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Straßenbahn Wien => Chronik => Thema gestartet von: E2 am 23. Januar 2013, 08:54:44

Titel: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: E2 am 23. Januar 2013, 08:54:44
Seit 08.37 Währinger Straße 123 - Falschparker.

Umleitung 9 - 42 Richtung Schottentor.

Betroffener: B1 750
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: E2 am 23. Januar 2013, 09:47:12
Währinger Straße 140 der nächste Falschparker
FaRi Gersthof, seit 09.27 Uhr
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: Linie 41 am 23. Januar 2013, 10:41:11
Nächster Falschparker 10:30 Kutschkergasse.
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: E2 am 23. Januar 2013, 10:45:44
08.37 Währinger
09.27 Währinger
09.48 Gentzgasse
10.30 Kutschker

NEU!!!
10.35 Linie 60 Speisinger Straße 93 Falschparker


das häuft sich heut aber.

Vielleicht sollte die Gemeinde mal die Schneehaufen wegräumen.

Zeit war ja schon genug, und speziell an diesen exponierten Stellen. Eigenverantwortlichkeit der Autofahrer hin oder her.
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: HLS am 23. Januar 2013, 10:52:40
Vielleicht sollte die Gemeinde mal die Schneehaufen wegräumen.
Nein warum?! So hab ich die Chance auch mal wieder einen zu haben.  ;D
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: 13er am 23. Januar 2013, 12:31:24
08.37 Währinger
09.27 Währinger
09.48 Gentzgasse
10.30 Kutschker
12.30 Währinger Straße 128 :)
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: hema am 23. Januar 2013, 13:53:39
08.37 Währinger
09.27 Währinger
09.48 Gentzgasse
10.30 Kutschker
12.30 Währinger Straße 128 :)
Falschparken ist in Währing halt homolegiert.
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: E2 am 23. Januar 2013, 14:03:47
homolegiert.

I brich nieder...  ;D
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: W_E_St am 23. Januar 2013, 14:16:15
08.37 Währinger
09.27 Währinger
09.48 Gentzgasse
10.30 Kutschker
12.30 Währinger Straße 128 :)
Falschparken ist in Währing halt homolegiert.
*rofl*

Bei dem um 9:48 war ich übrigens live dabei. Zugstapel ca. von der Weinhauser Gasse bis Ecke Gentzgasse/Lazaristengasse und in der Währinger Straße die nächsten beiden Züge. Für die Gegenrichtung waren da natürlich nicht mehr viele Züge vorhanden.
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: E2 am 23. Januar 2013, 14:37:11
Heut is der Tag des Foischparkers:

14.28: Lainzer Straße 22 Linie 60
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: W_E_St am 23. Januar 2013, 17:47:13
08.37 Währinger
09.27 Währinger
09.48 Gentzgasse
10.30 Kutschker
12.30 Währinger Straße 128 :)
16:00 (ca.) Währinger Straße 102
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: 95B am 23. Januar 2013, 18:14:32
Bitte seien Sie achtsam, zwischen Gleiskörper und Randstein ist ein Falschparker. :D
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: Linie 41 am 23. Januar 2013, 18:42:30
Langsam ist das echt zum Kotzen und die Bezirksvertretung schläft.
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: roadrunner am 23. Januar 2013, 18:47:21
Einer geht noch!  :bh:
Falschparker Kreuzgasse. 9er Wattgasse und 42er über 40/41 Gersthof.



Edit: Verkehrsaufnahme ca. 19h00
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: HLS am 23. Januar 2013, 20:17:53
Einer geht noch!  :bh:
Falschparker Kreuzgasse. 9er Wattgasse und 42er über 40/41 Gersthof.



Edit: Verkehrsaufnahme ca. 19h00
Über den hab ich mich besonders gefreut, also lasst mir ja die lieben Falschparker in den Bezirken.  ;D
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: moszkva tér am 24. Januar 2013, 09:12:54
Parkpickerl im 18. -> weniger Parkplatznachfrage -> weniger Falschparker. So einfach wäre das.

Allerdings gab es auch schon vor dem Parkpickerl deutlich weniger Meldungen über Falschparker im 16. und 17., wo die Linien 2 und 9 teilweise auch durch enge Gasserln (Neulerchenfelder Straße, Taubergasse, Rosensteingasse) fahren. Es muss also auch an etwas anderem liegen.
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: HLS am 24. Januar 2013, 09:49:59
Parkpickerl im 18. -> weniger Parkplatznachfrage -> weniger Falschparker. So einfach wäre das.

Allerdings gab es auch schon vor dem Parkpickerl deutlich weniger Meldungen über Falschparker im 16. und 17., wo die Linien 2 und 9 teilweise auch durch enge Gasserln (Neulerchenfelder Straße, Taubergasse, Rosensteingasse) fahren. Es muss also auch an etwas anderem liegen.
Und an was liegt es entlang des 60ers, im speziellen im 23.Bez?
Es hat sich nur ein wenig entspannt, weil man bei den Ulfen jetzt Flachblinker hat, alle anderen die jetzt falsch stehen hätten damals extrem falsch gestanden. Wenn ich was zu sagen hätte, dann würde jeder potentiell Falschparker gefährdete Bezirk, ein Abschleppwagen haben oder es wie Berlin machen, diese Aufgaben an alle Abschleppunternehmen in Wien übergeben. Sie haben dann, nach erfolgter Meldung, 15min Zeit beim Fahrzeug zu sein und es zu entfernen und dann es umzuparken, so brauchen sie nicht auf einen Abstellplatz fahren, sondern können immer in der näheren Umgebung bleiben.
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: moszkva tér am 24. Januar 2013, 10:30:10
Wenn ich was zu sagen hätte, dann würde jeder potentiell Falschparker gefährdete Bezirk, ein Abschleppwagen haben oder es wie Berlin machen, diese Aufgaben an alle Abschleppunternehmen in Wien übergeben. Sie haben dann, nach erfolgter Meldung, 15min Zeit beim Fahrzeug zu sein und es zu entfernen und dann es umzuparken, so brauchen sie nicht auf einen Abstellplatz fahren, sondern können immer in der näheren Umgebung bleiben.
Gerade das Abschleppen funktioniert in Wien eh wunderbar. Nachdem die Polizei einen Abschleppwagen anfordert, dauert es ohnehin maximal 20 Minuten, bis abgeschleppt wird. Das Problem ist eher, bis sich ein Polizist aus der Amtsstube herausbewegt, um den Falschparker zu begutachten, ihn für abschleppwürdig zu befinden und dann den Wagen anzufordern. Die Geschichte kenne ich von einem Freund, der im 7. gewohnt hat, wo regelmäßig die Einfahrt blockiert war. Vielleicht ist man aber bei der Straßenbahn mehr auf Zack als bei privaten Hauseinfahrten.

Das Problem ist sicher auch: Wenn es sich dann schon staut, weil mehrere Züge plus Autos angestellt sind, kann leider auch der Abschleppwagen nur schwer zufahren. Ich weiß, 1001 Ausreden.
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: 95B am 24. Januar 2013, 10:37:43
Vielleicht ist man aber bei der Straßenbahn mehr auf Zack als bei privaten Hauseinfahrten.
Bei der Straßenbahn rückt meistens die Feuerwehr aus. Probleme können sich allerdings ergeben, wenn die Polizei der Meinung ist, dass der Pkw nicht falsch parkt, obwohl (!) die Straßenbahn nicht vorbeikommt. Das ist zwar eine absolute Ausnahme, aber bereits passiert.
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: moszkva tér am 24. Januar 2013, 11:19:45
Probleme können sich allerdings ergeben, wenn die Polizei der Meinung ist, dass der Pkw nicht falsch parkt, obwohl (!) die Straßenbahn nicht vorbeikommt. Das ist zwar eine absolute Ausnahme, aber bereits passiert.
Wie kann das vorkommen?

Ich könnte mir vorstellen, dass das passiert, wenn die Parkspuren schlecht abmarkiert sind. D.h. Fahrzeug steht innerhalb der Markierungen (=legal), doch die Straßenbahn kommt trotzdem nicht vorbei.
Ich denke, wenn ich als Autofahrer innerhalb der Markierungen parke, kann ich darauf vertrauen, dass ich gut stehe. Denn der Anbringer (die Behörde) sagt durch die Markierungen: Da ist es ok. Somit dürfte ich eigentlich nicht bestraft werden.
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: haidi am 24. Januar 2013, 11:32:48
Allerdings gab es auch schon vor dem Parkpickerl deutlich weniger Meldungen über Falschparker im 16. und 17., wo die Linien 2 und 9 teilweise auch durch enge Gasserln (Neulerchenfelder Straße, Taubergasse, Rosensteingasse) fahren. Es muss also auch an etwas anderem liegen.

Die Tauber- und Rosensteingasse habe ich nicht so eng in ERinnerung, dass ein etwas weiter vom Fahrbahnrand abgesteller PKW die Straßenbahn behindert.

Hannes
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: captainmidnight am 24. Januar 2013, 11:50:55
Vielleicht ist man aber bei der Straßenbahn mehr auf Zack als bei privaten Hauseinfahrten.
Bei der Straßenbahn rückt meistens die Feuerwehr aus. Probleme können sich allerdings ergeben, wenn die Polizei der Meinung ist, dass der Pkw nicht falsch parkt, obwohl (!) die Straßenbahn nicht vorbeikommt. Das ist zwar eine absolute Ausnahme, aber bereits passiert.

Dies ist mir vor zig Jahren im Bereich Herbeckstrasse / Scheibenberggasse passiert. (Dort wo das "S" ist) KFZ zu nahe an den Schienen - Angefunkt - Polizei als erstes vorort. Die meinten dann "Des geht si scho aus". Ich verneinte, weigerte mich weiterzufahren und forderte die betriebseigene Funkstreife an. Unsere Leute haben dann den - vermutlich "frisch gflachten" - grünberockten Freunden erklärt, dass sich das KFZ im Lichtraumprofil befand.
Vorne wäre es ich ja ausgegangen, aber mit dem "Popo" vom Beiwagen hätte ich dem PKW "eine verpasst". Soviel zu Anweisungen von Exekutiv-Organen... In letzter Instanz entscheidet immer noch der Fahrer, ob er fährt oder nicht - zumindest war es in den 90ern so...
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: E2 am 24. Januar 2013, 11:52:50
Probleme können sich allerdings ergeben, wenn die Polizei der Meinung ist, dass der Pkw nicht falsch parkt, obwohl (!) die Straßenbahn nicht vorbeikommt. Das ist zwar eine absolute Ausnahme, aber bereits passiert.
Wie kann das vorkommen?

Ich könnte mir vorstellen, dass das passiert, wenn die Parkspuren schlecht abmarkiert sind. D.h. Fahrzeug steht innerhalb der Markierungen (=legal), doch die Straßenbahn kommt trotzdem nicht vorbei.
Ich denke, wenn ich als Autofahrer innerhalb der Markierungen parke, kann ich darauf vertrauen, dass ich gut stehe. Denn der Anbringer (die Behörde) sagt durch die Markierungen: Da ist es ok. Somit dürfte ich eigentlich nicht bestraft werden.

Sanettystraße - in dem Bereich. Ulf war seinerzeit neu, hat mehr Überhang. Dazumals kam es vor, dass Pozilisten die Abschleppung verweigerten. Mit Recht. Es kann nicht angehen, dass ein Fahrzeug abgeschleppt wird, ohne dass ein Akutgrund da ist, wenn es ordnungsgemäß (in dem Fall tatsächlich innerhalb der Bodenmarkierungen) abgestellt ist.

Zitat
Das Problem ist eher, bis sich ein Polizist aus der Amtsstube herausbewegt,...

Falsch. Das Problem ist eher, bis sich ein Polizist in der Amtsstube befindet, so dass er sich herausbewegen kann...

Abgesehen davon, Falschparker haben bei weitem nicht die Priorität gegenüber Strafrechtsamtshandlungen....
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: haidi am 24. Januar 2013, 12:31:22
Sanettystraße - in dem Bereich. Ulf war seinerzeit neu, hat mehr Überhang. Dazumals kam es vor, dass Pozilisten die Abschleppung verweigerten. Mit Recht. Es kann nicht angehen, dass ein Fahrzeug abgeschleppt wird, ohne dass ein Akutgrund da ist, wenn es ordnungsgemäß (in dem Fall tatsächlich innerhalb der Bodenmarkierungen) abgestellt ist.

Und was hat man dann gemacht? Ein Umsetzen auf Staats- oder WL-Kosten?
Zitat
Abgesehen davon, Falschparker haben bei weitem nicht die Priorität gegenüber Strafrechtsamtshandlungen....

Auch deswegen bin ich für eine eigene Verkehrspolizei.

Hannes

Edit: Quoting repariert
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: Linie 41 am 24. Januar 2013, 12:34:31
Da hilft einfach nur ein verkürztes Verfahren, sodaß man mit weniger Amtsschritten auskommt. Bspw. WL lassen Abschleppen, wenn das Kfz stört und müssen bei Falschabschleppungen eben die Auslagen des Autofahrers zahlen.
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: 95B am 24. Januar 2013, 13:08:40
Da hilft einfach nur ein verkürztes Verfahren, sodaß man mit weniger Amtsschritten auskommt. Bspw. WL lassen Abschleppen, wenn das Kfz stört und müssen bei Falschabschleppungen eben die Auslagen des Autofahrers zahlen.
Ich würde meinen, dass das im Rahmen der geltenden Gesetzeslage nicht möglich ist.
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: E2 am 24. Januar 2013, 13:26:26
Und was hat man dann gemacht? Ein Umsetzen auf Staats- oder WL-Kosten?

Soweit mir bekannt wurde der Wagen von der Feuerwehr auf die Seite "geschupft". Wer die Kosten tragen musste ist mir nicht bekannt, ich nehm mal an, es war eine "österreichische" Lösung. Sprich, mir hams gmacht, passt scho, ka Rechnung.

Zitat
Abgesehen davon, Falschparker haben bei weitem nicht die Priorität gegenüber Strafrechtsamtshandlungen....
Zitat
Auch deswegen bin ich für eine eigene Verkehrspolizei.

Aber nicht die Heinis von der Gemeinde, die Haben das Recht "erfunden" (z. B. Abschleppen oder Anzeigen in der 5 m Grenze, bei 4,90 m. Die rennen mitn Maßband rum. Witzlos. Ansonsten bin ich bei dir.

Da hilft einfach nur ein verkürztes Verfahren, sodaß man mit weniger Amtsschritten auskommt. Bspw. WL lassen Abschleppen, wenn das Kfz stört und müssen bei Falschabschleppungen eben die Auslagen des Autofahrers zahlen.
Ich würde meinen, dass das im Rahmen der geltenden Gesetzeslage nicht möglich ist.

WL lassen abschleppen. Soferne es ein Eisenbahnaufsichtsorgan ist. War es rechtswidrig, habens eh Probleme.

Im Prinzip wärs ganz einfach, sich widersprechende Verwaltungsvorschriften beseitigen (siehe oben: Bodenmarkierungen fürs Parken werden 100% eingehalten, trotzdem wird durch das parkende Fahrzeug die Straßenbahn behindert. Straßenbahn darf ich nicht behindern, aber innerhalb der Markierungen darf ich "UNGESTRAFT" parken. Oiso wos jetzt.
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: 95B am 24. Januar 2013, 13:33:53
Im Prinzip wärs ganz einfach, sich widersprechende Verwaltungsvorschriften beseitigen (siehe oben: Bodenmarkierungen fürs Parken werden 100% eingehalten, trotzdem wird durch das parkende Fahrzeug die Straßenbahn behindert. Straßenbahn darf ich nicht behindern, aber innerhalb der Markierungen darf ich "UNGESTRAFT" parken. Oiso wos jetzt.
Wenn ein innerhalb der Bodenmarkierungen abgestelltes Fahrzeug die Straßenbahn behindert, sind die Bodenmarkierungen fehlerhaft angebracht. Ergo liegt ein Kundmachungsmangel vor und die Bodenmarkierungen sind ungültig. ;)

Außerdem gibt es in der StVO kein "Lichtraumprofil". Man kann den Pkw-Lenker zwar nach dem Eisenbahngesetz anzeigen, aber das Eisenbahngesetz gibt wiederum keine Handhabe zum Abschleppen... 8)
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: hema am 24. Januar 2013, 14:04:11
Es kann nicht angehen, dass ein Fahrzeug abgeschleppt wird, ohne dass ein Akutgrund da ist, wenn es ordnungsgemäß (in dem Fall tatsächlich innerhalb der Bodenmarkierungen) abgestellt ist.
Außerdem gibt es in der StVO kein "Lichtraumprofil". Man kann den Pkw-Lenker zwar nach dem Eisenbahngesetz anzeigen, aber das Eisenbahngesetz gibt wiederum keine Handhabe zum Abschleppen... 8)
Das ist nicht richtig, der Verstoß (Straßenbahn kommt nicht sicher vorbei) erfolgt gegen § 18.(1) der StrabVO und hat mit eventuell am Boden vorhandenen Linien gar nichts zu tun. Die Abschleppung/Beseitigung wird gemäß § 89.(3) der StVO, dazu braucht ein Eisenbahnunternehmen (eigentlich) gar keine Polizei.

