Autor Thema: Rasengleis  (Gelesen 251398 mal)

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U4

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Re: Rasengleis
« Antwort #885 am: 24. August 2019, 14:28:44 »
Solche Pläne habe ich leider nicht, aber ein aktuelles Foto aus Bordeaux, wie man das Befahren von Rasengleichen durch nicht schienengebundene Fahrzeuge wirkungsvoll verhindern kann.
Wenn einer aber genau Fahren kann, dann schafft er es auch genau auf den Gleisen zu fahren und damit diese Stelle zu "überbrücken"  ;D
🥒 Haltestelle NEU -  die schlechteste Version seit Beginn der Haltestellentafeln

traveller23

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Re: Rasengleis
« Antwort #886 am: 22. September 2019, 07:09:40 »
Aus einem Kurier-Artikel vom 11.9:
Einen Teilerfolg gibt es auch im zweiten Konflikt. Mehr als 700 Personen fordern in einer Online-Petition ein Rasengleis für die neue Straßenbahnroute ins Nordbahnviertel. Die Linie O bekommt bis 2020 ab dem Praterstern vier neue Haltestellen (auf Höhe von Mühlfeldgasse, Am Tabor, Bruno-Marek-Allee und Taborstraße) und 1,4 Kilometer Strecke dazu.

Geht es nach den Unterzeichnern, soll die Bim auf begrünten Gleisen - sogenannten Rasengleisen - fahren. Allerdings: Ihr Bau kommt um 30 Prozent teuerer als die herkömmliche Variante. Und bislang wollte niemand die Mehrkosten tragen.

Nun verhandeln Wiener Linien, Stadt und Bezirk doch weiter – das Ergebnis soll in den nächsten Wochen feststehen.
————————
Klingt gut. :)

Peter Kasenbacher

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Re: Rasengleis
« Antwort #887 am: 07. Oktober 2019, 07:06:13 »
Also ich bin gestern zufällig neben den Gleisen des 62er gestanden, Breitenfurter Str. Hetzendorfer Str. Da gibts doch eh sowas wie ein Rasengleis: zwischen den Betonplatten und zum Gleis hin sprießt es ja eh? Grins. Lg

haidi

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Re: Rasengleis
« Antwort #888 am: 07. Oktober 2019, 11:39:59 »
Geht es nach den Unterzeichnern, soll die Bim auf begrünten Gleisen - sogenannten Rasengleisen - fahren. Allerdings: Ihr Bau kommt um 30 Prozent teuerer als die herkömmliche Variante. Und bislang wollte niemand die Mehrkosten tragen.
Komisch - die Linzer bauen Rasengleis vor allem, weil es billiger ist.
Alle sagten es geht nicht - dann kam einer, der das nicht wusste und probierte es - und es ging

Tatra83

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Re: Rasengleis
« Antwort #889 am: 07. Oktober 2019, 13:30:49 »
Geht es nach den Unterzeichnern, soll die Bim auf begrünten Gleisen - sogenannten Rasengleisen - fahren. Allerdings: Ihr Bau kommt um 30 Prozent teuerer als die herkömmliche Variante. Und bislang wollte niemand die Mehrkosten tragen.
Komisch - die Linzer bauen Rasengleis vor allem, weil es billiger ist.
Die Linzer haben jedoch nicht den Wiener Five-Star-Heavy-Premium-Pferdebahnoberbau im Einsatz! :lamp: Dort verwendet man einen Oberbau aus dem 21. Jahrhundert.  :D
Und ich dachte, mit der Straßenbahn bin ich schneller als zu Fuß.

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Re: Rasengleis
« Antwort #890 am: 07. Oktober 2019, 15:35:57 »
Ich bin kein Bautechniker, aber bei uns ist schon mehr Beton drunter, was ja positiv ist. Die unterste Platte scheint mir recht dünn in Linz. Und der Gleiskörper ist nach unten geschlossen, das ist natürlich auch anders als in Wien mit der offenen Konstruktion.
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Tatra83

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Re: Rasengleis
« Antwort #891 am: 07. Oktober 2019, 20:06:21 »
Ich bin kein Bautechniker, aber bei uns ist schon mehr Beton drunter, was ja positiv ist. Die unterste Platte scheint mir recht dünn in Linz. Und der Gleiskörper ist nach unten geschlossen, das ist natürlich auch anders als in Wien mit der offenen Konstruktion.

