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Straßenbahn Wien => Historisches => Stadtbahn => Thema gestartet von: oldtimer am 05. Juni 2016, 09:13:12

Titel: Bauwerke der Wiener Stadtbahn
Beitrag von: oldtimer am 05. Juni 2016, 09:13:12
Nachdem ich ja quasi der Anstifter war um hier einzelne Threads zu eröffnen, dachte ich, wäre es vielleicht eine gute Idee den Bauwerken der Stadtbahn einen eigenen Thread zu widmen.

Eines jener Stationsgebäude welcher einem Neubau weichen musste war die Haltestelle "Meidling Hauptstraße"

Alfred Cermak fotografierte den Zustand Anfang der 1950er Jahre. Knapp 18 Jahre später waren die Abbrucharbeiten bereits angelaufen. (Archiv ÖNB)

Eine kurze Bilderserie von Norbert Fortelny zeigt den Zustand im Sommer 1968.
Titel: Re: Bauwerke der Wiener Stadtbahn
Beitrag von: Ferry am 05. Juni 2016, 16:11:06
Eine kurze Bilderserie von Norbert Fortelny zeigt den Zustand im Sommer 1968.

Gibt es vielleicht auch Aufnahmen aus dem Inneren des Gebäudes?
Titel: Re: Bauwerke der Wiener Stadtbahn
Beitrag von: martin8721 am 05. Juni 2016, 20:43:40
Gibt es vielleicht auch Aufnahmen aus dem Inneren des Gebäudes?

Hier ist eines dabei!
http://www.tramwayforum.at/index.php?topic=745.msg146729#msg146729 (http://www.tramwayforum.at/index.php?topic=745.msg146729#msg146729)
Titel: Re: Bauwerke der Wiener Stadtbahn
Beitrag von: 18er am 01. November 2016, 19:57:34
Ich habe eine Frage zu den Rundbögen, welche sich zwischen den Stationen der Stadtbahn bzw. heutigen U4 innerhalb der Stützmauern befinden. Auf dem Bild im Anhang kann man diese Bögen rechts sehr gut erkennen. Wozu dien(t)en diese?

[attach=1]
Titel: Re: Bauwerke der Wiener Stadtbahn
Beitrag von: hema am 01. November 2016, 20:05:43
In diese Nischen konnten sich Gleisarbeiter zurückziehen, wenn ein Zug kam.
Titel: Re: Bauwerke der Wiener Stadtbahn
Beitrag von: Ferry am 02. November 2016, 09:15:42
In diese Nischen konnten sich Gleisarbeiter zurückziehen, wenn ein Zug kam.

Häufig wurde dort auch Material und/oder Werkzeug (zwischen)gelagert.
Titel: Re: Bauwerke der Wiener Stadtbahn
Beitrag von: scrat am 02. November 2016, 13:27:23
In diese Nischen konnten sich Gleisarbeiter zurückziehen, wenn ein Zug kam.

Zwischen den Nischen befand sich an der Mauer eine auf - und absteigende weiße Linie, welche den kürzeren Weg zum nächsten Unterstand anzeigte.
Titel: Re: Bauwerke der Wiener Stadtbahn
Beitrag von: hema am 02. November 2016, 13:56:56
Das war sogar phosphorizierende  Leuchtfarbe.
Titel: Re: Bauwerke der Wiener Stadtbahn
Beitrag von: Tramwayhüttl am 02. November 2016, 15:17:24
Diese auf- und ablaufenden Linien gibt es doch häufig auch noch heute bei den ÖBB in Tunnels/Einschnitten, oder?
Titel: Re: Bauwerke der Wiener Stadtbahn
Beitrag von: hema am 03. November 2016, 02:35:03
Ja, auch die Nischen. Aber hier war ja die Frage nach der Stadtbahn!  ;)
Titel: Re: Bauwerke der Wiener Stadtbahn
Beitrag von: Ferry am 03. November 2016, 08:30:31
Zwischen den Nischen befand sich an der Mauer eine auf - und absteigende weiße Linie, welche den kürzeren Weg zum nächsten Unterstand anzeigte.

Wo war das? Daran kann ich mich bei der Stadtbahn eigentlich nicht erinnern. Sehr wohl aber auf der Schnellbahn-Stammstrecke im Tunnel unter dem Südbahnhof. Dort waren die Nischen sogar beleuchtet.
Titel: Re: Bauwerke der Wiener Stadtbahn
Beitrag von: tramway.at am 03. November 2016, 09:38:22
Zwischen den Nischen befand sich an der Mauer eine auf - und absteigende weiße Linie, welche den kürzeren Weg zum nächsten Unterstand anzeigte.

Wo war das? Daran kann ich mich bei der Stadtbahn eigentlich nicht erinnern. Sehr wohl aber auf der Schnellbahn-Stammstrecke im Tunnel unter dem Südbahnhof. Dort waren die Nischen sogar beleuchtet.

Auf der Stadtbahn gabs das - glaube ich - nicht, in meinem Archif findet sich so eine Linie auf keinem einzigen Bild. Aber in ÖBB-Tunnels sehr wohl.
Titel: Re: Bauwerke der Wiener Stadtbahn
Beitrag von: WIENTAL DONAUKANAL am 03. November 2016, 09:52:35
Richtig, auf der Stadtbahn hat es die Fluchtwegbalken für den kürzesten Weg zu den Fluchtnischen nicht gegeben. Wegen der schmalen Straßenbahnfahrzeuge war auch genügend Platz zwischen Wand und Fahrzeug für die Streckenbegeher und somit haten auch die Nischen nicht die Bedeutung wie auf der Vollbahn. Es gab auch miit Hoztüren verschlossene Fluchtnischen für diverse Lagerzwecke.
Titel: Re: Bauwerke der Wiener Stadtbahn
Beitrag von: haidi am 03. November 2016, 10:09:16
Richtig, auf der Stadtbahn hat es die Fluchtwegbalken für den kürzesten Weg zu den Fluchtnischen nicht gegeben. Wegen der schmalen Straßenbahnfahrzeuge war auch genügend Platz zwischen Wand und Fahrzeug für die Streckenbegeher und somit haten auch die Nischen nicht die Bedeutung wie auf der Vollbahn. Es gab auch miit Hoztüren verschlossene Fluchtnischen für diverse Lagerzwecke.
Erbaut wurde die Strecke allerdings als Vollbahn
Titel: Re: Bauwerke der Wiener Stadtbahn
Beitrag von: Wattman am 03. November 2016, 10:10:52
... und bis zur Elektrifizierung (oder, wie es damals explizit hieß, "Elektrisierung" ;D) auch als solche betrieben.
Titel: Re: Bauwerke der Wiener Stadtbahn
Beitrag von: W_E_St am 03. November 2016, 14:33:03
Richtig, auf der Stadtbahn hat es die Fluchtwegbalken für den kürzesten Weg zu den Fluchtnischen nicht gegeben. Wegen der schmalen Straßenbahnfahrzeuge war auch genügend Platz zwischen Wand und Fahrzeug für die Streckenbegeher und somit haten auch die Nischen nicht die Bedeutung wie auf der Vollbahn. Es gab auch miit Hoztüren verschlossene Fluchtnischen für diverse Lagerzwecke.
Erbaut wurde die Strecke allerdings als Vollbahn

Richtig, man könnte allerdings vermuten, dass die Markierungen erst nach Umstellung auf elektrischen Betrieb verpflichtend wurden. Und da war schon genug Sicherheitsraum.

Ich bilde mir ein, dass es immer noch einige mit Türen verschlossene Nischen gibt oder zumindest bis vor kurzem gab, möglicherweise im Bereich Burggasse und vielleicht auch im Tunnel bei Wien Mitte.
Titel: Re: Bauwerke der Wiener Stadtbahn
Beitrag von: Stellwerker am 03. November 2016, 17:25:23
Auf der Tunnelseite Gleis 1 auf der U4 zwischen Stadtpark und Landstraße kann man diese Markierungen, ausgeführt in gelb/schwarz noch zu sehen.
Titel: Re: Bauwerke der Wiener Stadtbahn
Beitrag von: h 3004 am 03. November 2016, 17:39:55
Und die Zugemauerten oder mit Tür verschlossenen knapp vor/nach der Wienflußquerung.
Titel: Re: Bauwerke der Wiener Stadtbahn
Beitrag von: WIENTAL DONAUKANAL am 03. November 2016, 18:21:22
Und die Zugemauerten oder mit Tür verschlossenen knapp vor/nach der Wienflußquerung.

Es gab auch Schaltschränke in den Nischen, es könnte sich hier um den ehemaligen Weichenschaltschrank für die einstige hier im Tunnel situierte Wendeanlage für die Stadtbahn handeln. Das war eine einfache Parallelweichenverbindung beider Verkehrsgleise, von beiden Richtungen nutzbar und durch entsprechende Signale gedeckt.

Noch ein Foto der Hochbahnstation Radetzkyplatz.
Titel: Re: Bauwerke der Wiener Stadtbahn
Beitrag von: W_E_St am 03. November 2016, 21:36:01
Auf der Tunnelseite Gleis 1 auf der U4 zwischen Stadtpark und Landstraße kann man diese Markierungen, ausgeführt in gelb/schwarz noch zu sehen.

Sicher? Gelb/schwarze Markierungen (Schrägstreifen 45 Grad) bedeuten eigentlich Platzmangel neben dem Gleis, also Vorsicht beim Aufenthalt, Gefahr durch vorbeifahrende Züge. Zu bewundern beispielsweise an der Innenseite des Bogens von der Nußdorfer Straße zur Spittelau an jeder Säule.
Titel: Re: Bauwerke der Wiener Stadtbahn
Beitrag von: scrat am 03. November 2016, 22:28:43
Richtig, auf der Stadtbahn hat es die Fluchtwegbalken für den kürzesten Weg zu den Fluchtnischen nicht gegeben. Wegen der schmalen Straßenbahnfahrzeuge war auch genügend Platz zwischen Wand und Fahrzeug für die Streckenbegeher und somit haten auch die Nischen nicht die Bedeutung wie auf der Vollbahn. Es gab auch miit Hoztüren verschlossene Fluchtnischen für diverse Lagerzwecke.