Die im Bereich von vorgesehenen Abstellbereichen angebrachten Bodenmarkierungen, gern als "Parkraumumrandung" aufgefasst, haben rechtlich nur die Bedeutung die vorgesehene und in solchen Fällen strikt einzuhaltende Parkordnung anzuzeigen (Längs-, Schräg oder Querparken). Sinnvollerweise sollten solche Linien wohl so verlaufen, dass es für Leute die sich brav daran halten, zu keinen Schwierigkeiten kommen kann.
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: E2 am 24. Januar 2013, 14:22:31
Zitat
Wenn ein innerhalb der Bodenmarkierungen abgestelltes Fahrzeug die Straßenbahn behindert, sind die Bodenmarkierungen fehlerhaft angebracht. Ergo liegt ein Kundmachungsmangel vor und die Bodenmarkierungen sind ungültig.

Richtig, aber das kann dem gemeinen Lenkraddreher schon gar nicht vorgeworfen werden. Im Gegentum, wenn der das weiß, braucht er sich zu recht nicht daran halten.

Zitat
Das ist nicht richtig, der Verstoß (Straßenbahn kommt nicht sicher vorbei) erfolgt gegen § 18.(1) der StrabVO und hat mit eventuell am Boden vorhandenen Linien gar nichts zu tun.

Zitat
Bodenmarkierungen auf der Straße.

(1) Zur Sicherung, Leitung und Ordnung des fließenden und des ruhenden ! Verkehrs können auf der Straße Bodenmarkierungenangebracht werden; sie können als Längsmarkierungen, Quermarkierungen, Richtungspfeile, Schraffen, Schriftzeichen, Symbole u. dgl. ausgeführt werden.

Lex generalis - Lex specialis. Je Höher der Paragraf, desto mehr specialis. Ergo....


Zitat
(7) Vorheriges SuchergebnisBodenmarkierungen können dem jeweiligen Stand der Wissenschaft und Technik entsprechend durch Beschichten der Fahrbahn, durch Aufbringen von Belägen, durch den Einbau von Kunst- oder Natursteinen oder von Formstücken, durch Aufbringen von Fahrstreifenbegrenzern u. dgl. dargestellt werden.

Und das ist jetzt die Crux mit der Sanettystraße gewesen, und sie ist es immer noch....
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: hema am 24. Januar 2013, 15:06:36

Zitat
Bodenmarkierungen auf der Straße.

(1) Zur Sicherung, Leitung und Ordnung des fließenden und des ruhenden ! Verkehrs können auf der Straße Bodenmarkierungenangebracht werden; sie können als Längsmarkierungen, Quermarkierungen, Richtungspfeile, Schraffen, Schriftzeichen, Symbole u. dgl. ausgeführt werden.

Lex generalis - Lex specialis. Je Höher der Paragraf, desto mehr specialis. Ergo....

Zitat von: StVO
§ 9. Verhalten bei Bodenmarkierungen.

(7) Wird die Aufstellung der Fahrzeuge zum Halten oder Parken durch Bodenmarkierungen geregelt,
so haben die Lenker die Fahrzeuge dieser Regelung entsprechend aufzustellen. Hiebei sind nach Maßgabe
des zur Verfügung stehenden Platzes mehrere einspurige Fahrzeuge in eine für mehrspurige Fahrzeuge
bestimmte Fläche aufzustellen.
Gibt es solche Markierungen, regeln die nur die (Art der) Aufstellung auf dieser Fläche. Es heißt nicht, dass ich mich nicht auch außerhalb oder über den Rand solcher Markierungen stellen darf, wenn ich dadurch nicht sonstwie verboten oder verkehrsbehindernd stehe. Auch wenn die Parksheriffs in ihrer gern eigenwilligen (von der Gemeinde eingetrichterten) Rechtsansicht meist anderer Meinung sind.
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: 95B am 24. Januar 2013, 15:12:05
Das ist nicht richtig, der Verstoß (Straßenbahn kommt nicht sicher vorbei) erfolgt gegen § 18.(1) der StrabVO und hat mit eventuell am Boden vorhandenen Linien gar nichts zu tun. Die Abschleppung/Beseitigung wird gemäß § 89.(3) der StVO, dazu braucht ein Eisenbahnunternehmen (eigentlich) gar keine Polizei.

StrabVO § 18. (1) Der lichte Raum ist der zu jedem Gleis gehörende Raum, der für einen sicheren Betrieb der Fahrzeuge von festen und beweglichen Gegenständen freizuhalten ist.

Einen Verstoß gegen die StrabVO kann man aber nicht durch Abschleppen ahnden. :)

Hingegen StVO § 89a. Entfernung von Hindernissen. (2a) Eine Verkehrsbeeinträchtigung im Sinne des Abs. 2 ist insbesondere gegeben, a) wenn Schienenfahrzeuge nicht unbehindert fahren können [...]

Der gilt und sollte eigentlich die Bodenmarkierungen aushebeln (89 ist der höhere Paragraph).
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: E2 am 24. Januar 2013, 17:37:38
Der gilt und sollte eigentlich die Bodenmarkierungen aushebeln (89 ist der höhere Paragraph).

Yep.
Aber wie du bereits geschrieben hast, Bodenmarkierungen sollten demgemäß angebracht sein.


Zitat
...Aufstellung auf dieser Fläche

Eben. Daneben ist nicht mehr auf.
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: raifort1 am 24. Januar 2013, 17:49:21
Falschparker sind nur am Geldsackerl empfindlich. Strafen heraufsetzen, schon bessert sich die Parkgenauigkeit. Mit oder ohne Markierung.
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: haidi am 24. Januar 2013, 19:53:51
Aber nicht die Heinis von der Gemeinde, die Haben das Recht "erfunden" (z. B. Abschleppen oder Anzeigen in der 5 m Grenze, bei 4,90 m. Die rennen mitn Maßband rum. Witzlos. Ansonsten bin ich bei dir.

4,90 m sind keine 5 m. Sicher ist es hart, wenn ich wegen 10 cm bestraft werde, aber wenn man weiter denkt: Ich bin ja eh nur 4,80 m gestanden, bei 4,90 wär nichts passiert - wegen 10 cm.
Oder: Ich bin bei der Stoptafel eh langsamer als SChrittgeschwindigkeit gerollt - der Polizist hat mich trotzdem gestraft.

Irgendwo muss man eine fixe Grenze ziehen und die gerechteste ist die, die im Gesetz steht. Ich bin auch dafür, dass man bei Geschwidigkeitsüberschreitungen mit den Messfehlergrenzen von 3 km/h bzw. 3% ( bei über 100) misst und nicht mindestens 10 km/h Toleranz gibt. Zu Zeiten der Radars mit Fotoapparaten ist es nicht anders gegangen, da hat man nur die Spitze des Eisbergs blitzen können, sonst wäre der Film nach 10 MInuten voll gewesen, aber mit den Digitalkameras ist das ja auch kein Problem mehr.

Hannes
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: E2 am 24. Januar 2013, 22:26:05
Zitat
4,90 m sind keine 5 m. Sicher ist es hart, wenn ich wegen 10 cm bestraft werde, aber wenn man weiter denkt: Ich bin ja eh nur 4,80 m gestanden, bei 4,90 wär nichts passiert - wegen 10 cm.

Also parkst du dich mit einem Maßband ein?

Schätzfehler sind zu berücksichtigen. Wenn ich 1 m stehe, sinds offensichtlich keine 5 m. 4,90 und 5 m kannst mit freiem Auge so gut wie nicht unterscheiden.  >:(
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: invisible am 24. Januar 2013, 23:08:23
Vorne wäre es ich ja ausgegangen, aber mit dem "Popo" vom Beiwagen hätte ich dem PKW "eine verpasst". Soviel zu Anweisungen von Exekutiv-Organen... In letzter Instanz entscheidet immer noch der Fahrer, ob er fährt oder nicht - zumindest war es in den 90ern so...

Was wäre eigentlich, wenn man in so einem Fall - also auf Anweisung der Polizei - weiterfährt und es sich tatsächlich nicht ausgeht?
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: E2 am 24. Januar 2013, 23:13:22
Dann wär er trotzdem schuld. Polizei darf zwar so eine Weisung geben, aber du darfst sie nur befolgen, wnn du niemanden gefährdest, verletzt oder etwas beschädigst.
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: HLS am 24. Januar 2013, 23:19:18
Vorne wäre es ich ja ausgegangen, aber mit dem "Popo" vom Beiwagen hätte ich dem PKW "eine verpasst". Soviel zu Anweisungen von Exekutiv-Organen... In letzter Instanz entscheidet immer noch der Fahrer, ob er fährt oder nicht - zumindest war es in den 90ern so...

Was wäre eigentlich, wenn man in so einem Fall - also auf Anweisung der Polizei - weiterfährt und es sich tatsächlich nicht ausgeht?
Bleibt der Fahrer übrig, weil er der Unfallverursacher war, unter umständen könnte es auch das Karriere aus bei den WL sein und sie könnten sogar, bis zu drei Monatsgehälter einbehalten um den Schaden zu begleichen.
Wie weiter oben schon geschrieben, der Fahrer entscheidet wenn es nicht mehr geht, selbst die Funkstreife sagt es geht, dann soll er halt fahren.
Sowas hatte ich bereits am 42er, einer der Funkstreifenbesatzung war der Meinung es geht, ich und der Folgezugfahrer sagten es geht nicht. Schließlich hat er es versucht und schon flog der Außenspiegel( :))), danach ging es sich aber aus und ich konnte ungehindert meine Fahrt fortsetzen.
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: haidi am 24. Januar 2013, 23:28:25
Zitat
4,90 m sind keine 5 m. Sicher ist es hart, wenn ich wegen 10 cm bestraft werde, aber wenn man weiter denkt: Ich bin ja eh nur 4,80 m gestanden, bei 4,90 wär nichts passiert - wegen 10 cm.

Also parkst du dich mit einem Maßband ein?

Schätzfehler sind zu berücksichtigen. Wenn ich 1 m stehe, sinds offensichtlich keine 5 m. 4,90 und 5 m kannst mit freiem Auge so gut wie nicht unterscheiden.  >:(

Wieso sollen Schätzfehler zu berücksichtigen sein, da geht das wieder los:
Ich hab mich ja nur um 10 cm verschätzt.
Ich hab mich ja nur um 10 cm mehr verschätzt als der da....

Wennst schätzt, dann schätzt auf 5,50 m, dann kann dir nichts passieren.

Allerdings wäre es für die Autofahrer und die Kontrollorgane einfacher, gäbe es bei Kreuzungen einen kleinen Strich bei der 5 m Grenze.

Hannes
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: hema am 25. Januar 2013, 01:33:41

StrabVO § 18. (1) Der lichte Raum ist der zu jedem Gleis gehörende Raum, der für einen sicheren Betrieb der Fahrzeuge von festen und beweglichen Gegenständen freizuhalten ist.

Einen Verstoß gegen die StrabVO kann man aber nicht durch Abschleppen ahnden. :)

Hingegen StVO § 89a. Entfernung von Hindernissen. (2a) Eine Verkehrsbeeinträchtigung im Sinne des Abs. 2 ist insbesondere gegeben, a) wenn Schienenfahrzeuge nicht unbehindert fahren können [...]

Der gilt und sollte eigentlich die Bodenmarkierungen aushebeln (89 ist der höhere Paragraph).
Ich kann es nur noch einmal sagen, der Verstoß erfolgt gegen Eisenbahnrecht, da es sich aber auf einer öffentlichen Straße abspielt, erfolgt die Beseitigung des Hindernisses gem. § 89a der StVO. Eventuelle Linien oder Verkehrszeichen usw. sind dabei völlig irrelevant. Stehst du "nur" einem Schienenfahrzeug im Weg, verstößt aber weiters gegen keine Bestimmung der StVO, brauchst du keine Verkehrsstrafe zahlen, allerdings die Abschleppkosten bleiben dir. Fühlst du dich ungerecht behandelt, kannst du ja versuchen, das Geld beim Straßenerhalter einzuklagen. Der Bahnbetreiber kann von dir nur seine (Mehr-)Kosten verlangen, sonst nichts, nötigenfalls am Zivilrechtsweg.

Dass es in der Praxis oft ganz anders läuft und lief, wissen wir wohl alle. Aber das ist ja fast überall so.  8)


Und "aushebeln" kann kein Paragraph einen anderen, weil ein Gesetzeswerk (eigentlich) in sich konsistent sein muss. Und alle Gesetze sollten einander logisch und widerspruchsfrei ergänzen, auch wenn manches auf den ersten Blick schwer zu durchschauen ist! Fehler und Ungereimtheiten gabs und gibt es sicher immer wieder, die sollten aber nach ihrem Erkennen vom Gesetzgeber umgehend bereinigt werden. 
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: haidi am 25. Januar 2013, 02:59:57
Stehst du "nur" einem Schienenfahrzeug im Weg, verstößt aber weiters gegen keine Bestimmung der StVO, brauchst du keine Verkehrsstrafe zahlen, allerdings die Abschleppkosten bleiben dir.

DAs Aufstellen von Fahrzeugen innerhalb von Bodenmarkierungen ist ja im §9 geregelt.
Im § 24 (3) Das Parken ist außer in den im Abs. 1 angeführten Fällen noch verboten:
c) auf Gleisen von Schienenfahrzeugen und auf Fahrstreifen für Omnibusse,

(Auf Gleisen von Schienenfahrzeugen schließt den Lichtraum mit ein, sonst wäre diese Bestimmung sinnlos.

und im § 28 findet sich:
(2) Sofern sich aus den Bestimmungen des § 19 Abs. 2 bis 6 über den Vorrang nichts anderes ergibt, haben beim Herannahen eines Schienenfahrzeuges andere Straßenbenützer die Gleise jedenfalls so rasch wie möglich zu verlassen, um dem Schienenfahrzeug Platz zu machen; beim Halten auf Gleisen müssen die Lenker während der Betriebszeiten der Schienenfahrzeuge im Fahrzeug verbleiben, um dieser Verpflichtung nachkommen zu können.

Diese beiden Schienenfahrzeuge betreffenden Bestimmungen sind aber sehr wohl strafbewehrt. Jeder Fahrzeuglenker, der auf den Gleisen hält und aus dem Fahrzeug aussteigt, hat sich bereits strafbar gemacht, auch wenn sich kein Schienenfahrzeug nähert oder er außerhalb der Betriebszeiten hält - meiner Meinung nach auch dann, wenn es innerhalb einer Bodenmarkierung abgestellt ist, weil die Bestimmung des § 9 über das Abstellen von Fahrzeugen innerhalb von Bodenmarkierungen nur eine allgemeine Bestimmung ist.

Meine Ansicht wird noch untermauert von der Tatsache, dass bei temporären Halteverboten (Baustellen, Veranstaltungen oder ähnliches) man trotz der Bodenmarkierung nicht halten darf - sonst müsste man die Bodenmarkierungen in irgend einer Form übermalen oder als ungültig markieren.

Wenn also ein Polizist das Abschleppen verweigert, weil das Fahrzeug innerhalb von Bodenmarkierungen steht, handelt er falsch.


Hannes
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: schaffnerlos am 25. Januar 2013, 09:26:19
Dann wär er trotzdem schuld. Polizei darf zwar so eine Weisung geben, aber du darfst sie nur befolgen, wnn du niemanden gefährdest, verletzt oder etwas beschädigst.

Dazu ein Beispiel, welches sich kürzlich ereignet hat: Polizeikontrolle, Fahrer muss aussteigen und blasen. Polizist fordert die Beifahrerin auf, den Wagen zur Seite zu stellen. Sie kommt dieser Aufforderung nach. Ergebnis: Beifahrerin ist den Führerschein los, weil sie alkoholisiert war (die Crux an der Sache: Eben weil sie getrunken hatte, hatte sie einen Freund gebeten zu fahren).
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: moszkva tér am 25. Januar 2013, 09:29:01
Dann wär er trotzdem schuld. Polizei darf zwar so eine Weisung geben, aber du darfst sie nur befolgen, wnn du niemanden gefährdest, verletzt oder etwas beschädigst.

