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Straßenbahn Wien => Historisches => Thema gestartet von: nord22 am 21. August 2016, 09:35:29

Titel: Winterdienst bei der Wiener Straßenbahn
Beitrag von: nord22 am 21. August 2016, 09:35:29
Zur Schneeräumung und zum Salzstreuen gab es bei der Wiener Straßenbahn immer einen umfangreichen und vielfältigen Fahrzeugpark. Jahrzehntelang wurden ausrangierte Triebwagen mit Anhängepflügen und Aufsteckpflügen neben den SP und GP für den Winterdienst eingesetzt; mit der Einführung der Type LH fand die Typenvielfalt bei den Fahrzeugen für den Winterdienst ein Ende. Die Räumung von Schienenstraßen erfolgte einst vorrangig durch die Straßenbahn. Dementsprechend gab es am Papier noch sehr lange ein Parkverbot in Schienenstraßen bei Schneefall. Mit aufkommender Motorisierung in den 50er Jahren gab es des öfteren Kollisionen der nicht spurgebundenen Anhängeschneepflüge mit abgestellten KFZ. Der Winterdienst auf den offenen SP war eine arge Zumutung für das Fahrpersonal und der schleppende Umbau der SP auf verglaste Plattformen war ein Beweis für die "Wertschätzung" der Direktion gegenüber dem Fahrpersonal.

* M 4165 + spa 9783 - 9782 in Floridsdorf/ Am Spitz (Foto: Robert Hergett, 16.01.1979).
* DP 6384 ex D1 384 ex D 135 auf der Wexstraße (Foto: Mag. Alfred Luft, 28.02.1955). Die Arbeitsbedingungen auf den DP waren 
   durch die verglasten Plattformen etwas besser als auf den offenen SP.
* Schwierigkeiten bei der Schneeräumung in der Schleife Hedwiggasse/ Praterstern in den 50er Jahren (Bildautor nicht bekannt).

(Fortsetzung folgt)
LG nord22
Titel: Re: Winterdienst bei der Wiener Straßenbahn
Beitrag von: nord22 am 21. August 2016, 11:09:26
* SP 6011 in der Vinzenzgasse (Foto: Robert Hergett, 21.01.1979).
* SP 6030 bereitgestellt zur Räumfahrt in der Gerichtsgasse (Foto: Harald Riedel, um 1965).

LG nord22
Titel: Re: Winterdienst bei der Wiener Straßenbahn
Beitrag von: haidi am 21. August 2016, 12:24:34
Dazu eine Frage:
Bei Fahrzeugen ohne Totmanneinrichtung müssen ja immer 2 Mann drauf sein, damit einer eingreifen kann, wenn der Fahrer handlungsunfähig wird.
So viel ich mich erinnere: Beim Räumen mit Anhängevorrichtung musste sich ein Mann auf der hinteren Plattform aufhalten um die Bügelleine zu ziehen, wenn es Probleme mit den Anhängepflügen gab (z.B. Abkuppeln durch den Pfluglenker)
Hat dieser Mann dann beide Aufgaben erfüllen müssen oder waren da 3 Mann am Wagen?
Titel: Re: Winterdienst bei der Wiener Straßenbahn
Beitrag von: nord22 am 21. August 2016, 22:37:56
* SP 6033 am Schottentor
* GP 6411 am heutigen Franz-Jonas-Platz 1965 (Fotos: Harald Riedel)
* GP 6420 am Vorkopf von OTG/ Joachimsthalerplatz (Foto: Ernst Plefka, 02.02.1978)

LG nord22
Titel: Re: Winterdienst bei der Wiener Straßenbahn
Beitrag von: nord22 am 24. August 2016, 10:34:33
In den 60er Jahren wurde die Sandstreuung in den Haltestellen vorsintflutlich durch händisches Sandstreuen von einem Lastbeiwagen abgewickelt. kl1 11743 + SP in der Gerichtsgasse (Foto: Harald Riedel). Instandnahme von kl1 11743 ex f1 1743 war 1917. Umnummerierung am 15.12 1972 in 7553 und Ausmusterung per 14.02.1986 (heute: Museumstramway Mariazell).
Mit der Einführung der Type sa1 gab es einen Modernisierungsschub. M 4080 + sa1 7562 beim Westbahnhof (Foto: Robert Hergett, 24.01.1979).

LG nord22
 
Titel: Re: Winterdienst bei der Wiener Straßenbahn
Beitrag von: 95B am 24. August 2016, 10:50:22
Das zweite Bild ist eine ausgesprochene Rarität, zeigt es doch nicht den M 4080, sondern den 5 Tage zuvor aus ihm hervorgegangenen MH 6317! In der Eile – wahrscheinlich kam der Schnee wie immer völlig überraschend – hatte man keine Zeit, den Wagen ordnungsgemäß umzuzeichnen, so mussten behelfsweise Kreideziffern herhalten.
Titel: Re: Winterdienst bei der Wiener Straßenbahn
Beitrag von: nord22 am 26. August 2016, 08:43:37
* Die Anhängeschneepflüge waren immer auf irgendwelchen freien Flächen der Betriebsbahnhöfe abgestellt. In BRG war das   
   Lastenbüro; G2 2074 steht mit zwei Lastbeiwagen zur Ausfahrt bereit (Foto: Harald Riedel).
* GP 6412 und B 94 + Anhängeschneepflug in der Börseschleife/ Wipplingerstraße während einer Pause (Foto: Harald Riedel)
* Die Schulfahrten mit den Anhängepflügen fanden meist im Frühling oder Herbst statt. G1 4776 mit Holzverglasung und den
   Anhängeschneepflügen 727 und 663 auf der Schüttelstraße (Foto: Wiki/ DI J. Michlmayr, 4.10.1961).

LG nord22
Titel: Re: Winterdienst bei der Wiener Straßenbahn
Beitrag von: nord22 am 27. August 2016, 20:54:25
* Zur Säuberung der Schienen nach Schneefällen wurde auch mit Schleifwagen gefahren. SS 6048 am Johann-Nepomuk-Berger-Platz mit der ziemlich rostigen Brustwandtafel "Schleifwagen" (Foto: Robert Hergett, 30.01.1979). Die Ausmusterung von SS 6048
   erfolgte per 23.04.1982. Eine markante Erscheinung war auch SS 6051 mit seinem zitronengelben Anstrich.
* Die alten und in Überzahl vorhandenen G wurden auch als Schneepflugwagen verwendet. G 535 ex 859 bei einer Räumfahrt 1938  (Foto: Ernst Wögerer).

LG nord22
Titel: Re: Winterdienst bei der Wiener Straßenbahn
Beitrag von: nord22 am 28. August 2016, 20:04:24
* SP 6007 auf der Breitenseer Straße (Foto: Robert Hergett, 21.01.1979).
* SP am Schottentor (Foto: Harald Riedel, um 1965). Geschwindigkeitsbeschränkungen sind an dieser Stelle keine Erfindung der
   Jetztzeit, wie das Signal "Langsam" zeigt ...
* widrige Arbeitsbedingungen auf den offenen Anhängeschneepflügen (Foto: Archiv W.L.).
* GP 6412, Aufnahmeort ? (Foto: Archiv WTM).

