Autor Thema: [PM] Wiener Linien: 1.300 Behinderungen durch Falschparker im ersten Halbjahr  (Gelesen 1700 mal)

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13er

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Zitat
Wiener Linien: 1.300 Behinderungen durch Falschparker im ersten Halbjahr
Utl.: Appell an Sorgfalt der Autofahrer - Maßnahmenprogramm auf dem Weg =

   Wien (OTS) - Einen Appell an die Rücksicht der Autofahrer richten
die Wiener Linien: Mehrmals pro Tag sind Straßenbahnen, aber auch
Autobusse durch Falschparker blockiert, die ihr Auto ohne auf Gleise
und Halteverbote zu achten abgestellt haben. Im ersten Halbjahr 2011
zählten die Wiener Linien mehr als 1.300 solcher Fälle, Tendenz
steigend. Besonders betroffen sind die Straßenbahnlinien 9, 40, 41,
49 und 60.

 "Wir verständigen sofort die Feuerwehr, die den Weg freimacht.
Dennoch kann ein einziges Auto eine frequentierte Straßenbahnlinie
für bis zu 40 Minuten lahmlegen und Verspätungen für tausende
Fahrgäste verursachen", berichtet Wiener-Linien-Geschäftsführer
Günter Steinbauer.

Maßnahmenprogramm läuft
Um "Hotspots" an besonders betroffenen Linien zu entschärfen, haben
die Wiener Linien ein Maßnahmenprogramm auf den Weg gebracht. Erster
Erfolg: An der Linie 60 konnte eine häufig von Falschparkern
heimgesuchte Stelle so umgestaltet werden, dass die Straßenbahn nicht
mehr behindert wird. Auch für die Linie 49 arbeiten die Wiener Linien
gemeinsam mit dem 7. Bezirk an der Entschärfung der
Falschparker-Problematik.

Falschparken kann ins Geld gehen
Wer die Straßenbahn behindert, verursacht nicht nur Ärger für die
Fahrgäste der Wiener Linien, sondern auch für seine eigene Geldbörse.
So verrechnen die Wiener Linien die Überstunden ihres Personals - der
Betrag variiert je nach Ausmaß der Störung. Schadenersatzforderungen
der Wiener Linien können dabei mehrere hundert Euro ausmachen. Dazu
kommen die Kosten für den Feuerwehreinsatz (Stundensatz ca. 220 Euro)
und eine Verwaltungsstrafe.


Quelle: http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20110710_OTS0010/wiener-linien-1300-behinderungen-durch-falschparker-im-ersten-halbjahr
Mit uns kommst du sicher... zu spät.

haidi

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Warum umbauen? Strafen, strafen, strafen - auch wenn die Straßenbahn nicht behindert wird. Es wird einfach viel zuwenig kontrolliert, daher bin ich für eine sich selbst erhaltende Überwachung des ruhenden und des fließenden Verkehrs.

Hannes
Alle sagten es geht nicht - dann kam einer, der das nicht wusste und probierte es - und es ging

95B

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daher bin ich für eine sich selbst erhaltende Überwachung des ruhenden und des fließenden Verkehrs
Die sollte organisatorisch kein Problem sein. Nehmen wir ein durchschnittliches Organmandat mit 50 Euro an, davon gehen angenommenerweise 40 Euro für diverse Verwaltungsstrukturen drauf und 10 Euro bleiben zur Entlohnung des Organs übrig. Nehmen wir weiters an, dass pro Organ monatlich 3.000 Euro zu berappen sind (Gehalt und anteilige Kosten an sonstiger Ausstattung und Infrastruktur). In dieser gleichwohl falschen wie einfachen Annahme müsste bei zugrundegelegten 20 Arbeitstagen pro Woche jedes Organ durchschnittlich 15 Mandate ausstellen, das sind bei einem 7,5-Stunden-Tag zwei Stück jede Stunde, also eins alle 30 Minuten.

Dass ein geschultes Organ (© Kurti Blahovec) diese Vorgabe locker übertreffen wird, sollte außer Frage stehen.
Es ist nichts so fein gesponnen, es kommt doch ans Licht der Sonnen!
... brrrr, Klumpert!

moszkva tér

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Schöne Theorie, 95B, nur hat die einen Haken  ;)
- Mehr Kontrollen sind teurer - es müssen also mehr Vergehen geahndet werden.
- Dadurch tritt ein Lerneffekt auf, die Leute halten sich an die Regeln, es können nicht mehr genug Vergehen geahndet werden, um die Kontrollkosen abzudecken.
- Die Kontrollen werden zurückgefahren, da sie weder finanziell noch durch hohe Missbrauchswerte gerechtfertigt sind.
- Mangelnde Kontrollen führen wieder zu einem Ansteigen der Vergehen.

 8)

uk

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Schöne Theorie, 95B, nur hat die einen Haken  ;)
- Mehr Kontrollen sind teurer - es müssen also mehr Vergehen geahndet werden.
- Dadurch tritt ein Lerneffekt auf, die Leute halten sich an die Regeln, es können nicht mehr genug Vergehen geahndet werden, um die Kontrollkosen abzudecken.
- Die Kontrollen werden zurückgefahren, da sie weder finanziell noch durch hohe Missbrauchswerte gerechtfertigt sind.
- Mangelnde Kontrollen führen wieder zu einem Ansteigen der Vergehen.

 8)

Eine solche Rückkopplung erreicht aber in den meisten Fällen einen stabilen Zustand und damit ein Gleichgewicht.

E2

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So was gibts in Graz, aba obs hilft...

Linie 41

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Eine solche Rückkopplung erreicht aber in den meisten Fällen einen stabilen Zustand und damit ein Gleichgewicht.
In dem Fall wird es wohl auf die Lotka-Volterra-Gleichungen hinauslaufen und die haben ja einen stabilen Fixpunkt.
Ich verstehe das Konzept dahinter nicht und bin generell dagegen.

coolharry

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So was gibts in Graz, aba obs hilft...

Verkehrsschilder ersetzen leider keine Intelligenz. Aber gut. Man kann dann noch weniger sagen "i hobs ned gwusst".

Dummheit und mangelnde Aufmerksamkeit, bzw. einfach die "es wird scho passen" Mentalität sind halt Schuld an sowas. Aber einige Straßenzühe sind eigentlich zu schmal um neben dem Gleis parken. Also entweder umbauen oder verbieten. Das Parken nicht die Bim.
Das Glück ist ein Vogerl. Wenns knallt ist es weg.