Dazu ein Beispiel, welches sich kürzlich ereignet hat: Polizeikontrolle, Fahrer muss aussteigen und blasen. Polizist fordert die Beifahrerin auf, den Wagen zur Seite zu stellen. Sie kommt dieser Aufforderung nach. Ergebnis: Beifahrerin ist den Führerschein los, weil sie alkoholisiert war (die Crux an der Sache: Eben weil sie getrunken hatte, hatte sie einen Freund gebeten zu fahren).

Da hätte sie sagen müssen: "geht nicht, weil..."
Steht ja auch nirgends geschrieben, dass ein Beifahrer überhaupt einen Führerschein haben muss. Oder überhaupt fahren will: Beispielsweise, es ist ein fremdes Auto, ich weiß, der Besitzer ist extrem heikel damit. Da würde ich auch nicht einfach zur Seite rollen, weil wenn ich einen Kratzer rein mache, bin ich ja voll haftbar...

Edit: Aber irgendwie klingt die Geschichte wie ein "Leger" der Polizei. Eigentlich eine Sauerei.
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: 95B am 25. Januar 2013, 09:56:14
Edit: Aber irgendwie klingt die Geschichte wie ein "Leger" der Polizei. Eigentlich eine Sauerei.
Naja... wer weiß, wie sich die beiden anderen gegenüber der Polizei verhalten haben? 8)
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: Linie 41 am 25. Januar 2013, 10:08:41
Sorry, aber wer sowas macht ist echt selber schuld und hat jetzt vielleicht was daraus gelernt. Mal ehrlich: Wenn die Polizei es befiehlt, darf ich auch besoffen fahren? Wer kommt denn auf sowas.
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: Ferry am 25. Januar 2013, 10:15:41
Dazu ein Beispiel, welches sich kürzlich ereignet hat: Polizeikontrolle, Fahrer muss aussteigen und blasen. Polizist fordert die Beifahrerin auf, den Wagen zur Seite zu stellen. Sie kommt dieser Aufforderung nach. Ergebnis: Beifahrerin ist den Führerschein los, weil sie alkoholisiert war (die Crux an der Sache: Eben weil sie getrunken hatte, hatte sie einen Freund gebeten zu fahren).
Kein Polizist der Welt kann mir anschaffen, ein Auto auf die Seite zu stellen. Ich muss ja nicht einmal einen Führerschein haben. Und genau das hätte ich auch gesagt: Es tut mir leid, aber ich besitze keinen Führerschein, ich kann nicht autofahren.. Und abgesehen davon ist es ja bei uns nicht so wie einst in der DDR, wo 0,0 galt und man auch als Beifahrer nüchtern sein musste.
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: 95B am 25. Januar 2013, 10:47:43
Sorry, aber wer sowas macht ist echt selber schuld und hat jetzt vielleicht was daraus gelernt. Mal ehrlich: Wenn die Polizei es befiehlt, darf ich auch besoffen fahren? Wer kommt denn auf sowas.
Ein Besoffener? ;)
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: 13er am 25. Januar 2013, 12:01:29
Noch ein kleiner Beitrag: Wenn ihr so was in der Hand haltet, ist es schon zu spät 8)

[attach=1]

[attach=2]
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: hema am 25. Januar 2013, 12:38:56
Noch ein kleiner Beitrag: Wenn ihr so was in der Hand haltet, ist es schon zu spät 8)

Wird aber nur wer ans Auto stecken, der gern in die Modecenterstraße pilgert (Privatanzeiger)! Womöglich in seiner dienstfreien Zeit.  ;D
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: haidi am 25. Januar 2013, 12:40:13
Das scheint aber ein Formular zu sein, dass die WL von der Polizei bzw. den Parksheriffs abgekupfert haben.

Hannes
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: 13er am 25. Januar 2013, 13:11:11
Das scheint aber ein Formular zu sein, dass die WL von der Polizei bzw. den Parksheriffs abgekupfert haben.
Nein, nicht abgekupfert. Das Formular wurde vor langer Zeit von der MA 67 entworfen und dann von den diversen Behörden verwendet.
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: E2 am 25. Januar 2013, 13:18:55
Noch ein kleiner Beitrag: Wenn ihr so was in der Hand haltet, ist es schon zu spät 8)

(Dateianhang Link)

(Dateianhang Link)

Oder a ned. De Gemeindeheinis sind beim Warten auf den Aufruf bein UVS eh besser aufgehoben als auf de Straße.
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: MK am 26. Januar 2013, 12:24:53
Und abgesehen davon ist es ja bei uns nicht so wie einst in der DDR, wo 0,0 galt und man auch als Beifahrer nüchtern sein musste.

Spätestens seit 1977 durfte nur der Fahrer nicht unter Einfluss von Alkohol stehen (§ 7 Abs. 2 StVO-DDR).
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: 4463 am 28. Januar 2013, 12:34:16
Laut Aussage einer WL-Bediensteten soeben der heute bereits der 6. Falschparker in der Währinger Straße.
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: haidi am 28. Januar 2013, 13:16:58
http://derstandard.at/1358304795909/Wiener-Linien-zeigten-im-Vorjahr-ueber-2100-Falschparker-an (http://derstandard.at/1358304795909/Wiener-Linien-zeigten-im-Vorjahr-ueber-2100-Falschparker-an)

2.700 Falschparker haben die Wiener Linien 2012 angezeigt,
630 mussten nicht abgeschleppt werden, weil der Lenker umgeparkt hat oder die Feuerwehr das Auto versetzt hat.

Ich kann mir schlecht vorstellen, dass 2.000 Mal abgeschleppt wurde, das dauert normalerweise zu lange.

Hannes
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: moszkva tér am 28. Januar 2013, 13:27:40
http://derstandard.at/1358304795909/Wiener-Linien-zeigten-im-Vorjahr-ueber-2100-Falschparker-an (http://derstandard.at/1358304795909/Wiener-Linien-zeigten-im-Vorjahr-ueber-2100-Falschparker-an)

2.700 Falschparker haben die Wiener Linien 2012 angezeigt,
630 mussten nicht abgeschleppt werden, weil der Lenker umgeparkt hat oder die Feuerwehr das Auto versetzt hat.

Ich kann mir schlecht vorstellen, dass 2.000 Mal abgeschleppt wurde, das dauert normalerweise zu lange.
5-6 Abschleppungen pro Tag - das klingt für mich durchaus plausibel.
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: Klingelfee am 28. Januar 2013, 13:47:57
http://derstandard.at/1358304795909/Wiener-Linien-zeigten-im-Vorjahr-ueber-2100-Falschparker-an (http://derstandard.at/1358304795909/Wiener-Linien-zeigten-im-Vorjahr-ueber-2100-Falschparker-an)

2.700 Falschparker haben die Wiener Linien 2012 angezeigt,
630 mussten nicht abgeschleppt werden, weil der Lenker umgeparkt hat oder die Feuerwehr das Auto versetzt hat.

Ich kann mir schlecht vorstellen, dass 2.000 Mal abgeschleppt wurde, das dauert normalerweise zu lange.
5-6 Abschleppungen pro Tag - das klingt für mich durchaus plausibel.

Ich würde eher sagen, 630 mal war der Autolenker schneller und ca 2.000 mal wurden Autos umgeparkt, bzw abgeschleppt.
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: haidi am 28. Januar 2013, 16:41:45
Ich hab gedacht, bei einer Behinderung der Straßenbahn wird grundsätzlich von der Feuerwehr weggedrückt oder umgestellt.

Hannes
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: hema am 28. Januar 2013, 17:09:10
. . . . grundsätzlich von der Feuerwehr weggedrückt oder umgestellt.
Ja!



Man hat es schon einmal mit (auch) abschleppen probiert. Das hatte aber den Nachteil, dass es oft länger gedauert hat bzw. das Abschleppfahrzeug nicht zufahren konnte. Der wohl wichtigste Punkt, der dagegensprach, war sicher die viel größere Verärgerung der Autofahrer. Das Abschleppen war wesentlich teurer als die Feuerwehr und außerdem mussten sie nach Simmering pilgern, ihr Auto "freizukaufen":
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: Klingelfee am 28. Januar 2013, 17:31:38
. . . . grundsätzlich von der Feuerwehr weggedrückt oder umgestellt.
Ja!

Man hat es schon einmal mit (auch) abschleppen probiert. Das hatte aber den Nachteil, dass es oft länger gedauert hat bzw. das Abschleppfahrzeug nicht zufahren konnte. Der wohl wichtigste Punkt, der dagegensprach, war sicher die viel größere Verärgerung der Autofahrer. Das Abschleppen war wesentlich teurer als die Feuerwehr und außerdem mussten sie nach Simmering pilgern, ihr Auto "freizukaufen":

Abgeschleppt wird dann, wenn die Feuerwehr das Auto aus welchen Grund auch immer nicht umparken kann. Dann kommt eventuell sogar der abschlepper mit Blaulicht.
Von den Kosten her ist nur die Verwahrgebühr, was das Abschleppen teuer ist, als das Umparken. der Grundtarif ist bei der MA48 gleich hoch, wie das Umparken der Feuerwehr
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: W_E_St am 28. Januar 2013, 19:49:46
Laut Fahrer meines 41ers heute schon mindestens 4 Falschparker auf der Strecke... leiwander Schnitt!
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: 13er am 28. Januar 2013, 20:06:01
Laut Fahrer meines 41ers heute schon mindestens 4 Falschparker auf der Strecke... leiwander Schnitt!
Nein, waren noch mehr :) Ich hab irgendwann aufgehört zu zählen, aber 6 oder 7 warens sicher.
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: hema am 28. Januar 2013, 20:13:50
Abschleppen nach Simmering kostet 242.– Euro + 6,– Euro Verwahrung pro Tag. Plus Taxikosten und mindestens zwei Stunden Zeitverlust. Die Feuerwehr bezahlt man nach Zeit, mit rund 200 Euro muss man schon rechnen.
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: Linie 41 am 28. Januar 2013, 20:25:41
Abschleppen nach Simmering kostet 242.– Euro + 6,– Euro Verwahrung pro Tag. Plus Taxikosten und mindestens zwei Stunden Zeitverlust. Die Feuerwehr bezahlt man nach Zeit, mit rund 200 Euro muss man schon rechnen.
Ja, nur leider kratzen 200 Euro diese Autoegoisten leider meistens nicht (also meistens reicht ja die Feuerwehr). Da müßte man schon 500+ verlangen.
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: tramway.at am 28. Januar 2013, 22:16:14
Abschleppen nach Simmering kostet 242.– Euro + 6,– Euro Verwahrung pro Tag. Plus Taxikosten und mindestens zwei Stunden Zeitverlust. Die Feuerwehr bezahlt man nach Zeit, mit rund 200 Euro muss man schon rechnen.
Ja, nur leider kratzen 200 Euro diese Autoegoisten leider meistens nicht (also meistens reicht ja die Feuerwehr). Da müßte man schon 500+ verlangen.

Die wahren Kosten sind ja viel höher. Man muss ja eigentlich nicht nur die Kosten der Feuerwehr und die Dienstzeit des Tramfahrers rechnen, sondern den Zeitverlust der betroffenen Fahrgäste. Wenn der 49er im inneren Bereich gestört ist und die Züge am ULP umgedreht werden, stehen ja hunderte Fahrgäste entlang der Strecke. Wenn ich da nur 30min Streckenunterbrechung rechne und die Warteminuten mit einem auch noch so geringen Stundenlohn ausdividiere kommen da ja gleich hunderte bis tausende Euro zusammen.
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: Linie 41 am 28. Januar 2013, 22:36:27
Ja, und wenn diese Kostenwahrheit durchgesetzt wird, werden die Autler den Schmerz fühlen.
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: HLS am 29. Januar 2013, 01:05:54
Also welche Zahlen stimmen jetzt bei der Feuerwehr? Ich laß vor ein kurzem was von 7,90€/min(das wären ein Stundenlohn von 474€) , jetzt heißt es die FW kostet, ebenso wie die M48 242€.
Auch wird der Falschparker, lt Aussage eines Funkwagenfahrers, erst ab einer Wartezeit vom mehr als 20-25min seitens der WL, zur Kasse gebeten?!
Was kostet die Blaulichtsteuer von Polizei+Feuerwehr und wie hoch könnte es im schlimmsten Fall wirklich werden? Hab da mal ein Gespräch von FW+Pol+Funk mitbekommen wo es hieß, es kommt da auf das Einkommen des Fahrers(Besitzers) an., das wird aber sicherlich nur dann sein, wenn es zu einer Gerichtsverhandlung kommen sollte?!
Muß der Falschparker wirklich der Tramwayfahrer zahlen, wenn ja wie hoch ist da der Satz und in welchen Fällen muß er dieses? Ich vermute er wird auch das nur zahlen müssen, wenn der Fahrer dadurch verspäteten Dienstschluß hat?!
Könnten auch Fahrgäste eine Schadensersatz geltend machen und über wem müßten sie diese einreichen?
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: Klingelfee am 29. Januar 2013, 08:05:17
Also welche Zahlen stimmen jetzt bei der Feuerwehr? Ich laß vor ein kurzem was von 7,90€/min(das wären ein Stundenlohn von 474€) , jetzt heißt es die FW kostet, ebenso wie die M48 242€.
Auch wird der Falschparker, lt Aussage eines Funkwagenfahrers, erst ab einer Wartezeit vom mehr als 20-25min seitens der WL, zur Kasse gebeten?!
Was kostet die Blaulichtsteuer von Polizei+Feuerwehr und wie hoch könnte es im schlimmsten Fall wirklich werden? Hab da mal ein Gespräch von FW+Pol+Funk mitbekommen wo es hieß, es kommt da auf das Einkommen des Fahrers(Besitzers) an., das wird aber sicherlich nur dann sein, wenn es zu einer Gerichtsverhandlung kommen sollte?!
Muß der Falschparker wirklich der Tramwayfahrer zahlen, wenn ja wie hoch ist da der Satz und in welchen Fällen muß er dieses? Ich vermute er wird auch das nur zahlen müssen, wenn der Fahrer dadurch verspäteten Dienstschluß hat?!
Könnten auch Fahrgäste eine Schadensersatz geltend machen und über wem müßten sie diese einreichen?

Da die Feuerwehr mWn bei Autoumsetzen einen Pauschaleiensatz von 30 min rechnet komme ich auch auf Kosten von ~ 240 €. Das sich Strafen nach dme Einkommen richten, wäre mir neu. Ich weis das nur von Schweden. Was allerdings sich sehr wohl nach dem Einkommen, nach der Örtlichkeit, als nach der Häufigkeit des Falschparken richtet, ist die Strafe wegen verkehrswidrig abstellen ein KFZ.

Blaulichtsteuer fällt in diesen Fall keine an, da ja zum Zeitpunkt der Anforderung die Daten von einem Verkehrsteilnehmer (Autobesitzer) für dne Bediensteten der WL nicht erhebbar ist. Weiters hat nur die Polizei, nicht jedoch die Feuerwehr eine Blaulichtsteuer.

Bezüglich den Kosten für verspäteten Dienstschluß nehme ich an, dass die Kosten gleich zu setzten ist mit einem Sicherungsposten bei Veranstaltung und da liegen die Kosten derzeit bei ~30€ pro angefangener halben Stunde.

Ob Fahrgäste einen Kostenersatz einklagen können. kann ich nicht sagen, aber wenn ja, dann müsste dieser eine Klage direkt beim Autobesitzer einklagen. Wie er jedoch zu den Daten kommt, kann ich nicht sagen, da ich nicht weis inwieweit die WL oder die Polizei die Daten des Autobesitzer bekannt geben dürfen (Datenschutz).
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: moszkva tér am 29. Januar 2013, 09:33:58
Könnten auch Fahrgäste eine Schadensersatz geltend machen und über wem müßten sie diese einreichen?
Ob Fahrgäste einen Kostenersatz einklagen können. kann ich nicht sagen, aber wenn ja, dann müsste dieser eine Klage direkt beim Autobesitzer einklagen. Wie er jedoch zu den Daten kommt, kann ich nicht sagen, da ich nicht weis inwieweit die WL oder die Polizei die Daten des Autobesitzer bekannt geben dürfen (Datenschutz).
Eine Bedingung für das Einklagen eines Kostenersatzes wäre wohl, dass tatsächlich ein finanzieller Schaden entstanden ist. Und auch da kann sich der Autofahrer sicher auf eine Fahrlässigkeit des Fahrgastes ausreden. Wenn du einen wichtigen Termin hast, musst du einfach entsprechende Zeitpolster einplanen.

