Autor Thema: 4030.210 in Hainburg und 'Beifang'  (Gelesen 7308 mal)

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BR4020

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Re: 4030.210 in Hainburg und 'Beifang'
« Antwort #15 am: Gestern um 21:31:23 »
Ansonsten verlangt die ÖBB-Infrastruktur seit letztem Jahr bei allen personenbefördernden Zügen auf PZB-fähigen Strecken mindestens PZB 90 [..]
Oder falls keine PZB 90 vorhanden ist, dann zwei Lokführer vorne.


Der 4030er wurde 2022 wieder fahrfähig gemacht, aber die letzten Publikumsfahrten waren 2024, soweit ich es finden kann. Man findet auch keine Informationen, wie man ihn mieten oder selbst fahren könnte. Einen Fanshop gibt es auch nicht, Sponsoren werden weder gesucht noch genannt. Dann darf man sich nicht wundern, wenn man nur eingefleischte Eisenbahnfans anzieht und dementsprechend zu wenig Geld hat...
4030.210 gehört nicht dem VEF direkt, sondern dem TMW und folglich der Republik und die will das einfach nicht.

MK

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Re: 4030.210 in Hainburg und 'Beifang'
« Antwort #16 am: Gestern um 22:17:40 »
Oder falls keine PZB 90 vorhanden ist, dann zwei Lokführer vorne.

Sicher, dass diese Regelung noch gilt? Ich finde sie nicht als Ausnahme von der PZB-90-Pflicht in den SNNB (Punkt 2.3.12.1).
o_O

fastpage

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Re: 4030.210 in Hainburg und 'Beifang'
« Antwort #17 am: Heute um 11:24:18 »
Er steht unter Denkmalschutz.
Es war von Anfang an nicht geplant, ihn zu verheizen und auch mit dem Denkmalamt und TMW so abgesprochen.
Was soll der PZB90-Einbau bringen, wenn rundherum ETCS-Only Strecken?
Große Töne schwingen ist leicht, es sollen immer die anderen machen, weil es ist ja so leicht umsetzbar.
Wo sind die ganzen Helden jetzt beim 4020? Der hat sogar PZB90. Oder bei den 4030, die in D jahrzehnte herumgestanden?


fastpage

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Re: 4030.210 in Hainburg und 'Beifang'
« Antwort #18 am: Heute um 11:26:54 »
Oder falls keine PZB 90 vorhanden ist, dann zwei Lokführer vorne.

Sicher, dass diese Regelung noch gilt? Ich finde sie nicht als Ausnahme von der PZB-90-Pflicht in den SNNB (Punkt 2.3.12.1).
Es bedarf einer Sondergenehmigung seitens Infra und entsprechenden Auflagen, die das "Sicherheitsdefizit" kompensiert.
Das ist allerdings EVU-Sache und wenn das EVU nein sagt, dann ist es so. Das EVU muss sich dann vor dem Ministerium rechtfertigen oder sind dann am "Radar" und auf das haben die wenigsten Bock.

MK

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Re: 4030.210 in Hainburg und 'Beifang'
« Antwort #19 am: Heute um 12:01:21 »
Er steht unter Denkmalschutz.

Stehen viele Gebäude auch und es bedeutet trotzdem kein totales Veränderungsverbot, insbesondere bei technischen Sicherheitsmaßnahmen.

Zitat
Es war von Anfang an nicht geplant, ihn zu verheizen und auch mit dem Denkmalamt und TMW so abgesprochen.

Wenn ein für den intensiven Schnellbahn-Einsatz gebauter Triebwagen für Sonderfahrten verwendet wird, ist das kein Verheizen, sondern eine entspannte Nebenbeschäftigung in der Pension.

Zitat
Was soll der PZB90-Einbau bringen, wenn rundherum ETCS-Only Strecken?

Die Rede war auch vom ETCS-Level-2-Einbau.

Zitat
Große Töne schwingen ist leicht, es sollen immer die anderen machen, weil es ist ja so leicht umsetzbar.

Noch einfacher ist es, "geht ned, mochma ned, hamma noch nie so gmocht, ..." immer wieder mantraartig zu wiederholen und damit die zu blockieren, die etwas machen würden.

