Bis zur Verlängerung der U2 zum Stadion 2008 wurden auf der U2 ausschließlich Kurzzüge eingesetzt, da die Bahnsteige (außer an den Endstationen) bis 2002 zu kurz für Vollzüge waren, und die Fahrgastzahlen es erlaubt haben. Es gab sogar einen V-Kurzzug (Prototyp, um zwei anderweitig verwendete Wagen gekürzt), da aber nur die Zwischenwagen einen Antrieb haben, war er ziemlich schwach motorisiert.
Dass die U2 eine reine Kurzzuglinie war, ist mir natürlich bekannt. Entlang der ehemaligen Zweierlinien-Ustrab mussten die Stationen Museumsquartier, Volkstheater und Rathaus in den 2000er-Jahren aufwendig verlängert werden. Die Station Lerchenfelder Straße wurde im Zuge des Umbaus ganz aufgelassen, weil der Abstand zum verlängerten Bahnsteig beim Volkstheater zu kurz war. Die Neubaustationen Karlsplatz, Schottentor und Schottenring hatten von Anfang an lange Bahnsteige.
Es ging in der obigen Diskussion um die Kürzung von Zügen in den Abendstunden. Ich kann mich eben noch genau an das Prozedere auf der U4 erinnern, wo nach 20 Uhr abgekuppelt wurde, aber nicht mehr in welchem Jahr das war. Ich glaube aber, dass die U4 die letzte Linie war, auf der das tägliche Abkuppeln in den Abendstunden noch praktiziert wurde. Auf der U6 kamen Kurzzüge zuletzt nur noch an Wochenenden zum Einsatz.