Autor Thema: Traum und Wirklichkeit  (Gelesen 821 mal)

25er und 1 Gast betrachten dieses Thema.

tramway.at

  • Referatsleiter
  • *
  • Beiträge: 8406
    • www.tramway.at
Traum und Wirklichkeit
« am: 06. Februar 2026, 22:52:05 »
Hätte man in den 1960ern die richtige Abzweigung genommen, könnte es heute am Gürtel etwa wie am zweiten Bild aussehen
Harald A. Jahn, www.tramway.at

Halbstarker

  • Verkehrsführer
  • *
  • Beiträge: 2462
  • The Streetcar strikes back!
Re: Traum und Wirklichkeit
« Antwort #1 am: Gestern um 06:17:42 »
Es fehlt zwar die Oberleitung, aber die Anlage/das Diorama hat was.  :) :up:
Ceterum censeo autocineta omnibus delenda esse!

hiller_michael

  • Fahrer
  • ***
  • Beiträge: 369
Re: Traum und Wirklichkeit
« Antwort #2 am: Gestern um 22:47:26 »
Hätte man in den 1960ern die richtige Abzweigung genommen, könnte es heute am Gürtel etwa wie am zweiten Bild aussehen

Wäre es so wie am 2. Bild, dann hätten wir heute keine U6. Zumindest nicht in der Variante, wie wir sie jetzt haben.
Warum kann Wien nicht Stadtbahn und U-Bahn haben?

60er

  • Referatsleiter
  • *
  • Beiträge: 9162
Re: Traum und Wirklichkeit
« Antwort #3 am: Heute um 10:08:46 »
Wäre es so wie am 2. Bild, dann hätten wir heute keine U6. Zumindest nicht in der Variante, wie wir sie jetzt haben.
Die U6 wäre Teil des S-Bahn-Netzes und der Gürtel eine zweite Stammstrecke.

Halbstarker

  • Verkehrsführer
  • *
  • Beiträge: 2462
  • The Streetcar strikes back!
Re: Traum und Wirklichkeit
« Antwort #4 am: Heute um 11:04:32 »
Eine zweite Stammstrecke mit allen Störungen wie derzeit auf der Stammstrecke?  >:D
Ceterum censeo autocineta omnibus delenda esse!

Cerberus2

  • Fahrer
  • ***
  • Beiträge: 312
Re: Traum und Wirklichkeit
« Antwort #5 am: Heute um 12:56:50 »
Hätte man in den 1960ern die richtige Abzweigung genommen, könnte es heute am Gürtel etwa wie am zweiten Bild aussehen
Warum Jägerndorfer in den "Original"-4020er falsch gefärbte blaue Inneneinrichtungen hineingebaut hat, obwohl man zumindest für den Mittelwagen auf Grund der anderen WC-Anordnung sogar extra neue Formen gebraucht hat, erschließt sich mir bis heute nicht (ja, wir sind beim Themenbereich "Modellbau").

MK

  • RBL-Disponent
  • ***
  • Beiträge: 1779
Re: Traum und Wirklichkeit
« Antwort #6 am: Heute um 13:29:29 »
Eine zweite Stammstrecke mit allen Störungen wie derzeit auf der Stammstrecke?  >:D

Derzeit gibt es in Wien vier inkompatible schienengebundene ÖV-Systeme: U1-U4, U6, Straßenbahn (+ WLB), Vollbahn. Ursprünglich gab es die Straßenbahn und die Vollbahn und die Stadtbahn war immer zu einem der beiden kompatibel.

Kompatibilität bringt aber Flexibilität insbesondere bei Bauarbeiten und Störungen. Zum Beispiel gab es vereinzelte Fälle, in denen ein Railjet von Meidling nach St. Pölten über die Vorortelinie, die FJB und Tulln umgeleitet wurde, als die neue Westbahn (wegen des Hochwassers) und die alte Westbahn (wegen einer Störung) beide gesperrt waren. Hätte man die Vorortelinie zur U-Bahn umgebaut, wäre das nicht gegangen.
o_O

Katana

  • Verkehrsführer
  • *
  • Beiträge: 2767
Re: Traum und Wirklichkeit
« Antwort #7 am: Heute um 20:44:51 »
Wäre es so wie am 2. Bild, dann hätten wir heute keine U6. Zumindest nicht in der Variante, wie wir sie jetzt haben.
Die U6 wäre Teil des S-Bahn-Netzes und der Gürtel eine zweite Stammstrecke.
Ob es das zweite Gleispaar über die Donau gäbe?

tramway.at

  • Referatsleiter
  • *
  • Beiträge: 8406
    • www.tramway.at
Re: Traum und Wirklichkeit
« Antwort #8 am: Heute um 20:53:19 »
Wäre es so wie am 2. Bild, dann hätten wir heute keine U6. Zumindest nicht in der Variante, wie wir sie jetzt haben.
Die U6 wäre Teil des S-Bahn-Netzes und der Gürtel eine zweite Stammstrecke.
Ob es das zweite Gleispaar über die Donau gäbe?

