Autor Thema: Fundstück: Russische Aufnahmen Wiens knapp nach dem Krieg [137 Bilder]  (Gelesen 70946 mal)

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W_E_St

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Re: Fundstück: Russische Aufnahmen Wiens knapp nach dem Krieg [137 Bilder]
« Antwort #30 am: 19. Dezember 2011, 15:48:35 »
Ich halte die Bilder 17, 19, 29 und 30 mittlerweile für Schwechat.

20 ist vermutlich im Burgeland, eventuell auch in Lockenhaus. Das auslösende Bild wegen dem ich Lockenhaus überhaupt vermutet habe hat der Bernhard übrigens unterschlagen :D
http://images2.webpark.ru/uploads53/090508/Road_wars_52.jpg

27 könnte irgendwo in Liesing sein, rund um das riesige ehemalige Industriegebiet dort.

41 halte ich ganz entschieden nicht für Wien, eher für Ungarn.
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coolharry

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Re: Fundstück: Russische Aufnahmen Wiens knapp nach dem Krieg [137 Bilder]
« Antwort #31 am: 19. Dezember 2011, 16:02:56 »
41 halte ich ganz entschieden nicht für Wien, eher für Ungarn.

Hätte ich für den Hauptplatz von Korneuburg gehalten. Die Statue erinnert mich so daran.
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Re: Fundstück: Russische Aufnahmen Wiens knapp nach dem Krieg [137 Bilder]
« Antwort #32 am: 19. Dezember 2011, 16:54:09 »
Weiß jemand, ob die Türme der Antonskirche nach dem Krieg renoviert wurden? Abgesehen von den Fenstern könnte Bild 40 ja die Antonskirche sein!?

Es würde jedenfalls in das Schema (Schwerpunkt 10. & 1. Bezirk) passen, das sich durch die Wien-Bilder zieht. Oder gibts woanders eine ähnliche Kirche?

Nein, das ist eher die Kirche am Keplerplatz.

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Re: Fundstück: Russische Aufnahmen Wiens knapp nach dem Krieg [137 Bilder]
« Antwort #33 am: 19. Dezember 2011, 17:04:11 »
Weiß jemand, ob die Türme der Antonskirche nach dem Krieg renoviert wurden? Abgesehen von den Fenstern könnte Bild 40 ja die Antonskirche sein!?

Es würde jedenfalls in das Schema (Schwerpunkt 10. & 1. Bezirk) passen, das sich durch die Wien-Bilder zieht. Oder gibts woanders eine ähnliche Kirche?

Nein, das ist eher die Kirche am Keplerplatz.

Vom Stil her könnte auch die Brigittakirche passen. Aufgenommen von dem Platz, wo heute das Pensionistenwohnhaus steht. Dort war jahrzehnte lang eine Baulücke.
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Re: Fundstück: Russische Aufnahmen Wiens knapp nach dem Krieg [137 Bilder]
« Antwort #34 am: 19. Dezember 2011, 17:24:54 »
Vom Stil her könnte auch die Brigittakirche passen. Aufgenommen von dem Platz, wo heute das Pensionistenwohnhaus steht. Dort war jahrzehnte lang eine Baulücke.

Nein, die Tüme der Brigittakirche sind spitzer als auf dem Foto. Die Keplerkirche hingegen würde passen.

W_E_St

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Re: Fundstück: Russische Aufnahmen Wiens knapp nach dem Krieg [137 Bilder]
« Antwort #35 am: 19. Dezember 2011, 17:43:16 »
Zitat
Das eine Bild  mit der Julius-Meinl Filiale am Eck, - welche Nummer weiß ich grad ned - - ist zwar Hernalser Hpstr., allerdings nicht im unmittelbaren Bereich von der Vorortelinie.
Die Julius-Meinl-Gasse ist es jedenfalls nicht, so weit bin ich auch schon.
Laut Lehmann 1941 war das Haus Hernalser Hauptstraße 185 nummeriert und beherbergte nur eine einzige Firma oder Person, war also vermutlich sehr klein. Weiters hieß dieser Teil der Julius-Meinl-Gasse (bis zur Zeillergasse) damals NICHT Nauseagasse, sondern Burghausengasse. Ich bin langsam aber sicher geneigt zu behaupten das ist DOCH das Eckhaus Beringgasse, auch wenn der Erker im alten Bild seitliche Fenster hat.

Alternativ kann es nur mehr das (ebenfalls nicht mehr bestehende) Eckhaus Comeniusgasse sein, das kommt mir allerdings nach einem Blick auf historische Stadtpläne recht unwahrscheinlich vor. Außerdem müsste man dann schon im Hintergrund die Kurve nach der Rosensteingasse sehen.
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Re: Fundstück: Russische Aufnahmen Wiens knapp nach dem Krieg [137 Bilder]
« Antwort #36 am: 19. Dezember 2011, 18:21:16 »
Das Warenhaus Essl scheint übrigens in keiner Lehmann-Ausgabe auf, vielleicht wurde ein Buchstabe davor weggesprengt?!

