In der BRD hätte dieser Betrieb vermutlich eh nicht die 60er-Jahre überlebt.
Genau, erst auf Platz 13 der kleinsten (selbstständigen) Straßenbahnbetriebe in Deutschland steht mit Ulm eine westdeutsche Stadt. Alles andere wurde meist stillgelegt und manchmal mit einem größeren Betrieb verbunden. In der DDR wurden nur vereinzelt Betriebe komplett stillgelegt (Döbeln, Hohenstein-Oelsnitz, Staßfurt, Eisenach, Mühlhausen, Stralsund, Teltow), aber Überlandlinien häufig auf Bus umgestellt.
Na ja, Ernst Thälmann war zwar ein Kommunistenführer, ist aber im KZ erschossen worden. Das Gedenken an ihn als Opfer der Nazis ist wohl legitim.
Er war aber auch Stalinist, versuchte 1923 gegen die Republik zu putschen, und trug dadurch, dass er die SPD statt der NSDAP als Hauptfeind sah, zum Untergang der Weimarer Republik bei. Das heißt nicht, dass jedes Gedenken ausgeschlossen sein sollte, aber er hatte nie einen Bezug zu Woltersdorf oder diesem Platz, im Gegensatz zum Ernst-Thälmann-Platz in Hamburg vor seinem ehemaligen Wohnhaus.