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Straßenbahn Wien => Historisches => Linien => Thema gestartet von: Revisor am 07. Februar 2011, 17:25:03

Titel: Linie 69 (1907-1975)
Beitrag von: Revisor am 07. Februar 2011, 17:25:03
Auf der kurzen Linie 69 genügten fast immer Solotriebwagen. Oft setzte der Bahnhof Favoriten ein, was an Triebwagen gerade frei war. Dementsprechend groß war auch die Typenvielfalt. Ab den 1960er Jahren waren es dann meistens T2 oder L3, so wie hier der T2 448 bei seiner Schleifenfahrt durch die Südbahnhofschleife im Winter 1966/67.
Titel: Re: Linie 69 (1907-1975)
Beitrag von: Revisor am 11. Februar 2011, 14:05:38
Auch ein Schubetüren-G3 verirrte sich gelegentlich auf die Linie 69.
Titel: Re: Linie 69 (1907-1975)
Beitrag von: Ferry am 11. Februar 2011, 18:36:32
Auf der kurzen Linie 69 genügten fast immer Solotriebwagen. Oft setzte der Bahnhof Favoriten ein, was an Triebwagen gerade frei war. Dementsprechend groß war auch die Typenvielfalt. Ab den 1960er Jahren waren es dann meistens T2 oder L3, so wie hier der T2 448 bei seiner Schleifenfahrt durch die Südbahnhofschleife im Winter 1966/67.
Ja, so habe ich den 69er noch in Erinnerung. Allerdings waren es zu "meiner" Zeit - Anfang der 70er - bereits L3 (mit Dachsignal auch am Heck). Mein Vater hat mir damals erklärt, dies sei "die kürzeste Linie von Wien", mit einem Auslauf von nur zwei Wagen! War das eigentlich richtig?
Titel: Re: Linie 69 (1907-1975)
Beitrag von: 13er am 11. Februar 2011, 18:47:05
Ja, so habe ich den 69er noch in Erinnerung. Allerdings waren es zu "meiner" Zeit - Anfang der 70er - bereits L3 (mit Dachsignal auch am Heck). Mein Vater hat mir damals erklärt, dies sei "die kürzeste Linie von Wien", mit einem Auslauf von nur zwei Wagen! War das eigentlich richtig?
Die heutige Planfahrzeit Südbahnhof - Schwarzenbergplatz sind 8 Minuten. Bei einem (vermutlich) 10-Minuten-Intervall geht es sich also durchaus aus.
Titel: Re: Linie 69 (1907-1975)
Beitrag von: Revisor am 11. Februar 2011, 19:07:06
Die heutige Planfahrzeit Südbahnhof - Schwarzenbergplatz sind 8 Minuten. Bei einem (vermutlich) 10-Minuten-Intervall geht es sich also durchaus aus.
Laut t & m 2/2003 betrug das Intervall 8-12 Minuten wobei 2-3 Züge unterwegs waren.
Titel: Re: Linie 69 (1907-1975)
Beitrag von: Revisor am 31. Juli 2011, 19:26:16
Einen etwas ungewöhnlichen Weg für seine Einführungsfahrt zur Schwarzenbergstraße muß dieser Zug der Linie 69 vermutlich wegen einer Sperre des Südtiroler Platzes nehmen. Er fährt vom Bahnhof Favoriten über 6 - 65 - 2 zum Schwarzenbergplatz, wo er seine Stammstrecke erreichen wird. Der Grund dafür dürften Gleisumbauarbeiten am Südtiroler Platz im Zusammenhang mit der Errichtung der Straßen- und Straßenbahnunterführung im Zuge des Gürtels gewesen sein.
Titel: Re: Linie 69 (1907-1975)
Beitrag von: martin8721 am 31. Juli 2011, 19:37:58
Einen etwas ungewöhnlichen Weg für seine Einführungsfahrt zur Schwarzenbergstraße muß dieser Zug der Linie 69 vermutlich wegen einer Sperre des Südtiroler Platzes nehmen.

Sehr interessantes Bild!
Ich hätte nie im Leben erkannt, dass das in der Gudrunstraße sein soll.
Wo genau (auf welcher Höhe) befinden wir uns hier denn?
Titel: Re: Linie 69 (1907-1975)
Beitrag von: Revisor am 31. Juli 2011, 19:44:13
Ziemlich knapp vor dem Matzleinsdorfer Platz. Rechts außerhalb des Bildes befindet sich der Evangelische Friedhof.
Titel: Re: Linie 69 (1907-1975)
Beitrag von: Ferry am 01. August 2011, 10:09:18
Sehr interessantes Bild!
Was mich an dem Bild weit mehr überrascht, ist der Beiwagen - ich hatte den 69er eigentlich immer nur als mit Solo-TW betrieben in Erinnerung.
Titel: Re: Linie 69 (1907-1975)
Beitrag von: 15A am 01. August 2011, 13:05:49
Es sind auf der Linie 69 ganz kurz E1 gefahren.
Titel: Re: Linie 69 (1907-1975)
Beitrag von: 95B am 01. August 2011, 13:07:08
Es sind auf der Linie 69 ganz kurz E1 gefahren.
Und was hat das mit obiger Diskussion zu tun?
Titel: Re: Linie 69 (1907-1975)
Beitrag von: Z-TW am 01. August 2011, 14:43:30
Der durchgehende Betrieb der Linie D an allen Tagen kann durchaus verglichen werden mit dem Ersatz von 65, J, N durch 1 und 2.! Somit ist dem 69er keine Träne nachzuweinen...
Titel: Re: Linie 69 (1907-1975)
Beitrag von: luki32 am 01. August 2011, 15:26:52
Der durchgehende Betrieb der Linie D an allen Tagen kann durchaus verglichen werden mit dem Ersatz von 65, J, N durch 1 und 2.! Somit ist dem 69er keine Träne nachzuweinen...

