Autor Thema: 2023-2027: Grunderneuerung der Wiener Stammstrecke  (Gelesen 160613 mal)

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coolharry

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Re: 2023-2027: Grunderneuerung der Wiener Stammstrecke
« Antwort #420 am: Heute um 10:05:51 »
Und am Hbf sollte man eher den „Hinterausgang“ nehmen und an der Oberfläche gehen, die Wartezeiten vor der  Rolltreppe vom U1-Bahnsteig hinauf zum Bahnhof sind jetzt schon nicht ohne.

Wirklich interessant, wie niedrig das Kapazitätspotential mancher Menschen ist. Das ist doch lächerlich im Vergleich mit London Victoria zB, und zwar 24/7.

Nun Wien hat schon mehrmals bewiesen das wir ein Massenverkehrsmittel haben, das nicht für Massen ausgelegt ist.  ;)
Grundsätzlich ist aber der Südtiroler Platz sowieso ein Spezialfall. Da noch aus der ersten Baustufe, ist die Station völlig unterdimensioniert. Und alles bis jetzt gemachte war nur herumbasteln um mit dem Status Quo irgendwie zurecht zu kommen. Aber ehrlicherweise müsste man diese Station massiv Umbauen. Eventuell einen komplett neuen Tunnel zwischen Taubstummengasse und Keplerplatz. Aber das ist was für zukünftige U-Bahn Ausbaustufen.

Generell wäre Verbesserungen des Bestandes was für eine nächste U-Bahn Ausbaustufe. Grad die U1 aus dem ersten U-Bahnbauzeitalter sind schlicht nicht mehr der heutigen Zeit gewachsen.
Weil ein menschlicher Hühnerstall nicht der Weisheit letzter Schluß sein kann.

95B

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Re: 2023-2027: Grunderneuerung der Wiener Stammstrecke
« Antwort #421 am: Heute um 10:16:05 »
Nun Wien hat schon mehrmals bewiesen das wir ein Massenverkehrsmittel haben, das nicht für Massen ausgelegt ist.  ;)

Dieses Massenverkehrsmittel wurde geplant, als Wien am Rand der westlichen Welt lag und die Bevölkerung im Abnehmen war (vgl. https://de.wikipedia.org/wiki/Demografie_Wiens#/media/Datei:Population_of_Vienna.svg). Daher ist es nachvollziehbar, dass heute manches unterdimensioniert wirkt. Ganz anders ist es beispielsweise bei der Kanalisation, deren heute noch genutzte Basisinfrastruktur hauptsächlich in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts errichtet wurde. In dieser Zeit war die Bevölkerung Wiens stark im Steigen begriffen, was bei der Planung berücksichtigt wurde, sodass die Kapazitäten auch für die heutige Zwei-Millionen-Stadt noch grundsätzlich mehr als ausreichend sind.

Generell wäre Verbesserungen des Bestandes was für eine nächste U-Bahn Ausbaustufe. Grad die U1 aus dem ersten U-Bahnbauzeitalter sind schlicht nicht mehr der heutigen Zeit gewachsen.

Dafür kriegen sie aber kein Geld vom Bund.
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coolharry

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Re: 2023-2027: Grunderneuerung der Wiener Stammstrecke
« Antwort #422 am: Heute um 10:24:35 »
Generell wäre Verbesserungen des Bestandes was für eine nächste U-Bahn Ausbaustufe. Grad die U1 aus dem ersten U-Bahnbauzeitalter sind schlicht nicht mehr der heutigen Zeit gewachsen.

Dafür kriegen sie aber kein Geld vom Bund.

Kommt wohl auf das Verhandlungsgeschick an. Und auf die Kreativität die diversen Fördertöpfe zu nutzen.
Also wirds nichts.  >:D
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60er

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Re: 2023-2027: Grunderneuerung der Wiener Stammstrecke
« Antwort #423 am: Heute um 11:45:32 »
Wirklich interessant, wie niedrig das Kapazitätspotential mancher Menschen ist. Das ist doch lächerlich im Vergleich mit London Victoria zB, und zwar 24/7.
So ist es. Für Wiener Verhältnisse mag die Station etwas eng wirken, im internationalen Vergleich ist das aber gar nichts. Ja, vor den Rolltreppen staut es sich zeitweilig etwas. Das würde man heute sicher anders bauen.

Viel mühsamer ist aber, dass die U-Bahn-Station relativ weit vom Hbf weg ist.

Kommt wohl auf das Verhandlungsgeschick an. Und auf die Kreativität die diversen Fördertöpfe zu nutzen.
Also wirds nichts.  >:D
Die "goldenen Zeiten" sind sowieso vorbei. Das Geld wird in Zukunft nicht mehr so locker fließen, wie früher.

coolharry

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Re: 2023-2027: Grunderneuerung der Wiener Stammstrecke
« Antwort #424 am: Heute um 15:21:31 »
Die "goldenen Zeiten" sind sowieso vorbei. Das Geld wird in Zukunft nicht mehr so locker fließen, wie früher.