Wenn sich das auf den Bau-Max-Essl bezieht, der hat mit der Firma Schömer seines Schwiegervaters angefangen:

Aus der Wiki:
Zitat
Karlheinz Essl senior (* 16. April 1939 in Hermagor, Kärnten) ist ein österreichischer Unternehmer und Kunstsammler.

Er baute das Handelsunternehmen seines Schwiegervaters Fritz Schömer aus und gründete 1976 die Baumarktkette bauMax, die nicht nur in Österreich, sondern auch in zahlreichen ost- und mitteleuropäischen Ländern Märkte betreibt.

Hannes
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W_E_St

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Re: Fundstück: Russische Aufnahmen Wiens knapp nach dem Krieg [137 Bilder]
« Antwort #37 am: 19. Dezember 2011, 19:18:19 »
Das Warenhaus Essl scheint übrigens in keiner Lehmann-Ausgabe auf, vielleicht wurde ein Buchstabe davor weggesprengt?!

Wenn sich das auf den Bau-Max-Essl bezieht, der hat mit der Firma Schömer seines Schwiegervaters angefangen:

Aus der Wiki:
Zitat
Karlheinz Essl senior (* 16. April 1939 in Hermagor, Kärnten) ist ein österreichischer Unternehmer und Kunstsammler.

Er baute das Handelsunternehmen seines Schwiegervaters Fritz Schömer aus und gründete 1976 die Baumarktkette bauMax, die nicht nur in Österreich, sondern auch in zahlreichen ost- und mitteleuropäischen Ländern Märkte betreibt.
Nein, nein... auf einem Foto aus der Favoritenstraße sieht man ein "Warenhaus Essl", wobei die Schrift beschädigt ist, könnte auch Gessl o.ä. heißen. Allerdings findet man unter keinem dieser Namen in den Adressbüchern und Branchenverzeichnissen dieser Zeit so ein Warenhaus. War vermutlich genauso wie heute... auf dem Geschäft außen steht der Name von der Urstrumpftant der das Geschäft vor 80 Jahren gehört hat, im Telefonbuch steht der jetzige Eigentümer.
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Re: Fundstück: Russische Aufnahmen Wiens knapp nach dem Krieg [137 Bilder]
« Antwort #38 am: 19. Dezember 2011, 20:44:59 »
Das Warenhaus Essl scheint übrigens in keiner Lehmann-Ausgabe auf, vielleicht wurde ein Buchstabe davor weggesprengt?!

Wenn sich das auf den Bau-Max-Essl bezieht, der hat mit der Firma Schömer seines Schwiegervaters angefangen:

Aus der Wiki:
Zitat
Karlheinz Essl senior (* 16. April 1939 in Hermagor, Kärnten) ist ein österreichischer Unternehmer und Kunstsammler.

Er baute das Handelsunternehmen seines Schwiegervaters Fritz Schömer aus und gründete 1976 die Baumarktkette bauMax, die nicht nur in Österreich, sondern auch in zahlreichen ost- und mitteleuropäischen Ländern Märkte betreibt.
Nein, nein... auf einem Foto aus der Favoritenstraße sieht man ein "Warenhaus Essl", wobei die Schrift beschädigt ist, könnte auch Gessl o.ä. heißen. Allerdings findet man unter keinem dieser Namen in den Adressbüchern und Branchenverzeichnissen dieser Zeit so ein Warenhaus. War vermutlich genauso wie heute... auf dem Geschäft außen steht der Name von der Urstrumpftant der das Geschäft vor 80 Jahren gehört hat, im Telefonbuch steht der jetzige Eigentümer.

Sorry - hab die Hälfte meiner Überlegungen nicht mitgeschrieben:
Ich dachte daran, dass die Familie Essl mit einem Warenhaus dort angefangen hätte - so ähnlich wie die Brüder Albrecht mit dem Lebensmittelgeschäft ihrer Mutter oder ein Herr Wlaschek  mit einer Drogerie seiner Ex-Frau in Margareten.

Hannes
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benkda01

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Re: Fundstück: Russische Aufnahmen Wiens knapp nach dem Krieg [137 Bilder]
« Antwort #39 am: 19. Dezember 2011, 21:00:07 »
Bild 11:
...ist beim Volkskundemuseum in Budapest. Heute:

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Re: Fundstück: Russische Aufnahmen Wiens knapp nach dem Krieg [137 Bilder]
« Antwort #40 am: 19. Dezember 2011, 21:25:11 »
Danke wieder für alle nützlichen Hinweise, insbesondere Revisor für den Keplerplatz und benkda01 für die Verortung in Budapest!