Nur ist der 69er nicht durch einen durchgehenden D ersetzt worden, sondern durch einen auf gleicher Strecke verkehrenden D gestrichen, und der wurde nur durch den durchgehenden D ersetzt, weil der T eingestellt wurde, also ist dem kurzen bzw. den zwei kurzen D sehr wohl eine Träne nachzuweinen.
Noch dazu wurde der 69er und der 36er durch zwei auf völlig verschiednen Strecken verkehrenden D gestrichen ersetzt.

mfg
Luki
Titel: Re: Linie 69 (1907-1975)
Beitrag von: Z-TW am 01. August 2011, 17:12:15
Der durchgehende D ist dennoch ein Fortschritt - die Einstellung des T ein Fehler! Ich kann mich noch erinnern, wie man die Frequenz des 74 A gewaltig unterschätzt hat und mit Solobussen gefahren ist, die nach kurzer Zeit überfrequentiert waren. Man hat nicht bedacht, dass die U 3 eigentlich nur den J ersetzt. Aber das ist eine andere Geschichte...
Titel: Re: Linie 69 (1907-1975)
Beitrag von: Revisor am 01. August 2011, 18:22:06
Der durchgehende D ist dennoch ein Fortschritt - die Einstellung des T ein Fehler! Ich kann mich noch erinnern, wie man die Frequenz des 74 A gewaltig unterschätzt hat und mit Solobussen gefahren ist, die nach kurzer Zeit überfrequentiert waren. Man hat nicht bedacht, dass die U 3 eigentlich nur den J ersetzt. Aber das ist eine andere Geschichte...

Der 74A wurde ab seiner Einführung 1984 und auch nach der U3-Eröffnung 1991 immer mit Gelenkbussen betrieben. Lediglich an Sonntagen gab es zeitweilig Normalbusse. Dem 69er war nachzuweinen, da er, ebenso wie der 36er, durch die Linie D ersetzt wurde, die es damit im Netz zwei Mal gab. Die Führung des D auch an Sonn- und Feiertagen war natürlich eine Verbesserung, die aber nur auf Grund der Einstellung des T realisiert wurde.
Titel: Re: Linie 69 (1907-1975)
Beitrag von: W_E_St am 01. August 2011, 19:29:18
Wieso wurde da überhaupt auf diese Art gekürzt und nicht einfach an Wochenenden der T auf den Ast Weiskirchnerstraße (bzw. nächste Umkehrmöglichkeit) - St. Marx gekürzt? Nur wegen der einen StatioNS tadtbahn Schottenring - Börse die der T mehr bedient hat?
Titel: Re: Linie 69 (1907-1975)
Beitrag von: martin8721 am 01. August 2011, 20:01:00
Ziemlich knapp vor dem Matzleinsdorfer Platz. Rechts außerhalb des Bildes befindet sich der Evangelische Friedhof.

Stimmt!
Jetzt wo du's sagst, erkenn ich es! Das große Gebäude im Hintergrund steht sogar noch.  :lamp:
Titel: Re: Linie 69 (1907-1975)
Beitrag von: Revisor am 01. August 2011, 20:42:19
Wieso wurde da überhaupt auf diese Art gekürzt und nicht einfach an Wochenenden der T auf den Ast Weiskirchnerstraße (bzw. nächste Umkehrmöglichkeit) - St. Marx gekürzt? Nur wegen der einen StatioNS tadtbahn Schottenring - Börse die der T mehr bedient hat?

Wie meinen?
Titel: Re: Linie 69 (1907-1975)
Beitrag von: Linie 41 am 01. August 2011, 20:45:56
Ich glaube er will wissen, warum der T wichtiger war als der D, wenn ich das richtig verstanden habe. Also warum der T immer fuhr aber der D nur Werktags und nicht umgekehrt.
Titel: Re: Linie 69 (1907-1975)
Beitrag von: Revisor am 01. August 2011, 20:56:26
Ausflug in die Geschichte. 1946 wurde der D-Wagen auf den Werktagsbetrieb beschränkt, vermutlich wegen der total unterschiedlichen Auslastungen der beiden Radialäste, da fuhr aber noch die Linie F an Sonn- und Feiertagen. 1948 stellte die Linie F ihren Sonntagsbetrieb ein und wurde durch die Linie T ersetzt. Sicher war damals die Anbindung der Landstraßer Hauptstraße an den Ring wichtiger, als die der ohnedies an Sonn- und Feiertagen kaum frequentierten Strecke in der Prinz-Eugen-straße.
Titel: Re: Linie 69 (1907-1975)
Beitrag von: michael-h am 01. Dezember 2013, 20:20:38
L. Liljewall hielt den L3 461 im Juli 1969 in der Schellinggasse fest.

[attach=1]

LG Michi
Titel: Re: Linie 69 (1907-1975)
Beitrag von: nord22 am 13. Oktober 2015, 19:54:08
Der OPEC Überfall am 22.Dezember 1975 bedingte eine Ringsperre und Zweiteilung der Linie D. Bis ca. 8:30 wurde zwischen Schwarzenbergplatz und Südbahnhof mit dem Liniensignal 69 gefahren. T1 402 + m3 wurde von Ernst Plefka auf der Kreuzung Prinz-Eugen-Straße/ Arsenalstraße - Gürtel aufgenommen.

LG nord22
Titel: Re: Linie 69 (1907-1975)
Beitrag von: Ferry am 14. Oktober 2015, 14:53:38
Der OPEC Überfall am 22.Dezember 1975 bedingte eine Ringsperre und Zweiteilung der Linie D. Bis ca. 8:30 wurde zwischen Schwarzenbergplatz und Südbahnhof mit dem Liniensignal 69 gefahren. T1 402 + m3 wurde von Ernst Plefka auf der Kreuzung Prinz-Eugen-Straße/ Arsenalstraße - Gürtel aufgenommen.

Wieso eigentlich nur bis 8:30? Gab es für die Verwendung dieses Liniensignals eigentlich einen Dienstauftrag oder war das eine Spezialidee von Favoriten? Nachdem der 69er zu diesem Zeitpunkt ja schon über zwei Jahre Geschichte war, ist es immerhin bemerkenswert, dass noch ausreichend Besteckmaterial vorhanden war.

Gab es im selben Zeitraum auch einen 36er?
Titel: Re: Linie 69 (1907-1975)
Beitrag von: luki32 am 14. Oktober 2015, 17:18:34
Der OPEC Überfall am 22.Dezember 1975 bedingte eine Ringsperre und Zweiteilung der Linie D. Bis ca. 8:30 wurde zwischen Schwarzenbergplatz und Südbahnhof mit dem Liniensignal 69 gefahren. T1 402 + m3 wurde von Ernst Plefka auf der Kreuzung Prinz-Eugen-Straße/ Arsenalstraße - Gürtel aufgenommen.

