Danke dass Du allen älteren Arbeitnehmern vorwirfst, dass sie nichts arbeiten. 
In den meisten Bereichen der Privatwirtschaft (Ausnahmen in erster Linie ehemals verstaatlichte oder staatsnahe Bereiche) gilt für alle der gleiche KV mit gleichem Gehaltsschema und Kündbarkeit nach den gesetzlichen Vorgaben (keine verpönten Gründe, keine Sozialwidrigkeit, ...)
Im öffentlichen Dienst gibt es ein Kastensystem, je nachdem, wann man eingetreten ist. Bei den ÖBB zum Beispiel macht es einen großen Unterschied, ob man vor 1995, 1995 - 2003, 2004 - 2010 oder seit 2011 angefangen hat: je früher, desto schwerer ist man kündbar und desto besser wird man versorgt. Das Lebensalter beschränkt, wann man frühestens eingetreten sein kann - aber natürlich fällt jemand, der jetzt eintritt, auch in die unterste Kaste, wenn er 64 ist. Siehe dazu:
https://epub.jku.at/download/pdf/4681617.pdfNatürlich führt ein solches Kastensystem - statt gleichen Bedingungen für alle (das heißt nicht Einheitsgehalt, sondern nachvollziehbare Kriterien für die Bemessung der Bezahlung, und gleiche Bedingungen bei Nebenleistungen und Kündigungen) dazu, dass neu eintreten (in die unterste Kaste) unattraktiv ist, und Unkündbarkeit und Entkopplung der Bezahlung von der Leistung (in den oberen Kasten) dazu, dass die Betroffenen keinen Anreiz haben, eine gute Arbeit zu machen. Dadurch hat man hohe Kosten bei wenig Leistung und Personalmangel.
Das kann man pauschal als unfairen Vorwurf gegenüber älteren Arbeitnehmern betrachten, oder als Resultat von Fehlentscheidungen und Misswirtschaft auf politischer Ebene und darauf angepasstem Verhalten der Arbeitnehmer, die (verständlicherweise!) das Beste für sich herausholen.
Ich bin auch ein älterer Arebeitnehmer im öffenbtlichen Dienst und verdiene einen Sch***dreck, aber das passt halt nicht in Dein verquertes Weltbild.
Das Medianbrutto der unselbstständig Beschäftigten in Österreich liegt bei 2.717 Euro monatlich (14x) - du kannst dir ja einmal selbst überlegen, wo du im Vergleich dazu stehst.