LG nord22
Titel: Re: Winterdienst bei der Wiener Straßenbahn
Beitrag von: W_E_St am 29. August 2016, 12:12:54
Die widrigen Arbeitsbedingungen hätte ich intuitiv am äußeren Währinger Gürtel zwischen Bahnhof und Sternwartestraße vermutet. Beim letzten Bild habe ich leider keine Ahnung.
Titel: Re: Winterdienst bei der Wiener Straßenbahn
Beitrag von: Ferry am 29. August 2016, 13:54:33
Die widrigen Arbeitsbedingungen hätte ich intuitiv am äußeren Währinger Gürtel zwischen Bahnhof und Sternwartestraße vermutet. Beim letzten Bild habe ich leider keine Ahnung.

Könnte Ungargasse sein, im Hintergrund das italienische Konsulat.
Titel: Re: Winterdienst bei der Wiener Straßenbahn
Beitrag von: hema am 29. August 2016, 14:47:40
Die widrigen Arbeitsbedingungen hätte ich intuitiv am äußeren Währinger Gürtel zwischen Bahnhof und Sternwartestraße vermutet.
Du hast recht, das Haus ist Währinger Gürtel 117!
Titel: Re: Winterdienst bei der Wiener Straßenbahn
Beitrag von: W_E_St am 29. August 2016, 18:38:51
Die widrigen Arbeitsbedingungen hätte ich intuitiv am äußeren Währinger Gürtel zwischen Bahnhof und Sternwartestraße vermutet. Beim letzten Bild habe ich leider keine Ahnung.

Könnte Ungargasse sein, im Hintergrund das italienische Konsulat.

Nein, das ist zwar ähnlich, stimmt aber bei genauerem Hinschauen vorn und hinten nicht - weder die Höhe des Hauses noch die Fassade noch die Statue am Torpfeiler.

Zitat
https://www.wien.gv.at/kulturportal/m19objekte/bez03/11219504.jpg
Titel: Re: Winterdienst bei der Wiener Straßenbahn
Beitrag von: nord22 am 30. August 2016, 19:28:03
* K 2307 mit zwei Anhängeschneepflügen in der Herbeckstraße
* HP 6060 (II) ex H1 2208  am Bahnhof Floridsdorf (Instandnahme 15.08.1962, Ausmusterung 28.06.1968), davor etliche
   Anhängeschneepflüge (Fotos: Harald Riedel)

LG nord22
Titel: Re: Winterdienst bei der Wiener Straßenbahn
Beitrag von: nord22 am 31. August 2016, 14:20:43
* SP 6035 auf der Billrothstraße (Foto: Robert Hergett, 10.01.1982)
* SP 6046 bei der Ausfahrt von GTL - Semperstraße/ Marsanogasse (Foto: Peter Bader)
* H1 2259 mit zwei Anhängepflügen am Rathausplatz (Foto: Wiki/ Mag. Alfred Luft, 24.02.1955)

LG nord22
Titel: Re: Winterdienst bei der Wiener Straßenbahn
Beitrag von: nord22 am 13. September 2016, 08:09:45
Zur Abkühlung ein weiterer Beitrag zum Thema Winterdienst:
* M 4088 und c3 1228 in FAV; links Anhängeschneepflug 9740 (Foto: Harald Riedel)
* M 4174 ex 4038 + sz3 7216 + sz3 7223 in HLS (Foto: Robert Hergett, 29.01.1979). M 4174 war zum Aufnahmezeitpunkt eigentlich schon MH 6340 (buchmäßige Umzeichnung per 19.01.1979). Bei den sz3 handelt es sich um die ehemaligen k3 1616 und 1623.

LG nord22
Titel: Re: Winterdienst bei der Wiener Straßenbahn
Beitrag von: 99B am 22. September 2016, 19:32:28
* SP 6035 auf der Billrothstraße (Foto: Robert Hergett, 10.01.1982)

Großartige Bilder, danke fürs Teilen.  :)
Für mich unvorstellbar, dass diese Betriebssituationen noch Anfang der 80er Jahre beobachtet werden konnten. Ebenso aber auch, dass man damals noch auf der B17 nach Klagenfurt und auf der B10 nach Budapest fahren musste (wie die alten Leuchtwegweiser auf dem Foto am Praterstern zeigten, herrliche historische Kleinigkeiten auf solchen alten Fotos)

Etwas off topic, aber kann mir jemand sagen was dieses höchst merkwürdige Straßenfahrzeug neben dem 6035 war und welchen Zweck es erfüllte?  :)
Titel: Re: Winterdienst bei der Wiener Straßenbahn
Beitrag von: Hau1951 am 22. September 2016, 20:01:03
Dieses Fahrzeug ist ein Puch Haflinger mit Schneepflug. In den letzten Jahren der Produktion gab es diese schnuckeligen Autos auch mit einem Polyesterfahrerhaus, ein solches ist hier im Winterdienst fotografisch festgehalten. :)
Titel: Re: Winterdienst bei der Wiener Straßenbahn
Beitrag von: 99B am 23. September 2016, 20:39:23
Vielen Dank für die schnelle Antwort! Das kannte ich definitiv nicht.  :)
Ein Straßenfahrzeug zur Schneeräumung mit 24 PS ist heute wohl auch unvorstellbar...
Titel: Re: Winterdienst bei der Wiener Straßenbahn
Beitrag von: haidi am 23. September 2016, 21:52:03
Die waren AFAIK für die Gehsteigreinigung eingesetzt. Da gab es auch andere, oft seltsame Gefährte wie z.B. verkürzte VW-Busse...
Titel: Re: Winterdienst bei der Wiener Straßenbahn
Beitrag von: nord22 am 04. Oktober 2016, 19:21:43
Mit den schwierig zu bedienenden Anhängeschneepflügen wurden Schulfahrten am Gelände von VRG durchgeführt:
* MH 6319 ex M 4083 + 9610 + 9737 (Foto: Robert Hergett, 31.01.1979).
* Räumfahrt am Franz-Jonas-Platz mit M 4165 ex 4019 + spa 9783 + 9782 (Foto: Robert Hergett, 16.01.1979).

LG nord22
Titel: Re: Winterdienst bei der Wiener Straßenbahn
Beitrag von: HLS am 04. Oktober 2016, 20:59:34
Wären E1/E2 eigentlich nicht besser geeignet für den Winterdienst statt der LH?
Wie müsste ein entsprechender Umbau aussehen?
Könnte man die nötige Sand-/Salzstreuung in den Zug integrieren?

Weiteres sind ja E1/E2 erlaubt zum schleppen schadhafter ULFe, hingegen LH nicht

Wäre es somit nicht gescheit ein paar E1/E2 für etwaiige Zwecke auf Hilfsfahrzeug umzubauen?
Titel: Re: Winterdienst bei der Wiener Straßenbahn
Beitrag von: darkweasel am 04. Oktober 2016, 21:34:45
Wären E1/E2 eigentlich nicht besser geeignet für den Winterdienst statt der LH?
Wie müsste ein entsprechender Umbau aussehen?
Könnte man die nötige Sand-/Salzstreuung in den Zug integrieren?

