Tramwayforum

Straßenbahn Wien => Historisches => Thema gestartet von: 13er am 05. Dezember 2011, 02:36:37

Titel: Pferdetramway
Beitrag von: 13er am 05. Dezember 2011, 02:36:37
Noch gar kein eigener Thread zur Pferdetramway?! Ich eröffne mit einem Bild um 1890:
Titel: Re: Pferdetramway
Beitrag von: Operator am 05. Dezember 2011, 08:39:09
1868 wurde die Strecke in der Praterstraße eröffnet. Ab 1901 elektrifiziert, war die Strecke bis zur Einstellung 1981 mit den Linien A,Ak,B,Bk als Stammlinen sehr gut frequentiert. Auch die Linien 25r/k benutzten bis zur Einstellung die Gleise in der Praterstraße. Durch den Bau der U-1 wurde die Streckenführung überflüssig und fortan der Verkehr über die Mühlfeldgasse-Heinestraße-Taborstraße abgewickelt. Heute gibt es, bedingt durch die Verlängerung der U-2 über Praterstern ab 2008 auch diese Verbindung nicht mehr für den Linienverkehr.
Titel: Re: Pferdetramway
Beitrag von: nord22 am 05. Dezember 2013, 19:58:25
Pferdebahnbetrieb vor der Staatsoper; WT 461 wurde 1873 gebaut und bei der BBG und WStB zu s2 1518.

LG nord22
Titel: Re: Pferdetramway
Beitrag von: martin8721 am 13. Dezember 2013, 14:12:16
Auf der äußeren Mariahilfer Straße beim Schwendermarkt um 1890...
Quelle:  Seemann, Helfried / Lunzer, Christian (Hrsg.) 2005: Wien auf den Straßen 1860-1910, Frühe Momentphotographie
Titel: Re: Pferdetramway
Beitrag von: Operator am 14. Dezember 2013, 09:04:40
Ja, ja, gmütlich wars  damals, im alten Wien!
Titel: Re: Pferdetramway
Beitrag von: Operator am 14. Dezember 2013, 09:12:23
Karlsplatz, Pferdetrambetrieb um 1880!
Titel: Re: Pferdetramway
Beitrag von: roadrunner am 14. Dezember 2013, 19:35:40
Gerade auf FB bei Vintage Vienna entdeckt.
Der Abschied vom Pferdebahnbetrieb in Ottakring im Jahr 1903. Laut unserer Info befand sich die alte hölzerne Remise in der heutigen Hettenkofergasse. Mit dem Abriss der Remise entstand damals der Straßendurchbruch von der Thaliastraße hin zur Ottakringer Straße.
Titel: Re: Pferdetramway
Beitrag von: Revisor am 14. Dezember 2013, 20:50:32
Am Alter des Fotos ist nicht zu zweifeln, dennoch bleiben einige Ungereimtheiten. Offenbar handelt es sich bei dem im Vordergrund zu sehenden Gleis um ein Auflegegleis. Weshalb, wenn das Foto anläßlich der Schließung des Bahnhofs entstanden sein soll? Um den Wagen fotogen ablichten zu können wurde er überdies ausgegleist. Hätte man da das Auflegegleis nicht gleich so verlegen können, daß der Bildwinkel stimmt? Das sind offene Fragen.
Titel: Re: Pferdetramway
Beitrag von: Operator am 22. Dezember 2013, 15:09:51
Pferdetrambetrieb auf der Praterstraße um 1890!
Titel: Re: Pferdetramway
Beitrag von: Operator am 22. Dezember 2013, 15:32:02
Am Schottentor mir Wagen 478 um 1890.
Titel: Re: Pferdetramway
Beitrag von: Operator am 22. Dezember 2013, 16:29:21
Aspernbrücke (1863-1913) mit Pferdabahnwagen 62, Bildmitte um 1890. Man beachte, das es noch keine Postsparkasse und auch kein Kriegsministerium gab. Dadurch wirkt der Platz größer aber auch ungewöhnlicher!
Titel: Re: Pferdetramway
Beitrag von: Revisor am 22. Dezember 2013, 17:45:40
Man beachte, das es noch keine Postsparkasse und auch kein Kriegsministerium gab
Dafür aber noch die Franz-Josefs-Kaserne.
Titel: Re: Pferdetramway
Beitrag von: hema am 18. Juni 2014, 03:01:39
[attach=1]   [attach=2]

[attach=3]   [attach=4]
Titel: Re: Pferdetramway
Beitrag von: hema am 18. Juni 2014, 03:05:21
Statuten der "Neuen Wiener Tramway-Gesellschaft" aus dem Jahr 1885.

[attach=1]
Titel: Re: Pferdetramway
Beitrag von: 4463 am 19. Juni 2014, 14:28:54
wobei ich beim Wort "Ende" nicht sicher bin. Es könnte auch "Ends." für Endstation sein.
Ich denke, es ist "Ende", weil der Buchstabe unten rechts offen ist und oben rechts geschlossen wirkt.
Titel: Re: Pferdetramway
Beitrag von: hema am 14. Juli 2014, 01:16:18
Dienstvorschriften für Fahrer und Schaffner der Wiener Tramway-Gesellschaft.


Titel: Re: Pferdetramway
Beitrag von: barbarix am 14. Juli 2014, 08:53:35
Sensationell!

Bei Behinderungen durfte die Pferdetramway entgleist werden und über das Pflaster überholen - das habe ich vorher auch noch nie gehört. Warum sollte bei so flexibler Betriebsführung dann ein Bus konkurrenzfähig sein  ;D
Titel: Re: Pferdetramway
Beitrag von: martin8721 am 14. Juli 2014, 12:15:06
Dienstvorschriften für Fahrer und Schaffner der Wiener Tramway-Gesellschaft.

Wirklich sehr spannend!  :up:
Ein Stück aus einer lange vergangenen Zeit.

"Vorkommende Anfragen von Seite des Publicums sind kurz und artig zu beantworten" - klingt wie für einen Hund, der brav und artig zu sein hat.  ;)
Auch spannend, dass es bei einem verspäteten Dienstantritt gleich der Lohn für den ganzen Tag entfiel. Man stelle sich das heute vor...
Titel: Re: Pferdetramway
Beitrag von: 13er am 14. Juli 2014, 12:23:08
Auch spannend, dass es bei einem verspäteten Dienstantritt gleich der Lohn für den ganzen Tag entfiel. Man stelle sich das heute vor...
Da gibts eine schöne Diplomarbeit an der Uni Wien dazu: Soziale Bedingungen der Pferdetramwayfahrer irgendwann rund um 1900. Das war - wie viele Jobs damals - eine beinharte Knochenarbeit. Nicht wenige Fahrer sind während der Fahrt eingeschlafen und umgefallen, bei einem 14-Stunden-Tag... und Schikanen waren an der Tagesordnung. Wenn dem Vorgesetzten irgendeine Antwort nicht gepasst hat, konnte man gleich noch 2 Stunden dranhängen. Widerspruch gab es zunächst keinen, da die Alternative zur Arbeit das Verhungern war und die Bedingungen anderswo noch schlechter.

Da müssen wir der Sozialdemokratie von früher ewig dankbar sein, dass sie die Arbeitssituation für uns alle dermaßen verbessert hat, bevor sie selbst zu dem korrupten Haufen wurde, den sie zuvor bekämpfte, als sie selbst zu lange an der Macht war.
Titel: Re: Pferdetramway
Beitrag von: Ferry am 14. Juli 2014, 12:23:14
"Vorkommende Anfragen von Seite des Publicums sind kurz und artig zu beantworten" - klingt wie für einen Hund, der brav und artig zu sein hat.  ;)
Auch spannend, dass es bei einem verspäteten Dienstantritt gleich der Lohn für den ganzen Tag entfiel. Man stelle sich das heute vor...

Auch die Formulierung ... wird der Conducteur der theoretischen und praktischen Abrichtung unterzogen. Klingt auch sehr nach Hund.

