Ich denke, dass an der Stelle der Vertrauensgrundsatz eine wichtigere Rolle als der Vorrangverzicht (der keiner ist) spielen wird, da Fahrradfahrer, Scooter und Co., die trotz Nachrang nicht anhalten werden, aus dem Vertrauensgrundsatz auszunehmen sein werden und damit auf diese aufgepasst werden muss.
Sorry, aber das ist Schwachsinn. Denn nur weil sich jemand nicht an die STVO halten, sind sie nicht automatisch aus dem Vertrauensgrundsatz auszunehmen. Denn sonst verhalte ich mich immer offensichtlich daneben und kann nie belangt werden.
Von einem Straßenbahnfahrer kann man schon erwarten, dass er durch eine Laufstrecke nicht durchfährt wie durch eine normale Straßenkreuzung. Wenn man erwartet, dass alle Läufer, Radfahrer, Skater usw. brav stehenbleiben, nur weil man ein mal klingelt, dann ist man schon sehr weltfremd. Und die Übersicht 30 Personen von links und rechts und deren Verhalten gleichzeitig im Auge zu haben, ist relativ unmöglich. Mit viel mehr als 10km/h würd ich da nicht queren. Die Situation an an einem Schönwettertag war ja schon, dass kaum ein Auto -, oder Busfahrer fuhr als ob er Vorrang hatte (obwohl rechtlich immer so gewesen). Ganz einfach, weil für jeden offensichtlch war, dass es in der Praxis anders gelebt wird.