Vielleicht täuscht mich die Erinnerung, aber ich bilde mir ein, diese Markierungen auf der Wientallinie in den Tunnelstrecken gesehen zu haben.
Titel: Re: Bauwerke der Wiener Stadtbahn
Beitrag von: Stellwerker am 03. November 2016, 23:27:28
Sicher? Gelb/schwarze Markierungen (Schrägstreifen 45 Grad) bedeuten eigentlich Platzmangel neben dem Gleis, also Vorsicht beim Aufenthalt, Gefahr durch vorbeifahrende Züge. Zu bewundern beispielsweise an der Innenseite des Bogens von der Nußdorfer Straße zur Spittelau an jeder Säule.

Nachdem ich dort desöfteren 2x täglich vorbeifahre bin ich sicher.
Titel: Re: Bauwerke der Wiener Stadtbahn
Beitrag von: WIENTAL DONAUKANAL am 04. November 2016, 07:44:02
Ihr meint da den >Flackerstreifen<, der hat im Tunnel den Standort eines Hauptsignales angezeigt. Den gab es auch im Tunnel zwischen Westbahnhof und Burggasse.     http://www.strassenbahnjournal.at/wiki/index.php?title=Signale_(Stadtbahn)
Titel: Re: Bauwerke der Wiener Stadtbahn
Beitrag von: W_E_St am 04. November 2016, 10:26:34
Ihr meint da den >Flackerstreifen<, der hat im Tunnel den Standort eines Hauptsignales angezeigt. Den gab es auch im Tunnel zwischen Westbahnhof und Burggasse.     http://www.strassenbahnjournal.at/wiki/index.php?title=Signale_(Stadtbahn)

Leider haut die Forumssoftware den Link zusammen - die zweite Klammer gehört auch noch dazu.

http://www.strassenbahnjournal.at/wiki/index.php?title=Signale_(Stadtbahn) (http://www.strassenbahnjournal.at/wiki/index.php?title=Signale_(Stadtbahn))

Da muss man extre den URL-Tag verwenden, damit das nicht passiert.
Titel: Re: Bauwerke der Wiener Stadtbahn
Beitrag von: Roland19730 am 26. Februar 2017, 08:35:59
Gibt es fotos über die Statbahntation Schottenring und über die provisorische Station Schottenring. Dann noch über die Umsteigstation Schottenring?
Titel: Re: Bauwerke der Wiener Stadtbahn
Beitrag von: darkweasel am 26. Februar 2017, 14:57:03
Gibt es fotos über die Statbahntation Schottenring und über die provisorische Station Schottenring. Dann noch über die Umsteigstation Schottenring?
Hast du die Commons-Kategorie (https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Schottenring_metro_station) schon durchgeschaut? Die Fotos ab "Wien 2006 …" da drin zeigen den Zustand, als U2 und U4 dort nebeneinander hielten. In der Unterkategorie "Vienna Stadtbahn station Schottenring" findest du ein Foto der Stadtbahnstation (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:S_119_Abb_67_Tiefbahnstation_Schottenring.jpg), und eine Kategorie drunter ein paar Pläne derselben (https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Schottenring_-_Stadtbahnhaltestelle_(concept)).
Titel: Re: Bauwerke der Wiener Stadtbahn
Beitrag von: h 3004 am 26. Februar 2017, 15:11:38
Wenn Du hier alle Threads durchackerst, die Linien betreffen (hauptsächlich historische), die neben der Station Schottenring die Hst. hatten (Floridsdorfer bis hin zu L, C, T, A..,B.., 25.. etc.), wirst Du  fündig. Ist halt ein bischen Arbeit.
Titel: Re: Bauwerke der Wiener Stadtbahn
Beitrag von: Roland19730 am 03. März 2017, 09:24:36
Entschuldiung Ich meinte die provisorische Station Schottenring und die Umsteigstaion zwischen Stadtbahn und U4 die ab 3.4.1978 Endstanden war.
Titel: Re: Bauwerke der Wiener Stadtbahn
Beitrag von: sheldor am 02. Juni 2017, 13:15:39
Leider habe ich zu diesem Foto kein Copyright und Datum. Ich vermute einmal das es "kurz" vor der U4 Verlängerung enstanden sein muss.
(c) Kurt Rasmussen, 1976-05-02

Edit: (c) und Datum hinzugefügt
Titel: Re: Bauwerke der Wiener Stadtbahn
Beitrag von: N1 am 02. Juni 2017, 13:26:13
Also kurz (ohne Anführungszeichen) vor der U4-Umstellung wurde das Foto sicher nicht aufgenommen, weil sonst Stromschienen zu sehen wären. Die ursprüngliche Galeriestrecke wurde an dieser Stelle bereits 1973 abgetragen.
Titel: Re: Bauwerke der Wiener Stadtbahn
Beitrag von: tramway.at am 02. Juni 2017, 13:34:03
Leider habe ich zu diesem Foto kein Copyright und Datum. Ich vermute einmal das es "kurz" vor der U4 Verlängerung enstanden sein muss.

Das Foto ist von Kurt Rasmussen, 1976-05-02.
Titel: Re: Bauwerke der Wiener Stadtbahn
Beitrag von: sheldor am 02. Juni 2017, 13:46:24
Danke, tramway.at.

(c) wird hinzugefügt.
Titel: Re: Bauwerke der Wiener Stadtbahn
Beitrag von: nord22 am 24. Juni 2017, 12:26:30
Die Stadtbahnstation Schottenring fiel in den 70er Jahren dem U-Bahnbau zum Opfer. Anbei ein Stimmungsbild mit K 2326 (Foto: H. H. Heider). Der Würstelstand und die Tabak Trafik waren unverzichtbarer Bestandteil des städtischen Lebens.

LG nord22
Titel: Re: Bauwerke der Wiener Stadtbahn
Beitrag von: hema am 24. Juni 2017, 14:22:00
Der Würstelstand und die Tabak Trafik waren unverzichtbarer Bestandteil des städtischen Lebens.

LG nord22
Primärversorgung!  ;)
Titel: Re: Bauwerke der Wiener Stadtbahn
Beitrag von: U4 am 23. Oktober 2017, 17:19:27
ORF Hinweis:
Montag 23.10.2017

kulturMontag   23.10h   
               VPS 2310   
Meilensteine der Wiener Baukunst   
 Otto Wagners visionäre Stadtbahn   
Titel: Re: Bauwerke der Wiener Stadtbahn
Beitrag von: Kanitzgasse am 30. Dezember 2017, 19:20:38
Das typische "Otto-Wagner-Grün" der Stadtbahnstationen ist eine Schöpfung der Nachkriegszeit:
https://bda.gv.at/de/forschung/otto-wagner-gruen/
Titel: Re: Bauwerke der Wiener Stadtbahn
Beitrag von: tramway.at am 30. Dezember 2017, 19:52:23
Das war sicher nicht dunkelgrün :)
Titel: Re: Bauwerke der Wiener Stadtbahn
Beitrag von: 95B am 30. Dezember 2017, 20:41:01
Tja, aber aus Jux und Tollerei wird man sich nicht für Grün entschieden haben. Es muss also auch schon vorher grüne Elemente gegeben haben. Offensichtlich hat man damals aber aus Gründen der Einfachheit entschieden, alles grün anzumalen, was nicht weiß sein soll. Früher hat es da wohl mehr Differenzierung gegeben. Ich kann mir beispielsweise gut vorstellen, dass die Geländer entlang der Strecke früher nicht grün waren, sondern grau, beige, was auch immer. Aber ich glaube, dass es in den Stationen (in manchen, sicher nicht in allen) sehr wohl grüne Elemente gegeben hat.

Eigentlich ein Wahnsinn: Gar nicht so lang her und man weiß darüber vergleichsweise gar nix!
Titel: Re: Bauwerke der Wiener Stadtbahn
Beitrag von: nord22 am 30. Dezember 2017, 20:48:17
Die Aufnahme ist vor der Betriebsaufnahme der Stadtbahn entstanden. Welche Spuren Bremsklotzabrieb, herabtropfendes Öl sowie Rauch und Rußentwicklung der Dampflokomotiven an den Anlagen der Stadtbahn im Regelbetrieb mit seinen dichten Zugsfolgen hinterlassen haben, kann man sich leicht vorstellen.
Der Doppeldom mit Verbinderrohr der Reihe 30 verhinderte auch bei forcierten Anfahrten das Wasserüberreißen - eine wohldurchdachte Konstruktion von Karl Gölsdorf, welche die CSD bei etlichen neuen, in der Zwischenkriegszeit konstruierten Heißdampflokomotiven verwendeten.

nord22
Titel: Re: Bauwerke der Wiener Stadtbahn
Beitrag von: tramway.at am 30. Dezember 2017, 21:09:29
Tja, aber aus Jux und Tollerei wird man sich nicht für Grün entschieden haben.

Du kannst dir die Geringschätzung des Jugendstils schwer vorstellen. Da war wenig stilistischer Feinsinn dabei, außerdem waren die Bauwerke nach dem Krieg ja devastiert. Noch zu meiner Schulzeit Anfang der 80er war Otto Wagner keine Person der Kunstgeschichte. In den 50ern/60ern hat man dann das "Maschinengrün" genommen, das man auf alles gepinselt hat, was aus Eisen war. Nach kunstgeschichtlichen Gerüchten waren die Metallteile der Stationen zu Anfang sogar unterschiedlich bunt! Zur Zeit meiner ersten Stadterforschungen, so mit 14, war das dagegen ein undefinierbares Geschmiere zwischen grün und braun, keinesfalls einheitlich.

