Autor Thema: Verbleib der E2+c5  (Gelesen 424305 mal)

Grosser Wagen, 2095oebb, MH und 3 Gäste betrachten dieses Thema.

Klingelfee

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Re: Verbleib der E2+c5
« Antwort #1020 am: Heute um 07:08:04 »
Wenn sich die Neubeschaffung von Zügen noch ein bisschen dahin zieht, wären die Chancen größer, dass längere Fahrzeuge angeschafft werden und auf den Strecken mit dichten Intervallen engesetzt werde.

Man kann aber doch auf 25er, 26er und 27er keine längeren Fahrzeuge einsetzen, weil die Haltestelle vom 43er am Gürtel zu kurz ist.

Die wenigsten Linien sind dafür ausgelegt. Oder aber auf anderen Strecken werden dann aus Doppelhaltestellen nur mehr Einfachhaltestellen. Und kommt mmir bittte jetzt, hinten bleibt kaum jemand stehen. Ich weiß nicht, ob es zum Beispiel sinnvool ist, wenn es am Ring keine Doppelhaltestelllen mehr gibt.
Man kann aber in den allermeisten Fällen Haltestellen einfach ausbauen und für längere Fahrzeuge tauglich machen.
Unabhängig von dem ewigen Traum einiger User von Überlangen Zügen à la Badner Bahn...

Schon einmal gedacht, dass es für diese Züge auch Abstellkapazitäten braucht?
Durch die neuen Brandschutzbestimmungen mussten bereits einige Gleise in bestehenden Remisen geopfert werden.

Nicht den Brandschutz, sondern den Arbeitsschutz. Um an den Fahrzeugen arbeiten zu können, müssen den Mitarbeitern mittlerweile mehr Seitenabstand zwischen den Fahrzeugen zugestanden werden, als früher.
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denond

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Re: Verbleib der E2+c5
« Antwort #1021 am: Heute um 08:13:23 »
Bei Budgetknappheit wird es keine weiteren Ausbaupläne  Straßenbahnlinien in Wien geben.

Aber 35 Hochflurer bis 2035 am Leben zu erhalten? Und gleichzeitig erste (Kurz-)Ulfe ersetzen?

Wo willst du da fahren? Einsätze Hochflurer wieder ausweiten?

Das schau ich mir erste Reihe fußfrei an, wie DAS die Stadtpolitik verkaufen will!

Das ist bestenfalls ein intermes Konzeot, um Druck auf eine baldige FAHRZEUGAUSSCHREIBUNG auszuüben.

Na ja, die Stadtpolitik wird halt mal die (ihre) Fakten auf den Tisch legen müssen, verkaufen kann sie da nicht mehr viel bei 15 Mrd. Miese.

Hochflurer ausweiten ganz sicher nicht, aber seien wir doch ehrlich: Ein wirkliches Drehgestellfahrzeug mit 48t, wie es der T52 z.B. ist, ist wesentlich effektiver, gleisschonender als ein ULF oder Flexity. Die 48t klingen aufs Erste beim T52 absolut schlecht, sie sind aber wesentlich besser durch 4 Drehgestelle verteilt. Für die Werkstätten müßte dieses Fahrzeugkonzept auch funktionieren. Erster Ansatz für die Zukunft: Gleisschonung, da würde ich als Erstes für die Zukunft hin tendieren, gilt auch für die Zukunft für die U6...

Zur Fahrzeugausschreibung: Es ist kein internes Konzept, am liebsten würden die Nichtswissenden gar keine Ausschreibung machen, der Druck kommt - trotz Budgetknappheit - vom schönsten Haus an der Ringstraße, da man dort durch seine Fehler erkennt...
Das vieles den Bach - wie z.B. die Grünlandschaftsgestaltung, die ausschaut wie die Vorstufe zu einer Wüste, das im Vergleich zu anderen Städten oder das U-Bahn-Kreuz U2/U5 - runter geht, die Stimmung in der Stadt zu kippen beginnt. Chillen, Events anbieten, weitere Wohngettos herstellen - um die Stimmung hoch zu halten - alleine das genügt da nicht. Man muß/braucht aber ggü. der Bevölkerung etwas, um Erfolge herzeigen zu können. Die Straßenbahn oder die Öffis insgesamt, spielen noch immer eine sehr große Rolle in dieser Stadt.

