflegtes Rollmaterial haben die WL bei Weitem nicht.
Ich habe in Berlin bei keinem einzigen Wagen solche Verwahrlosung, Lackschäden und Rostflecken gesehen wie bei unseren Fahrzeugen.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: TH am 29. Dezember 2011, 00:03:47
Auch wenn die BVG kein Geld  hat, so gepflegtes Rollmaterial haben die WL bei Weitem nicht.
Ich habe in Berlin bei keinem einzigen Wagen solche Verwahrlosung, Lackschäden und Rostflecken gesehen wie bei unseren Fahrzeugen.
Und auch bei Schmuddelwetter schauen die aus, als ob die gerade aus der Waschanlage gekommen sind.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Reinhard Greulich am 29. Dezember 2011, 00:19:59
Und ich fahre mind. 3x im Jahr nach Berlin und das schon seit Jahren. (als es noch die Mauer und die M-Bahn gab). ;)

Ähnlich wie ich es mit Wien halte. In Berlin habe ich mal gewohnt, jetzt (soll heißen, seit lange vor dem Mauerfall) aber 300 km weiter westlich. Aber ich bin sehr oft da, sowohl aus privaten als auch aus beruflichen Gründen.

Auch wenn die BVG kein Geld  hat, so gepflegtes Rollmaterial haben die WL bei Weitem nicht.

Ich würde sagen, sie haben sicher nicht so viel Geld, wie sie gern hätten, aber es reicht aus für einen ordentlichen Betrieb. Sie setzen das, was sie haben, ganz vernünftig ein - wo es wegen der Finanznot beim Land klemmt, ist halt der Netzausbau und da leidet (neben dem überfälligen Lückenschluss der U5, der ja nun aber kommt) vor allem die Straßenbahn.

Gruß - Reinhard.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Tatra83 am 30. Dezember 2011, 10:26:38
Auf der U55 wird derzeit der "Gong des Grauens" erprobt  ;D http://www.berliner-zeitung.de/verkehr/bvg-signal-der-gong-des-grauens,10809298,11366484.html (http://www.berliner-zeitung.de/verkehr/bvg-signal-der-gong-des-grauens,10809298,11366484.html)
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 95B am 30. Dezember 2011, 10:58:23
So schlimm find ich den gar nicht - nur den Endgong können sie sich sparen, der ist sinnlos.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 13er am 30. Dezember 2011, 11:04:23
Ein bißchen verspielt :D Warum nimmt man nicht die ersten Töne von "Auferstanden aus Ruinen"?
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Tatra83 am 30. Dezember 2011, 12:14:24
So schlimm find ich den gar nicht - nur den Endgong können sie sich sparen, der ist sinnlos.
Der Punkt dabei ist, dass der Ankündigungs-Gong von Haltestellen-Ansagen das geringste Problem der BVG sind, man sollte die Ressourcen lieber anderswo gewinnbringend einsetzen...

Ein bißchen verspielt :D Warum nimmt man nicht die ersten Töne von "Auferstanden aus Ruinen"?
Das gabs alles schon. In den Regionalzügen wurde bspw. der Anfang der Brandenburgischen Konzerte vor den Bahnhofsansagen eingespielt...
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Reinhard Greulich am 30. Dezember 2011, 12:25:03
Das Abspielen irgendwelcher Melodien ist für mein Empfinden nur noch lästig, wenn man es bei der dritten Haltestelle zum wiederholten Mal anhören muss. Ein oder maximal zwei Töne genügen doch, um Aufmerksamkeit für die kommende Ansage zu ermöglichen.

Auch irgendwelche automatisierten Begrüßungs- und Verabschiedungstexte halte ich für akustische Umweltverschmutzung, wenn sie sonst keinerlei Information für die Reisenden enthalten. Die könnte man ebensogut durch Willkommensaufkleber an den Türen ersetzen (mit Verabschiedungstext auf der Innenseite), das wäre allerdings ebenso inhaltsleer, belästigt aber nicht unnötig die Reisenden.

Nur meine persönliche Meinung dazu.

Gruß - Reinhard.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 60er am 30. Dezember 2011, 13:23:06
Der Punkt dabei ist, dass der Ankündigungs-Gong von Haltestellen-Ansagen das geringste Problem der BVG sind, man sollte die Ressourcen lieber anderswo gewinnbringend einsetzen...
Nun, da sind die BVG in guter Gesellschaft. In Wien wird die akustische Umweltverschmutzung ja auch immer mehr. Bei den ÖBB wird neuerdings in den Talentzügen in Meidling darauf hingewiesen, dass die Fahrgäste für ihre Anschlusszüge die Monitore und Fahrpläne auf den Bahnsteigen beachten sollen - was für eine wichtige Information, ohne die wären wohl tausende Reisende aufgeschmissen. Und auch die Ansagen, dass man auf den Spalt zwischen Wagen und Bahnsteig achten soll und die Trottelanweisungen zum Abfertigungsvorgang eines U-Bahn-Zuges, werden immer beliebter. Das nervige Satzerl wird in der Wiener U-Bahn mittlerweile alle paar Stationen durchgesagt. Wenigstens hat man sich so weit erbarmt, es nicht auch noch auf Wiener-Linien-Englisch zu übersetzen: "Please note that it is forbidden to step into the train after the words "Zurückbleiben bitte!".
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 13er am 30. Dezember 2011, 13:34:28
Die Durchsage an sich könnte man ja relativ leicht im Gehirn ausblenden, aber diese grauenhafte weibliche Stimme! Die ist das furchtbarste daran. Nichts gegen die Dame dahinter (die ich nicht kenne), aber definitiv keine phonogene Durchsagenstimme.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Linie 41 am 30. Dezember 2011, 13:58:30
Warum nimmt man nicht die ersten Töne von "Auferstanden aus Ruinen"?
Rat mal, wer zum Essen kommt... :P
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 95B am 30. Dezember 2011, 14:28:26
Bei den ÖBB wird neuerdings in den Talentzügen in Meidling darauf hingewiesen, dass die Fahrgäste für ihre Anschlusszüge die Monitore und Fahrpläne auf den Bahnsteigen beachten sollen - was für eine wichtige Information, ohne die wären wohl tausende Reisende aufgeschmissen.
Richtig heißt es: "Für Ihre Anschlüsse beachten Sie bitte die Anzeigen und Monitore am Bahnsteig." Blöderweise wird das auch (außerhalb Wiens) bei Stationen durchgesagt, die weder über Monitore noch Anzeigen verfügen. ::)
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 60er am 30. Dezember 2011, 15:00:05
Richtig heißt es: "Für Ihre Anschlüsse beachten Sie bitte die Anzeigen und Monitore am Bahnsteig." Blöderweise wird das auch (außerhalb Wiens) bei Stationen durchgesagt, die weder über Monitore noch Anzeigen verfügen. ::)
Dafür hat man die Ansagen auf den Bahnsteigen jetzt auf ein Minimum zusammengestutzt. Das Entfernen einiger Ansagefloskeln, wie "Bitte einsteigen! Vorsicht, Türen schließen automatisch!" war ja in Ordnung, aber sinnvolle Informationen, z.B. die nächsten Haltebahnhöfe eines Zuges, werden jetzt auch im Fernverkehr nicht mehr durchgesagt. Blöd, wenn man keinen Monitor zum Nachschauen in Reichweite hat. ::)
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: twf am 04. Januar 2012, 12:12:04
Diskussion über Graz abgetrennt: http://www.tramwayforum.at/index.php?topic=1976.msg33679#msg33679 (http://www.tramwayforum.at/index.php?topic=1976.msg33679#msg33679)
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Tatra83 am 09. Januar 2012, 23:54:54
Noch eine Nachreichung von Neujahr: Typische Verkehrsbehinderung: Pkw im Gleis in Berlin-Karlshorst, Treskowallee. Aufgrund der Baustellensituation war offensichtlich der Einsatz des Feuerwehrkrans unmöglich. Also hilft die Bim  :up:  :D

(http://www.feuerwehr-doku.de/bilder/unfaelle26878.jpg)

(http://www.feuerwehr-doku.de/bilder/unfaelle26879.jpg)

(http://www.feuerwehr-doku.de/bilder/unfaelle26880.jpg)

Quelle: http://www.feuerwehr-doku.de/einsaetze/feuerwehr-einsaetze-Januar2012.php (http://www.feuerwehr-doku.de/einsaetze/feuerwehr-einsaetze-Januar2012.php)
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 95B am 10. Januar 2012, 00:01:04
Noch eine Nachreichung von Neujahr: Typische Verkehrsbehinderung: Pkw im Gleis in Berlin-Karlshorst, Treskowallee. Aufgrund der Baustellensituation war offensichtlich der Einsatz des Feuerwehrkrans unmöglich. Also hilft die Bim  :up:  :D
Kurios. Das hätte man bei uns wohl niemals so erledigt ("... hamma no nia gmocht").
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: HLS am 10. Januar 2012, 00:23:33
Noch eine Nachreichung von Neujahr: Typische Verkehrsbehinderung: Pkw im Gleis in Berlin-Karlshorst, Treskowallee. Aufgrund der Baustellensituation war offensichtlich der Einsatz des Feuerwehrkrans unmöglich. Also hilft die Bim  :up:  :D
Das nenn ich mal sehr kreativ. Und danke schöne Bilder.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: haidi am 10. Januar 2012, 08:28:12
Noch eine Nachreichung von Neujahr: Typische Verkehrsbehinderung: Pkw im Gleis in Berlin-Karlshorst, Treskowallee. Aufgrund der Baustellensituation war offensichtlich der Einsatz des Feuerwehrkrans unmöglich. Also hilft die Bim  :up:  :D
Kurios. Das hätte man bei uns wohl niemals so erledigt ("... hamma no nia gmocht").

Wer sagt das? Habens nicht aus der UPflaStaBa habens einmal einen PKW auf Gleisbruchwagerln mit einem Arbeitstriebwagen rausgeholt?

Hannes
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: TH am 10. Januar 2012, 08:33:09
Noch eine Nachreichung von Neujahr: Typische Verkehrsbehinderung: Pkw im Gleis in Berlin-Karlshorst, Treskowallee. Aufgrund der Baustellensituation war offensichtlich der Einsatz des Feuerwehrkrans unmöglich. Also hilft die Bim  :up:  :D
Kurios. Das hätte man bei uns wohl niemals so erledigt ("... hamma no nia gmocht").

Wer sagt das? Habens nicht aus der UPflaStaBa habens einmal einen PKW auf Gleisbruchwagerln mit einem Arbeitstriebwagen rausgeholt?

Hannes
Und einmal mit einer Lore.  1984 oder 1985, weis das nicht mehr.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 95B am 10. Januar 2012, 09:02:03
Wer sagt das? Habens nicht aus der UPflaStaBa habens einmal einen PKW auf Gleisbruchwagerln mit einem Arbeitstriebwagen rausgeholt?
Achsbruchwagerln. Und trotzdem meine ich, dass man sich bei uns nie einfallen lassen würde, einen Pkw direkt an eine Straßenbahn zu "kuppeln". Andersherum ist es schon passiert, allerdings war das keine offizielle Maßnahme. Irgendwo habe ich einmal ein Foto gesehen, das zeigt, wie am Schrottgleis in Simmering ein skartierter Wagen von einem VW-Käfer weggezogen wird, weil Dr. Standenat einen weiter dahinter befindlichen Wagen erworben hat. :)
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: hema am 10. Januar 2012, 10:11:56
Und trotzdem meine ich, dass man sich bei uns nie einfallen lassen würde, einen Pkw direkt an eine Straßenbahn zu "kuppeln".
Nein, man würde sagen, man wolle nicht riskieren Schäden zahlen zu müssen, die der Fahrzeughalter dann eventuell geltend machen könnte (siehe Kinderwagen-Debatte)! Außerdem sind sicher etliche Kompetenzler der festen Überzeugung, dass das gar nicht gehen könnte, weil die Bim das nie "derzah'n" und nur fürchterlich mit den Rädern durchdrehen würde.  ;)


P.S.: Es gibt ja auch seit alters her die hinter vorgehaltener Hand ausgesprochenen, strikten Warnungen an alle "Frischg'fangten", nie jemandem beim Raufheben von Gepäckstücken udgl. zu helfen, weil der sofort vom Bediensteten diverse Beschädigungen seiner Habe einklagen würde. Auch beim Einsteigen zu helfen sei äußerst riskant, weil z.B. alte Leute sofort blaue Flecken kriegen, die dann als Körperverletzung mit Gefängnis geahndet würden und Frauen gern wegen unsittlicher Berührung Beschwerden schreiben und zwecks Anzeige auch umgehend die Polizei verständigen würden.  :o
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Tatra83 am 10. Januar 2012, 17:18:36
Und trotzdem meine ich, dass man sich bei uns nie einfallen lassen würde, einen Pkw direkt an eine Straßenbahn zu "kuppeln".
Nein, man würde sagen, man wolle nicht riskieren Schäden zahlen zu müssen, die der Fahrzeughalter dann eventuell geltend machen könnte (siehe Kinderwagen-Debatte)! Außerdem sind sicher etliche Kompetenzler der festen Überzeugung, dass das gar nicht gehen könnte, weil die Bim das nie "derzah'n" und nur fürchterlich mit den Rädern durchdrehen würde.  ;)
In diesem Fall dürfte es wohl am C-Dienst der Berliner Feuerwehr (also dem lokalen Einsatzleiter) gelegen haben, welcher ein wenig mitgedacht hat. Das Auto ist eh futsch, demzufolge kann die Straßenbahn auch den Pkw wieder herausschleppen, bevor einer der Feuerwehrkräne anrücken muss.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 95B am 10. Januar 2012, 17:23:12
In diesem Fall dürfte es wohl am C-Dienst der Berliner Feuerwehr (also dem lokalen Einsatzleiter) gelegen haben, welcher ein wenig mitgedacht hat. Das Auto ist eh futsch, demzufolge kann die Straßenbahn auch den Pkw wieder herausschleppen, bevor einer der Feuerwehrkräne anrücken muss.
Und dann zieht der Autolenker vor Gericht und sagt, es wäre eh noch alles dran gewesen. Er habe sich bloß nicht getraut, weiterzufahren, weil er Angst vor Beschädigungen gehabt habe. Schlussendlich wäre das brutale Wegziehen mit der bösen Straßenbahn an dem Totalschaden schuld gewesen und er wolle da bitte jetzt adäquaten Ersatz.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Tatra83 am 10. Januar 2012, 18:00:40
In diesem Fall dürfte es wohl am C-Dienst der Berliner Feuerwehr (also dem lokalen Einsatzleiter) gelegen haben, welcher ein wenig mitgedacht hat. Das Auto ist eh futsch, demzufolge kann die Straßenbahn auch den Pkw wieder herausschleppen, bevor einer der Feuerwehrkräne anrücken muss.
Und dann zieht der Autolenker vor Gericht und sagt, es wäre eh noch alles dran gewesen. Er habe sich bloß nicht getraut, weiterzufahren, weil er Angst vor Beschädigungen gehabt habe. Schlussendlich wäre das brutale Wegziehen mit der bösen Straßenbahn an dem Totalschaden schuld gewesen und er wolle da bitte jetzt adäquaten Ersatz.
Naja, vor Gericht wird er da wenig Chance haben, um einen Schadensersatz für seinen Pkw zu bekommen. Ansonsten zieht die Fw die Leute auch mal gern mit der Seilwinde des Löschfahrzeugs aus dem Gleis, was kaum Unterschied zur Bim machen dürfte.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Tatra83 am 10. Februar 2012, 13:16:09
Mal noch was für Freunde der Nachtschiene:

Fahrerstandsmitfahrt Linie 62 (GT6N) von Wendenschloß nach S-Bhf. Mahlsdorf
Berlin Linie 62 1/3 (http://www.youtube.com/watch?v=ECJGPyrd9ws#ws)

Fahrerstandsmitfahrt Linie 68 (KT4D) von S-Bhf. Köpenick nach Alt-Schmöckwitz
Berlin Linie 68 1/3 (http://www.youtube.com/watch?v=22yguw2KUx8#)

Fahrerstandsmitfahrt Linie M4 (KT4Dt) von Falkenberg nach S-Bhf. Hackescher Markt
Berlin Linie M4 1/3 (http://www.youtube.com/watch?v=QmjhBXKgy0E#ws)
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 68er am 11. Februar 2012, 12:16:34
Wenn man sich die vergleichsweise weniger trostlosen Suburbs und den sorgfältiger gestalteten öffentlichen Raum anderer Städte anschaut, merkt man erst, wie hässlich Wien eigentlich ist. Wir sind jedenfalls deutlich ostblockmäßiger als der ehemalige Ostblock (ok, Rumänien oder die Ukraine können vielleicht mithalten), wers nicht glaubt, braucht nur mal nach Transdanubien schauen.

Scheint so, als wären sozialistische Stadtplanung und ländlich-konservativer Einfluss auf die Finanzen ("die sollen wegziehen aus dem Sündenpfuhl, aufs Land, anständig werden, samstags Rasenmähen und sonntags in die Kirche gehen") ein Traumrezept.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Tatra83 am 11. Februar 2012, 12:56:00
Vor über 20 Jahren sah es entlang der heutigen Linie M4 (damals Linie 58) noch ganz anders aus:  :o
Strassenbahnfahrt Linie 58, Ostberlin, DDR, Jan.1990 (http://www.youtube.com/watch?v=8ggWpr27YrM#)

Als Quoten-Wiener sage ich, dass diese Stadt nicht hässlich ist, es aber dennoch ein paar Verzerrungen bei der Wahrnehmung der Gestaltung des öffentlichen Raumes gibt. Da streitet man sich über irgendwelche Lampen entlang der Kärntner Straße und brüstet sich mit höchsten Ansprüchen an den öffentlichen Raum und anderswo siehts eben ärger als im ehemaligen Ostblock aus. Leider experimentiert die hiesige Stadtentwicklung eigentlich seit Jahrzehnten herum, ohne ein wirkliches Patentrezept gefunden zu haben. Anders kann ich mir diese Stadtentwicklungs-Schwammerln wie Wienerberg-City, Seestadt Aspern und Gasometer nicht erklären. Sie bleiben eben unzusammenhängend, weil in den Stadträumen dazwischen die Altbauten entweder zerfallen oder nur zögerlich saniert werden oder es eben keinen Kontext zwischen Alt und Neu gibt, siehe Aspern...
Man muss endlich einen Gegenentwurf zu - dank Schrägparkern - 1,50m breiten, asphaltierten Gehwegen, kaltweißen, an Schnürdln aufgehangenen, Neon-Röhren als Straßenbeleuchtung und den grausigen Betonplatten zwischen den Straßenbahnschienen finden...
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 68er am 11. Februar 2012, 13:20:09
Also mit etwas weniger Staub in der Luft (und abgesehen von Fahrzeugen, Kleidung, etc.) könnte man das sehr gut für das heutige Wien halten. Nur etwas zu viel Bäume stehen da herum, die wären bei uns schon längst durch schönen Asphalt oder Beton ersetzt.

Wien liegt übrigens in einem der reichsten Länder der Welt mit der fünfthöchsten Millionärsdichte oder so. Da ist ein Aussehen wie Ost-Berlin 1990 doch nur allzu verständlich, oder?
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 13er am 11. Februar 2012, 13:28:11
Das Video erinnert irgendwie an unseren 26er heutzutage (oder auch an den 25er) :)
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Tatra83 am 11. Februar 2012, 17:26:02
Das Video erinnert irgendwie an unseren 26er heutzutage (oder auch an den 25er) :)
Und dennoch zieht es mich bei Heimweh weniger nach Transdanubien  :D 8)
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: invisible am 11. Februar 2012, 17:52:57
Vor über 20 Jahren sah es entlang der heutigen Linie M4 (damals Linie 58) noch ganz anders aus:  :o
Strassenbahnfahrt Linie 58, Ostberlin, DDR, Jan.1990 (http://www.youtube.com/watch?v=8ggWpr27YrM#)

Naja, an einem  trüben, nebeligen (in Berlin gibts noch jede Menge Holz- und Kohleöfen) Jännertag sieht das natürlich trostlos aus. Stell die die Strecke in der Alle mal an einem sonnigen Frühlingstag vor, wenn die Bäume gerade austreiben.

Das Fahrgeräusch der KT4D ist aber auch immer weder ein Erlebnis (und die Dinger liegen super auf den Schienen, ganz egal wie verwunden und holprig die sind).
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: twf am 12. Februar 2012, 12:30:43
Beiträge zur Gewichtsbestimmung von Braunkohle abgetrennt: http://www.tramwayforum.at/index.php?topic=2116.0 (http://www.tramwayforum.at/index.php?topic=2116.0)
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: TH am 16. Februar 2012, 08:58:23
BVG-Streik am Sonnabend
Verdi legt Berlin lahm

Von RONALD GORNY
 
Der letzte große BVG-Streik war 2008. Wochenlang gab es Ausfälle bei Bussen und Bahnen.
Berlin –   

BVG-Fahrgäste müssen sich an diesem Sonnabend warm anziehen. Von 4 bis 19 Uhr rollen in unserer Stadt keine U-Bahnen, Busse und Trams.


Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi will mit diesem Streik im festgefahrenen Tarif-Konflikt den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen. Gefordert wird für die 12.500 BVG-Beschäftigten für zwölf Monate eine Lohnerhöhung, die Inflationsverluste ausgleicht. Die Arbeitgeber-Seite bietet bei einer Laufzeit bis 2015 insgesamt 4,9 Prozent mehr Gehalt an. „Unsere Geduld ist erschöpft“, so ein Verdi-Sprecher.

BVG-Chefin Sigrid Nikutta kritisiert die 15-stündige Arbeitsniederlegung als unangemessen. Der Warnstreik treffe insbesondere Nachtschwärmer, das Berlinale-Publikum, Touristen und Fußball-Fans.

„Das hat größtmögliche Auswirkungen“, so Nikutta. Hertha spielt an diesem Sonnabend gegen Borussia Dortmund. Erwartet werden mehr als 70.000 Besucher. Die BVG hat an diesem Tag insgesamt 1,8 Millionen Fahrgäste.


Arbeitgeber-Verhandlungsführerin Claudia Pfeiffer warnte, ein Einlenken auf die Verdi-Lohnforderungen hätte „außerordentliche Fahrpreiserhöhungen zur Folge“. Das inzwischen verbesserte Angebot der Arbeitgeber habe ein Volumen von 38,6 Millionen Euro, während Verdi 62 Millionen Euro verlange. Pfeiffer verwies auf den engen finanziellen Spielraum. Die BVG ist hoch verschuldet.

Verkehrs-Senator Michael Müller zum KURIER: „Ein Streik in diesem Ausmaß ist eine erhebliche Belastung für die Berlinerinnen und Berliner. Ich hoffe, dass die Tarifparteien gemeinsam und zeitnah eine Lösung mit Augenmaß finden.“ Jens Wieseke vom Fahrgastverband Igeb: „Auch Hunderttausende Arbeitnehmer sind vom Streik betroffen.“
Quelle:http://www.berliner-kurier.de
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 158er am 16. Februar 2012, 09:31:40
Der Warnstreik treffe insbesondere Nachtschwärmer, das Berlinale-Publikum, Touristen und Fußball-Fans.
Uh, also ausgerechnet das Publikum, das auf pünktlichen Verkehr angewiesen ist  :D
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Schienenbremse am 16. Februar 2012, 12:11:24
OT-Beiträge über Streik und Wirtschaftssituation abgetrennt
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Tatra83 am 02. März 2012, 22:07:03
Für die nächsten 18 Monate ist erstmal Streik-Ruhe: http://www.berliner-zeitung.de/verkehr/bvg-bvg-tarifstreit-geloest---kein-weiterer-streik,10809298,11728452.html (http://www.berliner-zeitung.de/verkehr/bvg-bvg-tarifstreit-geloest---kein-weiterer-streik,10809298,11728452.html)
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Tatra83 am 11. Mai 2012, 20:58:25
Nicht mehr ganz taufrisch, aber dennoch interessant: http://www.eurailpress.de/article/view/4/berlin-bvg-beschafft-weitere-flexity-bahnen.html (http://www.eurailpress.de/article/view/4/berlin-bvg-beschafft-weitere-flexity-bahnen.html)

Man stockt die Bestellung von 99 auf 142 Fahrzeuge auf und wird wohl keinen kurzen Einrichtungs-Flexity (F6E) beschaffen, stattdessen werden lange Einrichter gekauft. Der Prototyp des kurzen Einrichters wird dann wohl um zwei Module verlängert und als F8E seinen Dienst verrichten.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: raifort1 am 17. Juli 2012, 15:39:23
[DE] BVG Die Berliner Verkehrsbetriebe bestellen bei Bombardier 39 Flexity Straßenbahnen, Kostenpunkt € 134 Mill. Die gute Entwicklung der Fahrgastzahlen macht die Bestellung notwendig. Nach Lieferung der Trams wird es 142 Flexity in Berlin geben, die alte Tatras ersetzen werden.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 13er am 17. Juli 2012, 15:46:26
Die Berliner Verkehrsbetriebe bestellen bei Bombardier 39 Flexity Straßenbahnen, Kostenpunkt € 134 Mill.
Wenn ich das mal so milchmädchenhaft dividiere, ist das Einzelstück sogar etwas teurer als ein B1. Also dass der ULF so besonders teuer ist, dürfte mittlerweile auch der Vergangenheit angehören.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: hema am 17. Juli 2012, 18:22:18
Kommt ca. auf den gleichen Preis raus. Ist nur die Frage, wie lange diese Bombardier-Fahrzeuge sind, sonst ist der Vergleich hinkend!
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 13er am 17. Juli 2012, 19:44:59
Kommt ca. auf den gleichen Preis raus. Ist nur die Frage, wie lange diese Bombardier-Fahrzeuge sind, sonst ist der Vergleich hinkend!
Die kurzen (GT6-08) haben 30,8m, die langen (GT8-08) 40m.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: T1 am 17. Juli 2012, 20:08:32
Die Berliner Verkehrsbetriebe bestellen bei Bombardier 39 Flexity Straßenbahnen, Kostenpunkt € 134 Mill.
Wenn ich das mal so milchmädchenhaft dividiere, ist das Einzelstück sogar etwas teurer als ein B1. Also dass der ULF so besonders teuer ist, dürfte mittlerweile auch der Vergangenheit angehören.
Der Flexity Berlin (= Incentro) ist ja genauso ein Luxusprodukt wie der ULF. Nur halt eins, womit die Betriebe zufrieden sind.

Abgesehen davon sind Zweirichtungsfahrzeuge darunter. Also doch besonders teuer, unser Premiumsiemensprodukt.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Wattman am 18. Juli 2012, 12:16:23
Ja, man müsste wissen, ob der Incentro-Preis für den Einrichter oder den Zweirichter gilt oder ob es sich dabei um einen Mischpreis handelt.

Der Einfluss der Zweirichtungsausrüstung auf den Preis darf nicht unterschätzt werden. Es ist nicht nur die doppelte Führerstands-Hardware, sondern auch die Steuerung, die nötigen Verriegelungen, deren Überwachung etc.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 95B am 18. Juli 2012, 12:21:34
die Steuerung, die nötigen Verriegelungen, deren Überwachung etc.
Das ist reine Softwaresache, das darf zusätzlich nichts kosten.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: HLS am 18. Juli 2012, 12:55:13
Naja, wenn es so ist wie beim Ulf dann könnten die Kosten doch bedeutend höher sein. Man sagte uns doch, in der HW, das Bug und Heckmodul seien beim Ulf doch ziemlich teuer und daher der Preisunterschied zwischen A und B Ulfen so gering sei.
Ich gehe jetz mal von aus, dass das Bugmodul am teuersten ist und man beim zweirichter praktisch zwei Bugmodule bräuchte und damit könnte ein Zweirichtungsulf nochmal um einiges teuer sein.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 95B am 18. Juli 2012, 13:07:30
Ich gehe jetz mal von aus, dass das Bugmodul am teuersten ist und man beim zweirichter praktisch zwei Bugmodule bräuchte und damit könnte ein Zweirichtungsulf nochmal um einiges teuer sein.
Ich sehe es eher so: Jedes Fahrzeug braucht grundlegende Elemente, damit es fahrfähig ist: Motoren, Räder, Wagenkasten, Steuersoftware etc. Mit einem Computer verglichen etwa: Netzteil, Mainboard, Gehäuse, Betriebssystem. Ob ich an das Ding jetzt einen Monitor und eine Tastatur anhänge oder deren zwei, macht preislich nicht viel Unterschied. Und viel mehr als ein Human Interface Device ist so ein Fahrerstand auch wieder nicht.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: HLS am 18. Juli 2012, 13:49:59
Du magst durchaus recht haben, nur erklärt sich mir dann nicht der so geringe Preisunterschied zwischen A & B Ulf.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 13er am 18. Juli 2012, 13:54:18
Du magst durchaus recht haben, nur erklärt sich mir dann nicht der so geringe Preisunterschied zwischen A & B Ulf.
Eine Mio. Euro (bei Gesamtkosten von ca. 2,5 bzw. 3,5 Mio.) ist jetzt nicht so ein geringer Unterschied ;)
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Wattman am 18. Juli 2012, 22:07:09
die Steuerung, die nötigen Verriegelungen, deren Überwachung etc.
Das ist reine Softwaresache, das darf zusätzlich nichts kosten.

Nicht nur. Es ist sehr wohl auch ein HW-Bedarf. Reine SW-Verriegelungen, die sicherheitsrelevant sind, kriegst Du nicht genehmigt. Und auch das Erstellen der SW ist aufwändiger bei einem Zweirichtungswagen.

Ich sehe es eher so: Jedes Fahrzeug braucht grundlegende Elemente, damit es fahrfähig ist: Motoren, Räder, Wagenkasten, Steuersoftware etc. Mit einem Computer verglichen etwa: Netzteil, Mainboard, Gehäuse, Betriebssystem. Ob ich an das Ding jetzt einen Monitor und eine Tastatur anhänge oder deren zwei, macht preislich nicht viel Unterschied. Und viel mehr als ein Human Interface Device ist so ein Fahrerstand auch wieder nicht.

Sorry, aber das ist gelinde gesagt zu sehr vereinfacht. Nicht alles, was hinkt ...
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: HLS am 19. Juli 2012, 00:32:55
Du magst durchaus recht haben, nur erklärt sich mir dann nicht der so geringe Preisunterschied zwischen A & B Ulf.
Eine Mio. Euro (bei Gesamtkosten von ca. 2,5 bzw. 3,5 Mio.) ist jetzt nicht so ein geringer Unterschied ;)
Sagte der nicht bei der Führung 2,8 bzw 3,4 Mio? Ja ich weiß der hat eigentlich nur Müll erzählt, aber vielleicht hatte er ja damit recht?!
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 13er am 19. Juli 2012, 00:47:26
Sagte der nicht bei der Führung 2,8 bzw 3,4 Mio? Ja ich weiß der hat eigentlich nur Müll erzählt, aber vielleicht hatte er ja damit recht?!
Ja, kann gut sein, dass es bei A1 und B1 so ist, da wurden ja doch einige Veränderungen zur Erstserie vorgenommen.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Tatra83 am 19. Juli 2012, 05:35:22
Für die Berliner Flexity wurden indirekt einmal folgende Preise genannt:

ERK (30m Einrichter) für ca. 2,3 Mio.
ZRK (30m Zweirichter) für ca. 2,6 Mio.
ERL (40m Einrichter) für ca. 3,0 Mio.
ZRL (40m Zweirichter) für ca. 3,3 Mio.

Im Übrigen beträgt der kleinste befahrbare Kurvenradius des Flexity 17,5 m ;)

Edit: Summen für ERL und ZRL korrigiert.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 13er am 19. Juli 2012, 12:29:23
ERK (30m Einrichter) für ca. 2,3 Mio.
ZRK (30m Zweirichter) für ca. 2,6 Mio.
ERL (40m Einrichter) für ca. 2,7 Mio.
ZRL (40m Zweirichter) für ca. 3,0 Mio.
Wie kommt man dann rein rechnerisch auf die obige Summe? Da müssen noch andere Dinge hineingerechnet worden sein...
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Tatra83 am 20. Juli 2012, 22:00:31
http://www.berliner-zeitung.de/berlin/kuerzungen-bei-der-bvg-weniger-busse--weniger-bahnen,10809148,16484606.html (http://www.berliner-zeitung.de/berlin/kuerzungen-bei-der-bvg-weniger-busse--weniger-bahnen,10809148,16484606.html)

Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) haben einen jährlichen Fehlbetrag von 44 Mio. EUR berechnet und nun drohen Angebotskürzungen. Die BVG erhält über den Verkehrsvertrag jährlich eine Summe von 175 Mio. EUR zur Infrastrukturfinanzierung und 75 Mio. EUR für das Angebot, m.E. eine lächerliche Summe für den ÖV einer Stadt wie Berlin... Daraus resultieren auch die aus Wiener Sicht (verständlicherweise) skuril wirkenden 20-Minuten-Takte in den Außenbezirken... Vom geradezu dörflich anmutenden Betriebsbeginn um 7 Uhr an Sonn- und Feiertagen möchte ich da garnicht sprechen...
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 13er am 20. Juli 2012, 22:52:29
Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) haben einen jährlichen Fehlbetrag von 44 Mio. EUR berechnet und nun drohen Angebotskürzungen. Die BVG erhält über den Verkehrsvertrag jährlich eine Summe von 175 Mio. EUR zur Infrastrukturfinanzierung und 75 Mio. EUR für das Angebot, m.E. eine lächerliche Summe für den ÖV einer Stadt wie Berlin...
Zum Vergleich Wien: Jährliche Ausgleichssumme: 294,5 Mio. Euro (ohne Wertanpassung), Investitionssumme: 123,5 Mio. Euro (1,5% jährliche Wertanpassung).
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: W_E_St am 21. Juli 2012, 00:58:07
Vom geradezu dörflich anmutenden Betriebsbeginn um 7 Uhr an Sonn- und Feiertagen möchte ich da garnicht sprechen...
Also in echten Dörfern wie St. Pröllten ist am Sonntag gar nichts unterwegs ;)
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Tatra83 am 18. September 2012, 23:35:58
Berlin hat noch bis Ende Oktober aufgrund von Bauarbeiten ein paar Schmankerln zu bieten. Die Linie 68 ist noch bis 29.10. zwischen S-Bhf. Grünau und Alt-Schmöckwitz unterbrochen, da auf diesem Abschnitt derzeit die grundhafte Erneuerung läuft. Die Tourenwagen verkehren nur zwischen S Köpenick und S Grünau, zwischen S Grünau und Standbad Grünau verkehrt auf dem östlichen Gleis ein GTZ als Pendelwagen (Fahrzeit 6 Minuten pro Richtung :D ). Nach Alt-Schmöckwitz verkehrt ersatzweise ein Omnibus.

Info-Tafel über die Bauarbeiten
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Der GTZ verläßt gerade die Haltestelle Regattatribünen in Richtung Strandbad Grünau.  ;D 8)
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Hier noch ein Blick auf die frisch instandgesetzte Strecke.  :up:
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Tja, und mit den Berliner Schweindaln hat wohl niemand gerechnet, unsere Rasengleis-Allergiker in Wien hergeschaut!  8) :D ;D Auf diese Ausrede werdet selbst ihr nicht gekommen sein!
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Und mit dem letzten Blick übers Rasengleis auf die Dahme möchte ich schließen.  :)
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Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 13er am 18. September 2012, 23:48:12
Wunderbar, danke für die Information! Trifft sich gut, dass ich unmittelbar nach dem 29.10. wieder in Berlin sein werde, dann kann ich endlich auch mal stilgerecht nach Alt-Schmöckwitz fahren!
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Tatra83 am 19. September 2012, 00:03:59
Wunderbar, danke für die Information! Trifft sich gut, dass ich unmittelbar nach dem 29.10. wieder in Berlin sein werde, dann kann ich endlich auch mal stilgerecht nach Alt-Schmöckwitz fahren!
Vorallem noch mit einem Tatra KT4D, denn man munkelt, dass die Linien 60 und 68 ab Fahrplanwechsel mit Ökotonnen betrieben werden.  :D
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: schaffnerlos am 19. September 2012, 09:50:49
...ab Fahrplanwechsel...

Es gibt noch Betriebe mit Fahrplanwechsel? Ich dachte, in Anpassung an internationale Standards wäre dieser schon vor Jahren abgeschafft worden.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: haidi am 19. September 2012, 13:02:25
...ab Fahrplanwechsel...

Es gibt noch Betriebe mit Fahrplanwechsel? Ich dachte, in Anpassung an internationale Standards wäre dieser schon vor Jahren abgeschafft worden.

Ja, es gibt inflexible Betriebe mit nur einem Fahrplanwechsel/Jahr. Die WL sind da schon viel weiter, auch sie haben Fahrplanwechsel - mehrere pro Jahr.

Hannes
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Tatra83 am 19. September 2012, 21:09:31
...ab Fahrplanwechsel...
Es gibt noch Betriebe mit Fahrplanwechsel? Ich dachte, in Anpassung an internationale Standards wäre dieser schon vor Jahren abgeschafft worden.
Bei den internationalen Standards geht der Ironie-Detektor immer gleich los  ;) Aber ja, es gibt Betriebe, denen es gelingt, maximal zwei Mal im Jahr zu einem fixen Datum (abgestimmt mit den anderen Verkehrsunternehmen) das Verkehrsnetz zu ändern.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: HLS am 20. September 2012, 18:47:28
...ab Fahrplanwechsel...
Es gibt noch Betriebe mit Fahrplanwechsel? Ich dachte, in Anpassung an internationale Standards wäre dieser schon vor Jahren abgeschafft worden.
Bei den internationalen Standards geht der Ironie-Detektor immer gleich los  ;) Aber ja, es gibt Betriebe, denen es gelingt, maximal zwei Mal im Jahr zu einem fixen Datum (abgestimmt mit den anderen Verkehrsunternehmen) das Verkehrsnetz zu ändern.
Das wird doch da, wenn ich mich recht entsinne, vom VBB* gesteuert.

VBB= Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 13er am 22. September 2012, 21:44:17
In Berlin geht auf der Baustelle der Straßenbahn vom Nordbahnhof zum Hauptbahnhof auch was weiter: http://www.stadtentwicklung.berlin.de/bauen/strassenbau/invalidenstr/de/bau.shtml (http://www.stadtentwicklung.berlin.de/bauen/strassenbau/invalidenstr/de/bau.shtml)  Ganz unten gibt es neue Bilder vom September 12.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 13er am 28. September 2012, 22:07:02
Sehenswerte Doku über die Berliner Straßenbahn in drei Teilen:

https://www.youtube.com/watch?v=butfRsQDaHM&feature=relmfu (https://www.youtube.com/watch?v=butfRsQDaHM&feature=relmfu)

https://www.youtube.com/watch?v=ux8epSMWx8U&feature=relmfu (https://www.youtube.com/watch?v=ux8epSMWx8U&feature=relmfu)

https://www.youtube.com/watch?v=yOVvAvNztoM&feature=relmfu (https://www.youtube.com/watch?v=yOVvAvNztoM&feature=relmfu)
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 13er am 07. November 2012, 22:04:46
Die Bauarbeiten auf der Linie 68 zwischen Seeblick und Alt-Schmöckwitz sind leider noch nicht fertiggestellt, sondern um zwei Wochen verlängert worden (und der 68er dreieckt nach wie vor am Seeblick). Wie auch immer, hier einige Eindrücke vom 68er und der verlassenen Endschleife. Ab Dezember geht am 68er die Ära der Tatras im Planverkehr zu Ende und die KT4D werden nur mehr als Schülerverstärker eingesetzt werden...