Das letzte Bild unten ist zwar wahrscheinlich nachcoloriert (es gab ja auch schon "Autochrome"), aber man hat sich wohl bemüht, akkurat zu arbeiten. Das zeigt auch helle Säulen (im Vergleich zur braunen Veranda)
Titel: Re: Bauwerke der Wiener Stadtbahn
Beitrag von: WIENTAL DONAUKANAL am 30. Dezember 2017, 22:03:20
Ja man hat sich entschieden zu chromoxid grün RAL 6020 und alle begleitende Stadzmöblierung wie Strassenleuchten entlang der Gürtellinie mussten ebenfalls den Farbton erhalten.

Die richtige Bezeichnung für schönbrunnergelb ist >Goldocker<.
Titel: Re: Bauwerke der Wiener Stadtbahn
Beitrag von: 95B am 31. Dezember 2017, 11:18:15
Du kannst dir die Geringschätzung des Jugendstils schwer vorstellen.

Ja, das stimmt.

Aber hier (http://orf.at/stories/2419747/2419744/) ist jetzt ein ausführlicherer Artikel gelandet, der meine Annahme

Tja, aber aus Jux und Tollerei wird man sich nicht für Grün entschieden haben.

stützt. So hat man offensichtlich die Karlsplatzpavillons als Vorbilder für die Farbwahl genommen. Unterm Strich kann man sagen, dass die Stationen der Vorortelinie hinsichtlich der Farbwahl besser restauriert wurden. Ist aber kein Wunder, schließlich sind die nach dem Krieg brachgelegen, daher fand dort die Grünübermalung erst gar nicht statt und die Restauratoren haben ursprünglichere Farben als oberste Schicht entdeckt.

Was aber noch immer nicht gelöst ist: In welchem Zeitraum waren einige Stadtbahnstationen – und welche? – gelb gestrichen?
Titel: Re: Bauwerke der Wiener Stadtbahn
Beitrag von: tramway.at am 31. Dezember 2017, 14:09:47
Allerdings waren die Verkleidungsplatten vom Karlsplatz, als ich sie fand, nicht grün  :P
Titel: Re: Bauwerke der Wiener Stadtbahn
Beitrag von: benkda01 am 31. Dezember 2017, 16:11:30
Verkleidungsplatten vom Karlsplatz
Wow! :o  Verbleib?
Titel: Re: Bauwerke der Wiener Stadtbahn
Beitrag von: Hawk am 31. Dezember 2017, 16:48:29
Verkleidungsplatten vom Karlsplatz
Wow! :o  Verbleib?
Wird in oder bei Auhof gewesen sein?
Titel: Re: Bauwerke der Wiener Stadtbahn
Beitrag von: tramway.at am 31. Dezember 2017, 20:22:39
Die lagen am Rest des Kobingersteges (am Bild in der Mitte zu sehen) und wurden wohl beim Abbruch der ganzen Gegend weggeschmissen.
Titel: Re: Bauwerke der Wiener Stadtbahn
Beitrag von: benkda01 am 31. Dezember 2017, 21:17:35
Die lagen am Rest des Kobingersteges (am Bild in der Mitte zu sehen) und wurden wohl beim Abbruch der ganzen Gegend weggeschmissen.
Ich bin enttäuscht, ich hatte gehofft, du hättest sie gerettet! :o :'(
Titel: Re: Bauwerke der Wiener Stadtbahn
Beitrag von: N1 am 31. Dezember 2017, 22:06:01
Interessant finde ich diese Aussage:
Zitat von: orf.at
Robert Linke, der Leiter des naturwissenschaftlichen Labors des Bundesdenkmalamtes, der das Thema heuer publiziert hat: „Die Untersuchung der Sonnenblumengeländer hat gezeigt, dass sie in 115 Jahren rund 15-mal gestrichen wurden – in einem Zyklus von fünf bis zehn Jahren.“
Das widerspricht irgendwie meinem subjektiven Empfinden, zumindest im Falle der Gürtellinie. Dort herrschten noch bis in die 90er Jahre Sonnenblumengeländer in einem dunkelgraubraunen Farbton vor, die keinesfalls den Eindruck machten, als seien sie fünf bis zehn Jahre davor neu gestrichen worden. Selbst wenn man den Einfluss der Witterung und die Luftverschmutzung ins Kalkül zieht, kann ich mir nicht vorstellen, dass die jemals grün waren. :D

Gerade bei den Geländersanierungen geht man übrigens in zweierlei Hinsicht ahistorisch vor: Es werden nicht nur die Geländer selbst in dem "falschen" Grün gestrichen, sondern auch gleich die Ziegel dazwischen (gemauerte Kamine) und unmittelbar darunter durchgehend durch neue in einem hellen Ziegelrot ersetzt, wiewohl für die Viadukte ursprünglich je nach Ort verschiedene Ziegelfarbtöne von Hellocker bis Dunkelrotbraun verwendet wurden.
Titel: Re: Bauwerke der Wiener Stadtbahn
Beitrag von: tramway.at am 31. Dezember 2017, 23:38:31
Die lagen am Rest des Kobingersteges (am Bild in der Mitte zu sehen) und wurden wohl beim Abbruch der ganzen Gegend weggeschmissen.
Ich bin enttäuscht, ich hatte gehofft, du hättest sie gerettet! :o :'(

Haha, die konnte ich nichtmal bewegen, so schwer und groß waren die!
Titel: Re: Bauwerke der Wiener Stadtbahn
Beitrag von: 18er am 01. Januar 2018, 18:39:18
Die lagen am Rest des Kobingersteges (am Bild in der Mitte zu sehen) und wurden wohl beim Abbruch der ganzen Gegend weggeschmissen.

Bei Wikipedia steht dazu folgendes: "Wegen der Errichtung der dreispurigen Linken Wienzeile in diesem Abschnitt musste der Kobingersteg 1969 abgebrochen werden."
Warum musst der abgerissen werden - der war ja nicht mal im Weg?
Titel: Re: Bauwerke der Wiener Stadtbahn
Beitrag von: tramway.at am 01. Januar 2018, 22:47:39
Bei Wikipedia steht dazu folgendes: "Wegen der Errichtung der dreispurigen Linken Wienzeile in diesem Abschnitt musste der Kobingersteg 1969 abgebrochen werden."
Warum musst der abgerissen werden - der war ja nicht mal im Weg?

Ich nehm mal an, das rasante Fortkommen durfte durch eine Fußgängerkreuzung nicht gebremst werden... Hier im Hintergrund sieht man die Widerlager:
Titel: Re: Bauwerke der Wiener Stadtbahn
Beitrag von: WIENTAL DONAUKANAL am 02. Januar 2018, 00:45:57
Bei Wikipedia steht dazu folgendes: "Wegen der Errichtung der dreispurigen Linken Wienzeile in diesem Abschnitt musste der Kobingersteg 1969 abgebrochen werden."
Warum musst der abgerissen werden - der war ja nicht mal im Weg?

Ich nehm mal an, das rasante Fortkommen durfte durch eine Fußgängerkreuzung nicht gebremst werden... Hier im Hintergrund sieht man die Widerlager:

Die Kaimauer am linken Ufer wurde, wie man an der Mauerung gut erkennen kann, angehoben. Damit hätte man das Tragwerk nochmals anheben müssen. Erstmals wurde das Tragwerk beim Bau der Wientallinie gehoben und dabei entstand die Vorbrücke über die Wientalstrecke und zu beiden Seiten Stiegenaufgänge. Fussgängerübergänge mit Ampel über die Schnellstrasse wollte man nicht haben und beinahe wäre auch der Storchensteg abgebrochen worden, aber Einsprüche beider Bezirke haben das verhindern können.
Titel: Re: Bauwerke der Wiener Stadtbahn
Beitrag von: W_E_St am 15. Januar 2018, 15:01:35
Interessant finde ich diese Aussage:
Zitat von: orf.at
Robert Linke, der Leiter des naturwissenschaftlichen Labors des Bundesdenkmalamtes, der das Thema heuer publiziert hat: „Die Untersuchung der Sonnenblumengeländer hat gezeigt, dass sie in 115 Jahren rund 15-mal gestrichen wurden – in einem Zyklus von fünf bis zehn Jahren.“
Das widerspricht irgendwie meinem subjektiven Empfinden, zumindest im Falle der Gürtellinie. Dort herrschten noch bis in die 90er Jahre Sonnenblumengeländer in einem dunkelgraubraunen Farbton vor, die keinesfalls den Eindruck machten, als seien sie fünf bis zehn Jahre davor neu gestrichen worden. Selbst wenn man den Einfluss der Witterung und die Luftverschmutzung ins Kalkül zieht, kann ich mir nicht vorstellen, dass die jemals grün waren. :D

Gerade bei den Geländersanierungen geht man übrigens in zweierlei Hinsicht ahistorisch vor: Es werden nicht nur die Geländer selbst in dem "falschen" Grün gestrichen, sondern auch gleich die Ziegel dazwischen (gemauerte Kamine) und unmittelbar darunter durchgehend durch neue in einem hellen Ziegelrot ersetzt, wiewohl für die Viadukte ursprünglich je nach Ort verschiedene Ziegelfarbtöne von Hellocker bis Dunkelrotbraun verwendet wurden.

Grüne Ölfarbe und grüner Kunstharzlack vergilben relativ stark (allerdings bei direkter Sonneneinstrahlung weniger als im Dunkeln) und sie bleichen stark aus. Insofern ist graubraun in einer Kombination aus Ausbleichen und Bremsklotzabrieb und Radreifenabrieb (vulgo Rost) als Verwitterungsprodukt von Resedagrün durchaus vorstellbar. Andererseits habe ich auch innen an Türen der Stationsgebäude allerhand sehr eigenartige Lackschichten gefunden, unter anderem ein sehr dunkles Elefantengrau. Vor der Renovierung waren die Stationen ein durchaus interessantes Sammelsurium an abblätternden Lackschichten!

