Bevor sich die Badner Bahn auf dem Netz der jetzigen WL bewegt hat, hatte sie doch in Meiding ihre egene Brücke und den eigenen Bahnkörper bis zu ihrer Endstation beim heutigen Bahnhof Meidling. Ich nehme an, dass sie dann auch ihren eigenen Strom verwendeten.
Nein, damals wurde in diesem Bereich noch mit Dampf gefahren, und ganz am Anfang wurde auch noch alles von der NWT betrieben. Aber auch heute liegt die Eigentumsgrenze zwischen WL und WLB nicht exakt am Beginn der WLB-Strecke.
Die Geschichte ist doch etwas komplexer, denn die Brücke wurde bereits in ihrer Frühzeit von der Straßenbahn mitbenutzt, wie ein Bild aus dem Fundus der ÖNB bezeugt, dass im
62er-Thread veröffentlicht wurde.
In weiterer Folge heißt es dort zum 62er bzw dessen Vorläufer:
Am 30.04.1904 wurde eröffnet: Mitbenützung der WLB-Strecke (km 2,055 bis km 2,345) Eichenstraße ab Bahnhof Meidling – Brücke über die Südbahn – Schedifkaplatz/Breitenfurter Straße – Hetzendorfer Straße bis Kernstraße.Ab 11.10.1910 fuhr die Straßenbahn dann über die (neu gebaute) Philadelphiabrücke. (
Straßenbahn-Wiki).
Das erklärt jedoch noch immer nicht, weshalb die Trennstelle zum Wechselstrombereich erst bei der Gutheil-Schoder-Gasse war und warum heute zwischen Schedifkaplatz und Inzersdorf mit 750 V gefahren wird und erst danach mit 850 V.