Auch heute unvorstellbar, dass es während der Ausbildung noch keinen Lohn gab. Allerdings dauerte die damals nur eine Woche, aber trotzdem.
Titel: Re: Pferdetramway
Beitrag von: martin8721 am 14. Juli 2014, 14:39:46

Da gibts eine schöne Diplomarbeit an der Uni Wien dazu: Soziale Bedingungen der Pferdetramwayfahrer irgendwann rund um 1900.

Sehr interessant!
Weißt du da vielleicht den genaueren Titel?

Auf http://othes.univie.ac.at/ (http://othes.univie.ac.at/) finde ich nur eine Arbeit zur "Die Geschichte der Wiener Straßenbahn von den Anfängen bis zum Ersten Weltkrieg", betreut von niemanden Geringerem als dem FPÖ-Parteihistoriker Lothar Höbelt.  ;)


Da müssen wir der Sozialdemokratie von früher ewig dankbar sein, dass sie die Arbeitssituation für uns alle dermaßen verbessert hat, bevor sie selbst zu dem korrupten Haufen wurde, den sie zuvor bekämpfte, als sie selbst zu lange an der Macht war.

Ja, da sollte man in der Tat niemals vergessen. Schade, was seit Vranitzky aus dieser Partei wurde.  :-[
Titel: Re: Pferdetramway
Beitrag von: 13er am 14. Juli 2014, 14:57:37
Weißt du da vielleicht den genaueren Titel?
Die da müsste es sein:

Zitat
Arbeitsbedingungen und soziale Absicherung von Wiener Straßenbahnern und Straßenbahnerinnen von 1903 bis nach dem Ersten Weltkrieg
Penz, Adelheid (1999)
Titel: Re: Pferdetramway
Beitrag von: abraham am 14. Juli 2014, 17:19:00
Bereits 1889 gab es in Wien einen Tramway-Kutscher-Streik.
Im Folgenden eine kurze Zusammenfassung der damaligen Ereignisse:

Streik der Tramway-Kutscher im April 1889

Am 4. November 1865 hatte der erste Pferdetramway-Wagen die Strecke Dornbach-Schottenring durchfahren; drei Jahre später waren für die für den Personenverkehr wichtigsten Hauptstraßen Wiens beschient, die rentable Verkehrsanstalt wurde von einer privaten Aktiengesellschaft erworben. Mitte der achtziger Jahre umfasste das gesamte städtische Schienennetz rund 60 Kilometer.
Die hochprofitable „Wiener Tramway-Gesellschaft“ (WT) hatte die Dienst-, Lohn- und Arbeitsverhältnisse ihres zumeist aus Tschechen, Slowaken oder Polen bestehenden Personals in einem komplexen System von Überwachung, Disziplinierung und Bestrafung festgelegt, niedergeschrieben in einem 45 Druckseiten umfassenden Dienstregulativ.
Im Jahre 1889 beschäftigte die Tramway-Gesellschaft 450 reguläre Kutscher, 40 Reservekutscher und 80 Aushilfskutscher.
Einflussreicher Großaktionär der Gesellschaft war der Bankier Sigmund Reitzes (1835-1906), dem vorgeworfen wurde, dass er aus Profitgründen die Umstellung auf den elektrischen Betrieb jahrelang verzögert habe und für die harten Arbeitsbedingungen der Bediensteten verantwortlich sei.
Die effektive Arbeitszeit für Kutscher und Kondukteure betrug 16 bis 18, in Ausnahmefällen bis zu 21 Stunden, unterbrochen nur von einer 30-minütigen Mittagspause. Sie wurden für alle Schäden an den teilweise altersschwachen Fahrzeugen haftbar gemacht. Bei Verspätungen von mehr als einer Minute mussten sie an freien Tagen Strafdienste durchführen.
Die Pferdewärter und Fouragearbeiter hatten an Wochentagen mindestens 16, an Sonn- und Feiertagen mindestens 17 Stunden zu arbeiten. Die rund 300 Stallarbeiter rekrutierten sich fast zur Gänze aus ehemaligen Angehörigen der k.k. Kavallerie und hatten in neun geräumigen und peinlichst sauber gehaltenen Stallungen etwa 2500 Pferde zu betreuen. Somit kamen auf einen Mann zehn zweispännige (kleinere) oder neun einspännige (größere) Pferde, während bei der Kavallerie einem Soldaten nur in Ausnahmefällen zwei, in äußerst seltenen Notfällen auch drei Pferde zugewiesen waren. Umgangston und -formen der „Stallschaffer“ waren dementsprechend sprichwörtlich derb und rau, ihre Anfälligkeit für übermäßigen Branntwein- und Tabakgenuss notorisch und ihre äußere Erscheinung geprägt von Unterernährung, Auszehrung und Überarbeitung.
Diese Missstände wurden vom Pfarrer und Reichsratsabgeordneten Rudolf Franz Eichhorn (1853-1925) und von der von Victor Adler (1852-1918) herausgegebenen Zeitung „Gleichheit“ aufgegriffen. Die Tramway-Gesellschaft, resümierte Victor Adler, habe eben zwei Gattungen von Bediensteten. Die einen hätten eine Arbeitszeit von 16 bis 21 Stunden und ganz ungenügende Ernährung, die anderen arbeiteten vier Stunden und seien reichlich genährt. Das eine seien Menschen, das andere die Pferde.
Als im April 1889 die Direktion der Gesellschaft eine weitere Zerstückelung und Zergliederung der Fahrstrecken und damit der Arbeitszeit vornahm, war allerdings das Ausmaß von Zumutungen für die immer wieder als „arme Teufel von Tramwaysklaven“ (auch „die weißen Sklaven“) apostrophierten Bediensteten - befehligt von “Obersklavenaufsehern“ und  “Tramwaypaschas“‘ - nachhaltig überschritten. Die minutengenaue Dauer von Teilstrecken war so festgelegt worden, dass deren Über- oder Unterschreitung eine Vielzahl von Straftouren, die am arbeitsfreien siebten Tag zu absolvieren waren, nach sich zog; der Organisator des Streiks, Victor Adler, rechnete demnach detailliert vor, dass auf diese Weise auf nur einer Strecke in nur einer einzigen Woche 22 Kutschern 43 zusätzliche Straftouren aufgebürdet worden waren.
Der Arbeitskampf drehte sich denn auch wesentlich um die Arbeitszeitfrage. Am 4. April 1889 legten die Tramway-Kutscher die Arbeit nieder und erhoben die folgenden Forderungen: Aufhebung des Stundenplanes für die Teilstrecken, Beseitigung des Schadenersatzsystems, Verlängerung der Mittagspause, Lohnerhöhung und Beschränkung der täglichen Arbeitszeit auf 12 Stunden. Nach einigen Tagen machte die Gesellschaft einige Zugeständnisse, worauf die Streikenden, obgleich sie die Konzessionen als ungenügend betrachteten, die Arbeit vorübergehend wieder aufnahmen.
Die zweite Phase des Streiks spielte sich zu Ostern ab. Am Ostersonntag, den 22. April 1889, legte der größte Teil der Kutscher erneut die Arbeit nieder. Von den 570 Kutschern fuhren am Ostersonntag etwa 120, am Ostermontag nur noch 60. Vom 21. bis 23. April kam es in den Wiener Außenbezirken zu lebhaften Demonstrationen gegen die von der Tramway-Gesellschaft eingestellten Streikbrechern zu blutigen Zusammenstößen zwischen Manifestanten und Sicherheitskräften sowie zu antisemitischen Ausschreitungen. Am 24. April beschloss der Wiener Gemeinderat auf Antrag der christlichsozialen Abgeordneten Lueger und Hackenberg der Tramway-Gesellschaft wegen der Betriebsausfälle über Ostern eine Strafe von 50.000 Gulden und für jeden weiteren Tag der Betriebsstörung von 10.000 Gulden aufzuerlegen. Die Streikenden brachten unterdessen ihre Beschwerde beim Statthalter für Niederösterreich Freiherrn von Choborski, beim Ministerpräsidenten Graf Taaffe, beim Handelsminister Graf von Wurmbrand und selbst beim Kaiser Franz Joseph vor.
Am 26. April 1889, als noch über 300 Kutscher streikten, während 206 die Arbeit wieder aufgenommen hatten, stellte der Statthalter der Tramway-Gesellschaft einen Erlass zu, in dem er sie im Auftrag der Regierung aufforderte, die Streikforderungen einer eingehenden Prüfung zu unterziehen. Die Forderungen der Kutscher bezüglich Arbeitszeit, Urlaub und Versicherung bezeichnete er als berechtigt und drohte der Gesellschaft mit der Sequestration (Zwangsverwaltung) durch die Regierung. Daraufhin bewilligte die Tramway-Gesellschaft die Forderungen der Kutscher, die in der Folge ihre Arbeit wieder aufnahmen.
Am 28. April 1889 war der Tramway-Kutscher-Streik beendet.

