Autor Thema: westbahn nach Villach ab 1.3.2026  (Gelesen 6023 mal)

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KSW

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Re: westbahn nach Villach ab 1.3.2026
« Antwort #75 am: Heute um 07:18:34 »

Das hat ein User vorgeschlagen um die, angebliche, nicht Eignung für Doppelstockzüge der Strecke zu umgehen. In dem man halt in den entsprechenden Tunnelabschnitten auf ein Gleis rückbaut. Dieses Mittig in den Tunnel legt* und somit keine Probleme mehr mit irgendwelchen Lichträumen hast. Wobei ich persönlich weniger das Problem am Lichtraum des Tunnels suche, siehe Link, eher an der Oberleitungskonstruktion. Aber Mangels wissen ist das auch nur Spekulation.

Auf der Vorortelinie hat man die Gleise in den Tunnels einfach tiefergelegt, auf Betonplatten und Schienen mit schwerem UIC-Profil.
Das wird aber am Semmering nicht so einfach gehen, da bei den betroffenen Tunnels unmittelbar denkmalgeschütze Viadukte anschließen, auf denen man die Gleise nicht so einfach absenken kann, weil man dadurch die Stützgewölbe abtragen müsste.

coolharry

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Re: westbahn nach Villach ab 1.3.2026
« Antwort #76 am: Heute um 07:28:04 »
Du glaubst doch nicht ernsthaft, dass die Semmering-Strecke nur deswegen nicht freigegeben ist, weil sie einfach nicht für Profil 150 getestet wurde?

Doch genau das glaube ich.
Warum sollte ich eine Strecke, auf der man bis heute keine Dostos brauchte, weil man einfach die Kapazität nicht brauchte, auf diese Fahrzeuge testen?
Warum ist die Strecke Neumarkt-Kalham - Braunau nicht geeignet? Da gibts keine Tunnel. Und zwischen Ried und Braunau nicht mal eine Oberleitung. Weil man es nicht braucht. Ergo nicht testet.
Da bis zum Erscheinen der Westbahnfahrzeuge, Doppelstöcker reine Nahverkehrszüge waren und das nahezu ausschließlich im Raum Wien, war es nicht nötig alle Strecken Österreichs auf die Eignung für Dostos abzuklopfen. Wozu auch. Wäre ja nur unnötige Ausgabe von Geld, das man sowieso nicht hat. Und Neubaustrecken werden ja sowieso abgenommen, da schaut man gleich bei der Planung, das sich alles soweit ausgeht.

Oder sie ist auf der Südbahn einfach nicht möglich, weil die DoStos nachher Cabrios wären…

Klar und die Oberleitung hat man durch die Tunneldecke gelegt.  :fp:
Das einzige was ich mir einreden lasse ist, das in einigen Tunnelbereichen zu Unterschreitungen des absoluten Mindestabstandes zwischen Zug und Oberleitung kommt. Aber nicht das der Wagen irgendwo an das Bauwerk anstößt.

Weil ein menschlicher Hühnerstall nicht der Weisheit letzter Schluß sein kann.

KSW

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Re: westbahn nach Villach ab 1.3.2026
« Antwort #77 am: Heute um 08:29:42 »
Klar und die Oberleitung hat man durch die Tunneldecke gelegt.  :fp:
Das einzige was ich mir einreden lasse ist, das in einigen Tunnelbereichen zu Unterschreitungen des absoluten Mindestabstandes zwischen Zug und Oberleitung kommt. Aber nicht das der Wagen irgendwo an das Bauwerk anstößt.
Das sowieso (und man kann die Leitung nicht höher legen, weil sonst der STA an der Tunnelwand kratzt), und zusätzlich habe die Tunnel teils recht enge Kurven, sprich in der Bogeninnenseite wären im Bereich Oberdeck Berührungen möglich. Es wird schon seinen Grund haben, warum DoStos bei Überstellungen ebenso NICHT über den Semmering dürfen, sondern z.B. Umwege zwischen Wien und Graz über die Phyrn nehmen müssen.

