Ich sehe das weniger kritisch. Dass 12A und 49er im Bogen aneinander nicht gleichzeitig vorbeikommen, sollte beiden Beteiligten klar sein. Dann wartet halt einer die paar Sekunden, bis der andere vorbei ist. Das ist völlig unabhängig davon, ob in der Hütteldorfer Straße eine Parkspur ist oder nicht, denn die Breite der Huglgasse wird dadurch ja nicht verändert.
Was mich eher stört, ist, dass das Spitzenhalteverbot in der Hütteldorfer Straße stadteinwärts nicht kontrolliert wird. Der Bereich ist in der verbotenen Zeit ständig zumindest teilweise verparkt und dann bremst sich die Straßenbahn durch ihre eigene Beschleunigung aus, da die angeforderte Abbiegephase von der Hütteldorfer Straße in die Huglgasse die Auflösung des Rückstaus im Gleisbereich verhindert. Das wäre ein guter Anwendungsfall für eine KI-gestützte Ampelsteuerung – vorausgesetzt, man lässt die WL bei der Einrichtung der Software nicht mitreden ...
Vor der Errichtung der Parkspur war es dem Bus problemlos möglich, beim Abbiegen auf die dedizierte Spur für den MIV auszuholen. Ein 49er und ein 12A konnten sich dort immer relativ gedankenlos begegnen. Das ist nicht mehr möglich. Aber ja, Weltuntergang ist es sicher keiner.
Zum Halteverbot: Das gehört in der Tat rigoros abgestraft. Aber das Hauptproblem ist der „fließende“ Verkehr, der trotz der Fahrstreifenanzeiger NICHT auf der (meist eh freien) rechten Spur fährt sondern sich halbherzig in der Mitte der Spuren anordnet, natürlich noch halb auf dem Gleis. Die Ampelphase wurde diesbezüglich vor einigen Monaten angepasst, ein ewiges Freihalten der Phase trotz Rückstau ist mir schon seit Monaten nicht mehr untergekommen (früher ist mir sowas bei fast jedem Dienst passiert)