Beim begrünten Bahnkörper ist die Betonlangschwelle auch nur 30 cm hoch, das kommt in Linz (Ortbetonplatte mit schätzomative 5 cm, darüber dann einbetonierte Schwellen mit nochmal 25 oder 30 cm Höhe) auch in etwa hin. Der gesamte Bahnkörper wird in Linz jedoch mit einer deutlich dickeren Gummimatte unterfüttert.
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Re: Rasengleis
« Antwort #892 am: 07. Oktober 2019, 21:01:26 »
Ich bin kein Bautechniker, aber bei uns ist schon mehr Beton drunter, was ja positiv ist. Die unterste Platte scheint mir recht dünn in Linz. Und der Gleiskörper ist nach unten geschlossen, das ist natürlich auch anders als in Wien mit der offenen Konstruktion.

Beim begrünten Bahnkörper ist die Betonlangschwelle auch nur 30 cm hoch, das kommt in Linz (Ortbetonplatte mit schätzomative 5 cm, darüber dann einbetonierte Schwellen mit nochmal 25 oder 30 cm Höhe) auch in etwa hin. Der gesamte Bahnkörper wird in Linz jedoch mit einer deutlich dickeren Gummimatte unterfüttert.

Mir kommt das in Wien deutlich höher vor:
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Re: Rasengleis
« Antwort #893 am: 07. Oktober 2019, 21:40:42 »
Das ist die Variante mit zwei kaskadierten Längsschwellen, die untere 35 cm hoch und 70 cm breit, die obere 25 cm und 50 cm breit, also insgesamt 60 Höhe bis zum Schienenfuß.
Und ich dachte, mit der Straßenbahn bin ich schneller als zu Fuß.

Kanitzgasse

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Re: Rasengleis
« Antwort #894 am: 17. Oktober 2019, 11:11:45 »
Nun also doch: Ein Rasengleis für die Linie O.

Linie O bekommt umweltfreundliches Grüngleis

Mit dem laufenden Öffi-Ausbau tragen die Wiener Linien auch wesentlich zum Klimaschutz in Wien bei. Im Sinne der „Greener Linien“ wird die Linie O nächstes Jahr um vier Stationen ab Praterstern ins Nordbahnhofviertel verlängert und bekommt zusätzlich ein umweltfreundliches Grüngleis. Baubeginn ist für Frühling 2020 geplant, zum Schulstart 2020 soll die neue Strecke eröffnet werden. Das Grüngleis wird entlang 150 Metern autofreier Gleisanlage verlaufen.

„Mit der Verlängerung der Linie O erhalten Bewohnerinnen und Bewohner des wachsenden Nordbahnhofviertels eine raschere Verbindung zum wichtigen Öffi-Knotenpunkt Praterstern. Durch das neue Grüngleis wird die Strecke außerdem besonders umweltfreundlich. Grünflächen sind ein aktiver Beitrag zum Klimaschutz und auch eine wichtige Cooling-Maßnahme“, betont Öffi-Stadträtin Ulli Sima.

Die Strecke der Linie O wird um insgesamt 1,4 Kilometer verlängert und führt vom Praterstern über die Nordbahnstraße, Am Tabor und die Bruno-Marek-Allee entlang bis zum neuen Bildungscampus Christine Nöstlinger in der Taborstraße. Gegenüber einem Standardgleis, kostet ein Grüngleis 150.000 Euro mehr. Die Kosten teilen sich der 2. Bezirk und die Wiener Linien.

