Autor Thema: [PM] Kampf um Grün statt Gleistrog bei Wien Mitte  (Gelesen 1566 mal)

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Klingelfee

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Re: [PM] Kampf um Grün statt Gleistrog bei Wien Mitte
« Antwort #15 am: Gestern um 09:36:13 »
Übrigens:

Ich wollte ein bisschen über den Initiator erfahren. Dabei hat sich herausgestellt:

https://presse.wien.gv.at/presse/2025/11/20/petitionsausschuss-tagte-im-wiener-rathaus

Die Petition stammt schon aus dem Herbst. Die Krone ist aber erst jetzt aufgesprungen.

Aber auch dieses Datum wäre viel zu knapp gewesen, dass man jetzt eine Überplattung der S-Bahn Strecke in Angriff nehmen könnte.

Für so eine Arbeit braucht man meiner vorsichtigen Schätzung eine Vorlaufzeit von mindestens 2-3 Jahre.
Bitte meine Kommentare nicht immer als Ausrede für die WL ansehen

fr3

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Re: [PM] Kampf um Grün statt Gleistrog bei Wien Mitte
« Antwort #16 am: Gestern um 11:47:24 »
Die Trasse ist dort nicht tief genug gelegen um eine Überplattung zu gestatten. Eine Einhausung würde daher über die Oberfläche hinaus ragen.

Link zu Höhenverhältnis
Die Fahrdrahthöhe entspricht etwa dem Straßenniveau.

Aber nicht auf der gesamten Länge.
https://www.google.com/maps/@48.2027085,16.3841384,3a,64.3y,163.49h,88.77t/data=!3m7!1e1!3m5!1shgbs5ouZfh7yLnM4WYOkMg!2e0!6shttps:%2F%2Fstreetviewpixels-pa.googleapis.com%2Fv1%2Fthumbnail%3Fcb_client%3Dmaps_sv.tactile%26w%3D900%26h%3D600%26pitch%3D1.2294947046712679%26panoid%3Dhgbs5ouZfh7yLnM4WYOkMg%26yaw%3D163.4870063252186!7i16384!8i8192?entry=ttu&g_ep=EgoyMDI2MDIwOC4wIKXMDSoASAFQAw%3D%3D

Btw. sieht man hier die bereits existierende Überplattung.
Da sieht man auch das auf einer Seite natürlich viel höher als die begleitende Straße wäre, auf der anderen Seite aber nur minimal.
Darum habe ich ja geschrieben - zwischen Neulinggasse und Rennweg.

Zitat
Aber es ist eh schad. Wenn sich irgendjemand bereit dazu erklären täte hier Geld zu investieren, wären die technischen und höhen technischen Herausforderungen alle Lösbar. Sei es als Highlinepark oder als Balkon ähnlich einer Wientalterrasse. Und Luftschalltechnisch wäre eine Einhausung sowieso das Nonplusultra.
Ich kenne die Gegend nur allzu gut, nachdem ich eine Zeit lang in der Strohgasse gewohnt habe.
Die Rechte und Linke Bahngasse gelten als gehobene Wohngegenden. Die Wohnungen sind dort teuer und von bestem Standard, trotz dichten Schnellbahnverkehrs.

(aus der Petition „Begrünte Überplattung der Schnellbahntrasse im Bereich Wien Mitte/Ungarbrücke – Maßnahmen zur Klimaanpassung, Lärmschutz und Schaffung öffentlicher Grünräume“)

Die betreffende Fläche – eine breite, offenliegende Bahneinfahrt unter dem Straßenniveau auf einer Länge von 150 Metern – stelle derzeit eine ungenutzte städtebauliche Barriere im Zentrum des 3. Bezirks dar. Eine Überplattung mit Begrünung wäre eine nachweislich wirksame Maßnahme zur Verbesserung des Mikroklimas und zur Hitzereduktion im dicht besiedelten Stadtgebiet sowie eine deutliche Lärmreduktion des Bahnverkehrs. Eine Überplattung könnte in einem bislang unzugänglichen Bereich wertvollen Freiraum schaffen – ohne Eingriffe in bestehende Verkehrs- oder Parkflächen. Eine ähnliche Überplattung sei bereits vor der Universität für Musik und darstellende Kunst realisiert worden.

Es geht also nur maximal um die Überplattung zwischen Ungarbrücke und Beatrixgasse, laut google 177 m. Dort wäre die erforderliche Tiefe der Bahntrasse durchaus gegeben. Auch sonst klingt der Vorschlag sinnvoll.