Wieso eigentlich nur bis 8:30? Gab es für die Verwendung dieses Liniensignals eigentlich einen Dienstauftrag oder war das eine Spezialidee von Favoriten? Nachdem der 69er zu diesem Zeitpunkt ja schon über zwei Jahre Geschichte war, ist es immerhin bemerkenswert, dass noch ausreichend Besteckmaterial vorhanden war.

Gab es im selben Zeitraum auch einen 36er?

Es gibt nur eine Vermutung von uns.
Zu dieser Zeit war ja der 69er schon Geschichte und wurde durch den D gestrichen ersetzt.
Am Sonntag davor hieß die Linie auch D gestrichen, ebenso die aus Nußdorf bis zur Börse.
Am Montag darf es aber keine D gestrichen auf der Sonntagsrelation geben, da der ja eine Sonntagslinie war, beim Gürtel hatten sie die Ausrede, daß er bis Schottentor fuhr, war daher nicht sie Sonntagslinie.
Auf der 69er Seite fuhr aber die Linie genau so wie am Sonntag, am Montag gibts aber keinen D gestrichen auf dieser Relation, also gruben sie den 69er aus.
36er gabs, wie Du am Link unten siehst, keinen.

http://www.strassenbahnjournal.at/wiki/index.php?title=Verkehrsablenkungen_wegen_des_OPEC-%C3%9Cberfalls_1975 (http://www.strassenbahnjournal.at/wiki/index.php?title=Verkehrsablenkungen_wegen_des_OPEC-%C3%9Cberfalls_1975)

mfG
Luki
Titel: Re: Linie 69 (1907-1975)
Beitrag von: Ferry am 14. Oktober 2015, 21:15:41
Es gibt nur eine Vermutung von uns.
Zu dieser Zeit war ja der 69er schon Geschichte und wurde durch den D gestrichen ersetzt.
Am Sonntag davor hieß die Linie auch D gestrichen, ebenso die aus Nußdorf bis zur Börse.
Am Montag darf es aber keine D gestrichen auf der Sonntagsrelation geben, da der ja eine Sonntagslinie war, beim Gürtel hatten sie die Ausrede, daß er bis Schottentor fuhr, war daher nicht sie Sonntagslinie.
Auf der 69er Seite fuhr aber die Linie genau so wie am Sonntag, am Montag gibts aber keinen D gestrichen auf dieser Relation, also gruben sie den 69er aus.

Wobei es sinnvoller gewesen wäre, D gestrichen zu verwenden (mit diesem Signal waren die Leut' eher vertraut), als das Signal einer seit über zwei Jahren nicht mehr betriebenen Linie auf ein- und derselben Strecke.

Wäre trotzdem interessant, ob es für diese Besteckung einen Dienstauftrag (mit Material) gegeben hat oder ob das eine Favoritner Eigenkreation war.
Titel: Re: Linie 69 (1907-1975)
Beitrag von: Stellwerker am 14. Oktober 2015, 23:53:17
Vermute mal eine Favoritner Eigeninitiative.

LG
Stellwerker
Titel: Re: Linie 69 (1907-1975)
Beitrag von: Ferry am 15. Oktober 2015, 08:32:26
Vermute mal eine Favoritner Eigeninitiative.

Ich auch, denn über derartige Feinheiten in die Liniensignalisierung, wie von User "luki32" erläutert, hat man sich auch damals schon bei den WL wohl kaum Gedanken gemacht. Außerdem hätte dann Besteckmaterial angefertigt werden müssen, da man ja nach über zwei Jahren Einstellung des 69ers nicht mehr davon ausgehen konnte, dass solches in Favoriten noch vorhanden war. Und dafür wäre der Aufwand sicher nicht gerechtfertigt gewesen.
Titel: Re: Linie 69 (1907-1975)
Beitrag von: nord22 am 10. Januar 2016, 08:58:31
Anbei eine sehr interessante Aufnahme von E1 4742 aus 1972/ 73 im Auslieferungszustand (Foto: twf user Erdberg). Das Fahrgastflusssystem wurde in einer moderneren Form beibehalten: Einstieg nur bei Tür 1 und 4 (5), Tür 2 und 3 außen ohne Türtaster. Die Beschriftung entspricht weitgehend jener der bis 1969 ausgelieferten Schaffner E1 mit zwei Stadtwerke Kreuzwappen.

LG nord22
Titel: Re: Linie 69 (1907-1975)
Beitrag von: haidi am 10. Januar 2016, 09:13:46
Anbei eine sehr interessante Aufnahme von E1 4742 aus 1972/ 73 im Auslieferungszustand (Foto: shinkansen). Das Fahrgastflusssystem wurde in einer moderneren Form beibehalten: Einstieg nur bei Tür 1 und 4 (5), Tür 2 und 3 außen ohne Türtaster. Die Beschriftung entspricht weitgehend jener der bis 1969 ausgelieferten Schaffner E1 mit zwei Stadtwerke Kreuzwappen.
Zuvor durfte man auf mit Schaffner besetzten Zügen mit Zeitkarten beim Fahrer einsteigen.
Titel: Re: Linie 69 (1907-1975)
Beitrag von: Stellwerker am 10. Januar 2016, 09:43:43
Sicher?

Wurde das Einsteigen mit Zeitkarten beim Fahrer nicht erst ab 1974 erlaubt, als die entsprechenden Piktogramme bei der Tür 1 (die grünen mit dem weißen Pfeil) angebracht wurden? Davor war bei der Tür 1 bei schaffnerbesetzten Wagen ja immer "KEIN EINSTIEG" angeschrieben.