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Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 13er am 07. November 2012, 22:22:20
Ein paar Eindrücke von der Verlängerung zum Hauptbahnhof.

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Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 13er am 07. November 2012, 22:30:54
Und ein paar ganz alltägliche Süchtungen aus dem Linienverkehr.

Beim S-Bhf Springpfuhl:

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Rund um Alex und Hackescher Markt:

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SU Warschauer Straße:

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Herrlicher Blick aus dem Hotelzimmer in Marzahn 8) Leider (natürlich nicht für Normalfahrgäste) sind am Wochenende die Tatras schon absolute Mangelware. Am Montag dagegen waren viele unterwegs.

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Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: HLS am 07. November 2012, 23:28:49
Du bist sooooo pööööse, veröffentlichst einfach unzensierte Bilder von Straßenbahnen in FuZo und das schlimmste daran, sie sehn auch noch gut aus.  8) ;D
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: TW 292 am 07. November 2012, 23:54:16
Danke für die schönen Eindrücke aus Berlin, ich muss 2013 wieder dorthin, denn im diesem Jahr hat´s mir dort wirklich gut gefallen.  :up:

Zitat
Du bist sooooo pööööse, veröffentlichst einfach unzensierte Bilder von Straßenbahnen in FuZo und das schlimmste daran, sie sehn auch noch gut aus.  8) ;D
Geht in Wien ja nicht, da Straßenbahn in der FuZo unerwünscht ist, in Graz und Linz denkt man da schon anders.  ;) ;)

Zitat
Die Bauarbeiten auf der Linie 68 zwischen Seeblick und Alt-Schmöckwitz sind leider noch nicht fertiggestellt, sondern um zwei Wochen verlängert worden (und der 68er dreieckt nach wie vor am Seeblick). Wie auch immer, hier einige Eindrücke vom 68er und der verlassenen Endschleife. Ab Dezember geht am 68er die Ära der Tatras im Planverkehr zu Ende und die KT4D werden nur mehr als Schülerverstärker eingesetzt werden...
Was fährt ab Dezember auf der Linie 68?  Etwa GTN6?

Auf der Line M10 wird man bald auch die ersten F6Z antreffen können.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: HLS am 08. November 2012, 00:25:53
Zitat
Du bist sooooo pööööse, veröffentlichst einfach unzensierte Bilder von Straßenbahnen in FuZo und das schlimmste daran, sie sehn auch noch gut aus.  8) ;D
Geht in Wien ja nicht, da Straßenbahn in der FuZo unerwünscht ist, in Graz und Linz denkt man da schon anders.  ;) ;)
Naja Graz und Linz sind doch keine Weltstädte, eher Provinzen und mit internationalen Standards kennen sie sich sowieso nicht aus.  8) ;)
Oh, ich vergaß Belin ist aber eine, dass liegt bestimmt bei denen daran, dass sie bis vor 22Jahren getrennt waren und noch immer nicht alles ordentlich berschmolzen ist und somit auch da noch nicht der internationale Standard gefruchtet hat.  ;D
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: TW 292 am 08. November 2012, 00:42:39
Zitat
Du bist sooooo pööööse, veröffentlichst einfach unzensierte Bilder von Straßenbahnen in FuZo und das schlimmste daran, sie sehn auch noch gut aus.  8) ;D
Geht in Wien ja nicht, da Straßenbahn in der FuZo unerwünscht ist, in Graz und Linz denkt man da schon anders.  ;) ;)
Naja Graz und Linz sind doch keine Weltstädte, eher Provinzen und mit internationalen Standards kennen sie sich sowieso nicht aus.  8) ;)
Oh, ich vergaß Belin ist aber eine, dass liegt bestimmt bei denen daran, dass sie bis vor 22Jahren getrennt waren und noch immer nicht alles ordentlich berschmolzen ist und somit auch da noch nicht der internationale Standard gefruchtet hat.  ;D

Seien wir doch froh drüber.  :D

Wer braucht immer wieder die WiLi Standard´s? Am besten alles zubetonieren.  :down:
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: HLS am 08. November 2012, 01:10:29
Seien wir doch froh drüber.  :D

Wer braucht immer wieder die WiLi Standard´s? Am besten alles zubetonieren.  :down:
Sind wir natürlich, sonst gebe es ja nicht solch schöne Fotos von. :)
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 95B am 08. November 2012, 08:23:47
Herrlicher Blick aus dem Hotelzimmer in Marzahn 8) Leider (natürlich nicht für Normalfahrgäste) sind am Wochenende die Tatras schon absolute Mangelware. Am Montag dagegen waren viele unterwegs.
Zu dem Gebäude passt auch nur ein Tatrazug. :D
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Konstal 105Na am 08. November 2012, 11:57:23
Leider (natürlich nicht für Normalfahrgäste) sind am Wochenende die Tatras schon absolute Mangelware. Am Montag dagegen waren viele unterwegs.

Schöne Fotos!

Die Berliner Tatras werden höchstwahrscheinlich einige Kilometer östlich weiterleben.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Tatra83 am 08. November 2012, 14:01:57
Herrlicher Blick aus dem Hotelzimmer in Marzahn 8) Leider (natürlich nicht für Normalfahrgäste) sind am Wochenende die Tatras schon absolute Mangelware. Am Montag dagegen waren viele unterwegs.
Zu dem Gebäude passt auch nur ein Tatrazug. :D
Oder eine Konstal-Kraxn :D 8) :P

Am Wochenende findet man Tatras nurmehr im Betriebsteil Südost, also im Bereich Köpenick. Die derzeit stattfindenden Bauarbeiten in der Altstadt Köpenick sorgen dafür das der Gleisbogen Freiheit - Straße Alt-Köpenick für die Öko-Tonnen, sprich Adtranz GT, befahrbar wird. Damit kommen ab Fahrplanwechsel auf den Linien 60 und 68 (endlich) NF-Fahrzeuge zum Einsatz.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 21er am 09. November 2012, 01:30:58
@13er Tolle Fotos!

Die Fotos die jetzt kommen sind übrigens dir zu verdanken!  ;) ;D

Also Ich muss sagen Berlin ist echt eine tolle Stadt, bin wirklich begeistert von ihr. War jetzt 3 mal dort, könnte aber immer wieder hinfahren.  :D

Zwei Tipps für Leute die noch nie dort waren:

1.) Die Bernauer Straße: Reste der Berliner Mauer, mit Übersichtsturm. Entweder mit der U8 bis zur "Bernauer Straße" oder mit der S-Bahn bis zum Nordbahnhof. Im Nordbahnhof wird die Zeit des ÖPNV während der Mauer erklärt.

2.) Die Linie 68 vom S-Bahnhöf Köpenick über den S-Bahnhof Grünau bis nach Alt-Schmöckwitz. Nehmt dafür, vom S-Bahnhof Neukölln (U7),  die S46 in FR Königs-Wusterhausen bis zum S-Bahnhof Grünau und von dort den 68er. Er fährt zwar nur im 20-Minuten Takt ist dafür sehr sehenswert.

Hier ein paar Fotos vom 17. Juni 2012: An dem Tag wurde von der BVG "100 Jahre Schmöckwitzer Uferbahn" gefeiert, auch eine historische Garnitur verkehrte.

[attach=1]
Hier eine Doppeltraktion des Typs Tatra KT4D, mit dem Wagen Nr. 6029 führend.

[attach=2]
Kennt irgendjemand die Typenbezeichnung dieses 2-Wagen Zugs?

[attach=3]

[attach=4]


Ansonsten muss gesagt werden das die Berliner in Sachen "Gestaltung der U-Bahnstationen" einiges mehr drauf haben als wir hier in Wien!  ;)
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 13er am 09. November 2012, 08:55:40
Also Ich muss sagen Berlin ist echt eine tolle Stadt, bin wirklich begeistert von ihr. War jetzt 3 mal dort, könnte aber immer wieder hinfahren.  :D
Kann ich nur unterschreiben! :up: :up:

Super, dass du auch einen Oldtimer erwischt hast! Obwohl die Tatras wohl auch als Oldtimer durchgehen würden :D
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: moszkva tér am 09. November 2012, 08:56:17
Super, dass du auch einen Oldtimer erwischt hast! Obwohl die Tatras wohl auch als Oldtimer durchgehen würden :D
Generation E1  ;)
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 13er am 09. November 2012, 08:58:00
Super, dass du auch einen Oldtimer erwischt hast! Obwohl die Tatras wohl auch als Oldtimer durchgehen würden :D
Generation E1  ;)
Persönlich find ich's ja gut, dass die E1 noch fahren, aber international gesehen ist das eine Schande.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: moszkva tér am 09. November 2012, 09:11:20
Super, dass du auch einen Oldtimer erwischt hast! Obwohl die Tatras wohl auch als Oldtimer durchgehen würden :D
Generation E1  ;)
Persönlich find ich's ja gut, dass die E1 noch fahren, aber international gesehen ist das eine Schande.
Schande?
Prinzipiell nicht, denn wenn sie gut gepflegt wären - also auch äußerlich gut ausschauen - fände ich nichts dabei.
In Wien ist es schon eine Schande, denn verzichten kann man auf die E1 nicht, aber man zeigt allen Leuten, wie sehr man sie gering schätzt (Lackschäden nicht ausgebessert, usw.).

Dazu kommt noch, dass die E1 zu alt sind, um halbwegs modern zu wirken, aber noch zu jung sind, um cool zu sein. Wenn sie ein Alter wie die Ventotti in Mailand hätten und dann auch so gut beinand wären, dann wäre es wieder was anderes. Wobei Italien viel ist, aber sicher kein Vorbild für einen modernen Stadtverkehr.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 95B am 09. November 2012, 09:32:05
Prinzipiell nicht, denn wenn sie gut gepflegt wären - also auch äußerlich gut ausschauen - fände ich nichts dabei.
In Wien ist es schon eine Schande, denn verzichten kann man auf die E1 nicht, aber man zeigt allen Leuten, wie sehr man sie gering schätzt (Lackschäden nicht ausgebessert, usw.).

Dazu kommt noch, dass die E1 zu alt sind, um halbwegs modern zu wirken, aber noch zu jung sind, um cool zu sein. Wenn sie ein Alter wie die Ventotti in Mailand hätten und dann auch so gut beinand wären, dann wäre es wieder was anderes. Wobei Italien viel ist, aber sicher kein Vorbild für einen modernen Stadtverkehr.
Angenommen, Wien würde nicht auf einen hundertprozentigen Niederflurwagenpark hinarbeiten, sondern ganz bewusst auch für die nächsten Jahrzehnte mit Hochflurern planen, die jedoch ausschließlich als HVZ-Einlagen verwendet werden: Man verpasse dem E1 eine neue (Plastik-)Front und ein gleichartiges (Plastik-)Heck, installiere neue Fenster, neue Sitze und eine "Des geht ned, des hamma no nia ghobt"-Fahrerkabine: Fertig ist der unverwüstliche, modern aussehende Einlagewagen der Zukunft, der bei entsprechender Pflege und vorausschauender Wartung locker weitere 40 Jahre hält.

In abgeschwächter Form hat das Kattowitz genau so gemacht. ;)
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 13er am 09. November 2012, 09:45:59
Nein, die E1 sind für Wien mittlerweile zu alt, aber bei den E2 ist es ein historisches Versäumnis, diese nicht mit Niederflurmittelteilen ausgestattet zu haben. Jetzt ist es eigentlich eh schon zu spät. Gehen tut es, und allzu teuer wäre es auch nicht gewesen, aus einem E2+c5 ein Teilniederflurfahrzeug zu machen. Mit den EU8N klappt das ja auch wunderbar und Krakau schwimmt sicher nicht im Geld.

Ich weiß jetzt nicht, ob das hier jemand geschrieben hat oder wo ich das gelesen habe, aber in Krakau wird gerüchteweise genau das, was man mit den E6 gemacht hat, mit den GT8S angedacht.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 95B am 09. November 2012, 10:15:27
Ich weiß jetzt nicht, ob das hier jemand geschrieben hat oder wo ich das gelesen habe, aber in Krakau wird gerüchteweise genau das, was man mit den E6 gemacht hat, mit den GT8S angedacht.
Mannheimer gehören ja auch entklumpertet! ;)
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Konstal 105Na am 09. November 2012, 12:01:46
Super, dass du auch einen Oldtimer erwischt hast! Obwohl die Tatras wohl auch als Oldtimer durchgehen würden :D
Generation E1  ;)

Die KT4D sind eher die Generation E2. Baujahre 1976-1987.

Ich weiß jetzt nicht, ob das hier jemand geschrieben hat oder wo ich das gelesen habe, aber in Krakau wird gerüchteweise genau das, was man mit den E6 gemacht hat, mit den GT8S angedacht.

Ja, das haben benkda01 und ich hier des öffteren geschrieben. Es war schon beim Kauf der GT8S geplant, sie mit einem Niederflurmittelteil und neuer Front zu versehen. Ein Wagen hat bereits die neue Front erhalten. Ein Foto davon habe ich im entsprechenden Thread gepostet. Ein Bild davon ist hier zu finden: http://fotozajezdnia.pl/details.php?image_id=40173&mode=search (http://fotozajezdnia.pl/details.php?image_id=40173&mode=search)
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: T1 am 09. November 2012, 17:36:21
Man verpasse dem E1 eine […] "Des geht ned, des hamma no nia ghobt"-Fahrerkabine:

Wozu? ???
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 95B am 09. November 2012, 19:15:26
Man verpasse dem E1 eine […] "Des geht ned, des hamma no nia ghobt"-Fahrerkabine:
Wozu? ???
Internationaler Standard. ;)
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Tramwayhüttl am 11. November 2012, 11:23:23
Na servus. Dagegen ist die öffentliche Meinung in Wien ja geradezu Tramwayeuphorisch. Ich denke/hoffe aber nicht dass dies die mehrheitliche Meinung der Berliner widerspiegelt.

http://www.tagesspiegel.de/meinung/teure-nostalgie-lasst-die-strassenbahnen-im-depot/7370688.html (http://www.tagesspiegel.de/meinung/teure-nostalgie-lasst-die-strassenbahnen-im-depot/7370688.html)

Quelle: Tagesspiegel online
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Linie 41 am 11. November 2012, 11:39:29
Naja, der Autor zeigt ja mit jedem Satz, daß er keine Ahnung hat. Merkt man alleine schon daran, daß er zwar die Straßenbahn als 5. Rad am Wagen bezeichnet, den O-Bus aber (weil das ist ja ein ganz normaler Autobus) in den Himmel preist. Das mit den unterschiedlichen Kapazitäten von Tram und Bus hat er anscheinend auch nicht verstanden.

Die Kommentare unter dem Artikel scheinen übrigens mit der Meinung des Autors auch nicht konform zu gehen.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 13er am 11. November 2012, 12:18:57
Die Kommentare unter dem Artikel scheinen übrigens mit der Meinung des Autors auch nicht konform zu gehen.
Das ist noch höflich ausgedrückt ;)

Solche ver(w)irrten Einzelstimmen hört man bei uns ja auch immer noch, leider auch von zu vielen Politikern, darunter rot. Und der nächste Fehler bei uns, weil man zu feig für die Tramway ist, lauert schon auf den Zeichenpulten der Planer.

Dabei hat Berlin eine geradezu vorbildliche Straßenbahn. Mit dem M8 bin ich am Sonntag vom Nordbahnhof nach Springpfuhl 30 Minuten gefahren (Luftlinie 10 km auf Google Earth, tatsächliche Strecke wohl so 12 km). Ich möchte gar nicht wissen, wie lange ich bei uns für diese Distanz gebraucht hätte. Längerer Aufenthalt vor einer Ampel übrigens genau ein einziges Mal.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: hema am 11. November 2012, 13:52:41
Ich möchte gar nicht wissen, wie lange ich bei uns für diese Distanz gebraucht hätte. Längerer Aufenthalt vor einer Ampel übrigens genau ein einziges Mal.
Der 2er hat auch 12 km. Und der braucht werktags 50 Minuten dafür!  ;)


Allerdings steht er, der Ampelschaltung sei's gedankt, rund zwei davon nur am Schwedenplatz und wartet auf bessere Zeiten!  :-[
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 13er am 11. November 2012, 13:56:10
Der 2er hat auch 12 km. Und der braucht werktags 50 Minuten dafür!  ;)
Das wäre eher unfair, weil der ja mitten durch die Innenstadt fährt (trotzdem ist die Fahrzeit viel zu hoch). Aber wenn du z.B. den 26er hernimmst, der hat rund 14 km und braucht dafür auch 47 Minuten. Der kommt von der Strecke ungefähr hin.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Tramwayhüttl am 11. November 2012, 18:21:16
In Berlin ist es aber auch einfacher seperate Trassen zu schaffen, bzw. wurde dies im großen Stil schon in der Zwischenkriegszeit gemacht, da die Straßen einfach viel breiter sind. Und die Betriebszeiten und Intervalle abseits der Metrolinien sind im Vergleich zu Wien unter jeder Kritik.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Tatra83 am 12. November 2012, 16:58:17
Ich möchte gar nicht wissen, wie lange ich bei uns für diese Distanz gebraucht hätte. Längerer Aufenthalt vor einer Ampel übrigens genau ein einziges Mal.
Der 2er hat auch 12 km. Und der braucht werktags 50 Minuten dafür!  ;)
Und selbst der mit der Berliner Linie M8 (eher) vergleichbare 26er braucht für knapp 12 km um die 42 Minuten.  ::) Oba, des komma eh ned vergleichen, ned woahr?
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Konstal 105Na am 03. Januar 2013, 16:31:43
Mich verschlug es nach Berlin, da ich hier zum ersten Mal war und die Zeit knapp bemessen war, konnte ich wenig vom Straßenbahnnetz erkunden, da für mich die touristischen Highlights atraktiver sind.

[attach=1]
Ein GT6N-ZR als M2 in der Endstadtion S+U Alexanderplatz, Dircksenstraße.

[attach=2]
Da hier keine Schleife vorhanden ist, müssen Zweirichtungsfahrzeuge eingesetzt werden. Diese M2 wird bei der Haltstelle Am Steinberg planmäßig kurzgeführt.

[attach=3]
Ein Flexity Berlin überquert als M4 den Alexanderplatz Richtung S-Bahn Hackescher Markt.

Für bessere Fotos hatte ich leider wie gesagt keine Zeit, vielleicht geht sich beim nächsten Berlinbesuch mehr aus.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: pTn am 09. März 2013, 12:43:20
Mich verschlug es nach Berlin, ...

Im Vorjahr war ich dreimal in Berlin und wenn es möglich war bin ich auch fotografieren gegangen.
Der Alexanderplatz ist natürlich besonders ausgiebig und dort sind auch alle in Betrieb befindlichen Typen zu erlegen. Das angehängte Bild nahm ich von meinem Hotelzimmer auf...
mehr Bilder gibt es unter: http://public-transport.net/a/Berlin12/ (http://public-transport.net/a/Berlin12/)

Edit(tram): Zitat repariert.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Wattman am 10. März 2013, 13:31:52
Super! Welches Hotel? :o
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Tatra83 am 10. März 2013, 14:49:30
Super! Welches Hotel? :o
Dürfte das Park Inn Hotel sein, direkt am S+U Alexanderplatz. Wobei die Okötonnen-Traktionen auf der M4 mit der Inbetriebnahme weiterer 40m-Flexity der Vergangenheit angehören werden.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Wattman am 10. März 2013, 14:50:22
Danke für den Tipp! :up:
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Tatra83 am 21. März 2013, 17:56:24
Wenn auch nur in einem Boulevard-Blättchen, dennoch, eine solche Berichterstattung könnt man sich in Wien nur mal wünschen: http://www.bz-berlin.de/archiv/ampel-murks-article1655151.html (http://www.bz-berlin.de/archiv/ampel-murks-article1655151.html)
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 13er am 21. März 2013, 21:59:30
Funktioniert eigentlich inzwischen die Bevorrangung auf der Neubaustrecke vom 61er ab S Adlershof?
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 13er am 17. April 2013, 22:23:34
Leider auch eine einzige Farce:

Zitat
Tram zum Hauptbahnhof
Eine Bahn mit 13 Jahren Verspätung
Von Peter Neumann

Nach zahlreichen Verschiebungen ist für die Tram zum Hauptbahnhof im Senat nun Mitte 2015 als Eröffnungstermin im Gespräch. Doch die BVG könnte nach eigenen Angaben schon viel früher fahren. Bis dahin bleibt die Invalidenstraße eine bizarre Baustellenlandschaft.

Die ersten Gleise liegen schon. Vor dem Hauptbahnhof, auf dem grünen Mittelstreifen Alt-Moabit, sieht alles so aus, als könnten bald die ersten Züge rollen. Doch bis der 2006 eröffnete Hauptbahnhof tatsächlich Anschluss ans Straßenbahnnetz bekommt, wird noch viel Zeit vergehen. Inzwischen ist in der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung nach Informationen der Berliner Zeitung von Mitte 2015 die Rede. Das wäre eine Verspätung von 13 Jahren. Nicht nur der Bau von Flughäfen dauert in dieser Region länger – auch eine 2,3 Kilometer lange Straßenbahntrasse scheint eine Herausforderung zu sein.

Bizarre Baustellelandschaft

Ganz zu Beginn hieß es im Senat, dass die ersten Züge 2002 über die Invalidenstraße fahren sollten. Dann war von 2006 die Rede. Zur Eröffnung des Hauptbahnhofs sollte der neue Verkehrsknoten auch mit der Straßenbahn erreichbar sein, aus Richtung Osten. Mittlerweile werde 24.000 Fahrgäste pro Tag auf der Strecke erwartet. Doch wie bei anderen Tramprojekten gingen die Senatsplanungen nur gemächlich voran. Zwischendurch wurden sie sogar abgebrochen und komplett neu aufgerollt. So gingen die Jahre ins Land. Inzwischen liegt die Genehmigung vor.

Die Invalidenstraße, die zugleich durchgehend auf vier Fahrstreifen ausgebaut wird, ist in eine bizarre Baustellenlandschaft mit kilometerlangen Plastik-Bauzäunen verwandelt worden. Doch Probleme gibt es weiterhin. Denn bevor Straßen- und Gleisbauer überall aktiv werden können, müssen Rohre und Leitungen erneuert werden. „Dabei gibt es Verzögerungen“, heißt es bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG). Einige Versorger argumentieren damit, dass die federführenden Straßenbauplaner im Senat das Gesamtprojekt bis 2015 terminiert hätten – es gebe keinen Grund zur Eile.

Auch die Deutsche Bahn, die unter der künftigen Tramtrasse einen Tunnel für die neue S-Bahn-Linie S 21 vom Nordring zum Hauptbahnhof und zum Potsdamer Platz buddelt, habe Zeitverzug gemeldet. Doch mit der eigenen großzügigen Zeitvorgabe fühlen sich nicht alle Senatsplaner wohl. Denn der wichtigste Abschnitt der Straßenbahnstrecke, von der Kreuzung Invaliden-/Chausseestraße zum Hauptbahnhof, könnte lange vorher befahren werden. Laut BVG wäre es möglich, dass dort im September 2014 die erste Bahn fährt – nach neuer Planung die M 5, die in Hohenschönhausen beginnt. „Dann könnten wir die erste Stufe des Projekts in Betrieb nehmen“, sagte die BVG-Chefin Sigrid Evelyn Nikutta.

Schwartzkopffstraße ohne Gleise

An dem anderen Teilstück, das über das Baufeld Ost zum Nordbahnhof führt, würde dann zwar noch gearbeitet. Die M 8 und die M 10, die von dort kommen, könnten also auf jeden Fall erst Mitte 2015 zum Hauptbahnhof weiterfahren, voraussichtlich im Sommer. Aber mit dem Abschnitt zum Hauptbahnhof wäre ein Anfang im Sinne der Fahrgäste gemacht, hieß es. Auch wenn es der Bauablauf erfordere, dass er zwischendurch für zwei oder drei Wochen wieder gesperrt werden muss. „Wir suchen jetzt nach einer Lösung“, hieß es im Senat. Eine Lösung, bei der die Verspätung nicht 13 Jahre beträgt. der Hauptbahnhof ist übrigens seit Mai 2006 in Betrieb.

Eines steht inzwischen fest: Die Straßenbahnstrecke, die über die Chausseestraße zur heutigen Endstation der M 6 und M 8 in der Schwartzkopffstraße führt, wird zum 1. Juni dieses Jahres stillgelegt. „Grund sind Abdichtungsarbeiten am Tunnel der U-Bahn-Linie 6“, sagte BVG-Sprecherin Petra Reetz. Für vier weitere Neubauprojekte treibt die Senat die Planung voran, teilte die Verwaltung mit. Es geht um die Straßenbahnstrecken vom Alexanderplatz zum Potsdamer Platz und zum Kulturforum, vom Hauptbahnhof zum U-Bahnhof Turmstraße, von der Wissenschaftsstadt Adlershof zum Sterndamm und am Bahnhof Mahlsdorf.

Bis Ende 2013 werde geprüft, ob die Bahn Vorteile gegenüber anderen Verkehrsmitteln biete. Bei positivem Resultat beginne die Entworfsplanung. „Vor 2016 wird aber kein Projekt baureif sein“, teilte eine Sprecherin mit.

Quelle: http://www.berliner-zeitung.de/berlin/tram-zum-hauptbahnhof-eine-bahn-mit-13-jahren-verspaetung,10809148,22033810.html (http://www.berliner-zeitung.de/berlin/tram-zum-hauptbahnhof-eine-bahn-mit-13-jahren-verspaetung,10809148,22033810.html)
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: TW 292 am 17. April 2013, 22:45:36
Muss doch alles erst erschlossen werden und wenn es fertig ist kann man es ja sehen lassen, im Gesamtbild gefällt mir der Berliner Hbf wirklich gut.  ;)

Ein Bild von der neuen Straßenbahn Haltestelle Berlin Hbf.
http://www.bahnaktuell.net/gallery/index.php?g2_itemId=10954 (http://www.bahnaktuell.net/gallery/index.php?g2_itemId=10954)

Zitat
Eine Bahn mit 13 Jahren Verspätung
Es geht in anderen Städten noch mehr Zeit verloren man braucht sich nur mal umschauen,  etwa der lange 6er in Graz für diesen hat man gute 30 Jahre geredet, geplant usw. bis dieser Wirklichkeit wurde!
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Tatra83 am 17. April 2013, 22:57:11
Funktioniert eigentlich inzwischen die Bevorrangung auf der Neubaustrecke vom 61er ab S Adlershof?
Meinen Infos nach soll das mittlerweile funktionieren.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Tatra83 am 23. April 2013, 17:12:47
Seit Fahrplanwechsel 2012 werden auf den Linien 60 und 68 planmäßig Ökotonnen (Adtranz GT6N) eingesetzt. Dazu rein nachrichtlich zwei Bilder:

Linie 68, südlich der Hst. Strandbad Grünau (FR Alt-Schmöckwitz)
[attach=1]

Linie 60, kurz vor der Endhaltestelle Adlershof, Karl-Ziegler-Straße
[attach=2]

Dann noch ein paar Bilder vom Baufortschritt am Berliner Hbf.

Detail Gleisbau "Neues Berliner Straßenbahngleis"
[attach=3]

Gleisstück auf dem Mittelstreifen vor dem Hbf
[attach=4]

An der dreigleisigen Abstellanlage fehlt nurmehr die Oberleitung.
[attach=5]
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: E2 am 09. Mai 2013, 18:12:53
Auto kollidiert mit Straßenbahn
Ein 53-Jähriger hat in Berlin-Friedrichshain in der Nacht zum Donnerstag mit seinem Auto eine fahrende Straßenbahn gerammt und zwei Waggons aus den Gleisen geschoben. Der Fahrer und sein Begleiter kamen schwer verletzt in ein Krankenhaus, das sie aber gegen ärztlichen Rat wieder verließen. Nach dem Zusammenstoß an der Kreuzung Landsberger Allee - Virchowstraße sei es für mehrere Stunden zu Verkehrsproblemen gekommen, teilte die Polizei mit. Fahrgäste der Bahn seien nicht verletzt worden. (dpa)

(http://www.berliner-zeitung.de/image/view/2013/4/9/22717200,19460381,highRes,maxh,480,maxw,480,20130509-1-AT1_4.jpg)

Quelle und weitere Bilder:
http://www.berliner-zeitung.de/polizei/polizeireport-vom-09-05-2013-auto-rammt-tram---zwei-schwerverletzte-,10809296,22716664.html (http://www.berliner-zeitung.de/polizei/polizeireport-vom-09-05-2013-auto-rammt-tram---zwei-schwerverletzte-,10809296,22716664.html)

Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Tatra83 am 25. Mai 2013, 00:08:43
Auweia, da hat es auch noch 1516, einen der modernisierten GT6N (jetzt GT6U), erwischt. Er ist einer der ersten, die die Flexity-Traktionssteuerung erhalten haben.

Eigentlich wollte ich aber das hier posten: http://www.deutsches-architektur-forum.de/forum/showthread.php?t=4337 (http://www.deutsches-architektur-forum.de/forum/showthread.php?t=4337)
Es werden historische Postkarten mit aktuellen Fotos verglichen, meist ist auch eine Straßenbahn im Bild zu sehen. Und es belegen einige Bilder, dass man den Rasengleis-Oberbau schon um 1905 auf der Tauentzienstraße realisiert hat. :D  :lamp:
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 13er am 25. Mai 2013, 06:44:35
Berlin hat sowieso heute auch noch richtiges Rasengleis. Es wäre wohl billiger gewesen, wenn unsere gesamte Oberbauabteilung eine vierwöchige Deutschlandrundreise (Frankreich wäre dann doch ein zu großer Kulturschock gewesen) bezahlt bekommen hätte, damit man sich internationale Vorbilder anschauen kann und nicht selbst erfinden und dabei fürchterlich versagen muss. Das Desaster in der Tokiostraße ist hausgemacht...

Hier in Hohenschönhausen:

[attach=1]

Und am PřeroverPrerower Platz sieht man, wie das bei uns das ganze Jahr aussehen würde wegen des Microsteppenklimas 8)

[attach=2]
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: TramTrainTrolley am 26. Mai 2013, 23:27:05
Und am Přerover Platz sieht man, wie das bei uns das ganze Jahr aussehen würde wegen des Microsteppenklimas 8)

Hierbei handelt es sich wohl um den PREROWER Platz. Prerow ist eine kleine Ortschaft an der Ostsee.
http://goo.gl/maps/Aff08 (http://goo.gl/maps/Aff08)

Liebe Grüße: TTT
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 13er am 26. Mai 2013, 23:33:43
Hierbei handelt es sich wohl um den PREROWER Platz. Prerow ist eine kleine Ortschaft an der Ostsee.
Oh, das tut mir leid und du hast natürlich völlig recht, wie auch der Berliner Stadtplan sagt.

Ich dachte, der wäre nach (einer älteren Namensform) dieser Stadt in Tschechien benannt: http://de.wikipedia.org/wiki/P%C5%99erov (http://de.wikipedia.org/wiki/P%C5%99erov)
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: T1 am 27. Mai 2013, 01:43:56
Berlin hat sowieso heute auch noch richtiges Rasengleis. Es wäre wohl billiger gewesen, wenn unsere gesamte Oberbauabteilung eine vierwöchige Deutschlandrundreise (Frankreich wäre dann doch ein zu großer Kulturschock gewesen) bezahlt bekommen hätte, damit man sich internationale Vorbilder anschauen kann und nicht selbst erfinden und dabei fürchterlich versagen muss. Das Desaster in der Tokiostraße ist hausgemacht...
Zum Anschauen von Vorbildern reicht ja eine Fahrt mim 62er. Es macht keinen Unterschied, ob du die Truppe nach D, F oder Lainz schickst, wenn sie sowieso nicht will.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: moszkva tér am 27. Mai 2013, 11:01:02
Ich dachte, der wäre nach (einer älteren Namensform) dieser Stadt in Tschechien benannt: http://de.wikipedia.org/wiki/P%C5%99erov (http://de.wikipedia.org/wiki/P%C5%99erov)
Der deutsche Name der Stadt wäre Prerau.  ;)
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Tatra83 am 08. Juni 2013, 18:07:48
Wer zufällig am nächsten Wochenende in Berlin ist, dem sei folgende Veranstaltung empfohlen: http://2013.langertagderstadtnatur.de/angebote/details/779 (http://2013.langertagderstadtnatur.de/angebote/details/779)  :D
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Linie 41 am 08. Juni 2013, 18:16:14
Wer zufällig am nächsten Wochenende in Berlin ist, dem sei folgende Veranstaltung empfohlen: http://2013.langertagderstadtnatur.de/angebote/details/779 (http://2013.langertagderstadtnatur.de/angebote/details/779)  :D
Am besten die ganze Gleisbauabteilung der Wiener Linien raufschicken. Etwas preußische Zucht und Ordnung könnte denen gut tun.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Tatra83 am 08. Juni 2013, 22:15:13
Etwas preußische Zucht und Ordnung könnte denen gut tun.
Dass ich das in diesem Forum aus deinem Munde hören würde... :)) :))
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: hema am 09. Juni 2013, 01:15:23
Etwas preußische Zucht und Ordnung könnte denen gut tun.
Dass ich das in diesem Forum aus deinem Munde hören würde... :)) :))
Solange es nicht ihn betrifft!  ;D
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Linie 41 am 09. Juni 2013, 05:04:54
Etwas preußische Zucht und Ordnung könnte denen gut tun.
Dass ich das in diesem Forum aus deinem Munde hören würde... :)) :))
Zu lange im Currywurstparadies gelebt... ;)

@hema: Niemand ist züchtiger als ich. ;D
Mit der Ordnung hapert's ein bisserl...
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 13er am 03. Juli 2013, 10:12:45
Der Straßenbahn nach Rahnsdorf, Waldschänke droht die Einstellung: http://www.tagesspiegel.de/berlin/bvg-und-senat-scheuen-kosten-die-tram-61-nach-rahnsdorf-wird-wohl-eingestellt/8425384.html (http://www.tagesspiegel.de/berlin/bvg-und-senat-scheuen-kosten-die-tram-61-nach-rahnsdorf-wird-wohl-eingestellt/8425384.html)
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: hema am 03. Juli 2013, 10:30:38
Es ist überall das gleiche, solange man nicht dem Bus seine vollen Fahrwegkosten anrechnet, wird man immer danach trachten, auf den "billigen" Busbetrieb umzusteigen! Zur Sicherheit agiert man bei den fälligen Sanierungskosten für die Straßenbahn mit Horrorzahlen, die einen (luxoriösen!) Neubau übersteigen.  :-[


Ist mit dem übrigen Schwerverkehr nicht anders. Kosten zahlen lassen und niemand wird auch nur mehr einen Gedanken an den Giga-Liner verschwenden!
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Tatra83 am 03. Juli 2013, 11:40:54
Der Straßenbahn nach Rahnsdorf, Waldschänke droht die Einstellung: http://www.tagesspiegel.de/berlin/bvg-und-senat-scheuen-kosten-die-tram-61-nach-rahnsdorf-wird-wohl-eingestellt/8425384.html (http://www.tagesspiegel.de/berlin/bvg-und-senat-scheuen-kosten-die-tram-61-nach-rahnsdorf-wird-wohl-eingestellt/8425384.html)
Die Einstellung geistert seit den 90ern immer mal wieder durch die Presse. Seit dem Jahr 2000 hat vom Prinzip nur der Schüler- und Bäderverkehr für ein Fahrgastaufkommen gesorgt, das ist einfach zu wenig für den Straßenbahnverkehr. Die 61 endet außerdem am östlichen Rand von Rahnsdorf, während der Bus 161 eine schnellere Verbindung zur S3 herstellt. Eine Verlängerung der Straßenbahn weiter in den Ort hinein war auch mal im Gespräch, aber mehr nicht. Ich glaube, ein solches Vorhaben würde bei einer Standardisierten Bewertung mit Pauken und Trompeten durchfallen.
Vermutlich wird die Linie irgendwann an der Hst. Hartlebenstraße enden (ab dann keine Bebauung mehr sondern nur Wildschweindaln) und die 61 mit GTZ (Zweirichtern) betrieben.
Man hat sogar die Werbetrommel gerührt: http://www.bvg.de/index.php/de/binaries/asset/download/470381/file/1-1 (http://www.bvg.de/index.php/de/binaries/asset/download/470381/file/1-1)
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 13er am 14. Juli 2013, 00:26:31
"Straßenbahn rollt bald wieder durch Moabit": http://www.bz-berlin.de/bezirk/tiergarten/strassenbahn-rollt-bald-wieder-durch-moabit-article1707370.html (http://www.bz-berlin.de/bezirk/tiergarten/strassenbahn-rollt-bald-wieder-durch-moabit-article1707370.html) (mit Fotos)
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: TW 292 am 14. Juli 2013, 01:09:32
Zitat
Die Einstellung geistert seit den 90ern immer mal wieder durch die Presse. Seit dem Jahr 2000 hat vom Prinzip nur der Schüler- und Bäderverkehr für ein Fahrgastaufkommen gesorgt, das ist einfach zu wenig für den Straßenbahnverkehr. Die 61 endet außerdem am östlichen Rand von Rahnsdorf, während der Bus 161 eine schnellere Verbindung zur S3 herstellt. Eine Verlängerung der Straßenbahn weiter in den Ort hinein war auch mal im Gespräch, aber mehr nicht. Ich glaube, ein solches Vorhaben würde bei einer Standardisierten Bewertung mit Pauken und Trompeten durchfallen.

Die BVG hat doch genug GT6N und GT6N-Z und da sollte doch möglich sein dass man auch in Zukunft nach Rahmsdorf fährt, vl. könnte man doch mal  EU Mittel oder Bundesmitteln abholen und einfach weiter in den Ortskern fahren lassen, ob man nun auf der Linie 61 einen Kurs weniger hat oder mehr sollte doch nicht das Entscheide sein.

Wie weit ist eigentlich die 61er Endstation der nächsten Haltestelle der Linie 161 genau enfernt?

"Straßenbahn rollt bald wieder durch Moabit": http://www.bz-berlin.de/bezirk/tiergarten/strassenbahn-rollt-bald-wieder-durch-moabit-article1707370.html (http://www.bz-berlin.de/bezirk/tiergarten/strassenbahn-rollt-bald-wieder-durch-moabit-article1707370.html) (mit Fotos)

Interessantes Projekt, ich bin sowieso der Meinung die Tram sollte noch weiter nach WestBerlin gebaut werden!
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 13er am 06. November 2013, 21:23:25
Ein kurzes Video über die Einstellung der Straßenbahn in Westberlin:

http://www.berlin-mauer.de/videos/einstellung-tramverkehr-in-west-berlin-575/ (http://www.berlin-mauer.de/videos/einstellung-tramverkehr-in-west-berlin-575/)

Da der Osten in dem Punkt gescheiter war und das Netz sogar noch ausgebaut hat, bleibt es Berlin heute erspart, wie andere Städte eine Straßenbahn komplett aus dem Boden zu stampfen und dabei vielleicht noch in politischen Querelen zu versinken (Hamburg). Und im Westen fährt ja heute auch schon längst wieder was und wird sogar ebenfalls noch erweitert, wenn auch langsam!
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: TW 292 am 06. November 2013, 23:04:19
Ein kurzes Video über die Einstellung der Straßenbahn in Westberlin:

http://www.berlin-mauer.de/videos/einstellung-tramverkehr-in-west-berlin-575/ (http://www.berlin-mauer.de/videos/einstellung-tramverkehr-in-west-berlin-575/)

Da der Osten in dem Punkt gescheiter war und das Netz sogar noch ausgebaut hat, bleibt es Berlin heute erspart, wie andere Städte eine Straßenbahn komplett aus dem Boden zu stampfen und dabei vielleicht noch in politischen Querelen zu versinken (Hamburg). Und im Westen fährt ja heute auch schon längst wieder was und wird sogar ebenfalls noch erweitert, wenn auch langsam!