Wie kann man wirklich einen großen finanziellen Schaden durch einen Falschparker haben? Flug / Zug versäumt und neues Ticket muss gekauft werden? Hättest halt ein umbuchbares Ticket gekauft! Zu spät zum Vorstellungsgespräch gekommen und daher den Job nicht bekommen? Vielleicht hättest du den Job so auch nicht gekriegt.

Allerdings was Anderes aber doch Ähnliches: Ich hatte einmal einen leichten Buserer mit einem LKW - außer minimalem Blechschaden nichts gewesen. Trotzdem war die Schadenssumme enorm, weil das Speditionsunternehmen bei meiner Versicherung auch den Zeitverlust geltend gemacht hat ("Pönale" für verspätete Lieferung, dieses Unternehmen war scheinbar recht kreativ beim Melken fremder Haftpflichtversicherungen). Also dürfte es sehr wohl möglich sein, auch bei Verspätungen durch Falschparker was abzustauben. Man muss wohl nachweisen, dass man a) im betreffenden Zug war und b) sich redlich bemüht hat, die Verspätung selbst so gering wie möglich zu halten.

Allerdings habe ich gehört: Im Falle eines Verkehrsunfalles kann man direkte Schäden bei der Haftpflicht des Gegners einfordern (wenn der Andere schuld ist). Indirekte aber nicht (z.B. durch Verletzung konnte man die teure Urlaubsreise nächste Woche nicht antreten aber man muss sie dennoch bezahlen).
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: 95B am 29. Januar 2013, 09:40:01
Wie kann man wirklich einen großen finanziellen Schaden durch einen Falschparker haben? Flug / Zug versäumt und neues Ticket muss gekauft werden? Hättest halt ein umbuchbares Ticket gekauft!
Steht dafür nicht eh die Reiseversicherung gerade, die man meistens dank Kreditkartenzahlung inklusiv hat?

Allerdings was Anderes aber doch Ähnliches: Ich hatte einmal einen leichten Buserer mit einem LKW - außer minimalem Blechschaden nichts gewesen. Trotzdem war die Schadenssumme enorm, weil das Speditionsunternehmen bei meiner Versicherung auch den Zeitverlust geltend gemacht hat ("Pönale" für verspätete Lieferung, dieses Unternehmen war scheinbar recht kreativ beim Melken fremder Haftpflichtversicherungen). Also dürfte es sehr wohl möglich sein, auch bei Verspätungen durch Falschparker was abzustauben. Man muss wohl nachweisen, dass man a) im betreffenden Zug war und b) sich redlich bemüht hat, die Verspätung selbst so gering wie möglich zu halten.
Im Gegensatz zur Spedition entsteht dir als Fahrgast im Normalfall jedoch kein nachweisbarer finanzieller Schaden. Wir sind ja nicht in der Wirtschaftswissenschaft, wo man selbst den Flügelschlag eines tropischen Schmetterlings "monetarisiert". ;)

Allerdings habe ich gehört: Im Falle eines Verkehrsunfalles kann man direkte Schäden bei der Haftpflicht des Gegners einfordern (wenn der Andere schuld ist).
Ist das nicht das ureigentliche Wesen der Haft-Pflichtversicherung?
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: moszkva tér am 29. Januar 2013, 10:00:20
Allerdings habe ich gehört: Im Falle eines Verkehrsunfalles kann man direkte Schäden bei der Haftpflicht des Gegners einfordern (wenn der Andere schuld ist).
Ist das nicht das ureigentliche Wesen der Haft-Pflichtversicherung?
Es ging mir um den zweiten Teil des Satzes. Tut mir leid, ich neige dazu, bei Erklärungen zu weit auszuholen  ;)
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: hema am 29. Januar 2013, 10:57:36
Also welche Zahlen stimmen jetzt . . .
Bei der Feuerwehr richtet sich die Gebühr nach dem Aufwand beim Einsatz. Z.B. kommen für die verschiedenen verwendeten Fahrzeuge unterschiedliche Peise zur Verrechnung, ein RLF kostet 225,– Euro pro Stunde, ein Sonderfahrzeug 147,– usw. Die WiLi können nur zusätzlich entstandene Kosten verlangen bzw. notfalls einklagen. Bekommt man aufgrund der Anzeige (WiLi, Polizei, Parkraumüberwachung) von der MA67 eine Strafverfügung, kommen diese Kosten dazu. Hat man allerdings nur die Tramway behindert, die vorgeschriebene Mindestfahrbahnbreite an sich aber freigehalten und die Anzeige lautet auf Verstoß gegen §23(1) StVO, hat man gute Chancen mit einem Einspruch, da dann der Verstoß gegen Eisenbahnrecht war und nicht gegen die StVO.
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: haidi am 29. Januar 2013, 11:49:20
Bekommt man aufgrund der Anzeige (WiLi, Polizei, Parkraumüberwachung) von der MA67 eine Strafverfügung, kommen diese Kosten dazu. Hat man allerdings nur die Tramway behindert, die vorgeschriebene Mindestfahrbahnbreite an sich aber freigehalten und die Anzeige lautet auf Verstoß gegen §23(1) StVO, hat man gute Chancen mit einem Einspruch, da dann der Verstoß gegen Eisenbahnrecht war und nicht gegen die StVO.

Gegen welche Paragraphen des Eisenbahnrechtes wird da verstoßen?

In der StVO gibt es allerdings den
§ 24 (3) c - Das Parken "auf Gleisen von Schienenfahrzeugen und auf Fahrstreifen für Omnibusse" ist verboten
und dem
§ 28 (2): Sofern sich aus den Bestimmungen des § 19 Abs. 2 bis 6 über den Vorrang nichts anderes ergibt, haben beim Herannahen eines Schienenfahrzeuges andere Straßenbenützer die Gleise jedenfalls so rasch wie möglich zu verlassen, um dem Schienenfahrzeug Platz zu machen; beim Halten auf Gleisen müssen die Lenker während der Betriebszeiten der Schienenfahrzeuge im Fahrzeug verbleiben, um dieser Verpflichtung nachkommen zu können.

Edit: Übersichtlichkeit durch Zeilenumbrüche verbessert
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: 13er am 29. Januar 2013, 11:53:55
Übrigens werden auch genügend Fahrzeuge ohne Anzeige abgeschleppt ... nur zu den Zahlen bzw. Gesetz.
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: haidi am 29. Januar 2013, 11:56:58
Blaulichtsteuer fällt in diesen Fall keine an, da ja zum Zeitpunkt der Anforderung die Daten von einem Verkehrsteilnehmer (Autobesitzer) für dne Bediensteten der WL nicht erhebbar ist. Weiters hat nur die Polizei, nicht jedoch die Feuerwehr eine Blaulichtsteuer.
Blaulichtsteuer fällt keine an, weil es sich nicht um einen Verkehrsunfall handelt. In Deutschland z.B. läuft das etwas anders, weil dort von der Polizei für viele Einsatztypen ein Kostenersatz verlangt wird - wär doch auch bei uns eine Idee.
Zitat
Bezüglich den Kosten für verspäteten Dienstschluß nehme ich an, dass die Kosten gleich zu setzten ist mit einem Sicherungsposten bei Veranstaltung und da liegen die Kosten derzeit bei ~30€ pro angefangener halben Stunde.
D.h. da da Überstunden anfallen, kämen wir auf 45 Euro/Stunde. pro halber Stunde.
Zitat
Ob Fahrgäste einen Kostenersatz einklagen können. kann ich nicht sagen, aber wenn ja, dann müsste dieser eine Klage direkt beim Autobesitzer einklagen. Wie er jedoch zu den Daten kommt, kann ich nicht sagen, da ich nicht weis inwieweit die WL oder die Polizei die Daten des Autobesitzer bekannt geben dürfen (Datenschutz).
Auch bei Verkehrsunfällen gibt es keinen Ersatz für indirekte Kosten - wenn also jemand wegen eines Verkehrsunfalles im Stau steckt, hat er Pech gehabt.
Wenn ich ein berechtigtes Interesse habe, den Besitzer eines KFZs auszuforschen, dann gibt es durchaus Möglichkeiten.

Hannes

Edit: sichtbar - auf Grund von Klingelfees Posting (http://www.tramwayforum.at/index.php?topic=3360.msg76336#msg76336)
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: haidi am 29. Januar 2013, 12:00:30
Übrigens werden auch genügend Fahrzeuge ohne Anzeige abgeschleppt ... nur zu den Zahlen bzw. Gesetz.
Warum ohne Anzeige.
Eine der wenigen Möglichkeiten, ein KFZ abzuschleppen, ohne dass der Lenker einen Verstoß begangen hat, ist das Abstellen des KFZ und das nachherige Aufstellen von Halteverbotstafeln. Da ist aber auch die Abschleppung kostenlos und soviel ich weiß, werden die Fahrzeuge nach Möglichkeit nur umgestellt.

Hannes
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: Klingelfee am 29. Januar 2013, 12:03:19
Zitat
Bezüglich den Kosten für verspäteten Dienstschluß nehme ich an, dass die Kosten gleich zu setzten ist mit einem Sicherungsposten bei Veranstaltung und da liegen die Kosten derzeit bei ~30€ pro angefangener halben Stunde.
D.h. da da Überstunden anfallen, kämen wir auf 45 Euro/Stunde.

Hannes

Wie kommst du auf den Betrag? Bei mir ist 2 x 30 = 60. Und der Fahrbedienstete bekommt die Überstunden gemäß seiner Einstufung bezahlt. Der Differenzbetrag setzt sich aus Verwaltungsgebühren und den Arbeitnehmerabgaben zusammen.

Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: hema am 29. Januar 2013, 12:15:01

Gegen welche Paragraphen des Eisenbahnrechtes wird da verstoßen?
Das Parken auf Straßenbahngleisen ist laut StVO an sich verboten. Da kannst du auch bestraft werden, wenn gar keine Straßenbahn kommt. Interessant wäre es, wenn es gar kein Straßenbahngleis ist, sondern ein anderes (z.B. Badner Bahn).  ???


Wenn du aber so parkst (oder Gegenstände hinlegst), dass das Gleis selber zwar frei ist, aber ein Schienenfahrzeug nicht sicher berührungsfrei vorbeifahren kann, verstößt du gegen die eisenbahnrechtlichen Bestimmungen, wonach du den lichten Raum (den Platz, den das fragliche Fahrzeug braucht) frei halten musst. Und eisenbahnrechtliche Bestimmungen werden von der StVO nicht erfasst (§ 102.). Wenn du knapp parkst und es kommt ein E1 grad noch gut vorbei, begehst du noch keinen Verstoß, kommt aber als nächstes ein breiterer ULF, bist du fällig. Alles vorausgesetzt natürlich, du hältst die vorgeschriebene Mindestfahrbahnbreite frei, sonst schlägt die StVO zu!
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: haidi am 29. Januar 2013, 12:29:31
Wie kommst du auf den Betrag? Bei mir ist 2 x 30 = 60. Und der Fahrbedienstete bekommt die Überstunden gemäß seiner Einstufung bezahlt. Der Differenzbetrag setzt sich aus Verwaltungsgebühren und den Arbeitnehmerabgaben zusammen.
Sorry - 45 Euro/halber Stunde.

Das Parken auf Straßenbahngleisen ist laut StVO an sich verboten. Da kannst du auch bestraft werden, wenn gar keine Straßenbahn kommt. Interessant wäre es, wenn es gar kein Straßenbahngleis ist, sondern ein anderes (z.B. Badner Bahn).  ???
Nachdem die StVO - wie von mir auch richtig zitiert - von Schienenfahrzeugen spricht, darf sogar eine handgeschobene Lore daherkommen. Oder das berühmte historische Arbeitsfahrzeug mit dem angesteckten Antriebsteil.
Zitat
Wenn du aber so parkst (oder Gegenstände hinlegst), dass das Gleis selber zwar frei ist, aber ein Schienenfahrzeug nicht sicher berührungsfrei vorbeifahren kann, verstößt du gegen die eisenbahnrechtlichen Bestimmungen, wonach du den lichten Raum (den Platz, den das fragliche Fahrzeug braucht) frei halten musst. Und eisenbahnrechtliche Bestimmungen werden von der StVO nicht erfasst (§ 102.). Wenn du knapp parkst und es kommt ein E1 grad noch gut vorbei, begehst du noch keinen Verstoß, kommt aber als nächstes ein breiterer ULF, bist du fällig. Alles vorausgesetzt natürlich, du hältst die vorgeschriebene Mindestfahrbahnbreite frei, sonst schlägt die StVO zu!
Meiner Meinung nach umschließt das "Parken auf den Gleisen" auch den notwendigen, vom Gesetz her definierten Lichtraum (maximal erlaubte Breite von Schienenfahrzeugen). Geht aber auch eindeutig aus den von mir zitiertenParagrafen hervor - der Lenker darf sein Fahrzeug auf den Gleisen parken, muss aber während der Betriebszeiten im Fahrzeug verbleiben, um  beim Herannahen eines Schienenfahrzeuges sofort Platz machen zu können.

Wenn ein Schienenfahrzeug mit Überbreite kommt, dann kann der Lenker eines abgestellten Fahrzeuges sicher nicht bestraft werden.

Hannes
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: hema am 29. Januar 2013, 13:09:48
. . . . auch den notwendigen, vom Gesetz her definierten Lichtraum (maximal erlaubte Breite von Schienenfahrzeugen).
Der wird in keinem Gesetz mit irgenwelchen Maßen angegeben, nur als der Platz, den Schienenfahrzeuge zum sicheren Vorbeifahren brauchen. Der hängt ja auch vom Fahrzeug ab und ob es eine gerade Strecke ist oder ein Bogen. Willst du etwa belangt werden, obwohl eh alle Züge an deinem Fahrzeug vorbei können, nur weil eventuell auch (einmal im Jahr  :D ) ein 2,65 m breiter T hier fahren könnte oder eine Gleisbaumaschine? Wären die technischen Voraussetzungen gegeben, könnte die WiLi auch niemand hindern z.B. auf ihren Gleisen Vollbahnwagen zu überstellen.


Zitat
Wenn ein Schienenfahrzeug mit Überbreite kommt, dann kann der Lenker eines abgestellten Fahrzeuges sicher nicht bestraft werden.
Bestraft wirst du eh nicht, wenn du nicht gegen die StVO verstößt, die Kosten für die Feuerwehr bzw. Abschleppung werden dir bleiben!  ;)


Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: E2 am 29. Januar 2013, 13:24:03
Bestraft wirst du eh nicht, wenn du nicht gegen die StVO verstößt, die Kosten für die Feuerwehr bzw. Abschleppung werden dir bleiben!  ;)

Wenn ich nicht gegen die StVO verstoße. bleiben mir auch keine Kosten!!!!!!!!
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: hema am 29. Januar 2013, 13:43:32

Wenn ich nicht gegen die StVO verstoße. bleiben mir auch keine Kosten!!!!!!!!
Probier's aus. Stell dich etwas ungeschickt hin, dass halt grad die Bim nicht vorbei kann und berichte und dann über deine Erfolge und Misserfolge!  ;D



P.S.: Bei der MA67 kommst du durch, wenn es nur 23(1) ist, du richtig argumentierst und ein bissl hartnäckig bist (eventuell vor Gericht gehst  :-X ). Bei der Feuerwehr beißt du auf Granit.
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: moszkva tér am 29. Januar 2013, 13:49:44
P.S.: Bei der MA67 kommst du durch, wenn es nur 23(1) ist, du richtig argumentierst und ein bissl hartnäckig bist (eventuell vor Gericht gehst  :-X ). Bei der Feuerwehr beißt du auf Granit.
Die Frage, die sich jeder selbst stellen muss: Ist es mir meine Zeit und meine Nerven wert, wegen 300 Euro den Gerichtsweg zu beschreiten, ev. sogar mit Risiko, dort zu verlieren?
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: haidi am 29. Januar 2013, 13:51:10
. . . . auch den notwendigen, vom Gesetz her definierten Lichtraum (maximal erlaubte Breite von Schienenfahrzeugen).
Der wird in keinem Gesetz mit irgenwelchen Maßen angegeben, nur als der Platz, den Schienenfahrzeuge zum sicheren Vorbeifahren brauchen. Der hängt ja auch vom Fahrzeug ab und ob es eine gerade Strecke ist oder ein Bogen. Willst du etwa belangt werden, obwohl eh alle Züge an deinem Fahrzeug vorbei können, nur weil eventuell auch (einmal im Jahr  :D ) ein 2,65 m breiter T hier fahren könnte oder eine Gleisbaumaschine? Wären die technischen Voraussetzungen gegeben, könnte die WiLi auch niemand hindern z.B. auf ihren Gleisen Vollbahnwagen zu überstellen.