Weiteres sind ja E1/E2 erlaubt zum schleppen schadhafter ULFe, hingegen LH nicht

Wäre es somit nicht gescheit ein paar E1/E2 für etwaiige Zwecke auf Hilfsfahrzeug umzubauen?
Als Nachteil fällt mir als erstes ein, dass ein Gelenkwagen im Bahnhof viel mehr Platz verbraucht als ein LH.
Titel: Re: Winterdienst bei der Wiener Straßenbahn
Beitrag von: HLS am 04. Oktober 2016, 21:43:35

Als Nachteil fällt mir als erstes ein, dass ein Gelenkwagen im Bahnhof viel mehr Platz verbraucht als ein LH.
Das stimmt natürlich, wenn man sich aber z.B. den Salzbeiwagen ebenfalls mit einsparen könnte, wäre es vom Platz her fast ausgeglichen.
Titel: Re: Winterdienst bei der Wiener Straßenbahn
Beitrag von: Stellwerker am 05. Oktober 2016, 13:18:02
Die einachsigen sza nehmen aber nicht wirklich viel Platz weg, oder meinst du die Sandstreuwagen sa1?
Titel: Re: Winterdienst bei der Wiener Straßenbahn
Beitrag von: Inventar am 05. Oktober 2016, 20:02:48
Wären E1/E2 eigentlich nicht besser geeignet für den Winterdienst statt der LH?
Wie müsste ein entsprechender Umbau aussehen?
Könnte man die nötige Sand-/Salzstreuung in den Zug integrieren?

Weiteres sind ja E1/E2 erlaubt zum schleppen schadhafter ULFe, hingegen LH nicht

Wäre es somit nicht gescheit ein paar E1/E2 für etwaiige Zwecke auf Hilfsfahrzeug umzubauen?

darf man vermuten das du nie mit einem Kurbler gefahren bist. Sonst hätte sich die Frage für dich gar nicht gestellt.
Titel: Re: Winterdienst bei der Wiener Straßenbahn
Beitrag von: HLS am 05. Oktober 2016, 21:38:46
Wären E1/E2 eigentlich nicht besser geeignet für den Winterdienst statt der LH?
Wie müsste ein entsprechender Umbau aussehen?
Könnte man die nötige Sand-/Salzstreuung in den Zug integrieren?

Weiteres sind ja E1/E2 erlaubt zum schleppen schadhafter ULFe, hingegen LH nicht

Wäre es somit nicht gescheit ein paar E1/E2 für etwaiige Zwecke auf Hilfsfahrzeug umzubauen?

darf man vermuten das du nie mit einem Kurbler gefahren bist. Sonst hätte sich die Frage für dich gar nicht gestellt.
Gefahren kann ich nicht sagen, ich durfte diesen aber bereits einen LH von Simmering zur HW, eine HW-Runde und anschließend wieder Simmering fahrenbewegen.

Ich habe hier im Forum gelesen, ich glaub das hat Hema geschrieben, dass ein LH eigentlich keinen Ulf Schleppen darf(das es bereits mehrmals gemacht wurde, ist ja was anderes) und daher kam meine Frage, die auch immernoch sehr ernst gemeint ist, da ein Zweiachser doch eher zum entgleisen* neigt als ein Gelenktriebwagen und da speziell bei Schneepflugfahrten bedingt durch Schneepressung.

*Oder beruht es dort eher deshalb, weil er zu wenig Gewicht aufweist, ich weiß es nicht mehr. Ich hoffe aber, dass sich derjenige nochmals zu Wort meldet um es aufzulösen.

Die einachsigen sza nehmen aber nicht wirklich viel Platz weg, oder meinst du die Sandstreuwagen sa1?
Ich meine die Sandstreuwagen(sa/sa1), die sza habe ich grad das erstmal irgendwie gesehen bzw. sind sie mir nie richtig aufgefallen. :-[
Titel: Re: Winterdienst bei der Wiener Straßenbahn
Beitrag von: oldtimer am 05. Oktober 2016, 21:47:29
Ich meine die Sandstreuwagen(sa/sa1), die sza habe ich grad das erstmal irgendwie gesehen bzw. sind sie mir nie richtig aufgefallen. :-[

Die sza fallen deshalb selten auf weil sie desöfteren zur Platzgewinnung auf den Hallengleisen entgleist und an die Seite gestellt werden  ;D

Titel: Re: Winterdienst bei der Wiener Straßenbahn
Beitrag von: HLS am 05. Oktober 2016, 22:26:38
Ich meine die Sandstreuwagen(sa/sa1), die sza habe ich grad das erstmal irgendwie gesehen bzw. sind sie mir nie richtig aufgefallen. :-[

Die sza fallen deshalb selten auf weil sie desöfteren zur Platzgewinnung auf den Hallengleisen entgleist und an die Seite gestellt werden  ;D
Das sieht man im Bild im Wiki auch.
Titel: Re: Winterdienst bei der Wiener Straßenbahn
Beitrag von: martin8721 am 06. Oktober 2016, 08:58:13
darf man vermuten das du nie mit einem Kurbler gefahren bist. Sonst hätte sich die Frage für dich gar nicht gestellt.

Welchen Vorteil hat ein Kurbler in der Funktion als Hilfsfahrzeug?  ???
Titel: Re: Winterdienst bei der Wiener Straßenbahn
Beitrag von: nord22 am 06. Oktober 2016, 10:44:26
GP 6411 und diverse SP am Freigelände von VRG (Foto: Kurt Rasmussen, 07.1977).

LG nord22
Titel: Re: Winterdienst bei der Wiener Straßenbahn
Beitrag von: Inventar am 06. Oktober 2016, 20:25:46
darf man vermuten das du nie mit einem Kurbler gefahren bist. Sonst hätte sich die Frage für dich gar nicht gestellt.

Welchen Vorteil hat ein Kurbler in der Funktion als Hilfsfahrzeug?  ???

wenns um den Winter geht ganz einfach. Wenn du mit einem Kurbler fahren kannst geht das im Winter wesentlich besser als mit einem E1. Der Kurbler macht nämlich genau das was du ihm als Fahrer vorgibst, der E1 nur bedingt. Da kommt es dann darauf an wie er eingstellt ist. Wenn die E1 von der ZW gekommen sind waren meist unfahrbar wenn der Schienenzustand nicht einwandfrei war.
Titel: Re: Winterdienst bei der Wiener Straßenbahn
Beitrag von: Ferry am 06. Oktober 2016, 21:14:13
darf man vermuten das du nie mit einem Kurbler gefahren bist. Sonst hätte sich die Frage für dich gar nicht gestellt.

Welchen Vorteil hat ein Kurbler in der Funktion als Hilfsfahrzeug?  ???