Im Westen kommt die Straßenbahn auch langsam wieder zurück und zudem bekommt Berlin einen modernen Fuhrpark, ab 2017 sind die Tatra endgültig Geschichte.

Hier noch zwei Bilder von 15.08.2013 beim Hbf wo teilweise schon die Gleis fertig liegen und bereits recht schön auschaut und in Endzustand wird hier wohl ein Rasengleis zu sehen sein.
[attach=1]

[attach=2]

Laut letzten Informationen sollen die Linien M5, M8 sowie M10 zum Hbf fahren.  ;)
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 13er am 06. November 2013, 23:14:28
Im Westen kommt die Straßenbahn auch langsam wieder zurück und zudem bekommt Berlin einen modernen Fuhrpark, ab 2017 sind die Tatra endgültig Geschichte.
Du sagst das so leicht dahin, aber ab 2017/18 gibt es in Berlin damit keine Hochflurwagen mehr. Wie beschämend, dass uns so ziemlich ganz Europa um ein Jahrzehnt überholen wird.

Danke jedenfalls für die Fotos! Ich war genau vor einem Jahr dort, da war man noch nicht so weit. Wenn auch gerade diese Strecke mit einer unglaublichen Langsamkeit gebaut wird, dass es sogar einem Lethargiker die Zornesröte ins Gesicht treiben würde.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 95B am 07. November 2013, 08:36:14
Jedenfalls sieht man ganz genau, dass im Gleisbereich ein Mikrosteppenklima herrscht, denn dort und nur dort ist das Gras völlig verdorrt. ;D
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: moszkva tér am 07. November 2013, 08:37:44
Du sagst das so leicht dahin, aber ab 2017/18 gibt es in Berlin damit keine Hochflurwagen mehr. Wie beschämend, dass uns so ziemlich ganz Europa um ein Jahrzehnt überholen wird.
Naja, da wirds noch einige EU-Großnetze geben, die ebenfalls noch Hochflurer in großer Zahl im Einsatz haben werden (Bratislava, Riga, Prag, Warschau, Oberschlesien, Krakau usw.), aber halt keine davon in Westeuropa.
Obwohl... Ob Mailand so bald seine Ventotti ausmustern wird? Italien ist ja auch nicht so das Modernisierungsland schlechthin. Aber ansonsten, stimmt schon.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Konstal 105Na am 07. November 2013, 09:22:57
Du sagst das so leicht dahin, aber ab 2017/18 gibt es in Berlin damit keine Hochflurwagen mehr. Wie beschämend, dass uns so ziemlich ganz Europa um ein Jahrzehnt überholen wird.
Naja, da wirds noch einige EU-Großnetze geben, die ebenfalls noch Hochflurer in großer Zahl im Einsatz haben werden (Bratislava, Riga, Prag, Warschau, Oberschlesien, Krakau usw.), aber halt keine davon in Westeuropa.
Obwohl... Ob Mailand so bald seine Ventotti ausmustern wird? Italien ist ja auch nicht so das Modernisierungsland schlechthin. Aber ansonsten, stimmt schon.

Wenn alles gut geht, könnte Krakau 2020 bzw. 2022 keine Hochflurer mehr haben. Warschau wird wahrscheinlich zur selben Zeit seine letzten 105er ausmustern und somit ebenfalls den Straßenbahnbetrieb rein mit Niederflurwagen abwickeln können. Die Tramwaje Warszawskie haben in den letzten Monaten einige Verträge mit Pesa für Niederflurfahrzeuge unterschrieben.

Netze mit Hochflurfahrzeugen in Europa werden um 2020 ziemlich sicher noch folgende sein:

Oberschlesien, Bydgoszcz, Toruń Łódź, Wrocław, Elbląg, Grudziądz, Poznań, Gorzów Wielkopolski, Częstochowa, Gdańsk, Szczecin (hier finden die Berliner Tatras eine zweite Heimat  ;) ) Prag, Brno, Plzeň, Ostrava, Bratislava, Riga, Mailand, Rom, Zagreb.

Die Liste hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 60er am 07. November 2013, 10:02:39
Netze mit Hochflurfahrzeugen in Europa werden um 2020 ziemlich sicher noch folgende sein:

Oberschlesien, Bydgoszcz, Toruń Łódź, Wrocław, Elbląg, Grudziądz, Poznań, Gorzów Wielkopolski, Częstochowa, Gdańsk, Szczecin (hier finden die Berliner Tatras eine zweite Heimat  ;) ) Prag, Brno, Plzen, Plzeň, Ostrava, Bratislava, Riga, Mailand, Rom, Zagreb.

Die Liste hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
Lissabon wird garantiert auch noch Hochflurer haben.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: moszkva tér am 07. November 2013, 12:30:49
Du sagst das so leicht dahin, aber ab 2017/18 gibt es in Berlin damit keine Hochflurwagen mehr. Wie beschämend, dass uns so ziemlich ganz Europa um ein Jahrzehnt überholen wird.
Naja, da wirds noch einige EU-Großnetze geben, die ebenfalls noch Hochflurer in großer Zahl im Einsatz haben werden (Bratislava, Riga, Prag, Warschau, Oberschlesien, Krakau usw.), aber halt keine davon in Westeuropa.
Obwohl... Ob Mailand so bald seine Ventotti ausmustern wird? Italien ist ja auch nicht so das Modernisierungsland schlechthin. Aber ansonsten, stimmt schon.

Wenn alles gut geht, könnte Krakau 2020 bzw. 2022 keine Hochflurer mehr haben. Warschau wird wahrscheinlich zur selben Zeit seine letzten 105er ausmustern und somit ebenfalls den Straßenbahnbetrieb rein mit Niederflurwagen abwickeln können. Die Tramwaje Warszawskie haben in den letzten Monaten einige Verträge mit Pesa für Niederflurfahrzeuge unterschrieben.

Netze mit Hochflurfahrzeugen in Europa werden um 2020 ziemlich sicher noch folgende sein:

Oberschlesien, Bydgoszcz, Toruń Łódź, Wrocław, Elbląg, Grudziądz, Poznań, Gorzów Wielkopolski, Częstochowa, Gdańsk, Szczecin (hier finden die Berliner Tatras eine zweite Heimat  ;) ) Prag, Brno, Plzeň, Ostrava, Bratislava, Riga, Mailand, Rom, Zagreb.

Die Liste hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
Gute Zusammenschau der EU - aber natürlich nicht Europas, denn in der Ukraine, Russland und Belarus; Sarajevo und Belgrad werden noch ewig lange Hochflurer fahren. Bei zahlreichen kleineren Netze dieser Länder befürchte ich sogar, dass die Straßenbahn ganz eingestellt wird, weil eine Flottenerneuerung (gewünscht) nicht leistbar ist  :'(

Ansonsten fehlt noch in der EU: Daugavpils, Osijek. Budapest wird sicher auch noch lange Hochflurer haben. Zahlreiche (alle?) rumänischen Netze ebenso (s. auch dort meine Befürchtung bezüglich Ukraine usw.) sowie Sofia.

Mit Hochflurern, die in Wien 2020 immer noch einen signifikanten Anteil der Flotte stellen werden, wird Wien also ungefähr auf einen Niveau wie Rumänien unterwegs sein  :bh:
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 95B am 07. November 2013, 12:34:59
Mit Hochflurern, die in Wien 2020 immer noch einen signifikanten Anteil der Flotte stellen werden, wird Wien also ungefähr auf einen Niveau wie Rumänien unterwegs sein  :bh:
Klar, denn Rumänien ist neben Österreich das einzige Land, in dem ULFe verkehren. :D
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: moszkva tér am 07. November 2013, 13:03:44
Mit Hochflurern, die in Wien 2020 immer noch einen signifikanten Anteil der Flotte stellen werden, wird Wien also ungefähr auf einen Niveau wie Rumänien unterwegs sein  :bh:
Klar, denn Rumänien ist neben Österreich das einzige Land, in dem ULFe verkehren. :D
modernisierungstechnisch einfach absoluter Unterflur  ;D
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Tatra83 am 07. November 2013, 22:10:03
Zitat
Die Einstellung geistert seit den 90ern immer mal wieder durch die Presse. [...]
Die BVG hat doch genug GT6N und GT6N-Z und da sollte doch möglich sein dass man auch in Zukunft nach Rahmsdorf fährt, vl. könnte man doch mal  EU Mittel oder Bundesmitteln abholen und einfach weiter in den Ortskern fahren lassen, ob man nun auf der Linie 61 einen Kurs weniger hat oder mehr sollte doch nicht das Entscheide sein.
Wie weit ist eigentlich die 61er Endstation der nächsten Haltestelle der Linie 161 genau enfernt?
Selbstverständlich hat man mit weiterem Zulauf an F6 und F8 (also die Flexity-Fahrzeuge) genug GT6 und GTZ frei. Die Linien 60/61 sind eine Kombi-Linie, an der Endstelle in Adlershof machst du jedes Mal nen Linienwechsel, seit dem Ökotonnen-Einsatz auf der 60 ist das Geschichte. Bis dahin wurden für 60/61 zehn Umläufe gebraucht, also rein vom Fahrzeugbedarf kein Problem.
Die Linien 61 und 161 haben eine gemeinsame Haltestelle mit vielleicht 30 Meter Umsteigeweg. Die Straßenbahn, das schrieb ich oben schon, kann einfach nicht genug Fahrgäste induzieren, was bei knapp 8.000 Einwohnern mit oftmals zwei Pkw vor dem Einfamilienhaus sehr schwierig ist. Und, damit du Bundesmittel (also GVFG-Finanzierung) erhältst, musst du bei der Standardisierten Bewertung mindestens den Wert > 1 erreichen, das schaffst dort einfach nicht.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Petersil am 07. November 2013, 22:55:40
Obwohl... Ob Mailand so bald seine Ventotti ausmustern wird? Italien ist ja auch nicht so das Modernisierungsland schlechthin. Aber ansonsten, stimmt schon.

Die "alten" Straßenbahnnetze wie Mailand, Rom, Turin und vielleicht noch Neapel haben dann sicher noch genug HF-Wagen im Einsatz. Dort fährt auch die Straßenbahn ähnlich langsam wie in Wien. "Moderne" Ampelschaltungen gibts keine.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: moszkva tér am 08. November 2013, 07:46:56
Die "alten" Straßenbahnnetze wie Mailand, Rom, Turin und vielleicht noch Neapel haben dann sicher noch genug HF-Wagen im Einsatz. Dort fährt auch die Straßenbahn ähnlich langsam wie in Wien. "Moderne" Ampelschaltungen gibts keine.
In Neapel gibts zwar Ampeln, aber die werden i.d.R. nicht beachtet. Schon selbst erlebt, schon selbst dort Auto gefahren, ist ein echter Spaß, wenn man sich einmal dran gewöhnt hat  :)
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Tatra83 am 09. November 2013, 19:14:55
Im Westen kommt die Straßenbahn auch langsam wieder zurück und zudem bekommt Berlin einen modernen Fuhrpark, ab 2017 sind die Tatra endgültig Geschichte.
Du sagst das so leicht dahin, aber ab 2017/18 gibt es in Berlin damit keine Hochflurwagen mehr. Wie beschämend, dass uns so ziemlich ganz Europa um ein Jahrzehnt überholen wird.
Vermutlich wird es mit Anfang 2017 nur noch vereinzelte Hochflur-Einsätze geben. Allein vom Typ KT4Dt (7000er) gibt es derzeit nur noch 4 von 99 Wagen im Einsatz. Bis Mitte 2014 sind die auch noch abgestellt (HU-Frist). Von den KT4D (6000er) werden 2013 17, 2014 27, 2015 43, 2016 59 und 2017 17 Züge abgestellt, von insgesamt 172 KT4Dmod. Abgesehen von Einsätzen auf den Linien 21 und 61 werden die KT4D immer in Traktion eingesetzt.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: TW 292 am 15. November 2013, 02:52:55
Aktuelle Bilder von den Gleisbauarbeiten in der Invalidenstraße!  :up:

http://www.bahninfo-forum.de/read.php?9,424159,431027#msg-431027 (http://www.bahninfo-forum.de/read.php?9,424159,431027#msg-431027)

Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: W_E_St am 15. November 2013, 14:36:08
Aktuelle Bilder von den Gleisbauarbeiten in der Invalidenstraße!  :up:

http://www.bahninfo-forum.de/read.php?9,424159,431027#msg-431027 (http://www.bahninfo-forum.de/read.php?9,424159,431027#msg-431027)
Immer diese gleichen Straßennamen... im ersten Moment hab ich doch glatt gedacht: "Hä? Was bauen die denn am O-Wagen?!?"  ;D
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 4463 am 23. November 2013, 23:00:53
Aktuelle Bilder von den Gleisbauarbeiten in der Invalidenstraße!  :up:

http://www.bahninfo-forum.de/read.php?9,424159,431027#msg-431027 (http://www.bahninfo-forum.de/read.php?9,424159,431027#msg-431027)
Immer diese gleichen Straßennamen... im ersten Moment hab ich doch glatt gedacht: "Hä? Was bauen die denn am O-Wagen?!?"  ;D
Immer diese gleichen Forennamen... im ersten Moment hab ich doch glatt gedacht: "Hä? Was steht da im bahnforum.info drüber? :P
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: TW 292 am 24. November 2013, 01:26:11
Es gibt so ein Gerücht, dass ab 15.12.2013 auf den Linien M5, M13, 16, 50 keine Tatras mehr fahren sollen, zumindest am neuen Liniennetzplan sieht es danach aus, speziell am M5 kann ich es mir schwer vorstellen!

Demnächst beginnt die Lieferung der F8Z, die erste Auslierferungserie der F6Z (4001 - 4034) ist übrigends abgeschlossen!
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Tatra83 am 25. November 2013, 08:39:51
Es gibt so ein Gerücht, dass ab 15.12.2013 auf den Linien M5, M13, 16, 50 keine Tatras mehr fahren sollen, zumindest am neuen Liniennetzplan sieht es danach aus, speziell am M5 kann ich es mir schwer vorstellen! Demnächst beginnt die Lieferung der F8Z, die erste Auslierferungserie der F6Z (4001 - 4034) ist übrigends abgeschlossen!
Das ist auch nicht schwer, weitere Hochflurfahrzeuge abzustellen, nachdem nun die langen Zweirichter kommen, daher ist es wohl kein Gerücht sondern eher ne Tatsache.  8)
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Helga06 am 08. Dezember 2013, 18:01:46
Einige Winterbilder aus Berlin 2010
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Helga06 am 08. Dezember 2013, 18:08:16
Dazu noch die Linie 87, ebenfalls Berlin
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: martin8721 am 08. Dezember 2013, 21:11:57
Dazu noch die Linie 87, ebenfalls Berlin

Sehr hübsche und stimmungsvolle Bilder.
Lustig, dass der Wagen eine digitale Linienanzeige hat.  :D
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: W_E_St am 08. Dezember 2013, 21:49:41
Dazu noch die Linie 87, ebenfalls Berlin

Sehr hübsche und stimmungsvolle Bilder.
Lustig, dass der Wagen eine digitale Linienanzeige hat.  :D
... die exakt zwei Linien anzeigen kann - E und 87. Digital ist an der Anzeige eigentlich nichts, es werden nur mit einem Schalter die jeweils passenden LEDs eingeschaltet. KEINE Ahnung, was sie sich dabei gedacht haben!

Mich irritieren die Fraktur-Zielschilder immer viel mehr.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Tatra83 am 21. Januar 2014, 11:44:06
Die ersten fünf langen Zweirichter der Flexity-Baureihe sind nun in Berlin angekommen. Auf DSO gibt es dazu einen interessanten Fotothread zur nächtlichen Entladung von Wagen 9005 inkl. Straßensperrung: http://www.drehscheibe-foren.de/foren/read.php?5,6728232 (http://www.drehscheibe-foren.de/foren/read.php?5,6728232)
Und wer sich über den weißen Schimmer auf den Außenanzeigen wundert - das ist die mit weißen LED angezeigte Fahrzeugnummer  8)
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Linie 41 am 21. Januar 2014, 11:56:01
Sehr hübsches Fahrzeug!
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: HLS am 21. Januar 2014, 12:03:23
Die ersten fünf langen Zweirichter der Flexity-Baureihe sind nun in Berlin angekommen. Auf DSO gibt es dazu einen interessanten Fotothread zur nächtlichen Entladung von Wagen 9005 inkl. Straßensperrung: http://www.drehscheibe-foren.de/foren/read.php?5,6728232 (http://www.drehscheibe-foren.de/foren/read.php?5,6728232)
Und wer sich über den weißen Schimmer auf den Außenanzeigen wundert - das ist die mit weißen LED angezeigte Fahrzeugnummer  8)
Herrliche Fotos und herrliche Züge, die wären mein Traum für Wien.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Tatra83 am 21. Januar 2014, 12:03:39
Sehr hübsches Fahrzeug!
Was man so hört, soll es ihn sogar schon in Wiener Lackierung geben (aber nur verkleinert).  :up: :D
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: HLS am 21. Januar 2014, 12:08:13
Sehr hübsches Fahrzeug!
Was man so hört, soll es ihn sogar schon in Wiener Lackierung geben (aber nur verkleinert).  :up: :D
Ist das wirklich gesichert?
Das wäre ein Traum.  :up:
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: W_E_St am 21. Januar 2014, 14:28:12
Sehr hübsches Fahrzeug!
Was man so hört, soll es ihn sogar schon in Wiener Lackierung geben (aber nur verkleinert).  :up: :D
1:87? ;)
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: TW 292 am 22. Januar 2014, 00:49:39
Ist zwar der Prototyp von der 9000 Serie zu sehen, aber mittlerweile wurde dieser auch an die Serienlieferung angepasst.  ;)

(F8Z) 9001 als Linie M5 am Alexanderplatz, 13.08.2012
[attach=1]

Vielleicht gehts sich bald mal ein Blitzbesuch in Berlin aus, dann könnten Bilder von den Serien F8Z folgen.  :D
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: TW 292 am 10. Februar 2014, 23:11:08
Mit der Tram zur Turmstraße
Senat informiert über Verlängerung der Straßenbahn

Moabit. Im kommenden Jahr soll die Verlängerung der Straßenbahn vom Nordbahnhof zum Hauptbahnhof endlich in Betrieb genommen werden. Schon jetzt wird eine weitere Verlängerung zum U-Bahnhof Turmstraße geplant. Obwohl die Verlängerung schon seit Jahren in den Köpfen der Planer herumspukt, wird die genaue Streckenführung erst langsam konkret.

Deswegen hat Matthias Horth von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung beim vergangenen Stadtteilplenum in Moabit-West auch nur einen "aktuellen Zwischenstand" präsentieren können. Weder die genaue Streckenführung noch die konkrete Ausgestaltung der Trassen steht bisher fest.

Eine der großen Fragen, die noch entschieden werden müssen, ist der Verlauf der Verlängerung ab der Kreuzung Alt Moabit und Rathenower Straße. Die Bahn könnte von dort aus gerade weiter entlang der Straße Alt-Moabit verlaufen oder gen Norden abknicken und die östliche Turmstraße erschließen. Mit einem Punkte-Bewertungsschema haben die Planer die beiden Versionen nach unterschiedlichen Kriterien gegenübergestellt - und waren am Ende so schlau wie vorher. Denn mit einem nur kleinen Vorsprung für die Trasse in Alt-Moabit herrscht beinahe Gleichstand. "Da gibt es also kein K.-o.-Kriterium", so Horth.

Ein Vorteil der Streckenführung über Alt-Moabit ist vor allem, dass die Bahn weniger Kurven fahren müsste und mit knapp 1,7 Kilometern Länge kürzer wäre als die Variante über die Rathenower- und Turmstraße, die rund 100 Meter länger wäre. Die Investitionskosten wären dementsprechend mit rund zwölf Millionen Euro auch niedriger als in der Turmstraße mit 14,3 Millionen Euro. "Dafür würde die Strecke über die Turmstraße den Nordwesten Moabits besser erschließen", gibt der Planer zu bedenken. Vorgesehen wären hier Haltestellen an der Ecke Claire-Waldorff-Promenade und Invalidenstraße, an der Ecke Rathenower- und Turmstraße und am ehemaligen Moabiter Krankenhaus. In der Straße Alt-Moabit gäbe es nur zwei Haltestellen: an der Ecke Paulstraße und Alt-Moabit und auf der Höhe Kirchstraße. Abhängig von der Trassenführung wäre die Endhaltestelle am U-Bahnhof Turmstraße entweder auf der Straße Alt-Moabit oder nördlich des Kleinen Tiergartens.

Eine weitere Frage ist die Einbettung der Trasse in die Fahrbahn. Auch da gibt es zwei Varianten. Entweder die Bahn fährt "in Fahrbahnlage" mit den Autos oder sie bekommt einen eigenen "Straßenbahnkörper", also eine baulich abgetrennte Fahrspur. Auch dies wäre in der Turmstraße wohl leichter möglich, weil die Straße Alt-Moabit vor allem westlich der Höhe Kirchstraße zu schmal ist. Dort müssten Parkplätze aufgehoben und Straßenbäume gefällt werden. "Das geht nur mit viel Drücken und Quetschen", so Horth.

Auf lange Sicht soll die Strecke über den S-Bahnhof Beusselstraße bis zum Virchow-Klinikum im Wedding verlängert werden. Die alte Idee, die U5 vom Hauptbahnhof bis zur Turmstraße zu verlängern, ist damit erst einmal vom Tisch. Horth: "Die Finanzierung dafür ist auf lange Sicht überhaupt nicht darstellbar."


Quelle: http://www.berliner-woche.de/nachrichten/bezirk-mitte/moabit/artikel/34587-senat-informiert-ueber-verlaengerung-der-strassenbahn/ (http://www.berliner-woche.de/nachrichten/bezirk-mitte/moabit/artikel/34587-senat-informiert-ueber-verlaengerung-der-strassenbahn/)
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 95B am 10. Februar 2014, 23:18:04
Wien muss Berlin werden – kein U5-Bau! Jetzt! 8)
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Tatra83 am 10. Februar 2014, 23:19:44
Ad U5 zwischen Hbf. und Turmstraße: Eigentlich ist es nurmehr ein Katzensprung, denn die Abstell- und Wendeanlage Hauptbahnhof reicht schon recht weit in Richtung Turmstraße. Außerdem wurde im Zuge Errichtung des U Turmstraße schon der Bahnsteig für die U5 (damals noch als Linie E) im Rohbau errichtet. Eigentlich kann dieser Lückenschluß nicht allzu teuer werden. Aber gut, dass man auf die Straßenbahn setzt, die perspektivisch den S+U Jungfernheide erreichen soll.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: TW 292 am 16. Februar 2014, 22:07:09
War wieder mal in Berlin auf einen Kurzbesuch und kann euch ein paar Bilder zeigen.  ;)

[attach=1]
F8Z 9004 als Linie M5, Wartenberg Straße, 14.02.2014

[attach=2]
F8Z 9005 als Linie M5, Wartenberg Straße, 14.02.2014

[attach=3]
F8Z 9003 als Linie M4, Buschallee, 14.02.2014

[attach=4]
F6Z 4024 als Linie 50, Berliner Straße, 14.02.2014
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 13er am 16. Februar 2014, 22:07:56
Vielleicht gibt's die ja auch schon bald in rot, wer weiß ;)

Tatras hast du keine gesehen?
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: TW 292 am 16. Februar 2014, 22:10:11
Vielleicht gibt's die ja auch schon bald in rot, wer weiß ;)

Tatras hast du keine gesehen?

Ja klar, einige Bilder davon kommen noch.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 13er am 16. Februar 2014, 22:11:34
Vielleicht gibt's die ja auch schon bald in rot, wer weiß ;)
Tatras hast du keine gesehen?

Ja klar, einige Bilder davon kommen noch.
Super, ich höre schon das herrliche Heulen in den Ohren! :D
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Tatra83 am 17. Februar 2014, 09:17:18
Wie heise.de (http://www.heise.de/newsticker/meldung/Verkehrsverbund-Berlin-Brandenburg-zeigt-Live-Daten-2115424.html) meldet, hat der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg eine "Live"-Karte des ÖV im Verbund produktiv gesetzt.

Schaut sehr gut aus, auch wenn bisher nur Regional- und S-Bahnverkehr sowie die Busverkehre einiger Umlandbetriebe (und nicht U-Bahn, Straßenbahn und Bus der BVG) enthalten sind.

Direktlink: http://fahrinfo.vbb.de/bin/help.exe/dn?L=vs_mobilitymap&&tpl=fullmap&tabApp=show&initialX=13354846&initialY=52478287&initialZ=3936& (http://fahrinfo.vbb.de/bin/help.exe/dn?L=vs_mobilitymap&&tpl=fullmap&tabApp=show&initialX=13354846&initialY=52478287&initialZ=3936&)
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 13er am 24. Februar 2014, 23:12:23
Zitat
BVG-Busse immer häufiger zu voll

Wenn ein Bus der BVG niemanden mehr mitnehmen kann, meldet der Fahrer an die Zentrale: 100 Prozent! Diese Meldungen fließen in die Überlastungsstatistik der BVG - und die Zahlen zeigen, dass die Busse in Berlin voller und voller werden. Vor allem eine Linie platzt regelmäßig aus allen Nähten.
Die BVG-Busse im Berliner Nahverkehr sind immer häufiger überfüllt. Das geht aus einer Anfrage des Grünen-Politikers Stefan Gelbhaar im Abgeordnetenhaus hervor. Besonders stark ist der Tegel-Express TXL betroffen. Als Folge der Überlastung können oft nicht alle wartenden Fahrgäste an Haltestellen mitgenommen werden.

Ermittelt wurden die Zahlen durch regelmäßige Stichproben der BVG. Dazu kommen die sogenannten 100-Prozent-Meldungen: Die Busfahrer informieren die Zentrale, wenn ihr Bus voll ist. Diese Meldungen haben "in den letzten Jahren im Busverkehr merkbar zugenommen", wie die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung mitteilte. "Im Vergleich des Jahres 2012 zu 2008 hat sich die Zahl der 100-Prozent-Meldungen fast verdoppelt." Mehr Fahrten und größere Busse sollen in Zukunft die Situation verbessern.

Die am häufigsten überfüllten Buslinien
Linie   Anzahl 100-Prozent-Meldungen 2012
TXL
Flughafen Tegel - S+U Alexanderplatz
3.892
M29
Grunewald, Roseneck - U Hermannplatz
2.833
M41
Sonnenallee/Baumschulenstraße - S+U Hauptbahnhof
2.737
100
S+U Zoologischer Garten - S+U Alexanderplat
2.593
M27
S+U Pankow - S+U Jungfernheide
2.036
M45
Spandau, Johannesstift - S+U Zoologischer Garten
1.851
122
U Kurt-Schumacher-Platz - Waidmannslust
1.777
136
Gatower Straße/Heerstraße - S Hennigsdorf
1.335
M48
Zehlendorf, Busseallee - S+U Alexanderplatz
1.264
184
S Südkreuz - Teltow, Warthestraße
1.220

Zu den am stärksten betroffenen Lininen TXL, M41 und M29 teilte die BVG mit, dass die Zahl der 100-Prozent-Meldungen "durchschnittlich zwei bis vier Prozent der Fahrten am Tag" betreffen.
Für Trams und U-Bahnen lieferte die BVG ebenfalls Zahlen zur Überlastung, wies jedoch darauf hin, dass diese Statistiken weniger Aussagekraft haben. Die Fahrzeuge sind schwerer für die Fahrer einzusehen, vor allem aufgrund ihrer Länge. 2012 wurden 100-Prozent-Meldungen am häufigsten für die Tramlinien M6 (268), M4 (204) und M10 (129) abgegeben.
Im Nahverkehrsplan 2014-1018 soll das Angebot der BVG auf die steigende Nachfrage angepasst werden. Senat und BVG verhandeln derzeit unter anderem über eine dichtere Taktung von Bussen und Bahnen. Auch der Einsatz von größeren Bussen ist im Gespräch. Konkrete Maßnahmen nennt die Senatsverwaltung aber nicht.

Berliner und Touristen kommen im Jahr auf 937 Millionen Fahrten mit der BVG und 395 Millionen Fahrten mit der S-Bahn.

Stand vom 12.02.2014

Quelle: http://www.rbb-online.de/panorama/beitrag/2014/02/bvg-busse-immer-haeufiger-zu-voll.html (http://www.rbb-online.de/panorama/beitrag/2014/02/bvg-busse-immer-haeufiger-zu-voll.html)
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: TW 292 am 25. Februar 2014, 00:15:39
Zitat
TXL Flughafen Tegel - S+U Alexanderplatz
Erledigt sich eh, wenn der BER jemals aufmachen sollte, rechne vor 2016 nicht damit.

Zitat
100 S+U Zoologischer Garten - S+U Alexanderplat
Der wird sicher so bleiben in dieser Form, bei Touristen sehr beliebt.


Zitat
M27 S+U Pankow - S+U Jungfernheide
Zwischen Turmstraße - Jungfernheide soll diese Linie durch die Straßenbahn ersetzt werden, dauert aber noch viele Jahre.  ;)
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: haidi am 25. Februar 2014, 07:00:46
Zitat
Wenn ein Bus der BVG niemanden mehr mitnehmen kann, meldet der Fahrer an die Zentrale: 100 Prozent!
Kannst in Wien nicht machen, wenn sich der Busfahrer um die Fahrgäste kümmern soll, ist nicht nur eine Flanke, sondern die ganze Front offen.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Tatra83 am 25. Februar 2014, 18:30:30
Zitat
Wenn ein Bus der BVG niemanden mehr mitnehmen kann, meldet der Fahrer an die Zentrale: 100 Prozent!
Kannst in Wien nicht machen, wenn sich der Busfahrer um die Fahrgäste kümmern soll, ist nicht nur eine Flanke, sondern die ganze Front offen.
Aber in Wien kann der Fahrer doch sicher auch kodierte Meldungen an die Leitstelle per Knopfdruck am IBIS senden oder?
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 13er am 25. Februar 2014, 18:39:36
Zitat
Wenn ein Bus der BVG niemanden mehr mitnehmen kann, meldet der Fahrer an die Zentrale: 100 Prozent!
Kannst in Wien nicht machen, wenn sich der Busfahrer um die Fahrgäste kümmern soll, ist nicht nur eine Flanke, sondern die ganze Front offen.
Aber in Wien kann der Fahrer doch sicher auch kodierte Meldungen an die Leitstelle per Knopfdruck am IBIS senden oder?
Ja, "Bin am WC" und so was 8)
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 60er am 28. Februar 2014, 09:43:50
Wien muss Berlin werden – kein U5-Bau! Jetzt! 8)
Aber Berlin baut bereits eifrig an einer sehr kostspieligen U5-Verlängerung. Die halbe Innenstadt ist deswegen eine riesige Dauerbaustelle. Wien hat derzeit noch die Chance, auf günstigere Alternativen zu setzen. ;)
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: TW 292 am 15. April 2014, 11:57:09
Vielleicht gibt's die ja auch schon bald in rot, wer weiß ;)
Tatras hast du keine gesehen?

Ja klar, einige Bilder davon kommen noch.
Super, ich höre schon das herrliche Heulen in den Ohren! :D

Hier nun ein paar Tatra Bilder :) ;)

[attach=1]
KT4D mod 6045 als Linie 61, Rahmsdorf, 15.08.2013

[attach=2]
KT4D mod 6046 als Linie 61, Fürstenwalder Damm, 15.08.2013

[attach=3]
KT4D mod 6053 + 6117 als Linie 67, Schöneweide, 16.08.2013

[attach=4]
KT4D mod 6128 + 6073 als Linie M6, Landsberger Allee, 14.08.2013

[attach=5]
KT4D mod 6115 + 6154 als Linie M8, Bürgerpark Marzahn, 14.08.2013

[attach=6]
KT4Dt-mod 7025 + 7028, Pankow, 14.08.2012

Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 13er am 15. April 2014, 13:13:31
Ausgezeichnet - so mag ich Berlin! :)
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: TW 292 am 29. April 2014, 23:27:18
Aktuelle Bilder vom Neubau Straßenbahn Berlin Invalidenstraße - Hauptbahnhof aus Berlin!  :up:

http://www.baustellen-doku.info/projekte/strassenbahn_invalidenstrasse_berlin_hauptbahnhof/20140417/baustellen-bilder.html (http://www.baustellen-doku.info/projekte/strassenbahn_invalidenstrasse_berlin_hauptbahnhof/20140417/baustellen-bilder.html)

Es gibt auch Bilder vom neuen Rasengleis wäre doch was für Wien oder Graz?  :D :D
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: TW 292 am 15. Mai 2014, 21:46:06
Ab 20.05.2014 sollen keine KT4D mehr auf der Linie 21 sondern nur noch GT´s (Niederflur) eingesetzt werden!  :o
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 13er am 15. Mai 2014, 23:14:06
Ab 20.05.2014 sollen keine KT4D mehr auf der Linie 21 sondern nur noch GT´s (Niederflur) eingesetzt werden!  :o
Einerseits schade, für die Fahrgäste aber natürlich toll. Berlin wird um mehr als 10 Jahre schneller als Wien einen vollständig niederflurigen Auslauf haben...

[attach=1]
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: HLS am 16. Mai 2014, 10:58:24
Einerseits schade, für die Fahrgäste aber natürlich toll. Berlin wird um mehr als 10 Jahre schneller als Wien einen vollständig niederflurigen Auslauf haben...
Dann hat Wien aber richtig Gas gegeben, waren oder sind sie in einigen Bereichen noch 20-30Jahren hinter vergleichbaren Städten zurück.  8)
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Operator am 17. Mai 2014, 17:33:31
Endlich konnte ich auch mal Berlin auf einen Städtetrip einplanen. Und wo führte es mich zuerst hin? Richtig, Woltersdorf. Dieser kleine aber feine Betrieb im Osten  von Berlin
existiert bereits seit über 100 Jahren. Mit einer etwa 5,6 Kilometer langen Strecke ist sie zwar einer der kleinsten Betriebe in Deutschland, dafür entschädigen aber die Gothawagen aus der ehemaligen DDR. Am Tag meines Besuches fuhr auch noch der Tw 218, welcher in einem exzellenten Zustand ist. Die Triebwagen 30 und 32 sind übrigens Wagen aus Dessau und wurden zwischen 1959 und 1960 gebaut.  Ein paar Bilder möchte ich  hier gerne zeigen
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 13er am 17. Mai 2014, 18:13:16
Wunderbar, da kommen viele Erinnerungen! Und mit dem Oldie hattest du auch Glück! Ich hoffe, du warst bei der Schleuse dann noch im Gasthaus und hast dir bei der hübschen Kellnerin einen Apfelplunder bestellt :P
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Tatra83 am 17. Mai 2014, 19:36:53
Ab 20.05.2014 sollen keine KT4D mehr auf der Linie 21 sondern nur noch GT´s (Niederflur) eingesetzt werden!  :o
Also das ist eigentlich eine Nicht-Leistung, denn die Linie 21 sollte schon seit 2006 (!) ausschließlich mit den Ökotonnen betrieben werden, das hat zumindest der Aufgabenträger gefordert. Durch den Zulauf an Flexity werden nun immer mehr GT frei und immer mehr KT haben einen Fristenablauf, sodass man um den GT-Einsatz nicht herumkommt.

Am Tag meines Besuches fuhr auch noch der Tw 218, welcher in einem exzellenten Zustand ist.
Der Wagen 218 wurde unter Federführung des Denkmalpflege-Verein Nahverkehr in Woltersdorf restauriert:
http://dvn-berlin.de/2agr/strab/wodo/wodo_aufarb_218.htm (http://dvn-berlin.de/2agr/strab/wodo/wodo_aufarb_218.htm)
http://dvn-berlin.de/2agr/strab/agrstrab_fzb_tw68_5403.htm (http://dvn-berlin.de/2agr/strab/agrstrab_fzb_tw68_5403.htm)
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Operator am 18. Mai 2014, 09:24:44
Ab 20.05.2014 sollen keine KT4D mehr auf der Linie 21 sondern nur noch GT´s (Niederflur) eingesetzt werden!  :o
Also das ist eigentlich eine Nicht-Leistung, denn die Linie 21 sollte schon seit 2006 (!) ausschließlich mit den Ökotonnen betrieben werden, das hat zumindest der Aufgabenträger gefordert. Durch den Zulauf an Flexity werden nun immer mehr GT frei und immer mehr KT haben einen Fristenablauf, sodass man um den GT-Einsatz nicht herumkommt.

Am Tag meines Besuches fuhr auch noch der Tw 218, welcher in einem exzellenten Zustand ist.
Der Wagen 218 wurde unter Federführung des Denkmalpflege-Verein Nahverkehr in Woltersdorf restauriert:
http://dvn-berlin.de/2agr/strab/wodo/wodo_aufarb_218.htm (http://dvn-berlin.de/2agr/strab/wodo/wodo_aufarb_218.htm)
http://dvn-berlin.de/2agr/strab/agrstrab_fzb_tw68_5403.htm (http://dvn-berlin.de/2agr/strab/agrstrab_fzb_tw68_5403.htm)

Schön, das es noch Idealisten gibt, die in ihrer Freizeit Straßenbahnen restaurieren und herrichten.
man sollte mal an dieser Stelle all diese Leute loben und ein Dankeschön aussprechen!

Danke auch an Tatra83 für seine wertvollen Ratsschläge!!!!!! :up:
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: diogenes am 18. Mai 2014, 16:34:59
Mmmm! Eine Straßenbahn, die zwischen Bäumen hervor kommt. Wann hat man sowas in Wien gesehen?
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Helga06 am 18. Mai 2014, 20:06:17
Ich würde sagen auf der Linie 80, die fuhr ein Stück durch einen Laubwald.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Linie 41 am 18. Mai 2014, 20:15:28
Ich würde sagen auf der Linie 80, die fuhr ein Stück durch einen Laubwald.
Bevor die Einzäunung kam, war die Strecke zur Prater Hauptallee auch so ähnlich.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 13er am 18. Mai 2014, 20:44:46
Mmmm! Eine Straßenbahn, die zwischen Bäumen hervor kommt. Wann hat man sowas in Wien gesehen?
Wenn der 40er am Gürtel einzieht, hast das heute noch :D Aber ganz dasselbe ist es zugegeben nicht ;)
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: diogenes am 19. Mai 2014, 18:27:40
Eigentlich schade, dass es so etwas in Wien nicht (mehr) gibt. Waldbahn gesucht ;)
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 13er am 19. Mai 2014, 18:47:36
Eigentlich schade, dass es so etwas in Wien nicht (mehr) gibt. Waldbahn gesucht ;)
Der 80er wäre noch dazu heute DIE ideale Museumslinie: Raus am Kößlerplatz, über die Stadionbrücke und schon hätte man eine Batzen Touristenattraktion!
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Wattman am 19. Mai 2014, 19:38:51
Endlich konnte ich auch mal Berlin auf einen Städtetrip einplanen. Und wo führte es mich zuerst hin? Richtig, Woltersdorf. D

Für die Woltersdorfer Straßenbahn gibt es einen eigenen Thread. (http://www.tramwayforum.at/index.php?topic=1620.msg25329#msg25329)
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 4463 am 19. Mai 2014, 19:42:10
Der 80er wäre noch dazu heute DIE ideale Museumslinie: Raus am Kößlerplatz, über die Stadionbrücke und schon hätte man eine Batzen Touristenattraktion!
Noch besser: man baut eine Tram von der Stadionbrücke zum Stadion und verlängert den 18er dorthin, da kann man auch problemlos mit den Museumszugen fahren. ;)
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Ferry am 20. Mai 2014, 09:01:53
Endlich konnte ich auch mal Berlin auf einen Städtetrip einplanen. Und wo führte es mich zuerst hin? Richtig, Woltersdorf.
Reicht eigentlich auf dem ersten Bild der Fahrdraht bis an den Prellbock heran? Ich kann mir das wegen der vorstehenden Äste nicht wirklich vorstellen.

