In Hütteldorf wäre dann ein zweiter Bahnsteig für die S80 kein Schaden, theoretisch ginge es aber auch mit einem.
Nein, das wäre betriebliches Harakiri, bei der Verspätungsanfälligkeit die S80 planmäßig in 15 min. die Strecke Hietzinger Hauptstraße - Hütteldorf und retour samt Wendezeit fahren zu lassen. Das ist völlig illusorisch.
Sehe ich anders:
Historisch hat man mit Ankünften :21 und :51 in Hf geplant und mit Abfahrten um :08 und :38. Wären bei einem 15 min Takt 2 min Wendezeit und Harakiri, weil diese Zeiten selten gehalten wurden. Also selbst wenn man 2 Lokführer dort hat, schwierig. Im neuen Fahrplan hat man die Ankünfte auf :22 und :52 verlegt und die Abfahrten auf :06 und :36. Unter diesen Gegebenheiten (Abfahrten :06 :21 :36 und :51, Ankünfte :07 :22 :37:52) wäre eine Umsetzung durch Kreuzen kurz vor dem Bahnhof Hütteldorf denkbar, dann wären es wohl 13-14 min Wendezeit und im Verspätungsfall kann man die Kreuzung zur Hietzinger Hauptstraße verlegen.
Das Problem: Wer soll den diesen 15 min Takt füllen? Ab Meidling leert sich die S80, das Fahrgastaufkommen rechtfertigt diese Taktverdichtung nicht wirklich. Mit den neuen Stationen ist die Geschichte anders, aber bis dahin erschließt sich mir die Notwendigkeit nicht.
Ist ja alles richtig, und trotzdem ist doch die realistische politische Alternative zum derzeit geplanten Umbau nicht die Durchbindung zwischen Verbindungsbahn und Vorortelinie, sondern der jetzige Zustand auf Jahrzehnte hinaus, inklusive 30-min-Takt auf der S80 in der Donaustadt.
Das stimmt so nicht, nach der Fertigstellung des 4-gleisigen Ausbaus bis Liesing kann auch auf die Südbahn durchgebunden werden. Konkret würde die Regionalzuglinie nach Leobersdorf (startet ohnehin in Hbf 3-12) gut passen. Und ob die Verbindungsbahn wesentlich vor Dezember 2032 fertig wird? Ich bezweifle es. Außerdem gäbe es die oben skizzierte Alternative im Bestand, zusätzlich könnte man auch in Maxing wenden oder in Matzleinsdorf wie der REX 8 es aktuell (und hoffentlich nicht mehr lange) macht. Vom Verbindungsbahnausbau hängt die Taktung auf der Strecke nach Aspern nicht ab.
Und wie trassierst du die Einknüpfung von der Vorortelinie zur Verbindungsbahn, ohne die Westbahn zu kreuzen? Mit Unterführungsbauwerk wird das nichts, dafür wird dann alles zu steil.
Warum soll das nicht gehen? Du kannst direkt nach Penzing beginnen, da die Vorortelinie dann nur noch ein Gleis bis Hütteldorf braucht, und die Kurve zur Brücke ist erst 1,1 km später. Der Arsenaltunnel ist 950 m lang.