Titel: Re: Pferdetramway
Beitrag von: martin8721 am 14. Juli 2014, 19:31:43
Die da müsste es sein:

Zitat
Arbeitsbedingungen und soziale Absicherung von Wiener Straßenbahnern und Straßenbahnerinnen von 1903 bis nach dem Ersten Weltkrieg
Penz, Adelheid (1999)

Danke!
Titel: Re: Pferdetramway
Beitrag von: 13er am 14. Juli 2014, 21:59:29
Danke, abraham! In Zeiten von Effizienzbonus und Rolldienstzulage sollte man hie und da auch demütig an solche Zeiten denken.
Titel: Re: Pferdetramway
Beitrag von: schaffnerlos am 15. Juli 2014, 08:54:58
Falls wer glauben sollte, dass diese Zeiten seit 100 Jahren vorbei sind:

61 Sekunden Verspätung – Nacherziehung, Demütigung, Kündigung (http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/ungluecke/zugunglueck-in-japan-die-unpuenktlichen-werden-erniedrigt-und-bestraft-1233622.html) (ist aus dem Jahr 2005)
Titel: Re: Pferdetramway
Beitrag von: hema am 20. Juli 2014, 04:13:40
Die Statuten der WTB (Waggons- und Tramway-Baugesellschaft) aus dem Jahr 1868.


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Titel: Re: Pferdetramway
Beitrag von: nord22 am 02. August 2014, 21:27:15
Unter den Pressefotos ''Experiment Metropole'': Als Wien eine Weltstadt wurde" des Wienmuseums findet sich eine kolorierte Grafik von der Pferdetramway Schottenring - Dornbach, welche heute von der Linie 44 punkto Reisegeschwindigkeit nur unwesentlich übertroffen wird.

nord22
Titel: Re: Pferdetramway
Beitrag von: WIENTAL DONAUKANAL am 03. August 2014, 00:16:03
Dieses Foto habe ich gerade gefunden. Ausgegleister Pferdebahnwagen für ein offensichtliches Abschiedsfoto.
Titel: Re: Pferdetramway
Beitrag von: haidi am 03. August 2014, 00:53:07
Das hast da gefunden (http://www.tramwayforum.at/index.php?topic=1878.msg115656#msg115656) :)
Titel: Re: Pferdetramway
Beitrag von: hema am 03. August 2014, 02:06:17
Dieses Foto habe ich gerade gefunden. Ausgegleister Pferdebahnwagen für ein offensichtliches Abschiedsfoto.
Ja, das Foto hatten wir schon einmal. Der Wagen ist nicht ausgegleist, sondern steht auf einer Weiche, die Teil eines Auflegegleises ist. Die Aufnahme müsste die Ottakringer Straße stadteinwärts zeigen, der prov. Gleisbogen geht nach rechts in die Hettenkofergasse. Heute steht da leider kein Haus mehr aus der alten Zeit, damit ist das schwierig zu überprüfen!
Titel: Re: Pferdetramway
Beitrag von: WIENTAL DONAUKANAL am 03. August 2014, 03:44:29
Sorry, hab ich nicht gewusst, dass das Foto schon gebracht wurde. Gefunden hab ich es in einem Fahrrad- Forum. :fp:
Titel: Re: Pferdetramway
Beitrag von: nord22 am 01. Dezember 2014, 11:23:57
WT 659 wurde um 1900 am Rathausplatz aufgenommen (Quelle: IMAGNO). Die Linienführung Erdberg - Ring - Josefstädter Straße entspricht der Linie J. WT 659 wurde 1884 gebaut und noch zu BBG t 1752, aber nicht in den Wagenstand der WStB übernommen. Der Tramwaykutscher muss die Zügel straff halten, um das (recht ausgemergelte) Pferd während des Haltestellenaufenthalts stillzuhalten.

LG nord22
Titel: Re: Pferdetramway
Beitrag von: WIENTAL DONAUKANAL am 01. Dezember 2014, 11:28:38
Ist das eine Stechuhr, links neben dem Wartehäuschen?
Titel: Re: Pferdetramway
Beitrag von: Laiseka am 01. Dezember 2014, 11:33:09
Ich habe 3 Fragen zu diesem Bild und freu mich, wenn das Forum mir diese beantworten kann:

>>mir ist nicht ganz verständlich, um welches Gebäude es sich links hinter dem Wartehäuschen handelt. Irgendwie versteh ich die Position des Fotografen nicht ganz.

>>wie viel Kilogramm hatte den so ein Wagen und wie viel Fahrgäste konnte der aufnehmen?
Titel: Re: Pferdetramway
Beitrag von: Operator am 01. Dezember 2014, 11:52:33
Ich habe 3 Fragen zu diesem Bild und freu mich, wenn das Forum mir diese beantworten kann:

>>mir ist nicht ganz verständlich, um welches Gebäude es sich links hinter dem Wartehäuschen handelt. Irgendwie versteh ich die Position des Fotografen nicht ganz.

>>wie viel Kilogramm hatte den so ein Wagen und wie viel Fahrgäste konnte der aufnehmen?
Das Bild dürfte in der Stadiongasse aufgenommen sein! Das Gebäude ist das Burgtheater!
Ein b2 oder c1  Beiwagen hatte so gg. 3400 kg.!
Ein zweiachsiger Dampfbeiwagen  der ersten und zweiten Klasse hatte 5200 kg !
Ein Zweispänner Winter oder Sommerwagen wird warscheinlich auch nicht viel leichter gewesen sein!
Titel: Re: Pferdetramway
Beitrag von: haidi am 01. Dezember 2014, 13:02:29
Ist das eine Stechuhr, links neben dem Wartehäuschen?
Schaut mir nicht danach aus, das scheint kein Ziffernblatt zu haben. Es könnte sich um einen "Horoskopautomaten" oder ähnliches handeln.
Titel: Re: Pferdetramway
Beitrag von: Revisor am 01. Dezember 2014, 14:12:21
Ich habe 3 Fragen zu diesem Bild und freu mich, wenn das Forum mir diese beantworten kann:

>>mir ist nicht ganz verständlich, um welches Gebäude es sich links hinter dem Wartehäuschen handelt. Irgendwie versteh ich die Position des Fotografen nicht ganz.

Im Rücken des Photographen befindet sich die zur Stadiongasse zeigende Front des Parlaments.

Zitat
>>wie viel Kilogramm hatte den so ein Wagen und wie viel Fahrgäste konnte der aufnehmen?

Das Gewicht des Wagens dürfte um 2600 kg betragen haben. Er bot 14 Sitz- und 14 Stehplätze.
Titel: Re: Pferdetramway
Beitrag von: Elin Lohner am 01. Dezember 2014, 14:18:53
Das Pferd trägt am Hals eine BetriebsNummer? :o
Titel: Re: Pferdetramway
Beitrag von: Laiseka am 01. Dezember 2014, 14:30:14
Ich habe 3 Fragen zu diesem Bild und freu mich, wenn das Forum mir diese beantworten kann:

>>mir ist nicht ganz verständlich, um welches Gebäude es sich links hinter dem Wartehäuschen handelt. Irgendwie versteh ich die Position des Fotografen nicht ganz.

Im Rücken des Photographen befindet sich die zur Stadiongasse zeigende Front des Parlaments.

Zitat
>>wie viel Kilogramm hatte den so ein Wagen und wie viel Fahrgäste konnte der aufnehmen?

Das Gewicht des Wagens dürfte um 2600 kg betragen haben. Er bot 14 Sitz- und 14 Stehplätze.