Und wurde die Linienanzeige tatsächlich gegen eine elektronische getauscht? Sieht auf den Bildern mit der Front von Wagen 32 irgendwie schräg aus - das Zielschild mit den alten Buchstaben (keine Ahnung, welche Schrift das ist) und darüber der orange 87er.

Zitat von: 13er
DIE ideale Museumslinie: Raus am Kößlerplatz, über die Stadionbrücke
Und wie dann weiter? Dort ist jetzt die Abfahrtrampe von der Tangente, wo soll da eine Straßenbahntrasse hin? Der Bau diese Rampe war ja der Grund für die Einstellung des 80ers.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 95B am 20. Mai 2014, 09:23:21
Reicht eigentlich auf dem ersten Bild der Fahrdraht bis an den Prellbock heran? Ich kann mir das wegen der vorstehenden Äste nicht wirklich vorstellen.

Warum nicht? Die Abspannung ist hinter dem Prellbock, da kann man den Mast schön in der Mitte aufstellen und braucht keinen Ausleger.

Und wurde die Linienanzeige tatsächlich gegen eine elektronische getauscht? Sieht auf den Bildern mit der Front von Wagen 32 irgendwie schräg aus - das Zielschild mit den alten Buchstaben (keine Ahnung, welche Schrift das ist) und darüber der orange 87er.

Elektronisch – jein. Es handelt sich um eine Platine, auf der LEDs in den Formen "87" und "E" angeordnet sind. Die Umschaltung erfolgt mittels Kippschalter. Es sind also elektronische Bauteile, die Funktionsweise ist jedoch althergebracht und hätte sich mit einem Taferl auch realisieren lassen.

Die Frakturschrift wird in Deutschland immer wieder für historisierende Zielschilder verwendet. Ich halte sie in dieser Funktion allerdings für völlig fehl am Platz, denn Zielschilder und dergleichen waren auch in älteren Zeiten fast immer in Antiqua gesetzt.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Ferry am 20. Mai 2014, 09:35:43
Reicht eigentlich auf dem ersten Bild der Fahrdraht bis an den Prellbock heran? Ich kann mir das wegen der vorstehenden Äste nicht wirklich vorstellen.

Warum nicht? Die Abspannung ist hinter dem Prellbock, da kann man den Mast schön in der Mitte aufstellen und braucht keinen Ausleger.
Weil es so aussieht, als ob die Äste in den Lichtraum unterhalb des Fahrdrahtes hineinragen. Aber das ist wohl nur eine optische Täuschung.

Die Frakturschrift wird in Deutschland immer wieder für historisierende Zielschilder verwendet. Ich halte sie in dieser Funktion allerdings für völlig fehl am Platz, denn Zielschilder und dergleichen waren auch in älteren Zeiten fast immer in Antiqua gesetzt.
Also mir gefällt's. Aber ist das wirklich Fraktur? Die habe ich irgendwie anders in Erinnerung. Müsste man außerdem in diesem Fall das "s" nicht als "langes s" (wie ein "f", aber ohne Querstrich) schreiben?
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Revisor am 20. Mai 2014, 09:44:49
Aber ist das wirklich Fraktur? Die habe ich irgendwie anders in Erinnerung. Müsste man außerdem in diesem Fall das "s" nicht als "langes s" (wie ein "f", aber ohne Querstrich) schreiben?
Natürlich ist das Fraktur. Es gab bzw. gibt unzählige Arten von Frakturschriften. Und nein, in diesem Fall ist das runde "s" korrekt.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 95B am 20. Mai 2014, 09:58:26
Weil es so aussieht, als ob die Äste in den Lichtraum unterhalb des Fahrdrahtes hineinragen.

Das macht ja nichts. Wenn der Mast beispielsweise erst 10 Meter hinter dem Prellbock steht, geht der Fahrdraht sogar weiter als das Gleis, obwohl ihn dort nie ein Bügel streifen wird.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 4463 am 20. Mai 2014, 11:24:59
Weil es so aussieht, als ob die Äste in den Lichtraum unterhalb des Fahrdrahtes hineinragen.
Das macht ja nichts. Wenn der Mast beispielsweise erst 10 Meter hinter dem Prellbock steht, geht der Fahrdraht sogar weiter als das Gleis, obwohl ihn dort nie ein Bügel streifen wird.
Abgesehen davon kann man den Fahrdraht mit einem Isolator elektrisch trennen und dann gibt's überhaupt kein Problem (abgesehen von abbrechenden Ästen).
In Gmunden geht (ging?) der Fahrdraht ja noch bis zum Rathausplatz, obwohl dort auf den letzten -zig Metern seit Jahrzehnten keine Gleise mehr lagen.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: W_E_St am 20. Mai 2014, 13:38:00
Zitat
Abgesehen davon kann man den Fahrdraht mit einem Isolator elektrisch trennen und dann gibt's überhaupt kein Problem (abgesehen von abbrechenden Ästen).
Dann ist es aber hinter dem Isolator technisch gesehen nur mehr ein Spanndraht.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: diogenes am 20. Mai 2014, 16:42:51
Eigentlich schade, dass es so etwas in Wien nicht (mehr) gibt. Waldbahn gesucht ;)
Der 80er wäre noch dazu heute DIE ideale Museumslinie: Raus am Kößlerplatz, über die Stadionbrücke und schon hätte man eine Batzen Touristenattraktion!
Sofort bauen! :)
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 4463 am 20. Mai 2014, 17:01:16
Zitat
Abgesehen davon kann man den Fahrdraht mit einem Isolator elektrisch trennen und dann gibt's überhaupt kein Problem (abgesehen von abbrechenden Ästen).
Dann ist es aber hinter dem Isolator technisch gesehen nur mehr ein Spanndraht.
Ähm, das ist korrekt. Aber willst Du damit noch irgendwas sagen? ???
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Ferry am 20. Mai 2014, 17:11:31
Abgesehen davon kann man den Fahrdraht mit einem Isolator elektrisch trennen und dann gibt's überhaupt kein Problem (abgesehen von abbrechenden Ästen).
In Gmunden geht (ging?) der Fahrdraht ja noch bis zum Rathausplatz, obwohl dort auf den letzten -zig Metern seit Jahrzehnten keine Gleise mehr lagen.
Aber dort gibt's keine Bäume, jedenfalls nicht in Fahrdrahtnähe.

@Revisor: Wieso ist das runde "s" korrekt? Mir wurde einmal erklärt, das runde "s" kommt in Fraktur nur am Wortende (falls also ein Wort mit "s" endet, z.B. "Gras").
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: N1 am 20. Mai 2014, 21:23:12
Die Frakturschrift wird in Deutschland immer wieder für historisierende Zielschilder verwendet. Ich halte sie in dieser Funktion allerdings für völlig fehl am Platz, denn Zielschilder und dergleichen waren auch in älteren Zeiten fast immer in Antiqua gesetzt.
Wieso ist das runde "s" korrekt? Mir wurde einmal erklärt, das runde "s" kommt in Fraktur nur am Wortende (falls also ein Wort mit "s" endet, z.B. "Gras").
Das runde "s" kommt in Fraktur immer am Silbenende.

Kleine Kuriosität am Rande: In Köln waren in der Nazizeit Frakturzielschilder mit der Aufschrift "Zollstock" (statt korrekt "Zollſtock") in Verwendung (siehe Stütz/Svetelsky: Wiener Straßenbahnwagen nach dem Krieg, Seite 14 oben). :D
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Revisor am 20. Mai 2014, 22:13:39
Das runde "s" kommt in Fraktur immer am Silbenende.

Mit einer Ausnahme: Doppel-s. Messer wird daher mit zwei langen "s" geschrieben.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Linie 41 am 20. Mai 2014, 22:29:12
Mit einer Ausnahme: Doppel-s. Messer wird daher mit zwei langen "s" geschrieben.
Auch bei Abteilung?
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: W_E_St am 21. Mai 2014, 01:35:44
Mit einer Ausnahme: Doppel-s. Messer wird daher mit zwei langen "s" geschrieben.
Auch bei Abteilung?
Nein, da ist es soweit ich mich erinnere normalerweise halbe-halbe. Komischerweise bilde ich mir aber ein, mehrfach Doppel-S mit einem langen und dann einem kurzen s gesehen zu haben.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 4463 am 21. Mai 2014, 01:37:36
Komischerweise bilde ich mir aber ein, mehrfach Doppel-S mit einem langen und dann einem kurzen s gesehen zu haben.
Ist das nicht genau der Ursprung des "ß"?
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 95B am 21. Mai 2014, 07:34:47
Komischerweise bilde ich mir aber ein, mehrfach Doppel-S mit einem langen und dann einem kurzen s gesehen zu haben.
Ist das nicht genau der Ursprung des "ß"?

Nein, das ist aus der Kombination von langem s und z entstanden.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Revisor am 21. Mai 2014, 08:22:01
Komischerweise bilde ich mir aber ein, mehrfach Doppel-S mit einem langen und dann einem kurzen s gesehen zu haben.

Sicher kein Doppel-s, aber zwei aufeinanderfolgende s. Das ist logisch, da im Auslaut ein rundes s und im Anlaut ein langes s geschrieben wird, wie z. B. im Wort Aussage.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Linie 41 am 21. Mai 2014, 10:13:32

Nein, das ist aus der Kombination von langem s und z entstanden.
In der Fraktur ist ß eine sz-Ligatur, in der Antiqua eine Langes-ss-Ligatur.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: W_E_St am 21. Mai 2014, 12:13:02
Komischerweise bilde ich mir aber ein, mehrfach Doppel-S mit einem langen und dann einem kurzen s gesehen zu haben.

Sicher kein Doppel-s, aber zwei aufeinanderfolgende s. Das ist logisch, da im Auslaut ein rundes s und im Anlaut ein langes s geschrieben wird, wie z. B. im Wort Aussage.
Ja so ergibt das Sinn, aber ich habe es eben umgekehrt in Erinnerung, mit der Wirkung, dass Ungeübte prompte "fs" statt "ss" lesen.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: TW 292 am 16. Juni 2014, 21:23:23
Auf der Linie 12 verkehrt heute ein KT4D Doppel 6076 + 6082, sehr ungewöhnlich da sonst nur noch GT6N bzw. Zweitsicher fahren!

Auf der Linie M4 werden an Werktagen wieder vermehrt GT6 Doppel eingesetzt und auf der Linie M6  hauptsächlich Flexis, die M6 Kurse bis Marzahn S-Bahn werden mit KT4D gefahren!
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: E2 am 17. Juni 2014, 06:30:18
Zweitsicher

?

Steh ich auf Lei-Tung...
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 95B am 17. Juni 2014, 09:13:55
Ich vermute stark, dass da irgendeine Autokorrekturfunktion eines mobilen Endgeräts zugeschlagen hat. Sollte es vielleicht "Zweirichter" heißen?
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: TW 292 am 17. Juni 2014, 09:30:53
Zweitsicher

?

Steh ich auf Lei-Tung...

Zweirichtungsfahrzeug das meinte ich eigentlich.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: E2 am 17. Juni 2014, 09:35:15
OK, alles klar.  ;)
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 13er am 04. Juli 2014, 21:21:44
Heute war letzter Einsatztag der KT4Dt!

Hier ein Foto vom Hackeschen Markt (Quelle: Berliner Verkehrsseiten):

[attach=1]
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: TW 292 am 08. Juli 2014, 12:58:28
Mitte Juni 2014 konnte ich die KT4Dt noch ablichten.

[attach=1]
KT4Dt 7057 + 7058 als Linie 27, An der Wuhlheide, 18.06.2014

[attach=2]
KT4Dt 7057 + 7058 als Linie 27, Treskowallee, 18.06.2014
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 13er am 17. Juli 2014, 22:10:26
Der 61er (Friedrichshagen - Rahnsdorf) ist jetzt zumindest über 2020 hinaus gerettet: http://mobil.berliner-zeitung.de/berlin/strassenbahnlinie-61-die-strassenbahn-nach-rahnsdorf-ist-gerettet,23785272,27853256.html (http://mobil.berliner-zeitung.de/berlin/strassenbahnlinie-61-die-strassenbahn-nach-rahnsdorf-ist-gerettet,23785272,27853256.html)
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: TW 292 am 17. Juli 2014, 22:48:32
Wird dadurch auch für die GT Niederflurbahnen fittgemacht und dadurch steigen die Chancen schon sehr, das man auch nach 2020 die Straßenbahn nach Rahmsdorf fährt.  ;)
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 13er am 17. Juli 2014, 23:38:19
Wird dadurch auch für die GT Niederflurbahnen fittgemacht und dadurch steigen die Chancen schon sehr, das man auch nach 2020 die Straßenbahn nach Rahmsdorf fährt.  ;)
Der Knackpunkt wird ja laut Bericht die nächste nötige Generalsanierung sein. In Wien würde man in dem Fall dort einfach eine U-Bahn bauen, damit man die Sanierung nicht zahlen muss.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: TW 292 am 18. Juli 2014, 01:13:58
Wird dadurch auch für die GT Niederflurbahnen fittgemacht und dadurch steigen die Chancen schon sehr, das man auch nach 2020 die Straßenbahn nach Rahmsdorf fährt.  ;)
Der Knackpunkt wird ja laut Bericht die nächste nötige Generalsanierung sein. In Wien würde man in dem Fall dort einfach eine U-Bahn bauen, damit man die Sanierung nicht zahlen muss.

Schauen wir mal was nach 2020 kommt, sollte die S-Bahn Berlin weiterhin einige Millionen von Berlin nicht bekommen, könnte der Senat das Geld in die Sanierung von der SL 61 stecken.

Nach der U5 Verlängerung zum Hbf im Jahr 2019 wird es länger keine neue U-Bahn Ausbau geben, dafür stehen die Chancen recht gut das man von Hbf weiter Ri. Turmstraße die Straßenbahn ausbaut.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Alippon am 19. September 2014, 14:27:59
Es kommt mir vor, als würde in Berlin immer was an der U oder S bahn gebaut. Ich bin öfter beruflich da und bin deshalb vom "Schienenersatzverkehr" mittlerweile schon genauso genervt, wie die Einheimischen  :D
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 13er am 25. September 2014, 13:12:25
Es kommt mir vor, als würde in Berlin immer was an der U oder S bahn gebaut.
Man hat es ja auch lange genug vernachlässigt... bei uns kommen wir erst in diese Phase in ein paar Jahren, wirst sehen...
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 25er am 03. Oktober 2014, 19:03:10
http://www.tagesspiegel.de/meinung/teure-nostalgie-lasst-die-strassenbahnen-im-depot/7370688.html (http://www.tagesspiegel.de/meinung/teure-nostalgie-lasst-die-strassenbahnen-im-depot/7370688.html)

 :bh:
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 13er am 03. Oktober 2014, 19:33:30
Hast du gedacht, solche Idioten gibts nur in Österreich und nur beim ÖAMTC? :)
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Z-TW am 03. Oktober 2014, 22:20:33
Zu recht regt man sich über die gefährliche Tram, der 3 Menschen zum Opfer gefallen sind,auf! Vor allem im Hinblick auf die lächerlichen 29 Verkehrstoten in Berlin bis zum 26.7.2014. (Zahl aus dem Tagesspiegel von damals.) >:D >:D
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Linie 41 am 03. Oktober 2014, 22:40:00
Gehirnamputierter Trottel. ::)
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: TW 292 am 04. Oktober 2014, 00:22:50
Die BVG geht den richtigen Schritt und haben auch gute Leute dafür welche sich sogar für die Straßenbahn ordentlich einsetzen und der Fuhrpark ist modern und kann sich schon sehen lassen!

Aktuell ist geplant das ab 2015 GTN6 nun auch auf der Linie 61 eingesetzt werden soll, darum auch die Baumaßnahmen im Oktober/November im Friedrichshagen!

Zitat
Hast du gedacht, solche Idioten gibts nur in Österreich und nur beim ÖAMTC? :)
Brauchst nicht mal mal weit nördlich als München zu schauen, dort will die CSU am liebsten die Tram abdrehen und die U-Bahn weiter ausbauen mit miesen 10 Minuten Takt.  :bh:
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Linie 41 am 04. Oktober 2014, 09:59:06
Der Takt in München ist wirklich eine Katastrophe... Ein Umsteigevorgang und Du bist wegen der Warterei so langsam wie in Wien. Nur Glücklicherweise hat die CSU in München nichts zu melden.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Wattman am 06. Oktober 2014, 09:11:01
http://www.tagesspiegel.de/meinung/teure-nostalgie-lasst-die-strassenbahnen-im-depot/7370688.html (http://www.tagesspiegel.de/meinung/teure-nostalgie-lasst-die-strassenbahnen-im-depot/7370688.html)
:bh:
Gemach, Gemach, der Artikel ist aus 2012 und hat bisher offensichtlich nichts bewirkt.
Und in den Antworten zu dem Artikel bekam er eh ganz schön Gegenwind.

Jedenfalls: So sehen Straßenbahngegner aus. (http://www.tagesspiegel.de/images/heprodimagesfotos83420121110wezdc-16-jpg/7370670/3-format15.JPG)
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 13er am 01. November 2014, 23:10:19
Auch in Berlin gibt's einen ziemlichen :ugvm: Die Eröffnung der neuen Strecke zum Hauptbahnhof - die sich ohnehin für das kurze Stückerl schon extrem peinlich verzögert - könnte neuerdings verschoben werden. Und zwar, weil die Wartehütterln vielleicht nicht rechtzeitig fertig werden: http://mobil.berliner-zeitung.de/verkehr/tramtrasse-zum-berliner-hauptbahnhof-weiteres-bauprojekt-koennte-sich-verspaeten,23785378,28909296.html (http://mobil.berliner-zeitung.de/verkehr/tramtrasse-zum-berliner-hauptbahnhof-weiteres-bauprojekt-koennte-sich-verspaeten,23785378,28909296.html)
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 13er am 02. Dezember 2014, 14:53:48
Mit Fahrplanwechsel wird die Strecke zum Hauptbahnhof nun tatsächlich eröffnet!
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 13er am 10. Dezember 2014, 22:45:30
Mit Fahrplanwechsel wird die Strecke zum Hauptbahnhof nun tatsächlich eröffnet!
Heute ist zum ersten Mal eine Straßenbahn auf der Strecke unterwegs gewesen, nämlich der (KT4D-)Meßwagen! :)

Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 13er am 12. Dezember 2014, 18:29:53
Hier eine Mitfahrt auf dem neuen Abschnitt: Berlin: Straßenbahn-Verlängerung zum Hauptbahnhof (http://www.youtube.com/watch?v=7AYqHRbrzgo#ws)

Immerhin Rasengleis, dafür ein eingleisiger Abschnitt, weil die Haltestelle noch nicht fertig ist ( :D ) und noch nicht ganz optimale Ampelphasen - aber endlich fährt was!
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: TW 292 am 19. Januar 2015, 23:52:36
Die Tram in Berlin wrid in den nächsten Jahren weiter ausgebaut und es gibt weitere Pläne damit diese auch weitere Strecken in Westen bekommt!  ;)
Zitat

3,7-Kilometer-Strecke
Über den Potsdamer Platz soll eine Tram rollen


Comeback der Tram im Westen! Nach Strecken in den Wedding und zum Hauptbahnhof, soll sie auch über den Potsdamer Platz rolle

Die ersten 70 Meter Gleise liegen schon lange im Asphalt. Seit 15 Jahren. Aber dann verschwanden die Pläne in der Schublade. Jetzt nimmt der Senat wieder Fahrt auf. Vom Alex soll eine Tram über den Potsdamer Platz zum Kulturforum rollen. Die bevorzugte Variante: über die Leipziger Straße.

Ausgerechnet – das wird eng!

In bestimmten Abschnitten ist diese wichtige Ost-West-Ader nur 16,50 Meter breit. Die Straßenbahn müsste sich eine Fahrspur mit Autos, Bussen, Lastern teilen.

Ein Stau-Gau bei täglich rund 67 000 Fahrzeugen! Ganz anders, als anno 1911 schon mal eine Tram vom Alex zum Potsdamer Platz (Linie 70) rumpelte. „Schwierige Einbindung in den Straßenraum“, heißt es zutreffend in einem aktuellen Senats-Papier. Aber auch: „Machbarkeit aber grundsätzlich gegeben.“

„Da schon Gleise in der Leipziger Straße liegen, ist das die Vorzugsvariante“, sagt der neue Bausenator Andreas Geisel (48, SPD). „Ob sie gemacht wird, wird sich zeigen.“ Die Alternativen-Routen der Planer (siehe Grafik unten): über die Französische Straße oder über Zimmer-/ Niederkirchnerstraße oder über die Rudi-Dutschke-/Kochstraße.

Die Neubaustrecke (3,7 Kilometer) ist mit 32 Millionen Euro kalkuliert. Schon in den 90er Jahren hatten Planer errechnet: Eine oberirdische Tram in der Leipziger Straße würde im Schnitt nur 15 km/h fahren und dazu führen, dass in Stoßzeiten ein viertel weniger Autos durchfahren.

Die Arbeiten an den notwendigen Bebauungsplänen beginnen dieses Jahr. Und die Bauarbeiten? Geisel verspricht: „Erst, wenn die U5-Baustelle Unter den Linden beendet ist, geht‘s los. Frühestens 2020.“

Es gibt übrigens noch mehr Tram-Neubaustrecken!

Hauptbahnhof bis U-Bahnhof Turmstraße (2,2 km/ Trassenentscheidung im Frühjahr), Verlegung der Endhaltestelle Mahlsdorf und zweigleisiger Ausbau (1,7 km/ Wiederaufnahme der Planung), sowie am Ostkreuz zwischen Wühlischplatz und Marktstraße (1,8 km/ fertig 2019).

Quelle: http://www.bz-berlin.de/berlin/mitte/ueber-den-potsdamer-platz-soll-eine-tram-rollen (http://www.bz-berlin.de/berlin/mitte/ueber-den-potsdamer-platz-soll-eine-tram-rollen)
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Bus am 20. Januar 2015, 09:34:20
"Hoch lebe immer noch die autogerechte Stadt in Berlin."
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 13er am 21. Januar 2015, 07:41:39
Einen anderen bemerkenswerten Bericht findet man hier: http://www.rbb-online.de/panorama/beitrag/2015/01/geisel-fuer-strassenbahnen-im-westteil-berlin.html (http://www.rbb-online.de/panorama/beitrag/2015/01/geisel-fuer-strassenbahnen-im-westteil-berlin.html)

Straßenbahnen seien ökologisch und sicher. Zudem könnten sie annähernd so viele Fahrgäste transportieren wie die U-Bahn. "Finanziell sind wir bei der Straßenbahn aber deutlich günstiger dabei", betonte Geisel.

Sagt nicht irgendwer, sondern der neue Stadtentwicklungssenator...
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: hema am 21. Januar 2015, 15:53:18
Sag ich auch, aber mit glaubt ja keiner was!  :P
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 13er am 21. Januar 2015, 17:39:21
Sag ich auch, aber mit glaubt ja keiner was!  :P
Bist ja auch nicht Stadtentwicklungssenator :P
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: HLS am 21. Januar 2015, 19:28:14
Sag ich auch, aber mit glaubt ja keiner was!  :P
Dazu musst du einen Akadumikertitel, an der Baumschule bei Prof.Dr. Ast, erwerben. >:D :P
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: hema am 21. Januar 2015, 20:50:03

Dazu musst du einen Akadumikertitel, an der Baumschule bei Prof.Dr. Ast, erwerben. >:D :P
Würde ich mir nie zutrauen! Nachdem man mir dienstlich ein halbes Leben lang immer wieder eine bedenkliche Grenzdebilität attestiert hat, ist mein Selbstbewusstsein im Keller! Echt, jeder einzelne, der auch nur einen halben Zentimeter höher gestanden ist, war um Eckhäuser klüger und erfahrener.  :-X
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: HLS am 22. Januar 2015, 11:29:51

Dazu musst du einen Akadumikertitel, an der Baumschule bei Prof.Dr. Ast, erwerben. >:D :P
Würde ich mir nie zutrauen! Nachdem man mir dienstlich ein halbes Leben lang immer wieder eine bedenkliche Grenzdebilität attestiert hat, ist mein Selbstbewusstsein im Keller! Echt, jeder einzelne, der auch nur einen halben Zentimeter höher gestanden ist, war um Eckhäuser klüger und erfahrener.  :-X
So schwer ist die höhere Diensteprüfung nicht.  ;D
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: T1 am 26. Januar 2015, 01:42:34
Einen anderen bemerkenswerten Bericht findet man hier: http://www.rbb-online.de/panorama/beitrag/2015/01/geisel-fuer-strassenbahnen-im-westteil-berlin.html (http://www.rbb-online.de/panorama/beitrag/2015/01/geisel-fuer-strassenbahnen-im-westteil-berlin.html)

Straßenbahnen seien ökologisch und sicher. Zudem könnten sie annähernd so viele Fahrgäste transportieren wie die U-Bahn. "Finanziell sind wir bei der Straßenbahn aber deutlich günstiger dabei", betonte Geisel.

Sagt nicht irgendwer, sondern der neue Stadtentwicklungssenator...
:up:

TV-Bericht und Interview dazu hier: http://www.rbb-online.de/abendschau/archiv/20150125_1930/strassenbahn-wieder-im-westteil-berlins.html (http://www.rbb-online.de/abendschau/archiv/20150125_1930/strassenbahn-wieder-im-westteil-berlins.html)

Wieder mal bemerkenswert: Im Beitrag spricht man davon, dass sich die Tramway ab 5000 Fahrgästen pro Tag lohnt. Der Rülpser von der CDU ist hingegen wie üblich. Gut, dass man die BVG-Sprecherin darauf antworten lässt.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 13er am 26. Januar 2015, 09:55:22
Was das für ein politischer Kulturunterschied ist, wenn man dem Staatssekretär zuhört - Argumentation, Sachlichkeit. Da kommt einem umso mehr das Kotzen, wenn man sich an der Stelle die Brauner vorstellt...
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: martin8721 am 26. Januar 2015, 10:13:55
Was das für ein politischer Kulturunterschied ist, wenn man dem Staatssekretär zuhört - Argumentation, Sachlichkeit. Da kommt einem umso mehr das Kotzen, wenn man sich an der Stelle die Brauner vorstellt...

Stimmt.
Vor allem die graphische Gegenüberstellung Bus vs. Straßenbahn und der Vergleich der Kosten bei der Errichtung einer Straßenbahn- bzw. U-Bahn-Trasse (20 Mio. vs. 300 Mio.).
Ob man solche Visualisierungen und Argumente mal in "Wien heute" sehen wird?  :P

Besonders gefiel mir der Satz:
Wir leben in einem Zeitalter in dem es für viele Sachen intelligente, technische Lösungen gibt und da sollte man sich auch keine Denkverbote erteilen.

Aber der CDUler argumentiert genau wie bei uns die ÖVP. Man merkt die Verwandtschaft.  :D
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: T1 am 26. Januar 2015, 11:58:49
Was das für ein politischer Kulturunterschied ist, wenn man dem Staatssekretär zuhört - Argumentation, Sachlichkeit. Da kommt einem umso mehr das Kotzen, wenn man sich an der Stelle die Brauner vorstellt...
:up: :up: (übrigens Stadtsenator ;))

Auch im deutschen Bundestag wird auf einem viel höheren Niveau diskutiert als bei uns im Nationalrat. Auch wenn es immer wieder lustige bzw. gar realitätsferne Ausrutscher gibt, kann man im Allgemeinen trotzdem zuhören, ohne sich an den Kopf zu greifen. In Österreich (bis auf einige wohltuende Ausnahmen) unmöglich…
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 13er am 26. Januar 2015, 14:04:22
Was das für ein politischer Kulturunterschied ist, wenn man dem Staatssekretär zuhört - Argumentation, Sachlichkeit. Da kommt einem umso mehr das Kotzen, wenn man sich an der Stelle die Brauner vorstellt...
:up: :up: (übrigens Stadtsenator ;))
Ich meine den Herrn Gäbler aus dem Interview, der wird als Staatsekretär tituliert :)
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: T1 am 28. Januar 2015, 03:17:21
Was das für ein politischer Kulturunterschied ist, wenn man dem Staatssekretär zuhört - Argumentation, Sachlichkeit. Da kommt einem umso mehr das Kotzen, wenn man sich an der Stelle die Brauner vorstellt...
:up: :up: (übrigens Stadtsenator ;))
Ich meine den Herrn Gäbler aus dem Interview, der wird als Staatsekretär tituliert :)
Hast Recht, da hab ich nicht genau geschaut. :-[

Interessant (und eigentlich überraschend für eine Ex-"Westzeitung") auch ein Kommentar in der Morgenpost, der (sachlich) pro Tram ist: http://www.morgenpost.de/berlin/article136785034/Einen-besseren-Nahverkehr-kann-es-nur-mit-Strassenbahnen-geben.html (http://www.morgenpost.de/berlin/article136785034/Einen-besseren-Nahverkehr-kann-es-nur-mit-Strassenbahnen-geben.html)

Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 95B am 28. Januar 2015, 09:35:03
Österreichische Medien können leider nicht sachlich über Verkehrsthemen berichten. :-\
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: HLS am 28. Januar 2015, 21:11:11
Zitat
Wichtig sind zudem wirksame Sicherungssysteme etwa an Straßenübergängen, um gefährliche Kollisionen der inzwischen sehr leisen Trambahnen mit Fußgängern und Radfahrern zu vermeiden. Gelingt dies, wird die Straßenbahn auch im Westteil der Stadt wieder an Akzeptanz gewinnen.
Das wäre ein Geschäft für Siemens und den Ulf.  >:D
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 13er am 02. März 2015, 23:38:09
Kaum errichtet, muss die neue Haltestelle am Hauptbahnhof offenbar schon saniert oder gar abgerissen werden: http://www.bz-berlin.de/berlin/mitte/tramstation-am-hauptbahnhof-vor-der-eroeffnung-ein-sanierungsfall (http://www.bz-berlin.de/berlin/mitte/tramstation-am-hauptbahnhof-vor-der-eroeffnung-ein-sanierungsfall)
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: T1 am 03. März 2015, 01:07:18
Zitat
Wichtig sind zudem wirksame Sicherungssysteme etwa an Straßenübergängen, um gefährliche Kollisionen der inzwischen sehr leisen Trambahnen mit Fußgängern und Radfahrern zu vermeiden. Gelingt dies, wird die Straßenbahn auch im Westteil der Stadt wieder an Akzeptanz gewinnen.
Das wäre ein Geschäft für Siemens und den Ulf.  >:D
Na ja, nach außen ist der ULF auch ziemlich leise.

Also eher ein Geschäft für Siemens und seine Ampeln…
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: benkda01 am 03. März 2015, 01:22:15
Na ja, nach außen ist der ULF auch ziemlich leise.
Das ULF-Gerumpel ist aber alles Andere als leise! Es ist erst letztens wieder ein B in der S-Kurve vor dem Freihaus an mir vorbeigefahren – die Lautstärke war nicht zum Aushalten!
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: T1 am 03. März 2015, 01:25:43
Dort ist aber alles laut!
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 60er am 03. März 2015, 01:32:03
Das ULF-Gerumpel ist aber alles Andere als leise! Es ist erst letztens wieder ein B in der S-Kurve vor dem Freihaus an mir vorbeigefahren – die Lautstärke war nicht zum Aushalten!
Im Vergleich zu einem Hochflurer ist der ULF aber schon leiser.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 95B am 03. März 2015, 08:02:04
Kaum errichtet, muss die neue Haltestelle am Hauptbahnhof offenbar schon saniert oder gar abgerissen werden: http://www.bz-berlin.de/berlin/mitte/tramstation-am-hauptbahnhof-vor-der-eroeffnung-ein-sanierungsfall (http://www.bz-berlin.de/berlin/mitte/tramstation-am-hauptbahnhof-vor-der-eroeffnung-ein-sanierungsfall)

Das Dach schaut (nicht nur aufgrund seiner Form) so aus, als würde es schon 70 oder 80 Jahre an Ort und Stelle stehen!
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: luki32 am 03. März 2015, 08:53:00
Kaum errichtet, muss die neue Haltestelle am Hauptbahnhof offenbar schon saniert oder gar abgerissen werden: http://www.bz-berlin.de/berlin/mitte/tramstation-am-hauptbahnhof-vor-der-eroeffnung-ein-sanierungsfall (http://www.bz-berlin.de/berlin/mitte/tramstation-am-hauptbahnhof-vor-der-eroeffnung-ein-sanierungsfall)

So sind die heutigen Architekten, am Papier blöd herumzeichnen und von der Baupraxis keine Ahnung.  :down:

mfG
Luki
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: coolharry am 03. März 2015, 09:44:30
Kaum errichtet, muss die neue Haltestelle am Hauptbahnhof offenbar schon saniert oder gar abgerissen werden: http://www.bz-berlin.de/berlin/mitte/tramstation-am-hauptbahnhof-vor-der-eroeffnung-ein-sanierungsfall (http://www.bz-berlin.de/berlin/mitte/tramstation-am-hauptbahnhof-vor-der-eroeffnung-ein-sanierungsfall)

So sind die heutigen Architekten, am Papier blöd herumzeichnen und von der Baupraxis keine Ahnung.  :down:

mfG
Luki

Da fällt mir immer nur das ein.
http://www.onlinegarten.de/humor.htm (http://www.onlinegarten.de/humor.htm)
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 95B am 03. März 2015, 10:03:56
So sind die heutigen Architekten, am Papier blöd herumzeichnen und von der Baupraxis keine Ahnung.  :down:

Papier kennt der heutige Architekt nur vom Hörensagen. Solche geschwungenen Formen lassen sich per CAD mit wenigen Mausklicks erzeugen. In diesem Fall hat es wenigstens andere Gründe, dass die fröhlichen lächelnden gerenderten Menschen in der Wirklichkeit nicht vorhanden sind.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: TW 292 am 06. März 2015, 12:29:15
Zitat
BVG will Straßenbahnnetz im Westen erweitern

Von PETER NEUMANN

Der Senat stellt seine Pläne für die neue Moabiter Straßenbahnstrecke zum U-Bahnhof Turmstraße vor. Doch die BVG will mit der Tram noch weiter fahren.

Der Senat meint es ernst. Das Berliner Straßenbahnnetz, das sich heute noch größtenteils auf die Ostbezirke beschränkt, soll weiter nach Westen ausgedehnt werden. Auf der Liste steht auch ein Projekt in Moabit: Künftig soll die Straßenbahn über den Hauptbahnhof hinaus bis zum U-Bahnhof Turmstraße fahren. Nun stellte die Verwaltung den Bürgern am Donnerstag ihre Vorplanungen und zwei Streckenvarianten vor. Doch die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) setzen sich dafür ein, in größeren Dimensionen zu denken: Straßenbahnchef Klaus-Dietrich Matschke schlägt vor, die neue Trasse noch viel weiter in den Westen Berlins hineinzuführen.

1967 zuckelte zum letzten Mal eine alte „Elektrische“ durch West-Berlin, es war die 55 von Spandau zum Zoo. Dann war das vermeintliche Verkehrshindernis überall aus dem Weg geräumt. Nach der Wende entstanden im Westen der Stadt nur wenige Straßenbahnstrecken neu. „Die Bilanz ist mager“, so Jens Wiesecke vom Fahrgastverband IGEB.

Ausbau im Schneckentempo

Er beklagte das Schneckentempo – wie andere Experten, die Straßenbahnen als Ersatz für überlastete Busrouten für sinnvoll halten. Es gibt aber auch Autofahrer, die kein Stück Straßenraum abgeben wollen und sich vor den Bahnen fürchten.
Doch der neue Stadtentwicklungssenator Andreas Geisel (SPD) hat sich positioniert. Kurz nach dem Amtsantritt sagte er, dass der Senat fünf Neubauprojekte vorbereitet. Neu war das nicht – alle Vorhaben stehen im Stadtentwicklungsplan Verkehr 2025, den der Senat vor vier Jahren beschlossen hat. Doch das Signal war deutlich: Es geht voran.

Auch in Moabit: Zwar ist von einem Bautermin noch nicht die Rede. Doch im Frühjahr soll die BVG den Planungsauftrag für die Trasse vom Hauptbahnhof zum U-Bahnhof Turmstraße bekommen. „Zuvor wollen wir in den nächsten Wochen entscheiden, welche der zwei Streckenvarianten geplant wird“, sagte Matthias Horth, der in der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung die Nahverkehrsabteilung leitet.

Variante 1 hieße, dass die Straßenbahn vor der Justizvollzugsanstalt nach rechts in die Rathenower Straße und kurz darauf nach links in die Turmstraße abbiegt. Variante 2 würde bedeuten, dass es über die Straße Alt-Moabit auf direktem Weg zum Bahnhof an der U 9 geht. In diesem Fall wäre die Strecke etwas kürzer und geringfügig preiswerter.

Welche Trasse soll gebaut werden? Bei einer ersten Untersuchung lag die Streckenvariante Alt-Moabit knapp vorn – während die Trasse in der Turmstraße 39 Punkte bekam, schaffte sie es auf 42. „Sie ist fast geradlinig. Das spart ein bis zwei Minuten Fahrzeit und erhöht die Wirtschaftlichkeit“, gab Horth zu bedenken. An der Straße Alt-Moabit gibt es viele Arbeitsplätze, das verspricht große Nachfrage. Das Hauptproblem liegt in der Zukunft: Wenn die Strecke wie geplant über die Turmstraße verlängert werden soll, wäre eine enge Verbindungskurve nötig.

