Die 3 Minuten kannst aber auch ohne viel Ampelschaltungen einsparen. Bei der Schleicherei auf dieser Linie..... 
Klar kann man unter normalen Umständen auf der Linie 3 min einsparen. Aber man muss bei der Fahrplangestaltung auch einplanen, dass es immer wieder zu kurzen Behinderungen aller Art kommen kann. Denn was nützt mir eine planmässige Fahrzeitverkürzung, wenn dann bei 80-90% aller Fahrten die neue Fahrzeit nicht eingehalten werden kann.
Man muss zwei Dinge bei den WL unterscheiden: Sie wollen es nicht oder sie können es nicht. In 90% der Fälle, heißt es das geht nicht, weil man es eigentlich nicht will. Wenn man für die anderen 10% herausgefunden hat (oder drauf gestoßen wurde), wie es geht, dann findet man in Erdberg leider fallweise die maximale Anti-Lösung. Das trifft auf Dinge wie Rasengleis oder eben auch "Halt nur an Haltestellen" zu.
Die Erstellung eines Fahrplans ist eigentlich trivial, nur in Wien wird daraus ohne Not eine Wissenschaft gemacht mit 15 bis 20 Fahrzeitprofilen (das sind die verketteten Durchfahrtzeiten zwischen Endstelle A und Endstelle B). In anderen, natürlich nicht-weltbesten Betrieben gibt es i.d.R. vier Fahrzeitprofile (HVZ, NVZ, SVZ und Nacht- oder Spät-Verkehrszeit). Und man kann zwar Puffer in die Fahrzeitprofile einbauen, aber es ist nicht der Weisheit letzter Schluss, weil im schlechten Fall ein Zug mit Verfrühung einen Zug mit Verspätung ausbremst. Also werden anderswo Fahrzeiten eher spitz geplant, dafür aber ausreichende Ausgleichszeiten an den Endstellen berücksichtigt.
Einen interessanten Ansatz verfolgt Zürich: Dort werden die Durchfahrtzeiten der Linien mehrmals pro Jahr "kalibriert", indem das Fahrpersonal die Linien so gut es geht fährt und auf Basis der Fahrplanabweichung an der anderen Endstelle dann ggfs. die Durchfahrtzeiten angepasst werden. Dass die Straßenbahn dort aber an sehr wenigen Ampel wirklich warten muss, liegt auf der Hand.