LG,
Stellwerker
Titel: Re: Linie 69 (1907-1975)
Beitrag von: Sonderzug am 10. Januar 2016, 10:08:40
Was war bei der Tür 4 angeschrieben?
Titel: Re: Linie 69 (1907-1975)
Beitrag von: Stellwerker am 10. Januar 2016, 10:20:46
Ich glaube

<EINSTIEG

KASSA ENTWERTER> (Entwerter zweizeilig)

LG,
Stellwerker
Titel: Re: Linie 69 (1907-1975)
Beitrag von: haidi am 10. Januar 2016, 10:57:57
Genau weiß ich es nicht ich habe das aus dem vorigen Bild geschlossen, weil es mir als logische Abfolge vorkam. Dass da gleichzeitig schaffnerlos gefahren wurde und der Einsteig vorne erlaubt wurde verträgt sich nicht ganz mit der endenwollenden Flexibilität der WStW-VB :)
Titel: Re: Linie 69 (1907-1975)
Beitrag von: Wiener Schwelle am 10. Januar 2016, 12:06:19
War nach Tür 1 nicht ein gelbes Leuchttransparent "Kassa"?
Titel: Re: Linie 69 (1907-1975)
Beitrag von: Stellwerker am 10. Januar 2016, 12:33:40
Ja, kam dann etwas später. Vorne gelb mit KASSA, hinten blau mit SCHAFFNERLOS.

Dazu das gelbe Piktogramm

EINSTIEG>
FAHRSCHEINAUTOMAT

LG,
Stellwerker
Titel: Re: Linie 69 (1907-1975)
Beitrag von: Donaufelder am 13. Mai 2016, 14:11:48
Sollte der nicht vorne ein "KASSA" Leuchttransparent haben?
Titel: Re: Linie 69 (1907-1975)
Beitrag von: 111 am 15. Mai 2016, 10:21:09
Sollte der nicht vorne ein "KASSA" Leuchttransparent haben?

Nein - denn dieser Zug hatte noch die sogenannte "Greißlerei". Also den Fahrscheinverkauf durch den Fahrer. Erst nach Einbau der Fahrscheinautomaten bekamen die Züge vorne das gelbe Leuchttransparent mit der Aufschrift "KASSA".
Vielleicht hat ja jemand Innenaufnahmen der ersten Generation von schaffnerlosen E1 gemacht, die er ins Forum stellen kann. Wäre sicher interessant - falls dies nicht eh schon irgendwo schlummert!
Titel: Re: Linie 69 (1907-1975)
Beitrag von: Donaufelder am 15. Mai 2016, 10:32:39
Sollte der nicht vorne ein "KASSA" Leuchttransparent haben?

Nein - denn dieser Zug hatte noch die sogenannte "Greißlerei". Also den Fahrscheinverkauf durch den Fahrer. Erst nach Einbau der Fahrscheinautomaten bekamen die Züge vorne das gelbe Leuchttransparent mit der Aufschrift "KASSA".
Vielleicht hat ja jemand Innenaufnahmen der ersten Generation von schaffnerlosen E1 gemacht, die er ins Forum stellen kann. Wäre sicher interessant - falls dies nicht eh schon irgendwo schlummert!

Würd mich auch interessieren, wie das damals ausgesehen hat! :)
Wieviele solcher Züge mit "Greißlerei gab es da eigentlich?

Ist zwar zum Teil OT, wills aber trotzdem anbringen:
In Innsbruck fahren die Flexities mit der "Greißlerei" in Form eines Bordcomputers auf BEIDEN Fahrständen UND einen Fahrscheinautomaten. Vermutlich, um ihren Fahrgästen eine größere Anzahl verschiedener Tickets anbieten zu können.
Titel: Re: Linie 69 (1907-1975)
Beitrag von: Erdberg am 24. Mai 2016, 21:24:20
Meine drei 69er-Bilder hab ich noch gar nicht gezeigt, wie ich hier bemerke. Eine ist ja ziemlich schlecht, weil es so dunkel war, die beiden anderen sind aber recht schön:

1. Vermutlich 1972 entstanden: Schwarzenbergplatz

2. 1973 beim Südbahnhof aufgenommen.

3. 1973 in der Schleife Südbahnhof.
Titel: Re: Linie 69 (1907-1975)
Beitrag von: 111 am 25. Mai 2016, 22:50:12
Interessant! Beim Bild 1 von User "Erdberg" mit dem T2 439 am Schwarzenbergplatz ist hinten ein m-Beiwagen zu sehen. War am Sonntag oder Feiertag damals gar nicht mehr am 71er üblich. Oder das Bild wurde zu Allerheiligen aufgenommen, dann könnte es passen! Falls es nicht doch eine ganz andere Ursache dafür gab. Ich kann mich erinnern, dass wir in den 70er Jahren als Kinder von den Sozialisten mit mehreren Dreiwagenzügen von Simmering in das Theater an der Wien gefahren wurden - das war sicher auch an einem Sonntag Vormittag. Das Stück hab ich längst vergessen, nur dass damals jeder Wagen mit den Nummern der jeweiligen Sektion beschriftet war, dass weiß ich noch genau! Und deshalb hab ich in einen Beiwagen einsteigen müssen, wo ich doch eigentlich immer nur mit den Triebwagen fahren wollte  >:(!
Titel: Re: Linie 69 (1907-1975)
Beitrag von: Erdberg am 26. Mai 2016, 11:29:09
Ja, jetzt wo Du es erwähnst: das ist sicher an einem 1. November (also muß es 1972 gewesen sein) aufgenommen. Denn an dieser Stelle hab ich ja auch Zentralfriedhofslinien fotografiert (hab ich schon gepostet, unter den Linien 35 und 71 müßten die zu finden sein). Das Wetter stimmt auch damit überein (und daher die schlechte Qualität der Dias).
Titel: Re: Linie 69 (1907-1975)
Beitrag von: Ferry am 26. Mai 2016, 20:08:21
3. 1973 in der Schleife Südbahnhof.

Nicht schlecht! Ich wusste gar nicht, dass der 69er noch E1-Zeiten erlebt hat. Naja, im Vergleich zu den L3 konnte man so einen Mann Personal einsparen (das wird wohl auch der Grund für den Einsatz gewesen sein, denn vom Fahrgastaufkommen her waren diese Wagen eindeutig überdimensioniert!).
Titel: Re: Linie 69 (1907-1975)
Beitrag von: Achter am 26. Mai 2016, 21:51:30
Am Foto des 4742 ist auch sehr schön der Scheinwerfer zwischen den Trittstufen zu sehen, der in Haltestellen die Straßenverkehrsteilnehmer auf die ein- und aussteigenden Fahrgäste aufmerksam machen sollte. Diese Lampen, die bei allen Türen der E1 angebracht waren, leuchteten bei völliger Dunkelheit die Fahrbahn (früher waren ja viel mehr Haltestellen ohne Insel) relativ gut aus.