Am besten bis Jungfernheide

„Aus Fahrgastsicht würde ich mich für die Trasse in der Turmstraße entscheiden“, sagte Mittes Baustadtrat Carsten Spallek (CDU). Der dicht bewohnte Nordwesten Moabits, das Kriminalgericht und das Rathaus würden besser erschlossen. In der Nähe entsteht weiteres Nachfragepotenzial, etwa im Schultheiss-Quartier. Auch Rainer Döge von der BVG ließ mehr Sympathien für die Trasse in der Turmstraße erkennen: „Eine Weiterführung Richtung Westen wäre in diesem Fall einfacher.“

Wohin der zweite Bauabschnitt führen sollte, ist für Straßenbahnchef Klaus-Dietrich Matschke klar. „Wenn die Straßenbahn bis zum Mierendorffplatz fährt, wird sie von noch viel mehr Fahrgästen genutzt werden. Jenseits des U-Bahnhofs Turmstraße wohnen nicht nur viele Menschen, es gibt dort auch viele Arbeitsplätze“, sagte er. „Und wenn man dann noch eine Blockumfahrung zum S-, U- und Regionalbahnhof Jungfernheide ins Auge fassen würde, ließe sich eine weitere sehr sinnvolle Verknüpfung schaffen.“

Quelle: http://mobil.berliner-zeitung.de/berlin/details-zur-neuen-trasse-zur-turmstrasse-bvg-will-strassenbahnnetz-im-westen-erweitern,23785272,30043516.html (http://mobil.berliner-zeitung.de/berlin/details-zur-neuen-trasse-zur-turmstrasse-bvg-will-strassenbahnnetz-im-westen-erweitern,23785272,30043516.html)
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 13er am 06. März 2015, 12:46:10
Solche klaren Signale würde man sich auch einmal in Wien wünschen! In 20 Jahren dann vielleicht.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: HLS am 06. März 2015, 12:52:34
Solche klaren Signale würde man sich auch einmal in Wien wünschen! In 20 Jahren dann vielleicht.
Naja Berlin und da meine ich speziell den westlichen Teil, hat 25 Jahre dafür gebraucht um es einzusehen, dass lässt also für Wien hoffen, dass 2040 eine ähnliche Meldung in der Presse zu lesen ist.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: hema am 06. März 2015, 12:57:58
In 20 Jahren dann vielleicht.
Optimist. In 20 Jahren hat Wien drei Millionen Einwohner, eine Pleite-U5 und Null Kohle!  :-[
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 13er am 06. März 2015, 13:20:28
In 20 Jahren dann vielleicht.
Optimist. In 20 Jahren hat Wien drei Millionen Einwohner, eine Pleite-U5 und Null Kohle!  :-[
Und ist immer noch lebenswerteste Stadt für Reiche und Expats :D
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: hema am 06. März 2015, 13:23:24
Ja, in Ober St.Veit, im Kahlenberger Dorf und am Wilhelminenberg!  >:D
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Ferry am 06. März 2015, 13:49:27
In 20 Jahren dann vielleicht.
Optimist. In 20 Jahren hat Wien drei Millionen Einwohner, eine Pleite-U5 und Null Kohle!  :-[

Wobei ich überrascht bin, dass es scheinbar in Berlin genug "Kohle" für solche Projekte gibt. Zumindest wird nicht sofort gebetsmühlenartig erklärt, dass man ja gerne alles machen würde, aber dafür leider kein Geld hat.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: hema am 06. März 2015, 14:04:32
Straßenbahnbau ist keine große "Bedrohung" für öffentliche Budgets, weil keine Folgekosten entstehen (müssen). Ein guter Straßenbahnbetrieb trägt sich selbst oder schreibt sogar kleine Gewinne, mit denen sich dann ein paar kleinere Investitionen aus eigener Tasche finanzieren lassen!
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 60er am 06. März 2015, 14:06:10
Wobei ich überrascht bin, dass es scheinbar in Berlin genug "Kohle" für solche Projekte gibt. Zumindest wird nicht sofort gebetsmühlenartig erklärt, dass man ja gerne alles machen würde, aber dafür leider kein Geld hat.
Berlin hat eh keine Kohle, hat aber mittlerweile eingesehen, dass die U-Bahn zu teuer kommt und man daher besser auf die viel kostengünstigere Straßenbahn setzt.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: haidi am 06. März 2015, 15:35:31
Ja, in Ober St.Veit, im Kahlenberger Dorf und am Wilhelminenberg!  >:D
Und am Steinhof - das werden sicher keine Sozialwohnungen da oben.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: moszkva tér am 07. März 2015, 21:08:41
Solche klaren Signale würde man sich auch einmal in Wien wünschen! In 20 Jahren dann vielleicht.
Naja Berlin und da meine ich speziell den westlichen Teil, hat 25 Jahre dafür gebraucht um es einzusehen, dass lässt also für Wien hoffen, dass 2040 eine ähnliche Meldung in der Presse zu lesen ist.

Berlin und viele andere Städte haben immerhin eingesehen, dass die Einstellung der Straßenbahn einst ein Fehler war. Wenn Wien einmal an dem Punkt anlangt, kann man schon feiern!

Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 13er am 04. Mai 2015, 13:56:33
Zitat
04.05.2015

AUSBAU DES STRASSENBAHNNETZES

Straßenbahn soll weiter in den Westen Berlins fahren


Von PETER NEUMANN

Bislang fährt die Tram nur auf wenigen Strecken in den Westen Berlins. Doch dabei soll es nicht bleiben: Stadtentwicklungssenator Andreas Geisel setzt sich für mehr Straßenbahnstrecken in den Westbezirken ein. Der SPD-Politiker sprach mit der Berliner Zeitung über seine Pläne.

Sie war als Verkehrshindernis verfemt, galt als altes Eisen und als unmodern. Doch die Straßenbahn hat auch im Westen Berlins wieder eine Zukunft. Bei den wenigen Trassen, die dort nach der Wende entstanden sind, soll es nicht bleiben, so der Senat. Gebiete, die seit Jahrzehnten nicht mehr mit der Straßenbahn erreichbar sind, könnten wieder ans Netz angeschlossen werden. „Ich halte es grundsätzlich für möglich, dass Straßenbahnen in Zukunft auch wieder auf anderen Strecken im Westen der Stadt verkehren – zum Beispiel zum Bahnhof Zoo oder nach Steglitz“, sagte Stadtentwicklungssenator Andreas Geisel (SPD) der Berliner Zeitung. „Wenn wir den Autoverkehr in der wachsenden Stadt zurückdrängen wollen, dann geht das nur, wenn wir den Nahverkehr ausbauen. Dazu gehört auch die Straßenbahn.“

Es war ein Tod in Raten. 1954 wurden auf dem Kurfürstendamm die Gleise herausgerissen, dann musste die Elektrische auch auf anderen Straßen den Autos Platz machen. Am 2. Oktober 1967 kam das Finale: Zum letzten Mal fuhr eine Straßenbahn durch West-Berlin – auf der Linie 55 von Spandau Richtung Zoo. Dann war das Verkehrsmittel, in das die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) schon lange nur noch wenig investiert hatten und das darum als antiquiert galt, aus dem Westen Berlins verschwunden.

Mit der Tram zur Elisabethaue

In den 1990er-Jahren kehrte die Straßenbahn dorthin zurück – allerdings bislang nur in den Wedding und nach Moabit. Zwar sind zwei weitere Neubautrassen in Planung: Auf der Strecke vom Hauptbahnhof zum U-Bahnhof Turmstraße soll 2020 die erste Bahn fahren – und für die Route vom Alexanderplatz zum Potsdamer Platz könnte 2017 das Planfeststellungsverfahren starten.

Doch dem Fahrgastverband IGEB ist das zu wenig. Der Senat gehe viel zu zaghaft vor, sagte IGEB-Vize Jens Wieseke. „Wir brauchen mehr neue Strecken“ – vor allem als Ersatz für überlastete Busrouten der BVG. Straßenbahnen seien meist schneller als Busse, und sie könnten mehr Menschen befördern. „Doch auch wirtschaftliche Aspekte sprechen für sie“, sagte Jens Wieseke.

Stadtentwicklungssenator Andreas Geisel sieht das genauso. „Man muss nur einmal die Baukosten vergleichen“, rechnete er vor. „Ein Kilometer Straßenbahn kostet zehn Millionen Euro, ein Kilometer U-Bahn 300 Millionen.“ Er weiß, dass viele Bürger Vorbehalte haben. „Sie mögen subjektiv nachvollziehbar sein. Doch unter Fachleuten ist unumstritten, dass Berlin strategisch darüber nachdenken muss, den Nahverkehr auszubauen“ – auch die Straßenbahn.

„Schauen wir uns doch mal an, was der Bau der Strecke in der Seestraße in Wedding bewirkt hat. Auch dort gab es anfangs Bedenken, doch heute stellen wir fest, dass sich die Zahl der Fahrgäste auf dieser Achse verdreifacht hat – dank der Straßenbahn“, stellte Geisel fest. „Wenn Strecken gebaut werden, steigt die Zahl der Nutzer, weil die Menschen die Vorteile erkennen. In Wedding hat die Straßenbahn außerdem eine eigene Trasse. Sie ist schneller als der Bus, und das trägt zu der Erfolgsgeschichte bei.“

Der Senator betonte, dass es um strategische Überlegungen für die Zukunft geht – nach 2025. Mit den jetzigen Projekten sei die Verwaltung ausgelastet. Auch müsse noch über die Finanzierung gesprochen werden. Doch die Senatspolitik sei klar: hin zu mehr Straßenbahn, in ganz Berlin. Dabei müsse nicht nur über Neubaustrecken gesprochen werden: „Die BVG geht davon aus, dass wir einen Straßenbahn-Betriebshof im Westen brauchen.“

Allerdings werde es auch im Osten Berlins neue Strecken geben müssen. Ein Beispiel sei Pankow, wo das Wohngebiet Elisabethaue entstehen soll – ein Viertel für rund 10.000 Menschen. „Dieses Gebiet kann nicht nur mit dem Auto erschlossen werden“, so der Senator. „Als konkretes Projekt ist vorgesehen, die Straßenbahnlinie 50 zu verlängern – über das Gelände Elisabethaue und weiter nach Süden zum S- und U-Bahnhof Pankow, wo der Anschluss an die M 1 erfolgt.“

Boulevard der Stars ist im Weg

Neuigkeiten hat der Senator auch zu den beiden aktuellen Projekten. So sei untersucht worden, auf welcher Route die Straßenbahn ab 2020 vom Hauptbahnhof zum U-Bahnhof Turmstraße in Moabit fahren soll. „Ergebnis ist, dass wir entschieden haben, die Weiterführung durch die Turmstraße vorzubereiten“, teilte Geisel mit. „Gegen die Variante Alt-Moabit wendet der Bezirk Mitte ein, dass man dann die Thusneldaallee umbauen muss. Außerdem wäre es einfacher, die Strecke später in Richtung Westen weiterzuführen, wenn sie in der Turmstraße verliefe.“

Zwar sei mit einer Verlängerung in Richtung Mierendorffplatz nicht vor 2025 zu rechnen, sagte Geisel. Doch bei den strategischen Überlegungen des Senats spiele die Weiterführung ebenfalls eine Rolle: „Eine solche Verlängerung wäre auch aus unserer Sicht absolut sinnvoll.“ Dann hätte Charlottenburg ebenfalls wieder Straßenbahnanschluss.

Auch für die geplante Straßenbahnroute vom Alexanderplatz zum Potsdamer Platz stehe ein wichtiges Detail fest. Inzwischen wurde untersucht, wo die Strecke enden sollte, berichtete Geisel. „Dabei kam als Vorzugsvariante heraus, dass der Mittelstreifen der Potsdamer Straße unmittelbar westlich des Potsdamer Platzes ein optimaler Endpunkt wäre. Der Boulevard der Stars würde dem zum Opfer fallen“, sagte der Senator. Entschieden sei noch nichts, aber klar sei: Die Fahrgäste würden profitieren. „Dort gäbe es die besten Umsteigemöglichkeiten zur S-Bahn und zum Regionalverkehr.“

Quelle: http://mobil.berliner-zeitung.de/verkehr/ausbau-des-strassenbahnnetzes-strassenbahn-soll-weiter-in-den-westen-berlins-fahren,23785378,30604928.html (http://mobil.berliner-zeitung.de/verkehr/ausbau-des-strassenbahnnetzes-strassenbahn-soll-weiter-in-den-westen-berlins-fahren,23785378,30604928.html)
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Wattman am 04. Mai 2015, 14:43:36
... womit dieser Artikelschreiber (http://www.tagesspiegel.de/meinung/teure-nostalgie-lasst-die-strassenbahnen-im-depot/7370688.html) endgültig sch.....  schauen gehen kann, wo er bleibt. >:D
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 68er am 04. Mai 2015, 14:53:46
Warum, ist doch genauso wie bei uns: außer Ankündigungen mit "vielleicht, möglicherweise, unter Umständen" und Zeiträumen "frühestens in 5, 10, 15 Jahren" weit und breit nichts konkretes.

Es ist wie bei der Sowjetunion, alles was in x * 5 Jahren angekündigt wird, ist eine sehr ferne Zukunftsvision.

Einer der Knackpunkte dürfte ebenfalls wie in Wien die Frage der Remisen sein. Wenn man einen neuen Bahnhof bauen muss, lohnt das nur, wenn sehr große Ausbauten des Netzes vorgenommen werden. Also sabotiert man lieber jede einzelne kleine Maßnahme.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: TW 292 am 04. Mai 2015, 15:21:14
In Berlin merkt man halt bereits das der U-Bahn Ausbau zu teuer wird und die wissen auch gut genug wie teuer die Sanierung kostet!

Das die Tram in paar Jahren weiter Ri Turmstraße fahren soll finde ich gut, nur langsam bräuchte man einen Betriebshof im Westen der Stadt!
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Tatra83 am 04. Mai 2015, 15:38:58
Das die Tram in paar Jahren weiter Ri Turmstraße fahren soll finde ich gut, nur langsam bräuchte man einen Betriebshof im Westen der Stadt!
Nicht zwangsläufig, denn die vorhandenen Betriebshöfe bieten ausreichend Kapazitäten. Man müsste eben die abgestellten Fahrzeuge, die bspw. im Betriebshof Marzahn (https://www.google.at/maps/place/Berlin,+Deutschland/@52.5429554,13.5797886,402a,20y,41.63t/data=!3m1!1e3!4m2!3m1!1s0x47a84e373f035901:0x42120465b5e3b70) vier Gleise mit knapp 230m (Tatra T6mod und B6mod) Länge belegen, fachgerecht entsorgen. Und schwupp, könnte man 20 weitere F8 unterbringen.
Nach Ausmusterung der Tatra KT4Dmod in 2017 wird der Südosten mit den 60er-Linien zum Ökotonnen-Reservat (also die GT6N, 30m). Dann werden dort keine 40m-Züge, sprich KT-Traktionen, mehr eingesetzt und es können alle Züge auch im Betriebshof Köpenick untergestellt werden, man erspart sich die Ein- und Aussetzfahrten aus Lichtenberg bzw. Marzahn.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Petersil am 11. Mai 2015, 23:33:57
Nach Ausmusterung der Tatra KT4Dmod in 2017 wird der Südosten mit den 60er-Linien zum Ökotonnen-Reservat (also die GT6N, 30m). Dann werden dort keine 40m-Züge, sprich KT-Traktionen, mehr eingesetzt und es können alle Züge auch im Betriebshof Köpenick untergestellt werden, man erspart sich die Ein- und Aussetzfahrten aus Lichtenberg bzw. Marzahn.

Warum kann man derzeit nicht alle Züge in Köpenick unterstellen? Sind gewisse Gleise zu kurz?
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Tatra83 am 12. Mai 2015, 08:32:33
Warum kann man derzeit nicht alle Züge in Köpenick unterstellen? Sind gewisse Gleise zu kurz?
Köpenick war seit der Beheimatung der Tatra T6 (und davor der TDE61) auf die Zuglängen von 30m (als T6+T6 bzw. T6+B6) optimiert worden, das war seither der Standard-Zugeinsatz im Südosten. Die denkmalgerechte Sanierung bis 1999 manifestierte die Torbreite für 2,20m breite Fahrzeuge, sodass die Ökotonnen nur auf dem "Acker", also den Außenabstellgleisen, abgestellt werden konnten, in entsprechend geringer Zahl. Nun wurden in 2007 alle T6 abgestellt, sodass der Standard-Zugeinsatz nun mit KT4D bestritten wurde. Bei 1.200m Abstellgleislänge waren vorher ca. 40 30m-Züge möglich, jetzt nurnoch 30 40m-Züge (KT-Traktionen). Köpenick stellte in der HVZ 30 Umläufe für die Linien 27 (gemeinsam mit Marzahn), 60/61, 62, 63, 37/67 (gemeinsam mit Lichtenberg) und 68.
So mussten Umläufe von Marzahn und Lichtenberg übernommen werden, damit man in Köpenick tagsüber auch einen Reserve-GT6 und Reserve-KT abstellen konnte.
Mit 2016 ist die Adaptierung der Hallentore für 2,30m breite Züge geplant, sodass ab diesem Zeitpunkt wieder die Standard-Zuglänge von 30m in Köpenick abgestellt wird (und damit auch mehr Züge).
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Bus am 12. Mai 2015, 09:43:34
... womit dieser Artikelschreiber (http://www.tagesspiegel.de/meinung/teure-nostalgie-lasst-die-strassenbahnen-im-depot/7370688.html) endgültig sch.....  schauen gehen kann, wo er bleibt. >:D

Na servas... so einen Schwachsinn muss man sich erst mal einfallen lassen.
Danke für den Artikel. Mit diesen Argumenten kann ich von Auto bis Luftschiff alles negativ reden.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Wattman am 12. Mai 2015, 13:38:07
Danke für den Artikel.
Gern geschehen, aber der Link ist aus eben diesem Thread. (http://www.tramwayforum.at/index.php?topic=1435.msg154223#msg154223) ;)
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Petersil am 12. Mai 2015, 16:59:14
Danke für deine Infos, Tatra83!
Ich habe gar nicht gewusst, dass Berlin bis vor kurzem an einer Fahrzeugbreite von 2,20 m festhielt und anscheinend jetzt an 2,30 m. Gibt es im Berliner Netz denn so viele Engstellen oder war das "schon immer so"? Ich habe nämlich den Eindruck, dass Berlin eher das Glück hat, dass eigentlich genug Platz wäre.

Oder täuscht mein Eindruck, der daher stammt, dass ich vor einigen Tagen die Linie 62 und den südlichen Teil der Linie 68 abgefahren bin  8)
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Geza am 22. Mai 2015, 13:19:21
Liebe Straßenbahnfreunde,

es wurde hier die Notwendigkeit genannt, daß Berlin im Westen in Zukunft einen Straßenbahn-Betriebshof benötigt.
Als Berliner kenne ich in der Nähe 4 Betriebshöfe, 2 für Pferdebahnen, heute nicht nutzbar, und 2 normale. Der eine liegt in der Hutten- Ecke Wiebestraße, Moabit, selbst die Schienen liegen noch. Er steht unter Denkmalschutz. Der andere steht auch unter Denkmalschutz und befindet sich in der Königin-Elisabeth-Straße in Charlottenburg.
Bei einer Verlängerung der Straßenbahn durch die Tumstraße bietet sich der Betriebshof Wiebestraße an, da er an der direkten Verlängerung der Turmstraße, nur wenige Meter weiter liegt. Derzeit ist in dn Hallen die "Classic Remise".

Grüße
Geza
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Wattman am 22. Mai 2015, 13:46:27
Die Gleise liegen aber nur mehr rudimentär und die Reste des Weichenvorfeldes gehen durch einen Kinderspielplatz, wie man auf diesen Aufnahmen vom 14.07.2006 erkennt:

Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Tatra83 am 22. Mai 2015, 15:41:44
Ich habe gar nicht gewusst, dass Berlin bis vor kurzem an einer Fahrzeugbreite von 2,20 m festhielt und anscheinend jetzt an 2,30 m. Gibt es im Berliner Netz denn so viele Engstellen oder war das "schon immer so"? Ich habe nämlich den Eindruck, dass Berlin eher das Glück hat, dass eigentlich genug Platz wäre.
Oder täuscht mein Eindruck, der daher stammt, dass ich vor einigen Tagen die Linie 62 und den südlichen Teil der Linie 68 abgefahren bin  8)
Ja, in Berlin hat man eigentlich genug Platz für breitere Fahrzeuge. Die Flexity-Baureihe ist 2,40m, die GT-Baureihe (aka Manta, Ökotonnen) sind 2,30m und alle Tatra-Fahrzeuge 2,20m breit. Eigentlich hatte man schon in den 1950er Jahren mit 2,50 breiten Bahnen getestet, vor allem auf der von dir befahrenen Linie 68, damals noch 86. Dort hatte man den Gleismittenabstand und die Fahrleitungsmasten für die 2,50m breiten Prototypen vom Typ TDE52 (http://de.wikipedia.org/wiki/TDE_52) extra angepasst. Nach der Erprobung entschied man sich doch für die 2,20m breite Baureihe T4-62 (http://de.wikipedia.org/wiki/Gothawagen_T4-62), also der Standard-Großraumwagen.

Die Gleise liegen aber nur mehr rudimentär und die Reste des Weichenvorfeldes gehen durch einen Kinderspielplatz, wie man auf diesen Aufnahmen vom 14.07.2006 erkennt.
In Berlin hat man nach dem Fall der Mauer genug Erfahrung gesammelt, wie man bis dahin umgenutzte Verkehrsinfrastrukturen wieder herrichtet.  ;) So verkehrte von 1972 bis 1993 ein Altbau-Triebwagen auf der Hochbahn in Schöneberg (http://www.berliner-verkehrsseiten.de/u-bahn/Strecken/Gleisdreieck/Gleisdreieck_1972/body_gleisdreieck_1972.html) (heutige U2).  :D
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Geza am 22. Mai 2015, 21:05:02
Wie ich die Planer kenne, werden die sowieso alle Gleise neu legen, zumal sie sicher elektrische Weichen und andere Technik einbauen müßten. Es ist eigentlich nur die Frage, ob die bisherigen Nutzer bereit sind, das Gebäude wieder zurückzuverkaufen.
Es kommt bei den Betriebshöfen ja auch darauf an, daß sie nicht zu weit vom Linienanfang liegen, denn das bedeutete unnötige zeitraubende und kostenintensive Leerfahrten. Der Betriebshof liegt etwa 600 Mtr. von der Turm- Ecke Beußelstraße entfernt, nur geringfügig weiter vom Mierendorffplatz.
Ich habe heute das Bureau des Verkehrssenators angerufen und diesen Vorschlag gemacht. Wenn die Kosten für den Neubau eines neuen Depots entfallen, könnten die Straßenbahnpläne noch eher verwirklicht werden.

Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Tatra83 am 30. Mai 2015, 17:51:11
Aus Sicht der Berliner Straßenbahn hat sich eine kleine Sensation ergeben: Die BVG hat einen Tw+Bw-Zug der Baureihe T6mod in den Bestand der historischen Fahrzeuge aufgenommen. ^-^ 5117+5563 sowie in weiterer Folge noch 5141 wurden hauptuntersucht und bleiben zugelassen und betriebsfähig der Nachwelt erhalten. Geplant ist das auch für die KT4Dt 7011+7012.

Die Baureihe T6 (15m-Großraumwagen) wurde ab 1988 von CKD in Prag gebaut, die BVB übernahm 118 Triebwagen und 59 Beiwagen, mit denen meist Tw+Tw+Bw (so genannter Großzug, 45m Länge) gefahren wurde. Nach gerade mal 8 Jahren im Betrieb wurden alle Fahrzeuge durch den Mittenwalder Gerätebau ab 1996 modernisiert. Die B6mod wurden noch bis 2002 eingesetzt, die T6mod liefen hauptsächlich im Köpenicker Netz noch bis 2007.
Während die Tw+Bw-Züge beim Fahrpersonal eher Naserümpfen verursachten, waren die T6-Traktionen ungemein beliebt. Sie waren extrem gut motorisiert, bremsten ohne zu schlupfen und waren sehr zuverlässige Züge. Jenseits der 55km/h entwickelten sie außerdem ein unfassbar angenehmes Dröhnen. Wie alle Straßenbahnen der BVG regelten sie bei 60km/h ab, was aber nicht bei allen Zügen der Fall war, sodass einige gar 65km/h schafften. :D Traumhaft!
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: hema am 30. Mai 2015, 18:56:56
. . . . was aber nicht bei allen Zügen der Fall war, sodass einige gar 65km/h schafften.
Klingt ja fast nach ULF!  ;D
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: TW 292 am 18. Juni 2015, 20:46:00
Zitat
Berliner Straßenbahnen fahren bald auch im Westen
Von Peter Neumann

Senator Geisel will die Planungen für neue Straßenbahnen in Richtung Westen vorantreiben. Dafür hat der Fahrgastverband IGEB ein Konzept vorgelegt – von dem viele Fahrgäste profitieren können. Wir zeigen die neuen Routen.

Der neue Stadtentwicklungssenator will für einen neuen Elan in seiner Verwaltung sorgen. Lange hatte die Behörde den Ausbau des Straßenbahnnetzes nur zögerlich geplant – was auch daran lag, dass Personal und Geld fehlte. Doch jetzt hat sich Senator Andreas Geisel erneut dafür ausgesprochen, den Ausbau in Richtung Westen mit Nachdruck vorzubereiten. „Wir müssen mit den Planungen beginnen. Berlin wird weiter wachsen“, sagte der SPD-Politiker am Donnerstag. Dazu passte, was der Fahrgastverband IGEB knapp eine Stunde nach Geisels Rede im Capital Club vorlegte: ein Konzept für rund 100 Kilometer neue Strecken bis 2050 – zum Beispiel zum Zoo, nach Spandau, Steglitz, Lichterfelde und Reinickendorf.
Neue Gleise für Berlin: Heute fahren auf den Hauptrouten im Westen Berlins noch Busse, die oft ziemlich voll sind. Doch das soll sich ändern, fordert die IGEB. Straßenbahnen sind komfortabler, schneller, und sie haben mehr Platz für Fahrgäste.  Foto: BLZ

U-Bahn ist zehn Mal so teuer

Berlin wächst, stärker als erwartet. „So stark, dass wir unsere Prognose am Jahresende korrigieren werden“, sagte Geisel während des Mittelstandsfrühstücks des Vereins Berliner Wirtschaftsgespräche. Bislang hieß es, dass die Zahl der Berliner bis 2030 um 250 000 zunimmt. „Jetzt zeichnet sich ab, dass wir diese Zahl 2019 schon erreichen.“ Während andere Regionen schrumpfen, boomt Berlin. „Das ist ein Geschenk, ein Privileg. Eine Chance.“ Aber auch Verpflichtung, dafür zu sorgen, dass die Infrastruktur mithält.

Im Nahverkehr müssten mehr Fahrten angeboten und neue Strecken gebaut werden. Er weiß, dass es vor allem im westlichen Berlin Vorbehalte gegen die Straßenbahn gibt. „Ich kann dazu nur sagen: Ein Kilometer U-Bahn kostet bis zu 300 Millionen Euro, ein Kilometer Straßenbahn ist ab zehn Millionen Euro zu haben. Nun haben Sie eine Vorstellung davon, wie die Erweiterung aussehen muss“, entgegnete Andreas Geisel.

Für die nächsten Jahre stünden die Projekte bereits fest – wie berichtet, sind unter anderem Strecken vom Hauptbahnhof zum U-Bahnhof Turmstraße, am Ostkreuz und in der Leipziger Straße zum Potsdamer Platz geplant. Doch dabei werde es nicht bleiben, sagte Geisel. „Wir haben die Aufgabe, jetzt für die nächsten Jahrzehnte zu planen.“ Bereits klar sei, dass das geplante Wohngebiet in der Elisabethaue in Pankow an das Straßenbahnnetz angeschlossen werden muss.

Bislang war der Fahrgastverband im Senat stets abgeblitzt, wenn er einen beherzteren Ausbau forderte. „Nun teilte mir der Senator mit: ,Sie kommen zur rechten Zeit’“, sagte der Verbandssprecher Jens Wieseke. Geisel habe das Konzept der IGEB gemeint. „Bis 2050 könnten pro Jahr drei Kilometer Strecke dazukommen. Das ist realisierbar.“ Der Verband rechnet mit 20 Millionen Euro pro Kilometer – 100 Neubau-Kilometer würden zwei Milliarden Euro kosten. „Die U-5- Verlängerung ist zehn Mal so teuer.“

„Wir bieten Optionen an. Wir sind keine Dogmatiker“, so Wieseke. Und einige Vorschläge standen sogar schon mal in Ideenpapieren des Senats, verschwanden dann aber in der Schublade. Dazu zählt die Südtangente, die eine schnelle Route von Schöneweide via Steglitz nach Dahlem schaffen würde. Auch über eine Gleistrasse im Nordwesten hat der Senat einst nachgedacht. Als Nordwesttangente, die vom Zoo über das Entwicklungsgebiet Flughafen Tegel ins Märkische Viertel führt, findet sie sich bei der IGEB.

Tempo 60 und mehr Komfort

Eine „Durchmesserlinie“ soll Lichterfelde, Steglitz und die Achse Haupt-/Potsdamer Straße mit dem Alexanderplatz verbinden. Auch zum Rathaus Spandau und zum Schloss Charlottenburg könnten Straßenbahnen fahren, sagte Tom Gerlich, der das Konzept erarbeitet hat. 85 Kilometer Strecken sollten in Westbezirken entstehen, 15 Kilometer im Osten – dann hätte Berlin rund 300 Kilometer Straßenbahn.

„Wir führen keinen Kampf gegen das Auto“, sagte Wieseke. Beide Verkehrsmittel können sich vertragen. Mit mehr Unfällen rechne er nicht: Wenn es bei der Tram kracht, dann oft auf Mittelstreifen, dort fühlen sich Fußgänger offenbar zu sicher.

Lange Straßenbahnen hätten Platz für bis zu 300 Fahrgäste, und sie können schnell sein – auf separaten Gleistrassen ist Tempo 60 erlaubt. Sie bieten mehr Komfort als volle Busse. Und volle Busse gebe es immer häufiger in Berlin: „Die M 41 ist eine Horrorlinie“ – nicht nur sie.

Quelle: http://www.berliner-zeitung.de/berlin/100-kilometer-strassenbahn-berliner-strassenbahnen-fahren-bald-auch-im-westen,10809148,30984354.html (http://www.berliner-zeitung.de/berlin/100-kilometer-strassenbahn-berliner-strassenbahnen-fahren-bald-auch-im-westen,10809148,30984354.html)
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: T1 am 18. Juni 2015, 21:30:28
Nähere Details (inkl. Karte) zum angesprochenen IGEB-Konzept: http://www.igeb.org/pressedienst/files/IGEB-100kmTram-PK150618.pdf (http://www.igeb.org/pressedienst/files/IGEB-100kmTram-PK150618.pdf)

Gute Entwicklung, wurde aber Zeit! Jetzt müssen den Worten noch Taten folgen.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: diogenes am 19. Juni 2015, 08:08:07
Berlin ist groß genug, da könnt's sich Wien ein Scheiberl abschneiden :)
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 60er am 19. Juni 2015, 08:34:27
Berlin ist aber auch eine sehr autogerechte Stadt. Da gibt es unzählige Straßen so breit wie den Gürtel und überall herrscht dichter Autoverkehr.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: diogenes am 19. Juni 2015, 08:39:56
Berlin ist aber auch eine sehr autogerechte Stadt. Da gibt es unzählige Straßen so breit wie den Gürtel und überall herrscht dichter Autoverkehr.
Jo, eh net des Scheiberl. Von dem Zeugs hamma eh scho gnua :)
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 95B am 19. Juni 2015, 08:55:20
Berlin ist aber auch eine sehr autogerechte Stadt. Da gibt es unzählige Straßen so breit wie den Gürtel und überall herrscht dichter Autoverkehr.

In Berlin ist der Straßenquerschnitt durchschnittlich viel breiter als in Wien. Da kann man so etwas schon machen, ohne die übrigen Verkehrsarten großartig zu behindern.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 60er am 19. Juni 2015, 09:10:42
In Berlin ist der Straßenquerschnitt durchschnittlich viel breiter als in Wien. Da kann man so etwas schon machen, ohne die übrigen Verkehrsarten großartig zu behindern.
So ist es! Es ist daher in Berlin auch vergleichsweise einfach, neue Straßenbahnstrecken zu bauen, ohne den Autofahrern etwas wegzunehmen. Verkehrsberuhigung ist jedenfalls in Berlin ein Fremdwort. Die gesamte Stadt ist von breiten Autorennbahnen durchzogen.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 13er am 19. Juni 2015, 09:15:02
Naja, dank der traurigen Geschichte halt... eine Stadt, die vollkommen zerbombt war, hat man halt im damaligen Geist wiedererrichtet. In Wien hatten wir das glücklicherweise nicht, darum auch die vielen engen Straßen, die einst auch Berlin durchzogen.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 60er am 19. Juni 2015, 09:28:19
Naja, dank der traurigen Geschichte halt... eine Stadt, die vollkommen zerbombt war, hat man halt im damaligen Geist wiedererrichtet. In Wien hatten wir das glücklicherweise nicht, darum auch die vielen engen Straßen, die einst auch Berlin durchzogen.
Teilweise ja! Berlin hatte aber auch vor der Zerbombung im 2. Weltkrieg schon viele breite Straßen.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 95B am 19. Juni 2015, 09:35:06
Berlin hatte aber auch vor der Zerbombung im 2. Weltkrieg schon viele breite Straßen.

Und zwar auch im untergeordneten Netz. Nehmen wir beispielsweise die Knesebeckstraße her (ohne besondere Absicht, ich habe mich einfach in Google Maps irgendwo im Zentrum hineingezoomt), eine ruhige Seitenstraße zwischen Kurfürstendamm und Ernst-Reuter-Platz, aber nahezu so breit wie die Mariahilfer Straße! Zum Vergleich stellt euch nun vor, wie breit die Seitengasserln der Mahü sind!

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Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: diogenes am 19. Juni 2015, 11:06:58
Da gibt man aber auch den Fußgängern sehr breiten Raum. Wie sähe das in Wien aus? Ich vermute einmal: viel schmälere BürgersteigeGehsteige (wir sind ja in Wien :) ), Längsparklätze und vier Spuren für den Fließverkehr, auch wenn's maximal Anrainerverkehr gibt.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 95B am 19. Juni 2015, 11:15:17
Da gibt man aber auch den Fußgängern sehr breiten Raum. Wie sähe das in Wien aus? Ich vermute einmal: viel schmälere BürgersteigeGehsteige (wir sind ja in Wien :) ), Längsparklätze und vier Spuren für den Fließverkehr, auch wenn's maximal Anrainerverkehr gibt.

In Wien wäre man mit so einem Angebot an Straßenraum schlicht überfordert und würde den verfügbaren Raum mit unbrauchbaren Straßenmöbeln, Stangln, Schaltkästen, Radwegen und allerlei sonstigen Regulatorien zupflastern, nein, zubetonieren.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 60er am 19. Juni 2015, 11:55:16
Und zwar auch im untergeordneten Netz. Nehmen wir beispielsweise die Knesebeckstraße her (ohne besondere Absicht, ich habe mich einfach in Google Maps irgendwo im Zentrum hineingezoomt), eine ruhige Seitenstraße zwischen Kurfürstendamm und Ernst-Reuter-Platz, aber nahezu so breit wie die Mariahilfer Straße! Zum Vergleich stellt euch nun vor, wie breit die Seitengasserln der Mahü sind!
Bei meinem Berlinaufenthalt 2013 hab ich am Prenzlauer Berg gewohnt. Da sieht es so ähnlich aus. Selbst wenig bedeutende  Seitengassen haben bereits eine Breite von ca. 18-20 Metern (zwei Fahrspuren, beidseitig Schrägparkplätze, Alleebäume und großzügige Gehsteige).
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: W_E_St am 20. Juni 2015, 14:10:23
Berlin hatte aber auch vor der Zerbombung im 2. Weltkrieg schon viele breite Straßen.

Und zwar auch im untergeordneten Netz. Nehmen wir beispielsweise die Knesebeckstraße her (ohne besondere Absicht, ich habe mich einfach in Google Maps irgendwo im Zentrum hineingezoomt), eine ruhige Seitenstraße zwischen Kurfürstendamm und Ernst-Reuter-Platz, aber nahezu so breit wie die Mariahilfer Straße! Zum Vergleich stellt euch nun vor, wie breit die Seitengasserln der Mahü sind!

(Dateianhang Link)

Und wie man bei genauem Hinschauen sieht auf beiden Seiten mit Gründerzeitbauten, also keineswegs eine Nachkriegskonstruktion.

In Wien würde der Querschnitt vermutlich ähnlich ausschauen, nur mit übertrieben langen Senkrechtparkplätzen  (was für ein schwachsinniges Wort!) und schmalen Gehsteigen wie teilweise im 20. Ich bin gestern mit dem Rad den 11A entlang gefahren, unglaublich was das zum Teil für eine Platzverschwendung ist! Dort könnte man teilweise einen separaten Gleiskörper bzw. eine Busspur, einen baulich getrennten Radweg UND Parkplätze auf beiden Seiten unterbringen!

Aber wie gesagt, Gratisparkplätze in maximaler Anzahl stehen in Wien ganz an der Basis der Bedürfnispyramide.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 60er am 20. Juni 2015, 14:28:47
Solche Senkrechtparkplätze hast du in Berlin aber auch en masse, wie man gut an dem Screenshot sehen kann. Nur sind die Straßen dort eben so breit, dass sich trotzdem ordentliche Gehsteige ausgehen.

Generell würde ich die Parkplatznot in Berlin in den Altbauvierteln als groß bezeichnen. Trotz flächendeckender Parkraumbewirtschaftung (bis 24 Uhr!!) ist es rund um die Uhr sehr zugeparkt.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Tatra83 am 27. Juni 2015, 15:28:25
Am 22.06.2015 wurde die Berliner Straßenbahn 150 Jahre alt. Die BVG hat dazu ein Video für Youtube produziert:

! No longer available (http://www.youtube.com/watch?v=lUD2KfPDP0Y#)
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Tramwayhüttl am 01. Juli 2015, 01:07:07
Kommt es nur mir so vor oder kommen viele andere Großstädte mit wesentlich weniger Stangel- und Schilderwerk als Wien aus?!
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: moszkva tér am 12. Juli 2015, 22:45:43
Kommt es nur mir so vor oder kommen viele andere Großstädte mit wesentlich weniger Stangel- und Schilderwerk als Wien aus?!
Man sollte es auf eine wissenschaftliche Studie ankommen lassen... aber auch ohne diese traue ich mich wetten, dass es nirgendwo mehr Verkehrszeichen pro Laufmeter Straße gibt als in Wien!
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: hema am 13. Juli 2015, 01:39:08
. . . . und mehr Ampeln!
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: HLS am 13. Juli 2015, 12:55:29
Kommt es nur mir so vor oder kommen viele andere Großstädte mit wesentlich weniger Stangel- und Schilderwerk als Wien aus?!
Es gab ja ein Schild mit "Wien ist anders". Ist jetzt klar was damit gemeint ist? ;D
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: TW 292 am 15. Juli 2015, 07:31:17
Hier mal ein erestes Bild von meinen Berlin Besuch von Juni 2015.

KT4D 219 481-3 in Bahnhof Lichtenberg beim Tag der offenen Türe, 28.06.2015
[attach=1]
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 95B am 15. Juli 2015, 08:42:54
Müsste der Wagen nicht eigentlich einen Scherenbügel haben? ???
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Donaufelder am 15. Juli 2015, 11:35:00
Müsste der Wagen nicht eigentlich einen Scherenbügel haben? ???

Die Lackierung und die Falttüren scheinen mir auch nicht "berlin-typisch".....
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 95B am 15. Juli 2015, 11:40:48
Im Jahre 1984 erprobte die BVB eine neue Lackierung an den Fahrzeugen, die eine neue Farbaufteilung vorsah. Die Front und das Heck hatten bis jeweils kurz vor der Tür eine komplette Blutorangene Farbgebung, ebenfalls die Türen. Der restliche Wagenkasten erhielt Elfenbein.