Die "goldenen Zeiten" hat es nie gegeben.
Wenn die Stadtpolitik für etwas Geld ausgeben will, dann wird sie das tun.
Weil ein menschlicher Hühnerstall nicht der Weisheit letzter Schluß sein kann.

highspeedtrain

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Re: 2023-2027: Grunderneuerung der Wiener Stammstrecke
« Antwort #425 am: Heute um 15:22:40 »
Und am Hbf sollte man eher den „Hinterausgang“ nehmen und an der Oberfläche gehen, die Wartezeiten vor der  Rolltreppe vom U1-Bahnsteig hinauf zum Bahnhof sind jetzt schon nicht ohne.

Wirklich interessant, wie niedrig das Kapazitätspotential mancher Menschen ist. Das ist doch lächerlich im Vergleich mit London Victoria zB, und zwar 24/7.

Dann sperren wir die U-Bahn-Station auch immer wieder mal wegen Überfüllung, wie es in London nicht so selten vorkommt? ZB bei der unvermeidlichen Rolltreppenstörung? Die Bahnsteige selbst sind nämlich auch im Vergleich dort eng; der Mittelgang ist super (bzw. wäre es, wenn die Leute verstehen würden, wozu er da ist), hilft aber nur, wenn man am südlichen Teil des Bahnsteigs aussteigt. Das Ding ist schlicht nur als „normale“ Station gebaut worden, nicht als Umsteigeknoten zu einem sehr großen Bahnhof - anders als Westbahnhof U3+U6.

Das Problem dort sind im übrigen nicht die nur drei Rolltreppen, sondern dass es Richtung Hauptbahnhof keinen Stiegenaufgang gibt. Und ja, ich würde über den nördlichen Ausgang ausweichen.

So ist es. Für Wiener Verhältnisse mag die Station etwas eng wirken, im internationalen Vergleich ist das aber gar nichts. Ja, vor den Rolltreppen staut es sich zeitweilig etwas. Das würde man heute sicher anders bauen.

Viel mühsamer ist aber, dass die U-Bahn-Station relativ weit vom Hbf weg ist.

Die Distanz finde ich wieder nicht mühsam, und sie ist im Vergleich zu vielen anderen Ländern harmlos. Geh mal in Paris Montparnasse von der U-Bahn zum Zug. Von Flughäfen gar nicht zu reden. Außerdem ist der längere Weg kein Sicherheitsthema, eher im Gegenteil.

JochenK

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Re: 2023-2027: Grunderneuerung der Wiener Stammstrecke
« Antwort #426 am: Heute um 15:45:42 »
Das Ding ist schlicht nur als „normale“ Station gebaut worden, nicht als Umsteigeknoten zu einem sehr großen Bahnhof - anders als Westbahnhof U3+U6.

Ja den Geniestreich der Wiener Linien damals so gekonnt am damaligen Südbahnhof vorbeizubauen versteht man bis heute nicht...
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coolharry

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Re: 2023-2027: Grunderneuerung der Wiener Stammstrecke
« Antwort #427 am: Heute um 16:12:39 »
Das Ding ist schlicht nur als „normale“ Station gebaut worden, nicht als Umsteigeknoten zu einem sehr großen Bahnhof - anders als Westbahnhof U3+U6.

Ja den Geniestreich der Wiener Linien damals so gekonnt am damaligen Südbahnhof vorbeizubauen versteht man bis heute nicht...
(User Klingelfee wird sicher einen passenden Grund dafür aus Unternehmenssicht parat haben)

Ich zitiere einen Artikel auf der Presse von 2007.
Zitat
Nach dem ersten Abschnitt wurden zunächst zwölf weitere Teilstrecken des aus U1, U2 und U4 bestehenden U-Bahn-Grundnetzes eröffnet. Eine echte Neubaustrecke stellte dabei nur die U1 dar, dafür verläuft sie teilweise oberirdisch und wurde - in Erwartung des bis heute noch nicht errichteten Zentralbahnhofs - am Südbahnhof vorbei gebaut.

Quelle: https://www.diepresse.com/316549/wiener-u-bahn-seit-31-jahren-quer-durch-die-stadt
Weil ein menschlicher Hühnerstall nicht der Weisheit letzter Schluß sein kann.

Elin Lohner

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Re: 2023-2027: Grunderneuerung der Wiener Stammstrecke
« Antwort #428 am: Heute um 16:22:16 »
Das Ding ist schlicht nur als „normale“ Station gebaut worden, nicht als Umsteigeknoten zu einem sehr großen Bahnhof - anders als Westbahnhof U3+U6.