Der Unterschied zwischen einem Kurbler und einem Wagen mit moderner Steuerung ist etwa wie der zwischen einem PKW mit Schaltgetriebe & Kupplung und einer Automatik. Bei einem Kurbler zieht man beim Losfahren zunächst die Feststellbremse an, dann schaltet man auf die erste Fahrstufe und dann lässt man langsam die Feststellbremse los, wodurch sich der Wagen allmählich zu bewegen beginnt. Und genau dieses Loslassen bestimmt, wie sanft oder grob der Wagen in Bewegung gesetzt wird. Man kann also mit etwas Gefühl genau so losfahren, wie es einerseits für die angehängte Last und andererseits für den Schienenzustand angemessen ist, weil ein langsames Lösen der Bremse unmittelbar über die Bremskurbel möglich ist.

Bei Wagen mit Chopper-Steuerung bzw. ganz allgemein, wo Fahr- und Bremshebel indirekt über Schütze o.ä. auf die Motoren einwirken, ist das in dieser direkten Form nicht möglich. Das Anfahren passiert also immer auf dieselbe Art, unabhängig davon, was geschleppt wird und unabhängig vom Schienenzustand. Und das kann eben in bestimmten Situationen problematisch sein.
Titel: Re: Winterdienst bei der Wiener Straßenbahn
Beitrag von: W_E_St am 06. Oktober 2016, 22:02:34
Wobei man auf die Geamatic noch mehr einwirken kann als auf die neueren Steuerungen, oder?
Titel: Re: Winterdienst bei der Wiener Straßenbahn
Beitrag von: hema am 06. Oktober 2016, 22:05:58

Der Unterschied zwischen einem Kurbler und einem Wagen mit moderner Steuerung ist etwa wie der zwischen einem PKW mit Schaltgetriebe & Kupplung und einer Automatik.
Der E1-Fahrschalter wurde früher auch händisch gesteuert, halt mittels Hebel statt der Kurbel. Aber wenn du glaubst, der hat sich damit besser fahren lassen als heute, bist du schwer im Irrtum!
Titel: Re: Winterdienst bei der Wiener Straßenbahn
Beitrag von: haidi am 06. Oktober 2016, 22:43:35

Der Unterschied zwischen einem Kurbler und einem Wagen mit moderner Steuerung ist etwa wie der zwischen einem PKW mit Schaltgetriebe & Kupplung und einer Automatik.
Der E1-Fahrschalter wurde früher auch händisch gesteuert, halt mittels Hebel statt der Kurbel. Aber wenn du glaubst, der hat sich damit besser fahren lassen als heute, bist du schwer im Irrtum!
Konnte man nicht mit der Schleuderbremsen-Taste die Handbremse zumindest zum Teil ersetzen?
Titel: Re: Winterdienst bei der Wiener Straßenbahn
Beitrag von: Klingelfee am 07. Oktober 2016, 05:10:49

Der Unterschied zwischen einem Kurbler und einem Wagen mit moderner Steuerung ist etwa wie der zwischen einem PKW mit Schaltgetriebe & Kupplung und einer Automatik.
Der E1-Fahrschalter wurde früher auch händisch gesteuert, halt mittels Hebel statt der Kurbel. Aber wenn du glaubst, der hat sich damit besser fahren lassen als heute, bist du schwer im Irrtum!
Konnte man nicht mit der Schleuderbremsen-Taste die Handbremse zumindest zum Teil ersetzen?
Nicht wirklich. Denn mit der Schleuderbremstaste habe ich nur eine "Stufe" der Bremse. Und die Handbremse ist Stufenlos. Wenn es wirklich notwendig war, dann habe ich auch auf dem E1 die Handbremse und nicht die Schleuderbremsen-Taste verwendet. Für ständige Benutzung ist die Handbremse am E1 nicht optimal angebracht.

Und das ein LH keinen B/B1 ziehen darf liegt önur am Gewicht. Der LHOTKA ist dafür zu leicht. Im Anlassfall kann man mit einem LH/B nicht schnell genug stehen bleiben.
Titel: Re: Winterdienst bei der Wiener Straßenbahn
Beitrag von: HLS am 07. Oktober 2016, 10:18:07


Der Unterschied zwischen einem Kurbler und einem Wagen mit moderner Steuerung ist etwa wie der zwischen einem PKW mit Schaltgetriebe & Kupplung und einer Automatik. Bei einem Kurbler zieht man beim Losfahren zunächst die Feststellbremse an, dann schaltet man auf die erste Fahrstufe und dann lässt man langsam die Feststellbremse los, wodurch sich der Wagen allmählich zu bewegen beginnt. Und genau dieses Loslassen bestimmt, wie sanft oder grob der Wagen in Bewegung gesetzt wird. Man kann also mit etwas Gefühl genau so losfahren, wie es einerseits für die angehängte Last und andererseits für den Schienenzustand angemessen ist, weil ein langsames Lösen der Bremse unmittelbar über die Bremskurbel möglich ist.

Bei Wagen mit Chopper-Steuerung bzw. ganz allgemein, wo Fahr- und Bremshebel indirekt über Schütze o.ä. auf die Motoren einwirken, ist das in dieser direkten Form nicht möglich. Das Anfahren passiert also immer auf dieselbe Art, unabhängig davon, was geschleppt wird und unabhängig vom Schienenzustand. Und das kann eben in bestimmten Situationen problematisch sein.
Ich kann aber auch beim E1 mich mit der Handbremse spielen und auch da, egal wieviel Last ich schleppe und egal wie ungünsig de Schienenzustand ist, ruck- & stoßlos sowie extremst gefühlvoll anfahren und anhalten.
Zugegeben, ist es da aber mit Hilfsschalthebel leichter, da wirklich jede Fahr- & Bremsstufe einzeln geschalten werden kann.

Mit einem Chopper wirds da allerdings doch etwas schieriger, allein weil ich mit einem Federspeicher bremsen bzw. anfahren müsste.


Und das ein LH keinen B/B1 ziehen darf liegt önur am Gewicht. Der LHOTKA ist dafür zu leicht. Im Anlassfall kann man mit einem LH/B nicht schnell genug stehen bleiben.
Habe ich mich also doch nicht geirrt.
Titel: Re: Winterdienst bei der Wiener Straßenbahn
Beitrag von: blackrider am 07. Oktober 2016, 17:04:50
Beim Tw 100 der WLB geht das alles trotz GEAMATIC. Wenn man zb einen anderen Tw von der Wolfganggasse nach Inzersdorf abschleppen musste, wurde ab der Philadelphiabrücke gerne folgendes Vorgangsweise praktiziert.

.) Am ziehenden Tw wird die Notfahrt aktiviert. Dadurch wird mit den Notfahrstufen N0 bis N6 gefahren.
.) Wenn du auf N1 geschalten hast, dann löst du den Federspeicher mit dem Bremssteuerschalter. Der Lösebefehl steuert durch auf den geschleppten Tw. Die Notfahrt ist aber nur am gezogenen Tw aktiv, die steuert nicht auf den geschleppten Tw durch.
.) Dann schaltest du die weiteren Notfahrstufen sukzessive von N2 bis N6 hoch. Das entspricht der maximalen Serienstufe.