Folgende 19 Wagen vom Typ KT4D erhielten die Probelackierung:
219 009-6          219 010-4          219 035-2          219 038-5          219 039-3          219 040-8          219 041-6
219 042-4          219 043-2          219 044-0          219 047-3          219 048-1          219 049-8          219 313-8
219 314-6          219 315-4          219 316-2          219 318-7          219 319-5

Bei den Wagen 219 313-8 bis 219 320-1 handelt es sich um die ehemaligen KT4D aus Leipzig. Da Leipzig lieber typenrein auf T4D/B4D umstellen wollte, waren diese acht KT4D für Leipzig nicht mehr interessant. Bei diesen acht Wagen handelt es sich auch um Nullserienfahrzeuge.

Da diese Lackierung auch an einem TE59 mit 2 Beiwagen im RAW Schöneweide erprobt wurde, jedoch kaum einem gefiel, entschied man sich, für die Straßenbahn ein neues Farbkonzept einzuführen. Alle anschließend zur HU anstehenden Wagen der Typen KT4D, KT4D-t, TE, BE, TZ, BZ, TDE und BDE sollten nun wie folgt lackiert werden: Die Türen waren orange und der gesamte untere Wagenkasten war ebenfalls orange mit einem weißen Absatzstreifen am Ende des Wagenkasten. Der obere Bereich war komplett elfenbein. Der Übergang zwischen Orange und Elfenbein hatte einen anthrazitfarbenen Zierstreifen, auch die Schürzen waren nun anthrazit.

Q: http://www.berlin-straba.de/fahrzeuge/kt4d.html (http://www.berlin-straba.de/fahrzeuge/kt4d.html)
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Konstal 105Na am 15. Juli 2015, 11:49:10
Müsste der Wagen nicht eigentlich einen Scherenbügel haben? ???

Die Lackierung und die Falttüren scheinen mir auch nicht "berlin-typisch".....

95B hat die Lackierung schon erklärt, hier noch meine Anmerkung zu den Türen. Die KT4D hatten ursprünglich alle Falttüren. Erst nach der Wende im Zuge von Modernisierungen wurden die heute typischen Außenschwingtüren eingebaut. Die unmodernisierten KT4D in Lemberg haben ebenfalls noch Falttüren.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 95B am 15. Juli 2015, 12:05:54
Die KT4D hatten ursprünglich alle Falttüren.

So wie auch die übrigen Tatra-Typen aus diesem Zeitraum – siehe beispielsweise Bratislava oder Prag, wo noch genügend mit diesen (typischerweise nie ganz schließenden) Türen ausgestattete Züge herumfahren.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Konstal 105Na am 15. Juli 2015, 15:46:04
Die KT4D hatten ursprünglich alle Falttüren.

So wie auch die übrigen Tatra-Typen aus diesem Zeitraum – siehe beispielsweise Bratislava oder Prag, wo noch genügend mit diesen (typischerweise nie ganz schließenden) Türen ausgestattete Züge herumfahren.

Richtig. Ich glaube die T6A5 waren die ersten Tatras, die bereits ab Werk keine Falttüren mehr erhielten, obwohl die ersten Wagen noch Falttüren hatten.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: pTn am 21. Juli 2015, 06:41:21
http://public-transport.net/a/Berlin/ (http://public-transport.net/a/Berlin/)

Neue Bilder aus Berlin von den neuen Niederflurfahrzeugen bis zu den alten KT4D ...
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 95B am 21. Juli 2015, 09:00:18
Gratuliere, dass du endlich das unsinnige Verwischen der Gesichter aufgegeben hast!
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Geza am 28. Juli 2015, 01:40:43
Zitat
Nehmen wir beispielsweise die Knesebeckstraße her
Da fuhr auch mal eine Straßenbahn; es befand sich da eine Rangier-Endstelle.

Zitat
In Berlin ist der Straßenquerschnitt durchschnittlich viel breiter als in Wien. Da kann man so etwas schon machen, ohne die übrigen Verkehrsarten großartig zu behindern.
Gerade für enge Gassen bietet sich doch die Straßenbahn an, da sie ohne "anzuecken" durchkommt, anders als ein Bus. Ich denke da an Naumburg, da ging eine eingleisige Strecke durch eine sehr enge Gasse. Oder Lissabon:
https://www.youtube.com/watch?v=_tiTp581IqU

Geza
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: haidi am 28. Juli 2015, 07:55:16
Zitat
Nehmen wir beispielsweise die Knesebeckstraße her
Sei bitte so nett und zitiere so, dass der Link zum zitierten Posting dabei steht.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: benkda01 am 28. Juli 2015, 08:00:45
So wie auch die übrigen Tatra-Typen aus diesem Zeitraum – siehe beispielsweise Bratislava oder Prag, wo noch genügend mit diesen (typischerweise nie ganz schließenden) Türen ausgestattete Züge herumfahren.
Doch, die schließen schon ganz, nur sind halt bei den älteren Typen (T3, K2, K5) die Türen konstruktionsmäßig so, dass der geschlossene Zustand eben nicht mit 180°-Winkel zwischen den den Türsegmenten einhergeht. Bei den darauffolgenden Typen (T5, T6, KT4, KT8, etc.) bilden die geschlossenen Türen aber ohnehin eine Ebene, so, wie du dir das vorstellst.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 95B am 28. Juli 2015, 08:58:26
Zitat
Nehmen wir beispielsweise die Knesebeckstraße her
Sei bitte so nett und zitiere so, dass der Link zum zitierten Posting dabei steht.

Dieses Zitat ist von mir. ;)

So wie auch die übrigen Tatra-Typen aus diesem Zeitraum – siehe beispielsweise Bratislava oder Prag, wo noch genügend mit diesen (typischerweise nie ganz schließenden) Türen ausgestattete Züge herumfahren.
Doch, die schließen schon ganz, nur sind halt bei den älteren Typen (T3, K2, K5) die Türen konstruktionsmäßig so, dass der geschlossene Zustand eben nicht mit 180°-Winkel zwischen den den Türsegmenten einhergeht.

Sie sind eben doch nicht ganz zu, weil ein Spalt bleibt, durch den die Außenluft eindringen kann. ;)
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 60er am 28. Juli 2015, 09:24:08
Gerade für enge Gassen bietet sich doch die Straßenbahn an, da sie ohne "anzuecken" durchkommt, anders als ein Bus.
In Wien sind nur viele Gassen so eng, dass man Parkplätze aufgeben müsste und das traut sich kein Politiker. Straßenbahnprojekte sind nur dort durchsetzbar, wo sie den Autoverkehr nicht behindern.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Geza am 31. Juli 2015, 10:13:08
Die engen Gassen in Wien sollten auch für Autos gesperrt werden und nicht auch noch zugeparkt werden dürfen. Gab es denn früher mal in diesen Gassen Straßenbahnen? Wäre es nicht möglich, wenigstens dort, wo es schon mal Straßenbahnen gab, diese wieder einzurichten?
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Ferry am 31. Juli 2015, 10:19:06
Die engen Gassen in Wien sollten auch für Autos gesperrt werden und nicht auch noch zugeparkt werden dürfen. Gab es denn früher mal in diesen Gassen Straßenbahnen? Wäre es nicht möglich, wenigstens dort, wo es schon mal Straßenbahnen gab, diese wieder einzurichten?

"Wenigstens dort, wo es schon mal Straßenbahnen gab" ist gut. Weißt du, wo es in Wien schon überall Straßenbahnen gab? Schau dir mal ein Netz aus den fünfziger Jahren an!

Abgesehen davon gibt es sicher Strecken, bei denen eine Umrüstung von Bus- auf Straßenbahnbetrieb Sinn machen würde. Es gibt aber auch genug andere, wo es keinen Sinn (mehr) machen würde. So pauschal, wie du das formulierst, kann man diese Frage nicht angehen.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 60er am 31. Juli 2015, 10:41:21
Die engen Gassen in Wien sollten auch für Autos gesperrt werden und nicht auch noch zugeparkt werden dürfen. Gab es denn früher mal in diesen Gassen Straßenbahnen? Wäre es nicht möglich, wenigstens dort, wo es schon mal Straßenbahnen gab, diese wieder einzurichten?
Es gibt Strecken, wo die Wiedererrichtung der Straßenbahn sinnvoll wäre, allen voran der 13er und der 48er. Es gibt aber auch viele Strecken, bei denen es sich heute nicht mehr rentieren würde.

Parkplätze zu streichen, ist leider immer ein ziemliches Theater. In manchen Bezirken wurde/wird das eh gemacht. Manche Bezirksvorsteher haben aber Angst, ihre Wähler damit zu vergraulen, wenn sie den Autoverkehr zu stark beschränken. In Bezirken, die chronisch überparkt sind, ist eine Reduktion von Stellflächen bei der Bevölkerung nur sehr schwer durchsetzbar.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 95B am 31. Juli 2015, 10:58:46
Parkplätze zu streichen, ist leider immer ein ziemliches Theater. In manchen Bezirken wurde/wird das eh gemacht. Manche Bezirksvorsteher haben aber Angst, ihre Wähler damit zu vergraulen, wenn sie den Autoverkehr zu stark beschränken. In Bezirken, die chronisch überparkt sind, ist eine Reduktion von Stellflächen bei der Bevölkerung nur sehr schwer durchsetzbar.

Es kommt halt auch immer drauf an, wie man es macht. Wenn man offensichtlich nur die Parkplätze wegnimmt und stattdessen Pflanztröge und dergleichen aufstellt, fühlen sich die Anrainer zu Recht gepflanzt. Wird die Stellplatzreduktion im Zuge einer Straßenumgestaltung (zugunsten der Verkehrsmittel des Umweltverbunds) vorgenommen, schreit fast niemand auf, weil die Reduktion nicht ins Auge sticht.

Leider werden Straßen auch renoviert, ohne dass es zu einer entsprechenden Umgestaltung kommt. Gerade erst in meiner erweiterten Nachbarschaft aktuell: Zwei enge Gasserln mit schmalen Gehsteigen und beidseitiger Parkspur werden komplett neu gemacht (neue Fahrbahn, neue Gehsteige), aber die Relationen bleiben genau dieselben. Alibihalber hat man vor einigen Monaten die Stellplätze auf einer Straßenseite komplett zu Anrainerparkplätzen umgewidmet, was null Effekt hat (wer sich dorthin verirrt, hat ohnehin ein Parkpickerl), außer dass Handwerker größere Schwierigkeiten bei der Zufahrt haben.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: hema am 01. August 2015, 02:12:57
Es gibt aber auch viele Strecken, bei denen es sich heute nicht mehr rentieren würde.

Dem Bus seine Fahrwegkosten anrechnen und schon fährt eine Straßenbahn!  ;)
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 13er am 01. September 2015, 22:14:03
Gibt es noch den Straßenbahntunnel unter der Straße Unter den Linden?

–-> http://www.ardmediathek.de/tv/Abendschau/Gibt-es-noch-den-Stra%C3%9Fenbahntunnel-unter/rbb-Fernsehen/Video?documentId=30322324&bcastId=3822076
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: HLS am 01. September 2015, 22:26:45
Gibt es noch den Straßenbahntunnel unter der Straße Unter den Linden?

–-> http://www.ardmediathek.de/tv/Abendschau/Gibt-es-noch-den-Stra%C3%9Fenbahntunnel-unter/rbb-Fernsehen/Video?documentId=30322324&bcastId=3822076
In Berlin gibts viele längst vergessene/ungenutzte/geheime Tunnelstrecken und zieht immerwieder Personen in den Bann nach ihnen zu suchen. Noch faszinierender muß da aber Moskau sein.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 95B am 01. September 2015, 23:15:19
Tja, warum hat man aus dieser Ustrab kein zweistöckiges Parkhaus gemacht? 8)
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: HLS am 02. September 2015, 09:18:43
Tja, warum hat man aus dieser Ustrab kein zweistöckiges Parkhaus gemacht? 8)
Vielleicht weil Berlin auch schon damals nicht soviel Fahrzeuge auf der Flaniermeile haben wollte?
Es hat sich, seit der Einführung der Umweltzonen, aber deutlich gebessert in Berlin.
http://www.umwelt-plakette.de/umweltzone%20berlin.php

Folgendes habe ich aber auf der gleichen Seite noch gefunden:
Zitat
Umweltzonen in Österreich!
Ab dem 1. Januar 2015 benötigen alle PKW, Busse und LKW, die durch die Umweltzonen in Österreich fahren wollen, die Österreichische Umweltplakette Umwelt-Pickerl. Umweltzonen gibt es ab 01.01.2015 in der Stadt Wien und in umliegenden Bezirken im Bundesland Niederösterreich.
http://www.umwelt-plakette.de/oesterreichische_umweltzone.php?SID=fa373441e3750423a9cb8e1f2f407bbd
Wissen die mehr als wir?  ???
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: coolharry am 02. September 2015, 09:24:55
Folgendes habe ich aber auf der gleichen Seite noch gefunden:
Zitat
Umweltzonen in Österreich!
Ab dem 1. Januar 2015 benötigen alle PKW, Busse und LKW, die durch die Umweltzonen in Österreich fahren wollen, die Österreichische Umweltplakette Umwelt-Pickerl. Umweltzonen gibt es ab 01.01.2015 in der Stadt Wien und in umliegenden Bezirken im Bundesland Niederösterreich.
http://www.umwelt-plakette.de/oesterreichische_umweltzone.php?SID=fa373441e3750423a9cb8e1f2f407bbd
Wissen die mehr als wir?  ???

Gilt ja nur für KFZ größer 3,5t. Wurde aber eh publiziert.
http://wien.orf.at/news/stories/2686981/ (http://wien.orf.at/news/stories/2686981/)
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: HLS am 02. September 2015, 11:09:14
Folgendes habe ich aber auf der gleichen Seite noch gefunden:
Zitat
Umweltzonen in Österreich!
Ab dem 1. Januar 2015 benötigen alle PKW, Busse und LKW, die durch die Umweltzonen in Österreich fahren wollen, die Österreichische Umweltplakette Umwelt-Pickerl. Umweltzonen gibt es ab 01.01.2015 in der Stadt Wien und in umliegenden Bezirken im Bundesland Niederösterreich.
http://www.umwelt-plakette.de/oesterreichische_umweltzone.php?SID=fa373441e3750423a9cb8e1f2f407bbd
Wissen die mehr als wir?  ???

Gilt ja nur für KFZ größer 3,5t. Wurde aber eh publiziert.
http://wien.orf.at/news/stories/2686981/ (http://wien.orf.at/news/stories/2686981/)
Dann ist das Spurlos an mir vorbeigezogen. :-[
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 95B am 02. September 2015, 11:33:15
Gilt auch für (Fiskal-)Lkw unter 3,5 Tonnen!

Q: https://www.wko.at/Content.Node/Service/Verkehr-und-Betriebsstandort/Verkehr-allgemein/Verkehrsrecht/LKW_Fahrverbot_wegen_Feinstaub_in_Wien,_Niederoesterreich_.html
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Tatra83 am 24. September 2015, 10:54:27
Eigentlich ist der Fahrermangel bei der BVG schon seit mehr als zehn Jahren ein Thema, aber man hat bisher keine langfristige Lösung parat. So muss sich Berlin Fahrpersonal aus Mainz und Augsburg ausleihen. Mainz hat auch die Ökotonnen von Adtranz im Einsatz und derzeit mehr Fahrer als man für den Betrieb braucht. http://www.berliner-zeitung.de/verkehr/personalnot-bei-der-bvg-berlin-leiht-sich-strassenbahn-fahrer-aus-anderen-staedten-aus,10809298,31505406.html

Der Personalmangel ging soweit, dass in den Sommerferien ganze Linien (18 & 67) tageweise ausgefallen sind. Mit der Verlängerung der Linien M8 und M10 zum Hauptbahnhof hat sich das Problem erneut verschärft. Der 5'-Takt in der HVZ auf den Linien M2 und M10 wurde auf 6/6/7 reduziert.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 95B am 24. September 2015, 10:59:58
Auf die Idee, selber neues Personal einzustellen, kommt man nicht? ???
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: moszkva tér am 24. September 2015, 11:06:57
Auf die Idee, selber neues Personal einzustellen, kommt man nicht? ???
Du kennst dich offensichtlich im öffentlichen Dienst nicht genug aus:  ;)

1) Personalkosten sind böse!
2) Sachkosten (darunter fällt auch Leihpersonal) sind gut!

Das heißt, es wird in öffentlichen Betrieben lieber ausgelagert. Auch wenn das deutlich mehr kostet als das ganze (mit entsprechend mehr Personal) im Haus zu erledigen  :bh:
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 95B am 24. September 2015, 11:12:49
Na, dann könnte man ja Personal über Leiharbeitsfirmen auch längerfristig anstellen. ;)
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: moszkva tér am 24. September 2015, 11:22:27
Na, dann könnte man ja Personal über Leiharbeitsfirmen auch längerfristig anstellen. ;)
Wird eh gemacht (bei uns zumindest)  :-X
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Tatra83 am 24. September 2015, 11:22:31
Auf die Idee, selber neues Personal einzustellen, kommt man nicht? ???
Die Fahrschule bildet laufend aus, nur bleiben von den Jungfahrern höchstens die Hälfte länger als 2 Jahre, weil weder Gehalt, noch Arbeitsbedingungen stimmig sind. Im Zuge des Tarifvertrag Nahverkehr (TV-N), dem die BVG unterliegt, wurden mit gewerkschaftlicher Billigung (woher kennen wir das?) die Löhne für Neueinsteiger unternehmensweit um 30% gesenkt.

Na, dann könnte man ja Personal über Leiharbeitsfirmen auch längerfristig anstellen. ;)
Hat man in Berlin auch schon alles durch. Die Berlin Transport wurde 1999 als Fahrdienst-Tochter der BVG gegründet, um den damals gültigen Unternehmenstarifvertrag zu umgehen. Mittlerweile sind die Bedingungen in beiden Firmen identisch, sodass die BVG das Straßenbahn-Fahrpersonal aus der BT komplett übernommen hat. Die BT stellt nurmehr Fahrpersonal für U-Bahn und Bus, teils sogar mit Fahrberechtigung für beide Verkehrsmittel.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 95B am 24. September 2015, 11:33:26
1-Euro-Jobs im Rahmen von Hartz IV?
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Tatra83 am 24. September 2015, 11:35:02
1-Euro-Jobs im Rahmen von Hartz IV?
Nicht durch den Tarifvertrag gedeckt. :P
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: W_E_St am 06. November 2015, 17:30:08
Anders Forsberg war Ende der 80er in Ostberlin und hat sich getraut, Straßenbahnen zu fotografieren.

https://www.sparvagssallskapet.se/forum/viewtopic.php?f=17&t=35881

Laut seiner Aussage war bei der Endstelle Rosenthal die Mitfahrt durch die Schleife verboten, da sie im Grenz-Sperrgebiet lag.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Ferry am 09. November 2015, 10:53:24
Laut seiner Aussage war bei der Endstelle Rosenthal die Mitfahrt durch die Schleife verboten, da sie im Grenz-Sperrgebiet lag.

Das gab es in der ersten Zeit nach dem Mauerbau auch an anderen Stellen, z.B. Pariser Platz oder Eberswalder Straße. Das wurde dann durch die Kürzung bzw. Einstellung der betroffenen Linien "bereinigt".
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Tatra83 am 11. Dezember 2015, 14:07:15
Die Kampagne #weilwirdichlieben (auf Wienerisch: #weustunswuaschtbist) der BVG treibt wirklich bunte Blüten: https://www.youtube.com/watch?v=xvcpy4WjZMs

Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: HLS am 11. Dezember 2015, 19:16:44
Die Kampagne #weilwirdichlieben (auf Wienerisch: #weustunswuaschtbist) der BVG treibt wirklich bunte Blüten: https://www.youtube.com/watch?v=xvcpy4WjZMs
Bleibt aber im Kopf weil blöder gehts fast nicht mehr. :fp:
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Tatra83 am 12. Dezember 2015, 14:13:22
In Wien würde das vielleicht so aussehen:

[attach=1]

[attach=2]

[attach=3]

 :D

Und für 13er zum T-Shirt drucken:

[attach=4]
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 13er am 12. Dezember 2015, 14:19:15
WEU DU UNS GERN HOM KONNSD

:D
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Geamatic am 12. Dezember 2015, 16:34:10
Haha des is echt genial, danke
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Linie 41 am 12. Dezember 2015, 16:49:03
Und für 13er zum T-Shirt drucken:
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 95B am 12. Dezember 2015, 19:28:23
Und für 13er zum T-Shirt drucken:

Das passt eh zum 13er, weil es noch eher Kärntnerisch als Wienerisch klingt. :P
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Tatra83 am 12. Dezember 2015, 21:34:25
Und für 13er zum T-Shirt drucken:
Das passt eh zum 13er, weil es noch eher Kärntnerisch als Wienerisch klingt. :P
Wie sagt mans denn auf Wienerisch? :))
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 95B am 12. Dezember 2015, 21:43:19
Und für 13er zum T-Shirt drucken:
Das passt eh zum 13er, weil es noch eher Kärntnerisch als Wienerisch klingt. :P
Wie sagt mans denn auf Wienerisch? :))

Etwa weust uns gern ham kaunst.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Tatra83 am 12. Dezember 2015, 21:45:21
Wunderbar, danke!

[attach=1]
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Linie 41 am 12. Dezember 2015, 21:45:47
Wœst uns gern håm kąnst.

Etwa weust uns gern ham kaunst.
Jessas... Wienerisch, net Grazerisch.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 95B am 12. Dezember 2015, 21:50:42
Mei Wienerisch (is ned deppat und) kummt ohne Sonderzeichn aus, nedwoahr!
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: scrat am 15. Dezember 2015, 16:03:37
Ich habe einige Ansichtskarten aus der Sammlung meines Urgroßvaters eingescannt (Poststempel aus den Jahren 1911 bis 1913).
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 95B am 31. Dezember 2015, 10:29:19
Datenleck bei der VBB-Fahrcard

Nun ist es raus: Wie von Datenschützern befürchtet und vom VBB
dementiert, werden bei der VBB-Fahrcard, die hunderttausende
Berliner und Brandenburger Abo-Kunden zwangsweise nutzen
müssen, tatsächlich Bewegungsdaten gespeichert. Das fand der
Berliner Fahrgastverband IGEB bei einem Praxistest heraus.

Mehr: http://www.igeb.org/files/SIGNAL2015-6-Datenleck.pdf
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: HLS am 31. Dezember 2015, 10:42:35
Ob man das in Wien mit der Plastikkarte auch macht?
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 95B am 31. Dezember 2015, 10:52:05
Ob man das in Wien mit der Plastikkarte auch macht?

Dazu müsste man erst einmal eine solche einführen. ;)
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 13er am 31. Dezember 2015, 10:57:00
Leider haben die meisten Unternehmen heute jeglichen ethischen Standard verloren. Was gemacht werden kann, wird auch gemacht. Wundern würde mich gar nix. Aber wir sind dann hoffentlich die ersten, die bei unserem :ugvm: draufkommen. Dann pascht's :D
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Klingelfee am 31. Dezember 2015, 10:59:57
Ob man das in Wien mit der Plastikkarte auch macht?

Dazu müsste man erst einmal eine solche einführen. ;)

Derzeit könnte man nur die Kontrollpunkte ausgewertet werden. Wenn man daraus jedoch ein Bewegungsprofil machen kann, dann ist man sehr gut. Denn wenn der Durchschnittsfahrgast alle 4 Monate einmal kontrolliert wird, dann ist das schon viel.

Und da wird die karte nur optisch, nicht jedoch elektronisch geprüft.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 95B am 31. Dezember 2015, 11:05:47
Der Unterschied ist, dass in Berlin die Plastikkarte bei jedem Einsteigevorgang eingecheckt wird, man also gleichsam ein digitales Drehkreuz durchschreiten muss. Das produziert vordergründig einmal eine große Menge Datenmüll, denn weder für den Fahrgast (der sieht es sowieso nicht) noch für das Verkehrsunternehmen (eine herkömmliche Fahrkartenkontrolle kann dadurch nicht vereinfacht werden) entstehen dadurch irgendwelche primären Vorteile.

Der einzige sekundäre Vorteil, den das Verkehrsunternehmen daraus hat, ist die Verwertung dieses an sich unbrauchbar erscheinenden Datenmülls für die Erstellung von Fahrgastprofilen durch die FASI (Abteilung für Fahrgastsicherheit :D). Einen anderen Grund zur Einführung eines solchen Systems kann es also gar nicht geben!
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: normalbuerger am 31. Dezember 2015, 11:22:43
Bei mir würden sie den Kopf schütteln wenn sie so ein Fahrgastprofil erstellen möchten.
Bin ja doch des öfteren nur einfach so unterwegs um mir die Gegend anzusehen:)
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: T1 am 31. Dezember 2015, 11:50:38
Der Unterschied ist, dass in Berlin die Plastikkarte bei jedem Einsteigevorgang eingecheckt wird, man also gleichsam ein digitales Drehkreuz durchschreiten muss.
Nein, das ist bei Zeitkarten freiwillig und nicht verpflichtend.

Das produziert vordergründig einmal eine große Menge Datenmüll, denn weder für den Fahrgast (der sieht es sowieso nicht) noch für das Verkehrsunternehmen (eine herkömmliche Fahrkartenkontrolle kann dadurch nicht vereinfacht werden) entstehen dadurch irgendwelche primären Vorteile.
Einen Vorteil hat es schon, wenn man ein wirklich geschlossenes System hat, kann man relativ genau Fahrgastzahlen erheben und Fahrgastströme nachvollziehen. Dafür gibt es aber bekanntlich auch andere Lösungen.

Solange es anonym ist, sehe ich aber grundsätzlich keine Probleme.

Leider haben die meisten Unternehmen heute jeglichen ethischen Standard verloren. Was gemacht werden kann, wird auch gemacht. Wundern würde mich gar nix. Aber wir sind dann hoffentlich die ersten, die bei unserem :ugvm: draufkommen. Dann pascht's :D
Bei unserem liebsten Verkehrsbetrieb wird das wohl sowieso nie kommen. Die wehren sich ja noch immer gegen GPS, weil das in der Stadt so ungenau ist… ::)
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 60er am 31. Dezember 2015, 12:50:04
Ob man das in Wien mit der Plastikkarte auch macht?

Dazu müsste man erst einmal eine solche einführen. ;)
Plastikjahreskarten wurden in Wien eh schon eingeführt. Außer man hat "vergessen" ein Foto hochzuladen, dann bekommt man weiterhin auch für Zone 100 die normale Wertmarke zugeschickt. ;)
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 95B am 31. Dezember 2015, 13:26:12
Ob man das in Wien mit der Plastikkarte auch macht?

Dazu müsste man erst einmal eine solche einführen. ;)
Plastikjahreskarten wurden in Wien eh schon eingeführt.

Ja, aber die sind funktionslos.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 60er am 31. Dezember 2015, 13:29:55
Ja, aber die sind funktionslos.
Derzeit schon. In ein paar Jahren vielleicht nicht mehr.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 4463 am 01. Januar 2016, 13:03:23
Bei unserem liebsten Verkehrsbetrieb wird das wohl sowieso nie kommen. Die wehren sich ja noch immer gegen GPS, weil das in der Stadt so ungenau ist… ::)
Vor allem müsste ULVB erstmal alles dazu notwendige selbst erfinden. Also die entsprechenden Plastikkarten, passende Lesegeräte, deren Vernetzung und dann noch die Datenbank dazu. Wir sind also auf Jahrzehnte hinaus relativ sicher vor so etwas. 8)
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Klingelfee am 01. Januar 2016, 13:09:24
Bei unserem liebsten Verkehrsbetrieb wird das wohl sowieso nie kommen. Die wehren sich ja noch immer gegen GPS, weil das in der Stadt so ungenau ist… ::)
Vor allem müsste ULVB erstmal alles dazu notwendige selbst erfinden. Also die entsprechenden Plastikkarten, passende Lesegeräte, deren Vernetzung und dann noch die Datenbank dazu. Wir sind also auf Jahrzehnte hinaus relativ sicher vor so etwas. 8)

Bitte was heißt ULVB?

und du hast noch eine ganz wichtige Kompnente vergessen, die allerdings nicht im Bereich der WL liegt.

Die Datenschutzkommision
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: HLS am 01. Januar 2016, 13:40:52


Die Datenschutzkommision
Die wird auch in Berlin und Brandenburg schon seit Jahren belogen und hintergangen, wie man in dem Bericht lesen kann.  ;)

Somit ist das kein wirkliches Argument.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: haidi am 01. Januar 2016, 14:04:33
Bitte was heißt ULVB?

und du hast noch eine ganz wichtige Kompnente vergessen, die allerdings nicht im Bereich der WL liegt.

Die Datenschutzkommision
Unser lieber Verkehrsbetrieb

Die Datenschutzkommission scheint mir kein wirkliches Problem zu sein, wenn man die Bewegungsdaten nicht mit den persönlichen Daten verknüpfen kann. Man kann den Karten Kennungen geben, die nicht mit den persönlichen Daten verknüpft sind und nur diese für die Bewegungsprofile verwendet werden. Für die Verkehrsbetriebe wären das die idealen DAten, um Linien- und Fahrplanoptimierungen zu machen.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Klingelfee am 01. Januar 2016, 14:17:44
Bitte was heißt ULVB?

und du hast noch eine ganz wichtige Kompnente vergessen, die allerdings nicht im Bereich der WL liegt.

Die Datenschutzkommision
Unser lieber Verkehrsbetrieb

Die Datenschutzkommission scheint mir kein wirkliches Problem zu sein, wenn man die Bewegungsdaten nicht mit den persönlichen Daten verknüpfen kann. Man kann den Karten Kennungen geben, die nicht mit den persönlichen Daten verknüpft sind und nur diese für die Bewegungsprofile verwendet werden. Für die Verkehrsbetriebe wären das die idealen DAten, um Linien- und Fahrplanoptimierungen zu machen.

Nur sobald du dies mit personalisierten Karten machst, was Jahreskarten zum Beispiel sind, kannst du auf die persönlichen Daten verknüpfen.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: haidi am 01. Januar 2016, 15:56:57
Die Datenschutzkommission scheint mir kein wirkliches Problem zu sein, wenn man die Bewegungsdaten nicht mit den persönlichen Daten verknüpfen kann. Man kann den Karten Kennungen geben, die nicht mit den persönlichen Daten verknüpft sind und nur diese für die Bewegungsprofile verwendet werden. Für die Verkehrsbetriebe wären das die idealen DAten, um Linien- und Fahrplanoptimierungen zu machen.
Nur sobald du dies mit personalisierten Karten machst, was Jahreskarten zum Beispiel sind, kannst du auf die persönlichen Daten verknüpfen.
Kann man, wenn man diese Kennung in die Kundendatenbank einträgt. Ich stell mir da einen Kennung vor, die nur in der Bewegungsprofil-Datenbank vorkommt und sonst nirgends.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 95B am 01. Januar 2016, 18:31:58
Wenn man Bewegungsdaten erfasst, sind diese systembedingt zwangsweise mit den Kundendaten verknüpft. Man kann sie nachträglich anonymisieren, wenn man sie beispielsweise zu Analysezwecken außer Haus gibt. Aber a priori hast du die Verknüpfung immer, da es eine Zuordnung Person – Karte und eine Zuordnung Karte – Bewegung gibt, womit automatisch der Join Person – Bewegung vorhanden ist.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: haidi am 01. Januar 2016, 18:49:36
Noch mal, vielleicht habe ich das schlecht rüber gebracht:

Wenn ich auf der Karte eine weitere Kennung habe (nicht die Kartennummer), die ich nirgends gespeichert habe und für - und nur für - das Bewegungsprofil diese Kennung verwendet wird, dann nicht. Klarerweise können die WL diese Nummer beim einchecken mit der Kartennummer in Verbindung bringen, es ist aber anzunehmen, dass sie sich (wenn sie es so machten) an das halten, was sie dem Datenschutzregister gemeldet haben.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 95B am 01. Januar 2016, 18:56:29
Die nach deinem Vorschlag zweite Kennung auf der Karte ist ja auch mit der Karte verknüpft, weil sie eben auf der Karte ist!
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: HLS am 02. Januar 2016, 11:58:32

Nur sobald du dies mit personalisierten Karten machst, was Jahreskarten zum Beispiel sind, kannst du auf die persönlichen Daten verknüpfen.
Dann ist es z.b. in Berlin bzw. im VBB etwas "schwieriger" diese Bewegungsdaten einer Person zuzuordnen.
Da in Berlin, ab einer bestimmten Uhrzeit, auch Jahreskarten übertragbar sind und am Wochenende generell und sie dann sogar von zwei Personen gle3ichzeitig genutzt werden können, setzt aber natürlich vorraus, dass dann beide in die selbe Richtung unterwegs sind.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: invisible am 02. Januar 2016, 18:01:30
Die nach deinem Vorschlag zweite Kennung auf der Karte ist ja auch mit der Karte verknüpft, weil sie eben auf der Karte ist!

Eben, sie ist mit der *Karte* verknüpft, aber nicht mit der *Person*. Über die Karte auf die Person zu schließen ist ein *zweiter* Schritt; solang man den nicht macht und die Datensätze komplett getrennt hält ist diese Kennung also nicht personenbezogen.

Im Grunde braucht man dazu nicht mal eine zweite Kennung. Man kann auch einfach die Nummer der Karte nehmen und für die Bewegungsprofile eben nur mit unvollständigen Datensätzen arbeiten (die eben die personenbezogenen Daten nicht beinhalten).

Das Problem beim Datenschutz sind nie die Datensätze selbst, sondern immer deren Verknüpfung; das was wirklich garantiert sein muss ist also, dass diese Verknüpfung nie durchgeführt wird. Das kann man prinzipiell über komplett getrennte Datenbanken und entsprechende Richtlinien erreichen.

Wenn man auch noch die *Möglichkeit* einer Verknüpfung erschweren will könnte man zu guter Letzt noch mit Hashes arbeiten (also aus der Kartenkennung mittels einer nicht-umkehrbaren Funktion eine neue Kennung berechnen, wann immer Daten von einem System ins andere übertragen werden - das geht dann eben nur mehr in eine Richtung). Aber auch das ist natürlich recht einfach umgehbar, wenn man Zugang zum ursprünglichen Datensatz hat (dann kann man ja einfach alle gehashten Kennungen ausrechnen und somit die Zuordnung rekonstriuieren). Auch hier steht und fällt der Datenschutz also mit dem Zugang zu den ursprünglichen Daten - wer die hat hat ganz prinzipiell immer die Möglichkeit zur Rekonstruktion aller daraus abgeleiteter Daten.
Der Haken ist halt, dass man für Bewegungsprofile zwingend irgendeine Form von eindeutiger Zuordnung braucht...
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 95B am 02. Januar 2016, 18:18:29
Die nach deinem Vorschlag zweite Kennung auf der Karte ist ja auch mit der Karte verknüpft, weil sie eben auf der Karte ist!

Eben, sie ist mit der *Karte* verknüpft, aber nicht mit der *Person*.

Und in Wien ist die Karte personengebunden, also bestünde hier auch eine 1:1-Beziehung zwischen Person und Karte.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: invisible am 02. Januar 2016, 23:28:08
Die nach deinem Vorschlag zweite Kennung auf der Karte ist ja auch mit der Karte verknüpft, weil sie eben auf der Karte ist!

Eben, sie ist mit der *Karte* verknüpft, aber nicht mit der *Person*.

Und in Wien ist die Karte personengebunden, also bestünde hier auch eine 1:1-Beziehung zwischen Person und Karte.

Lies nochmal was ich geschrieben habe. Die Daten sind dann, und nur dann, personenbezogen, wenn die Kartennummer zusammen mit den persönlichen Daten des Besitzers ausgewertet wird. Wenn die Software zur Erstellung der Bewegungsprofile aber *nur* die Nummer (oder eine daraus mit einem nicht-reversiblen verfahren abgeleitete Kennung) kennt und auf die restlichen Daten keinen Zugriff hat, dann sind das eben *keine* persönlichen Daten. Da fährt halt Fahrgast 123456789 von Grinzing nach Simmering.
Das Herstellen der Beziehung "Fahrgast 123456789 = invisible" würde dann zumindest einen zusätzlichen Schritt erfordern, der wiederum Zugang zu den Kundendaten erfordern würde - womit den Anforderungen des Datenschutzes genüge getan ist (sofern dieser zweite Schritt eben entsprechend abgesichert ist).

Das ist so ähnlich wie z.B. bei der Section Control, wo ja auch das Kennzeichen erfasst wird, aus dem man genauso mit hinreichender Eindeutigkeit auf den Fahrer schließen könnte - wenn man Zugriff auf die Zulassungsdaten hätte, was die Rechner der SC eben nicht haben. Die Nummer allein nützt einem da recht wenig.

Nachtrag: vor einem ähnlichen Problem stehen auch Webseitenbetreiber, die Kundendaten erfassen. Nach EU-recht ist es z.B. nicht einfach so zulässig, dass personenbezogene Geschäftsdaten außerhalb der EU gespeichert werden. Das wird spätestens dann problematisch, wenn man seine Services z.B. in die Amazon-Cloud legt; da werden die Daten nämlich vollautomatisch dorthin verschoben, wo gerade genug Rechen- und Speicherkapazität vorhanden ist (und im Falle von Amazon kann das *irgendwo* sein, die betreiben ja weltweit zig Rechenzentren). Das kann man im Grunde auch nur so lösen, dass die tatsächlich personenbezogenen Daten eben *nicht* in der Cloud liegen (oder speziell als "nicht-verschiebbar" gekennzeichnet werden, was aber halt wieder dem Sinn der Cloud widerspricht), sondern nur eine Benutzerkennung.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 95B am 02. Januar 2016, 23:53:00
Ich sag ja nur, dass die entsprechenden Daten zur Erstellung personenbezogener Profile vorhanden wären. Ob man sie entsprechend nutzt, steht auf einem anderen Blatt.

Bei der Section Control kannst du hingegen nicht auf den Lenker schließen, sondern nur den Zulassungsinhaber ausfindig machen. Der darf wen anderen mit seinem Auto fahren lassen (im Gegensatz zum Jahreskartenbesitzer). Deswegen erfolgt ja auch eine Lenkererhebung, wenn die Anonymverfügung nicht bezahlt wird.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: invisible am 03. Januar 2016, 01:25:44
Bei der Section Control kannst du hingegen nicht auf den Lenker schließen, sondern nur den Zulassungsinhaber ausfindig machen. Der darf wen anderen mit seinem Auto fahren lassen (im Gegensatz zum Jahreskartenbesitzer). Deswegen erfolgt ja auch eine Lenkererhebung, wenn die Anonymverfügung nicht bezahlt wird.

Darum schrieb ich ja "mit hinreichender Eindeutigkeit"; in >99% der Fälle fährt ja der Zulassungsbesitzer - nur deshalb funktioniert das System mit der Anonymverfügung ja halbwegs effizient (wenn die ständig den Lenker erheben müssten wäre das Gesetz längst dahingehend geändert, dass der Zulassungsbesitzer für alles was mit dem Fahrzeug passiert haftet und sich etwaige Strafen eines anderen Fahrers dann selbst zurückholen müsste).

