Das schreit förmlich nach "Ich will und ich kann nicht".
Wo ist der Sinn dahinter, eine "Haltestelle Neu" ohne FGI-Anzeige hinzupflanzen, wenn sich direkt daneben die alte FGI-Anzeige befindet? Wurde die Haltestelle der 5. Epoche nicht dafür konzipiert, die FGI-Anzeige, mit ebendieser, zu verknüpfen?
Wenn man es so halbherzig macht, hätte man gleich die Haltestelle der 4. Epoche lassen können.
Ja man hat scheinbar aufgegeben, den eigentlichen Sinn der Aktion zu verfolgen. Kostet nur noch Geld jetzt, ohne Mehrwert.
Es werden keine Masten reduziert und FGI auf eine Säule konzentriert (wie versprochen), es gibt keine größeren Fahrpläne (wie versprochen). Und die ePapers sind überhaupt eine Zumutung und sie funktionieren selten korrekt.
Und btw, die roten Schildchen mit dem Fahrziel an den neuen Haltestellen sind sogar kleiner als die alten.
Kann man das gesichtswahrend noch irgendwie sanft beenden?
Vielleicht die Verantwortlichen durch die Leute ersetzen, die in Bratislava in den letzten Jahren ein funktionierendes und optisch ansprechendes neues Haltestellendesign eingeführt haben?
vorhernachherNoch seltsamer: dieses Design setzt sich auch auf den Bildschirmen in Bussen und Straßenbahnen sowie in den Fahrplanaushängen fort. Die Verkehrsbetriebe scheinen eine Art Corporate Design für das ganze Unternehmen und nicht für jede einzelne Abteilung oder jeden einzelnen Funktionär zu haben. Verrückt.
In Wien hingegen: die Fahrplanaushänge sehen anders aus als die Anzeigen im Bus, in den ULF (selbst auf den Bildschirmen) gibt es dann nochmal andere, das Design auf den Über-Tür-Bildschirmen in der Type X wurde offensichtlich mit Powerpoint im Rahmen eines Windows95-Kurses in einer VHS entworfen, dann gibt es noch verschiedene Haltestellenformen, und dann auch noch verschiedene Werbematerialien.
Der Kontrast könnte wirklich nicht größer sein. Haben die am Ende in Bratislava Profis beauftragt und keine Parteifreunde?