Vielen Dank für die Auskunft. Das bedeutet wohl auch einen sehr hohen Pferdeverschleiß:
2.600kg Wagen + 28x70kg Fahrgäste = 4.560kg  :P
Titel: Re: Pferdetramway
Beitrag von: haidi am 01. Dezember 2014, 14:34:13
Vielen Dank für die Auskunft. Das bedeutet wohl auch einen sehr hohen Pferdeverschleiß:
2.600kg Wagen + 28x70kg Fahrgäste = 4.560kg  :P
Allerdings auf einer Stahl-Stahl-Reibpaarung.
Titel: Re: Pferdetramway
Beitrag von: Bus am 01. Dezember 2014, 14:34:45
Was die Erklärung für die vielen Pferdefleischhauer wäre (Leberkäs)
Titel: Re: Pferdetramway
Beitrag von: abraham am 01. Dezember 2014, 14:59:07
Der einspännige WT-Salonwagen 659 war Baujahr 1884 und hatte bei der BBG nach der Übernahme die Bezeichnung t 1752. Der Wagen wurde bereits 1901 ausgeschieden, gelangte also nicht mehr zur WStB.
Titel: Re: Pferdetramway
Beitrag von: WIENTAL DONAUKANAL am 01. Dezember 2014, 19:36:06
Für eine Tonne Waggon mit Gleitlager nimmt man ein Losbrechmoment von 5kg an.
Quelle: Das Lokführer Lehrbuch meines Großonkels aus dem Jahr 1920.
Titel: Re: Pferdetramway
Beitrag von: ncc1701c am 01. Dezember 2014, 20:51:54
Da ist aber die Steigung nicht berücksichtigt...

...der arme Gaul wird sich in der Josefstädter Strasse sicher sehr geplagt haben!
Titel: Re: Pferdetramway
Beitrag von: WIENTAL DONAUKANAL am 01. Dezember 2014, 21:00:48
Da ist aber die Steigung nicht berücksichtigt...



Alle Angaben gelten für die ebene Bahn in diesem Buch. In heutiger Schreibung würde man auch kp wählen.

Animalische Traktion ist nicht so mein Fach, aber ich habe da einmal von Vorspannpferden für Steigungsstrecken gelesen, abggesehen von Doppeltraktion - Zweispänner.
Titel: Re: Pferdetramway
Beitrag von: 4463 am 01. Dezember 2014, 21:04:27
Kilopond? Guter Witz! :))
Schon mal von Newton gehört? ;)
Titel: Re: Pferdetramway
Beitrag von: WIENTAL DONAUKANAL am 01. Dezember 2014, 21:29:14
Kilopond? Guter Witz! :))
Schon mal von Newton gehört? ;)

Das kann man nicht einmal mit Freud`schen Verschreiber entschuldigen. Das war ein Feuchtigkeitsschluss im Stammhirn.
Du hast natürlich recht. :fp:
Titel: Re: Pferdetramway
Beitrag von: abraham am 02. Dezember 2014, 11:02:13
Einige interessante Daten vom Pferdebahnbetrieb der NWT aus 1885:

Betriebslänge: 12,9 km (Mariahilfer Linie-Alt Ottakring / Mariahilfer-, Hernalser-, Währinger Linie, resp. Meidling-Döbling / Sternwartestraße-Nussdorfer Linie / Westbahn-Linie-Breitensee).
Eigener Pferdebestand: schwankend zwischen 233 und 315 Pferden. Zusätzlich wurden unter dem Jahr 343 Pferde ausgeliehen.
Durchschnittsleistung pro Pferd und Tag: 23,8 km.
Pferdebedarf: in Ottakring 5 Pferde pro Wagen und Tag (Einspännerbetrieb), in Döbling 8,7 Pferde pro Wagen und Tag (Zweispännerbetrieb), in Breitensee 14 Pferde pro Wagen und Tag (Zweispännerbetrieb).
Titel: Re: Pferdetramway
Beitrag von: nord22 am 11. Dezember 2014, 11:13:34
Um 1894 wurden zwei Züge der Pferdetramway mit den späteren Fahrzeugtypen o und s1 am Franz-Josefs-Kai bei der Aspernbrücke aufgenommen (Foto: Archiv W.L.). Routenangabe am Decksitzwagen: Dornbach - Franz-Josefs-Quai - Praterstrasse - Rotunde.

LG nord22   
Titel: Re: Pferdetramway
Beitrag von: tramway.at am 11. Dezember 2014, 17:49:25
Um 1894 wurden zwei Züge der Pferdetramway mit den späteren Fahrzeugtypen o und s1 am Franz-Josefs-Kai bei der Aspernbrücke aufgenommen (Foto. Archiv W.L.). Routenangabe am Decksitzwagen: Dornbach - Franz-Josefs-Quai - Praterstrasse - Rotunde.