Aber wir schweifen ab...
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 95B am 03. Januar 2016, 10:21:15
Darum schrieb ich ja "mit hinreichender Eindeutigkeit"; in >99% der Fälle fährt ja der Zulassungsbesitzer

Ich denke, da irrst du gewaltig. Ich sage nur: Firmenautos (Sachbezug!), Familienautos. Streiten wird man sich wohl nicht, wer eine erhaltene Anonymverfügung bezahlt, denn sonst ist es mit dem Fahrenlassen vorbei.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: W_E_St am 03. Januar 2016, 12:36:32
Zitat
Das Problem beim Datenschutz sind nie die Datensätze selbst, sondern immer deren Verknüpfung; das was wirklich garantiert sein muss ist also, dass diese Verknüpfung nie durchgeführt wird. Das kann man prinzipiell über komplett getrennte Datenbanken und entsprechende Richtlinien erreichen.

Das setzt aber grundlegend voraus, dass man der Firma die die Daten verarbeitet vertraut.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 4463 am 03. Januar 2016, 15:38:03
(...) sondern nur den Zulassungsinhaber ausfindig machen. Der darf wen anderen mit seinem Auto fahren lassen.
Aber nur, wenn das Auto in Österreich zugelassen ist und kein Spezialkennzeichen (z.B. Diplomaten) hat. :lamp:
Ein Österreicher darf in Österreich nicht mit einem im Ausland zugelassenem (Privat)Fahrzeug fahren, das ist dann Steuerhinterziehung. Ausnahme: der Zulassungsinhaber sitzt im Fahrzeug. Wie es hier bei Dienstfahrzeugen aussieht, ist mir nicht bekannt.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: haidi am 03. Januar 2016, 15:49:02
(...) sondern nur den Zulassungsinhaber ausfindig machen. Der darf wen anderen mit seinem Auto fahren lassen.
Aber nur, wenn das Auto in Österreich zugelassen ist und kein Spezialkennzeichen (z.B. Diplomaten) hat. :lamp:
Ein Österreicher darf in Österreich nicht mit einem im Ausland zugelassenem (Privat)Fahrzeug fahren, das ist dann Steuerhinterziehung. Ausnahme: der Zulassungsinhaber sitzt im Fahrzeug. Wie es hier bei Dienstfahrzeugen aussieht, ist mir nicht bekannt.
Ein Österreicher darf ein im Ausland zugelassenes Fahrzeug bis zu einem Monat in Österreich fahren, die Frist kann auf ansuchen in begründeten Fällen auf 2 Monate ausgedehnt werden:
Quelle: WKO (https://www.wko.at/Content.Node/Service/Verkehr-und-Betriebsstandort/Verkehr-allgemein/Verkehrsrecht/Verwendung_eines_KFZ_mit_auslaendischem_Kennzeichen_in_Oes.html)

Das von dir Zitierte ist die alte Regelung: Fahrten nur im Interesse des Zulassungsinhabers, also nicht nur, wenn er mitfährt, sondern auch sein Fahrzeug in eine Werkstätte bringen oder für ihn Einkäufe erledigen.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: W_E_St am 04. Januar 2016, 01:41:30
Ganz spitzfindige Frage: wie lange darf eigentlich ein deutscher Staatsbürger, der in Wien lebt, mit einem nicht ihm gehörenden in Deutschland, also dem Wohnort des Eigentümers, zugelassenen Auto in Österreich fahren? Auch nur den Monat?
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: hema am 04. Januar 2016, 03:21:27
Wenn er in Österreich steuerpflichtig ist, gelten für ihn wohl die selben Bestimmungen wie für Österreicher.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: haidi am 04. Januar 2016, 06:12:01
Ganz spitzfindige Frage: wie lange darf eigentlich ein deutscher Staatsbürger, der in Wien lebt, mit einem nicht ihm gehörenden in Deutschland, also dem Wohnort des Eigentümers, zugelassenen Auto in Österreich fahren? Auch nur den Monat?
Zitat
Verwendung von ausländischen Fahrzeugen durch Personen OHNE Hauptwohnsitz im Inland.

Hier sieht das Gesetz eine Verwendung von bis zu einem Jahr vor. Hier ist nur wesentlich, dass der Lenker durch einen längeren Aufenthalt in Österreich nicht den Mittelpunkt seiner Lebensinteressen zeitweilig in Österreich hat. Denn dann wäre ein österreichischer Hauptwohnsitz notwendig und die Verwendung des ausländischen Fahrzeuges in Österreich wieder nur einen Monat erlaubt.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: W_E_St am 04. Januar 2016, 13:03:02
Ganz spitzfindige Frage: wie lange darf eigentlich ein deutscher Staatsbürger, der in Wien lebt, mit einem nicht ihm gehörenden in Deutschland, also dem Wohnort des Eigentümers, zugelassenen Auto in Österreich fahren? Auch nur den Monat?
Zitat
Verwendung von ausländischen Fahrzeugen durch Personen OHNE Hauptwohnsitz im Inland.

Hier sieht das Gesetz eine Verwendung von bis zu einem Jahr vor. Hier ist nur wesentlich, dass der Lenker durch einen längeren Aufenthalt in Österreich nicht den Mittelpunkt seiner Lebensinteressen zeitweilig in Österreich hat. Denn dann wäre ein österreichischer Hauptwohnsitz notwendig und die Verwendung des ausländischen Fahrzeuges in Österreich wieder nur einen Monat erlaubt.

Alles klar! Also auch wenn der Fahrzeugbenutzer einen Hauptwohnsitz in Wien hat, der Fahrzeugeigentümer aber nicht. Sehe ich das richtig?
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: haidi am 04. Januar 2016, 13:54:56
Zitat
Verwendung von ausländischen Fahrzeugen durch Personen OHNE Hauptwohnsitz im Inland.

Hier sieht das Gesetz eine Verwendung von bis zu einem Jahr vor. Hier ist nur wesentlich, dass der Lenker durch einen längeren Aufenthalt in Österreich nicht den Mittelpunkt seiner Lebensinteressen zeitweilig in Österreich hat. Denn dann wäre ein österreichischer Hauptwohnsitz notwendig und die Verwendung des ausländischen Fahrzeuges in Österreich wieder nur einen Monat erlaubt.

Alles klar! Also auch wenn der Fahrzeugbenutzer einen Hauptwohnsitz in Wien hat, der Fahrzeugeigentümer aber nicht. Sehe ich das richtig?

Ich hab den Text der WKO verlinkt und nicht in RIS geschaut - der Fall wird wohl durch eine oberstgerichtliche Entscheidung geklärt werden müssen.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 95B am 20. Januar 2016, 10:04:39
http://www.n-tv.de/panorama/Mann-stoesst-20-Jaehrige-vor-U-Bahn-article16806786.html
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Ferry am 29. Februar 2016, 08:42:07
Unser lieber Verkehrsbetrieb

Unser liebster Verkehrsbetrieb

Ehre, wem Ehre gebührt!  :)
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 95B am 06. März 2016, 11:48:06
Straßenbahndepot soll saniert werden

Das Depot wurde 1899 für die Pferdebahn gebaut, später bis zur letzten Fahrt 1964 von der Straßenbahn genutzt. Die Hallen sind inzwischen stark sanierungsbedürftig. Sie sollen verkauft und entwickelt werden.

https://www.rbb-online.de/politik/beitrag/2016/03/umzug-kfz-sicherungsstelle-polizei-berlin.html
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Tatra83 am 06. März 2016, 12:14:50
Die obige Schlagzeile trifft auch auf den aktuell außer Betrieb befindlichen Betriebshof Nordend in Pankow zu. Bis Dezember 2015 waren dort die historischen Straßenbahnen des DVN Berlin (http://www.dvn-berlin.de/index.htm) abgestellt. Nachdem die BVG eigentlich vor hatte, das Areal zu verkaufen, wurden die historischen Züge in den Betriebshof Köpenick umbeheimatet (https://www.facebook.com/permalink.php?story_fbid=1032925853426641&id=120649044654331), in dessen Wagenhalle nur 2,20m breite Fahrzeuge abgestellt werden dürfen. Da vom Betriebshof Köpenick nur mehr wenige Tatra KT4D runter fahren, stand die Halle überwiegend leer.
Nach dem Umzug der historischen Fahrzeuge plant die BVG nun doch die betriebliche Weiternutzung von Nordend, nachdem die umfangreiche Sanierung abgeschlossen ist.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Tatra83 am 29. März 2016, 16:21:18
Der Frage "Warum kommt der Bus zu spät" wurde im Rahmen eines Projekts nachgegangen: http://haltestelle.tagesspiegel.de/
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 95B am 29. März 2016, 16:24:52
Der Frage "Warum kommt der Bus zu spät" wurde im Rahmen eines Projekts nachgegangen: http://haltestelle.tagesspiegel.de/

In Wien würde es heißen: "Warum kommt der Bus zu früh?" Und die Antwort: #weustunswuaschtbist >:D
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: GS6857 am 17. April 2016, 07:45:58
Zitat
Abbremsen und Anfahren: In Berlin finden die Europameisterschaften im Tramfahren statt

Ungewöhnlicher Wettkampf: Tram-Europameisterschaft in Berlin

Straßenbahnfahrer aus 17 Ländern tragen am 23. April die Tram-Europameisterschaft in Berlin aus. Bei dem ungewöhnlichen Wettkampf geht es zum Beispiel um besonders viel Geschicklichkeit beim Bremsen, teilten die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) am Freitag mit. Die fünf Disziplinen stammten aus dem Arbeitsalltag von Straßenbahnfahrern. Zusätzlich müssen sie beim «Tram-Bowling» aber auch eine riesige Nylonkugel auf überlebensgroße Plastikkegel stoßen. Der Wettbewerb ist ein Branchentreffen, das für den Öffentlichen Nahverkehr wirbt. Solche Meisterschaften fanden unter anderem schon in Budapest, Barcelona und Wien statt. Die BVG rechnet auf ihrem Betriebshof im Stadtteil Lichtenberg mit bis zu 25 000 Zuschauern.

Quelle: http://www.focus.de/regional/berlin/berlin-tag-und-nacht-live-in-berlin-finden-die-europameisterschaften-im-tramfahren-statt_id_5439317.html
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Tatra83 am 29. Mai 2016, 12:59:34
Wer zufällig am Wochenende vom 18./19.06. in Berlin ist, dem kann ich folgende Veranstaltungsreihe empfehlen: https://www.bvg.de/de/Aktuell/Newsmeldung?newsid=1382
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 13er am 29. Mai 2016, 19:55:58
Wer zufällig am Wochenende vom 18./19.06. in Berlin ist, dem kann ich folgende Veranstaltungsreihe empfehlen: https://www.bvg.de/de/Aktuell/Newsmeldung?newsid=1382
Sollen wir zusammenlegen, um einigen Verantwortlichen der WL die Exkursion zu sponsern? 8)
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 95B am 29. Mai 2016, 21:21:17
Za wos brauch ma des?
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: HLS am 30. Mai 2016, 10:28:19
Wer zufällig am Wochenende vom 18./19.06. in Berlin ist, dem kann ich folgende Veranstaltungsreihe empfehlen: https://www.bvg.de/de/Aktuell/Newsmeldung?newsid=1382
Leider kommt diese Veranstaltung ca. 10 Tage zu früh für mich.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Tatra83 am 30. Mai 2016, 12:15:46
Wer zufällig am Wochenende vom 18./19.06. in Berlin ist, dem kann ich folgende Veranstaltungsreihe empfehlen: https://www.bvg.de/de/Aktuell/Newsmeldung?newsid=1382
Leider kommt diese Veranstaltung ca. 10 Tage zu früh für mich.
Sei froh, als Dank hättest vielleicht Ratten(reste) aus den Drehgestellen der U-Bahn putzen müssen.  C:-) >:D
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: HLS am 31. Mai 2016, 11:04:17
Wer zufällig am Wochenende vom 18./19.06. in Berlin ist, dem kann ich folgende Veranstaltungsreihe empfehlen: https://www.bvg.de/de/Aktuell/Newsmeldung?newsid=1382
Leider kommt diese Veranstaltung ca. 10 Tage zu früh für mich.
Sei froh, als Dank hättest vielleicht Ratten(reste) aus den Drehgestellen der U-Bahn putzen müssen.  C:-) >:D
U-Bahn? Wo fährt die?  >:D
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 95B am 01. Juni 2016, 10:58:40
Wer sein Fahrzeug liebt, der schiebt:

http://www.morgenpost.de/berlin/article207624285/Die-BVG-bedankt-sich-bei-den-Berliner-Tram-Schiebern.html
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 13er am 22. Juni 2016, 18:49:00
Überall wird die Straßenbahn ausgebaut, nur nicht bei uns...

http://www.morgenpost.de/berlin/article207711675/Tram-nach-Moabit-rollt-ab-2020-durch-die-Turmstrasse.html
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Tatra83 am 22. Juni 2016, 22:04:53
Überall wird die Straßenbahn ausgebaut, nur nicht bei uns...

http://www.morgenpost.de/berlin/article207711675/Tram-nach-Moabit-rollt-ab-2020-durch-die-Turmstrasse.html

Da ist der kleine Tatra noch mit den Reko-Wagen in die Schule gekracht, als man seitens SenStadt über die Straßenbahn zur Turmstraße fabuliert hat. ;)
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 13er am 23. Juni 2016, 08:27:21
Überall wird die Straßenbahn ausgebaut, nur nicht bei uns...
http://www.morgenpost.de/berlin/article207711675/Tram-nach-Moabit-rollt-ab-2020-durch-die-Turmstrasse.html
Da ist der kleine Tatra noch mit den Reko-Wagen in die Schule gekracht, als man seitens SenStadt über die Straßenbahn zur Turmstraße fabuliert hat. ;)
Habt ihr etwa Feindsender gehört? >:D
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Bus am 16. August 2016, 16:27:59
Also nach dem Berlin Besuch am letzten Wochenende kann man nur sagen, dass die WL von den Intervallen und Sauberkeit ganz oben rangieren :) Mit der Abschaffung und Verzögerung der Straßenbahn bzw. Ausbau hat man sich keinen Gefallen getan, UBahn-Stationen sind für gebrechliche Personen oder mit Kinderwagen nach wie vor schwer zugänglich.

Einzig die gepolsterten Sitzplätze in der Tram sind ein Vorteil. Der Trend zum Radverkehr ist u.a. aber bei den Intervallen bzw. Belästigungen durch Schnorrer und Getier kein Wunder.

Der Geldmangel macht sich auch beim ÖPV deutlich bemerkbar.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Bus am 18. August 2016, 13:44:02
Aufnahme im HDR Modus. Eigentlich sind ja die Garnituren vom Fahrkomfort nicht schlecht. Die Sitzabstände bei den Radkästen erinnern aber leider sehr an die U6 Garnituren, alle Personen mit größeren Schuhen ab 37 haben dort ein Problem.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 95B am 18. August 2016, 13:57:07
Aufnahme im HDR Modus.

Besser wäre gewesen, mit längerer Belichtungszeit zu fotografieren, um die Zielanzeige lesbar abzubilden.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Bus am 18. August 2016, 15:31:13
Ja eh. Ich bin nur der E2 bei Straßenbahnfotografien  ;D
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: TW 292 am 17. Oktober 2016, 14:48:00
Im September 2016 waren auch wieder ein paar KT4D am Tageskurs am M6 unterwegs!

[attach=1]
6053 + 6118 bei der Hst. Jan Petersen Straße, 27.09.2016.

[attach=2]
6172 + 6166 in der Zossener Straße, 27.09.2016.

Aktuelle sind KT4D auf den Linien M4, M5E*, M6E*, M8E*,  M17, 37, 67 anzutreffen und am 61er ab 11.12.2016 bis xx. 2017 wieder einfach KT4D, danach wird auch diese Linie  auf GT6x umgestellt.

Sa und So sind aktuell keine KT4D unterwegs!

*Grundsätzlich können auch GT6x auf diesen Kursen eingesetzt werden.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: diogenes am 17. Oktober 2016, 14:55:24
Haben 6172 und 6166 so eine ähnliche Achsfolge wie die Wiener F, also vorne festes Fahrgestell, hinten Drehgestell?
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: hema am 17. Oktober 2016, 14:57:27
Haben 6172 und 6166 so eine ähnliche Achsfolge wie die Wiener F, also vorne festes Fahrgestell, hinten Drehgestell?
Die haben zwei Drehgestelle!
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: diogenes am 17. Oktober 2016, 15:01:54
Haben 6172 und 6166 so eine ähnliche Achsfolge wie die Wiener F, also vorne festes Fahrgestell, hinten Drehgestell?
Die haben zwei Drehgestelle!
Dann haben sie wohl auch eine Rückführung, dass die Drehgestelle (bzw. die Wagenkastenteile) nach der Kurve wieder gerade gestellt werden, oder?
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: hema am 17. Oktober 2016, 15:07:28
Das wurde durch Gestänge und Federkraft gewährleistet. Schau mal nach unter "Kurzgelenkwagen".
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: diogenes am 17. Oktober 2016, 17:11:22
Das reicht mir schon, danke :)
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: pTn am 26. Oktober 2016, 07:30:16
Berlin, die Stadt an der Spree modernisiert nicht nur seine Flotte und es sind nun 189 Fahrzeuge bestellt, von denen der größte Teil bereits ausgeliefert ist, sondern es wird auch gefeiert, so im September 40 Jahre Tatra-Wagen, mit einem frisch hergerichteten Fahrzeug, das so aussieht wie vor 40 Jahren.

mehr Bilder: http://public-transport.net/tram/Berlin/Berlin16/
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: martin8721 am 26. Oktober 2016, 11:15:56
sondern es wird auch gefeiert, so im September 40 Jahre Tatra-Wagen, mit einem frisch hergerichteten Fahrzeug, das so aussieht wie vor 40 Jahren.

Das könnte man in Wien auch machen und heuer, zum 50-jährigen Jubiläum, einen E1 im Zustand von 1966 herrichten.  :D
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 95B am 26. Oktober 2016, 11:22:04
sondern es wird auch gefeiert, so im September 40 Jahre Tatra-Wagen, mit einem frisch hergerichteten Fahrzeug, das so aussieht wie vor 40 Jahren.

Das könnte man in Wien auch machen und heuer, zum 50-jährigen Jubiläum, einen E1 im Zustand von 1966 herrichten.  :D

Den müsste man aber zunächst aus dem Ausland zurückkaufen ...
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: W_E_St am 26. Oktober 2016, 12:23:24
sondern es wird auch gefeiert, so im September 40 Jahre Tatra-Wagen, mit einem frisch hergerichteten Fahrzeug, das so aussieht wie vor 40 Jahren.

Das könnte man in Wien auch machen und heuer, zum 50-jährigen Jubiläum, einen E1 im Zustand von 1966 herrichten.  :D

Den müsste man aber zunächst aus dem Ausland zurückkaufen ...

Im Verkehrskombinat würde man es durchaus fertigbringen, einen 1973 ausgelieferten Wagen auf den Erstzustand eines 1966 ausgelieferten Wagens zu bringen... "merkt jo eh kana!". Abgesehen davon hat sich äußerlich sehr wenig (verstärkte Prellschiene, Spiegel, dritte Tür hinten, Türtaster) verändert, innen aus Fahrgastsicht hauptsächlich der Schaffnerplatz, die Technik mit der Geamatic dafür ganz erheblich.

Insofern wäre simpler Neulack schon ein wesentlicher Schritt in Richtung Originalzustand.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 95B am 26. Oktober 2016, 13:16:03

Insofern wäre simpler Neulack schon ein wesentlicher Schritt in Richtung Originalzustand.

Des geht ned. Des hamma scho so laung nimma gmocht, do waaß jo kaana mehr, wia des geht!
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: HLS am 27. Oktober 2016, 17:38:45

Insofern wäre simpler Neulack schon ein wesentlicher Schritt in Richtung Originalzustand.

Des geht ned. Des hamma scho so laung nimma gmocht, do waaß jo kaana mehr, wia des geht!
Sie könnten sich die Kniffe der Bootslackierer zeigen lassen.  8) >:D :))
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: tramway.at am 28. Oktober 2016, 10:07:46
Ein kleines Video von der großen Kreuzung Eberswalder Straße / Danziger Straße / Schönhauser Allee / Kastanienallee / Pappelallee - dort spielt sich's unglaublich ab:

https://youtu.be/NWqGI07Jt5Q
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Geamatic am 28. Oktober 2016, 10:14:22
Video ist leider privat
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: HLS am 28. Oktober 2016, 16:12:14
Video ist leider privat
Entwerder wurden die Einstellungen geändert oder aber du hast irgendein Problem bei dem Video, da ich es problemlos grad schauen konnte.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: tramway.at am 28. Oktober 2016, 16:15:09
Video ist leider privat
Entwerder wurden die Einstellungen geändert oder aber du hast irgendein Problem bei dem Video, da ich es problemlos grad schauen konnte.

Habe es nochmals raufgeladen, da ich das falsche File erwischt hatte, da hast du's wahrscheinlich grad versucht. Sollte gehen.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: N1 am 28. Oktober 2016, 17:40:44
Berlin, die Stadt an der Spree modernisiert nicht nur seine Flotte und es sind nun 189 Fahrzeuge bestellt, von denen der größte Teil bereits ausgeliefert ist, sondern es wird auch gefeiert, so im September 40 Jahre Tatra-Wagen, mit einem frisch hergerichteten Fahrzeug, das so aussieht wie vor 40 Jahren.

mehr Bilder: http://public-transport.net/tram/Berlin/Berlin16/

–- Bild (http://www.tramwayforum.at/index.php?action=dlattach;topic=1435.0;attach=172702;image) –-
Der Berliner Flexity gefällt mir um einiges besser als der unsrige.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 95B am 04. Dezember 2016, 09:47:42
Wenn es knallt, dann richtig

Groß, gelb, 40 Tonnen schwer: Berlins Straßenbahnen sorgen zwar nicht für den Hauptteil von Berlins Verkehrsunfällen - wenn aber eine Tram beteiligt ist, geht es oft nicht glimpflich aus. In einem aktuellen Fall sogar tödlich. [...] [MEHR] (http://www.rbb-online.de/panorama/beitrag/2016/11/strassenbahn-unfaelle-berlin-statistik-.html)

http://www.rbb-online.de/panorama/beitrag/2016/11/strassenbahn-unfaelle-berlin-statistik-.html

Der zitierte "Leiter der Unfallforschung der Versicherer" Brockmann dürfte persönliche Schwierigkeiten mit dem Verkehrsmittel Straßenbahn haben, anders ist seine unqualifizierte Abneigung, die in dem Artikel deutlich wird, nicht zu interpretieren.

Genereller Beitrag über das (fuuurchtbar hohe, denn der Artikel ist auch vom Tramwayhasser Brockmann!) Risiko, einen Straßenbahnunfall zu haben: http://www.gdv.de/2016/09/unfallrisiko-strassenbahn/
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: diogenes am 04. Dezember 2016, 10:16:21
Die Trennung von Straßenbahn und Straße (bleibt irgendwie nur "Bahn" über :) ) tut ja bekanntlich der Pünktlichkeit und der Reisegeschwindigkeit einer Straßenbahn gut, aber was ist mit der empfohlenen Seitenlage? Ist das wirklich eine gute Idee? Und wenn ja, wie ist's besser? Wie am Ring oder wie auf der Brünner Straße?
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: HLS am 04. Dezember 2016, 11:13:41
Wenn es knallt, dann richtig

Groß, gelb, 40 Tonnen schwer: Berlins Straßenbahnen sorgen zwar nicht für den Hauptteil von Berlins Verkehrsunfällen - wenn aber eine Tram beteiligt ist, geht es oft nicht glimpflich aus. In einem aktuellen Fall sogar tödlich. [...] [MEHR] (http://www.rbb-online.de/panorama/beitrag/2016/11/strassenbahn-unfaelle-berlin-statistik-.html)

http://www.rbb-online.de/panorama/beitrag/2016/11/strassenbahn-unfaelle-berlin-statistik-.html

Der zitierte "Leiter der Unfallforschung der Versicherer" Brockmann dürfte persönliche Schwierigkeiten mit dem Verkehrsmittel Straßenbahn haben, anders ist seine unqualifizierte Abneigung, die in dem Artikel deutlich wird, nicht zu interpretieren.

Genereller Beitrag über das (fuuurchtbar hohe, denn der Artikel ist auch vom Tramwayhasser Brockmann!) Risiko, einen Straßenbahnunfall zu haben: http://www.gdv.de/2016/09/unfallrisiko-strassenbahn/
Ein scheinbar sehr kompetenter Unfallforscher. Warum fordert er nicht auch gleich alle Autos, Busse, Lkws usw. in den Tunnel oder auf Brücken.

Der normale gesunde Menschenvestand sagt mir ja schon, dass ich nicht blindlinks umadumm rennen kann.
Seit meinem Niederstoßen damls, habe ich mit solchen Trotteln absolut keinen Mitleid mehr. Eher im Gegenteil, nennt sich eben natürliche Auslese. Für wem so einen Unfall allerdings dramatische Folgen haben kann, ist für den Fahrer. Nämlich dann, wenn er dadurch so einen starken psychischen Schaden davon trägt, dass er sich nicht mehr traut seinem gewohntem (Berufs)Leben nachzugehen. Das kann nicht nur zu finanziellen sondern auch familiären Schwierigkeiten führen und nicht selten endet sowas dann im Selbstmord.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Donaufelder am 05. Dezember 2016, 11:20:51
@HLS:

Dem kann ich Dir nur beipflichten, manche "Träumelinchens" bewegen sich wie in Trance, völlig losgelöst und mit riesen Scheuklappen durch den Straßenverkehr, weil sie sich auf das Sch.... Smartphone konzentrieren, anstatt ihre Aufmerksamkeit auf ihre unmittelbare Ungebung zu lenken! :fp:

Eigentlich gehören die Erfinder von Smartphones, Facebook und co. zur Verantwortung gezogen! >:D
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: HLS am 05. Dezember 2016, 12:07:53
@HLS:

Dem kann ich Dir nur beipflichten, manche "Träumelinchens" bewegen sich wie in Trance, völlig losgelöst und mit riesen Scheuklappen durch den Straßenverkehr, weil sie sich auf das Sch.... Smartphone konzentrieren, anstatt ihre Aufmerksamkeit auf ihre unmittelbare Ungebung zu lenken! :fp:

Eigentlich gehören die Erfinder von Smartphones, Facebook und co. zur Verantwortung gezogen! >:D
In meinem Fall wars ein "blinder" Pedalritter mit Musik auf den Ohren.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: W_E_St am 06. Dezember 2016, 13:20:03
Zitat
Eigentlich gehören die Erfinder von Smartphones, Facebook und co. zur Verantwortung gezogen! >:D

Also auch Johannes Gutenberg?

Smartphones haben solches Verhalten sicher breitenwirksamer gemacht, aber mit einem Buch blind durch die Gegend rennende Leute hat es immer schon gegeben. Oder ganz ohne Hilfsmittel - sonst gäbe es wohl kaum die Geschichte von Hans Guck-in-die-Luft.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: tramway.at am 10. Januar 2017, 12:18:33
Die BVG ist ja schon herrlich frech  :D
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 13er am 10. Januar 2017, 12:23:52
Ja, da könnten sich unsere erzwungen Lustigen noch einiges abschauen! Find ick knorke!
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Linie 360 am 10. Januar 2017, 12:31:12
@ tramway.at->
Ja, aber sowas kommt bei vielen "Normalfahrgästen" gut an& wäre auch in Wien nicht schlecht.
Man könnte ja das Geld anstatt für Lukas Schnell für soetwas verwenden >:D

Ja, da könnten sich unsere erzwungen Lustigen noch einiges abschauen! Find ick knorke!
Die Chancen dafür stehen nicht schlecht! War ja bislang schon häufig so, daß wir die Deutschen nachgeahmt haben-bloß halt mit 5-jähriger Verzögerung!

MOD-EDIT: Zwee Postings zusamm'jefasst.  ;)
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Tatra83 am 10. Januar 2017, 12:47:54
In der aktuellen Lage der WL ist sowas völlig undenkbar. Sie sind mit ihrem eigenen Untergang vollends beschäftigt.

Meine Favoriten sind:

[attach=1]

[attach=2]

[attach=3]

[attach=4]

[attach=5]
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Bus am 10. Januar 2017, 13:27:07
Berlin hat es auch bitter nötig, solch eine Werbung zu machen. Bei dem kack-Service... lange Intervalle, veraltete und verdreckte Ubahn(Stationen)... etc.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 95B am 10. Januar 2017, 15:19:34
Bei uns würde das etwa so ablaufen:

[attachimg=1]
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Rodauner am 10. Januar 2017, 18:19:30
Falls jemand noch andere Sujets für Wien adaptieren will...

Schwarzfahren ist übrigens relativ günstig dort...
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Tatra83 am 10. Januar 2017, 18:29:02
Bei uns würde das etwa so ablaufen:

(Dateianhang Link)

Clearly made my Day!
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Rodauner am 11. Januar 2017, 14:34:02
Die BVG ist ja schon herrlich frech  :D

Es geht noch frecher...
https://youtu.be/2pic3FnvUrY
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: diogenes am 11. Januar 2017, 14:40:59
Die BVG ist ja schon herrlich frech  :D

Es geht noch frecher...
https://youtu.be/2pic3FnvUrY
Die Kombi aus Chuzpe und Humor könnte in mehr Werbungen kommen :)
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: W_E_St am 13. Januar 2017, 22:25:09
Also im Kontext WL ist der Weltgrafikertag mein Top-Favorit :-D
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Tatra83 am 19. Januar 2017, 17:05:57
Arm aber sexy und daher baut man Straßenbahnen, hier das Projekt namens "WISTA II": http://www.berliner-zeitung.de/berlin/verkehr/neue-trasse-mit-der-tram-von-adlershof-direkt-nach-hohenschoenhausen-25573732 WISTA steht für Wissenschaftsstadt Adlershof, dort ist es vorgesehen, die Lücke zwischen S-Bhf. Schöneweide und Adlershof, Karl-Ziegler-Straße über den Groß-Berliner-Damm zu schließen.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: HLS am 20. Januar 2017, 14:27:08
Zitat
In drei Jahren sollen dort etwa 20.000 Menschen arbeiten und gut  3500 wohnen. – Quelle: http://www.berliner-zeitung.de/25573732 ©2017

Sind die denn das Wahnsinns? Bei sovielen Menschen bedarfs doch einer U-Bahn, die kennen sich doch aber so gar nicht aus.>:D
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: hema am 20. Januar 2017, 14:44:15
. . . .  die kennen sich doch aber so gar nicht aus.>:D
Ich war mal bei einer Veranstaltung, da saß am Podium neben Berliner Vertretern auch ein sattsam bekannter Mann aus dem mittelhohen Management der WiLi, der hat nicht nur ständig die Berliner süffisant belehrt über die Falschheit diverser ihrer Maßnahmen, sondern ihnen dann auch noch mit höchster Geringschätzigkeit verkündet, Berlin sei eben Pleite, da sei kein U-Bahn-Ausbau mehr drinnen, Wien wäre finanziell anders aufgestellt, da sei Der U-Bahn-Betrieb und Weiterbau das Mittel der Wahl. Unheimlich peinlich das Ganze!

Aber bei den WiLi weiß man eben, wie man mit Gästen umgeht (nicht nur im Museum)!   ::)
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 13er am 20. Januar 2017, 15:01:53
Aber bei den WiLi weiß man eben, wie man mit Gästen umgeht (nicht nur im Museum)!   ::)
Ein ebenfalls mehr als bekannter höherer Mitarbeiter, allerdings nicht derselbe wie bei dir, hat ja mal mit Gästen eines Verkehrsbetriebs aus Deutschland (mir ist leider entfallen, woher genau) eine ULF-Probefahrt (war in der ersten Zeit des ULFs) nach Oberlaa gemacht. In der Schleife haben sie sich den Zug genauer angesehen und auch angegriffen und er hat sie angeschrien mit "Finger weg vom Zug, der wird dreckich!!!". Auch eine sehr schöne Situation, die haben sich sicher willkommen gefühlt bei uns!
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Tatra83 am 20. Januar 2017, 15:22:23
Selbstverständlich können sich die Berliner Kollegen in nahezu allen Belangen nur unterthänigst vor den WL verneigen, gar keine Frage!
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: hema am 20. Januar 2017, 15:53:34
Die waren höflich, sie haben zwar indigniert geschaut, sind aber nicht auf jeden Blödsinn eingestiegen. Die haben wohl instinktiv gemerkt, dass mit diesem Herren in seiner Selbstherrlichkeit jede Debatte fruchtlos ist.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 13er am 20. Januar 2017, 15:56:01
Die waren höflich, sie haben zwar indigniert geschaut, sind aber nicht auf jeden Blödsinn eingestiegen. Die haben wohl instinktiv gemerkt, dass mit diesem Herren in seiner Selbstherrlichkeit jede Debatte fruchtlos ist.
Die wussten eben, wie man sich bei Hofe benimmt!
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Tatra83 am 21. Januar 2017, 14:24:04
Apropos Hof, im Zuge des Streckenbaus wird vrsl. auch ein neuer Betriebshof errichtet, der die Anlagen in Köpenick (Wendenschloßstr.) und Schöneweide (Nalepastraße) ersetzen wird. Köpenick wird dann - als komplett denkmalgeschützter Komplex - die Herberge der historischen Straßenbahnen werden.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: tramway.at am 27. Januar 2017, 11:39:51
Die bunten U-Bahn-Stationen der 1970er sind in Gefahr bzw bereits teilweise zerstört:
http://www.moderne-regional.de/berlin-trauerspiel-im-untergrund/
http://www.moderne-regional.de/bierpinsel-und-2-x-u-bahn-unter-schutz/
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 95B am 27. Januar 2017, 11:50:53
Die bunten U-Bahn-Stationen der 1970er sind in Gefahr bzw bereits teilweise zerstört:
http://www.moderne-regional.de/berlin-trauerspiel-im-untergrund/
http://www.moderne-regional.de/bierpinsel-und-2-x-u-bahn-unter-schutz/

Genau dasselbe haben sie bei uns mit der Gürtel-Ustrab ja auch gemacht. :ugvm:
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: tramway.at am 27. Januar 2017, 12:51:07
Die bunten U-Bahn-Stationen der 1970er sind in Gefahr bzw bereits teilweise zerstört:
http://www.moderne-regional.de/berlin-trauerspiel-im-untergrund/
http://www.moderne-regional.de/bierpinsel-und-2-x-u-bahn-unter-schutz/

Genau dasselbe haben sie bei uns mit der Gürtel-Ustrab ja auch gemacht. :ugvm:

Wobei die - bis auf Südtirolerplatz - architektonisch belanglos waren. Um die 1950er-Architektur des erstgenannten mit den beiden Ebenen ist es allerdings wirklich schade.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Bus am 27. Januar 2017, 13:26:33
Wobei man zugeben muss, dass die 50er bis 70er Jahre Architektur nicht wirklich schön war. Alles was danach kam, ist sowieso auch nur mehr ein Wegwerfprodukt.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 95B am 27. Januar 2017, 19:20:05
Genau dasselbe haben sie bei uns mit der Gürtel-Ustrab ja auch gemacht. :ugvm:

Wobei die - bis auf Südtirolerplatz - architektonisch belanglos waren.

Ich fand die Ausstattung der Gürtelstationen mit den typischen bunten 1960er-Fliesen durchaus prägend. Bei der Zweierlinienustrab hat man das Mosaik auch beibehalten, aus der Gürtel-Ustrab hat man hingegen eine farblose Monotonie gemacht – bis auf das Zwischengeschoß Laurenzgasse, aber wer kommt dort schon oft vorbei?
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: TW 292 am 31. Januar 2017, 22:22:57
Die Flexity Bestellung umfasst nun alle 206 Fahrzeuge welche gebaut werden sollen und es wird bereits weiter augeschrieben es sollen die nächsten Jahren weitere 70 neue Trams kommen, daher werden die KT4D bis 2020 wohl endgütlig Geschichte sein!

Zwischen Adlershof und Schöneweide wird die Tram ausgebaut und hier sollen die Linien M17, 60 und 61 verlängert werden!
http://www.berliner-woche.de/adlershof/verkehr/strassenbahnlinie-wird-verlaengert-d117236.html

Die Linie M10 soll ab 2020 bis zur Turmstraße fahren! Baubeginn soll 2018 sein!

Mit der Flexity Lieferung wird mit der Zeit auch die Linie M13 nur noch mit F8E und F8Z geführt, auch die Linie M10 soll auf längere Flexity umgestellt werden!
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: HLS am 15. Februar 2017, 01:15:29
Ich habe grad beim Stöbern im Internet was intressantes gefunden.

Es gibt sogar einige parallen zu Wien, zumindestens was der Schreie der Bevölkerung anbelangt, dafür aber extreme Unterschiede was die Stadtregierung so plant.

http://m.morgenpost.de/berlin/article209577763/So-soll-der-Berliner-Stadtverkehr-der-Zukunft-aussehen.html
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: hema am 15. Februar 2017, 02:12:59
Frage: Hat Wien mehr Geld als Berlin oder verantwortungslosere Politiker?   8)
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: HLS am 15. Februar 2017, 11:01:58
Frage: Hat Wien mehr Geld als Berlin oder verantwortungslosere Politiker?   8)
Mh, das kann und will ich so gar nicht einschätzen. ;)
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Tatra83 am 15. Februar 2017, 20:12:27
Frage: Hat Wien mehr Geld als Berlin oder verantwortungslosere Politiker?   8)
Nein, weder noch. Der sicherlich gravierendste Unterschied ist § 25 Verkehrsinfrastruktur des Verkehrsvertrages zwischen dem Land Berlin und der BVG. Daraus:
(1) Die Vertragspartner werden ein Monitoring der vertraglichen Pflichten der Infrastrukturvorhaltung vornehmen. Ziele des Monitorings sind die Umsetzungskontrolle der Vorhabensplanung sowie die Feststellung von eventuellen Investitionsrückstau, der langfristige Erhalt des betrieblichen Nutzwertes bis 2020 und darüber hinaus, sowie die Sicherung des Qualitätszustandes.
(2) Instrumente des Monitorings gemäß Anlage 6 (Infrastrukturmonitorings) sind a) die vertragsgemäße Verwendung der Mittel, b) die Qualität der Infrastruktur gemessen an Kennzahlen, c) die Entwicklung des Anlagevermögens (Anlagenspiegel).