Von Wagner ausgeschrieben waren gelb-weiße Ziegel, wie sie im Bereich Abzweigung Spittelau auch gut sichtbar sind - das ist der einzige Bereich, in dem das Klinkermauerwerk in den letzten Jahrzehnten anständig gereinigt wurde. Im oberen Bereich der Bögen, also dort wo die Witterungseinflüsse am stärksten waren, sieht man dort unregelmäßige Ausbesserungen mit recht dunklen rotbraunen Ziegeln. Anderswo, wo die Ziegel die Patina etlicher Jahrzehnte tragen, muss man schon sehr genau hinschauen um die ursprüngliche hellgelbe Färbung der Ziegel zu erahnen. Ich würde also davon ausgehen, dass die Bögen ursprünglich durchwegs hellgelb waren, passend zu den Natursteinelementen. Zusammen mit den sandfarbenen Geländern muss das ein ziemlich fader Anblick gewesen sein.
Titel: Re: Bauwerke der Wiener Stadtbahn
Beitrag von: 95B am 15. Januar 2018, 15:52:02
Ich würde also davon ausgehen, dass die Bögen ursprünglich durchwegs hellgelb waren, passend zu den Natursteinelementen. Zusammen mit den sandfarbenen Geländern muss das ein ziemlich fader Anblick gewesen sein.

Aber durchaus passend zu den strahlend weißen Stationsgebäuden. Zur Errichtungszeit der Stadtbahn war die Industrieoptik von roten Ziegeln sicher nicht der passende Stil für ein Megaprojekt, das den Gefallen des Kaiserhauses finden musste! Ja, man müsste halt mit der Zeitmaschine ins Jahr 1900 reisen können. :'(
Titel: Re: Bauwerke der Wiener Stadtbahn
Beitrag von: Katana am 25. Januar 2018, 21:43:13
Ein kleiner Artikel (http://www.faz.net/aktuell/technik-motor/technik/historische-stadtbahn-die-wiener-flottgemacht-15408499.html) in der FAZ anlässlich des 100. Todestages von Otto Wagner.

Zu den 5 Bildern (http://www.faz.net/aktuell/technik-motor/technik/historische-stadtbahn-die-wiener-flottgemacht-15408499/bruecke-ueber-die-wienzeile-15408503.html).
Titel: Re: Bauwerke der Wiener Stadtbahn
Beitrag von: 95B am 31. Januar 2018, 10:24:35
Kolorierte Postkarte der Stadtbahnstation Gumpendorfer Straße:

http://see.clubcomputer.at/damals.aspx?moid=18396

Es fällt auf, dass die Stadtbahnbögen weiß belassen wurden, dafür sieht man am Stationsgebäude im Bereich der Fenster rote bzw. braune Elemente. Die Brückengeländer scheinen zwar grün zu sein, die Lok ist es aber auch. Das deutet nach meinem Empfinden eher darauf hin, dass das am ehesten als Grauton interpretiert werden sollte.
Titel: Re: Bauwerke der Wiener Stadtbahn
Beitrag von: tramway.at am 31. Januar 2018, 10:37:15
Mir ist noch was eingefallen - ich denke, die Bögen hatten je nach Ort unterschiedliche Ziegelverblendungen (die nicht großflächig verändert wurden) - die abgetragene Rampe in Meidling war zuletzt ziemlich scheckig, vielleicht waren die ockerfarbenen Ziegel rot glasiert, war bei etlichen aber abgegangen ist?! Oder man hat von Anfang an verwendet, was grad da war?
Titel: Re: Bauwerke der Wiener Stadtbahn
Beitrag von: 95B am 31. Januar 2018, 11:35:47
Mir ist noch was eingefallen - ich denke, die Bögen hatten je nach Ort unterschiedliche Ziegelverblendungen (die nicht großflächig verändert wurden) - die abgetragene Rampe in Meidling war zuletzt ziemlich scheckig, vielleicht waren die ockerfarbenen Ziegel rot glasiert, war bei etlichen aber abgegangen ist?!

Sie waren sicher unterschiedlich und man hat wahrscheinlich auch mit Mustern aus roten und hellen Ziegeln gespielt. Möglicherweise waren die Ziegel ursprünglich alle glasiert, weil das erstens schöner aussah und man zweitens bei der benötigten Menge, die sicher von unterschiedlichen Fabriken bezogen werden musste, einfach unglasiert keine gleichmäßigen Farbtöne erhalten hätte?

Oder man hat von Anfang an verwendet, was grad da war?

Das glaube ich nicht, das wäre eher die heutige Arbeitsweise.
Titel: Re: Bauwerke der Wiener Stadtbahn
Beitrag von: WIENTAL DONAUKANAL am 31. Januar 2018, 11:44:48
Im Sichtbereich wurden Klinkerziegel verbaut. Im Wiener Becken stehen verschiedene Tone an, bevorzugt wurde der Grünton, (Tegel), der einen besonders dichten und dunklen Stein ergab und besonders für Dachziegel geeignet ist. Die Lager am Wienerberg waren so ergiebig, dass man den darüber liegenden gelben Ton verworfen hat. Bei der Behebung von Kriegsschäden hat man sich besonders im Hinterhofbereichen wie Gaudenzdorf oder Heiligenstadt nicht mehr die Mühe gemacht, die noch brauchbaren Altziegel nach Farbe zu sortieren und viele Bögen wurden nur mehr vereinfacht wieder aufgebaut. Dazu kommt, dass ab 1938 nur mehr der etwas kleinere deutsche Einheitsbackstein pruduziert werden durfte und diese beim Wiederaufbau einige Anforderungen an die Maurer bei Anschlussstelen an alte Bausubstanz darstellten.

Foto vom Streckenteil nach Heiligenstadt mit unterschiedlichen Aufbauformen, zum Teil stark vereinfacht.
Titel: Re: Bauwerke der Wiener Stadtbahn
Beitrag von: Ferry am 31. Januar 2018, 15:37:11
Mir ist noch was eingefallen - ich denke, die Bögen hatten je nach Ort unterschiedliche Ziegelverblendungen (die nicht großflächig verändert wurden) - die abgetragene Rampe in Meidling war zuletzt ziemlich scheckig, vielleicht waren die ockerfarbenen Ziegel rot glasiert, war bei etlichen aber abgegangen ist?! Oder man hat von Anfang an verwendet, was grad da war?

Eines weiß ich: solltest du jemals die Absicht haben, von diesen längst nicht mehr existierenden Straßenzügen (bzw. den schon damals teilweise nur mehr vorhandenen Fragmenten) einen Bildband zu machen, werde ich sicher einer der Ersten sein, der ihn kaufen wird!
Titel: Re: Bauwerke der Wiener Stadtbahn
Beitrag von: denond am 31. Januar 2018, 17:06:23
Oder man hat von Anfang an verwendet, was grad da war?

Das glaube ich nicht, das wäre eher die heutige Arbeitsweise.
[/quote]

Aber in den ganzen 70iger und auch zeitigen 80iger-Jahren hatte man es ja mit der Pflege der Stadtbahnbögen, Brücken, Stationsgebäude und Geländer nicht so. Etwas anderes, aber es paßt: Das war ja auch die Zeit, wo die Wr. Staatsoper mehr schwarz als sandsteinfarben (ocker) war.

Daher hat @ tramway.at glaube ich, schon recht damit, daß man alles verwendet hat, was gerade da war. Ich kann mich auch an grau ausgebesserte Brücken-/Geländerabschnitte erinnern (muß Rostschutzfarbe wie bei den OL-Masten gewesen sein), die meisten Geländerabschnitte waren aber eher rostig und mit Bremsstaub braun/silbrig schimmernd bedeckt. Erst mit der Adaptierung der Wiental-Linie auf U-Bahn zwischen Heiligenstadt und Karlsplatz hielt dann das Grün generell Einzug. Ich glaube auch, daß die Linien-Farben-Wahl  Grün und Braun nicht von ungefähr gekommen sind.
Titel: Re: Bauwerke der Wiener Stadtbahn
Beitrag von: nord22 am 09. Februar 2018, 21:52:14
Die Stadtbahnstation Josefstädter Straße machte im Jänner 2004 einen recht heruntergekommenen Eindruck. Schwere Korrosionsschäden an den Stahlträgern der Bahnsteige mit substanzieller Gefährdung der statischen Stabilität des Bauwerks machten 2011 eine aufwändige Generalsanierung erforderlich (Foto: Nei Tech).

nord22
Titel: Re: Bauwerke der Wiener Stadtbahn
Beitrag von: tramway.at am 10. Februar 2018, 11:48:04
Die Stadtbahnstation Josefstädter Straße machte im Jänner 2004 einen recht heruntergekommenen Eindruck. Schwere Korrosionsschäden an den Stahlträgern der Bahnsteige mit substanzieller Gefährdung der statischen Stabilität des Bauwerks machten 2011 eine aufwändige Generalsanierung erforderlich (Foto: Nei Tech).

Ja, die Station steht auf einer Kuppe, die in beide Richtungen leicht rutscht, daher die ständigen Schäden (die wieder auftreten werden)
Titel: Re: Bauwerke der Wiener Stadtbahn
Beitrag von: 95B am 10. Februar 2018, 13:17:01
Die Stadtbahnstation Josefstädter Straße machte im Jänner 2004 einen recht heruntergekommenen Eindruck. Schwere Korrosionsschäden an den Stahlträgern der Bahnsteige mit substanzieller Gefährdung der statischen Stabilität des Bauwerks machten 2011 eine aufwändige Generalsanierung erforderlich (Foto: Nei Tech).

Ja, die Station steht auf einer Kuppe, die in beide Richtungen leicht rutscht, daher die ständigen Schäden (die wieder auftreten werden)

Außer man hat bei der Renovierung das ganze Gebäude innerlich mit Stahlseilen verfestigt, quasi zusammengeschnürt.
Titel: Re: Bauwerke der Wiener Stadtbahn
Beitrag von: W_E_St am 15. Februar 2018, 15:06:54
Mein EIndruck ist schon eher, dass die Bögen ursprünglich mit hellgelben Klinkerziegeln gemauert waren und dann bei Frostabplatzungen und anderen Schäden mit relativ dunkel bräunlichen Ziegeln ausgebessert wurde. Aber ich mag mich täuschen!