Das hatte den Grund, weil mit der GEAMATC unter umständen der Anfahrstrom so hoch war, das die Automatik das Fortschalten der einzelnen Stufen verhindert hätte und man sonst zu lange auf auf einer Widerstandsstufe gefahren wäre. Ausserdem sind da der Schleuder- und Gleitschutz deaktiviert und ich kann jederzeit mit dem Bremsteuerschalter händisch die beiden Federspeicherstufen aktivieren. Der Nachteil ist aber, das ich nicht elektrisch Bremsen kann, sondern nur mit dem Bremsteuerschalter den Federspeicher und die Schienenbremse aktivieren kann.

Ob das heute noch so praktiziert wird oder werden darf, entzieht sich meiner Kenntnis.
Titel: Re: Winterdienst bei der Wiener Straßenbahn
Beitrag von: nord22 am 26. Oktober 2016, 16:06:36
* SP 6043 am Dr.-Karl-Renner-Ring (Foto: Robert Hergett, 12.02.1983)
* sz1 7174 ex d2 5110 ex D 244 in VRG; Skartierung von sz1 7174 per 10.09.1973 (Foto: Harald Herrmann).
* DP 6384 auf der Klosterneuburger Straße (Foto: Mag. Alfred Luft, 28.02.1955)

LG nord22
Titel: Re: Winterdienst bei der Wiener Straßenbahn
Beitrag von: Operator am 31. Oktober 2016, 08:09:17
Passt hier gut her; ob der Vw zu dieser Zeit nur die Stationen vom Schnee säuberte, oder auch die Gleisbereiche, weiß ich leider nicht.
Westbahnstraße Winter 1987!
Titel: Re: Winterdienst bei der Wiener Straßenbahn
Beitrag von: nord22 am 15. Mai 2017, 08:30:36
G 709 mit Aufsteckschneepflug am inneren Währinger Gürtel bei der Stadtbahnstation Nußdorfer Straße (Foto: Mag. Alfred Luft, 28.02.1955). Die Gleisanlagen wurden 1961 umgebaut; seitdem gibt es hier nur mehr das Gleis Richtung Nußdorfer Straße.
M 4035 + al 7018 in der Hermesstraße (Foto: DI J. Michlmayr, 24.02.1962). Die Sandstreuung in den Haltestellen wurde damals mühsam durch händisches Sandstreuen von einem Lastbeiwagen abgewickelt.

LG nord22
Titel: Re: Winterdienst bei der Wiener Straßenbahn
Beitrag von: nord22 am 21. Mai 2017, 13:09:51
Anbei eine besonders rare und wertvolle Aufnahme von der Arbeitswagentype GP auf G1 Basis, welche nur zehn Fahrzeuge umfasste. Instandnahme am 27.12.1961 und Ausmusterung aller Fahrzeuge nach wenig mehr als vier Monaten per 30.04.1962 (Foto: DI J. Michlmayr, 01.01.1962). Dies dürfte die kurzlebigste Arbeitswagentype in der Geschichte der Wiener Straßenbahn gewesen sein.

LG nord22
Titel: Re: Winterdienst bei der Wiener Straßenbahn
Beitrag von: martin8721 am 21. Mai 2017, 21:18:02
Anbei eine besonders rare und wertvolle Aufnahme von der Arbeitswagentype GP auf G1 Basis, welche nur zehn Fahrzeuge umfasste. Instandnahme am 27.12.1961 und Ausmusterung aller Fahrzeuge nach wenig mehr als drei Monaten per 30.04.1962 (Foto: DI J. Michlmayr, 01.01.1962). Dies dürfte die kurzlebigste Arbeitswagentype in der Geschichte der Wiener Straßenbahn gewesen sein.

Auch interessant, dass es die Type GP in dieser Zeit gleich 2x gab -  die allseits bekannte, die von 1955-1991 im Stand war und diese hier.  :lamp:
Titel: Re: Winterdienst bei der Wiener Straßenbahn
Beitrag von: Ferry am 22. Mai 2017, 11:19:13
Anbei eine besonders rare und wertvolle Aufnahme von der Arbeitswagentype GP auf G1 Basis, welche nur zehn Fahrzeuge umfasste. Instandnahme am 27.12.1961 und Ausmusterung aller Fahrzeuge nach wenig mehr als drei Monaten per 30.04.1962 (Foto: DI J. Michlmayr, 01.01.1962). Dies dürfte die kurzlebigste Arbeitswagentype in der Geschichte der Wiener Straßenbahn gewesen sein.

Auch interessant, dass es die Type GP in dieser Zeit gleich 2x gab -  die allseits bekannte, die von 1955-1991 im Stand war und diese hier.  :lamp:

Und auch interessant, dass als Tausenderstelle ein Achter und kein Sechser - wie ansonsten bei Hilfstriebwagen üblich - genommen wurde.
Titel: Re: Winterdienst bei der Wiener Straßenbahn
Beitrag von: 4463 am 22. Juni 2017, 22:36:06
Und auch interessant, dass als Tausenderstelle ein Achter und kein Sechser - wie ansonsten bei Hilfstriebwagen üblich - genommen wurde.
Welche Nummerngruppe hatten damals die Busse (http://www.autobusforum.at)? ???
Titel: Re: Winterdienst bei der Wiener Straßenbahn
Beitrag von: 95B am 22. Juni 2017, 23:18:32
Und auch interessant, dass als Tausenderstelle ein Achter und kein Sechser - wie ansonsten bei Hilfstriebwagen üblich - genommen wurde.
Welche Nummerngruppe hatten damals die Busse (http://www.autobusforum.at)? ???

Die hatten gar keine Nummern.
Titel: Re: Winterdienst bei der Wiener Straßenbahn
Beitrag von: Ferry am 23. Juni 2017, 10:55:04
Und auch interessant, dass als Tausenderstelle ein Achter und kein Sechser - wie ansonsten bei Hilfstriebwagen üblich - genommen wurde.
Welche Nummerngruppe hatten damals die Busse (http://www.autobusforum.at)? ???

Die hatten gar keine Nummern.

Ja, Nummern für Busse kamen m.W. erst ab 1971. Vorher verwendete man zur Identifizierung nur die Kennzeichen.
Titel: Re: Winterdienst bei der Wiener Straßenbahn
Beitrag von: nord22 am 24. Juni 2017, 12:42:52
GP 6409 am Ludwig-Koeßler-Platz bei einer Räumfahrt Richtung Stadionbrücke (Foto: DI J. Michlmayr, 16.03.1962).
SP 6022 mit Aufsteckschneepflug und GP 6405 abgestellt am Bahnhof Erdberg (Foto: DI J. Michlmayr, 18.03.1962). Die SP mit offenen Plattformen waren ein extremer Anachronismus. 1970 wurden dann bei den letzten SP die Plattformen verglast.

LG nord22
Titel: Re: Winterdienst bei der Wiener Straßenbahn
Beitrag von: nord22 am 23. Juli 2017, 09:10:14
Eine Räumfahrt mit G3 2118 und zwei Anhängeschneepflügen in der Klosterneuburger Straße bei der Gerhardusgasse; dahinter ein Auto und ein Kobel G der Linie 33 (Foto: Mag. Alfred Luft, 14.01.1957).