KSW

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Re: Verbleib der E2+c5
« Antwort #1022 am: Heute um 08:33:43 »
Und gerade am Ring hast du bei den Haltestellen Schottentor, Volkstheater und Oper (Alle in Fahrtrichtung Schwarzenbergplatz) KEINEN Platz, dass du sie auf 100m Gesamtlänge ausbauen kannst.

Was auch herausfordernt wäre sind die Haltestellen Westbahnhof der Linie 60, Urban Loritz Platz der Linien 6,18,49; Währinger Straße, Volksoper der Linien 40, 41.
Am Schottentor könnte man die Haltestelle vor die Kreuzung Richtung Börse verlegen, beim Volkstheater über die Kreuzung dorthin, wo es eh schon jetzt einen Bedarfshalt für die Züge aus der Bellariaschleife gibt.
Oper wäre etwas aufwändiger, aber wenn man z.B. die Bushaltestelle verlegt könnte man die Ring- und Wiedner Hauptstraßen-Gleise auftrennen und 2 Haltestellen nebeneinander machen. Wo ein Wille, da ist auch (meist) ein Weg.
Ja, Westbahnhof (und wohl auch ULP) müsste man ordentlich umbauen, aber machbar wär's.
Richtig teuer wird's aber erst bei z.B. der U-Strab, das war aber eh nicht gefordert, da von einzelnen Linien die Rede war.

Die Abstellkapazitäten sind natürlich ein Thema, wenn sich der Längenteiler verändert kann plötzlich sehr viel unnutzbarer Totraum entstehen, dieses Problem würde sich aber z.B: wieder minimieren, wenn ma wie bei der Badnerbahn auf trennbare Garnituren verzichtet, oder auf ein Vielfaches der jetzt schon verwendeten Längen (z.B. 2x Ulf A).

Generell bin ich schon dabei, dass im zentrumsnahen Bereich die Infrastruktur nur mit großem Aufwand angepasst werden kann - im Gegensatz dazu ließen sich aber Neubauabschnitte recht einfach anpassen, speziell, wenn man schon vorab in die Planung entsprechende Fahrzeuge einfließen lassen würde.
Was ich aber nicht verstehe: es macht offenbar Sinn, dass man die E2 in Transdanubien zusammenzieht, weil man sich dann leichter tut mit Ersatzteilen, Werkstätteninfrastruktur, Fahrerausbildung etc.  - ABER es macht keinen Sinn, für eben dieses Gebiet einen längeren Wagentyp zu beschaffen, um die Kapazitäten dem Bedarf anzupassen, weil diese Wagen dann (ohne, dass man sie jemals dort planmäßig einsetzen würde) an einigen Haltestellen im Zentrum oder Westen zu lange wären. Gelten dafür dann plötzlich andere Regeln als beim E2?

Der Neubau einer Abstellanlage in der Seestadt wäre ja perfekt, um diese gleich für längere Wagen auszulegen.

Klingelfee

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Re: Verbleib der E2+c5
« Antwort #1023 am: Heute um 09:09:11 »
Und gerade am Ring hast du bei den Haltestellen Schottentor, Volkstheater und Oper (Alle in Fahrtrichtung Schwarzenbergplatz) KEINEN Platz, dass du sie auf 100m Gesamtlänge ausbauen kannst.

Was auch herausfordernt wäre sind die Haltestellen Westbahnhof der Linie 60, Urban Loritz Platz der Linien 6,18,49; Währinger Straße, Volksoper der Linien 40, 41.
Am Schottentor könnte man die Haltestelle vor die Kreuzung Richtung Börse verlegen, beim Volkstheater über die Kreuzung dorthin, wo es eh schon jetzt einen Bedarfshalt für die Züge aus der Bellariaschleife gibt.
Oper wäre etwas aufwändiger, aber wenn man z.B. die Bushaltestelle verlegt könnte man die Ring- und Wiedner Hauptstraßen-Gleise auftrennen und 2 Haltestellen nebeneinander machen. Wo ein Wille, da ist auch (meist) ein Weg.
Ja, Westbahnhof (und wohl auch ULP) müsste man ordentlich umbauen, aber machbar wär's.
Richtig teuer wird's aber erst bei z.B. der U-Strab, das war aber eh nicht gefordert, da von einzelnen Linien die Rede war.