Ich kann mich leider nicht erinnern, ob auch die E diese Lampen hatten. Kann bitte jemand helfen? Danke.
Titel: Re: Linie 69 (1907-1975)
Beitrag von: 95B am 26. Mai 2016, 22:11:49
Ich kann mich leider nicht erinnern, ob auch die E diese Lampen hatten. Kann bitte jemand helfen? Danke.

Im E-Buch von ULHP sind zwei Fotos von E mit geöffneter Tür 1 zu sehen (4401 und 4440 II) – beide haben keine Trittstufenbeleuchtung.
Titel: Re: Linie 69 (1907-1975)
Beitrag von: W_E_St am 27. Mai 2016, 12:08:10
Ich kann mich leider nicht erinnern, ob auch die E diese Lampen hatten. Kann bitte jemand helfen? Danke.

Im E-Buch von ULHP sind zwei Fotos von E mit geöffneter Tür 1 zu sehen (4401 und 4440 II) – beide haben keine Trittstufenbeleuchtung.

Ich bin mir aber fast sicher, diese Beleuchtung als Kind noch bei E (nur an der Tür 1) am 9er wahrgenommen zu haben! Oder waren 1991-1995 E1 am 9er unterwegs?
Titel: Re: Linie 69 (1907-1975)
Beitrag von: haidi am 27. Mai 2016, 12:22:06
Ich kann mich erinnern, dass es Gelenkfahrzeuge gegeben hat, die über der oder den Türen einen rechteckigen Scheinwerfer gehabt haben, die bei offener Türe die Fahrbahn vor der Türe beleuchtet haben. Ich denke, dass es Fx gewesen sind, könnten aber auch aus der D-Reihe stammen.
Ich hab in Google Bilder gesucht, aber keine Leuchten in der Art gefunden, weiß aber hundertprozentig, dass es diese gegeben hat.
Titel: Re: Linie 69 (1907-1975)
Beitrag von: 4463 am 27. Mai 2016, 13:47:26
Ich kann mich leider nicht erinnern, ob auch die E diese Lampen hatten. Kann bitte jemand helfen? Danke.

Im E-Buch von ULHP sind zwei Fotos von E mit geöffneter Tür 1 zu sehen (4401 und 4440 II) – beide haben keine Trittstufenbeleuchtung.

Ich bin mir aber fast sicher, diese Beleuchtung als Kind noch bei E (nur an der Tür 1) am 9er wahrgenommen zu haben! Oder waren 1991-1995 E1 am 9er unterwegs?
Ich bin mir aber fast sicher, dass es diese Beleuchtung Anfang der 90er nicht mehr gab. Ich war damals dauernd mit den Linien aus WÄR unterwegs und habe die Wagen bis ins Detail beobachtet, daher wäre mir das wohl aufgefallen.
Am 9er waren damals E aus der Nummerngruppe 4601-4630 im Einsatz. Manche davon hatten noch Trittstufenkontakte - vielleicht war bei diesen Fahrzeugen diese Beleuchtung noch vorhanden?
Titel: Re: Linie 69 (1907-1975)
Beitrag von: 95B am 27. Mai 2016, 14:43:06
In den frühen 1990ern waren allfällige Trittstufenbeleuchtungen längst ausgebaut. Du verwechselst das vielleicht mit dem Lichtkegel des oberen Türscheinwerfers, der wegen der Innentürtaster schräg gestellt ist (ausgenommen E 4437, bei dem man das vergessen hat) und daher auf die Straße leuchtet.
Titel: Re: Linie 69 (1907-1975)
Beitrag von: N1 am 27. Mai 2016, 17:07:31
Ich kann mich erinnern, dass es Gelenkfahrzeuge gegeben hat, die über der oder den Türen einen rechteckigen Scheinwerfer gehabt haben, die bei offener Türe die Fahrbahn vor der Türe beleuchtet haben. Ich denke, dass es Fx gewesen sind, könnten aber auch aus der D-Reihe stammen.
Das war bei den (stets unterbauartenlosen) F der Fall und zwar oberhalb des Heckeinstiegs (vgl. hier (http://www.strassenbahnjournal.at/?/sjneu/showfoto.php?serie=48&ind=1&relocate)).
Titel: Re: Linie 69 (1907-1975)
Beitrag von: W_E_St am 27. Mai 2016, 17:39:24
Meine Erinnerung ist eigentlich ein einzelnes Schlaglicht, aber recht klar. Haltestelle Elterleinplatz, ein düsterer Tag mit strömendem Regen. Ein Zug Richtung Westbahnhof steht in der Haltestelle und meiner Meinung nach leuchtet eben bei der Tür 1 genau im Bereich der Stufen (und nicht von oben wie ich es von den E1 am 40er und 41er gekannt habe) auf die Straße. Außerdem bilde ich mir ein in der Frühzeit meines Straßenbahn-Interesses irgendwo gelesen zu haben, dass die E bei der Tür 1 - wo nie Lichtschranken montiert wurden - diese Beleuchtung teilweise viel länger behielten als die E1, wo sie beim Schaffnerlosumbau ausgebaut wurden. Aber die Erinnerung ist ein komisches Viech, keine Ahnung.
Titel: Re: Linie 69 (1907-1975)
Beitrag von: 4463 am 28. Mai 2016, 01:04:25
Es gab hier im Forum mal ein Foto eines solchen Scheinwerfers. Vielleicht spielt Dir die Erinnerung da einen Streich und Du hast es in Wirklichkeit hier gesehen?
Titel: Re: Linie 69 (1907-1975)
Beitrag von: nord22 am 28. Mai 2016, 10:53:48
G1 496 bei sommerlichen Temperaturen am Wiedner Gürtel in den 50er Jahren (Bildautor nicht bekannt). Der Fotograf wird vom Fahrgast neben dem Fahrer skeptisch betrachtet.

