Im gesamten U-Bahn-Netz sind in Schwachlastzeiten viel zu lange Garnituren unterwegs. Was ist dein Vorschlag? Das gesamte U-Bahn-Netz auf Zwei-Wagen-Züge umstellen, damit U2- und U5-Neubauten günstiger werden und man die Auslastungszahlen verbessert?
Ich stimme @38ger zu, der 6er wäre eigentlich prädistiniert für längere Fahrzeuge. Die Bahnen gehen eigentlich zu jeder Tageszeit über, und das eigentlich auf der gesamten Linie (außer Westbahnhof - Burggasse und Schrankenberggasse - Geiereckstraße). Die Haltestellen dürften im Großen und Ganzen recht leicht zu verlängern sein, Probleme würde ich ausgerechnet an der Ulli-Sima-Gedenkschleife Geiereckstraße sehen. Und noch dazu liegt der Bahnhof Favoriten direkt am 6er, so dass auch nicht ewig viele Strecken für Ein- und Aussetzfahrten umgerüstet werden müssten. Eventuell sollte für Umleitungen noch der Ast zum Stefan-Fadinger-Platz hergerichtet werden.
Man hat sich nun mal im U-Bahn-Bereich für Züge wie sie derzeit verkehren entschieden. Punkt. Wenn man derzeit aus Kostengründen ein An-/Abkuppeln durchführen wollte (natürlich abgesehen vom Fahrzeugtyp), könnte man es nicht durchführen, da dazu auch das nötige Werkstätten-/Verschubpersonal fehlen würde, da man auf dem Sektor Werkstätte vieles weggespart hat. Gleiches gilt für alle Sparten im Betrieb.
Im Straßenbahnbereich liegt vieles im Argen:
Gleisbau noch immer nicht optimal, dort wo man spürbare Verbesserungen eingebracht hat, wie z.B. Klosterneuburgerstraße, wird die Verbesserung durch ausquetschen der Schweißstellen wegen der hohen Radlast der ULFe wieder zunichte gemacht. Außerdem wurden sie nicht in dem Qualitätsstandart ausgeführt wie es sein sollte (Elektrisches Verschweißen anstatt Termit-Verschweißung), auch die 20m Schienen sind/wären nicht mehr zeitgemäß. Dies hat man auch auf sämtlichen Neubaustrecken in schlechter Qualität ausgeführt, anstatt so wie @95B in Antwort 121 es richtig angeführt hat: "Andere Betriebe investieren in ihre Infrastruktur so viel, dass es nicht alle paar 100 m Langsamfahrstellen gibt". Leider neigt man auch derzeit dazu, keine geraden Streckenteile zu erlangen sondern man paßt sich den Straßengegebenheiten an und baut viele Gleisverschwenkungen ein anstatt sich mit einer Fuhrwerksfahrbahn an Haltestellensituationen anzupassen. Ein zusätzliches Plus für einen Gleisverschleiß. Ich denke da gerade an den starken Gleisschwenk nach links in der Rosensteingasse nach der Vereinigungsweiche aus der Teichgasse/ Joh.-Nep.-Berger-Platz hin zum Haltestellenbereich. Für einen Flexity eine sehr langsam zu fahrende Stelle und Beanspruchung der Module 1 und 5, für den ULF eine starke Beanspruchung der Einzelfahrwerke überhaupt für Portal 1, 2, 5 und 6.
Noch längere Züge würden nur bedeuten, daß man in/bei Kurvenfahrten wiederum Zeit verliert, da die Kurven keine Anfahr-/ Ausfahrtübergangsbögen haben. Wenn man heute mit einem Flexity fährt, muß man sich als Fahrer bei der Wahl einer höheren Geschwindigkeit für eine Kurvenfahrt oftmals irgendwo im Führerstand anhalten, da bei einer Kurvenfahrt durch den großen Überhang im Bug- oder Heckmodul ein starker Ruck der Mudulstruktur auftritt, wenn man aus der Geraden in eine Kurve oder Weiche einfährt (oder zurück in die Gerade) und man nicht mehr optimal am Fahrersitz sitzt. Also auch nicht Optimal. Einzig eine größere Breite von 2,5m wäre auf die schnelle machbar und auch wünschenswert.
Die 7A-Gleisschleife hätte man mMn an die rechte Seite der Geiselbergstraße in die Geiereckstraße unter der Tangente in Ri. Werkstättenweg bauen sollen. Aber: Um diesen Unfug zu entschärfen, ganz einfach die Li. 6 wieder bis Simmering - egal jetzt ob bis Bhf. Simmering, Zentralfriedhof oder Grillgasse fahren lassen und alles ist wieder so halbwegs gut. Die Ausrede, das in der Grillgasse der 15A stört, zählt mMn nicht. Und wenn mich doch der 15A stört, dann verlängere ich ihn halt über Krausegasse, Rappachgasse bis zum Kreisverkehr Kopalgasse oder vielleicht mit einer anderen Lösung einer Linienführung zurück in FR Meidling, alles machbar mit dem MB NG265. Die dortigen Anrainer werden es vermutlich dankbar annehmen.
Der Ankauf der Type MB NG265 XL war/ist eine Schnapsidee irgend eines Führungsorganes bei den WL oder ein auf's Aug drücken von Seiten der Industrie. Mit diesem Bus-Typ habe ich nur Nachteile sowohl im Netz (Routengebunden) als auch in der Werkstätte (Überlänge). Würde ich schleunigst auslaufen lassen. Am 48A hat man ja geringfügig das Intervall gestreckt bzw. an der Fahrzeit geringfügig geschraubt. Derzeit fahren die Kurse innerhalb der Possingergasse bis zum Ring und zurück übervoll durch die Gegend. Für die Lenker absolut nicht lustig. 11A und 11B sind auch so ein Kapitel. Einzig am 26A läufts mit diesem Bustyp so halbwegs.