Die letzte größere Neubaustrecke in Berlin war die Verlängerung der Linie M10 zur Turmstraße.
Sonst tat sich dort recht wenig.
Auch die Schienen am Potsdamerplatz bleiben weiter ungenützt und liegen schon ewig dort ohne deren Benützung.
Was soll/wird dort fahren?
Geplant war die Verlängerung der Linie M4, aber die derzeit von der CDU geführte Senatsverkehrsverwaltung hat das Projekt gestoppt:
https://www.nd-aktuell.de/artikel/1197424.tramausbau-ausbau-strassenbahnlinie-m-planungsstopp-aber-keine-sabotage.html
Man hat in den 90ern leider in einem Teil der Leipziger Straße den historischen Stadtgrundriss wiederhergestellt, also die Straße verschmälert und so eine eigene Trasse verunmöglicht. Das spielt zwar fachlich und faktisch keine Rolle, weil man die Bahn über die paar hundert Meter auch auf der Fahrbahn führen könnte, ist aber für die CDU und weite Teile der SPD denkunmöglich. Deshalb tut sich diese Strecke seit 30 Jahren schwer.
Die unrühmliche Rolle der SPD sei auch erwähnt - die Verkehrspolitik war nämlich der ausschlaggebende Punkt, sich in dieser Legislaturperiode für die Koalition mit der CDU zu entscheiden. Es gäbe im Parlament auch eine rot-rot-grüne Mehrheit. Infolgedessen wurde der Straßenbahnausbau de facto vollständig eingestellt und das in den letzten Jahren stark ausgebaute ÖV-Angebot wieder zusammengestrichen (natürlich nur "vorübergehend" und "zur Stabilisierung des Betriebs"). Die Anti-ÖV-Politik führt so weit, dass der eine Bus, der zur Anbindung eines Neubaugebiets im 20-min-Takt benötigt wird, durch eine Linienverkürzung anderswo ausgeglichen wird. Sprich: in einer Stadt mit tausenden Bussen darf es noch nicht mal einen einzigen Umlauf zusätzlich geben.