Das eine Bild  mit der Julius-Meinl Filiale am Eck, - welche Nummer weiß ich grad ned - - ist zwar Hernalser Hpstr., allerdings nicht im unmittelbaren Bereich von der Vorortelinie.
Da müsste ich im Meinl-Register nachsehen welche Filialen es damals zu dieser Zeit in Wien gab.
Das wäre nett, wenn Du das tun kannst.

Wir sind gestern alle Ecken der Hernalser Hauptstraße durchgegangen, wo die Bauweise annähernd so ist, wie auf Bild 2. Allerdings kommen nur die von WeSt erwähnte Ecke Beringgasse bedingt (das dort stehende Haus schaut so aus, also nicht exakt so wie am 1945er-Bild) und eben die Ecke Julius-Meinl-Gasse in Frage. Wenn das aber jetzt vom Straßennamen doch nicht gepaßt hat, stehen wir aber wieder am Anfang.

Was anderes: Könnte das eben erwähnte Bild 2 eventuell auch eine Straße im 10. Bezirk zeigen? Da scheint ja der Schwerpunkt der Bilder zu liegen. Übrigens vermuten wir auch, daß Bild 15 und Bild 23 in der Nähe des Bildes 2 aufgenommen sein könnten.


Ferner, ganz unabhängig: die Bilder 17, 19 und 30 gehören erwiesenermaßen zusammen. Weiß jemand, ob das Schwechat sein kann? Außerdem wäre zu prüfen, ob auch Bild 29 zu dieser Serie gehört.

43er

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Re: Fundstück: Russische Aufnahmen Wiens knapp nach dem Krieg [137 Bilder]
« Antwort #41 am: 19. Dezember 2011, 23:34:05 »


Ferner, ganz unabhängig: die Bilder 17, 19 und 30 gehören erwiesenermaßen zusammen. Weiß jemand, ob das Schwechat sein kann? Außerdem wäre zu prüfen, ob auch Bild 29 zu dieser Serie gehört.

Ziemlich sicher die Wiener Straße in Schwechat

W_E_St

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Re: Fundstück: Russische Aufnahmen Wiens knapp nach dem Krieg [137 Bilder]
« Antwort #42 am: 20. Dezember 2011, 00:36:58 »
Bild 8 würde ich die Burggasse inzwischen ausschließen, dort gibt es zwar vereinzelt zweistöckige Vorstadthäuser, die Mehrheit sind aber vier- bis fünfstöckige Häuser aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert.

Dafür kann man sämtliche Radien von 45 bis 49 in Betracht ziehen, wobei ich 48 nach Vergleichen mit NORC und historischen Fotos für unwahrscheinlich halte, 46 glaube ich auch nicht unbedingt, kann aber sein. Auch 9 und 10 kämen eventuell in Frage, wobei mir da wenige so lange gerade und relativ eben wirkende Strecken einfielen.
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W_E_St

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Re: Fundstück: Russische Aufnahmen Wiens knapp nach dem Krieg [137 Bilder]
« Antwort #43 am: 20. Dezember 2011, 11:32:55 »
Möglicherweise habe ich Bild 21 gefunden, und zwar könnte das links der Häuserblock zwischen Angeligasse und Kennergasse, Blickrichtung stadteinwärts sein, das abgeschnittene Haus ganz links wäre das Eckhaus zur Angeligasse. Bild 15 kann ich hingegen in der Favoritenstraße überhaupt nicht zuordnen, allerdings besagt das nicht viel - wenn das Haus seinen Stuck und seine charakteristischen Fenster verloren hat (und das trifft in der Favoritenstraße auf mindestens jedes zweite Haus zu) ist es praktisch nicht mehr zuzuordnen. Sehr ähnlich ist Favoritenstraße 155-157, allerdings müsste dann auf dem Foto von 1945 rechts ein knappes Viertel des Hauses fehlen, im Kriegsschadenplan ist es (im Gegensatz zu beiden Nachbarhäusern) aber nicht als beschädigt eingetragen.

Bild 23 muss eine Verwechslung sein, das ist doch eindeutig die Triester Straße!

Bild 35 könnte prinzipiell auch die Favoritenstraße oder Laxenburger Straße sein, ich wüsste allerdings nicht wo das sein könnte. Es wirkt so, als ob sich am Fotostandort ein schmaler, langer Platz befände.

Zu Bild 8 ist mir noch eingefallen: eventuell suchen wir auch da komplett am falschen Ende... wie wäre es mit der Gudrunstraße? Für die Quellenstraße ist es mir zu schmal.
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benkda01

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Re: Fundstück: Russische Aufnahmen Wiens knapp nach dem Krieg [137 Bilder]
« Antwort #44 am: 20. Dezember 2011, 14:48:44 »
Schmalspurstraßenbahnen in der Gegend der Fotos (YU, BG, RO, H, A) gabs noch in Sofia (bis 1987 1009 (sic) mm, erst danach 1435)
In Sofia gibt's aber immer noch ein Meterspurnetz. Lediglich zwei (?) Linien haben normalspurige Gleise.