Was er wahrscheinlich meint, sind die Konstellationen wie in Wien Mitte, Praterstern und Floridsdorf. Also je ein Mittelbahnsteig für die Züge jeder Richtung.
Genau, das hat nämlich die mit Doppelstock-TW und -Wendezügen verkehrende Zürcher S-Bahn an den Tiefbahnsteigen am Zürcher Hauptbahnhof, und dort gibt es zeitweise einen Zugabstand von 120 Sekunden. Für den Fahrplan sind die beiden Gleise auch eins, d.h. auf welchen der beiden Gleise der Zug geleitet wird, wird erst kurz vorher entschieden.
Was man aber ergänzen muss: Die Zürcher S-Bahn mag teilweise Abstände von 120 s haben, das ist aber nicht gleichbedeutend mit 30 Zügen pro Stunde. Selbst auf der Strecke HB - Stadelhofen ist man nur bei 18. Das ist was ganz anderes.
Welches Intervall ist man mit den 4030ern damals gefahren? War die Beschleunigung nicht noch schwächer als bei den 4020ern? Oder täusche ich mich da? Die letzten Male meiner Benutzung war vermutlich in den 90ern zwischen Unterpurkersdorf und Hütteldorf, und da sind sie mir ziemlich anachronistisch vorgekommen. Das war natürlich primär dem Schaltwerk zuzuschreiben.
Man fährt in der Traisengasse weg, hat nach dem Ende des Bogens beim Handelskai die 80 drauf und beschleunigt weiter auf 100, um dann normal wieder zum Halt bei den Strandbädern runterzubremsen. Mit 4030.
Heute fährt man 40 ab Neue Donau bis Floridsdorf.
Ändert nichts daran, dass die 4030 noch schlechtere Beschleunigungswerte als die 4020 hatten. Mehr Gewicht, weniger Leistung. Ich möchte übrigens Zweifel anmelden, dass man damals 100 zwischen Handelskai und Strandbädern fahren durfte, heute gilt schließlich vmax 80 km/h.