TW 7 der Linie A wartet beim Hauptbahnhof 1959 auf die Abfahrt nach Annabichl (Foto: J. Kössner/ TAÖ).
Rund um den Hauptbahnhof gibt es zahlreiche Aufnahmen.
Bild 1 zeigt die
Endstelle vor dem Haupbahnhof, im Hintergrund das Wohnhaus von Robert Musil (heute Museum). Die beiden Triebwagen 8 und 10 erhielten 1949 einen neuen Wagenkasten. Aufnahmezeitpunkt 1950er. Bildautor unbekannt.
Bild 2 an der gleichen Stelle, jedoch
um 180 Grad gedreht. Das in AW 71 in Bau befindliche Haus fehlt noch, weshalb die Aufnahme vor 1959 entstanden sein muss. Das Eckhaus mit Turm war damals ein Hotel (Bahnhofhotel), heute Bankfiliale. Der Triebwagen 17 (links) weist noch den Originalzustand auf. Es gab keine Türen am Einstieg sondern nur Gitter. Der Triebwagen 22 (rechts) war ein Neubau aus dem Jahr 1942. Im Hintergrund links neben dem TW 17 erkennt man die Masten der Straßenbahnremise, da das Grundstück noch unverbaut war. Bildautor unbekannt.
Bild 3 zeigt ein Fotogramm (min. 0:33) aus einem Dokumentarfilm aus dem Jahr 1926 (
Filmrarchiv Austria). Das stattliche Direktionsgebäude der Straßenbahn dürfte offenbar durch Bombenschaden zerstört worden sein. Das Grundstück vor der Remise ist heute unverbaut. Die Zufahrt zur Remise ergolgte durch die Einfahrt. Den genauen Standort des Gebäudes konnte ich jedoch nicht ausfindig machen.
Bild 4 zeigt die Remise, welche auch zu Beginn des Dokumentarfilms zu sehen ist. Die Aufnahme stammt eindeutig aus der Nachkriegszeit. Die beiden äußere Wagen (17 und 2) befinden sich im Originalzustand, TW 6 bekam laut Wikipedia 1949 einen neuen Wagenkasten und TW 22 ist einer der drei Neubauten aus dem Jahr 1942. Bildautor unbekannt.
Ob die alte Remise noch steht, konnte ich nicht zweifelsfrei festsstellen. Auf
Google Maps erkennt man jedenfalls zwei Gebäude mit jeweils 4 Eingangstoren, welche sich in etwa an der Stelle Remise befinden und heute als Busgarage der Stadtbusse dienen. Das linke Gebäude dürfte aufgrund des Fensters im Giebel das Original sein. Allerdings passt der Verlauf der Schienen im Film nicht zu den Gegebenheiten, zumal diese vor dem Gebäude links wegbiegen. Das würde auf eine Zufahrt direkt vom
Walther von der Vogleweide-Platz hindeuten. Kann jedoch sein, dass sich die Gleislage später geändert hat. Demanch müsste es um das Hotel und durch das Remisengelände eine Schleife gegeben haben.
Google Streetview aus der Gabelsberger Straße