LG nord22
Titel: Re: Linie 69 (1907-1975)
Beitrag von: WIENTAL DONAUKANAL am 28. Mai 2016, 11:37:20
Und einen OSCAR für den besten Nebendarsteller, den Schaltbock rechts vom Triebwagen.
Titel: Re: Linie 69 (1907-1975)
Beitrag von: W_E_St am 28. Mai 2016, 12:13:07
Es gab hier im Forum mal ein Foto eines solchen Scheinwerfers. Vielleicht spielt Dir die Erinnerung da einen Streich und Du hast es in Wirklichkeit hier gesehen?

Nein, nein, diese Erinnerung habe ich schon lange vor diesem Forum auf der Fanpage gepostet!
Titel: Re: Linie 69 (1907-1975)
Beitrag von: 60er am 28. Mai 2016, 13:09:12
Außerdem bilde ich mir ein in der Frühzeit meines Straßenbahn-Interesses irgendwo gelesen zu haben, dass die E bei der Tür 1 - wo nie Lichtschranken montiert wurden - diese Beleuchtung teilweise viel länger behielten als die E1, wo sie beim Schaffnerlosumbau ausgebaut wurden. Aber die Erinnerung ist ein komisches Viech, keine Ahnung.
Meinst du mit Schaffnerlosumbau den Ausbau des Schaffnersitzes? Denn der oben gezeigte E1 4742 ist bereits im Einmannbetrieb, aber mit Trittstufenbeleuchtung unterwegs.

Dass bei den E die Umbauten zum Teil weniger konsequent durchgeführt wurden, stimmt. So gab es etliche E, die bis zur Ausmusterung am Heck eine Blindtüre und Trittstufenkontakte behielten, während bei den E1 sämtliche Wagen bis spätestens Ende der 80er-Jahre einen Heckumbau und Lichtschranken erhielten.
Titel: Re: Linie 69 (1907-1975)
Beitrag von: 18er am 28. Mai 2016, 18:45:42
G1 496 bei sommerlichen Temperaturen am Wiedner Gürtel in den 50er Jahren (Bildautor nicht bekannt). Der Fotograf wird vom Fahrgast neben dem Fahrer skeptisch betrachtet.

LG nord22

Danke für die interessante Aufnahme. Wo am Wiedner Gürtel ist das cirka?
Titel: Re: Linie 69 (1907-1975)
Beitrag von: martin8721 am 28. Mai 2016, 21:15:43
Und einen OSCAR für den besten Nebendarsteller, den Schaltbock rechts vom Triebwagen.

Und ich wollte gerade fragen, was das ist, was sich rechts neben dem Triebwagen befindet!  ;D
Ist das eine ältere Bauart als jene Schaltböcke, die man heute noch vereinzelt in Wien findet? Oder hatte dieser Schaltbock eine andere Funktion? Er wirkt nämlich irgendwie größer als jene mit dem abgerundeten Haubendach.
Titel: Re: Linie 69 (1907-1975)
Beitrag von: 95B am 28. Mai 2016, 21:36:58
Danke für die interessante Aufnahme. Wo am Wiedner Gürtel ist das cirka?

In der alten Schleifenanlage parallel zum (2.) Südbahnhof.
Titel: Re: Linie 69 (1907-1975)
Beitrag von: nord22 am 02. Juli 2016, 17:38:44
G3 2101 war sicher ein außergewöhnliches Fahrzeug auf der Linie 69 (Foto: Harald Herrmann). Typisch für Anfang der 50er Jahre der schlechte Lackzustand mit vielen notdürftig ausgebesserten Flächen.

LG nord22
Titel: Re: Linie 69 (1907-1975)
Beitrag von: Z-TW am 02. Juli 2016, 19:30:00
Typisch für Anfang der 50er Jahre der schlechte Lackzustand mit vielen notdürftig ausgebesserten Flächen.


Das wird man auch über die Hochflurer im 2. Jahrzehnt des 21. Jh. schreiben!
Titel: Re: Linie 69 (1907-1975)
Beitrag von: nord22 am 17. Juli 2016, 20:03:05
T2 437 hinter einem Zug der Linie 71 auf der Schwarzenbergstraße (Foto: Harald Riedel).

LG nord22
Titel: Re: Linie 69 (1907-1975)
Beitrag von: Donaufelder am 18. Juli 2016, 09:47:51
Die Perspektive ist eigenartig! Ist das noch die alte Schleife innerhalb des Rings? ???
Titel: Re: Linie 69 (1907-1975)
Beitrag von: h 3004 am 18. Juli 2016, 09:49:00
ja!
Titel: Re: Linie 69 (1907-1975)
Beitrag von: luki32 am 18. Juli 2016, 10:42:32
Die Perspektive ist eigenartig! Ist das noch die alte Schleife innerhalb des Rings? ???

Wo ist denn die Schwarzenbergstraße?  ;)

mfG
Luki
Titel: Re: Linie 69 (1907-1975)
Beitrag von: Erdberg am 18. Juli 2016, 10:54:45
Google Maps und OpenStreetMap helfen da perfekt!
Titel: Re: Linie 69 (1907-1975)
Beitrag von: h 3004 am 18. Juli 2016, 14:49:42
Wobei ich mich erinnern kann, daß damals auf den Zielschildern (71, 69) "Schellinggasse" gestanden hat.
Titel: Re: Linie 69 (1907-1975)
Beitrag von: Stellwerker am 18. Juli 2016, 18:05:52
Ist der parallele 2. Gleis, welches hinter dem T2 zu sehen ist, das ehemalige Gleis zur Kuppelstelle Walfischgasse?
Titel: Re: Linie 69 (1907-1975)
Beitrag von: Nussdorf am 18. Juli 2016, 19:26:36
Ein Superbild aus einer mir (heute) sehr vertrauten Umgbung - vielen Dank!
Titel: Re: Linie 69 (1907-1975)
Beitrag von: luki32 am 19. Juli 2016, 10:01:27
Ist der parallele 2. Gleis, welches hinter dem T2 zu sehen ist, das ehemalige Gleis zur Kuppelstelle Walfischgasse?

Die gabs da schon lange nicht mehr, das ist ein Stockgleis.

mfG
Luki
Titel: Re: Linie 69 (1907-1975)
Beitrag von: Ferry am 19. Juli 2016, 10:50:23
Die gabs da schon lange nicht mehr, das ist ein Stockgleis.