fastpage

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Re: westbahn nach Villach ab 1.3.2026
« Antwort #78 am: Heute um 08:37:57 »
Deswegen haben auch Containerzüge vmax 10km/h in manchen Tunneln, weil sie sonst durch "Wankbewegungen" an der Tunnelwand streifen würden.
Und man braucht nicht jede Strecke befahren um zu testen ob ein Profil dort durchgeht. Es liegen die Daten der Strecken auf, da jedes EVU für die Durchführung von Fahrten einen RCC machen muss.
Zitat
Gemäß Artikel 23 der Richtlinie (EU)2016/797 und § 112 EisbG müssen sich Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) unter anderem vergewissern, dass Schienenfahrzeuge mit der Eisenbahn, auf der sie ein-gesetzt werden, kompatibel sind (Route Compatibility Check/RCC).Die ÖBB-Infrastruktur AG stellt hierfür nicht nur die erforderlichen Infrastrukturdaten zur Verfügung sondern erweitert die Unterstützung in Form der INFRA-Streckenkompatibilitätsprüfung (INFRA SK).

MK

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Re: westbahn nach Villach ab 1.3.2026
« Antwort #79 am: Heute um 09:11:40 »
Auf der Vorortelinie hat man die Gleise in den Tunnels einfach tiefergelegt, auf Betonplatten und Schienen mit schwerem UIC-Profil.

Die Dostos dürfen auf der Vorortelinie trotzdem nicht eingesetzt werden.
o_O

haidi

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Re: westbahn nach Villach ab 1.3.2026
« Antwort #80 am: Heute um 10:21:51 »

Das hat ein User vorgeschlagen um die, angebliche, nicht Eignung für Doppelstockzüge der Strecke zu umgehen. In dem man halt in den entsprechenden Tunnelabschnitten auf ein Gleis rückbaut. Dieses Mittig in den Tunnel legt* und somit keine Probleme mehr mit irgendwelchen Lichträumen hast. Wobei ich persönlich weniger das Problem am Lichtraum des Tunnels suche, siehe Link, eher an der Oberleitungskonstruktion. Aber Mangels wissen ist das auch nur Spekulation.

Auf der Vorortelinie hat man die Gleise in den Tunnels einfach tiefergelegt, auf Betonplatten und Schienen mit schwerem UIC-Profil.
Ist die Vorortelinie doppelstocktauglich? Für normale Fahrzeuge hätte sie doch so passen müssen, sind doch unter anderem 52er gefahren.
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F 748

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Re: westbahn nach Villach ab 1.3.2026
« Antwort #81 am: Heute um 10:56:44 »
@haidi: und meinst nicht, dass die Fahrleitung vielleicht auch Platz braucht?

60er

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Re: westbahn nach Villach ab 1.3.2026
« Antwort #82 am: Heute um 11:32:11 »
Ist die Vorortelinie doppelstocktauglich? Für normale Fahrzeuge hätte sie doch so passen müssen, sind doch unter anderem 52er gefahren.
Die alte Vorortelinie war nicht elektrifiziert. Für die Oberleitung musste Platz geschaffen werden.

Nulltarif

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Re: westbahn nach Villach ab 1.3.2026
« Antwort #83 am: Heute um 13:14:22 »
Auch auf der Vorortelinie können und dürfen daher keine Dosto fahren, obwohl zumindest für die Überstellfahrten der Bedarf gegeben wäre. Von Wien FJB nach Wien West u.u. muss rund um Wien (oder über St.Pölten) gefahren werden!
Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe. (Dalai Lama)

Signalabhängigkeit

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Re: westbahn nach Villach ab 1.3.2026
« Antwort #84 am: Heute um 13:30:13 »
Du glaubst doch nicht ernsthaft, dass die Semmering-Strecke nur deswegen nicht freigegeben ist, weil sie einfach nicht für Profil 150 getestet wurde?

Doch genau das glaube ich.

Süß.  :)

Warum ist die Strecke Neumarkt-Kalham - Braunau nicht geeignet? Da gibts keine Tunnel. Und zwischen Ried und Braunau nicht mal eine Oberleitung. Weil man es nicht braucht. Ergo nicht testet.