Dir ist aber schon bewusst, dass du dann mit deinen Vorschlägen beim Volkstheater und Schottentor den Umsteigeweg extrem verlängerst. Auch sind die Ausgänge auf den Seiten nicht behindertengerecht (keine Aufzüge), so dass ein Umbau extreme Kosten verursachen würde. Von den Grünflächenversiegelung und eventuellen Baumrodungen am Schottentro ganz zu zu schweigen.

Und wo willst du dann die Endstation der Linie 59A bei der Oper hinlegen. Ganz zu schweigen, dass du in gerader Richtung immer noch 3 Linien hast, die dann womöglich nicht mehr zu zweit in der Haltestelle stehen bleiben können.

Und abschließen die Frage, welche Linien kämen für dich überhaupt in Frage?
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Klingelfee

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Re: Verbleib der E2+c5
« Antwort #1024 am: Heute um 09:11:00 »

Zur Fahrzeugausschreibung: Es ist kein internes Konzept, am liebsten würden die Nichtswissenden gar keine Ausschreibung machen, der Druck kommt - trotz Budgetknappheit - vom schönsten Haus an der Ringstraße, da man dort durch seine Fehler erkennt...

Und wie sollen dann die WL zu neuen Fahrzeugen kommen. Denn nicht nur im Straßenbahnsektor, sonder auch bei der U6 werden mMn spätestens in 10 Jahre neu Fahrzeuge benötigt.
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Paulchen

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Re: Verbleib der E2+c5
« Antwort #1025 am: Heute um 09:40:49 »
Was auch herausfordernt wäre sind die Haltestellen Westbahnhof der Linie 60, Urban Loritz Platz der Linien 6,18,49; Währinger Straße, Volksoper der Linien 40, 41.

Das ist doch genau das, worauf ich mit meinem Kommentar anspielen wollte. Es werden sofort Probleme irgendwo im Netz gesucht und gefunden, warum ganz irgendwo anders im Netz irgendwas nicht geht.

Klingelfee

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Re: Verbleib der E2+c5
« Antwort #1026 am: Heute um 09:44:51 »
Was auch herausfordernt wäre sind die Haltestellen Westbahnhof der Linie 60, Urban Loritz Platz der Linien 6,18,49; Währinger Straße, Volksoper der Linien 40, 41.

Das ist doch genau das, worauf ich mit meinem Kommentar anspielen wollte. Es werden sofort Probleme irgendwo im Netz gesucht und gefunden, warum ganz irgendwo anders im Netz irgendwas nicht geht.

Und ich stelle halt in den Raum, dass längere Züge nicht umbeingt die Lösung ist. Denn was ist der Enderfolg - Sündteure Umbauten und vor allem dann auch längere Intervalle auf den Linien. Denn ja es wird sicherlich auch mehr Platz angeboten. Aber das in der HVZ dann mit weniger Zügen und auch im Umkehrschluss - In den Schwachlastzeiten sind dann viel zu große Züge unterwegs, die dann ein Platzangebot liefern, das gar nicht benötigt wird.
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Elin Lohner

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Re: Verbleib der E2+c5
« Antwort #1027 am: Heute um 09:57:05 »
Was auch herausfordernt wäre sind die Haltestellen Westbahnhof der Linie 60, Urban Loritz Platz der Linien 6,18,49; Währinger Straße, Volksoper der Linien 40, 41.

Das ist doch genau das, worauf ich mit meinem Kommentar anspielen wollte. Es werden sofort Probleme irgendwo im Netz gesucht und gefunden, warum ganz irgendwo anders im Netz irgendwas nicht geht.

Und ich stelle halt in den Raum, dass längere Züge nicht umbeingt die Lösung ist. Denn was ist der Enderfolg - Sündteure Umbauten und vor allem dann auch längere Intervalle auf den Linien. Denn ja es wird sicherlich auch mehr Platz angeboten. Aber das in der HVZ dann mit weniger Zügen und auch im Umkehrschluss - In den Schwachlastzeiten sind dann viel zu große Züge unterwegs, die dann ein Platzangebot liefern, das gar nicht benötigt wird.
Absolute Zustimmung. :up:
Wenn ich jedes mal sehe, wie leer die Doppeltraktionen der Badner Bahn, zwischen Meidling und Oper, sind, frage ich mich, wieso nicht jeder zweite Zug nur bis zur Aßmayergasse fährt.
Ich finde, dass man, neben der geplanten Remise Seestadt, eine Remise am Gelände des ehemaligen Nordwestbahnhofes errichten sollte.