LG nord22
Titel: Re: Winterdienst bei der Wiener Straßenbahn
Beitrag von: nord22 am 03. August 2017, 08:50:02
Zur Abkühlung zwei Fotos vom Jänner 1987:
* LH 6435 am Schubertring; dahinter E1 4735 der Linie 71
* GP 6405 am Praterstern (Fotos: Archiv W.L./ Manfred Helmer, 13.01.1987).

LG nord22
Titel: Re: Winterdienst bei der Wiener Straßenbahn
Beitrag von: michael-h am 04. August 2017, 20:40:42
Der GP 6409 ist am 14. Jänner 1987 in der Schlachthausgasse im Wintereinsatz.
Der Triebwagen wurde 1956 aus dem G 805 umgebaut, am 6. Dezember 1956 als GP in Stand genommen und schließlich am 5. August 1988 ausgemustert.

(http://heussler.zenfolio.com/img/s12/v181/p2450530131-4.jpg)

LG Michi
Titel: Re: Winterdienst bei der Wiener Straßenbahn
Beitrag von: T1 am 04. August 2017, 22:46:15
Wahnsinn! :up: :up:
Titel: Re: Winterdienst bei der Wiener Straßenbahn
Beitrag von: nord22 am 19. November 2017, 18:58:08
G 534 + sz 7224 ex s1 1577 bereitgestellt für den Winterdienst (Foto: Ernst Wögerer, 1934). Vielleicht weiß jemand, auf welchem Bahnhof die Aufnahme entstanden ist.

LG nord22
Titel: Re: Winterdienst bei der Wiener Straßenbahn
Beitrag von: nord22 am 20. November 2017, 20:12:54
G 762 mit einer offensichtlich nicht ausgereiften Versuchsversion eines Aufsteckschneepflugs.

LG nord22
Titel: Re: Winterdienst bei der Wiener Straßenbahn
Beitrag von: WIENTAL DONAUKANAL am 20. November 2017, 20:46:00
G 534 + sz 7224 ex s1 1577 bereitgestellt für den Winterdienst (Foto: Ernst Wögerer, 1934). Vielleicht weiß jemand, auf welchem Bahnhof die Aufnahme entstanden ist.

LG nord22

Mit Vorbehalt, das könnte im Bahnhof Wienzeile sein - links hinter der Langhalle
Titel: Re: Winterdienst bei der Wiener Straßenbahn
Beitrag von: nord22 am 21. November 2017, 08:56:56
DP 6394 ex D1 394 mit Originallack aus den 20er Jahren und mit Brettern vernagelten Fenstern in Floridsdorf Am Spitz (Bildautor nicht bekannt). DP 6394 wurde per 01.05.1958 skartiert.

LG nord22
Titel: Re: Winterdienst bei der Wiener Straßenbahn
Beitrag von: nord22 am 22. Dezember 2017, 12:07:19
HP 6068 ex H1 2243 + sz1 7189 beim Einbiegen von der Schlachthausgasse in die Fruethstraße (Foto: DI J. Michlmayr,16.02.1962). sz1 7189 entstand 1958 durch Umbau von d2 5107 ex D 171.

LG nord22
Titel: Re: Winterdienst bei der Wiener Straßenbahn
Beitrag von: Hawk am 22. Dezember 2017, 17:40:55
G 534 + sz 7224 ex s1 1577 bereitgestellt für den Winterdienst (Foto: Ernst Wögerer, 1934). Vielleicht weiß jemand, auf welchem Bahnhof die Aufnahme entstanden ist.

LG nord22

Mit Vorbehalt, das könnte im Bahnhof Wienzeile sein - links hinter der Langhalle
Sieht so aus!

Ich denke das ist der Bahnhof!
Titel: Re: Winterdienst bei der Wiener Straßenbahn
Beitrag von: haidi am 22. Dezember 2017, 18:37:21
HP 6068 ex H1 2243 + sz1 7189 beim Einbiegen von der Schlachthausgasse in die Fruethstraße (Foto: DI J. Michlmayr,16.02.1962). sz1 7189 entstand 1958 durch Umbau von d2 5107 ex D 171.

LG nord22
Wurde im Haltestellenbereich das Salz durch das Fenster gestreut?
Titel: Re: Winterdienst bei der Wiener Straßenbahn
Beitrag von: Helga06 am 22. Dezember 2017, 19:28:32
Hast du nie einen sz von innen gesehen? Der Wagen wurde ausgeräumt links und rechts wurden große Kisten montiert in die das Salz gefüllt wurde. Durch ein Loch im Boden wurde das Salz über ein Rohr direkt auf die Schienen geleitet. Mit Haltestellen salzen oder Räumung hatte das Fahrzeug nichts zutun.
Titel: Re: Winterdienst bei der Wiener Straßenbahn
Beitrag von: haidi am 22. Dezember 2017, 19:49:54
Nein, nie von innen gesehen. Jetzt weiß ich, warum die Gleise so marod sind  ;D
Titel: Re: Winterdienst bei der Wiener Straßenbahn
Beitrag von: hema am 22. Dezember 2017, 23:08:07

Wurde im Haltestellenbereich das Salz durch das Fenster gestreut?
Das Salz wurde nach unten auf die Schienen bzw. Weichen gestreut!
Titel: Re: Winterdienst bei der Wiener Straßenbahn
Beitrag von: nord22 am 18. Februar 2018, 01:05:57
SH 6202 ex K 2306 mit Aufsteckschneepflug (Bildautor und Aufnahmeort nicht bekannt).

LG nord22
Titel: Re: Winterdienst bei der Wiener Straßenbahn
Beitrag von: kmh am 18. Februar 2018, 11:42:42
Ein Hilfstriebwagen mit Neulack!!!
Titel: Re: Winterdienst bei der Wiener Straßenbahn
Beitrag von: Hawk am 18. Februar 2018, 12:30:56
Ein Hilfstriebwagen mit Neulack!!!
Sieht so aus!  ;)
Titel: Re: Winterdienst bei der Wiener Straßenbahn
Beitrag von: hema am 18. Februar 2018, 14:18:31
SH 6202 ex K 2306 mit Aufsteckschneepflug (Bildautor und Aufnahmeort nicht bekannt).

LG nord22
Bahnhof Wienzeile?
Titel: Re: Winterdienst bei der Wiener Straßenbahn
Beitrag von: nord22 am 02. März 2018, 11:13:41
Für die Anhängeschneepflüge gab es vor dem Winter eigene Pflugschulen, hier G 901 und G(1) 824 in der Schüttelstraße (Foto: Harald Herrmann). Etwas OT, aber passend zum Thema Winterdienst LKW 6510 mit Anhängeschneepflug (Foto: Mag. Alfred Luft, 07.01.1954). Dieses Gespann wirkt aus heutiger Sicht schon sehr anachronistisch.