Interessant, dass da beide Schleifen - Schellinggasse und Christinenschleife - eingezeichnet sind. Aber wie ich dem Wiki entnehme (@luki32: Ja, ich habe wirklich nachgeschaut! ;) ), gab es vom Oktober 1969 bis Dezember 1971 tatsächlich beide Schleifen nebeneinander. Das war mir neu, ich dachte bislang, die Christinenschleife hätte die Schleife Schellinggasse nahtlos abgelöst. Na, wieder was gelernt!
Titel: Re: Linie 69 (1907-1975)
Beitrag von: luki32 am 19. Juli 2016, 11:11:14
Die gabs da schon lange nicht mehr, das ist ein Stockgleis.

Interessant, dass da beide Schleifen - Schellinggasse und Christinenschleife - eingezeichnet sind. Aber wie ich dem Wiki entnehme (@luki32: Ja, ich habe wirklich nachgeschaut! ;) ), gab es vom Oktober 1969 bis Dezember 1971 tatsächlich beide Schleifen nebeneinander. Das war mir neu, ich dachte bislang, die Christinenschleife hätte die Schleife Schellinggasse nahtlos abgelöst. Na, wieder was gelernt!

Die Schleife Schellinggasse wurde nie definitiv gesperrt (zumindest ist kein DA bekannt), es wurde nur auf einmal im Dezember 1971 die Oberleitung entfernt.
Angeblich wurde sie aber nach Inbetriebnahme der Christinenschleife nie mehr befahren.

mfG
Luki
Titel: Re: Linie 69 (1907-1975)
Beitrag von: nord22 am 04. August 2016, 13:03:19
Parade von Stahlkastenzweiachsern in FAV: links T2 422 + c2 (c3) - Linie O während der Ausgleichszeit; L3 456 und T2 442 besteckt als Linie 69 und T2 443 (Foto: Harald Riedel).

LG nord22
Titel: Re: Linie 69 (1907-1975)
Beitrag von: nord22 am 30. August 2016, 16:51:59
T2 436 am Schubertring (Foto: H. H. Heider). Das bescheidene Sitzplatzangebot eines T2 Solo war offensichtlich ausreichend ...

LG nord22
Titel: Re: Linie 69 (1907-1975)
Beitrag von: h 3004 am 30. August 2016, 19:51:06
Zum Bild:
Der T2 steht offenbar hinter einem 71er - Doppelhaltestelle? damals (nach dem Bild) nicht möglich, d.h. der Fahrer hat die Leute ausnahmsweise aus- und einsteigen lassen. Reguläre Hst. wäre weiter vorne, wo die Personen vielleicht auch gewartet haben.-
2. Variante: nur Pause zum Lüften bei der Hitze und außerhalb der Hst.
Titel: Re: Linie 69 (1907-1975)
Beitrag von: oldtimer am 30. August 2016, 19:57:42
Zum Bild:
Der T2 steht offenbar hinter einem 71er - Doppelhaltestelle? damals (nach dem Bild) nicht möglich, d.h. der Fahrer hat die Leute ausnahmsweise aus- und einsteigen lassen. Reguläre Hst. wäre weiter vorne, wo die Personen vielleicht auch gewartet haben.-
2. Variante: nur Pause zum Lüften bei der Hitze und außerhalb der Hst.

3. Variante war ein Besuch des im Bild sichtbaren Sandbehälter wobei man sich den Weg von der Haltestelle zurück ersparen wollte.

Wem oblag damals eigentlich das Füllen der Sandvorräte und die Wagenumsicht?
Titel: Re: Linie 69 (1907-1975)
Beitrag von: Klingelfee am 30. August 2016, 21:04:07
Zum Bild:
Der T2 steht offenbar hinter einem 71er - Doppelhaltestelle? damals (nach dem Bild) nicht möglich, d.h. der Fahrer hat die Leute ausnahmsweise aus- und einsteigen lassen. Reguläre Hst. wäre weiter vorne, wo die Personen vielleicht auch gewartet haben.-
2. Variante: nur Pause zum Lüften bei der Hitze und außerhalb der Hst.

3. Variante war ein Besuch des im Bild sichtbaren Sandbehälter wobei man sich den Weg von der Haltestelle zurück ersparen wollte.

Wem oblag damals eigentlich das Füllen der Sandvorräte und die Wagenumsicht?

Was ich mich erinnern kann, oblag das Sandfüllen dem Fahrer und die Umsicht dem Zugführer/Schaffners. Wobei wenn der Schaffner nett war und der fahrer auch kein Urasser war, dann hat auch das Sandfüllen der Zugsführer übernommen. Ist bei mir allerdings auch schon 20 Jahre  her.
Titel: Re: Linie 69 (1907-1975)
Beitrag von: 95B am 30. August 2016, 21:10:55
Variante 4: Der Zugführer grüßt den Fotografen (siehe Handbewegung!) und hat zu diesem Behufe den Fahrer gebeten, die Tür zu öffnen.
Titel: Re: Linie 69 (1907-1975)
Beitrag von: h 3004 am 30. August 2016, 21:30:06
Wenn wir jetzt schon eine Laus nach Mekka treiben (altes Sprichwort): Die Tür war im auf- oder zugehendem Zustand. Ev.
5. Variante: die Abfahrt nach Variante 1-4.
Titel: Re: Linie 69 (1907-1975)
Beitrag von: 4463 am 06. Oktober 2016, 21:50:44
War Fahrgästen damals die Mitfahrt durch die Schleife überhaupt gestattet? Weil das könnte einige Varianten gleich obsolet machen.
Titel: Re: Linie 69 (1907-1975)
Beitrag von: W_E_St am 06. Oktober 2016, 22:14:06
War da überhaupt wer im Wagen? Ich meine außer dem Zugsführer maximal eine Person zu erkennen, wenn überhaupt (hinten, gegenüber vom Schaffnerplatz). War der Zug bis auf das Personal leer würde ich annehmen, dass der Fahrer für die Unterhaltung mit dem Fotografen stehengeblieben ist.

Offiziell müsste die Wagenumsicht auch dem Fahrer "gehört" haben, aber der Zugsführer war normalerweise dabei.
Titel: Re: Linie 69 (1907-1975)
Beitrag von: nord22 am 19. Oktober 2016, 09:07:12
K 2354 abgestellt in FAV (Foto: Harald Riedel).