Die Station Gumpendorfer Straße ist übrigens schon wieder in schaurigem Zustand (insbesondere der Fassadenputz) und bei den Stiegenaufgängen zu den Bahnsteigen sind tiefe "Probegrabungen" zu sehen - ich nehme an um zu eruieren wie tief die Steinstufen in die Mauer eingelassen sind. Bei einem dieser Probelöcher sieht man durch die Fassade nach draußen.
Titel: Re: Bauwerke der Wiener Stadtbahn
Beitrag von: 95B am 15. Februar 2018, 16:18:05
Mein EIndruck ist schon eher, dass die Bögen ursprünglich mit hellgelben Klinkerziegeln gemauert waren und dann bei Frostabplatzungen und anderen Schäden mit relativ dunkel bräunlichen Ziegeln ausgebessert wurde. Aber ich mag mich täuschen!

Das kann gut sein, nachdem ich mir vorstellen kann, dass die hellgelben Klinker durch die damaligen städtischen Abgase in wenigen Jahren sehr dunkel geworden sind, sodass neue braune Ziegel besser dazugepasst haben als helle.
Titel: Re: Bauwerke der Wiener Stadtbahn
Beitrag von: Jeremy am 28. März 2018, 01:23:56
Ich hätte eine Frage an die Zeitzeugen (mit meinem Jahrgang 1984 hab ich dieses Gebäude nicht mehr mitgekriegt) ... dieses Foto von Kurt Rasmussen (Quelle (http://www.bahnbilder.de/bild/oesterreich~stadtverkehr~strasenbahn-wien/790756/wien-wvb-das-aufnahmegebaeude-der-stadtbahnstation.html)) vom 21. Juli 1974 soll ein Aufnahmegebäude der Stadtbahn in Hütteldorf darstellen. Dieses Gebäude besteht heute bestimmt nicht mehr ... aber ich kann nicht visualisieren, wo es stand. Keine Spur von den Otto Wagner-Fassaden des Bahnhofs; was ist das für ein Steg, zu dem die Treppe hochführt?

Am ehesten kann ich mir noch vorstellen, dass es irgendwo im Gebiet der heutigen Abstellhalle stand (siehe Anhang #2), und dass der Steg über die Gleise führte. Aber auf diesen Bildern (https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Vienna_Stadtbahn_station_H%C3%BCtteldorf-Hacking) ist nirgends ein solcher Steg zu sehen ...
Titel: Re: Bauwerke der Wiener Stadtbahn
Beitrag von: Linie106 am 28. März 2018, 07:15:09
aber ich kann nicht visualisieren, wo es stand.

glaube mit dem Planausschnitt des Kulturgut-Plans (Plan 1946) ist alles gesagt. Der Bau, den du meinst, stand an der Hackinger Straße (heute Hadikgasse). Der Steg ist der Hackinger Steg über den Wienfluss.
Ich glaube, das alte Aufnahmsgebäude der Wiener Elektrischen Stadtbahn dürfte abgerissen worden sein, als die U4 Hütteldorf erreichte und man dort die neue (heutige) Haltestelle baute...
Titel: Re: Bauwerke der Wiener Stadtbahn
Beitrag von: Klingelfee am 28. März 2018, 07:33:40
aber ich kann nicht visualisieren, wo es stand.

glaube mit dem Planausschnitt des Kulturgut-Plans (Plan 1946) ist alles gesagt. Der Bau, den du meinst, stand an der Hackinger Straße (heute Hadikgasse). Der Steg ist der Hackinger Steg über den Wienfluss.
Ich glaube, das alte Aufnahmsgebäude der Wiener Elektrischen Stadtbahn dürfte abgerissen worden sein, als die U4 Hütteldorf erreichte und man dort die neue (heutige) Haltestelle baute...

Das kann nicht nicht glauben. Denn wenn du die beiden Planausschnitte vergleichst, dann ist das von dir markierte Gebäude auch noch das heutige Stationsgebäude.

Vergleiche einmal Standort und Form der beiden Bauten.
Titel: Re: Bauwerke der Wiener Stadtbahn
Beitrag von: Linie106 am 28. März 2018, 07:46:34
Man merkt dass ich kaum in Hütteldorf bin.

Tatsächlich -

dann müssts aber auf dem Planausschnitt rechts davon der Zugang zur Stadtbahnschleife sein, dh die "Location" war trotzdem richtig.
Titel: Re: Bauwerke der Wiener Stadtbahn
Beitrag von: tramway.at am 28. März 2018, 07:47:22
nein, das eingekreiste ist das noch heute bestehende Aufnahmegebäude. Das aus 1925 stand 90° rechts davon. Auf dem WiLi-Foto sieht man links oben die ebenfalls noch heute bestehende Außenwand der Station. Eine ähnliche Situation übrigens in Heiligenstadt - dort stand das Gebäude rechts vom heutigen Eingang, den Zugangstunnel sieht man noch.
Titel: Re: Bauwerke der Wiener Stadtbahn
Beitrag von: haidi am 28. März 2018, 09:13:31
Für mich ist da einiges unklar:
Das Aufnahmegebäude auf dem Foto ist auf deinem Planausschnitt das "Aufnahmsgebäude der Stadtbahn" mit der Front in annähernd Nord-Süd-Richtung. Auf dem Foto sieht man auch die barackenartige hölzerne Wand des Bahnsteigs
Der Steg auf dem Foto kann dann nicht der Hackinger Steg sein, da müsste das Aufnahmegebäude mit der Rückseite zur heutigen Hadikgasse stehen. Auf den Kriegssachschäden 1946 endet der Hackinger Steg ja im Rücken des Fotografens.

Zu deinem Bild vom Aufnahmegebäude Hütteldorf:
Das Gebäude, das links vom Aufnahmegebäude zu sehen ist, findet sich weder auf dem Kriegssachschäden 1946 noch auf deinem Planausschnitt. Ich denke, das ist die Bahnsteigrückwand des südlichsten BAhnsteiges, der Bauteil am Ende der Bahnsteigrückwand ist auf deinem Plan nur mit 4 rechteckigen "Säulen" eingezeichnet und nicht als Gebäude.

Bleibt also die Frage, was ist das für ein Steg.
Titel: Re: Bauwerke der Wiener Stadtbahn
Beitrag von: schaffnerlos am 28. März 2018, 09:30:10
Bleibt also die Frage, was ist das für ein Steg.

Das muss eh der Hackinger Steg sein. Auf den Plänen ist noch der alte Übergang eingezeichnet, der Steg wurde etwas östlicher errichtet.
Titel: Re: Bauwerke der Wiener Stadtbahn
Beitrag von: haidi am 28. März 2018, 10:20:08
Dann müsste es zwischen dem Steg auf dem Kriegsachschadenplan von 1946 (der auf einem Plan aus den 30ern aufsetzt und dem heutigen Hackinger Steg eine weitere Brücke gegeben haben. Der heutige Steg passt weder geographisch noch von der Bautechnik her zu dem auf dem Bild.
Titel: Re: Bauwerke der Wiener Stadtbahn
Beitrag von: benkda01 am 28. März 2018, 10:26:21
Auf dem WiLi-Foto
Auf welchem WiLi-Foto? ???
Titel: Re: Bauwerke der Wiener Stadtbahn
Beitrag von: schaffnerlos am 28. März 2018, 10:31:50
Dann müsste es zwischen dem Steg auf dem Kriegsachschadenplan von 1946 (der auf einem Plan aus den 30ern aufsetzt und dem heutigen Hackinger Steg eine weitere Brücke gegeben haben. Der heutige Steg passt weder geographisch noch von der Bautechnik her zu dem auf dem Bild.

Der Steg wurde 1966 neu gebaut und Anfang der 90er-Jahre umgestaltet. Dabei wurde der im Bild sichtbare Abgang weggerissen und samt Aufzug neu errichtet, außerdem kam ein Wetterschutz aus Glas dazu. Was dich vielleicht irritiert ist der im Bild sichtbare frühere Verbindungssteg zum Stadtbahn-Bahnsteig – den gibt es natürlich nicht mehr. Der Steg selbst ist im Bild nicht zu sehen.
Titel: Re: Bauwerke der Wiener Stadtbahn
Beitrag von: haidi am 28. März 2018, 11:21:51
Jetzt erkenne ich auch den Sinn des Wegweiser, dessen Rücksseite zu sehen ist, der Hackinger Steg dürfte nach dem Aufgang nicht sichtbar nach Rechts weggehen, der Wegweiser dürfte nach Hacking zeigen.
Titel: Re: Bauwerke der Wiener Stadtbahn
Beitrag von: schaffnerlos am 28. März 2018, 11:32:13
Jetzt erkenne ich auch den Sinn des Wegweiser, dessen Rücksseite zu sehen ist, der Hackinger Steg dürfte nach dem Aufgang nicht sichtbar nach Rechts weggehen, der Wegweiser dürfte nach Hacking zeigen.

Das Schild dürfte den Weg zum Jugendgästehaus in der Schlossberggasse zeigen.
Titel: Re: Bauwerke der Wiener Stadtbahn
Beitrag von: michael-h am 28. März 2018, 11:41:22
Ich hoffe, ich bringe Klarheit in die Sache und verwirre jetzt nicht endgültig   ::)

Der Hackinger Steg wurde 1966 in Stahlbetonbauweise in veränderter Lage neu errichtet. Auf dem historischen Plan ist jedoch noch der alte Hackinger Steg eingezeichnet.
Der Stiegenaufgang rechts im Bild ist der alte Aufgang zum neuen Hackinger Steg, der später durch einen Lift und einen geänderten Stiegenaufgang ersetzt wurde.
Der rechts im Hintergrund sichtbare Steg ist die ehemalige Verbindungsbrücke zwischen dem neuen Hackinger Steg und dem Stadtbahnbahnsteig. Man wollte den Leuten damit zweimaliges Stiegensteigen ersparen, da das Niveau des neuen Hackinger Steges und des Stadtbahnbahnsteigs ungefähr gleich hoch war.