Für den Fahrschein (incl. Zeitreise nach 1894) würde ich heute ohne viel nachzudenken mehr hinlegen als für einen Malediven-Urlaub (wenn ich meine Digitalkamera mitnehmen dürfte...)
Titel: Re: Pferdetramway
Beitrag von: 60er am 11. Dezember 2014, 17:57:53
Für den Fahrschein (incl. Zeitreise nach 1894) würde ich heute ohne viel nachzudenken mehr hinlegen als für einen Malediven-Urlaub (wenn ich meine Digitalkamera mitnehmen dürfte...)
Ich möchte mir nicht vorstellen, was passiert, wenn man im Jahr 1894 mit einer Digitalkamera auf der Straße auftaucht und zu fotgrafieren beginnt. 8)
Titel: Re: Pferdetramway
Beitrag von: 13er am 11. Dezember 2014, 20:35:41
Um 1894 wurden zwei Züge der Pferdetramway mit den späteren Fahrzeugtypen o und s1 am Franz-Josefs-Kai bei der Aspernbrücke aufgenommen (Foto. Archiv W.L.). Routenangabe am Decksitzwagen: Dornbach - Franz-Josefs-Quai - Praterstrasse - Rotunde.
Für den Fahrschein (incl. Zeitreise nach 1894) würde ich heute ohne viel nachzudenken mehr hinlegen als für einen Malediven-Urlaub (wenn ich meine Digitalkamera mitnehmen dürfte...)
Aber bitte danach auch wieder zurück nach heute. Oder alternativ zum höheren Adel gehören und hoffen, dass man nicht mit 35 Jahren an einer Grippe stirbt.
Titel: Re: Pferdetramway
Beitrag von: Linie 41 am 11. Dezember 2014, 20:54:51
Aber bitte danach auch wieder zurück nach heute. Oder alternativ zum höheren Adel gehören und hoffen, dass man nicht mit 35 Jahren an einer Grippe stirbt.
Bist Du bescheuert? Dort bleiben und die wissenschaftlichen Erkenntnisse über Hygiene, Bakterien, Viren und Impfungen unter die Leute bringen. >:D >:D
Titel: Re: Pferdetramway
Beitrag von: 95B am 11. Dezember 2014, 21:11:04
Wenn man das täte, würden sie die Hexenverbrennung wieder einführen. ;)
Titel: Re: Pferdetramway
Beitrag von: darkweasel am 11. Dezember 2014, 21:22:18
Aber bitte danach auch wieder zurück nach heute. Oder alternativ zum höheren Adel gehören und hoffen, dass man nicht mit 35 Jahren an einer Grippe stirbt.
Bist Du bescheuert? Dort bleiben und die wissenschaftlichen Erkenntnisse über Hygiene, Bakterien, Viren und Impfungen unter die Leute bringen. >:D >:D
Spätestens dann erzeugst du ein Zeitreiseparadoxon. :)
Titel: Re: Pferdetramway
Beitrag von: Ferry am 12. Dezember 2014, 09:15:09
Aber bitte danach auch wieder zurück nach heute. Oder alternativ zum höheren Adel gehören und hoffen, dass man nicht mit 35 Jahren an einer Grippe stirbt.
Bist Du bescheuert? Dort bleiben und die wissenschaftlichen Erkenntnisse über Hygiene, Bakterien, Viren und Impfungen unter die Leute bringen. >:D >:D
Spätestens dann erzeugst du ein Zeitreiseparadoxon. :)
Das tust du bereits dann, wenn du irgendjemanden dazu bringst, sich anders zu verhalten, als er sich ohne deine Anwesenheit verhalten hätte, weil die daraus resultierenden Folgen unabsehbar sind. Beispiel: du fotografierst mit einer Kamera, die es damals noch nicht gegeben hat und erzeugst dadurch Aufsehen. In der Folge wird ein Passant dadurch abgelenkt, achtet vor dem Betreten der Fahrbahn nicht auf den Verkehr und wird von einer Straßenbahn erfasst und getötet. Aber dieser Mann ist dein Urgroßvater...
Titel: Re: Pferdetramway
Beitrag von: darkweasel am 12. Dezember 2014, 09:37:02
Aber bitte danach auch wieder zurück nach heute. Oder alternativ zum höheren Adel gehören und hoffen, dass man nicht mit 35 Jahren an einer Grippe stirbt.
Bist Du bescheuert? Dort bleiben und die wissenschaftlichen Erkenntnisse über Hygiene, Bakterien, Viren und Impfungen unter die Leute bringen. >:D >:D
Spätestens dann erzeugst du ein Zeitreiseparadoxon. :)
Das tust du bereits dann, wenn du irgendjemanden dazu bringst, sich anders zu verhalten, als er sich ohne deine Anwesenheit verhalten hätte, weil die daraus resultierenden Folgen unabsehbar sind. Beispiel: du fotografierst mit einer Kamera, die es damals noch nicht gegeben hat und erzeugst dadurch Aufsehen. In der Folge wird ein Passant dadurch abgelenkt, achtet vor dem Betreten der Fahrbahn nicht auf den Verkehr und wird von einer Straßenbahn erfasst und getötet. Aber dieser Mann ist dein Urgroßvater...
Es gibt einen Donald-Duck-Comic, in dem Donald in die Vergangenheit reist und dort eine Bananenschale, die auf dem Boden liegt (und auf der er ausrutscht), in einen Mistkübel wirft. Dadurch ändert er die Gegenwart dramatisch – seine Familie lebt dadurch in einem Armenviertel (oder so ähnlich, ich weiß nicht mehr genau, jedenfalls ist es nicht schön). Der Grund? Auf dieser Bananenschale wäre kurz darauf ein Panzerknacker ausgerutscht (und dadurch demaskiert worden), der sich in einem Gespräch mit Onkel Dagobert als Geschäftspartner ausgegeben hat. Dadurch, dass die Bananenschale nicht da ist, fällt Onkel Dagobert auf den Betrug herein. :)
Titel: Re: Pferdetramway
Beitrag von: coolharry am 12. Dezember 2014, 09:53:27
Aber bitte danach auch wieder zurück nach heute. Oder alternativ zum höheren Adel gehören und hoffen, dass man nicht mit 35 Jahren an einer Grippe stirbt.
Bist Du bescheuert? Dort bleiben und die wissenschaftlichen Erkenntnisse über Hygiene, Bakterien, Viren und Impfungen unter die Leute bringen. >:D >:D
Spätestens dann erzeugst du ein Zeitreiseparadoxon. :)
Das tust du bereits dann, wenn du irgendjemanden dazu bringst, sich anders zu verhalten, als er sich ohne deine Anwesenheit verhalten hätte, weil die daraus resultierenden Folgen unabsehbar sind. Beispiel: du fotografierst mit einer Kamera, die es damals noch nicht gegeben hat und erzeugst dadurch Aufsehen. In der Folge wird ein Passant dadurch abgelenkt, achtet vor dem Betreten der Fahrbahn nicht auf den Verkehr und wird von einer Straßenbahn erfasst und getötet. Aber dieser Mann ist dein Urgroßvater...
Es gibt einen Donald-Duck-Comic, in dem Donald in die Vergangenheit reist und dort eine Bananenschale, die auf dem Boden liegt (und auf der er ausrutscht), in einen Mistkübel wirft. Dadurch ändert er die Gegenwart dramatisch – seine Familie lebt dadurch in einem Armenviertel (oder so ähnlich, ich weiß nicht mehr genau, jedenfalls ist es nicht schön). Der Grund? Auf dieser Bananenschale wäre kurz darauf ein Panzerknacker ausgerutscht (und dadurch demaskiert worden), der sich in einem Gespräch mit Onkel Dagobert als Geschäftspartner ausgegeben hat. Dadurch, dass die Bananenschale nicht da ist, fällt Onkel Dagobert auf den Betrug herein. :)

Wenn man glaubt die Vergangenheit verändern zu können, glaubt man auch ans Christkind und an den Weihnachtsmann und an den Osterhasen und das alle am gleichen Tag kommen. Wenn man die Zeit als Linie betrachtet kann man die Vergangenheit nicht ändern, da es immer so passieren wird, da man, sobald in der Vergangenheit ist, teil der Vergangenheit ist. Weil Zukunft, Gegenwart und Vergangenheit untrennbar miteinander verbunden sind. Man kann die Vergangenheit nicht ändern. Hat schon H.G. Wells beschrieben. Aber jeder soll glauben was er will.  ;)
Titel: Re: Pferdetramway
Beitrag von: schaffnerlos am 12. Dezember 2014, 10:06:52
Man kann die Vergangenheit nicht ändern.

Aber die Sicht darauf.
Titel: Re: Pferdetramway
Beitrag von: barbarix am 15. Dezember 2014, 13:10:24
Aber die Photonen, die damals reflektiert wurden, wandern noch immer durchs All. Am Besten in der richtigen Entfernung eine Videokamera mit Teleobjektiv aufstellen, dann hast Du (bei damaligem Schönwetter) einen Livestream vom Jahre Schnee. Nur den Ton müsste man nachsynchronisieren!

;-)
Titel: Re: Pferdetramway
Beitrag von: hema am 09. Februar 2015, 03:06:08
Verkehr in der Ausstellungsstraße um die Jahrhundertwende!


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Titel: Re: Pferdetramway
Beitrag von: haidi am 09. Februar 2015, 07:52:06
Geisterfahrer!
Titel: Re: Pferdetramway
Beitrag von: 95B am 09. Februar 2015, 08:25:12
Geisterfahrer!

Ob Rechtszufahren in Schienenstraßen damals verboten war? :D
Titel: Re: Pferdetramway
Beitrag von: martin8721 am 09. Februar 2015, 10:45:01
Geisterfahrer!

Oder ein Trendsetter, der seiner Zeit einfach voraus war.  8)
Titel: Re: Pferdetramway
Beitrag von: hema am 09. Februar 2015, 20:03:51
Das Auto dürfte dort einfach reingezeichnet sein. Das Bild wurde auch an etlichen anderen Stellen retouchiert.
Titel: Re: Pferdetramway
Beitrag von: hema am 10. Februar 2015, 07:51:40
Die Wiedner Hauptstraße mit dem alten Naschmarkt.


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Titel: Re: Pferdetramway
Beitrag von: 95B am 10. Februar 2015, 08:57:50
Ist das rechts unten ein Stellwagen oder hat der Retuscheur die Pferdetramway bloß neben das Gleis gesetzt? :D
Titel: Re: Pferdetramway
Beitrag von: 13er am 10. Februar 2015, 09:28:54
Lustig, dass sich die rechte Häuserseite bis heute erhalten hat!
Titel: Re: Pferdetramway
Beitrag von: h 3004 am 10. Februar 2015, 16:28:47
Hat sich nicht ganz erhalten (Haus Repa Copy) - sieht man aber nicht. - In der Gegenrichtung fährt  auch ein Wagen neben den Gleisen.
Titel: Re: Pferdetramway
Beitrag von: Revisor am 10. Februar 2015, 17:01:16
Hat sich nicht ganz erhalten (Haus Repa Copy) - sieht man aber nicht. - In der Gegenrichtung fährt  auch ein Wagen neben den Gleisen.

Das sind Stellwagen.
Titel: Re: Pferdetramway
Beitrag von: hema am 12. Februar 2015, 02:48:04
Ein schöner Sommertag 1895 am Kärnthnerring (Kärntner Ring).