LG nord22
Titel: Re: Linie 69 (1907-1975)
Beitrag von: nord22 am 16. Februar 2017, 09:10:59
G1 916 abgestellt in FAV (Foto: Harald Herrmann).

LG nord22
Titel: Re: Linie 69 (1907-1975)
Beitrag von: nord22 am 20. April 2017, 21:01:46
L1 2613 in der Arsenalstraße beim Südbahnhof (Foto: DI J. Michlmayr, 07.01.1962). Die Kapazität eines Solo L1 war für die mäßige Fahrgastfrequenz völlig ausreichend.

LG nord22
Titel: Re: Linie 69 (1907-1975)
Beitrag von: nord22 am 30. April 2017, 10:12:49
* L1 2624 in der Arsenalstraße beim Südbahnhof (Foto: DI J. Michlmayr, 21.01.1962)
* L1 2613 in der Arsenalstraße beim Südbahnhof (Foto: DI J. Michlmayr, 07.01.1962)

LG nord22
Titel: Re: Linie 69 (1907-1975)
Beitrag von: nord22 am 28. Juni 2017, 20:15:22
L1 2622 in der Schleife Schweizer Garten (Foto: DI J. Michlmayr, 25.02.1962). Der Wagen steht interessanterweise im ehemaligen 13er Gleis.

LG nord22
Titel: Re: Linie 69 (1907-1975)
Beitrag von: nord22 am 19. Dezember 2017, 07:32:19
L1 2606 in der Arsenalstraße beim Südbahnhof (Foto: DI J. Michlmayr, 21.01.1962).

LG nord22
Titel: Re: Linie 69 (1907-1975)
Beitrag von: Ferry am 19. Dezember 2017, 11:44:45
L1 2622 in der Schleife Schweizer Garten (Foto: DI J. Michlmayr, 25.02.1962). Der Wagen steht interessanterweise im ehemaligen 13er Gleis.

Wieso "interessanterweise"? Den 13er gab es, wie du ja selber schreibst, zu diesem Zeitpunkt nicht mehr und somit stand das Gleis für andere Zwecke zur Verfügung. Vielleicht war der Wagen schadhaft und dort nur abgestellt.

Weiß jemand, seit wann dieses Gleis nur mehr "über Auftrag" befahren werden darf?
Titel: Re: Linie 69 (1907-1975)
Beitrag von: 95B am 19. Dezember 2017, 13:58:28
Weiß jemand, seit wann dieses Gleis nur mehr "über Auftrag" befahren werden darf?

Ich konnte im Zuge einer schnellen Recherche den DA 532/2005 (nur die Nummer, nicht aber den konkreten Inhalt) ausfindig machen, der das grundsätzliche Befahren der Gleise in der Südbahnschleife regelt: äußeres Gleis nur über Auftrag, keine Vorbeifahrt über das Außengleis an ULFen am Mittelgleis, keine ULFe am Innengleis.
Titel: Re: Linie 69 (1907-1975)
Beitrag von: hema am 19. Dezember 2017, 14:32:37
Das "Befahrverbot" gab es schon länger, weil man den Busverkehr nicht behindern wollte/durfte*. Die heute noch gültige Regelung bzgl. des Benutzens der einzelnen Gleise kam erst später und war im wesentlichen durch (eventuelle) Probleme mit den breiteren ULFs begründet.



*) Eigentlich seit die gepflasterte Fahrspur neben den Gleisen praktisch ganztägig zum Abstellen gerade nicht eingesetzter Busse verwendet wurde. Man sparte sich dadurch das Einziehen von Bussen außerhalb der HVZ.
Titel: Re: Linie 69 (1907-1975)
Beitrag von: nord22 am 02. Januar 2018, 22:09:45
L1 2601 in der Arsenalstraße beim Südbahnhof (Foto: DI J. Michlmayr, 11.02.1962).

LG nord22
Titel: Re: Linie 69 (1907-1975)
Beitrag von: WIENTAL DONAUKANAL am 02. Januar 2018, 23:22:02
Die L1 hatten offensichtlich mehrere Ausführungen der Schienenbremse erhalten. Die typischen Diagonalstreben fehlen noch bei den Erstwagen, weiss da jemand mehr dazu?
Titel: Re: Linie 69 (1907-1975)
Beitrag von: petestoeb am 04. Januar 2018, 11:06:12
L1 2622 in der Schleife Schweizer Garten (Foto: DI J. Michlmayr, 25.02.1962). Der Wagen steht interessanterweise im ehemaligen 13er Gleis.

Wieso "interessanterweise"? Den 13er gab es, wie du ja selber schreibst, zu diesem Zeitpunkt nicht mehr und somit stand das Gleis für andere Zwecke zur Verfügung. Vielleicht war der Wagen schadhaft und dort nur abgestellt.

Weiß jemand, seit wann dieses Gleis nur mehr "über Auftrag" befahren werden darf?

Eine weitere Möglichkeit ist folgende (muss aber nicht sein / kenne ich aus meiner Beginnzeit bei den WL im Bhf. Fav 1979):

An Sonntagen waren auf der Linie 69 bzw /D zwei Züge im Einsatz und ein 1/4 Stundenintervall. Fahrzeit zu meiner Zeit pro Runde 18 Minuten, die man ohne Anstrengung locker 5 Min unterfahren konnte. Manchmal haben die Kollegen dann sich ausgemacht, ein Zug fährt dauernd für BEIDE und später dann welchsel. Der andere Zug wurde derweil am anderen Gleis abgestellt. Ich hab das auch 1, 2 mal gemacht. Nur mussten da alle Mitspielen (auch der Autobusexpeditor). Und am Schwarzenbergplatz für man genau weg. War eine Kontrolle, dann der Fleck sicher (war damals auch egal, die brauchten ohnehin jeden Mann/Frau). Erlaubt war das natürlich nicht, aber damals nahm man manches nicht so genau.
Titel: Re: Linie 69 (1907-1975)
Beitrag von: nord22 am 03. August 2018, 11:53:39
L1 2610 in der Arsenalstraße beim Südbahnhof (Foto: DI J. Michlmayr, 07.01.1962). Die Anzahl der zusteigenden Fahrgäste war sehr überschaubar ...

LG nord22