LG nord22
Titel: Re: Winterdienst bei der Wiener Straßenbahn
Beitrag von: Hawk am 03. März 2018, 14:12:44
Wieder super Bilder danke!  :) :up:
Titel: Re: Winterdienst bei der Wiener Straßenbahn
Beitrag von: martin8721 am 03. März 2018, 21:18:50
Etwas OT, aber passend zum Thema Winterdienst LKW 6510 mit Anhängeschneepflug (Foto: Mag. Alfred Luft, 07.01.1954). Dieses Gespann wirkt aus heutiger Sicht schon sehr anachronistisch.

Absolut! Ein bisschen wie aus einem Laurel & Hardy-Film.  :D
Der LKW stammt sicher noch aus den 1920er-Jahren.
Titel: Re: Winterdienst bei der Wiener Straßenbahn
Beitrag von: nord22 am 26. März 2018, 19:49:34
SG 6054 bei dichtem Schneetreiben (Foto: Mag. Alfred Luft, 12.01.1954). Die Arbeitsbedingungen auf dem Wagen waren echt "russisch". Nach längerem Tüfteln konnte ich die Kolingasse als Aufnahmeort identifizieren ...

LG nord22
Titel: Re: Winterdienst bei der Wiener Straßenbahn
Beitrag von: Linie106 am 27. März 2018, 11:54:50
Nein, nie von innen gesehen. Jetzt weiß ich, warum die Gleise so marod sind  ;D
im Wiki bei der Type sz1 - ehemalige d2 ...
;)
http://www.strassenbahnjournal.at/wiki/images/0/04/Sz1_7194innen_bhfspeising20001026.jpg
Titel: Re: Winterdienst bei der Wiener Straßenbahn
Beitrag von: nord22 am 25. Mai 2018, 12:56:59
DP 6368 ex D1 368 beim Palais Epstein (Foto: Mag. Alfred Luft, 08.01.1954). Gebaut wurde dieser Wagen 1900 als D 178; im März 1926 erfolgte der Umbau in D1 368.

LG nord22
Titel: Re: Winterdienst bei der Wiener Straßenbahn
Beitrag von: nord22 am 13. Juni 2018, 14:09:43
G2 2006 + Schneepflug in der Avedikstraße; im Hintergrund eine Halle von RDH (Foto: Mag. Alfred Luft, 02.03.1958). Interessanterweise war der Anhängeschneepflug nicht durch eine Stange, sondern ein Stahlseil mit dem G2 verbunden.

LG nord22
Titel: Re: Winterdienst bei der Wiener Straßenbahn
Beitrag von: coolharry am 13. Juni 2018, 14:52:08
G2 2006 + Schneepflug in der Avedikstraße; im Hintergrund eine Halle von RDH (Foto: Mag. Alfred Luft, 02.03.1958). Interessanterweise war der Anhängeschneepflug nicht durch eine Stange, sondern ein Stahlseil mit dem G2 verbunden.

LG nord22

Das sitzen auf diesen Pflügen muss ein sehr holpriges gewesen sein (von der Kälte mal abgesehen). Vollgummifreifen, keine wirkliche Federung und die Hände am Lenkrad festgefroren. War sicher nicht sehr beliebt darauf Dienst zu tun.
Titel: Re: Winterdienst bei der Wiener Straßenbahn
Beitrag von: Hawk am 14. Juni 2018, 20:20:13
G2 2006 + Schneepflug in der Avedikstraße; im Hintergrund eine Halle von RDH (Foto: Mag. Alfred Luft, 02.03.1958). Interessanterweise war der Anhängeschneepflug nicht durch eine Stange, sondern ein Stahlseil mit dem G2 verbunden.

LG nord22

Das sitzen auf diesen Pflügen muss ein sehr holpriges gewesen sein (von der Kälte mal abgesehen). Vollgummifreifen, keine wirkliche Federung und die Hände am Lenkrad festgefroren. War sicher nicht sehr beliebt darauf Dienst zu tun.
Das war nicht angenehm!

Da gebe ich dir recht!
Titel: Re: Winterdienst bei der Wiener Straßenbahn
Beitrag von: Z-TW am 14. Juni 2018, 22:21:24
G2 2006 + Schneepflug in der Avedikstraße; im Hintergrund eine Halle von RDH (Foto: Mag. Alfred Luft, 02.03.1958). Interessanterweise war der Anhängeschneepflug nicht durch eine Stange, sondern ein Stahlseil mit dem G2 verbunden.

Diese Schneepfüge waren zu meiner Kindheit im Sommer in der Materialrutsche in der Stromstraße abgestellt und für uns Kinder ein beliebter Spielplatz. Das Lenkrad zu bewegen schafften wir aber nie.
Titel: Re: Winterdienst bei der Wiener Straßenbahn
Beitrag von: hema am 15. Juni 2018, 01:56:07
Die Rudolfheimer Pflüge sind aber nicht im Zwanzigsten abgestellt worden!  ;)
Titel: Re: Winterdienst bei der Wiener Straßenbahn
Beitrag von: Z-TW am 15. Juni 2018, 09:38:33
Die Rudolfheimer Pflüge sind aber nicht im Zwanzigsten abgestellt worden!  ;)

Ich meinte eigentlich "solche" Schneepflüge!
Titel: Re: Winterdienst bei der Wiener Straßenbahn
Beitrag von: nord22 am 22. Juni 2018, 10:35:15
G 630 bei einer wegen einsetzenden Tauwetters eigentlich obsoleten Räumfahrt (Foto: Mag. Alfred Luft, 13.01.1954). G 603 wurde per 01.04.1957 ausgemustert. Beim Aufnahmeort bitte ich die p.t. Forenteilnehmer um Anregungen ...

LG nord22
Titel: Re: Winterdienst bei der Wiener Straßenbahn
Beitrag von: coolharry am 22. Juni 2018, 11:07:38
G 630 bei einer wegen einsetzenden Tauwetters eigentlich obsoleten Räumfahrt (Foto: Mag. Alfred Luft, 13.01.1954). G 603 wurde per 01.04.1957 ausgemustert. Beim Aufnahmeort bitte ich die p.t. Forenteilnehmer um Anregungen ...

LG nord22

Wenn das Hrn. Lufts Heimatbereich ist, hätt ich gesagt das ist die Wallensteinstraße und die abzweigende Gasse ist entweder die Staudingergasse oder die Heinzelmanngasse.
Titel: Re: Winterdienst bei der Wiener Straßenbahn
Beitrag von: 95B am 22. Juni 2018, 11:16:42
Wenn das Hrn. Lufts Heimatbereich ist, hätt ich gesagt das ist die Wallensteinstraße und die abzweigende Gasse ist entweder die Staudingergasse oder die Heinzelmanngasse.

Dein Suchansatz ist völlig korrekt, bei solchen Luft-Bildern muss man im 20. zu suchen beginnen. Allerdings hast du im falschen Grätzl geschaut. ;) Der Zug befährt die Obere Donaustraße Richtung Gaußplatz, im Hintergrund ist die Scholzgasse zu sehen. Der Landmaschinenverkäufer Reuckl wohnte vermutlich am Gaußplatz 11, zumindest ist im Lehmann 1942 ein Georg Reuckl, Vertreter, als dort wohnhaft verzeichnet.  :)
Titel: Re: Winterdienst bei der Wiener Straßenbahn
Beitrag von: coolharry am 22. Juni 2018, 11:56:33
Wenn das Hrn. Lufts Heimatbereich ist, hätt ich gesagt das ist die Wallensteinstraße und die abzweigende Gasse ist entweder die Staudingergasse oder die Heinzelmanngasse.