Ja den Geniestreich der Wiener Linien damals so gekonnt am damaligen Südbahnhof vorbeizubauen versteht man bis heute nicht...
(User Klingelfee wird sicher einen passenden Grund dafür aus Unternehmenssicht parat haben)
Könnte es nicht auch mit den Grundstücksrechten zu tun haben, weshalb die U1 am Süd- bzw. Ostbahnhof vorbei fuhr?
Ich finde, dass man, neben der geplanten Remise Seestadt, eine Remise am Gelände des ehemaligen Nordwestbahnhofes errichten sollte.

Klingelfee

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Re: 2023-2027: Grunderneuerung der Wiener Stammstrecke
« Antwort #429 am: Heute um 16:43:15 »
Das Ding ist schlicht nur als „normale“ Station gebaut worden, nicht als Umsteigeknoten zu einem sehr großen Bahnhof - anders als Westbahnhof U3+U6.

Ja den Geniestreich der Wiener Linien damals so gekonnt am damaligen Südbahnhof vorbeizubauen versteht man bis heute nicht...
(User Klingelfee wird sicher einen passenden Grund dafür aus Unternehmenssicht parat haben)
Könnte es nicht auch mit den Grundstücksrechten zu tun haben, weshalb die U1 am Süd- bzw. Ostbahnhof vorbei fuhr?

Ich würde eher sagen, dass man bei dem Bau der U1 gar nicht gewusst hat, wie eventuell der heutige Hauptbahnhof ausschaut. Auf alle Fälle ist es mMn zwecklos endlos über Planungs-/Baufehler von vor über 50 Jahre zu diskutieren. Genauso, wie es immer wieder Endlosdiskussionen über Ausbaupläne, die frühestens in 15-20 Jahren spruchreif werden. Denn aus heutiger Sicht kann man absolut nicht sagen, wie sich die Fahrzeuge der nächsten Generation wirklich aussschauen und wie Wien wirklich weiter wächst.

Ich sage nur - Neustrukturierung der Linie 37-44. Da kann man frühestens darüber sinnvoll und seriös diskutieren, wenn einmal an der U5 zwischen Elterleinplatz und Dornbach gebaut wird. Vorher ist alles nur Spekulation und Vermutung.
Bitte meine Kommentare nicht immer als Ausrede für die WL ansehen

Vineyard

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Re: 2023-2027: Grunderneuerung der Wiener Stammstrecke
« Antwort #430 am: Heute um 17:34:32 »
Ich sage nur - Neustrukturierung der Linie 37-44. Da kann man frühestens darüber sinnvoll und seriös diskutieren, wenn einmal an der U5 zwischen Elterleinplatz und Dornbach gebaut wird. Vorher ist alles nur Spekulation und Vermutung.

??????




mike1163

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Re: 2023-2027: Grunderneuerung der Wiener Stammstrecke
« Antwort #431 am: Heute um 17:54:43 »
Nun Wien hat schon mehrmals bewiesen das wir ein Massenverkehrsmittel haben, das nicht für Massen ausgelegt ist.  ;)
Und hinzu kommt in Wien ist auch die Masse nicht für Massenverkehrsmittel ausgelegt. Mit asiatischer Disziplin wär da schon noch einiges rauszuholen... Verteilen am Bahnsteig, schön anstellen bei den Türen, nicht schlafen beim Aussteigen, geordnete Abflüsse durch die ganze Station,.... Chaos erzeugt halt Chaos.

highspeedtrain

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Re: 2023-2027: Grunderneuerung der Wiener Stammstrecke
« Antwort #432 am: Heute um 20:16:06 »
Nun Wien hat schon mehrmals bewiesen das wir ein Massenverkehrsmittel haben, das nicht für Massen ausgelegt ist.  ;)
Und hinzu kommt in Wien ist auch die Masse nicht für Massenverkehrsmittel ausgelegt. Mit asiatischer Disziplin wär da schon noch einiges rauszuholen... Verteilen am Bahnsteig, schön anstellen bei den Türen, nicht schlafen beim Aussteigen, geordnete Abflüsse durch die ganze Station,.... Chaos erzeugt halt Chaos.

Siehe eben die tendenzielle Nichtnutzung der Mittelgänge in den paar alten U1-Stationen, wo es sie gibt. Aber ich möchte betonen, dass ich auch nicht glaube, dass der Reihe nach die Leute bei der U1 am Hbf auf die Gleise fallen werden. Aber so lange es nicht schüttet, nehme ich lieber den Hinterausgang und gehe über den Gürtel, bevor ich mich bei den Rolltreppen anstelle, wenn nach einer Störung, wie heute (in die andere Richtung) erlebt, die Züge alle 90 Sekunden daherkommen.