Zitat
Wo sind die ganzen Helden jetzt beim 4020? Der hat sogar PZB90. Oder bei den 4030, die in D jahrzehnte herumgestanden?

Die 4020er sind noch im regulären Einsatz, daher geben sie die ÖBB nicht her, und bezüglich der deutschen 4030er musst du den damaligen Käufer fragen. Oder erwartest du, dass Leute in Jedlersdorf, Augsburg oder Schleiz einbrechen und die Züge fladern? Bei schienengebundenen Verkehrsmitteln ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie erwischt werden, halt ziemlich hoch.
o_O

fastpage

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Re: 4030.210 in Hainburg und 'Beifang'
« Antwort #20 am: Heute um 12:08:54 »
Du glaubst auch, die Instandhaltung von Oldtimern macht sich von selbst und Ersatzteile wachsen auf den Bäumen.
Heiße Luft produzieren ist noch viel einfacher.
Die 4030 standen zum verkauf über Jahre....wo warst du, wenn eh alles so einfach?
Und die vom Museum Schwechat haben gezeigt, was geht wenn man nicht nur bla bla produziert.
Die 4020 werden versteigert, also fang an zu sparen und viel Spass, wenn du dich erst um die Ersatzteile und weitergabe von Fachwissen kümmerst, wenn der letzte ausgemustert.

denond

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Re: 4030.210 in Hainburg und 'Beifang'
« Antwort #21 am: Heute um 12:22:34 »
Er steht unter Denkmalschutz.

Was soll der PZB90-Einbau bringen, wenn rundherum ETCS-Only Strecken?

Große Töne schwingen bringt niemandem was.
Auch ETCS-Only wird niemandem etwas bringen außer, daß viel Geld verschleudert wird, nicht nur hierorts sondern in gesamt Europa. Denn die Faktoren Stationen und Fahrgastwechsel werden hier in Wien auf der S-Bahn-Stammstrecke genauso bestehen bleiben und sind verantwortlich für eine Flüssigkeit des Betriebes. Das Angestrebte - wie von den Verantwortlichen erdacht - wird es nicht spielen und somit führt sich ETCS-Only auf der Stammstrecke als Ganzes ad absurdum.
Noch dazu schränkt man sich in seinem Betrieb selbst rund um Floridsdorf und Jedlersdorf massiv ein (erreichen der div. Werkstätten), auch in seinem Darstellen des Werdeganges der Eisenbahn in Österreich als Republik, mit all seinen historischen Fahrzeugen - wie auch den 4030 oder der 310er - auf das man auf das Erreichte eigentlich stolz sein könnte, macht man mutwilligst zunichte.

MK

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Re: 4030.210 in Hainburg und 'Beifang'
« Antwort #22 am: Heute um 12:29:53 »
Du glaubst auch, die Instandhaltung von Oldtimern macht sich von selbst und Ersatzteile wachsen auf den Bäumen.
Heiße Luft produzieren ist noch viel einfacher.
Die 4030 standen zum verkauf über Jahre....wo warst du, wenn eh alles so einfach?
Und die vom Museum Schwechat haben gezeigt, was geht wenn man nicht nur bla bla produziert.
Die 4020 werden versteigert, also fang an zu sparen und viel Spass, wenn du dich erst um die Ersatzteile und weitergabe von Fachwissen kümmerst, wenn der letzte ausgemustert.

Und ich denke, du glaubst, dass man mit dieser Einstellung langfristig genügend Nachwuchs findet und die Oldtimer erhalten kann.

Wie hoch ist das Durchschnittsalter beim VEF? Vom sechsköpfigen Vorstand ist nur einer unter 60. Was passiert in 10 oder 20 Jahren, wenn ein Großteil der derzeigen Mitglieder entweder tot ist oder sich aufgrund des Gesundheitszustands nicht mehr aktiv einbringen kann?