95B

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Re: Verbleib der E2+c5
« Antwort #1028 am: Heute um 12:09:17 »
Wenn ich jedes mal sehe, wie leer die Doppeltraktionen der Badner Bahn, zwischen Meidling und Oper, sind, frage ich mich, wieso nicht jeder zweite Zug nur bis zur Aßmayergasse fährt.

Weil das angebotsseitig vielleicht äußerst unattraktiv wäre?
Es ist nichts so fein gesponnen, es kommt doch ans Licht der Sonnen!
... brrrr, Klumpert!
Entklumpertung des Referats West am 02.02.2024 um 19.45 Uhr planmäßig abgeschlossen!

KSW

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Re: Verbleib der E2+c5
« Antwort #1029 am: Heute um 12:11:08 »
Dir ist aber schon bewusst, dass du dann mit deinen Vorschlägen beim Volkstheater und Schottentor den Umsteigeweg extrem verlängerst. Auch sind die Ausgänge auf den Seiten nicht behindertengerecht (keine Aufzüge), so dass ein Umbau extreme Kosten verursachen würde. Von den Grünflächenversiegelung und eventuellen Baumrodungen am Schottentro ganz zu zu schweigen.

Und wo willst du dann die Endstation der Linie 59A bei der Oper hinlegen. Ganz zu schweigen, dass du in gerader Richtung immer noch 3 Linien hast, die dann womöglich nicht mehr zu zweit in der Haltestelle stehen bleiben können.

Und abschließen die Frage, welche Linien kämen für dich überhaupt in Frage?
Solange es Umsteigeknoten wie den Reumannplatz, HBF, Praterstern, Karlsplatz etc. gibt, wo man ewig hatschen muss, sehe ich die Probleme nicht wirklich. Von der U-Bahnaus ist's völlig egal, ob man die Treppe links oder rechts nimmt, und auch wenn der Tür zu Tür-Umstieg fein ist, das Überqueren der Fahrbahn in der Bellariastraße ist keine Weltreise. Ja, die Errichtung eines Aufzugs (z.B. auch Treppenlift) kostet Geld, aber das sind absolut Peanuts gegenüber dem, was z.B. gerade in der U2/U5 vergraben wird. Bäume müsste man wohl kaum fällen, schließlich stehen jetzt auch welche dort und es ist eine (Ersatz-)Haltestelle. Und ja, bei einer längeren Haltestelle müsste man mehr Grünfläche versiegeln (geht auch mit wasserdurchlässigem Pflaster), aber im Gegenzug kann man die bestehende Haltestelle mitunter entsiegeln.
Der 59A kann dort halten, wo er jetzt steht, nur näher am Haus - dafür müsste man nur die Parkplätze reduzieren, oder um die Ecke in der Operngasse. Man müsste halt ein paar Parkplätze auflassen, technisch eine absolute Kleinigkeit, aber das Grundübel: man will in Wien absolut nichts machen, was den PKW-Lenker verärgern könnte oder gar den Verkehr durch Push-Maßnahmen reduzieren könnte.
Genau so werden eben auch die halblustigen Radwege gebaut, wird der halbherzige ÖV betrieben etc.

Das alles hat aber genau nichts mehr mit den E2 zu tun und auch nicht wirklich was mit der Idee, jenseits der Donau auf größere Fahrzeuge zurück zu greifen.

38ger

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Re: Verbleib der E2+c5
« Antwort #1030 am: Heute um 12:26:13 »
Längere Fahrzeuge machen mMn genau dort Sinn, wo jetzt in der HVZ schon öfter als alle 5 Minuten gefahren wird und die Fahrzeuge trotzdem schon extrem voll sind. Das betrifft in Wien vermutlich nur die Linien 6 und 43, wobei letztere mit Eröffnung der U5 nach Hernals wegfallen wird. Bleibt also die Linie 6. Und die eine Linie reicht auch als Grund für eine eigene Fahrzeugtype, in anderen Städten gibt es schließlich Liniennetze, die weniger Fahrzeuge brauchen als die Linie 6.
Davon abgesehen wären lange Fahrzeuge natürlich auch auf den Linien 5 und 38 sinnvoll, allerdings reden wird da von 36m-Fahrzeugen. Die Linien O, 9 und 62 sind mir nicht so vertraut, dort könnte das auch Sinn machen.
Allerdings könnte man diese ja dann teilweise auch vom 6er abziehen. An welche Linien hätten andere User denn gedacht bei längeren Fahrzeugen?