Autor Thema: Sperre Maxingstraße und Auswirkungen auf die Straßenbahn  (Gelesen 1486 mal)

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DaedalusBC304

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Re: Sperre Maxingstraße und Auswirkungen auf die Straßenbahn
« Antwort #15 am: Gestern um 12:30:53 »
Stimmt, die Fahrzeiten wurden durch Übernahme der WL verdoppelt. 30 kmh Zonen auf Busstrecken sind auch sehr förderlich für den ÖV.

Fahrzeiten wurden dann auch noch für eine sehr entspannte Fahrweise ausgewählt (ergo wird gerne vor allem am WE/Nebenzeiten dann sehr gemächlich gefahren und an entsprechend passenden Haltestellen kurz gestoppt), die Schleifenfahrt zum ORF statt direkt zur Maxingstraße, sowie keinerlei Bevorzugungen an Ampeln und noch immer 360° Umkreisung der Station Hietzing tragen mit der entsprechenden Fahrzeit wahrlich nicht zur Attraktivtät dieser Linien bei.

Wien Mobil schlägt gerne auch mal vor, man solle in Speising doch vom 56A/B in den 60er umsteigen, wenn man nach Hietzing will, Fahrzeittechnisch ist es so meist schneller, auch wenn man 3-5min auf die Bim warten muss  ::)

Bus

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Re: Sperre Maxingstraße und Auswirkungen auf die Straßenbahn
« Antwort #16 am: Gestern um 12:50:11 »
Ja leider war es früher umgekehrt. Wenn man beim 60er wartete und es kam DR, war man gleich mal 5 min schneller in Hietzing. Aber ja, die WL waren u.a. treibende Kraft in der EU, das alle Linienkonzessionen an die Stadt fallen müssen. Im ersten Entwurf sah die Privatisierung (auch Straßenbahn) noch anders aus.

MK

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Re: Sperre Maxingstraße und Auswirkungen auf die Straßenbahn
« Antwort #17 am: Gestern um 12:56:55 »
Ja leider war es früher umgekehrt. Wenn man beim 60er wartete und es kam DR, war man gleich mal 5 min schneller in Hietzing. Aber ja, die WL waren u.a. treibende Kraft in der EU, das alle Linienkonzessionen an die Stadt fallen müssen. Im ersten Entwurf sah die Privatisierung (auch Straßenbahn) noch anders aus.

Weder war das Fallen der Linienkonzessionen an die Stadt eine EU-Vorgabe, noch hätte Dr. Richard mit eigener Konzession realistisch etwas gegen die Umlegung tun können (natürlich hätten theoretisch sie bei ihrem bisherigen Linienverlauf bleiben können, dafür hätte es aber keine Ausgleichszahlungen der Stadt mehr gegeben, womit es ein Verlustgeschäft geworden wäre).
o_O

Bus

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Re: Sperre Maxingstraße und Auswirkungen auf die Straßenbahn
« Antwort #18 am: Gestern um 14:09:05 »
Ja leider war es früher umgekehrt. Wenn man beim 60er wartete und es kam DR, war man gleich mal 5 min schneller in Hietzing. Aber ja, die WL waren u.a. treibende Kraft in der EU, das alle Linienkonzessionen an die Stadt fallen müssen. Im ersten Entwurf sah die Privatisierung (auch Straßenbahn) noch anders aus.

Weder war das Fallen der Linienkonzessionen an die Stadt eine EU-Vorgabe, noch hätte Dr. Richard mit eigener Konzession realistisch etwas gegen die Umlegung tun können (natürlich hätten theoretisch sie bei ihrem bisherigen Linienverlauf bleiben können, dafür hätte es aber keine Ausgleichszahlungen der Stadt mehr gegeben, womit es ein Verlustgeschäft geworden wäre).

Da liegst du aber komplett falsch mit dieser Annahme.

MK

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Re: Sperre Maxingstraße und Auswirkungen auf die Straßenbahn
« Antwort #19 am: Gestern um 14:25:21 »
Da liegst du aber komplett falsch mit dieser Annahme.

Dann zeige mir bitte die EU-Vorgabe, die die Übernahme der Konzession erfordert hat.
o_O

maybreeze

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Re: Sperre Maxingstraße und Auswirkungen auf die Straßenbahn
« Antwort #20 am: Gestern um 18:29:04 »
Die Konzessionsvergabe ist im Kraftfahrliniengesetz geregelt. Der Landeshauptmann/die Landeshauptfrau ist für die Vergabe der Linienkonzession zuständig.

Der Landeshauptmann von Wien betreibt in Personalunion als Bürgermeister einen Busbetrieb. Dieser Wiener Busbetrieb hat als Konzessionsinhaber (Bestbieter) in einem Versteigerungsverfahren das operative Geschäft an Subunternehmer vergeben.

haidi

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Re: Sperre Maxingstraße und Auswirkungen auf die Straßenbahn
« Antwort #21 am: Gestern um 20:02:33 »
Na gut, dann betreibt der Landeshauptmann einen Busbetreib, warum sollen aber deswegen andere keinen Busbetrieb betreifen dürfen?
Microsoft is not the answer. It's the question and the answer is NO.

MK

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Re: Sperre Maxingstraße und Auswirkungen auf die Straßenbahn
« Antwort #22 am: Gestern um 21:55:30 »
Es gibt sogar heute noch zwei Linien, die rein innerhalb Wiens fahren, bei denen die WL nicht die Konzession halten, und einige mehr, die innerhalb Wiens mehrere Stationen haben (aber auch außerhalb).

Der Bürgermeister von Wien betreibt auch keinen Busbetrieb, sondern die Stadt Wien besitzt 100% der Anteile der Wiener Stadtwerke GmbH, wobei der Eigentümer (Stadt Wien) von Ulli Sima als zuständiger Stadträtin vertreten wird. Dieser gehört wiederum die Wiener Linien GmbH & Co. KG (teilweise direkt, teilweise über die Wiener Linien GmbH), welche u.a. einen Busbetrieb hat. Ebenso gehört ihr (teilweise direkt, teilweise über die Wiener Stadtwerke Vermögensverwaltung GmbH) die Wiener Lokalbahnen GmbH, welche ebenfalls u.a. einen Busbetrieb hat. Dieser gehört wiederum die Wiener Lokalbahnen Verkehrsdienste GmbH, welche ebenfalls u.a. einen Busbetrieb hat.
o_O