Allein Absatz 1 wäre für unsere Wiener U-Bahn-Fanatiker und kreativen Finanzjongleure in massivste Erklärungsnöte bringen. In Berlin sind die Folgekosten der nun bald 115jährigen U-Bahn sattsam bekannt und man hat erkannt, dass mehr nicht finanzierbar ist.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: hema am 15. Februar 2017, 20:34:44
Im Wiener Steppenklima wächst das Geld bekanntlich auf den Bäumen!
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: dalski am 06. März 2017, 07:01:10
Ein klassisches Fotomotiv in Berlin ist wohl der Alexanderplatz, wie hier im September 2016:
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 95B am 06. März 2017, 08:47:03
Klassisch, aber nicht schön. ;)
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Tatra83 am 04. April 2017, 08:55:21
Hier ein Artikel zu den Angebotsausweitungen in Berlin: http://www.morgenpost.de/berlin/article210135453/Wo-die-BVG-ihr-Angebot-in-Berlin-ausbaut.html

Bemerkenswert darin zu lesen ist, dass man auch wieder verstärkt auf ÖV-Bevorrangung an den LSA setzt, nachdem das seit 2006 eher in Richtung Wiener Verhältnisse abzurutschen drohte. Allein bei der Buslinie M27 mit derzeit 46 Minuten Planfahrzeit wird man auf 37 Minuten kommen - nur durch die LSA-Beeinflussung!
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Operator am 04. April 2017, 09:12:14
Hier ein Artikel zu den Angebotsausweitungen in Berlin: http://www.morgenpost.de/berlin/article210135453/Wo-die-BVG-ihr-Angebot-in-Berlin-ausbaut.html

Bemerkenswert darin zu lesen ist, dass man auch wieder verstärkt auf ÖV-Bevorrangung an den LSA setzt, nachdem das seit 2006 eher in Richtung Wiener Verhältnisse abzurutschen drohte. Allein bei der Buslinie M27 mit derzeit 46 Minuten Planfahrzeit wird man auf 37 Minuten kommen - nur durch die LSA-Beeinflussung!
Ob das einer der zuständigen Herren oder Damen in Wien liest?
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 95B am 04. April 2017, 09:16:39
Allein bei der Buslinie M27 mit derzeit 46 Minuten Planfahrzeit wird man auf 37 Minuten kommen - nur durch die LSA-Beeinflussung!

Noch mehr könnte man freilich erreichen, wenn man alle diese heillos überforderten Buslinien auf Straßenbahn umstellt! ;)
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: diogenes am 04. April 2017, 09:25:29
Allein bei der Buslinie M27 mit derzeit 46 Minuten Planfahrzeit wird man auf 37 Minuten kommen - nur durch die LSA-Beeinflussung!

Noch mehr könnte man freilich erreichen, wenn man alle diese heillos überforderten Buslinien auf Straßenbahn umstellt! ;)
<warmeislutscher>Hat man ja beim 13A auch in Wien gemacht.</warmeislutscher> Ob man's in Berlin machte?
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: hema am 04. April 2017, 15:05:14

Ob das einer der zuständigen Herren oder Damen in Wien liest?
. . . . und hoffentlich auch versteht, was er/sie da liest!  ;)
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 4463 am 04. April 2017, 15:10:51

Ob das einer der zuständigen Herren oder Damen in Wien liest?
. . . . und hoffentlich auch versteht, was er/sie da liest!  ;)
Gehn's, se miass'n scho vasteh'n, dass des ned so afoch geht - de Mitoabeita hom a Recht auf ihra Rolldienstzulage - und wann mia de Fohrzeit vaküaz'n, donn regt si ois erstes de Gewerkschaft auf. :blankd:
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Bus am 04. April 2017, 15:44:42
Wien darf niemals Berlin werden  >:D
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Der Reisende am 04. April 2017, 16:57:25
Wien darf niemals Berlin werden  >:D
Richtig. Was für einen Grund hätte man dann noch, von Berlin nach Wien zu fahren?  :)
Insgesamt ist hierbei aber etwas mehr zu differenzieren.
Vorteile Wien:
- Taktzeiten
- Ablenkungs- und Kurzführungsmöglichkeiten
- engmaschigeres Netz

Vorteile Berlin:
- Betriebszeiten (jedoch in Verbindung mit der Instandhaltungsphilosophie Streckensperrung vs. unter rollendem Rad zu sehen)
- Gleiszustand und Nutzung Rasengleise

Für beide Städte gibt es subjektiv noch viel mehr zu sagen.  ;)
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Tatra83 am 04. April 2017, 17:06:43
Ob das einer der zuständigen Herren oder Damen in Wien liest?

Na hoffentlich nicht, weil das nur die Phalanx der Gründe verstärkt warum etwas nicht geht!

Noch mehr könnte man freilich erreichen, wenn man alle diese heillos überforderten Buslinien auf Straßenbahn umstellt! ;)

Dafür gibt es in Berlin im Vergleich zu Wien keine Denkverbote, wenn man sich vor Augen hält, dass bspw. die 13er-Studie gezielt in die Öffentlichkeit lanciert wurde, damit sie nicht im magistratseigenen Giftschrank verschwindet!
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: hema am 04. April 2017, 17:13:15
Man könnte ja die straßenbahnmäßigen Vorzüge beider Städte wählen und in unserem Lieblingsbetrieb vereinen. Man müsste halt mal den Mut haben, über politische und gewerkschaftliche Schatten zu springen!

Vielleicht haben die Berliner Interesse an unserem Öffi-Management und unserer Rathaus-Riege? Man könnte ihnen diesen Expertenhaufen ja andrehen, einschließlich unserer Qualitäts-ULFs als Draufgabe.   >:D
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Der Reisende am 04. April 2017, 17:24:56
Vielleicht haben die Berliner Interesse an unserem Öffi-Management und unserer Rathaus-Riege? Man könnte ihnen diesen Expertenhaufen ja andrehen, einschließlich unserer Qualitäts-ULFs als Draufgabe.   >:D
Nein, danke.  ;D
Der A 50 war ja 2004 in Berlin unterwegs. Dann kam 2005 der Incentro aus Nantes. Tja, und das Ergebnis der danach folgenden Straßenbahnbeschaffung ist bekannt.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: T1 am 04. April 2017, 17:45:43
Vielleicht haben die Berliner Interesse an unserem Öffi-Management und unserer Rathaus-Riege? Man könnte ihnen diesen Expertenhaufen ja andrehen, einschließlich unserer Qualitäts-ULFs als Draufgabe.   >:D
Nein, danke.  ;D
Der A 50 war ja 2004 in Berlin unterwegs. Dann kam 2005 der Incentro aus Nantes. Tja, und das Ergebnis der danach folgenden Straßenbahnbeschaffung ist bekannt.
Und die Ironie der Geschichte ist, dass er jetzt nach Wien kommt :)
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: TW 292 am 10. April 2017, 11:04:32
Wien darf niemals Berlin werden  >:D
Richtig. Was für einen Grund hätte man dann noch, von Berlin nach Wien zu fahren?  :)
Insgesamt ist hierbei aber etwas mehr zu differenzieren.
Vorteile Wien:
- Taktzeiten
- Ablenkungs- und Kurzführungsmöglichkeiten
- engmaschigeres Netz

Vorteile Berlin:
- Betriebszeiten (jedoch in Verbindung mit der Instandhaltungsphilosophie Streckensperrung vs. unter rollendem Rad zu sehen)
- Gleiszustand und Nutzung Rasengleise

Für beide Städte gibt es subjektiv noch viel mehr zu sagen.  ;)

Vorteile Berlin!
> 24 Stunden Tramnetz auf den wichtigsten Abschnitten die ganze Woche rund um die Uhr unterwegs!
> Zweichrichtungsfahrzeuge damit flexibler beim Kurzführen.
> Flexibler bei Fahrzeuglängen ob 20 bis 52 m ist alles dabei, in Zukunft auch 60 m für den M4.

Vorteil Wien
> Dichtes Intervall auch in den Schwachlastzeiten, da gibt es in Berlin meisten 20 bis 30 Minuten Takt.

Diches Minus aber für Wien
> Gleiszustand
> Schlechte Wartung der Fahrzeuge plus sehen einfach schlecht aus kaum Neulack usw.

Zitat
Der A 50 war ja 2004 in Berlin unterwegs. Dann kam 2005 der Incentro aus Nantes. Tja, und das Ergebnis der danach folgenden Straßenbahnbeschaffung ist bekannt.
Der ULF wäre für Berlin soweiso die falsche Wahl gewesen, da ist der Flexity Berlin doch genau das richtige und für so eine große Stückzahl doch gerechtfertig und bei der nächsten Ausschreibung kann man sich ja ausdenken das wohl weitere Flexity kommen.

Ja der Wiener hat etwas mit den Berlin zu tun, aber es endet auch schnell wieder da ist die BVG doch deutlich anders als die WiLi.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Klingelfee am 10. April 2017, 11:35:47

Vorteile Berlin!
> 24 Stunden Tramnetz auf den wichtigsten Abschnitten die ganze Woche rund um die Uhr unterwegs!
> Zweichrichtungsfahrzeuge damit flexibler beim Kurzführen.
> Flexibler bei Fahrzeuglängen ob 20 bis 52 m ist alles dabei, in Zukunft auch 60 m für den M4.


Wobei man diese 2 Minus auch relativieren muss.

> In Wien hast du auf den wichtigsten Straßenbahnstrecken auch einen 24 Stunden betrieb. In der Nacht halt mit Bussen
> Was nützten mir in Berlin Zweirichtungsfahrzeuge, wenn sie kaum Gleisverbindungen mehr haben, dass sie diese im Störungsfall auch verwenden können. Ich habe im Plan http://www.gleisplanweb.eu/Maps/Berlin.pdf gerade 1 (in Worten Eine) Gleisverbindung gefunden. Ansonsten gibt es noch einige eingleisige Strecken, nur weis jetzt, ob dort Zweirichtungszüge eingesetzt werden.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 60er am 10. April 2017, 14:19:39
Was nützten mir in Berlin Zweirichtungsfahrzeuge, wenn sie kaum Gleisverbindungen mehr haben, dass sie diese im Störungsfall auch verwenden können.
Zweirichtungsfahrzeuge haben ja noch den weiteren großen Vorteil, dass man keine Gleisschleifen benötigt und z.B. bei Platzmangel auch Endstellen mit Stumpfgleisen möglich sind.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 95B am 10. April 2017, 14:21:26
Was nützten mir in Berlin Zweirichtungsfahrzeuge, wenn sie kaum Gleisverbindungen mehr haben, dass sie diese im Störungsfall auch verwenden können.
Zweirichtungsfahrzeuge haben ja noch den weiteren großen Vorteil, dass man keine Gleisschleifen benötigt und z.B. bei Platzmangel auch Endstellen mit Stumpfgleisen möglich sind.

Gibt es solche in Berlin?
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: luki32 am 10. April 2017, 14:25:48
Was nützten mir in Berlin Zweirichtungsfahrzeuge, wenn sie kaum Gleisverbindungen mehr haben, dass sie diese im Störungsfall auch verwenden können.
Zweirichtungsfahrzeuge haben ja noch den weiteren großen Vorteil, dass man keine Gleisschleifen benötigt und z.B. bei Platzmangel auch Endstellen mit Stumpfgleisen möglich sind.

Gibt es solche in Berlin?

Ja natürlich!

http://www.gleisplanweb.eu/Map.php?Map=Berlin (http://www.gleisplanweb.eu/Map.php?Map=Berlin)
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Der Reisende am 10. April 2017, 14:27:30

Vorteile Berlin!
> 24 Stunden Tramnetz auf den wichtigsten Abschnitten die ganze Woche rund um die Uhr unterwegs!
> Zweichrichtungsfahrzeuge damit flexibler beim Kurzführen.
> Flexibler bei Fahrzeuglängen ob 20 bis 52 m ist alles dabei, in Zukunft auch 60 m für den M4.


Wobei man diese 2 Minus auch relativieren muss.

> In Wien hast du auf den wichtigsten Straßenbahnstrecken auch einen 24 Stunden betrieb. In der Nacht halt mit Bussen
> Was nützten mir in Berlin Zweirichtungsfahrzeuge, wenn sie kaum Gleisverbindungen mehr haben, dass sie diese im Störungsfall auch verwenden können. Ich habe im Plan http://www.gleisplanweb.eu/Maps/Berlin.pdf gerade 1 (in Worten Eine) Gleisverbindung gefunden. Ansonsten gibt es noch einige eingleisige Strecken, nur weis jetzt, ob dort Zweirichtungszüge eingesetzt werden.
In Berlin kommt ja das Nachtbusnetz noch hinzu, welches dann eben auch die Straßenbahnbahnstrecken mit abdeckt, welche nicht 24/7 mit Straßenbahnen bedient werden.
Was die Zweirichtungsfahrzeuge angeht, kann man durchaus geteilter Meinung sein. Die Kurzführungsmöglichkeiten waren und sind kein Grund für die Anschaffung gewesen. Hauptgrund war damals die Möglichkeit, Streckenverlängerungen mit Stumpfgleisen anzulegen, wo kein Platz für Wendeschleifen war/ Wendeschleifen nur mit Umwegfahrten möglich wären/ Streckenverlängerungen erst später möglich sind (und immer noch nicht angegangen).
Zum Beispiel auf der M10 begann man dann mit der Unsitte, auch Bahnsteige auf jeweils linken Seite anzuelegen. Begründet wurde das mit den Platzverhältnissen bei Umbau der Strecke/ Haltestelle. So hat man sich selbst auf Teilstrecken den Einsatz von Einrichtungsfahrzeugen zunichte gemacht.
Eingesetzt werden müssen die Zweirichter aufgrund der baulichen Gegebenheiten auf der M2, M10, 18, 21 und für Verstärkerfahrten der 67 zum FEZ. Bis auf die 21 sind Stumpfendstellen Gründe hierfür. Die 21 wird zwar auch öfter im Bereich Ostkreuz unterbrochen und kann aufgrund der Zweirichter bis zum Streckenende geführt werden. Hauptgrund bei der 21 ist aber die Lage mancher Haltestelle.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: TW 292 am 20. April 2017, 00:27:13
Zitat
Was die Zweirichtungsfahrzeuge angeht, kann man durchaus geteilter Meinung sein. Die Kurzführungsmöglichkeiten waren und sind kein Grund für die Anschaffung gewesen. Hauptgrund war damals die Möglichkeit, Streckenverlängerungen mit Stumpfgleisen anzulegen, wo kein Platz für Wendeschleifen war/ Wendeschleifen nur mit Umwegfahrten möglich wären/ Streckenverlängerungen erst später möglich sind (und immer noch nicht angegangen).
Zum Beispiel auf der M10 begann man dann mit der Unsitte, auch Bahnsteige auf jeweils linken Seite anzuelegen. Begründet wurde das mit den Platzverhältnissen bei Umbau der Strecke/ Haltestelle. So hat man sich selbst auf Teilstrecken den Einsatz von Einrichtungsfahrzeugen zunichte gemacht.

Wenn alles gut geht wrid der M10 in paar Jahren bis zum U-Bahnhof Turmstraße verlängert und dort kommt laut aktuellen Stand Stumpfgleise, nur wann die Verlängeurng eröffnet wird ist pure Raterei.

Beim 21er sind etwa die Haltestelle Frankfurter Tor für ZR notwendig.

M10 hat zudem bereits Stumpfgleis bei der Hst. U-Bahnhof Warschauer Straße und einige Hst. entlang der Strecke.

M13 wird in kürze großteils nur noch mit F8x gefahren nur noch die Kurse welche durch die Nacht fahren sind GT6x.

M17 wird mit 2018 dann auch mit Flexity gefahren sobald die Strecke soweit ist.
37/67 werden Mo-Fr noch mit KT4D Doppel gefahren, aber kann auch vorkommen das ein GT6N oder so drauf ist.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Tatra83 am 20. April 2017, 18:30:20
Mit dem Fahrplanwechsel 2018 im kommenden Dezember werden alle planmäßigen Fahrten im Berliner Straßenbahnnetz mit Niederflurfahrzeugen erbracht, von den noch vorhandenen 43 KT4D werden insgesamt 40 Züge (20 Traktionen) bis vrsl. 2020 betriebsfähig vorgehalten. Einsatzzweck sind dann nurmehr Verstärkungsleistungen bzw. Einsätze bei Baumaßnahmen, so ab Frühjahr 2018 auf der Linie M17, da auf der Rhinstraße wegen mehrerer eingleisiger Abschnitte maximal alle 5 Minuten gefahren werden kann. Damit man alle Fahrgäste wegbekommt, werden Mo-Fr im Tagesverkehr ausschließlich KT-Traktionen im Einsatz sein, während die Linien 27 und 37 mit Ökotonnen betrieben werden.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 4463 am 20. April 2017, 19:18:58
Mit dem Fahrplanwechsel 2018 im kommenden Dezember werden alle planmäßigen Fahrten im Berliner Straßenbahnnetz mit Niederflurfahrzeugen erbracht,
Toll, sogar die Pleitehauptstadt Berlin ist damit schneller als wir hier in Wien, wo nicht einmal der Grundauslauf niederflurig ist (obwohl er es natürlich sein könnte). :ugvm: für die vorausschauende Verkehrspolitik im Rathaus. :down:
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Tatra83 am 27. April 2017, 17:52:32
Die BVG zieht Bilanz für das Jahr 2016: https://www.bvg.de/de/Aktuell/Newsmeldung?newsid=1910 (Tenor: "BVG bleibt auf Erfolgskurs") und so sieht die Kehrseite der Medaille aus: http://www.morgenpost.de/berlin/article210376135/Warum-die-Zuege-bei-der-U-Bahn-kurz-und-kaputt-sind.html
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 95B am 27. April 2017, 23:03:26
Die BVG zieht Bilanz für das Jahr 2016: https://www.bvg.de/de/Aktuell/Newsmeldung?newsid=1910 (Tenor: "BVG bleibt auf Erfolgskurs") und so sieht die Kehrseite der Medaille aus: http://www.morgenpost.de/berlin/article210376135/Warum-die-Zuege-bei-der-U-Bahn-kurz-und-kaputt-sind.html

Die Meldung wurde wohl von ehemaligen BVB-Mitarbeitern verfasst. :)
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Operator am 03. Mai 2017, 17:59:03
War wieder mal in Berlin und habe ein paar Bilder mitgebracht.
Diesmal war ich hauptsächlich auf der Linie M1 unterwegs. Zwar durchwegs modernes Rollmaterial, aber  auch das darf sein.
Leider hat das Wetter, speziell am Dienstag den 2. Mai nicht ganz mitgespielt, es gingen sich aber noch einige Bilder vorm Regen aus. Besonders reizend fand ich den Schlußteil der Linie M1 nach Rosenthal Nord, dort gibt es noch eingleisige Streckenabschnitte mit Ausweichen und Straßen mit Pflastersteinen.
Auch Köpenig habe ich mal mit der U-Bahn abgelichtet. Da ich auch mit kurzer Verschlußzeit arbeitete, sind die Zugzielanzeigen nicht immer gut sichtbar, ich hoffe, ihr toleriert mir das ! Der Schienenzustand ist ausgezeichnet, wobei ich ja nicht alles in drei Tagen abfahren konnte.
Mein Eindruck war gut, mir gefällt die Art der Berliner. Leider ist die Stadt selbst nicht so sauber und oft lagen Flaschen und dergleichen am Peron oder auf der Straße. Auch viel Armut ist sichtbar, aber das möchte ich hier nur am Rande erwähnen!
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Tatra83 am 03. Mai 2017, 21:41:25
Ich hätte noch zwei historische Bilder von der Endstelle Rosenthal Nord zu bieten:

1970er: http://www.berlin-straba.de/images/foto/foto_03_reko/foto_02_1972-1992/foto_217001-217306_te/217123-22-Rosenthal-000085AxMu_800px.jpg

1992: http://www.berlin-straba.de/images/foto/foto_02_tatra/foto_02_1972-1992/foto_218101-218218_t6a2/218208-53-Rosenthal-000000SwZa_800px.jpg
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Operator am 04. Mai 2017, 07:00:54
Ich hätte noch zwei historische Bilder von der Endstelle Rosenthal Nord zu bieten:

1970er: http://www.berlin-straba.de/images/foto/foto_03_reko/foto_02_1972-1992/foto_217001-217306_te/217123-22-Rosenthal-000085AxMu_800px.jpg

1992: http://www.berlin-straba.de/images/foto/foto_02_tatra/foto_02_1972-1992/foto_218101-218218_t6a2/218208-53-Rosenthal-000000SwZa_800px.jpg
Danke dir, Zweiachser kann ich halt leider nicht mehr bieten, außer Woltersdorf, aber das gibt es hier im Forum von mir schon!
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Ferry am 04. Mai 2017, 09:35:32
1970er: http://www.berlin-straba.de/images/foto/foto_03_reko/foto_02_1972-1992/foto_217001-217306_te/217123-22-Rosenthal-000085AxMu_800px.jpg

Die auf diesem Bild erkennbare, für die DDR bzw. Ost-Berlin so typische Straßenleuchte dürfte sich bis in die heutige Zeit hinübergerettet haben, sie ist auch auf dem Bild "1004-Linie-M1-Endstelle-Rosenthal-Nord-3.jpg" von User "Operator" im Hintergrund zu sehen. In der Berliner Innenstadt sind diese Leuchten ja schon fast alle verschwunden.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 95B am 04. Mai 2017, 09:41:39
In der Berliner Innenstadt sind diese Leuchten ja schon fast alle verschwunden.

Insgesamt dürften jedoch auch heute noch zigtausende dieser Leuchten in der ehemaligen DDR vorhanden sein. Nur die wenigsten wurden modernisiert, fast alle haben noch die für den Ostblock so üblichen Quecksilberdampflampen.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Alex am 29. Juni 2017, 13:08:58


Schwerer Bim-Unfall in Berlin, sieht auf dem Foto nach nichtbeachteter Linksweiche aus.
http://www.heute.at/welt/news/story/Mehrere-Schwerverletzte-nach-Stra-enbahn-Kollision-in-Berlin-54766231 (http://www.heute.at/welt/news/story/Mehrere-Schwerverletzte-nach-Stra-enbahn-Kollision-in-Berlin-54766231)



Noch zwei Fotos gibt es hier:
http://www.bz-berlin.de/berlin/pankow/schwerer-tram-unfall-in-prenzlauer-berg

Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 13er am 29. Juni 2017, 13:30:19
Gibt es in Berlin eigentlich eine Linksweichenregel? Das ist ja je nach Betrieb recht unterschiedlich.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: hema am 29. Juni 2017, 13:35:02
Zumindest insofern, als dass man die Weichenstellung beachten muss und nicht mit dem Gegenzug zusammenstoßen darf!  ;)
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 13er am 29. Juni 2017, 13:35:58
Zumindest insofern, als dass man die Weichenstellung beachten muss und nicht mit dem Gegenzug zusammenstoßen darf!  ;)
Ja, das ist sowieso klar ;)
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: hema am 29. Juni 2017, 13:41:49
Und sollte im Zusammenspiel  mit verriegelten Weichen eigentlich völlig reichen. Entsprechend geschultes und Vorschriften ernst nehmendes Fahrpersonal vorausgesetzt.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Alex am 29. Juni 2017, 13:44:57

Weil ich das auch nicht weiß, habe ich auch von "nicht beachteter Linksweiche" und nicht von "nicht beachteter Linksweichenregel" geschrieben ;-)
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Tatra83 am 30. Juni 2017, 07:13:35
Gibt es in Berlin eigentlich eine Linksweichenregel? Das ist ja je nach Betrieb recht unterschiedlich.

Hier der entsprechende Regelung aus der Dienstanweisung Fahrdienst:

[attach=1]
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Tatra83 am 06. Juli 2017, 11:40:02
Aus den Kundeneingaben der BVG ist nun eine Beschwerde-Arie geworden: https://www.youtube.com/watch?v=tlKhh6HFGdI  :D
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Bus am 06. Juli 2017, 13:48:18
Klingt nicht mehr nach Werbung, sondern eher nach gleichgültiger Hilflosigkeit mittlerweile  >:D
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Tatra83 am 28. Juli 2017, 09:43:31
Auch Straßenbahnen brauchen ab und zu eine Unterbodenwäsche...  :o

[attach=1]

Q: https://twitter.com/BVG_Kampagne/status/889746103863848960
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: diogenes am 28. Juli 2017, 09:54:00
Auch Straßenbahnen brauchen ab und zu eine Unterbodenwäsche...  :o

(Dateianhang Link)

Q: https://twitter.com/BVG_Kampagne/status/889746103863848960
Na, servus! Der Fahrer braucht da ja ein Kapitänspatent :)
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 95B am 28. Juli 2017, 09:56:43
Auch Straßenbahnen brauchen ab und zu eine Unterbodenwäsche...  :o

(Dateianhang Link)

Q: https://twitter.com/BVG_Kampagne/status/889746103863848960
Na, servus! Der Fahrer braucht da ja ein Kapitänspatent :)

Und wenn er entgleist, weil die (nicht mehr sichtbaren) Gleise verlegt sind, gehört ihm das ganz allein. 8)
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: coolharry am 28. Juli 2017, 10:48:45
Auch Straßenbahnen brauchen ab und zu eine Unterbodenwäsche...  :o

(Dateianhang Link)

Q: https://twitter.com/BVG_Kampagne/status/889746103863848960
Na, servus! Der Fahrer braucht da ja ein Kapitänspatent :)

Und wenn er entgleist, weil die (nicht mehr sichtbaren) Gleise verlegt sind, gehört ihm das ganz allein. 8)

Da man bei der Ampel sogar die Bodenmarkierung erkennen kann, kann das Wasser nicht so dreckig sein. Aber natürlich ist es Risikoreich mit einer Tram durch eine Überschwemmung zu fahren.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: hema am 28. Juli 2017, 10:51:02

Und wenn er entgleist, weil die (nicht mehr sichtbaren) Gleise verlegt sind, gehört ihm das ganz allein. 8)
Dann dürftest du bei (großer) Dunkelheit auch nicht fahren!  ;)
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 95B am 28. Juli 2017, 11:50:49
Dann dürftest du bei (großer) Dunkelheit auch nicht fahren!  ;)

Da habe ich einen Scheinwerfer. Ja, bei völliger Dunkelheit und ausgefallenem Scheinwerfer darf ich nicht fahren, ich bewege mich ja auf Sicht.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: hema am 28. Juli 2017, 15:56:37
Steine etc. auf oder in den Schienen siehst du aber auch nicht, zumindest nicht rechtzeitig. Da rumpelst du halt drüber.  ;)
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Ferry am 31. Juli 2017, 11:59:07
Steine etc. auf oder in den Schienen siehst du aber auch nicht, zumindest nicht rechtzeitig. Da rumpelst du halt drüber.  ;)

Ich hätte - speziell bei Niederflurfahrzeugen - die meisten Angst, dass das Wasser wo eindringt, wo es besser nicht eindringen sollte, z.B. in den Innenraum. Soll - gerade in Berlin - bei Bussen ja schon vorgekommen sein. Und ab einer gewissen Höhe wird's wohl auch für die Technik unterhalb des Wagenbodens gefährlich.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: luki32 am 31. Juli 2017, 12:28:07
Steine etc. auf oder in den Schienen siehst du aber auch nicht, zumindest nicht rechtzeitig. Da rumpelst du halt drüber.  ;)

Ich hätte - speziell bei Niederflurfahrzeugen - die meisten Angst, dass das Wasser wo eindringt, wo es besser nicht eindringen sollte, z.B. in den Innenraum. Soll - gerade in Berlin - bei Bussen ja schon vorgekommen sein. Und ab einer gewissen Höhe wird's wohl auch für die Technik unterhalb des Wagenbodens gefährlich.

Niederflurfahrzeuge sind da sogar weniger empfindlich, da die Motoren nicht unter dem Fußboden sind wie bei Hochflurern.

mfG
Luki
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Vento66 am 31. Juli 2017, 12:35:01
Was soll da für Technik unter dem Wagenboden sein, die bei normalem Regen durch Spritzwasser nicht auch nass wird?
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: hema am 31. Juli 2017, 14:21:57

Ich hätte - speziell bei Niederflurfahrzeugen - die meisten Angst, dass das Wasser wo eindringt, wo es besser nicht eindringen sollte, z.B. in den Innenraum. Soll - gerade in Berlin - bei Bussen ja schon vorgekommen sein.
Ist auch beim ULF schon passiert, trotz "Winterniveau"!  ;D
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: HLS am 01. August 2017, 11:38:30

Ich hätte - speziell bei Niederflurfahrzeugen - die meisten Angst, dass das Wasser wo eindringt, wo es besser nicht eindringen sollte, z.B. in den Innenraum. Soll - gerade in Berlin - bei Bussen ja schon vorgekommen sein.
Ist auch beim ULF schon passiert, trotz "Winterniveau"!  ;D
Stimmt, so z.B. am Seeufer Matzleinsdorferplatz und Floridsdorfer Schnellbahnunterführung.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Tatra83 am 16. November 2017, 14:03:44
Zitat
Die 80er haben angerufen – und wir haben abgenommen.

Die BVG hat weiterhin ein gelbes Händchen bei ihren Werbevideos: https://www.youtube.com/watch?v=mnXnLeo54FA
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: W_E_St am 16. November 2017, 14:20:26
In der Berliner Innenstadt sind diese Leuchten ja schon fast alle verschwunden.

Insgesamt dürften jedoch auch heute noch zigtausende dieser Leuchten in der ehemaligen DDR vorhanden sein. Nur die wenigsten wurden modernisiert, fast alle haben noch die für den Ostblock so üblichen Quecksilberdampflampen.

Irgendwo in einer Seitengasse der Karl-Marx-Allee habe ich letzten Herbst einen Haufen davon entdeckt, samt und sonders außer Betrieb - dort haben mehrere Gassen und ein Platz schlicht keine Straßenbeleuchtung mehr! Wenn mich nicht alles täuscht war das im Bereich Weberwiese/Marchlewskistraße.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: 95B am 17. November 2017, 11:16:34
Zitat
Die 80er haben angerufen – und wir haben abgenommen.

Die BVG hat weiterhin ein gelbes Händchen bei ihren Werbevideos: https://www.youtube.com/watch?v=mnXnLeo54FA

Die WL würden sich dabei auch an einem lokalen Klassiker orientieren:

Olle Foahrgäst san uns zwida, woi ma s' in de Goschn haun,
uns san olle Foahrgäst zwida, in de Goschn woi ma s' haun.
Voda, Muada, Schwesta, Bruada und de gaunze Packlrass
Olle Foahrgäst san uns zwida, wamma Leit segn, gemma haaß!


[dongdingdudong] #weustunswuaschtbist
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Tatra83 am 11. Januar 2018, 18:18:43
Es geschehen noch Zeichen und Wunder: Die Ausschreibung für die Planungsunterlagen der Neubaustrecke Alex - Potsdamer Platz wurden veröffentlicht! Neben der relativen kurzen Strecke vom Hauptbahnhof zum U-Bhf. Turmstraße und der Strecke zwischen S Schöneweide und der Wissenschaftsstadt Adlershof ist das ein sehr wichtiger Baustein beim Straßenbahn-Ausbau.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: dalski am 23. April 2018, 12:15:45
Auch 2018 immer noch im Einsatz:

Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Piefke am 01. Juli 2018, 18:31:14
Mahlzeit,

schöne Grüße aus der Piefke-Hauptstadt. <Das ist natürlich nicht schmeichelhaft gemeint, aber mit schnodderiger Selbstironie kommen wir Bouletten ganz gut klar.
Gestern fand quasi ein kleiner Tramwaytag in Köpenick statt. Der Verein DVN nannte es bescheiden: Führungen durch die Fahrzeugsammlung.
Anbei gab es noch kurze Ausfahrten vom Betriebshof durch die Köpenicker Altstadt-"Gassen".[attach=1]
Die 124 war von 1973 bis 1993 eine Nachtlinie die Rahnsdorf mit Alt-Schmöckwitz verband.
Den Wienern dürfte die Farbgebung des KT4D 219 282 besonders gefallen.[attach=2]
(Meine These: Prag hat vor dem WK I die österreichischen Nationalfarben übernommen und damit später quasi fast der gesamte Ostblock)[attach=4]
 -gediegenes Großraum-Ambiente[attach=15]
Tschüß
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: diogenes am 01. Juli 2018, 18:37:33
Museum mit Inhalt sieht OK aus :)
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Hawk am 01. Juli 2018, 18:39:44
Ja recht brauchbar!

Spitze danke!  :)
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Konstal 105Na am 01. Juli 2018, 18:44:12
Danke für die schönen Bilder.  :)

Meine These: Prag hat vor dem WK I die österreichischen Nationalfarben übernommen und damit später quasi fast der gesamte Ostblock

Ich glaube eher, dass das mit den Stadtfarben von Prag zu tun hat. Die sind zwar rot-gelb, aber rot kommt immerhin vor. Das Rot war im Kommunismus dann natürlich auch willkommen.

Was bedeutet eigentlich -8 in der Betriebsnummer?

Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Straßenbahn Graz am 01. Juli 2018, 18:52:04
Das ist die Selbstkontrollziffer der EDV Nummer. Gleich wie bei der großen Eisenbahn. Dieses Schema zur Nummerierung nutzten wohl so ziemlich alle DDR Betriebe, und ist heute noch in Dresden zu finden.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: T1 am 01. Juli 2018, 18:56:16
Der Ausbau des Straßenbahnnetzes ist aktuell wieder Thema in der politischen Diskussion: https://www.berliner-zeitung.de/berlin/verkehr/auf-in-den-westen-das-strassenbahn-netz-soll-kraeftig-wachsen-30436382

(https://www.berliner-zeitung.de/blueprint/servlet/image/berliner-zeitung/image/30436448/max/1920/1080/2ef440d8882c7b09ac17ca0e7c80c175/GQ/tbn2-strassenbahnnetz-erweiterung-2018.jpg)
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: diogenes am 01. Juli 2018, 19:18:40
Es wüchse zusammen, was zusammen gehört :) Als ich das letzte Mal in Berlin war, konnte man die mauer noch anhand des Straßenbahnnetzes erahnen :)
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: TW 292 am 01. Juli 2018, 19:54:38
Bei den Jahreszahlen bin ich eher sehr kritisch wie ich Berlin kenne, sage nur BER.   :P
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: abc am 02. Juli 2018, 08:45:11
Bei den Jahreszahlen bin ich eher sehr kritisch wie ich Berlin kenne, sage nur BER.   :P

Was macht eigentlich das Krankenhaus Nord gerade?  >:D

Aber im Ernst: der Zeitplan ist für diese Vielzahl an Vorhaben wirklich ambitioniert, und ich wäre positiv überrascht, wenn sie alle durchkämen. Nichtsdestotrotz stehen einige Vorhaben direkt vor der Umsetzung: der Lückenschluss von der Wissenschaftsstadt Adlershof nach Schöneweide (bei Erschließung dieser Fläche baulich vorbereitet, man muss "nur" noch die Gleise in den Mittelstreifen legen), die Verlängerung vom Hbf zum U-Bahnhof* Turmstraße sowie die Direktanbindung des Bahnhofs Ostkreuz.

Der Plan ist in einer Hinsicht etwas missverständlich: Die von Süden kommende Strecke zum Bahnhof Mahlsdorf besteht seit über 110 Jahren, hier geht es "nur" um eine Neutrassierung im Mahlsdorfer Ortskern. Dort ist die Strecke nämlich im Straßenraum eingleisig, Richtung Süden fahren die Bahnen gegen den Pkw-Verkehr. Hier ist die Umsetzung durch einen CDU-Lokalpolitiker erschwert - der seit Jahren den Anwohnerversteher gibt, aber vor allem durch ständige Querschläger den Ausbau verhindert, sich aber zugleich beschwert, dass die Strecke nur alle 20 min bedient wird (eben wegen der Eingleisigkeit, die behoben würde).

Wie dem auch sei: einen solchen Ausbauplan an Strecken (auch innerstädtisch!) sollte man in Wien erstmal vorlegen.

Bei den anderen bis 2025 umzusetzenden Strecken bin ich skeptisch. Bei der Verlängerung zum Hermannplatz steht eine innerparteiliche Diskussion bei den Grünen bevor (und dann auch noch bei den Kreuzberger Grünen - im Vergleich dazu sind die Wiener Neubau-Bobos rechtsradikal) - die logische Verlängerung führt geradeaus durch den Görlitzer Park, der in diesen Kreisen heilig ist. Der Vorschlag einer Strecke von der Turmstraße zur Jungfernheide scheint neu - ich sehe zwar keine großen Schwierigkeiten, aber man müsste bald mit der Planung beginnen, um die Zielmarke zu schaffen.
____
*ja, die Berliner U-Bahn hat im lokalen Sprachgebrauch Bahnhöfe
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Piefke am 02. Juli 2018, 11:56:59
Museum mit Inhalt sieht OK aus :)
Naja, ein Museum soll es erst noch werden. Noch ist es ein regulärer Betriebshof.
Blöd  für den Betrieb, dass die etwas breiteren NF-Wagen aus Arbeitsschutzgründen
nicht mehr durch die Tore fahren dürfen. Glück für die Historiker.
Die Asphalthobel werden paradoxerweise in der ältesten Halle von 1903 gewartet (ein Gleis entfernt).
Daher ist auch mal wieder ein
Neubau in Adlershof geplant.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Kanitzgasse am 06. Juli 2018, 17:28:26
Die Berliner Straßenbahnfahrer fordern bessere Arbeitsbedingungen:

Zu wenige Fahrer, zu kurze Pausen, mangelhafte Technik und nicht reparierte Weichen: Die Mängelliste, die die Berliner Straßenbahnfahrer in einem offenen Brief aufgeführt haben, ist lang. Die BVG-Spitze räumt in ihrem Antwortschreiben Schwierigkeiten ein.
Mehr: https://www.rbb24.de/wirtschaft/beitrag/2018/07/strassenbahn-bvg-probleme-fahrer-offener-brief.html
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: haidi am 06. Juli 2018, 19:05:48
Zum Antwortbrief:
Personalführung ist die Kunst, den Mitarbeiter so schnell über den Tisch zu ziehen, daß er die Reibungshitze als Nestwärme empfindet.
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Ferry am 09. Juli 2018, 09:09:24
Zum Antwortbrief:
Personalführung ist die Kunst, den Mitarbeiter so schnell über den Tisch zu ziehen, daß er die Reibungshitze als Nestwärme empfindet.

Das ist gut! Das muss ich mir merken!  :up:
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: haidi am 09. Juli 2018, 16:31:37
Zum Antwortbrief:
Personalführung ist die Kunst, den Mitarbeiter so schnell über den Tisch zu ziehen, daß er die Reibungshitze als Nestwärme empfindet.

Das ist gut! Das muss ich mir merken!  :up:
Am scharfen "ß" erkennst du, wie lang der Bart schon ist :)
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Linie 360 am 28. Dezember 2018, 20:45:55
Berlin hat bislang 371 Tatra verkauft und 40 Tatra bleiben bis zumindest 2020 im Einsatz->
https://www.tagesspiegel.de/berlin/verkehr/371-tatra-strassenbahnen-verkauft-bvg-gelb-durch-osteuropa/23808760.html?mobile=false
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Kanitzgasse am 27. Februar 2019, 22:08:18
Der rot-rot-grüne Senat hat den neuen Nahverkehrsplan verabschiedet. Der öffentliche Nahverkehr soll bis 2035 massiv ausgebaut werden. Es bleibt abzuwarten, wieviele der geplanten Maßnahmen tatsächlich umgesetzt werden, doch liegt der Schwerpunkt erfreulicherweise auf dem Bereich der Straßenbahn.
Die Details zur geplanten Grundinstandsetzung des Netzes, zum Neubau von Strecken und Betriebshöfen sowie zur Fahrzeugbeschaffung:
https://www.berlin.de/senuvk/verkehr/politik_planung/oepnv/nahverkehrsplan/download/nvp2019-2023/Anlage3-OEPNV-Bedarfsplan.pdf (Seiten 4-34)
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Piefke am 20. April 2019, 01:14:47
Die letzte Linie mit KT4D-Hochflurwagen in Berlin ist zur Zeit die M17.
Wegen Brücken-Neubau am S-Bf. Friedrichsfelde Ost ist die Strecke dort momentan nur eingleisig.
Aufnahmen vom 12.03.2019
Titel: Re: [DE] Berlin
Beitrag von: Piefke am 20. April 2019, 01:17:23
Baustelle am S-Bf.Friedrichsfelde Ost