Entweder man sorgt jetzt dafür, dass Nachwuchs hereinkommt, oder man stirbt aus. Und Nachwuchs gewinnt man nicht mit "kannst dir ja den 4030er von außen anschauen".
o_O

T1

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Re: 4030.210 in Hainburg und 'Beifang'
« Antwort #23 am: Heute um 12:32:42 »
Denn die Faktoren Stationen und Fahrgastwechsel werden hier in Wien auf der S-Bahn-Stammstrecke genauso bestehen bleiben und sind verantwortlich für eine Flüssigkeit des Betriebes.
Am besten den fahrgastlosen Betrieb einführen, dann gibt es einen stabilen und flüssigen Betrieb. ::)

Auch wenn ich ETCS in dieser Form vor allem als Gelddruckmaschine der Industrie wahrnehme, denke ich schon, dass es in dem konkreten Fall der Stammstrecke schon ordentlich etwas bringen wird, da damit die Schleicherei auf weiten Strecken durch die dichtere Blockteilung aufhört.

denond

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Re: 4030.210 in Hainburg und 'Beifang'
« Antwort #24 am: Heute um 13:11:36 »
Denn die Faktoren Stationen und Fahrgastwechsel werden hier in Wien auf der S-Bahn-Stammstrecke genauso bestehen bleiben und sind verantwortlich für eine Flüssigkeit des Betriebes.
Am besten den fahrgastlosen Betrieb einführen, dann gibt es einen stabilen und flüssigen Betrieb. ::)

Auch wenn ich ETCS in dieser Form vor allem als Gelddruckmaschine der Industrie wahrnehme, denke ich schon, dass es in dem konkreten Fall der Stammstrecke schon ordentlich etwas bringen wird, da damit die Schleicherei auf weiten Strecken durch die dichtere Blockteilung aufhört.

Die dichtere Blockteilung wird zukünftig zu Brems-/ Anfahrverzögerungen mit Halten auf freier Strecke zusätzlich führen und daher noch mehr Schleichfahrten produzieren als bisher.
Eigenartig war, daß in den 60er/70er-Jahren überwiegend ein zügigerer, schnellerer Schnellbahnverkehr als Heute zu beobachten. MMn ist das gefahrene Intervall von 3 Min. Heute für eine Eisenbahn kontraproduktiv. Ein Minimum von 5' bis 8' wären MMn für die Stammstrecke - egal mit welcher Signalisierung - anzustreben um einen stabilen Verkehr mit adäquater Geschwindigkeit durchführen zu können.

MK

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Re: 4030.210 in Hainburg und 'Beifang'
« Antwort #25 am: Heute um 13:50:05 »
Die dann jeden Tag eintretende massive Überfüllung zur HVZ führt zu einem instabilen, langsamen und unattraktiven Betrieb.
o_O

haidi

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Re: 4030.210 in Hainburg und 'Beifang'
« Antwort #26 am: Heute um 14:15:48 »
Ich erinnere mich an eine Veröffentlichung, dass man die Geschwindigkeit auf der Stammstrecke herunter gesetzt hat, um die Blockabstände verringern zu können und damit mehr Züge durchschleusen zu können.

Mich beschäftigt im Zusammenhang mit den ETCS die Frage, ob man nicht ein ETCS-fähiges Gerät anbringen kann, das auf die Bremsen einwirken kann den Zug automatisch bremsen kann und somit die Abstände zum Vorderzug einzuhalten und auch punktgeau anzuhalten
Microsoft is not the answer. It's the question and the answer is NO.

Signalabhängigkeit

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Re: 4030.210 in Hainburg und 'Beifang'
« Antwort #27 am: Heute um 15:28:13 »
Ein Minimum von 5' bis 8' wären MMn für die Stammstrecke - egal mit welcher Signalisierung - anzustreben um einen stabilen Verkehr mit adäquater Geschwindigkeit durchführen zu können.

Na klar, reduzieren wir die Leistungsfähigkeit einfach mal um 40, oder noch besser 60 %.  ;D

MK

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Re: 4030.210 in Hainburg und 'Beifang'
« Antwort #28 am: Heute um 15:36:21 »
Mich beschäftigt im Zusammenhang mit den ETCS die Frage, ob man nicht ein ETCS-fähiges Gerät anbringen kann, das auf die Bremsen einwirken kann den Zug automatisch bremsen kann und somit die Abstände zum Vorderzug einzuhalten und auch punktgeau anzuhalten

Mit ETCS Level 3 und Moving Blocks kann man im relativen Bremswegabstand fahren, wurde aber m.W. noch nirgendwo so umgesetzt. Größtes Problem dürfte die exakte Berechnung des Bremsverhaltens insbesondere bei Umwelteinflüssen sein.
o_O