LG Michi
Titel: Re: Bauwerke der Wiener Stadtbahn
Beitrag von: Jeremy am 28. März 2018, 11:54:31
Besten Dank - das schafft tatsächlich Klarheit :-)
Titel: Re: Bauwerke der Wiener Stadtbahn
Beitrag von: martin8721 am 08. Mai 2018, 13:48:15
Am Sonntag wurde in der ORF-Sendung Panorama ein interessanter Beitrag über die Geringschätzung und den Verfall des Wiener Jugendstils in den 60er-Jahren ausgestrahlt. Dabei war auch die Stadtbahn zu sehen, unter anderem die alte Station Meidling Hauptstraße im Jahr 1968, kurz vor dem Abbruch.
Hier der Link (nur noch 4 Tage abrufbar):

http://tvthek.orf.at/profile/Panorama/2226649/Panorama/13975821/1968-Wiens-Jugendstilbauten/14295596 (http://tvthek.orf.at/profile/Panorama/2226649/Panorama/13975821/1968-Wiens-Jugendstilbauten/14295596)
Titel: Re: Bauwerke der Wiener Stadtbahn
Beitrag von: tramway.at am 08. Mai 2018, 14:14:43
In "Forum Mobil" haben wir ausnahmsweise eine Fotodoppelseite gemacht und sie Otto Wagner gewidmet:
Titel: Re: Bauwerke der Wiener Stadtbahn
Beitrag von: pronay am 08. Mai 2018, 15:39:48
Apropos "Revitalisierung der Stadtbahn-Mittelzone": Mit ein Grund, warum aus den Bögen so schwer etwas zu machen ist, dürfte die Tatsache sein, dass es dort weder Wasser- noch Kanalanschluss gibt — ohne diese Infrastruktur geht da also tatsächlich kaum was. (Das war vor Jahren so, ob's heute immer noch so ist, entzieht sich meiner Kenntnis.)
Titel: Re: Bauwerke der Wiener Stadtbahn
Beitrag von: Linie106 am 09. Mai 2018, 08:59:27
darf ich hier mal frech was fragen? Hier gibt es doch einige Leute, die die Stadtbahn ja noch persönlich erlebt haben (ich leider nicht mehr)
....

wie sah eigentlich die Hst. Michelbeuern früher aus?
Ich weiß, dass die Stadtbahn dort Holzwagenhallen hatte; aber wie sah die Personenhaltestelle aus? Gab es überhaupt so eine?

–- zur Dampfstadtbahnzeit gab es zumindest den Bf. Michelbeuern und der 18G wendete auch in Michelbeuern, also nehm ich an, muss es da eine Hst. gegeben haben. Ich bin aber so die heutige Haltestelle mit Fußgängersteg zum AKH gewohnt, dass ich mir gar nicht vorstellen kann, wie die aussah.
Hat jemand vielleicht Bilder?
Titel: Re: Bauwerke der Wiener Stadtbahn
Beitrag von: coolharry am 09. Mai 2018, 09:22:18
darf ich hier mal frech was fragen? Hier gibt es doch einige Leute, die die Stadtbahn ja noch persönlich erlebt haben (ich leider nicht mehr)
....

wie sah eigentlich die Hst. Michelbeuern früher aus?
Ich weiß, dass die Stadtbahn dort Holzwagenhallen hatte; aber wie sah die Personenhaltestelle aus? Gab es überhaupt so eine?

–- zur Dampfstadtbahnzeit gab es zumindest den Bf. Michelbeuern und der 18G wendete auch in Michelbeuern, also nehm ich an, muss es da eine Hst. gegeben haben. Ich bin aber so die heutige Haltestelle mit Fußgängersteg zum AKH gewohnt, dass ich mir gar nicht vorstellen kann, wie die aussah.
Hat jemand vielleicht Bilder?

Vorher war da nicht viel. Ein Frachtenbahnhof. Dann Betriebsbahnhof und seit 1987 so wie er jetzt da steht.
https://de.wikipedia.org/wiki/U-Bahn-Station_Michelbeuern (https://de.wikipedia.org/wiki/U-Bahn-Station_Michelbeuern)
Titel: Re: Bauwerke der Wiener Stadtbahn
Beitrag von: tramway.at am 09. Mai 2018, 09:23:42
darf ich hier mal frech was fragen? Hier gibt es doch einige Leute, die die Stadtbahn ja noch persönlich erlebt haben (ich leider nicht mehr)

Die gab es nicht im Personenverkehr. Zu Dampfzeiten war das quasi ein Güterbahnhof, in den 1920er Jahren wurden die hölzernen Abstellhallen gebaut.
Titel: Re: Bauwerke der Wiener Stadtbahn
Beitrag von: Klingelfee am 09. Mai 2018, 10:01:13
darf ich hier mal frech was fragen? Hier gibt es doch einige Leute, die die Stadtbahn ja noch persönlich erlebt haben (ich leider nicht mehr)
....

wie sah eigentlich die Hst. Michelbeuern früher aus?
Ich weiß, dass die Stadtbahn dort Holzwagenhallen hatte; aber wie sah die Personenhaltestelle aus? Gab es überhaupt so eine?

–- zur Dampfstadtbahnzeit gab es zumindest den Bf. Michelbeuern und der 18G wendete auch in Michelbeuern, also nehm ich an, muss es da eine Hst. gegeben haben. Ich bin aber so die heutige Haltestelle mit Fußgängersteg zum AKH gewohnt, dass ich mir gar nicht vorstellen kann, wie die aussah.
Hat jemand vielleicht Bilder?

Die Station gab es früher nicht. Die Züge begannen oder endeten in der Alser Straße. Ebenso war die Personalablöse in der Station Alser Straße
Titel: Re: Bauwerke der Wiener Stadtbahn
Beitrag von: h 3004 am 09. Mai 2018, 13:39:23
Und dann gab es noch die 18G-Schleife in der Nähe. Und das AKH war auch nicht da.
Titel: Re: Bauwerke der Wiener Stadtbahn
Beitrag von: Ferry am 09. Mai 2018, 13:40:04
Und dann gab es noch die 18G-Schleife in der Nähe. Und das AKH war auch nicht da.

Aber dafür der Achter!
Titel: Re: Bauwerke der Wiener Stadtbahn
Beitrag von: Z-TW am 09. Mai 2018, 13:46:55
Und dann gab es noch die 18G-Schleife in der Nähe. Und das AKH war auch nicht da.

Aber dafür der Achter!

Bitter notwendig wäre der! Aber ich wiederhole mich....
Titel: Re: Bauwerke der Wiener Stadtbahn
Beitrag von: nord22 am 15. Juli 2018, 22:25:26
Anbei eine Aufnahme des Ensembles aus Stadtbahnstation Hietzing und Kaiser Franz Josef Brücke von 1909. Der Bau der Wendeanlage anlässlich der Elektrifizierung der Stadtbahn brachte die erste größere Veränderung in diesem Bereich. Anfang der 60er Jahre wurde dieses Ensemble dem Autowahn der Ära Jonas geopfert; zahlreiche weitere Verbrechen dieser Art folgten in dichten zeitlichen Abständen ...

nord22 
Titel: Re: Bauwerke der Wiener Stadtbahn
Beitrag von: tramway.at am 15. Juli 2018, 22:54:25
Anbei eine Aufnahme des Ensembles aus Stadtbahnstation Hietzing und Kaiser Franz Josef Brücke von 1909. Der Bau der Wendeanlage anlässlich der Elektrifizierung der Stadtbahn brachte die erste größere Veränderung in diesem Bereich.

Wie weit hing dieser Umbau eigentlich mit der geplanten Rampe zur Ausleitung der Linie Richtung Mauer zusammen? Die Ausfahrt für den 18G war ja auch ein Eingriff um 1925.
Titel: Re: Bauwerke der Wiener Stadtbahn
Beitrag von: W_E_St am 10. Mai 2019, 20:11:38
Der 18G wendete streng genommen nicht in Michelbeuern, sondern wechselte dort auf das Straßenbahnnetz und hatte eine Schleife unter der Trasse bei der Severingasse. Er wechselte von der Stadtbahn auf den äußeren Gürtel, bog rechts unter die Trasse ab und fuhr nach einem Bogen auf einem nicht mehr existenten Gleis am inneren Gürtel zurück nach Michelbeuern, wo er ungefähr auf halber Höhe des Betriebsgebäudes (zwischen Kreuzgasse und Antonigasse) auf die Stadtbahn zurückkam.

https://www.wien.gv.at/kulturportal/public/grafik.aspx?bookmark=ycVMRmRGQ0Z-cILtDsAktQxwpAtZGVBFvuBteonQ1N1C4dSRsFhqUJA-b-b

Die Ausfädelung muss diesem Plan nach relativ mühsam gewesen sein (Zurückschieben auf den Gürtel, dann erneut Fahrtrichtung ändern und auf der Straße wieder nach Norden fahren).
Titel: Re: Bauwerke der Wiener Stadtbahn
Beitrag von: Klingelfee am 10. Mai 2019, 20:17:47
Der 18G wendete streng genommen nicht in Michelbeuern, sondern wechselte dort auf das Straßenbahnnetz und hatte eine Schleife unter der Trasse bei der Severingasse. Er wechselte von der Stadtbahn auf den äußeren Gürtel, bog rechts unter die Trasse ab und fuhr nach einem Bogen auf einem nicht mehr existenten Gleis am inneren Gürtel zurück nach Michelbeuern, wo er ungefähr auf halber Höhe des Betriebsgebäudes (zwischen Kreuzgasse und Antonigasse) auf die Stadtbahn zurückkam.

https://www.wien.gv.at/kulturportal/public/grafik.aspx?bookmark=ycVMRmRGQ0Z-cILtDsAktQxwpAtZGVBFvuBteonQ1N1C4dSRsFhqUJA-b-b

Die Ausfädelung muss diesem Plan nach relativ mühsam gewesen sein (Zurückschieben auf den Gürtel, dann erneut Fahrtrichtung ändern und auf der Straße wieder nach Norden fahren).