Die "S6" wäre wohl primär Richtung Klosterneuburg geführt worden, allerdings hätte es schon einen ziemlichen Bruchpunkt in Heiligenstadt gegeben. Frühere Stadtbahnpläne sahen vor, über HS zu fahren und dann nördlich Richtung Donau abzubiegen. Dann hätte man Richtung Nordwestbahn ebenso weiter fahren können wie Richtung Floridsdorf.

Ich hätte ja eine Kombination aus Schnellbahn und hannovrianer Lösung mit Stärkung der Tramway und punktuellen Tieflagen gut gefunden, einzig die Relation U1 wäre mit der ganzen Stadtentwicklung nördlich der Donau unverzichtbar gewesen. Aber auch das kann man so garnicht sagen, induzierter Verkehr betrifft ja den MIV ebenso wie den ÖV, wäre die Barriere Richtung Stadt größer gewesen, hätten sich wohl stärkere Subzentren in Transdanubien entwickelt.

Allerdings wäre das politisch kaum auzuhalten gewesen, der Druck aus der Bevölkerung wäre wohl zu groß geworden.
Harald A. Jahn, www.tramway.at

T1

  • Referatsleiter
  • *
  • Beiträge: 5976
Re: Traum und Wirklichkeit
« Antwort #9 am: Heute um 21:49:24 »
Eine zweite Stammstrecke mit allen Störungen wie derzeit auf der Stammstrecke?  >:D

Derzeit gibt es in Wien vier inkompatible schienengebundene ÖV-Systeme: U1-U4, U6, Straßenbahn (+ WLB), Vollbahn. Ursprünglich gab es die Straßenbahn und die Vollbahn und die Stadtbahn war immer zu einem der beiden kompatibel.
Wenn die Stadtbahn und Straßenbahn als kompatibel gilt, dann die U6 genauso.

Z-TW

  • Verkehrsführer
  • *
  • Beiträge: 2456
Re: Traum und Wirklichkeit
« Antwort #10 am: Heute um 21:55:34 »
Gab es nicht die Idee einer Straßenbahnverlängerung durch die Adalbert Stifter Straße? Ich erinnere mich an einen breiten Mittelstreifen ab der Klosterneuburger Straße, der angeblich für eine Tramtrasse freigehalten wurde. Allerdings endete damals die Straße vor Schrebergärten.

MK

  • RBL-Disponent
  • ***
  • Beiträge: 1779
Re: Traum und Wirklichkeit
« Antwort #11 am: Heute um 22:08:23 »
Wenn die Stadtbahn und Straßenbahn als kompatibel gilt, dann die U6 genauso.

Nein, da ohne größere Umbauten kein heutigen Ansprüchen genügender durchgehender Fahrgastbetrieb mit Fahrzeugen, die auf der U6 und auf dem Straßenbahnnetz einsetzbar wären, möglich wäre (Fahrzeugbreite, Einstiegshöhe).
o_O

T1

  • Referatsleiter
  • *
  • Beiträge: 5976
Re: Traum und Wirklichkeit
« Antwort #12 am: Heute um 22:17:02 »
Wenn die Stadtbahn und Straßenbahn als kompatibel gilt, dann die U6 genauso.

Nein, da ohne größere Umbauten kein heutigen Ansprüchen genügender durchgehender Fahrgastbetrieb mit Fahrzeugen, die auf der U6 und auf dem Straßenbahnnetz einsetzbar wären, möglich wäre (Fahrzeugbreite, Einstiegshöhe).
Das ist jetzt aber auch schon sehr willkürlich. Dein angesprochenes Beispiel entspricht dem übrigens auch nicht (wäre wegen der Bahnsteiglängen nicht möglich). Und etwa bei einer Brückensperre irgendwo entlang des Gürtels wäre ähnlich eine Fahrzeugüberführung von Michelbeuern zur Rößlergasse ohne weiteres auch denkbar.

MK

  • RBL-Disponent
  • ***
  • Beiträge: 1779
Re: Traum und Wirklichkeit
« Antwort #13 am: Heute um 22:27:36 »
Das ist jetzt aber auch schon sehr willkürlich.

Was wäre dein Kriterium für Kompatibilität, das nicht willkürlich wäre? In allen erwähnten Fällen der Kompatibilität wurde auch bereits "gemischt" im Fahrgastbetrieb gefahren, oder es wird aktuell praktiziert.

Zitat
Dein angesprochenes Beispiel entspricht dem übrigens auch nicht (wäre wegen der Bahnsteiglängen nicht möglich).

Die Fahrt war mit Fahrgästen (ohne Halt zum Ein- und Aussteigen, den es auf der planmäßigen Strecke aber auch nicht geben würde).

Zitat
Und etwa bei einer Brückensperre irgendwo entlang des Gürtels wäre ähnlich eine Fahrzeugüberführung von Michelbeuern zur Rößlergasse ohne weiteres auch denkbar.

Allerdings nur einzeln und nur ohne Begegnungsverkehr - also nur für eine Überführung, aber nicht für eine Umleitung mit Fahrgästen geeignet.
o_O