Zitat
Straßenbahnverordnung
§ 34  (3) Fahrzeuge straßenabhängiger Bahnen dürfen folgende Abmessungen nicht überschreiten
  1. Breite im Höhenbereich
     a) bis 3,4 m über Schienenoberkante ................... 2,65 m,
     b) oberhalb von 3,4 m über Schienenoberkante .......... 2,25 m;
     über die Seitenwände hinausragende Fahrtrichtungsanzeiger, Meldeleuchten, Rückblickspiegel, geöffnete Türen und ausgefahrene Trittstufen rechnen nicht zur Fahrzeugbreite.

Wenn ich einen 2,65 m breiten T behindere - inclusive der Hüllkurven - dann hab ich gegen die StVO verstoßen, damit sind auch die Blinkerlampen eines ULFs nicht von Bedeutung.

Ich weiß jetzt nicht, wie breit Eisenbahnwagen sind, wenn sie über 2,65 m sind, dann dürfen sie nicht als Fahrzeuge straßenabhängiger Bahnen verwendet werden.

Hannes
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: E2 am 29. Januar 2013, 13:54:03
Oid. Wenn ich NIX falsch mach, zahl ich auch nix. Ende aus. Und da is mir die Bim dann wurscht.
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: haidi am 29. Januar 2013, 13:59:18
Oid. Wenn ich NIX falsch mach, zahl ich auch nix. Ende aus. Und da is mir die Bim dann wurscht.

Vollkommen richtig - aber wenn das alle machen, ist es ebenfalls asozial, weil dann hat unsere Finanzministerin ein Problem.

Hannes
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: E2 am 29. Januar 2013, 14:08:30
Oid. Wenn ich NIX falsch mach, zahl ich auch nix. Ende aus. Und da is mir die Bim dann wurscht.

Vollkommen richtig - aber wenn das alle machen, ist es ebenfalls asozial, weil dann hat unsere Finanzministerin ein Problem.

Hannes

Des is mir aba wurscht.
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: E2 am 29. Januar 2013, 14:17:25
Nu wos:

Zitat
Der
Verwaltungsgerichtshof hat im Übrigen im Erkenntnis vom
18. Jänner 1989, Zl. 88/03/0011, unter Hinweis auf seine
Vorjudikatur den Standpunkt vertreten, eine Behinderung im Sinne
des § 89a Abs. 2a lit. a StVO liege bereits dann vor, wenn der
Lenker des Schienenfahrzeuges - objektiv gesehen - der Ansicht
sein konnte, dass ein risikoloses Vorbeifahren an einem
abgestellten Fahrzeug im Hinblick auf die mögliche Verursachung
eines Schadens trotz Verminderung der Geschwindigkeit nicht
möglich sei.

Gerichtstyp
VwGH Erkenntnis   
Geschäftszahl
88/03/0011   
Entscheidungsdatum
19890118

Veröffentlichungsdatum
20060915
Rechtssatznummer
1
Index
90/01 Straßenverkehrsordnung
Norm
StVO 1960 §89a Abs2; StVO 1960 §89a Abs2a lita idF 1983/174;
Rechtssatz
GRS wie 85/02/0224 E 18. Dezember 1985 VwSlg 11982 A/1985 RS 1
GRS Text
Im Unterschied zu der von der 10.StVO-Novelle geltenden Rechtslage
rechtfertigt eine bloße "Behinderung" des Schienenfahrzeuges beim
Fahren die Entfernung des abgestellten Fahrzeuges. § 89 a Abs 2 a
lit a StVO sieht die Beseitigung des Gegenstandes auf der Straße
als verkehrsbeeinträchtigend vor, wenn der Lenker des
Schienenfahrzeuges - objektiv gesehen - der Ansicht sein konnte,
dass ein risikoloses Vorbeifahren an dem Gegenstand im Hinblick
auf die mögliche Verursachung eines Schadens trotz Verminderung
der Geschwindigkeit nicht möglich ist. Ob allenfalls andere
Straßenbahnfahrer infolge erhöhter Risikobereitschaft auch ohne
entsprechende Einweisung den abgestellten PKW passierten, kommt es
aufgrund des objektiven Maßstabes nicht an.
Dokumentnummer
JWR/1988030011/19890118X01
 
 


Gerichtstyp
VwGH Erkenntnis   
Geschäftszahl
88/03/0011   
Entscheidungsdatum
19890118

Veröffentlichungsdatum
20060915
Rechtssatznummer
2
Index
40/01 Verwaltungsverfahren
90/01 Straßenverkehrsordnung
Norm
AVG §45 Abs2; AVG §46; StVO 1960 §89a Abs2a lita;
Rechtssatz
Von einem Straßenbahnfahrer mit langjähriger Praxis ist zu
erwarten, dass er vom Fahrersitz aus beurteilen kann, ob der
Straßenbahnzug an einem im Nahebereich der Gleise abgestellten
Gegenstand (hier: Kfz) vorbeifahren könne oder nicht. Es ist auch
nicht rechtswidrig, dieses Beurteilungsvermögen höher
einzuschätzen als dasjenige des Lenkers des abgestellten Kfz oder
seines Beifahrers.
Schlagworte
Beweismittel Zeugen
Beweismittel Zeugenbeweis
freie Beweiswürdigung
Dokumentnummer
JWR/1988030011/19890118X02
 
 


Gerichtstyp
VwGH Erkenntnis   
Geschäftszahl
88/03/0011   
Entscheidungsdatum
19890118

Veröffentlichungsdatum
20060915
Rechtssatznummer
3
Index
40/01 Verwaltungsverfahren
90/01 Straßenverkehrsordnung
Norm
AVG §37; AVG §45 Abs2; StVO 1960 §89a Abs2a lita;
Rechtssatz
Wurde die örtliche Situation vom Meldungsleger und dessen
Beifahrer dahin umschrieben, dass die Gleise im gegenständlichen
Bereich eine leichte Linkskurve beschreiben, und ist der zum
Kostenersatz wegen Abschleppung seines Kfz auf Grund des § 89 a
Abs 2 a lit a StVO Verpflichtete dieser Beschreibung nicht
entgegengetreten, so handelt die Beh nicht rechtswidrig, wenn sie
auf Grund dieser Beschreibung sowie des Umstandes, dass an dieser
Stelle schon mehrere Abschleppungen durchgeführt werden mussten,
zum Schluss gelangte, die Örtlichkeit sei per se offenbar eine
solche, wo erfahrungsgemäß die notwendige Distanz zu den Gleisen
von PKW-Lenkern öfters unterschätzt werde, und deshalb den
Aussagen des PKW-Lenkers und dessen Beifahrers, es sei keine
Behinderung vorgelegen, keinen Glauben schenkte. Bei dieser
Sachlage ist die Durchführung eines Ortsaugenscheines entbehrlich,
zumal die örtliche Situation vom Meldungsleger und seinem
Beifahrer ohnehin ausreichend beschrieben wurde.
Schlagworte
Beweismittel Zeugenbeweis
Sachverhalt Sachverhaltsfeststellung Beweismittel Augenschein
Sachverhalt Sachverhaltsfeststellung Verfahrensmangel
Dokumentnummer
JWR/1988030011/19890118X03
 
 


Gerichtstyp
VwGH Erkenntnis   
Geschäftszahl
88/03/0011   
Entscheidungsdatum
19890118

Veröffentlichungsdatum
20060915
Rechtssatznummer
4
Index
90/01 Straßenverkehrsordnung
Norm
StVO 1960 §89a Abs2;
Rechtssatz
GRS wie 85/02/0223 E VS 20. Februar 1986 VwSlg 12041 A/1986 RS 6
GRS Text
Die Behörde oder die in Betracht kommenden Organe sind nicht erst
dann berechtigt, ein Fahrzeug zu entfernen oder entfernen zu
lassen, wenn den Lenker eines anderen Fahrzeuges konkret gehindert
wird, sondern die Entfernung darf schon dann veranlasst werden,
wenn es nach den Umständen des Einzelfalles zu besorgen ist, dass
das Fahrzeug den übrigen Verkehr behindern wird (Hinweis E
22.2.1985, 85/18/0027).
Dokumentnummer
JWR/1988030011/19890118X04
 
 


Gerichtstyp
VwGH Erkenntnis   
Geschäftszahl
88/03/0011   
Entscheidungsdatum
19890118

Veröffentlichungsdatum
20060915
Rechtssatznummer
5
Index
90/01 Straßenverkehrsordnung
Norm
StVO 1960 §28 Abs2; StVO 1960 §89a Abs2; StVO 1960 §89a Abs2a lita; StVO 1960 §89a Abs3;
Rechtssatz
Bei Schneefall muss damit gerechnet werden, dass die Räumung der
Gleisanlagen durch Schienenfahrzeuge auch außerhalb der
Betriebszeiten erfolgt.
Dokumentnummer
JWR/1988030011/19890118X05

Wobei do einiges illegal is.
 



Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: haidi am 29. Januar 2013, 14:48:38
Wobei do einiges illegal is.

Das sind doch richtige Urteile - jetzt einmal vom GMV aus gedacht.

Das einzige, was ich etwas problematisch finde ist, dass in einem Fall der Strassenbahnfahrer nicht einmal ausgestiegen sein dürfte, sondern vom Sitz aus die Unmöglchkeit des Vorbeifahrens festgestellt haben dürfte.

Was haltest du für illegal?

Hannes
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: Laiseka am 10. März 2013, 17:12:17
Umfrage von FFG, AIT und BMVIT zum Thema Falschparken und Straßenbahn:

http://research-projects.at/limesurvey/index.php?sid=96654&lang=de&referer=w (http://research-projects.at/limesurvey/index.php?sid=96654&lang=de&referer=w)

Hintergrundinformationen zum Projekt:

http://www2.ffg.at/verkehr/projekte.php?id=868 (http://www2.ffg.at/verkehr/projekte.php?id=868)
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: haidi am 10. März 2013, 18:01:18
In dieser Umfrage wird nur auf die Problematik der Behinderung der Straßenbahn durch Falschparker eingegangen, nicht aber darauf, dass die Straßenbahn im Störungs- oder gar Brandfall nur schwer oder gar nicht geräumt werden kann, wenn zwischen STraßenbahn und parkenden Autos nicht ausreichend Platz ist.
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: hema am 10. März 2013, 18:22:10
Diese angepeilte automatische Erkennung von Falschparkern ist doch Schwachsinn und kann nur im Interesse der Verkäufer solchen Equipements stehen!  ::)


Erstens, wer sollte so was bezahlen, vor allem weil das in fraglichen Straßenzügen flächendeckend bestehen müsste, um auch zu funktionieren? Und zweitens gibt es auch den rechtlichen Aspekt, eine Beseitigung darf nur erfolgen, wenn eine Behinderung tatsächlich vorliegt, also eine Bim nicht vorbeikommt. Und das hängt von der Breite des gerade behinderten Zuges ab, aber zum Teil auch vom jeweiligen Fahrer und seiner Erfahrung und Risikobereitschaft, sowie seinem "Toleranzempfinden".


Helfen könnten jedenfalls sehr hohe drohende Kosten und ausreichend Schwierigkeiten sein Fahrzeug wiederzubekommen, also echte Abschleppung nach Simmering und nicht bloß Umparken um ein paar Zentimeter durch die Feuerwehr! Aber heutzutage muss man für alles subventionierte Studien und Projekte starten, die nur eins bringen, dem Ersteller das Gerschtl (und vielleicht einen Zeitungsartikel).   
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: 95B am 10. März 2013, 19:53:42
Und zweitens gibt es auch den rechtlichen Aspekt, eine Beseitigung darf nur erfolgen, wenn eine Behinderung tatsächlich vorliegt, also eine Bim nicht vorbeikommt.
Stimmt nicht, siehe VwSlg 11982 A/1985. Behinderung != Hinderung
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: hema am 10. März 2013, 20:10:04
Und zweitens gibt es auch den rechtlichen Aspekt, eine Beseitigung darf nur erfolgen, wenn eine Behinderung tatsächlich vorliegt, also eine Bim nicht vorbeikommt.
Stimmt nicht, siehe VwSlg 11982 A/1985. Behinderung != Hinderung
Was habe ich schon wieder falsch gesagt? Das ist ja nur Läusesuchen!  ::)


Wenn ein Schienenfahrzeug nicht vorbeifahren kann, weil der Fahrer sagt, er könne das sichere Vorbeifahren nicht garantieren, ist die Straßenbahn an der Weiterfahrt gehindert, damit "behindert"! Somit ist eine Beseitigung nach §89a StVO möglich, vorher nicht. Ob die Vorbeifahrt objektiv nicht möglich ist oder nur ein zu geringer Abstand besteht, wodurch dem Fahrer das Passieren nicht zugemutet werden kann, ist hier rechtlich nicht relevant. Nicht mehr und nicht weniger sagt das Urteil. Am Vorfallsort liegt die Entscheidung darüber beim Fahrer.
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: 95B am 05. Juli 2015, 21:30:04
Falschparker-Statistik kaum verändert

Wenig verändern dürfte sich die Falschparker-Statistik der Wiener Linien im Vergleich zum Vorjahr. Im ersten Halbjahr 2015 blockierten rund 1.000 Autos Straßenbahn und Bus. Im gesamten Vorjahr waren es knapp 2.000 Autos.

Die Linie 5 im Bereich Kaiserstraße und Blindengasse, die Linien 40 und 41 entlang der Währinger Straße: Das sind die Zonen, in denen falsch abgestellte Autos Straßenbahnen besonders oft am Vorbeifahren hindern. Was dann passiert, hat durchaus beeindruckende Dimensionen: Ein Falschparker kann den Betrieb einer gesamten Linie lahm legen, tausende Fahrgäste können davon betroffen sein und müssen ungeliebte Verspätungen hinnehmen. Die Behebung einer Störung durch Falschparker kann immerhin bis zu 40 Minuten dauern.

980 Falschparker, 447 Anzeigen

Im Zeitraum Jänner bis Juni 2015 verzeichneten die Wiener Linien 980 Falschparker. Das bedeutet, dass im Durchschnitt täglich knapp fünf Falschparker den Fahrbetrieb stören. In 447 Fällen wurde Anzeige gegen Falschparker erstattet, 244 Fahrzeuge wurden abgeschleppt. In 289 Fällen konnten Bus und Straßenbahn aber schon nach kurzer Zeit wieder weiter fahren.

Falschparken kann teuer werden

Auf Falschparker können erhebliche Kosten zukommen. Neben einer Verwaltungsstrafe sind auch Kosten für den Einsatz von Feuerwehr (Stundensatz ca. 220 Euro) oder Abschleppdienst vom Verursacher selbst zu tragen. Hinzukommen die Kosten der Überstunden des Personals. Die Wiener Linien verrechnen je nach Ausmaß der Störung bis zu mehrere hundert Euro.

Im gesamten Vorjahr blockierten laut Wiener Linien 1.946 Falschparker die öffentlichen Verkehrsmittel.


Q: http://wien.orf.at/news/stories/2719788/ (http://wien.orf.at/news/stories/2719788/)

No na ändert sich nix, wenn man nix dagegen tut! ::)
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: haidi am 05. Juli 2015, 21:34:33
In 447 Fällen wurde Anzeige gegen Falschparker erstattet, 244 Fahrzeuge wurden abgeschleppt. In 289 Fällen konnten Bus und Straßenbahn aber schon nach kurzer Zeit wieder weiter fahren.
Warum wurden die 289 Falschparker nicht angezeigt?
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: 95B am 05. Juli 2015, 21:37:12
In 447 Fällen wurde Anzeige gegen Falschparker erstattet, 244 Fahrzeuge wurden abgeschleppt. In 289 Fällen konnten Bus und Straßenbahn aber schon nach kurzer Zeit wieder weiter fahren.
Warum wurden die 289 Falschparker nicht angezeigt?

Es wurden nur 86 nicht angezeigt.
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: hema am 05. Juli 2015, 21:43:47

Warum wurden die 289 Falschparker nicht angezeigt?
Oft kommen ja die Lenker zum Fahrzeug noch ehe die Feuerwehr da ist!
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: haidi am 05. Juli 2015, 23:27:43
Eine Anzeige durch die WL wäre in diesen Fällen trotzdem angebracht.
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: hema am 05. Juli 2015, 23:55:26
Was willst du da anzeigen? Meistens ragen sie ja nur zu weit in die Fahrbahn, die gesetzliche Mindestdurchfahrtsbreite bleibt aber erhalten. In dem Fall könntest du von jemand nur die Kosten einklagen, die dir durch seinen Verstoß gegen Eisenbahnrecht (§. 18/1 StrabVO99) entstanden sind. Und natürlich könnten auch alle anderen Leute (Fahrgäste, Verkehrsteilnehmer, Geschäfte etc.) ihre dadurch entstandenen Kosten oder entgangenen Verdienst oder Gewinn einklagen!
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: Klingelfee am 06. Juli 2015, 05:23:40
Was willst du da anzeigen? Meistens ragen sie ja nur zu weit in die Fahrbahn, die gesetzliche Mindestdurchfahrtsbreite bleibt aber erhalten. In dem Fall könntest du von jemand nur die Kosten einklagen, die dir durch seinen Verstoß gegen Eisenbahnrecht (§. 18/1 StrabVO99) entstanden sind. Und natürlich könnten auch alle anderen Leute (Fahrgäste, Verkehrsteilnehmer, Geschäfte etc.) ihre dadurch entstandenen Kosten oder entgangenen Verdienst oder Gewinn einklagen!

