51
Allgemeines / Re: Hier kommt der Flexity
« Letzter Beitrag von 60er am 14. Februar 2026, 22:08:29 »Meinst du die Tichy-Werbung beim E2 und ULF?Gibt es überhaupt noch E2/c5 mit Werbung?
Meinst du die Tichy-Werbung beim E2 und ULF?Gibt es überhaupt noch E2/c5 mit Werbung?
Das war sich der Herr Spängler sehr wohl bewusst, unterschätze bitte nicht die Techniker der damaligen Zeit, nur war damals die "Des geht net" Fraktion noch sehr überschaubar.Sein Plan war, den vorhandenen Straßenbahnwagenpark, bei dem nach dem Ersten Weltkrieg ein Überhang bestand, dergestalt optimal auszunutzen, indem die angenommenen unterschiedlichen Verkehrsspitzen von Stadt- und Straßenbahn möglichst optimal ausgenutzt werden sollten. Straßenbahn: Berufsverkehr, Allerheiligenzeit; Stadtbahn: Wochenend- bzw. Ausflugsverkehr. Dann kam ein Verkehrsanstieg, woraus sich die Notwendigkeit der Anschaffung von Neufahrzeugen ergab. Mit Straßenbahnradreifen hätten die Fahrzeuge auf der Stadtbahn – so hat man mir hier erklärt – mit geringer Geschwindigkeit über Weichen schleichen müssen. Deshalb bekamen die Stadtbahnwagen Übergangsradreifen. Die einzige Verknüpfung zwischen Straßenbahn und Stadtbahn war dann der 18G. Pläne, die mitunter unzureichenden 18G-Dreiwagenzüge bei Bedarf durch durchgehende Fünfwagenzüge zu ersetzen, wurden torpediert ("des geht net"). Lässt man den ohnehin recht kurzlebigen 18G, den es lediglich 20 Jahre gab, außer Acht, war der Stadtbahnfuhrpark in der Praxis schließlich völlig vom Straßenbahnfuhrpark getrennt. Für die Straßenbahn adaptierte Stadtbahnwagen verblieben in der Regel in ihrem neuen Einsatzgebiet und waren in den letzten Jahrzehnten ihres Einsatzes nicht einmal mehr theoretisch auf der Stadtbahn einsetzbar, da die verschiedene Umbauten vorgenommen worden waren. Da die Stadtbahn durchaus auch im Berufsverkehr angenommen wurde, war das aber wohl kein allzu großes Problem. Das Konzept von Herrn Ing. Spängler hat sich also sukzessive in Luft aufgelöst. Gut, er konnte nicht voraussehen, dass die Stadtbahn 1934 ins Eigentum der Stadt Wien übergehen sollte, aber sonst?
Wie hat man sich beim C3 die Vielfachsteuerung vorgestellt? Der hat keine Scharfenbergkupplungen gehabt. Wie hätte man zwei C3 zusammengekuppelt? Und wie hätte man den zweiten Führerstand abgesperrt?
Es gab auch schon Publikumsverkehr mit Fahrgästen mit T+T im Straßenbahnnetz.
Aber luki32 hat es eh schon angesprochen: Auch für den 18G mussten im Straßenbahnnetz Adaptionen vorgenommen werden.
Etwa mit dem gleichen Aufwand könnten heute 30-cm-Bahnsteigkanten im Straßenbahnnetz für die T gebaut werden.
Oder man verschiebt die E2-c5 im Tausch gegen ULFe alle in den Norden, dort sind mit 25, 26, 27 und 30 gleich vier Linien, die man damit bestücken könnte und die Transdanubier haben sich schon daran gewöhnt, dass hier sehr viele Hochflurer unterwegs sind.Die meisten NF-Züge (die eigentlich am 6er fahren) werden für den 18er benötigt. E2 dürfen nicht mehr auf dieser Linie eingesetzt werden. Was übrig bleibt (ULF und Flexity) kommt am 11er zum Einsatz (neben E2+c5). Während der Früh-HVZ werden am 18er sicher mindestens 20 Züge gebraucht.Was man tun könnte, um nicht so viele E2+c5 am 11er zu haben, ist ein paar HF-Kurse auf den 71er zu schicken.
Auf allen anderen Linien (D, 1 und 18) können keine Hochflurer mehr eingesetzt werden.
Vielleicht bekommt FAV außerdem den einen oder anderen Leihwagen zur Verfügung gestellt?
Ja aber dann hätte er auch vorne eine andere Kupplung benötigt als die Gumminotkupplung.Wäre da eine Scharfenbergkupplung, wie sie die C1/c1 hatten, denkbar gewesen oder hätten die C3 vorne und hinten eine Trompetenkupplung (Mit ELIN Dose am Bug) erhalten?
Ich bezweifle, ob sich so ohne Weiteres z.B. die Frage klären lässt, warum beim Bau der Wendegleisanlage Hietzing die beiden ursprünglichen Gleise bereit fixfertig mit Mittelmasten und Kettenfahrleitung ausgerüstet waren, was sehr stark für kurzfristige Änderungen an den Plänen spricht. Ansonsten denke ich, dass bei Spängler oft diese Ehrfurcht vor technokratischen Experten zum Vorschein kommt. Dabei war es doch so, dass er bei seinem Konzept nur sehr kurzfristig gedacht und manche Probleme, die sich dann stellen sollten, schlichtweg nicht vorhergesehen hat. Ich beziehe mich namentlich auf die Problematik der unterschiedlichen Radreifenprofile von Straßen- und Stadtbahn.