Tunnel sind nicht die einzige Einschränkung, auch Überführungen über die Bahn können ein Problem darstellen.

Und was hat eine vorhandene Oberleitung mit dem Bedarf an Doppelstockzügen zu tun? Die Dosto können genauso mit Dieselloks auf Strecken ohne OL verkehren.

Diese Kombination aus fehlendem Wissen und völliger Überzeugung in die eigene Meinung ist schon..... bemerkenswert.

KSW

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Re: westbahn nach Villach ab 1.3.2026
« Antwort #85 am: Heute um 14:38:01 »
Und was hat eine vorhandene Oberleitung mit dem Bedarf an Doppelstockzügen zu tun? Die Dosto können genauso mit Dieselloks auf Strecken ohne OL verkehren.
So z.B. auf der Steirischen Ostbahn, obwohl z.B. der Tunnel Lassnitzhöhe für den Einbau der Oberleitung aufgeweitet werden muss - die DoSto passen trotzdem jetzt schon durch.

2095oebb

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Re: westbahn nach Villach ab 1.3.2026
« Antwort #86 am: Heute um 15:03:08 »
Du glaubst doch nicht ernsthaft, dass die Semmering-Strecke nur deswegen nicht freigegeben ist, weil sie einfach nicht für Profil 150 getestet wurde?

Doch genau das glaube ich.
Warum sollte ich eine Strecke, auf der man bis heute keine Dostos brauchte, weil man einfach die Kapazität nicht brauchte, auf diese Fahrzeuge testen?
Warum ist die Strecke Neumarkt-Kalham - Braunau nicht geeignet? Da gibts keine Tunnel. Und zwischen Ried und Braunau nicht mal eine Oberleitung. Weil man es nicht braucht. Ergo nicht testet.
Aha, das erklärt natürlich warum zB so wichtige Strecken wie
  • Korneuburg - Harmannsdorf-Rückersdorf
  • Friedberg - Oberwart
  • Schwarzenau - Waldhausen
  • oder die Strecke über Wien Oberlaa
freigegeben sind, aber die völlig unbedeutende Strecke über den Semmering nicht.
Dafür muss man für eine Überstellung von Wien nach Graz über den Tauern fahren.

normalbuerger

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Re: westbahn nach Villach ab 1.3.2026
« Antwort #87 am: Heute um 16:54:53 »
Wieso muss man von Wien über den Tauern fahren? Gesäuse oder über Kirchdorf wäre ja auch noch möglich.

Katana

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Re: westbahn nach Villach ab 1.3.2026
« Antwort #88 am: Heute um 17:37:46 »
Man könnte auch ein sechsschienengleis  >:D legen
 In den Tunnels 2 Gleise wie gehabt und wenn DoSto-Leistungen notwendig werden, wird das mittig gelegene dritte Gleis befahen  >:D
Herrlich  ;D
Während des Lesens habe ich mir schon Gegenargumente und Fragen zurechtgelegt, bis ich das abschließende Smiley gesehen habe. So geht Ironie :up:

highspeedtrain

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Re: westbahn nach Villach ab 1.3.2026
« Antwort #89 am: Heute um 19:16:14 »
Man könnte auch ein sechsschienengleis  >:D legen
 In den Tunnels 2 Gleise wie gehabt und wenn DoSto-Leistungen notwendig werden, wird das mittig gelegene dritte Gleis befahen  >:D
Herrlich  ;D
Während des Lesens habe ich mir schon Gegenargumente und Fragen zurechtgelegt, bis ich das abschließende Smiley gesehen habe. So geht Ironie :up:

So ähnlich hat man das glaube ich im Lötschbergtunnel (auf der Bergstrecke) gelöst gehabt. Also gar nicht so absurd, aber am Semmering nicht notwendig. Mehr als stündlichen Regionalverkehr wird es südlich von Payerbach dort mit SBT nicht mehr geben, und zwecks Wartung wird ja immer nur eine Röhre gesperrt und man fährt über den Berg im Einbahnbetrieb.