Es muss nicht die Mindestbreite verletzt sein, um eine Anzeige ausstellen zu können. Da kann ein Halteverbot missachtet werden, die Parkmarkierung nicht beachtet, die Gleisanlage nicht freigehalten, etc.

Fakt ist jedoch, dass wenn eine Fahrbehinderung mit der Ausgleichzeit in der Endstation ausgeglichen werden kann und an der Vorfallstelle keine Einsatzkräfte anwesend waren, dann wird im nachhinein keine Anzeige gestellt.
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: hema am 06. Juli 2015, 06:55:36
Eine Schadenersatzforderung ist aber völlig unabhängig von einer Anzeige gem. StVO! Und Verstöße gegen ein Halteverbot oder sonstige Verkehrsvergehen kann man immer machen, das hat an sich mit der Behinderung der Straßenbahn höchstens indirekt zu tun. Eine Anzeige bloß nach StVO §. 23/1 kann man mit guten Erfolgschancen unter Hinweis auf den Charakter als eisenbahnrechtliches Vergehen beeinspruchen, so die für die Straße vorgesehene Mindestfahrbahnbreite (StVO) uneingeschränkt bleibt. Drum ist es auch klüger, wie von Klingelfee erwähnt, für die Anzeige auf jeden Fall ein weiteres Delikt zu finden (z.B. Halteverbot, Rad am Gehsteig, Einfahrt etc.). Da kommt der Lenker dann nicht raus, soweit der Vorwurf natürlich stimmt.
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: coolharry am 06. Juli 2015, 07:33:32
Eine Schadenersatzforderung ist aber völlig unabhängig von einer Anzeige gem. StVO! Und Verstöße gegen ein Halteverbot oder sonstige Verkehrsvergehen kann man immer machen, das hat an sich mit der Behinderung der Straßenbahn höchstens indirekt zu tun. Eine Anzeige bloß nach StVO §. 23/1 kann man mit guten Erfolgschancen unter Hinweis auf den Charakter als eisenbahnrechtliches Vergehen beeinspruchen, so die für die Straße vorgesehene Mindestfahrbahnbreite (StVO) uneingeschränkt bleibt. Drum ist es auch klüger, wie von Klingelfee erwähnt, für die Anzeige auf jeden Fall ein weiteres Delikt zu finden (z.B. Halteverbot, Rad am Gehsteig, Einfahrt etc.). Da kommt der Lenker dann nicht raus, soweit der Vorwurf natürlich stimmt.

Nur bei den meisten "Falschparkern" ist nur vor zu werfen, dass sie sich nicht an die Markierung halten. Sprich sie stehen zu weit links. Wobei "zu weit" bei den meisten dieser Parkplätze auch schon ein dehnbarer Begriff ist. Die meisten stehen nicht zu weit links sondern sind schlicht zu breit für die schmalen Parkplätze. (ich weiß dann dürftens dort nicht stehen). Deswegen weg mit den zu schmalen Parkplätzen. Mindestbreite 2,25 (2,10 innerhalb der Markierung) und wo sich das nicht ausgeht - Parkverbot oder Baumaßnahmen. Aber stellenweise sind es dort 1,90 oder weniger innerhalb der Markierung. Das geht sich halt bei einigen Autos gar nicht mehr aus (vorallem wenn der Spiegel ausgeklappt ist) und bei manch anderen reichts wenn er mal 10cm vom Gehsteig entfernt parkt.
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: haidi am 06. Juli 2015, 08:42:25
Eine Schadenersatzforderung ist aber völlig unabhängig von einer Anzeige gem. StVO! Und Verstöße gegen ein Halteverbot oder sonstige Verkehrsvergehen kann man immer machen, das hat an sich mit der Behinderung der Straßenbahn höchstens indirekt zu tun. Eine Anzeige bloß nach StVO §. 23/1 kann man mit guten Erfolgschancen unter Hinweis auf den Charakter als eisenbahnrechtliches Vergehen beeinspruchen, so die für die Straße vorgesehene Mindestfahrbahnbreite (StVO) uneingeschränkt bleibt. Drum ist es auch klüger, wie von Klingelfee erwähnt, für die Anzeige auf jeden Fall ein weiteres Delikt zu finden (z.B. Halteverbot, Rad am Gehsteig, Einfahrt etc.). Da kommt der Lenker dann nicht raus, soweit der Vorwurf natürlich stimmt.
Dann sollten die WL sich für eine Änderung des § 24 stark machen, das Verbot des Parkens auf Gleisen in ein Halteverbot umzuwandeln.
edit: Quoting eingefügt
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: Klingelfee am 06. Juli 2015, 08:51:02
Eine Schadenersatzforderung ist aber völlig unabhängig von einer Anzeige gem. StVO! Und Verstöße gegen ein Halteverbot oder sonstige Verkehrsvergehen kann man immer machen, das hat an sich mit der Behinderung der Straßenbahn höchstens indirekt zu tun. Eine Anzeige bloß nach StVO §. 23/1 kann man mit guten Erfolgschancen unter Hinweis auf den Charakter als eisenbahnrechtliches Vergehen beeinspruchen, so die für die Straße vorgesehene Mindestfahrbahnbreite (StVO) uneingeschränkt bleibt. Drum ist es auch klüger, wie von Klingelfee erwähnt, für die Anzeige auf jeden Fall ein weiteres Delikt zu finden (z.B. Halteverbot, Rad am Gehsteig, Einfahrt etc.). Da kommt der Lenker dann nicht raus, soweit der Vorwurf natürlich stimmt.
Dann sollten die WL sich für eine Änderung des § 24 stark machen, das Verbot des Parkens auf Gleisen in ein Halteverbot umzuwandeln.
edit: Quoting eingefügt

Das Problem ist jedoch, dass die wenigsten auf den Gleisen, sondern zu nahe der Gleisanlage stehen. Und oft ist das behindern der Straßenbahn nur ein Nebeneffekt.
Schlagend für die Anzeige ist schon meistens
 :blank: Abstellen nicht entsprechende der Bodenmarkierung
 :blank: Links Zufahren in Schienenstraße
 :blank: Nicht beachten von Halte- und Parkverbot.
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: haidi am 06. Juli 2015, 09:23:40
Das Problem ist jedoch, dass die wenigsten auf den Gleisen, sondern zu nahe der Gleisanlage stehen. Und oft ist das behindern der Straßenbahn nur ein Nebeneffekt.
Schlagend für die Anzeige ist schon meistens
 :blank: Abstellen nicht entsprechende der Bodenmarkierung
 :blank: Links Zufahren in Schienenstraße
 :blank: Nicht beachten von Halte- und Parkverbot.
Auf den Gleisen heißt ja nicht, dass die Räder auf den Schienen stehen müssen, sondern dass der notwendige Gleisraum nicht freigehalten wurde. Abgesehen davon kann man ja mehrere Verstöße gleichzeitig zur Anzeige bringen, was zu einer Mehrfachbestrafung führt, also eben Links Zufahren und Parken auf den Gleisen (was aber erst dann gegeben ist, wenn das Fahrzeug 10 Minuten lang beobachtet wurde.)
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: Klingelfee am 06. Juli 2015, 09:35:34
Das Problem ist jedoch, dass die wenigsten auf den Gleisen, sondern zu nahe der Gleisanlage stehen. Und oft ist das behindern der Straßenbahn nur ein Nebeneffekt.
Schlagend für die Anzeige ist schon meistens
 :blank: Abstellen nicht entsprechende der Bodenmarkierung
 :blank: Links Zufahren in Schienenstraße
 :blank: Nicht beachten von Halte- und Parkverbot.
Auf den Gleisen heißt ja nicht, dass die Räder auf den Schienen stehen müssen, sondern dass der notwendige Gleisraum nicht freigehalten wurde. Abgesehen davon kann man ja mehrere Verstöße gleichzeitig zur Anzeige bringen, was zu einer Mehrfachbestrafung führt, also eben Links Zufahren und Parken auf den Gleisen (was aber erst dann gegeben ist, wenn das Fahrzeug 10 Minuten lang beobachtet wurde.)

Was aber die Strafe nicht erhöht. Und auch wenn ich als Anzeigenleger mehrere Delikte zur Anzeige bringe, wird nur das Delikt mit der höchsten Strafe dann zur Anzeige gebracht. Noch dazu müsste ich, damit dies auch überhaupt angenommen wird, für JEDES DELIKT eine eigene Anzeige ausstellen. Und das mach kaum jemand, da oft auch die zeit dafür fehlt.

Und bezüglich des deliktesd des parken. bei mir bekommt der Fahrzeughalter wenn immer nur das Halten, da ich nicht weis wie lange er steht. Von der Strafhöhe macht das angeblich keinen Unterschied.
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: haidi am 06. Juli 2015, 10:10:22
Auf den Gleisen heißt ja nicht, dass die Räder auf den Schienen stehen müssen, sondern dass der notwendige Gleisraum nicht freigehalten wurde. Abgesehen davon kann man ja mehrere Verstöße gleichzeitig zur Anzeige bringen, was zu einer Mehrfachbestrafung führt, also eben Links Zufahren und Parken auf den Gleisen (was aber erst dann gegeben ist, wenn das Fahrzeug 10 Minuten lang beobachtet wurde.)
Was aber die Strafe nicht erhöht. Und auch wenn ich als Anzeigenleger mehrere Delikte zur Anzeige bringe, wird nur das Delikt mit der höchsten Strafe dann zur Anzeige gebracht. Noch dazu müsste ich, damit dies auch überhaupt angenommen wird, für JEDES DELIKT eine eigene Anzeige ausstellen. Und das mach kaum jemand, da oft auch die zeit dafür fehlt.

Und bezüglich des deliktesd des parken. bei mir bekommt der Fahrzeughalter wenn immer nur das Halten, da ich nicht weis wie lange er steht. Von der Strafhöhe macht das angeblich keinen Unterschied.

Es gibt Mehrfachbestrafungen, ich habe dieser Tage ein VwGH-Urteil gelesen, bei dem der VwGH die Doppelbestrafung wegen Parken vor eine Einfahrt und Parken auf den Gehsteig für zulässig erklärt hat.
Vom Verwaltungsrecht her ist da eine einzige Anzeige ausreichend, kann es sein, dass ihr interne Formulare verwendet, die nur ein Delikt zulassen?
Wenn man nach  24 (3) c anzeigen will, dann muss man die 10 Minuten abwarten. Da geht kein Halten:
Zitat
§ 24 (3) StVO
Das Parken ist verboten .....
c) auf Gleisen von Schienenfahrzeugen und auf Fahrstreifen für Omnibusse,
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: hema am 06. Juli 2015, 15:14:50
Das Behindern (oder Gefährden) des Eisenbahnverkehrs ist sowieso nach dem Eisenbahnrecht verboten. Blöd ist halt, dass es da keinen Strafkatalog gibt wie in der StVO.


Das Aufstellen von Fahrzeugen ausschließlich innerhalb einer gekennzeichneten Stellfläche (Bodenmarkierung) ist nur in Fußgänger- und Begegnungszonen vorgeschrieben. Die Markierungen ("Parkraumumrandung") auf Straßen und Parkplätzen zeigen eigentlich nur die Parkordnung an, also Längs-, Schräg- oder Querparken. Wenn dein Fahrzeug breiter oder länger ist kannst du dich hinstellen, soweit du sonst gegen keine Vorschrift verstößt. Wäre anders ja auch blöd, weil es gibt etliche Straßen, wo auf eine gewisse Strecke Abstellflächen eingezeichnet sind, dann wieder nicht. Oder auf manchen Parkplätzen sind die einzelnen Plätze sehr schmal eingezeichnet.


Im Verwaltungsstrafrecht gibt es natürlich Mehrfachbestrafungen, wo die einzelnen "Zettel" zusammengerechnet werden. Sonst müsste man bei einem mehrtägigen Parkvergehen ja auch nur die erst Strafverfügung bezahlen, obwohl am Auto fünf oder zehn hängen.                           
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: 95B am 06. Juli 2015, 15:21:21
Sonst müsste man bei einem mehrtägigen Parkvergehen ja auch nur die erst Strafverfügung bezahlen, obwohl am Auto fünf oder zehn hängen.                         

Das mehrtägige Parkvergehen ist normalerweise kein mehrtägiges, weil es durch die nächtliche Unterbrechung der Kurzparkzone mit jedem neuen Tag ein neues Delikt wird. ;)
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: hema am 06. Juli 2015, 15:33:35
Du kannst auch an einem Tag mehrere Zettel kriegen.  ;)
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: 95B am 06. Juli 2015, 15:56:40
Du kannst auch an einem Tag mehrere Zettel kriegen.  ;)

Ja, wenn du das Falschparken unterbrichst oder den Strafzettel mitnimmst, aber das Auto stehenlässt.
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: HLS am 07. Juli 2015, 10:29:26
Du kannst auch an einem Tag mehrere Zettel kriegen.  ;)

Ja, wenn du das Falschparken unterbrichst oder den Strafzettel mitnimmst, aber das Auto stehenlässt.
Ich habe zwar keinen Gesetzestext oder Strafenkatalog, habe aber auch durchaus schon mehrmals beobachtet, wie ein Falschparker mehrmals am Tag einen Strafzettel bekommen hat und das obwohl die anderen ebenfalls noch unterm Scheibenwischer klemmten.
Kann es daher sein, dass wenn z.B. eine Kurzparkzone 90min angibt, der "Falschparker" aber vielleicht den ganzen Tag steht, er durchaus alle 90min ein "Knöllchen" bekommen kann?
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: 95B am 07. Juli 2015, 10:33:37
Kann es daher sein, dass wenn z.B. eine Kurzparkzone 90min angibt, der "Falschparker" aber vielleicht den ganzen Tag steht, er durchaus alle 90min ein "Knöllchen" bekommen kann?

Kann ich mir nicht vorstellen, denn die maximale Parkzeit, sprich die Schwelle von x Stunden, hat er ja nur ein Mal überschritten. Wenn er allerdings beispielsweise ohne gültigen Parkschein in einem in der Kurzparkzone gelegenen Spitzenhalteverbot parkt, kann er durchaus zwei Strafzettel kriegen, da er ja einerseits gegen die Bestimmungen der Kurzparkzone und andererseits gegen die Bestimmungen des Halteverbots verstoßen hat.
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: Klingelfee am 07. Juli 2015, 10:59:25
Kann es daher sein, dass wenn z.B. eine Kurzparkzone 90min angibt, der "Falschparker" aber vielleicht den ganzen Tag steht, er durchaus alle 90min ein "Knöllchen" bekommen kann?

Kann ich mir nicht vorstellen, denn die maximale Parkzeit, sprich die Schwelle von x Stunden, hat er ja nur ein Mal überschritten. Wenn er allerdings beispielsweise ohne gültigen Parkschein in einem in der Kurzparkzone gelegenen Spitzenhalteverbot parkt, kann er durchaus zwei Strafzettel kriegen, da er ja einerseits gegen die Bestimmungen der Kurzparkzone und andererseits gegen die Bestimmungen des Halteverbots verstoßen hat.

Das ist korrekt. Wenn die Beanstandungen nacheinander liegen, oder aber miteinander nichts zu tun haben, dann können auch mehrere Anzeigen geschrieben werden. Und das kann auch so weit gehen, dass wegen Delikt 1  (z.B.: Kurzparken) nur eine Anzeige kommt, während bei Delikt 2 (z.B.: Spitzen HV) dann das Fahrzeug sogar abgeschleppt wird.
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: skytree am 07. Juli 2015, 11:11:32
Warum wird nichts unternommen, wenn einige wenige (Autofahrer) viele (Fahrer+Fahrgäste) stören?
Die einzigen Konsequenzen sind Abschleppen, Strafe oder Überstunden zahlen.
Das hilft mir wenig, wenn ich zur Arbeit oder nach Hause fahren will.
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: Klingelfee am 07. Juli 2015, 11:27:08
Warum wird nichts unternommen, wenn einige wenige (Autofahrer) viele (Fahrer+Fahrgäste) stören?
Die einzigen Konsequenzen sind Abschleppen, Strafe oder Überstunden zahlen.
Das hilft mir wenig, wenn ich zur Arbeit oder nach Hause fahren will.