Grundsätzlich wird die Bahntrasse im Viertel keineswegs als unübwerwindbare Barriere wahrgenommen, zumal es zahlreiche Kreuzungsmöglicheiten gibt, etwa im Zuge der Neulinggasse und als Fussgängersteg bei der Jaurésgasse. Und zwischen Neulinggasse und Musikuni ist die Linke Bahngasse ohnehin als Grünraum ("Beserlpark") ohne Durchfahrtmöglichkeit ausgestaltet, so dass bereits eine gewisse Hitzereduktion gegeben ist. Einst hat die Veterinäruni wegen der Stallungen für eine gewisse Geruchsbelästigung gesorgt, aber die Zeiten sind ohnehin vorbei. Und Dampf- oder Dieselbetrieb gibt es dort seit bald 70 Jahren nicht mehr. Ich sehe daher keine dringende Notwendigkeit, die Bahntrasse vollständig zu überdecken oder einzuhausen. Da gibt es sicher wichtigere Baustellen...

Vor vielen Jahren, als die Station Rennweg neu gebaut wurde, hat man es leider verabsäumt, ein drittes Gleis zwischen Wien Mitte und Rennweg zuzulegen, was technisch durchaus machbar und betrieblich sinnvoll gewesen wäre. Aber jetzt und für die nächsten 100 Jahre sehe ich für diesen Abschnitt keinen Änderungsbedarf mehr.

Katana

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Re: [PM] Kampf um Grün statt Gleistrog bei Wien Mitte
« Antwort #17 am: Gestern um 18:04:06 »
Zitat
Dass eine komplette Überplattung des S-Bahn-Schachts bis hinunter zum Rennweg schwierig wäre, räumen auch die technisch versierten Ideengeber Bernhard Eichinger und August Sarnitz ein.
Wieso "hinunter zum Rennweg"? Vielleicht täusche ich mich, aber die Strecke geht meiner Eindruck nach von Wien Mitte bergauf. Ist das der Sprachgebrauch der lokalen Bevölkerung, weil Süden immer "unten" ist? (Wie z.B. Graz.)
Könnte möglich sein, denn bei der Grafik sieht man die Rechte- und die Linke Bahngasse, von der Station "Wien Mitte-Landstraße", Richtung "Rennweg", welche, von der dortigen Position, nach Süden verläuft.
Rechte und Linke bezieht sich vermutlich auf die Fahrtrichtung stadtauswärts, wird nämlich bei den beiden Nordbahngassen in Richtung Norden verwendet.

Und dazu kommen noch die erforderlichen Zeiten für Bauvorbereitung und -durchführung.
Auf jeden Fall Verstärkungen links und rechts der Bahntrasse, zB Bohrpfähle oder betonierte Widerlager.
Laut meiner Schnellmessung am Stadtplan beträgt die breiteste Stelle 52 Meter, das würde wohl auch Stützen dazwischen erfordern.
Sowas lässt sich nicht über Nacht einfach "dazuplanen" - wir reden hier von einem massiven Mehraufwand - das Gequatsche der Politiker ist hier in höchstem Maße naiv.

Man darf auch nicht vergessen, dass mittlerweile sicher ein fixer Bauplan besteht, wann wer, wie und wo arbeiten soll. Tief- und Grundbau muss aber logischerweise immer vorher erfolgen. Das muss auch ausgeschrieben werden, eine Firma gefunden werden, alle Gewerke verschoben werden etc. Das ist der reinste Wahnsinn in meinen Augen, solche spontanen Ankündigungen erzeugen nur Stress bei allen Beteiligten.
:up:, wobei meinem Verständnis nach das Gequatsche nicht von den Politikern, sondern von der Initiative (oder sind das auch Politiker?) kommt.

Übrigens:

Ich wollte ein bisschen über den Initiator erfahren. Dabei hat sich herausgestellt:

https://presse.wien.gv.at/presse/2025/11/20/petitionsausschuss-tagte-im-wiener-rathaus

Die Petition stammt schon aus dem Herbst. Die Krone ist aber erst jetzt aufgesprungen.

Aber auch dieses Datum wäre viel zu knapp gewesen, dass man jetzt eine Überplattung der S-Bahn Strecke in Angriff nehmen könnte.

Für so eine Arbeit braucht man meiner vorsichtigen Schätzung eine Vorlaufzeit von mindestens 2-3 Jahre.
:up:

Die betreffende Fläche – eine breite, offenliegende Bahneinfahrt unter dem Straßenniveau auf einer Länge von 150 Metern – stelle derzeit eine ungenutzte städtebauliche Barriere im Zentrum des 3. Bezirks dar.