Also wenn ich mir den Plan so anschaue, dann würde ich eher sagen, er ist nach der Alser Straße auf den Gürtel ausgefahren, dann den Gürtel bis zur Severingasse gefahren um dann am Aussengürtel wieder auf Höhe der heutigen Station Michelbeuern Richtung Süden sich einzufädeln.

Denn du darfst dabei auch nicht vergessen, dass in dieser Zeit noch Linksverkehr sowohl auf der Stadtbahn, als auch im Straßenverkehr war.
Titel: Re: Bauwerke der Wiener Stadtbahn
Beitrag von: fastpage am 10. Mai 2019, 20:53:34
Also bei der Schuhmanngasse?
Titel: Re: Bauwerke der Wiener Stadtbahn
Beitrag von: Klingelfee am 10. Mai 2019, 20:57:32
Also bei der Schuhmanngasse?

Würde ich einmalsagen, wenn ich mir die historische Pläne anschaue. Denn ich kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass der 18G noch dazu am Gürtel 2x rangiert hat. Da hat man eher noch am Bahnhofsgelände umgekuppelt. Was eher üblich war.
Titel: Re: Bauwerke der Wiener Stadtbahn
Beitrag von: WIENTAL DONAUKANAL am 10. Mai 2019, 21:04:58
Der 18G wendete streng genommen nicht in Michelbeuern, sondern wechselte dort auf das Straßenbahnnetz und hatte eine Schleife unter der Trasse bei der Severingasse. Er wechselte von der Stadtbahn auf den äußeren Gürtel, bog rechts unter die Trasse ab und fuhr nach einem Bogen auf einem nicht mehr existenten Gleis am inneren Gürtel zurück nach Michelbeuern, wo er ungefähr auf halber Höhe des Betriebsgebäudes (zwischen Kreuzgasse und Antonigasse) auf die Stadtbahn zurückkam.

https://www.wien.gv.at/kulturportal/public/grafik.aspx?bookmark=ycVMRmRGQ0Z-cILtDsAktQxwpAtZGVBFvuBteonQ1N1C4dSRsFhqUJA-b-b

Die Ausfädelung muss diesem Plan nach relativ mühsam gewesen sein (Zurückschieben auf den Gürtel, dann erneut Fahrtrichtung ändern und auf der Straße wieder nach Norden fahren).

Das war nicht mühsam, an den Schnittstellen von Hoch- zu Tieflage des Bahnhofsgelände verliess der 18G die Stadtbahn.

https://www.tramwayforum.at/index.php?topic=313.0
Titel: Re: Bauwerke der Wiener Stadtbahn
Beitrag von: 4463 am 11. Mai 2019, 14:42:07
Die Ausfädelung muss diesem Plan nach relativ mühsam gewesen sein (Zurückschieben auf den Gürtel, dann erneut Fahrtrichtung ändern und auf der Straße wieder nach Norden fahren).

Das war nicht mühsam, an den Schnittstellen von Hoch- zu Tieflage des Bahnhofsgelände verliess der 18G die Stadtbahn.

https://www.tramwayforum.at/index.php?topic=313.0
Das ist auf dem von WeST verlinken Plan ohnehin gut zu sehen - noch besser in Antwort 8 des von WD verlinkten Threads. Die Veebindung am Außengürtel war dort, wo sich heute die Einfahrt für Gummiradler befindet, also unterhalb vom Anton-Baumann-Park.
Titel: Re: Bauwerke der Wiener Stadtbahn
Beitrag von: W_E_St am 16. Mai 2019, 19:05:39
Der 18G wendete streng genommen nicht in Michelbeuern, sondern wechselte dort auf das Straßenbahnnetz und hatte eine Schleife unter der Trasse bei der Severingasse. Er wechselte von der Stadtbahn auf den äußeren Gürtel, bog rechts unter die Trasse ab und fuhr nach einem Bogen auf einem nicht mehr existenten Gleis am inneren Gürtel zurück nach Michelbeuern, wo er ungefähr auf halber Höhe des Betriebsgebäudes (zwischen Kreuzgasse und Antonigasse) auf die Stadtbahn zurückkam.

https://www.wien.gv.at/kulturportal/public/grafik.aspx?bookmark=ycVMRmRGQ0Z-cILtDsAktQxwpAtZGVBFvuBteonQ1N1C4dSRsFhqUJA-b-b

Die Ausfädelung muss diesem Plan nach relativ mühsam gewesen sein (Zurückschieben auf den Gürtel, dann erneut Fahrtrichtung ändern und auf der Straße wieder nach Norden fahren).

Also wenn ich mir den Plan so anschaue, dann würde ich eher sagen, er ist nach der Alser Straße auf den Gürtel ausgefahren, dann den Gürtel bis zur Severingasse gefahren um dann am Aussengürtel wieder auf Höhe der heutigen Station Michelbeuern Richtung Süden sich einzufädeln.

Denn du darfst dabei auch nicht vergessen, dass in dieser Zeit noch Linksverkehr sowohl auf der Stadtbahn, als auch im Straßenverkehr war.

Wie kommst du auf die Idee? Gerade im Linksverkehr war das stadtauswärtige Streckengleis der Stadtbahn jenes Richtung Heiligenstadt und das stadteinwärtige Richtung Meidling. Nur die eigentliche Ausfädelung habe ich übersehen (siehe Beitrag von 4463) weil ich zu weit nördlich gesucht habe.
Titel: Re: Bauwerke der Wiener Stadtbahn
Beitrag von: win22 am 17. Mai 2019, 15:12:40
Ich hätte eine Frage an die Zeitzeugen (mit meinem Jahrgang 1984 hab ich dieses Gebäude nicht mehr mitgekriegt) ... dieses Foto von Kurt Rasmussen (Quelle (http://www.bahnbilder.de/bild/oesterreich~stadtverkehr~strasenbahn-wien/790756/wien-wvb-das-aufnahmegebaeude-der-stadtbahnstation.html)) vom 21. Juli 1974 soll ein Aufnahmegebäude der Stadtbahn in Hütteldorf darstellen. Dieses Gebäude besteht heute bestimmt nicht mehr ... aber ich kann nicht visualisieren, wo es stand. Keine Spur von den Otto Wagner-Fassaden des Bahnhofs; was ist das für ein Steg, zu dem die Treppe hochführt?
Am ehesten kann ich mir noch vorstellen, dass es irgendwo im Gebiet der heutigen Abstellhalle stand (siehe Anhang #2), und dass der Steg über die Gleise führte. Aber auf diesen Bildern (https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Vienna_Stadtbahn_station_H%C3%BCtteldorf-Hacking) ist nirgends ein solcher Steg zu sehen ...

Ich denke ich bin auf diesem Steg vor 38 Jahren gestanden.
Titel: Re: Bauwerke der Wiener Stadtbahn
Beitrag von: 4463 am 17. Mai 2019, 15:27:40
Ich denke ich bin auf diesem Steg vor 38 Jahren gestanden.
Und schon damals haben die Rapid-Fans ihre Tags in der Öffentlichkeit angebracht (3. Bild). ;D
Titel: Re: Bauwerke der Wiener Stadtbahn
Beitrag von: W_E_St am 17. Mai 2019, 18:59:14
Ich hätte eine Frage an die Zeitzeugen (mit meinem Jahrgang 1984 hab ich dieses Gebäude nicht mehr mitgekriegt) ... dieses Foto von Kurt Rasmussen (Quelle (http://www.bahnbilder.de/bild/oesterreich~stadtverkehr~strasenbahn-wien/790756/wien-wvb-das-aufnahmegebaeude-der-stadtbahnstation.html)) vom 21. Juli 1974 soll ein Aufnahmegebäude der Stadtbahn in Hütteldorf darstellen. Dieses Gebäude besteht heute bestimmt nicht mehr ... aber ich kann nicht visualisieren, wo es stand. Keine Spur von den Otto Wagner-Fassaden des Bahnhofs; was ist das für ein Steg, zu dem die Treppe hochführt?
Am ehesten kann ich mir noch vorstellen, dass es irgendwo im Gebiet der heutigen Abstellhalle stand (siehe Anhang #2), und dass der Steg über die Gleise führte. Aber auf diesen Bildern (https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Vienna_Stadtbahn_station_H%C3%BCtteldorf-Hacking) ist nirgends ein solcher Steg zu sehen ...

Ich denke ich bin auf diesem Steg vor 38 Jahren gestanden.

Das dritte Bild mit den hellgrauen Fenstern ist vermutlich sehr nah am Originaleindruck der Stationsgebäude! Ziemlich fader Brei!
Titel: Re: Bauwerke der Wiener Stadtbahn
Beitrag von: tramway.at am 17. Mai 2019, 20:55:28
Das dritte Bild mit den hellgrauen Fenstern ist vermutlich sehr nah am Originaleindruck der Stationsgebäude! Ziemlich fader Brei!

Au contraire! Das dritte Bild zeigt den Neubau der heutigen U4-Station, die alte Station wurde ja durch einen Betonneubau mit angepasster Fassade ersetzt.
Titel: Re: Bauwerke der Wiener Stadtbahn
Beitrag von: W_E_St am 19. Mai 2019, 21:02:35
Das dritte Bild mit den hellgrauen Fenstern ist vermutlich sehr nah am Originaleindruck der Stationsgebäude! Ziemlich fader Brei!

Au contraire! Das dritte Bild zeigt den Neubau der heutigen U4-Station, die alte Station wurde ja durch einen Betonneubau mit angepasster Fassade ersetzt.