Du kannst ja gerne auf dem Zivilweg dann bei einer Fahrbehinderung den Autobesitzer klagen. Oder was schwebt dir vor?
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: coolharry am 07. Juli 2015, 11:42:42
Warum wird nichts unternommen, wenn einige wenige (Autofahrer) viele (Fahrer+Fahrgäste) stören?
Die einzigen Konsequenzen sind Abschleppen, Strafe oder Überstunden zahlen.
Das hilft mir wenig, wenn ich zur Arbeit oder nach Hause fahren will.

Du kannst ja gerne auf dem Zivilweg dann bei einer Fahrbehinderung den Autobesitzer klagen. Oder was schwebt dir vor?

Vielleicht will er den Pranger wieder einführen.
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: 95B am 07. Juli 2015, 11:50:58
Warum wird nichts unternommen, wenn einige wenige (Autofahrer) viele (Fahrer+Fahrgäste) stören?

Weil es politisch nicht opportun ist. Nur in einigen wenigen Ausnahmefällen wurden "ausgesuchte" Falschparker-Hotspots durch Entfernen der jeweiligen Stellplätze entschärft.
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: haidi am 07. Juli 2015, 13:26:06
Wie schon vor längerer Zeit einmal gepostet.
enmal Taxis holen und die Ausgaben bis zum OGH durchfechten (dazu braucht man einen Autofahrer, der mitspielt, die Kosten sollten die WL halt irgendwie tragen).
Sobald man das positive OGH-Urteil hat, bei jedem Falschparker Taxis rufen  und den Falschparker zahlen lassen. Da komtm in Summe (Feuerwehr oder Abschleppen, Srafe und Taxis) ganz schön was zusammen.
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: skytree am 07. Juli 2015, 14:01:31
Warum wird nichts unternommen, wenn einige wenige (Autofahrer) viele (Fahrer+Fahrgäste) stören?
Die einzigen Konsequenzen sind Abschleppen, Strafe oder Überstunden zahlen.
Das hilft mir wenig, wenn ich zur Arbeit oder nach Hause fahren will.

Du kannst ja gerne auf dem Zivilweg dann bei einer Fahrbehinderung den Autobesitzer klagen. Oder was schwebt dir vor?

Bauliche Maßnahmen, wenn der Ist-Zustand nicht funktioniert. Und das tut er 2000 Mal pro Jahr scheinbar nicht.
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: W_E_St am 07. Juli 2015, 16:02:12
Warum wird nichts unternommen, wenn einige wenige (Autofahrer) viele (Fahrer+Fahrgäste) stören?
Die einzigen Konsequenzen sind Abschleppen, Strafe oder Überstunden zahlen.
Das hilft mir wenig, wenn ich zur Arbeit oder nach Hause fahren will.

Du kannst ja gerne auf dem Zivilweg dann bei einer Fahrbehinderung den Autobesitzer klagen. Oder was schwebt dir vor?

Bauliche Maßnahmen, wenn der Ist-Zustand nicht funktioniert. Und das tut er 2000 Mal pro Jahr scheinbar nicht.

Bauliche Maßnahmen bedeutet am 40er und 41er Entfall ALLER Stellplätze zwischen Volksoper und Gersthof oder noch schmälere Gehsteige. Da fürchte ich das würde sich nicht einmal eine grüne Bezirksvorsteherin trauen. Allerdings habe ich den Eindruck, dass die Autolobby gerade ihre Felle komplett davonschwimmen sehen, den verzweifelten Aktionen nach zu urteilen sind da gerade massive Umbrüche im Gange. Mal sehen was die Zukunft bringt!
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: coolharry am 07. Juli 2015, 16:08:13
Bauliche Maßnahmen bedeutet am 40er und 41er Entfall ALLER Stellplätze zwischen Volksoper und Gersthof oder noch schmälere Gehsteige. Da fürchte ich das würde sich nicht einmal eine grüne Bezirksvorsteherin trauen. Allerdings habe ich den Eindruck, dass die Autolobby gerade ihre Felle komplett davonschwimmen sehen, den verzweifelten Aktionen nach zu urteilen sind da gerade massive Umbrüche im Gange. Mal sehen was die Zukunft bringt!

Einfach beim nächsten Gleistausch die Tramgleise mehr auf eine Seite legen und schon fallen nur die Hälfte aller Plätze weg. Für die ~2m bekommt man, bei gleichbleidender Straßenbreite, Park.- und Ladezonen die auch als soche genutzt werden können und eine Fahrbahnbreite die modernen Standards entspricht. Aber egal was sie machen (Kahlschlag oder Halbkahlschlag) wird massive Proteste der dortigen Geschäfteinhaber auslösen.
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: hema am 07. Juli 2015, 21:30:41

enmal Taxis holen und die Ausgaben bis zum OGH durchfechten . . . .
Du kannst dir ja als betroffener Fahrgast ein Taxi rufen und versuchen vor Gericht die Kosten vom Falschparker einzuklagen. Was gar nicht so leicht zu gewinnen sein wird!

Die WiLi hätten da wohl noch weniger Erfolgschancen, da sie ja nur Kosten reklamieren könnten, die sie freiwillig und aus Kulanzgründen dem Fahrgast gegenüber getragen haben.
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: haidi am 07. Juli 2015, 22:33:21

enmal Taxis holen und die Ausgaben bis zum OGH durchfechten . . . .
Die WiLi hätten da wohl noch weniger Erfolgschancen, da sie ja nur Kosten reklamieren könnten, die sie freiwillig und aus Kulanzgründen dem Fahrgast gegenüber getragen haben.
Ausprobieren, kost nicht viel (wenn man die ganze Geschichte unter Freuden durchführt) und wenns gut geht, dann hat man bei Störungen durch Falschparker oder bei Unfällen eine gute Nachred.
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: 4463 am 24. Juli 2015, 09:48:14
Eine Option wäre es, die Behinderung von Schienenfahrzeugen des ÖPNV zum Vormerkdelikt zu machen.
Allerdings gehe ich mit W_E_St konform, dass es in der Währinger Straße und Gentzgasse entsprechender Umbaumassnahmen unter Entfall der Parkplätze auf mindestens einer Seite bedarf, um an der Situation nachhaltig etwas zu ändern.
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: 95B am 24. Juli 2015, 10:26:33
Allerdings gehe ich mit W_E_St konform, dass es in der Währinger Straße und Gentzgasse entsprechender Umbaumassnahmen unter Entfall der Parkplätze auf mindestens einer Seite bedarf, um an der Situation nachhaltig etwas zu ändern.

Und genau deshalb wird auch auf längere Sicht nix passieren.
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: Kanitzgasse am 24. Dezember 2017, 11:41:28
Vielleicht hilfts ja was: Blindengasse 2.
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: 95B am 24. Dezember 2017, 11:52:53
Als Notmaßnahme ist das sicher in Ordnung. Auf lange Sicht gehört halt der Straßenraum angepasst – sprich: Gehsteighöhe bis zum Gleis vorziehen und die gewonnene Fläche sinnvoll nützen – an dem Eck am besten mit Fahrradständern (inklusive Servicestation und Trinkbrunnen?) und ein wenig Grün, denn Aufenthaltsqualität bietet diese Kreuzung nicht, also wäre ein Minibeserlpark nicht die richtige Entscheidung, zumal am Gürtel ohnehin genügend Sitzbankerln in Grünflächen vorhanden sind.
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: Kanitzgasse am 10. März 2019, 11:11:50
2018 gab es laut Wiener Linien weniger Falschparker als im Jahr davor:
https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20190310_OTS0016/wiener-linien-weniger-falschparker-im-jahr-2018
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: haidi am 10. März 2019, 11:57:21
Vielleicht hilfts ja was: Blindengasse 2.
Das ist doch eine bevorzugte Parkspur ;)

Dort könnte man aber auch gleich einmal einen Aufenthaltsbereich machen.Es war vor kurzem ein Artikel im Standard, dass in Wien 50 derartige, von den Anrainern zu gestaltende Aufenthaltsbereiche genehmigt wurden. Maximallänge 2 Parkplätze.
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: Tatra83 am 10. März 2019, 13:05:54
2018 gab es laut Wiener Linien weniger Falschparker als im Jahr davor:
https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20190310_OTS0016/wiener-linien-weniger-falschparker-im-jahr-2018

Das ist interessant, denn lt. F59.at waren es 2018 sogar geringfügig mehr als 2017. Aber was wissen wir schon als kleine Maxis! ;)
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: 60er am 11. März 2019, 09:39:23
Dort könnte man aber auch gleich einmal einen Aufenthaltsbereich machen.Es war vor kurzem ein Artikel im Standard, dass in Wien 50 derartige, von den Anrainern zu gestaltende Aufenthaltsbereiche genehmigt wurden. Maximallänge 2 Parkplätze.
Vor der Haltestelle Florianigasse, Richtung Westbahnhof, gab es auch einen beliebten Falschparker-Hotspot. Dieser wurde entfernt, indem man die Gehsteigvorziehung nach hinten verlängert hat.
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: DotNet am 12. August 2019, 23:03:26
Heute haben sich die Falschparker in der Blindengasse beinahe die Hand gegeben: Blindengasse 6 von 20:07 bis 20:38, dann Blindengasse 4 von 20:59 bis 21:19  :fp:

Zu dem Thema interessant ist dieser Bericht von der Bezirksvertretungssitzung (http://www.spritzendorfer.at/nachlese-der-bezirksvertretungssitzung-josefstadt-vom-26-juni-2019/).
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: schaffnerlos am 13. August 2019, 09:21:49
Was willst du von dieser Partei (https://www.meinbezirk.at/josefstadt/c-politik/parkplatznot-bekaempfen_a25002)?
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: Hauptbahnhof am 23. September 2019, 15:46:57
Wie in den Medien zu lesen ist, werden die Parkplätze in der Blindengasse (ONr 2-10) aufgelassen. Stattdessen wird der Gehsteig verbreitert. Auch Pflanzen (in welcher Form auch immer - Baum, Strauch oder Hochbeet) sollen hinkommen. Und das Beste: Bezahlt wird das von den WiLi und nicht vom Bezirksbudget.
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: Kanitzgasse am 26. Januar 2020, 09:24:04
Die Wiener Linien melden für 2019 einen neuerlichen Rückgang der Zahl der Falschparker:
https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20200126_OTS0004/wiener-linien-weniger-falschparker-im-jahr-2019
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: U4 am 26. Januar 2020, 10:19:41
Und brauchen über 2 Jahre bis zur Durchsetzung https://www.tramwayforum.at/index.php?topic=3360.msg295864#msg295864
Zitat
In enger Zusammenarbeit mit den Bezirken entschärfen die Wiener Linien laufend erfolgreich Falschparker-Hotspots durch Halte- und Parkverbote. Die bisherige Erfahrung zeigt, dass der Wegfall von wenigen Stellplätzen hunderte Öffi-Nutzerinnen und Nutzer noch pünktlicher an ihr Ziel bringt. So werden derzeit entlang der Blindengasse 2-10 im Auftrag der Wiener Linien Gehsteigvorziehungen und Blumenbeete umgesetzt.
außerdem zweifle ich die Verminderung der Falschparker an
https://www.tramwayforum.at/index.php?topic=3360.msg358827#msg358827
Es wäre zu hinterfragen welcher Störungszeitraum angenommen wurde als Grundlage  der freudigen Presseaussendung >:D - wenn man f59 als Grundlage nimmt kann das nicht ganz stimmen ...
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: Klingelfee am 26. Januar 2020, 11:09:01
Und brauchen über 2 Jahre bis zur Durchsetzung https://www.tramwayforum.at/index.php?topic=3360.msg295864#msg295864
Zitat
In enger Zusammenarbeit mit den Bezirken entschärfen die Wiener Linien laufend erfolgreich Falschparker-Hotspots durch Halte- und Parkverbote. Die bisherige Erfahrung zeigt, dass der Wegfall von wenigen Stellplätzen hunderte Öffi-Nutzerinnen und Nutzer noch pünktlicher an ihr Ziel bringt. So werden derzeit entlang der Blindengasse 2-10 im Auftrag der Wiener Linien Gehsteigvorziehungen und Blumenbeete umgesetzt.
außerdem zweifle ich die Verminderung der Falschparker an
https://www.tramwayforum.at/index.php?topic=3360.msg358827#msg358827
Es wäre zu hinterfragen welcher Störungszeitraum angenommen wurde als Grundlage  der freudigen Presseaussendung >:D - wenn man f59 als Grundlage nimmt kann das nicht ganz stimmen ...

Ich nehme an, dass hier nur jene Behinderungen herangezogen wurden, die auch Verkehrsmaßnahmen ausgelöst haben. Viele Behinderungen aus F59 wurden schon mit der Stehzeit kompensiert und scheinen dadurch in der Statistik nicht auf.
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: Kanitzgasse am 31. Juli 2020, 12:22:10
Endlich tut man etwas gegen die ständigen Falschparker in der Döblinger Hauptstraße:
https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20200731_OTS0052/19-bezirk-strassenbauarbeiten-im-bereich-doeblinger-hauptstrassewuerthgasse
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: Bimdose am 31. Juli 2020, 13:05:09
Da werden sich die Fahrer auf der Linie 37 dann schwer tun, die illegalen und STVO-widrigen Langsamfahrten am 37er zu begründen.
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: Schaltkurbel am 31. Juli 2020, 16:40:30
Da werden sich die Fahrer auf der Linie 37 dann schwer tun, die illegalen und STVO-widrigen Langsamfahrten am 37er zu begründen.
Dir ist aber schon bekannt, dass in der Döblinger Hauptstraße eine 30km/h  Beschränkung besteht, oder? Solltest du dies mit "die illegalen und STVO-widrigen Langsamfahrten" meinen.
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: ThomasS am 01. August 2020, 08:18:17
Da werden sich die Fahrer auf der Linie 37 dann schwer tun, die illegalen und STVO-widrigen Langsamfahrten am 37er zu begründen.

Gehts noch?  :bh:
Kollege hat einen Fleck wegen 32km/h kassiert. Und es gab keine Gnade deswegen oder irgendeine Einsicht.
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: buschberg am 01. August 2020, 08:38:00
Bitte was ist ein "Fleck"?
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: ThomasS am 01. August 2020, 08:41:23
Bitte was ist ein "Fleck"?

Bekommt man von der internen Betriebsaufsicht bzw auch ZK`ler genannt. Ist sowas wie eine Strafe bzw. Vermerk in der Dienstakte.
Im Prinzip wie ein Polizist zum Autofahrer der zu schnell war kassiert auch eine Strafe.  C:-)
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: denond am 01. August 2020, 08:48:03
Gehts noch?  :bh:
Kollege hat einen Fleck wegen 32km/h kassiert. Und es gab keine Gnade deswegen oder irgendeine Einsicht.

Wieso kam es überhaupt zur Beanstandung dieses Fahrers? Kennst du die wahren Gründe für eine Äußerung? Nur wegen der 32 km/h oder waren es mehr? Da muß was anderes der Auslöser gewesen sein, vielleicht stand er wegen anderer Vorfälle schon unter Beobachtung?
Einsicht kann nur vom Fahrer kommen, denn er war um 2 km/h d'rüber (wenn es so stimmt), der Fahrtenschreiber ist gnadenlos...
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: ThomasS am 01. August 2020, 09:01:59
Gehts noch?  :bh:
Kollege hat einen Fleck wegen 32km/h kassiert. Und es gab keine Gnade deswegen oder irgendeine Einsicht.

Wieso kam es überhaupt zur Beanstandung dieses Fahrers? Kennst du die wahren Gründe für eine Äußerung? Nur wegen der 32 km/h oder waren es mehr? Da muß was anderes der Auslöser gewesen sein, vielleicht stand er wegen anderer Vorfälle schon unter Beobachtung?
Einsicht kann nur vom Fahrer kommen, denn er war um 2 km/h d'rüber (wenn es so stimmt), der Fahrtenschreiber ist gnadenlos...

