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« Letzter Beitrag von Nulltarif am Heute um 16:26:31 »
Ich wollte mit meinem Beitrag #475 nicht ausdrücken, dass es gar keine Beeinflussung oder auch Bevorzugung durch die Öffis gibt, und noch weniger, dass nicht viele Schaltungen durchaus geschickt gelöst sind. Aber die Formulierung (durch die WiLi!), dass drei Viertel der Ampeln grün für die Öffis zeigen, ist m.E. eine Schönfärberei, die fälschlich suggeriert, es sei eh alles paletti. (Den Gegenbeweis liefert eine Fahrt mit dem D aus der Prinz Eugen-Straße zum Ring. Der steht über den Schwarzenbergplatz drei Mal (!) bei einer roten Ampel, bis er in den Ring einbiegen kann. Und in der anderen Richtung geht es auch nicht in einem Zug.)
Übrigens habe ich absichtlich den Begriff "Bevorrangung" vermieden, weil Vorrang in diesem Kontext ein Fachbegriff aus der StVO ist. Ich habe (ganz im Sinn von @abc in #476) von "Bevorzugung" geschrieben. Und dass ein Öffi überhaupt einmal eine Freiphase bekommt, ist (im Gegensatz zur Meinung von @Klingelfee) m.E. noch lange keine Bevorzugung - schon gar nicht, wenn sie "autogerecht" immer nur zu der Zeit kommt, wenn sie den MIV am wenigsten stört. (Aber nochmals: ich behaupte nicht, dass es nicht da und dort auch wirklich bevorzugende Schaltungen gibt, es sind mir persönlich nur noch viel zu wenige.)