Dein Suchansatz ist völlig korrekt, bei solchen Luft-Bildern muss man im 20. zu suchen beginnen. Allerdings hast du im falschen Grätzl geschaut. ;) Der Zug befährt die Obere Donaustraße Richtung Gaußplatz, im Hintergrund ist die Scholzgasse zu sehen. Der Landmaschinenverkäufer Reuckl wohnte vermutlich am Gaußplatz 11, zumindest ist im Lehmann 1942 ein Georg Reuckl, Vertreter, als dort wohnhaft verzeichnet.  :)

Die Scholzgasse würde auch mit dem runden Erker zusammen passen.
Titel: Re: Winterdienst bei der Wiener Straßenbahn
Beitrag von: nord22 am 30. Juni 2018, 17:39:21
Das Sandstreuen in Haltestellen erfolgte einst in vorsintflutlicher Art manuell von einem Lastbeiwagen; hier kl 11015 + K am Gelände des Bhf. Speising (Foto: DI J. Michlmayr, 24.02.1962). kl 11015 (Bj. 1917) wurde am 15.12.1972 in kl 7537 umnummeriert und per 31.07.1981 ausgemustert.

LG nord22
Titel: Re: Winterdienst bei der Wiener Straßenbahn
Beitrag von: nord22 am 12. Juli 2018, 10:39:44
G 630 in der Klosterneuburger Straße (Foto: Mag. Alfred Luft, 08.01.1954).

LG nord22
Titel: Re: Winterdienst bei der Wiener Straßenbahn
Beitrag von: Norbert Waltnerl am 12. Juli 2018, 12:27:58
Der alte G ist sicherlich eine Aufnahme wert.... aber dahinter das ‚Ankerbrot‘-Pferdefuhrwerk ist heut zu Tage schon eine Sensation, überhaupt für die jungen Forenmitglieder. Ganz toll, dieses Foto. Danke dafür.
Titel: Re: Winterdienst bei der Wiener Straßenbahn
Beitrag von: Norbert Waltnerl am 12. Juli 2018, 12:29:17
..... pardon... ‚Hammerbrot‘.
Titel: Re: Winterdienst bei der Wiener Straßenbahn
Beitrag von: haidi am 12. Juli 2018, 12:50:46
Du hast ewig Zeit, deine Postings auszubessern :)
Titel: Re: Winterdienst bei der Wiener Straßenbahn
Beitrag von: 95B am 12. Juli 2018, 12:51:37
Du hast ewig Zeit, deine Postings auszubessern :)

... aber bitte mit der Editierfunktion. ;)
Titel: Re: Winterdienst bei der Wiener Straßenbahn
Beitrag von: nord22 am 14. August 2018, 19:29:01
Ein Kobel G mir Aufsteckschneepflug in der Klosterneuburger Straße (Foto: Mag. Alfred Luft, 02.03.1958).

LG nord22
Titel: Re: Winterdienst bei der Wiener Straßenbahn
Beitrag von: 95B am 14. August 2018, 19:33:35
Ob der Wagen so gut geheizt hat, dass trotz dieses Wetters ein Fenster im Wageninneren geöffnet war?
Titel: Re: Winterdienst bei der Wiener Straßenbahn
Beitrag von: Norbert Waltnerl am 15. August 2018, 11:31:38
Ob der Wagen so gut geheizt hat, dass trotz dieses Wetters ein Fenster im Wageninneren geöffnet war?

...oder die Scheibe war kaputt und wurde nicht mehr erneuert.
Titel: Re: Winterdienst bei der Wiener Straßenbahn
Beitrag von: N1 am 15. August 2018, 11:41:46
Ob der Wagen so gut geheizt hat, dass trotz dieses Wetters ein Fenster im Wageninneren geöffnet war?
Waren die G nicht grundsätzlich unbeheizt?
Titel: Re: Winterdienst bei der Wiener Straßenbahn
Beitrag von: Norbert Waltnerl am 15. August 2018, 12:15:04
Ob der Wagen so gut geheizt hat, dass trotz dieses Wetters ein Fenster im Wageninneren geöffnet war?
Waren die G nicht grundsätzlich unbeheizt?
Soviel ich mich erinnern kann, gab es unter ein paar wenigen Sitzen diese elektr. Heizungen. Die haben aber keinesfalls den ganzen Wagen beheizt.
Titel: Re: Winterdienst bei der Wiener Straßenbahn
Beitrag von: N1 am 15. August 2018, 12:39:54
Die ersten mit (Nutzstrom-) Heizung ausgestatteten Wagen waren die H. Die G könnten daher allenfalls nachträglich mit Heizungen versehen worden sein, worüber aber weder im Bahn-im-Bild-Band über die Type G noch im Wiki etwas geschrieben steht.
Titel: Re: Winterdienst bei der Wiener Straßenbahn
Beitrag von: Norbert Waltnerl am 15. August 2018, 13:06:17
Die ersten mit (Nutzstrom-) Heizung ausgestatteten Wagen waren die H. Die G könnten daher allenfalls nachträglich mit Heizungen versehen worden sein, worüber aber weder im Bahn-im-Bild-Band über die Type G noch im Wiki etwas geschrieben steht.
Vielleicht irre ich auch. Kann sein, daß ich da etwas verwechsle. Ist ja auch schon einige Zeit her. Vielen Dank für das Recherieren. LG.
Titel: Re: Winterdienst bei der Wiener Straßenbahn
Beitrag von: Z-TW am 15. August 2018, 19:53:25
Ob der Wagen so gut geheizt hat, dass trotz dieses Wetters ein Fenster im Wageninneren geöffnet war?
Waren die G nicht grundsätzlich unbeheizt?
Soviel ich mich erinnern kann, gab es unter ein paar wenigen Sitzen diese elektr. Heizungen. Die haben aber keinesfalls den ganzen Wagen beheizt.

Dafür waren die Sitze über der Heizung stets brennheiß!
Titel: Re: Winterdienst bei der Wiener Straßenbahn
Beitrag von: nord22 am 16. August 2018, 11:38:55
Zwei völlig unterschiedliche Wagen der Type GP auf einem Bild. GP 8762 ex G1 4762 gefolgt von GP 6409 am Ludwig-Koeßler-Platz (Foto: DI J. Michlmayr, 16.03.1962). Die zehn auf G1 basierenden GP waren nur sehr kurz vom 27.12.1961 bis 30.04.1962 im Wagenstand der WVB. Eine mögliche Erklärung ist, dass ein Umbau auf GP entsprechend GP 6401 - 6420 in Überlegung war und nicht umgesetzt wurde.
Titel: Re: Winterdienst bei der Wiener Straßenbahn
Beitrag von: nord22 am 12. September 2018, 18:05:39
ML 452 mit zwei Anhängeschneepflügen im Prater bei der Rotunde (Foto: WStB, 1906).