...

Grundsätzlich wird die Bahntrasse im Viertel keineswegs als unübwerwindbare Barriere wahrgenommen, zumal es zahlreiche Kreuzungsmöglicheiten gibt, etwa im Zuge der Neulinggasse und als Fussgängersteg bei der Jaurésgasse. ...
Wie ich das Stichwort "Barriere" gelesen habe, habe ich mich auch gewundert. Der "lange" Weg trifft ja nur die, die in der Mitte zwischen den beiden Querungsmöglichkeiten sind und genau nach gegenüber wollen.

Eine Überplattung mit Begrünung wäre eine nachweislich wirksame Maßnahme zur Verbesserung des Mikroklimas und zur Hitzereduktion im dicht besiedelten Stadtgebiet sowie eine deutliche Lärmreduktion des Bahnverkehrs.
Klingt plausibel, aber kommt halt um Jahre zu spät.

Was man auch nicht vergessen sollte: Je länger die "überdachte" Gleislänge ist, desto anspruchsvoller könnte der Brandschutz werden.

abc

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Re: [PM] Kampf um Grün statt Gleistrog bei Wien Mitte
« Antwort #18 am: Gestern um 21:21:35 »
Das ist der reinste Wahnsinn in meinen Augen, solche spontanen Ankündigungen erzeugen nur Stress bei allen Beteiligten.

Ich denke, die unmittelbar mit Planung und Bau Betrauten sehen das recht entspannt, wissend, dass das sowieso nichts mehr wird, weil auch in der Politik niemand die daraus resultierenden Kosten und Risiken tragen möchte. Vielleicht sehen sie es sogar recht belustigt, weil sie auf den ersten Blick sehen, was alles nicht geht.

Hbf

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Re: [PM] Kampf um Grün statt Gleistrog bei Wien Mitte
« Antwort #19 am: Heute um 08:01:15 »

Ich denke, die unmittelbar mit Planung und Bau Betrauten sehen das recht entspannt, wissend, dass das sowieso nichts mehr wird, weil auch in der Politik niemand die daraus resultierenden Kosten und Risiken tragen möchte. Vielleicht sehen sie es sogar recht belustigt, weil sie auf den ersten Blick sehen, was alles nicht geht.

Ja hast eh recht. Ist eine gute Gelegenheit, Bürgernähe zu demonstrieren, wenn man genau weiß, dass das teure Projekt zeitlich eh nicht mehr durchgeht  ;D
Wenn die Kommunalpolitik wirklich wollte, hätte sie den Anstoß zur Umgestaltung schon Jahre früher gegeben, als die Planungen angelaufen sind.
Ich find's halt schäbig, wenn man's dann auf die böse ÖBB schiebt, die das angeblich verhindert hätte.

Katana

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Re: [PM] Kampf um Grün statt Gleistrog bei Wien Mitte
« Antwort #20 am: Heute um 16:38:17 »
Im Thread-Titel steht "Gleistrog", im Start-Posting "S-Bahn-Schacht". Was ist eigentlich der korrekte Begriff dafür? An beide genannten glaube ich nicht, mir fällt aber außer "Einschnitt" nichts ein.

fr3

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Re: [PM] Kampf um Grün statt Gleistrog bei Wien Mitte
« Antwort #21 am: Heute um 18:50:24 »
Als Gleistrog bezeichnet man eine Struktur - meist aus Beton oder Betonelementen - in die das Schotterbett für das Gleis eingebracht wird und in weiter Folge die Gleise verlegt werden. Trifft ganz bestimmt nicht zu.

Auch Schacht ist falsch. Denn ein solcher verläuft vertikal. Allenfalls könnte man von einem Graben sprechen, Einschnitt ist freilich der korrekte Ausdruck.

Katana

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Re: [PM] Kampf um Grün statt Gleistrog bei Wien Mitte
« Antwort #22 am: Heute um 21:11:19 »
Danke.
Demnach passt es, wenn in div. Medien immer wieder von in den Gleistrog stürzenden Menschen berichtet wird.

fr3

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Re: [PM] Kampf um Grün statt Gleistrog bei Wien Mitte
« Antwort #23 am: Heute um 21:27:37 »
Danke.
Demnach passt es, wenn in div. Medien immer wieder von in den Gleistrog stürzenden Menschen berichtet wird.
Ja. Vor allem bei der U-Bahn und allgmein bei Tunnelstrecken (aber auch auf Brücken) gibt es Gleiströge.