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Titel: Re: Pferdetramway
Beitrag von: 95B am 12. Februar 2015, 08:53:26
Die Gleise hat der gute Mann sichtlich erst zu Hause eingezeichnet. :D
Titel: Re: Pferdetramway
Beitrag von: hema am 20. Februar 2015, 23:36:35
Pferdetramway bei der Börse.


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Titel: Re: Pferdetramway
Beitrag von: hema am 12. März 2015, 21:46:29
Nein, die Geschichte ist ein bissl anders. Der Wagen steht am Ende des noch vohandenen, aber bereits vom Netz getrennten, Ausfahrtsgleises aus der alten Remise. Der Bogen, also das Auflegegleis liegt nur zufällig so schief dort, weil es bereits vorbereitet ist, um damit das Ausfahrtsgleis noch einmal provisorisch an das Gleis in der Ottakringer Straße anzuschließen und die noch in der alten Remise befindlichen Fahrzeuge bergen zu können. Es braucht nur mehr rübergeschoben zu werden. Vermutlich wurde diese Aktion unmittelbar nach dem fotographieren dieses Abschiedsbildes durchgeführt, Leute dafür sind zu diesem Zeitpunkt sichtlich ausreichend anwesend!
Titel: Re: Pferdetramway
Beitrag von: hema am 13. März 2015, 01:11:45
Ich meinte das Gleisende vom Auflegegleis.
Ja eh. Das liegt da schon bereit und wurde nach der Aufnahme ans Ende des alten Remisengleises (–> der Wagen steht drauf, das abgeschnittene Ende ist hinter den Pferdehufen erkennbar) geschoben und ist dann mit dem keilförmigen vorderen Ende am neuen Gleis aufgelegen. Dann hat man die noch in der Halle befindlichen Wagen bequem rausschieben können!
Titel: Re: Pferdetramway
Beitrag von: Revisor am 13. März 2015, 08:30:15
Das zuvor Geschriebene wird sicher alles stimmen, nur daß dieses Auflegegleis sicher nicht nur zum Abtransport der Wagen aus der aufzulassenden Halle dort lag, sondern für einige Zeit dem Aus- und Einfahren der Pferdebahnwagen diente. Im Zuge der Elektrifizierung mußten, unabhängig von einem allfälligen zweigleisigen Ausbau, sicherlich die Gleise wegen des deutlich höheren Gewichts der elektrischen Triebwagen erneuert werden. Diese neue Gleisanlage wurde natürlich nicht mehr an den zur Auflassung bestimmten Bahnhof angeschlossen, sondern die Verbindung mittels dieses Auflegegleises hergestellt. Der Pferdebahnbetrieb lief also bis zum letzten Tag vor der Aufnahme des elektrischen Betriebes weiterhin aus dem Bahnhof Neulerchenfeld, während die elektrischen Züge dann vermutlich aus dem elektrifizierten Bahnhof Gürtel gekommen sein dürften. Für diese Zeitspanne zwischen Verlegung der neuen Gleise in der Neulerchenfelder Straße und der elektrischen Betriebsaufnahme fand eben dieses Auflegegleis Verwendung.
Titel: Re: Pferdetramway
Beitrag von: nord22 am 15. März 2015, 22:09:18
Recht idyllisch präsentiert sich die Oper und die Ringstraße um 1890 (Foto: Archiv W.L.). Am Zug im Vordergrund ist mit Mühe die Wagennummer WT 326 (bei der WStB s1 1570) und das Fahrziel (Dornbach) zu erkennen.

LG nord22
Titel: Re: Pferdetramway
Beitrag von: Arkadier am 20. Mai 2015, 23:34:54
Ich habe dieses Aquarell gefunden, doch der Ort ist nicht ganz zuordenbar. Einerseits könnte es sich um die Hernalser Hauptstraße handeln oder auch um Perchtholdsdorf. Für Zweiteres würde der Turm im Hintergrund sprechen. Vielleicht fällt jemand dazu noch etwas ein ...

Titel: Re: Pferdetramway
Beitrag von: W_E_St am 20. Mai 2015, 23:42:08
Also Perchtoldsdorf würde ich aufgrund der dreistöckigen Häuser im Hintergrund eindeutig ausschließen! Das Türmchen könnte durchaus auf einem Gründerzeit-Eckhaus sitzen und kein Kirchturm sein.
Titel: Re: Pferdetramway
Beitrag von: hema am 21. Mai 2015, 01:34:45
Das ist die Hernalser Hauptstraße mit Blick von der Wattgasse stadtauswärts. Rechts vorne die Pferdebahn-Remise.


[attachimg=1]
Titel: Re: Pferdetramway
Beitrag von: Arkadier am 23. Mai 2015, 18:51:08
Danke für die Antworten. Ja - das sieht wirklich ganz nach Hernalser Hauptstraße aus. Interessant ist nur, dass auf dem Aquarell der ein Pferdetramwaywagen auf der rechten Straßenseite zu fahren scheint. War hier stadtauswärts dann nur ein einfaches Gleis verlegt?
Titel: Re: Pferdetramway
Beitrag von: abraham am 24. Mai 2015, 09:23:00
Über den zweigleisigen Ausbau der Dornbacher-Linie WT gibt der Jahresbericht des Verwaltungsrathes aus 1878 Auskunft.
Titel: Re: Pferdetramway
Beitrag von: martin8721 am 04. Oktober 2015, 20:04:50

Weiß nicht, ob der Clip schon allseits bekannt ist, aber ich bin heute auf ein Video von der Operkreuzung gestoßen, das angeblich aus dem Jahre 1896 stammt.  :o
Viele Pferdetramways sind hier zu sehen:

http://stadtfilm-wien.at/film/144/ (http://stadtfilm-wien.at/film/144/)


Titel: Re: Pferdetramway
Beitrag von: 4463 am 04. Oktober 2015, 21:23:42
Kam dieses Video nicht im heutigen Österreich Bild "150 Jahre Tramway" vor?
Titel: Re: Pferdetramway
Beitrag von: martin8721 am 10. Januar 2016, 14:56:29
Aspernbrücke über den Donaukanal, ca um 1890 / 95. Glasplatte

Danke für die wunderbaren Schätze, die du uns hier immer wieder darbietest!  :up:
Und Wahnsinn auch die Qualität der Aufnahme! Gestochen scharf!
Titel: Re: Pferdetramway
Beitrag von: 95B am 10. Januar 2016, 18:16:09
Neben dem gleichlautenden Plakat sitzt vermutlich wirklich "ein Böhm", nämlich ein Gleisböhm! ;)
Titel: Re: Pferdetramway
Beitrag von: 95B am 10. Januar 2016, 19:39:07
Ich denke, das sind die Arbeitsgeräte des auf der anderen Seite der Litfaßsäule sitzenden Gleisbehm.
Titel: Re: Pferdetramway
Beitrag von: Kartäuser am 11. Januar 2016, 12:06:27
Das ist die Hernalser Hauptstraße mit Blick von der Wattgasse stadtauswärts. Rechts vorne die Pferdebahn-Remise.


(Dateianhang Link)

Verzeihung, wenn ich mich als Neuling hier einmische!  ;) Vielleicht trage ich ja jetzt "Eulen nach Athen bzw. Hernals"! Die alte Pferdebahnremise lag jedenfalls - stadtauswärts blickend - vor der Wattgasse. Reste der auf dem Aquarell erkennbaren Wagenhallen gab es noch in meiner Kindheit/Jugend (60er/70er-Jahre) im Bereich Rhigasgasse-Nesselgasse-Rötzergasse-Comeniusgasse zu bestaunen. Sie waren damals - falls mich die Erinnerung nicht täuscht - als Werkstatthallen in Verwendung. Die neue und bis heute bestehende Remise (Bahnhof Hernals) wurde dann jenseits/westlich der Wattgasse stadtauswärts errichtet. Sorry also, falls ich allseits bekannte Banalitäten schreibe ...
Titel: Re: Pferdetramway
Beitrag von: Hawk am 11. Januar 2016, 20:13:17
Willkommen im Forum!  :)
Titel: Re: Pferdetramway
Beitrag von: Kartäuser am 12. Januar 2016, 12:43:32
Vielen Dank!  :)
Titel: Re: Pferdetramway
Beitrag von: haidi am 12. Januar 2016, 16:28:15
Reste der auf dem Aquarell erkennbaren Wagenhallen gab es noch in meiner Kindheit/Jugend (60er/70er-Jahre) im Bereich Rhigasgasse-Nesselgasse-Rötzergasse-Comeniusgasse zu bestaunen.