Der Fahrer ist übrigens seit Jahren Lehrfahrer und ich kenne Ihn sehr gut. Darec wies für ca. 40m 32km/h auf. Es ging nur um die 32kmh sonst hat der ZK nichts angemerkt. Wie lt Dienstvorschrift hat er die 2 Speicherebene gedrückt und die spuckte das Ergebniss aus. Mehr kann und will ich dazu nicht schreiben. Bin mir sicher Du verstehst das.  :up:
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: denond am 01. August 2020, 09:04:20
Der Fahrer ist übrigens seit Jahren Lehrfahrer und ich kenne Ihn sehr gut. Darec wies für ca. 40m 32km/h auf. Es ging nur um die 32kmh sonst hat der ZK nichts angemerkt. Wie lt Dienstvorschrift hat er die 2 Speicherebene gedrückt und die spuckte das Ergebniss aus. Mehr kann und will ich dazu nicht schreiben. Bin mir sicher Du verstehst das.  :up:

Alles klar...
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: Klingelfee am 01. August 2020, 09:14:06
Gehts noch?  :bh:
Kollege hat einen Fleck wegen 32km/h kassiert. Und es gab keine Gnade deswegen oder irgendeine Einsicht.

Wieso kam es überhaupt zur Beanstandung dieses Fahrers? Kennst du die wahren Gründe für eine Äußerung? Nur wegen der 32 km/h oder waren es mehr? Da muß was anderes der Auslöser gewesen sein, vielleicht stand er wegen anderer Vorfälle schon unter Beobachtung?
Einsicht kann nur vom Fahrer kommen, denn er war um 2 km/h d'rüber (wenn es so stimmt), der Fahrtenschreiber ist gnadenlos...

Mag sein, dass er bei 32 km/h eine Beanstandung bekommen hat, aber dann war das wahrscheinlich in einem Bereich wo eine Höchstgeschwindigkeit <= 25 km/h vorgeschrieben war.

Ich habe schon oft genug solche Schauergeschichten gehört. Und so wie denond geschrieben hat, war es ganz anders.

Oder so wie bei mir, wo ich eine Fahrerin nur auf die Dienstvorschrift hingewiesen hatte. Und schlußendlich hatte sie dann nicht eine Beanstandung, sondern 4 Beanstandungen und 2 Fahrgasbeschwerden wegen dem Vorfall.

Hätte sie sich normal benommen und ihren Fehler eingesehen, dann hätte ich es bei den Hinweis auf die Dienstvorschrift belassen und geschaut, dass ich die beiden Beschwerden noch abwenden.
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: ThomasS am 01. August 2020, 09:16:31
Zwischen Guneschgasse und Gatterburggasse 25km/h ??
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: Schaltkurbel am 01. August 2020, 15:21:45

Mag sein, dass er bei 32 km/h eine Beanstandung bekommen hat, aber dann war das wahrscheinlich in einem Bereich wo eine Höchstgeschwindigkeit <= 25 km/h vorgeschrieben war.

Hätte sie sich normal benommen und ihren Fehler eingesehen, dann hätte ich es bei den Hinweis auf die Dienstvorschrift belassen und geschaut, dass ich die beiden Beschwerden noch abwenden.
Da kann ich dir zu 100% Recht geben. Die Vorgesetzten, selbst wenn sie dem "Beschuldigten" die (richtige) Antwort schon in den Mund legen, beharren sie auf ihren Fehler, sind immer die Bösen und Ungerechten! Wenn dann Dritte ins Spiel kommen - ich hab gehört, von einem der gehört hat ...... - dann kommt der größte Schwachsinn heraus. Kenne ich aus eigener Erfahrung. Da ich die handelnden Personen nicht kenne, wäre alles andere Kaffeesudleserei.
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: haidi am 01. August 2020, 22:26:15
Kollege hat einen Fleck wegen 32km/h kassiert. Und es gab keine Gnade deswegen oder irgendeine Einsicht.
Was steht in der Dienstvorschrift und wie genau misst Darec bzw. der Tacho.
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: Schaltkurbel am 01. August 2020, 23:59:59
Rechtsvorschrift für Straßenbahnverordnung 1999, Fassung vom 26.09.2014:

Zulässige Geschwindigkeiten
§ 53. (1) Die zulässige Höchstgeschwindigkeit für einzelne Strecken oder Streckenabschnitte ergibt sich aus den für den Bau und den Betrieb erforderlichen Genehmigungen.

(2) Beschränkungen der zulässigen Höchstgeschwindigkeit für einzelne Streckenabschnitte sind nach der Bauart der Fahrzeuge und nach den Streckenverhältnissen sowie aus besonderem Anlaß festzulegen. Ständige Beschränkungen der zulässigen Höchstgeschwindigkeit sind der Behörde zur Kenntnis zu bringen.
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: haidi am 02. August 2020, 00:26:50
Wie genau ist die Geschwindigkeitsmessung in den Fahrzeugen?
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: Klingelfee am 02. August 2020, 07:31:17
Wie genau ist die Geschwindigkeitsmessung in den Fahrzeugen?

Da sie geeicht sind, sehr genau. Aber bei Beanstandungen wird so wie bei der Polizei eine Toleranz eingerechnet. Noch dazu, wo man als Straßenbahnfahrer ja nach vorne und nicht immer auf den Tacho schaut.

Und wie ich schon erwähnt habe, ich habe schon öfters von angeblichen Beanstandungen gehört, die entweder gar nicht stattgefunden haben oder ganz anders abgelaufen sind.

Einmal gab es die Beschwerde eines Mitarbeiters, dass die Zivilkontrolle ihn über einen längeren Zeitraum fast täglich kontrolliert. Darauf hin wurden die Tagesberichte der Zivilkontrolle überprüft und festgestellt, dass sich die kein einziges Mal bei ihm am Wagen waren. Ebenso gab es in diesem Zeitraum keine einzige Beanstandungsmeldung über den Mitarbeiter.
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: ThomasS am 02. August 2020, 08:57:33
Wie genau ist die Geschwindigkeitsmessung in den Fahrzeugen?

So genau das es zb eine Handvoll ULF gibt wo du mit 40 in die Ustrab fährst und er auf Anschlag (80km/h) liegt. Über die Weiche mit 50km/h usw. So genau sind sie. Nicht alle wohlgemerkt. Wagenpass wird es vermerkt. 5 Tage später bekommst den gleichen Zug mit genau dem selben Problem.  :up:
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: FromHell am 02. August 2020, 09:24:47
Wenn die Züge stark ins Gleiten kommen, kann es schon einmal passieren, dass die angezeigte Geschwindigkeit am Tacho plötzlich kurz sprungartig nach oben schießt, aber das ist keiner Messungenauigkeit geschuldet, sondern der Tatsache, dass die Drehzahl der Räder sich plötzlich abrupt ändert. Dieses Problem wird die genaueste Messeinrichtung nicht unterbinden können. Aber selbst wenn der Darec das aufzeichnet, sollte man den peakartigen Anstieg und Abfall der aufgezeichneten Geschwindigkeit dementsprechend richtig deuten können. Abgesehen davon wären mir noch nie solche Fehler untergekommen, dass der Tacho extreme Fantasiewerte anzeigt. Und was nicht am Tacho gesehen wird, kann auch nicht am Wagenpass vermerkt werden, da man ja nicht sieht, was genau der Darec aufzeichnet, sondern lediglich den Tacho als Referenz hat...
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: Klingelfee am 02. August 2020, 09:32:52
Wie genau ist die Geschwindigkeitsmessung in den Fahrzeugen?

So genau das es zb eine Handvoll ULF gibt wo du mit 40 in die Ustrab fährst und er auf Anschlag (80km/h) liegt. Über die Weiche mit 50km/h usw. So genau sind sie. Nicht alle wohlgemerkt. Wagenpass wird es vermerkt. 5 Tage später bekommst den gleichen Zug mit genau dem selben Problem.  :up:

Und wenn ich so einen Zug bekomme, dann melde ich ihn zum tauschen. Denn wenn der Tacho mich richtig funktioniert, dann hat er im Verkehr nichts verloren. Und wenn der Tachofehler punktuell auftritt ist es auch wichtig, dass man diese Punkte auch vermerkt.

Denn was soll die Werkstattmittarbeiter, wenn sie die Info bekommen, der Tacho zeigt falsch an und bei einer Testfahrt sind keine Abweichungen erkennbar.
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: FloridsdorferBimler92 am 02. August 2020, 09:34:55
Wenn die Züge stark ins Gleiten kommen, kann es schon einmal passieren, dass die angezeigte Geschwindigkeit am Tacho plötzlich kurz sprungartig nach oben schießt, aber das ist keiner Messungenauigkeit geschuldet, sondern der Tatsache, dass die Drehzahl der Räder sich plötzlich abrupt ändert. Dieses Problem wird die genaueste Messeinrichtung nicht unterbinden können. Aber selbst wenn der Darec das aufzeichnet, sollte man den peakartigen Anstieg und Abfall der aufgezeichneten Geschwindigkeit dementsprechend richtig deuten können. Abgesehen davon wären mir noch nie solche Fehler untergekommen, dass der Tacho extreme Fantasiewerte anzeigt. Und was nicht am Tacho gesehen wird, kann auch nicht am Wagenpass vermerkt werden, da man ja nicht sieht, was genau der Darec aufzeichnet, sondern lediglich den Tacho als Referenz hat...

Also ich hab mal einen E2 gehabt wo der Tacho 50 angezeigt hat aber der Zug weit über 60 gefahren ist so viel dazu
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: Klingelfee am 02. August 2020, 09:48:19
Wenn die Züge stark ins Gleiten kommen, kann es schon einmal passieren, dass die angezeigte Geschwindigkeit am Tacho plötzlich kurz sprungartig nach oben schießt, aber das ist keiner Messungenauigkeit geschuldet, sondern der Tatsache, dass die Drehzahl der Räder sich plötzlich abrupt ändert. Dieses Problem wird die genaueste Messeinrichtung nicht unterbinden können. Aber selbst wenn der Darec das aufzeichnet, sollte man den peakartigen Anstieg und Abfall der aufgezeichneten Geschwindigkeit dementsprechend richtig deuten können. Abgesehen davon wären mir noch nie solche Fehler untergekommen, dass der Tacho extreme Fantasiewerte anzeigt. Und was nicht am Tacho gesehen wird, kann auch nicht am Wagenpass vermerkt werden, da man ja nicht sieht, was genau der Darec aufzeichnet, sondern lediglich den Tacho als Referenz hat...

Also ich hab mal einen E2 gehabt wo der Tacho 50 angezeigt hat aber der Zug weit über 60 gefahren ist so viel dazu

Wie gesagt, wenn man so eine Zug hat, dann gehört er mit der entsprechenden Fehlermeldung in die Werkstätte.  Und das der Darec etwas anderes Aufzeichnet, als der Tacho anzeigt, das halte ich für ein Latrinengerücht. Denn entweder zeichnet Darec auf, oder nicht, aber das der Tacho X anzeigt, und Darec Y aufzeichnet, ist etwas, was ich nicht glaube.
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: FromHell am 02. August 2020, 10:12:58

Also ich hab mal einen E2 gehabt wo der Tacho 50 angezeigt hat aber der Zug weit über 60 gefahren ist so viel dazu

Es kann gut sein, dass Züge mit solchen Problemen unterwegs sind, wie gesagt, mir blieb das bisher zum Glück noch erspart. Aber wenn der Tacho einmal nachweislich eine falsche Geschwindigkeit zeigt, weiß ich auch nicht, inwiefern der Fleck dann wirklich Bestand hätte. Denn Vorsatz kann man dann bei einer eventuell unwissentlichen Geschwindigkeitsübertretung auch nur begrenzt als Vorwand heranziehen - wobei es natürlich auch darauf ankommt, wie groß die Diskrepanz der gemessenen und tatsächlichen Geschwindigkeit war. Hinzu kommt noch, wie Klingelfee erwähnte, dass ich nicht weiß, ob der Darec 1:1 jene Geschwindigkeit aufzeichnet, welche am Tacho steht, oder ob das separat gemessen wird. Falls ersteres der Fall wäre, müsste ja der Darec dann ohnehin bei einem falsch geeichten Tacho ebenfalls die falschen Werte ausspucken...
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: HLS am 02. August 2020, 11:25:54
Also beim Ulf wird nicht die Tachogeschwindigkeit genommen, sondern die vom IBIS, man kann dieses sogar als Fahrer während der Fahrt sich für ein paar Sekunden anzeigen lassen.
Wie jetzt allerdings die Tastenkombination diesbezüglich war, habe ich momentan vergessen, wennsmir einfällt, kann ichs gern nachreichen.

P.S. Auch der Füllungsgrad in % kann man sich anzeigen lassen.
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: haidi am 02. August 2020, 15:16:23
Dann wärs mir egal, was das Darec sagt, der Tacho wäre für mich interessant. Wenn ich eine Beanstandung wegen zu hoher Geschwindigkeit bekäme, würde ich sagen "Der Tacho hat 30 angezeigt, beweist mir was anderes"
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: captainmidnight am 02. August 2020, 15:38:09
Dann wärs mir egal, was das Darec sagt, der Tacho wäre für mich interessant. Wenn ich eine Beanstandung wegen zu hoher Geschwindigkeit bekäme, würde ich sagen "Der Tacho hat 30 angezeigt, beweist mir was anderes"

Würdest Du das auch im Zuge einer Verkehrskontrolle ggü. der Exekutive sagen, wenn sie Dich mit 90 im Ortsgebiet blitzen?
"Sorry, mein Tacho hat nur 45 angezeigt - Kann aber sein, dass er defekt ist."  :bh:
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: Schienenchaos am 02. August 2020, 16:09:17
Dann wärs mir egal, was das Darec sagt, der Tacho wäre für mich interessant. Wenn ich eine Beanstandung wegen zu hoher Geschwindigkeit bekäme, würde ich sagen "Der Tacho hat 30 angezeigt, beweist mir was anderes"

Würdest Du das auch im Zuge einer Verkehrskontrolle ggü. der Exekutive sagen, wenn sie Dich mit 90 im Ortsgebiet blitzen?
"Sorry, mein Tacho hat nur 45 angezeigt - Kann aber sein, dass er defekt ist."  :bh:

Nur hast du beim eigenen Kfz selbst dafür sorge zu tragen, dass es in technisch einwandfreiem Zustand ist. Bei der Straßenbahn ist es der Dienstgeber!
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: haidi am 02. August 2020, 19:05:42
Dann wärs mir egal, was das Darec sagt, der Tacho wäre für mich interessant. Wenn ich eine Beanstandung wegen zu hoher Geschwindigkeit bekäme, würde ich sagen "Der Tacho hat 30 angezeigt, beweist mir was anderes"

Würdest Du das auch im Zuge einer Verkehrskontrolle ggü. der Exekutive sagen, wenn sie Dich mit 90 im Ortsgebiet blitzen?
"Sorry, mein Tacho hat nur 45 angezeigt - Kann aber sein, dass er defekt ist."  :bh:
Auf meinen Tacho muss ich schauen. Bei einem von mir dienstlich genutzten Fahrzeug muss ich annehmen, dass der Fahrzeuginhaber auf den technischen Zustand achtet. Mir gehts aber um den Fall, dass Darec eine höhere Geschwindigkeit speichert als am Tacho angezeigt wird. Wie ich verstanden habe, sollen unterschiedliche Anzeigen möglich sein. Klarerweise kann man das nicht unendlich ausdehnen, aber bis zu plus 10 km/h sind da nicht vorwerfbar.
Titel: Re: Falschparkerproblematik (war: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn))
Beitrag von: Klingelfee am 02. August 2020, 19:22:51
Dann wärs mir egal, was das Darec sagt, der Tacho wäre für mich interessant. Wenn ich eine Beanstandung wegen zu hoher Geschwindigkeit bekäme, würde ich sagen "Der Tacho hat 30 angezeigt, beweist mir was anderes"

Würdest Du das auch im Zuge einer Verkehrskontrolle ggü. der Exekutive sagen, wenn sie Dich mit 90 im Ortsgebiet blitzen?
"Sorry, mein Tacho hat nur 45 angezeigt - Kann aber sein, dass er defekt ist."  :bh:
Auf meinen Tacho muss ich schauen. Bei einem von mir dienstlich genutzten Fahrzeug muss ich annehmen, dass der Fahrzeuginhaber auf den technischen Zustand achtet. Mir gehts aber um den Fall, dass Darec eine höhere Geschwindigkeit speichert als am Tacho angezeigt wird. Wie ich verstanden habe, sollen unterschiedliche Anzeigen möglich sein. Klarerweise kann man das nicht unendlich ausdehnen, aber bis zu plus 10 km/h sind da nicht vorwerfbar.

Und das ist mMn ein Latrinengerücht. Auch wenn der Tacho am ULF die Werte des IBIS-Gerät anzeigt. Das sind mMn die gleichen Werte, die dann auch auf der DAREC aufgezeichnet werden. Hier handelt es sich um geeichte Geräte, die zwar auch einmal einen Fehler haben können, aber dann Werte aufzeichnen, wo man dann auf einen Blick sagen kann, dass die Aufzeichung nicht korrekt ist.