Das ändert nichts daran, dass es dem optischen Originalzustand der Wagner-Stationen vermutlich relativ nahe kommt - umso ironischer bei einem Nachbau aus den 70ern.
Titel: Re: Bauwerke der Wiener Stadtbahn
Beitrag von: 60er am 20. Mai 2019, 09:57:27
Das ändert nichts daran, dass es dem optischen Originalzustand der Wagner-Stationen vermutlich relativ nahe kommt - umso ironischer bei einem Nachbau aus den 70ern.
Man wollte sich halt stilistisch dem alten Bahnhof Hütteldorf anpassen. Ein Kasten im 70er-Jahre-Waschbeton-Design hätte dort einfach nicht hingepasst.
Titel: Re: Bauwerke der Wiener Stadtbahn
Beitrag von: W_E_St am 22. Mai 2019, 19:08:07
Das ändert nichts daran, dass es dem optischen Originalzustand der Wagner-Stationen vermutlich relativ nahe kommt - umso ironischer bei einem Nachbau aus den 70ern.
Man wollte sich halt stilistisch dem alten Bahnhof Hütteldorf anpassen. Ein Kasten im 70er-Jahre-Waschbeton-Design hätte dort einfach nicht hingepasst.

Jo eh. Aber worauf es mir wirklich ankommt: nachdem die Stationen seit Jahrzehnten weiß-grün sind können sich vermutlich die wenigsten Leute wirklich vorstellen wie die im Original ausgeschaut haben. Dieses Bild hilft dabei.
Titel: Re: Bauwerke der Wiener Stadtbahn
Beitrag von: WIENTAL DONAUKANAL am 23. Mai 2019, 13:51:05
Bahnhof Hauptzollamt, wegen der Verbindung mit der neuen Wientallinie musste man die ursprünglich in Hochlage befindliche Verbindungsbahn tieflegen.
Am Foto sieht man vor dem Invalidenhaus die noch in Hochlage befindliche Verbindungsbahn vor dem fast fertigen Bahnhof Hauptzollamt.

Am zweiten Foto die Eisenbahnbrücke über die Landstrasser Hauptstrasse.
Titel: Re: Bauwerke der Wiener Stadtbahn
Beitrag von: WIENTAL DONAUKANAL am 25. Mai 2019, 23:48:41
Der Verbindungsbogen aus der Sicht vom Zug, der gerade das Materialdepot der GW umfährt.
Titel: Re: Bauwerke der Wiener Stadtbahn
Beitrag von: haidi am 26. Mai 2019, 00:15:58
Jetzt lass mich raten:
GW - Gemeinde Wien - dafür wäre das Materialdepot zu klein.
GW - Gürtel- Wientallinie - und die Donaukanallinie?

GW dürfte noch eine Bedeutung haben.
Titel: Re: Bauwerke der Wiener Stadtbahn
Beitrag von: WIENTAL DONAUKANAL am 26. Mai 2019, 00:56:38
Nein das hat keine tiefere Bedeutung. Die Aufnahme entstand 1935 und zeigt das Städtische Materialdepot - Materialdepot der Gemeinde Wien. Unter Anderem hatte auch die öffentliche Beleuchtung ein Lager auf der Wasserleitungswiese.

https://www.geschichtewiki.wien.gv.at/Wasserleitungsstra%C3%9Fe_(9)

https://www.geschichtewiki.wien.gv.at/Kaiser-Ferdinands-Wasserleitung
Titel: Re: Bauwerke der Wiener Stadtbahn
Beitrag von: win22 am 26. Mai 2019, 22:14:44
Ein Bild habe ich noch von Hütteldorf von 1981
Titel: Re: Bauwerke der Wiener Stadtbahn
Beitrag von: T1 am 26. Mai 2019, 22:15:25
Das ändert nichts daran, dass es dem optischen Originalzustand der Wagner-Stationen vermutlich relativ nahe kommt - umso ironischer bei einem Nachbau aus den 70ern.
Man wollte sich halt stilistisch dem alten Bahnhof Hütteldorf anpassen. Ein Kasten im 70er-Jahre-Waschbeton-Design hätte dort einfach nicht hingepasst.
Weil die AGU in den 70ern ja so viel mit Waschbeton gearbeitet hat ;)

Es wär wohl sonst ein Glaskobel wie in Heiligenstadt geworden. Wieso man sich gerade in Hütteldorf dagegen entschieden hat und einen Wagnernachbau realisiert hat, ist eine gute Frage. Das AGU-Design passt nach Heiligenstadt genauso wenig, dort hat man es aber umgesetzt.
Titel: Re: Bauwerke der Wiener Stadtbahn
Beitrag von: tramway.at am 26. Mai 2019, 22:25:14
Es wär wohl sonst ein Glaskobel wie in Heiligenstadt geworden. Wieso man sich gerade in Hütteldorf dagegen entschieden hat und einen Wagnernachbau realisiert hat, ist eine gute Frage. Das AGU-Design passt nach Heiligenstadt genauso wenig, dort hat man es aber umgesetzt.

Weil das eigentliche Aufnahmegebäude seit dem Krieg fehlt, das stand dort, wo heute der AGU-Eingangspavillon steht, vergl. alte Aufnahmen.
Titel: Re: Bauwerke der Wiener Stadtbahn
Beitrag von: T1 am 27. Mai 2019, 17:55:04
Es wär wohl sonst ein Glaskobel wie in Heiligenstadt geworden. Wieso man sich gerade in Hütteldorf dagegen entschieden hat und einen Wagnernachbau realisiert hat, ist eine gute Frage. Das AGU-Design passt nach Heiligenstadt genauso wenig, dort hat man es aber umgesetzt.

Weil das eigentliche Aufnahmegebäude seit dem Krieg fehlt, das stand dort, wo heute der AGU-Eingangspavillon steht, vergl. alte Aufnahmen.
Das erklärt aber den unterschiedlichen Umgang in Hütteldorf und Heiligenstadt aber nicht ???
Titel: Re: Bauwerke der Wiener Stadtbahn
Beitrag von: 60er am 27. Mai 2019, 18:36:07
Weil die AGU in den 70ern ja so viel mit Waschbeton gearbeitet hat ;)
Hat sie eben zum Glück nicht! Deswegen wirken die Stationsbauwerke von damals ja heute immer noch nicht total altbacken.

Das erklärt aber den unterschiedlichen Umgang in Hütteldorf und Heiligenstadt aber nicht ???
In Hütteldorf ist im Gegensatz zu Heiligenstadt eben noch sehr viel vom alten Bahnhof vorhanden.
Titel: Re: Bauwerke der Wiener Stadtbahn
Beitrag von: T1 am 27. Mai 2019, 18:54:35
In Hütteldorf ist im Gegensatz zu Heiligenstadt eben noch sehr viel vom alten Bahnhof vorhanden.
???
Titel: Re: Bauwerke der Wiener Stadtbahn
Beitrag von: 60er am 27. Mai 2019, 19:05:01
In Hütteldorf ist im Gegensatz zu Heiligenstadt eben noch sehr viel vom alten Bahnhof vorhanden.
???
Beide alten Aufnahmegebäude sind in Hütteldorf erhalten (nordseitig beim Busbahnhof und südseitig beim Hackinger Steg). In Heiligenstadt war das nicht mehr der Fall, also wurde ein modernes Aufnahmegebäude errichtet.
Titel: Re: Bauwerke der Wiener Stadtbahn
Beitrag von: T1 am 27. Mai 2019, 20:42:44
Ja, dafür war halt in Heiligenstadt der Teil dahinter vorhanden, was ja in Hütteldorf nicht der Fall war. Man hätte genauso eine Kombination Wagner – AGU machen können, nur umgekehrt.
Titel: Re: Bauwerke der Wiener Stadtbahn
Beitrag von: WIENTAL DONAUKANAL am 27. Mai 2019, 20:44:44
Um es zu verdeutlichen, der gesamte Vordertrakt wurde nicht mehr aufgebaut und später ersetzt.
Titel: Re: Bauwerke der Wiener Stadtbahn
Beitrag von: 60er am 27. Mai 2019, 22:21:51
Ja, dafür war halt in Heiligenstadt der Teil dahinter vorhanden, was ja in Hütteldorf nicht der Fall war. Man hätte genauso eine Kombination Wagner – AGU machen können, nur umgekehrt.
Zum Glück hat man das in Hütteldorf nicht gemacht und sich beim Neubau der U4-Station stilistisch an der bestehenden Wagner-Architektur orientiert.

Ein Wiederaufbau des historischen Bahnhofsgebäudes in Heiligenstadt wäre sicher auch nett gewesen, aber vermutlich zu aufwendig.
Titel: Re: Bauwerke der Wiener Stadtbahn
Beitrag von: scrato am 27. Mai 2019, 23:47:25
Kennt eigentlich jemand diesen Band vom Technischen Museum?
https://www.technischesmuseum.at/produkt/schienenwege-in-die-moderne (https://www.technischesmuseum.at/produkt/schienenwege-in-die-moderne)
Titel: Re: Bauwerke der Wiener Stadtbahn
Beitrag von: scrato am 02. Juni 2019, 11:15:35
Weiß jemand, ob es Gleispläne der Stadtbahn von der Endstation Heiligenstadt aus der Zeit des U4-Probebetriebes 1972-76 gibt? Auch Fotos wären hilfreich.
Titel: Re: Bauwerke der Wiener Stadtbahn
Beitrag von: tramway.at am 02. Juni 2019, 17:21:14
Ja, dafür war halt in Heiligenstadt der Teil dahinter vorhanden, was ja in Hütteldorf nicht der Fall war. Man hätte genauso eine Kombination Wagner – AGU machen können, nur umgekehrt.
Zum Glück hat man das in Hütteldorf nicht gemacht und sich beim Neubau der U4-Station stilistisch an der bestehenden Wagner-Architektur orientiert.
Ein Wiederaufbau des historischen Bahnhofsgebäudes in Heiligenstadt wäre sicher auch nett gewesen, aber vermutlich zu aufwendig.

So jetzt bin ich wieder an meinem Archiv und kann die Bilder nachreichen - man sieht gut, dass der alte Bahnsteigtrakt nichts mehr von Wagner hat, der ganze BHF wurde ja im Krieg bombardiert. beim Neubau der AGU-Halle hat man natürlich auf die Obergeschoße verzichtet, da man für die ganzen Nebenräume ja heute keine Verwendung mehr hat.