Jetzt ist mir der seltsame Verlauf der Roggendorfgasse klar und auch, warum die Wattgasse bis zur Richthausenstraße reicht und nicht bis zur Hernalser Hauptstraße (Alserbach)
Titel: Re: Pferdetramway
Beitrag von: haidi am 16. Februar 2016, 00:35:05
Allgemeine Vorschriften für die Waggonführer der Wiener Tramway-Gesellschaft (http://www.digital.wienbibliothek.at/wbrobv/content/titleinfo/1053494)  1884
Titel: Re: Pferdetramway
Beitrag von: B1.702 am 16. Februar 2016, 10:54:35
Ein schöner Sommertag 1895 am Kärnthnerring (Kärntner Ring).
(Dateianhang Link)

Das Bild würde ich löschen. Da ist einfach zu viel Phantasie drinnen (erkennbar am "Gleisverlauf"), somit historisch wertlos.
Titel: Re: Pferdetramway
Beitrag von: 95B am 16. Februar 2016, 11:07:09
Ein schöner Sommertag 1895 am Kärnthnerring (Kärntner Ring).
(Dateianhang Link)

Das Bild würde ich löschen. Da ist einfach zu viel Phantasie drinnen (erkennbar am "Gleisverlauf"), somit historisch wertlos.

Phantasiegleise hin oder her, es gibt einen schönen Eindruck, wie die Ringstraße damals ausgeschaut hat.
Titel: Re: Pferdetramway
Beitrag von: nord22 am 24. August 2016, 17:56:22
Anbei eine hinlänglich bekannte Aufnahme, welche die allererste Tramwayaufnahme ist, welche in Wien aufgenommen wurde.

LG nord22
Titel: Re: Pferdetramway
Beitrag von: 95B am 24. August 2016, 18:18:39
Ob der Fotograf wohl zu dem in der Bildmitte herumstolzierenden Herrn "I stich di ooh!" gerufen hat? :D
Titel: Re: Pferdetramway
Beitrag von: hema am 24. August 2016, 20:12:14
Ob das eine Fotographie ist? Eher das Foto einer graphischen Darstellung, wie sie seinerzeit so meisterhaft in Zeitungen verwendet wurden!
Titel: Re: Pferdetramway
Beitrag von: 95B am 25. August 2016, 00:09:14
Ob das eine Fotographie ist? Eher das Foto einer graphischen Darstellung, wie sie seinerzeit so meisterhaft in Zeitungen verwendet wurden!

Ich denke, das wird eine Mischung aus Fotografie und Zeichnung sein, also prinzipiell ein Foto, aber größtenteils drüberretuschiert.
Titel: Re: Pferdetramway
Beitrag von: Ferry am 25. August 2016, 09:36:42
Ob der Fotograf wohl zu dem in der Bildmitte herumstolzierenden Herrn "I stich di ooh!" gerufen hat? :D

Nur, wenn der Herr einen bestimmten Namen, der mit "F" beginnt, gehabt hat!  :)
Titel: Re: Pferdetramway
Beitrag von: W_E_St am 25. August 2016, 12:01:31
Stolziert wird er bei den damaligen Belichtungszeiten eher nicht sein, sonst wäre er unscharf.
Titel: Re: Pferdetramway
Beitrag von: Erdberg am 07. September 2016, 08:49:48
Erst jetzt entdecke ich diesen Thread. Ganz besonderen Dank für die WT-Pferdebahn-Pläne vom Februar!!!
Spannend, welche Projekte da enthalten sind (rot eingezeichnet). Zum Beispiel von der Bellaria kommend über Nebengassen von der Stiftgasse hinunter zur Gumpendorfer Straße (es kam anders, wie wir wissen).

Ich beschäftige mich nämlich gerade ein wenig mit den Liniengeschichten, wobei natürlich die Linienführungen der Pferdebahnlinien vor 1903 nicht so leicht zu eruieren sind.
Interessant finde ich, daß die erste Linie in der Wiedner Hauptstraße (1873) ja vom Schwarzenbergplatz über Karlsgasse und Mayerhofgasse zur Wiedner Hauptstraße führte und nur bis zur Spengergasse reichte.
Erst 1877 wurde die Lücke auf der Wiedner Hauptstraße zwischen Mayerhofgasse und Kärntnerstraße/Ring geschlossen.
Ob man zwischen 1877 und 1880 (1880 wurde die Verbindung Schwarzenbergplatz-Mayerhofgasse aufgegeben) von beiden Endpunkten aus zur Spengergasse gefahren ist, läßt sich wohl nicht mehr eruieren.
Erst 1895 wurde dann die im Plan der WT schon projektierte Verlängerung über das kurze Stück von der Spengergasse bis zum Gürtel (Matzleinsdorfer Platz) eröffnet, sodaß man über die schon bestehende Strecke durch die Gudrunstraße zum Bhf. Favoriten fahren konnte (später dann Linie 64).

Titel: Re: Pferdetramway
Beitrag von: nord22 am 09. Februar 2017, 21:31:04
Anbei eine Aufnahme vom Bau der Votivkirche 1867 (Foto: Imagno/ gettyimages). Rechts ist ein Zug der ersten Pferdetramwaylinie Schottentor - Hernals - Dornbach zu erkennen.

LG nord22
Titel: Re: Pferdetramway
Beitrag von: 4463 am 09. Februar 2017, 23:31:57
Anbei eine Aufnahme vom Bau der Votivkirche 1867
Da sieht es fast so aus, als würden das so ähnliche Türme wie bei der Notre Dame in Paris. :o
Titel: Re: Pferdetramway
Beitrag von: Sabei am 15. Februar 2017, 21:12:37
Hier der Pferdebahnplan in einer besseren Auflösung:

https://mega.nz/#!BNt2iL6D!uWTU-F_gd0nluZrLEw-JSqI61k37sSAkrXMi1CNNrPw

Titel: Re: Pferdetramway
Beitrag von: nord22 am 02. April 2017, 10:09:57
* Eröffnung der Pferdetramwaylinie Schottenring - Hernals am 04.10.1865; der Eröffnungszug war, wie auch die Fotografie in #95 zeigt, mit vier Pferden bespannt.
* Universität Wien mit Pferdetramway 1879 (Grafiken: Archiv W.L.)

LG nord22
Titel: Re: Pferdetramway
Beitrag von: 4463 am 02. April 2017, 15:51:47
* Universität Wien mit Pferdetramway 1879
Ohne die Bäume kaum wiederzuerkennen. :o
Außerdem dürfte diese Perspektive heute kaum möglich sein? ???
Titel: Re: Pferdetramway
Beitrag von: T1 am 02. April 2017, 18:44:59
* Universität Wien mit Pferdetramway 1879
Ohne die Bäume kaum wiederzuerkennen. :o
Außerdem dürfte diese Perspektive heute kaum möglich sein? ???
Nachdem das Zeichnungen sind, sollte man sich ohnehin nicht zu sehr auf eine vollkommene historische Korrektheit der dargestellten Situation verlassen ;)
Titel: Re: Pferdetramway
Beitrag von: 4463 am 02. April 2017, 23:59:52
Ich wollte damit eher mein Erstaunen darüber ausdrücken, dass das Gebäude in einer derartigen Gesamtansicht (heute) quasi nicht sichtbar ist. Entweder sind Bäume davor oder man sieht es nur teilweise bzw. von oben oder der Seite. Deshalb ist die Architektur in ihrer Gesamtheit so nicht erkennbar.
Titel: Re: Pferdetramway
Beitrag von: T1 am 03. April 2017, 00:03:34
Ich wollte damit eher mein Erstaunen darüber ausdrücken, dass das Gebäude in einer derartigen Gesamtansicht (heute) quasi nicht sichtbar ist. Entweder sind Bäume davor oder man sieht es nur teilweise bzw. von oben oder der Seite. Deshalb ist die Architektur in ihrer Gesamtheit so nicht erkennbar.
Ich verstehe schon, wie du es gemeint hast. Ich habe halt gemeint, dass es damals wahrscheinlich genauso war – nur hatte der Zeichner im Gegensatz zu einem Fotografen die Möglichkeit, die Gesamtheit trotzdem darzustellen, weil er zwar an die Perspektive gebunden ist, aber störende Gebäude, die den Blick verstellen, einfach weglassen kann. Zumindest drängt sich der Verdacht für mich auf, wenn ich mir so die Baujahre der gegenüberliegenden Gebäude (Screenshot aus dem Kulturgutstadtplan) anschaue:

Titel: Re: Pferdetramway
Beitrag von: 95B am 03. April 2017, 09:07:10
Man beachte übrigens, dass die Pferdetramway auf der Zeichnung im Rechtsverkehr unterwegs ist!
Titel: Re: Pferdetramway
Beitrag von: Erdberg am 03. April 2017, 09:24:40
Vielleicht ist das Bild spiegelverkehrt?
Titel: Re: Pferdetramway
Beitrag von: hema am 03. April 2017, 13:42:10
Vielleicht ist das Bild spiegelverkehrt?
Sogar sicher. Hast recht!
Titel: Re: Pferdetramway
Beitrag von: Operator am 07. August 2018, 13:14:18
Pferdetram in der Praterstraße um 1875.
Titel: Re: Pferdetramway
Beitrag von: Operator am 07. August 2018, 13:15:36
Pferdetram in der Praterstraße um 1875.
Vielleicht weiß wer hier, welche Nummern diese Pferdewagen danach bei der Wiener Straßenbahn hatten.
Titel: Re: Pferdetramway
Beitrag von: luki32 am 07. August 2018, 13:23:56
Pferdetram in der Praterstraße um 1875.
Vielleicht weiß wer hier, welche Nummern diese Pferdewagen danach bei der Wiener Straßenbahn hatten.

1192 siehe:
https://www.strassenbahnjournal.at/wiki/index.php?title=Type_o_(1895-1956) (https://www.strassenbahnjournal.at/wiki/index.php?title=Type_o_(1895-1956))

Brauchst nur auf der Hauptseite des Wiki unter Suche die Nummer 1192 eintippen.  ;)
Titel: Re: Pferdetramway
Beitrag von: Operator am 07. August 2018, 13:41:41
Pferdetram in der Praterstraße um 1875.
Vielleicht weiß wer hier, welche Nummern diese Pferdewagen danach bei der Wiener Straßenbahn hatten.

1192 siehe:
https://www.strassenbahnjournal.at/wiki/index.php?title=Type_o_(1895-1956) (https://www.strassenbahnjournal.at/wiki/index.php?title=Type_o_(1895-1956))

Brauchst nur auf der Hauptseite des Wiki unter Suche die Nummer 1192 eintippen.  ;)
DANKE!
Titel: Re: Pferdetramway
Beitrag von: luki32 am 07. August 2018, 15:47:06
Pferdetram in der Praterstraße um 1875.

Übrigens, das Jahr glaube ich Dir da aber nicht.  ;)
Titel: Re: Pferdetramway
Beitrag von: hema am 07. August 2018, 16:57:10

Übrigens, das Jahr glaube ich Dir da aber nicht.  ;)
Geh, die Oberleitung ist nur vorbereitet für spätere Jahrzehnte!
Titel: Re: Pferdetramway
Beitrag von: Operator am 07. August 2018, 19:02:57

Übrigens, das Jahr glaube ich Dir da aber nicht.  ;)
Geh, die Oberleitung ist nur vorbereitet für spätere Jahrzehnte!
So übernommen und nicht gschaut, sorry....
Titel: Re: Pferdetramway
Beitrag von: nord22 am 07. August 2018, 20:26:36
Zitat aus Wiki:
"elektrischer Betrieb: 23. November 1901  2,467 km  Aspernbrücke – Aspernbrückengasse – Praterstraße – Praterstern – Ausstellungsstraße bis nach Messestraße" Gloriose Schlussfolgerung ist, dass die Aufnahme sehr wahrscheinlich 1901 entstanden ist.

nord22 
Titel: Re: Pferdetramway
Beitrag von: nord22 am 12. Februar 2019, 20:00:22
Anbei ein Postkartenmotiv vom Schmerlingplatz mit WT 456, welcher bei der WStB zu s2 1517 wurde. WT 456 wurde von der HW 1882 gebaut und per 07.11.1932 skartiert.

LG nord22   
Titel: Re: Pferdetramway
Beitrag von: nord22 am 09. März 2019, 20:38:27
Anbei ein Ausschnitt eines Postkartenmotivs von der Einmündung der Kinderspitalgasse in die Alser Straße. Im Hintergrund ist die Trasse der Stadtbahn zu erkennen, die Aufnahme dürfte daher frühestens 1898 entstanden sein. Am rechten Bildrand ist ein "Imperial-Decksitzwagen" der späteren Type o1 zu erkennen.

LG nord22
Titel: Re: Pferdetramway
Beitrag von: hema am 09. März 2019, 22:31:44
Das "Dreilaufer"-Haus.
Titel: Re: Pferdetramway
Beitrag von: haidi am 09. März 2019, 22:56:17
Anbei ein Ausschnitt eines Postkartenmotivs von der Einmündung der Kinderspitalgasse in die Alser Straße. Im Hintergrund ist die Trasse der Stadtbahn zu erkennen, die Aufnahme dürfte daher frühestens 1898 entstanden sein.
Kann auch 1-2 Jahre früher entstanden sein, die Stadtbahn muss ja noch nicht in Betrieb sein.
Titel: Re: Pferdetramway
Beitrag von: T1 am 10. März 2019, 01:06:21
Anbei ein Ausschnitt eines Postkartenmotivs von der Einmündung der Kinderspitalgasse in die Alser Straße. Im Hintergrund ist die Trasse der Stadtbahn zu erkennen, die Aufnahme dürfte daher frühestens 1898 entstanden sein. Am rechten Bildrand ist ein "Imperial-Decksitzwagen" der späteren Type o1 zu erkennen.

LG nord22
:up:
Titel: Re: Pferdetramway
Beitrag von: nord22 am 01. Oktober 2019, 21:48:36
Ein Postkartenmotiv mit WT 431 beim Parlament. WT 431 wurde zu s2 1539 und nach der Skartierung am 03.08.1943 nach Graz abgegeben.

LG nord22
Titel: Re: Pferdetramway
Beitrag von: 31/5 am 02. Oktober 2019, 07:15:35
Auch vor 150 Jahren schon eine gefragte Fotostelle - trotz Linksverkehr...
Titel: Re: Pferdetramway
Beitrag von: nord22 am 27. Oktober 2019, 00:10:09
Anbei ein Fotomotiv, welches dokumentiert, dass es zu allen Zeiten überfüllte Straßenbahnen gegeben hat. Der Beiwagen gehört zur WT Type s, welche bei der BBG und WStB die Nummerngruppe 1604 -1653 bekam. Interessant ist die Betafelung Bäder - Ringstrasse - Gentzgasse; Bäderverkehr könnte auch der Grund der starken Fahrgastfrequenz sein. Aufnahmeort ist irgendwo auf der Ringstraße.

LG nord22
Titel: Re: Pferdetramway
Beitrag von: hema am 27. Oktober 2019, 12:54:06
Das Haus im Hintergrund ist Kärntner Ring 2, die "Bäder" waren an der Donau, nahe der Reichsbrücke. Die Stadtbahn hatte dort auch eine Station.
Titel: Re: Pferdetramway
Beitrag von: nord22 am 27. Oktober 2019, 22:54:23
@ hema: danke für die Ortsangabe; das Gebäude Kärntner Ring 2 wurde im zweiten Weltkrieg zerstört und durch einen Neubau ersetzt.

nord22