„Eine Hauptverkehrsachse des Stadtentwicklungsgebiets Nordbahnhofviertel erhält mit dem begrünten Gleiskörper eine attraktive Gestaltung, mit mehr Grün und positiven Effekten auf das Mikroklima. Der Öffi-Ausbau in der Leopoldstadt wird somit in der idealen Variante umgesetzt“, so Uschi Lichtenegger, Bezirksvorsteherin in der Leopoldstadt.

Coole neue Strecken mit Grüngleis

Neben der optischen Aufwertung des Stadtbildes und der kühlenden Wirkung auf die Umgebung in den Sommermonaten, haben begrünte Gleiskörper viele weitere Vorteile. Die Pflanzen auf den Grüngleisen binden den Staub und senken so die Staubbelastung in der Umgebung und wirken auch als Wasserspeicher, der etwa bei Starkregen vor Überlastung des Kanals schützt.

Auch die um zwei Haltestellen verlängerte Linie D, wird im Sonnwendviertel auf einem knapp zwei Kilometer langem Grüngleis fahren. Aktuell ist bereits die Strecke zwischen Marianne-Pollack-Gasse und Eva-Zichler-Gasse begrünt, die restliche Strecke wird gerade dafür aufbereitet. Im Dezember 2019 geht die Verlängerung in Betrieb.

„Bei Neubauprojekten prüfen wir immer die Option von Grüngleisen mit, so auch bei den Verlängerungen der Linie O und D“, sagt Alexandra Reinagl, Geschäftsführerin der Wiener Linien. „Der O-Wagen wird somit Am Tabor auf einer selbstständigen Gleisanlage unterwegs sein und damit unabhängig vom Autoverkehr fahren. Das erhöht auch die Zuverlässigkeit der Straßenbahn.“

Weitere Grüngleise befinden sich entlang der Linien 62, 18, 25 und 26. Bis 2020 investieren die Stadt Wien und die Wiener Linien 70 Millionen Euro in den Ausbau und die Beschleunigung des Straßenbahn- und Busnetzes. Mit der Verlängerung der Linie O ins Nordbahnhofviertel sind alle Projekte aus dem Öffi-Paket abgeschlossen.


Quelle: Internetseite WL

Hauptbahnhof

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Re: Rasengleis
« Antwort #895 am: 17. Oktober 2019, 12:23:20 »
Durch das neue Grüngleis wird die Strecke außerdem besonders umweltfreundlich. Grünflächen sind ein aktiver Beitrag zum Klimaschutz und auch eine wichtige Cooling-Maßnahme“, betont Öffi-Stadträtin Ulli Sima.
Wer war ursprünglich gegen das Rasengleis und wollte es verhindern? :bh: :fp:

Sehr erfreulich, dass wieder ein neues Stück Rasengleis hinzukommt.

Klingelfee

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Re: Rasengleis
« Antwort #896 am: 17. Oktober 2019, 12:27:15 »
Durch das neue Grüngleis wird die Strecke außerdem besonders umweltfreundlich. Grünflächen sind ein aktiver Beitrag zum Klimaschutz und auch eine wichtige Cooling-Maßnahme“, betont Öffi-Stadträtin Ulli Sima.
Wer war ursprünglich gegen das Rasengleis und wollte es verhindern? :bh: :fp:
Verhindern wollte es keiner. Es wollte nur niemand die Mehrkosten tragen.

Aber schon langsam kommt man darauf, dass man etwas für den 2. Bezirk machen sollte, damit der nächste Bezirksvorsteher dort eventuell wieder rot gefärbt ist.
Bitte meine Kommentare nicht immer als Ausrede für die WL ansehen

4020

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Re: Rasengleis
« Antwort #897 am: 17. Oktober 2019, 13:24:59 »
Mit der Verlängerung der Linie O ins Nordbahnhofviertel sind alle Projekte aus dem Öffi-Paket abgeschlossen.

Ich zitiere an dieser Stelle aus dieser Pressemeldung vom Juni 2017:
https://www.wien.gv.at/presse/2017/06/19/sima-vassilakou-oeffi-paket-bis-2020-fixiert

Zitat
Sima/Vassilakou: Öffi-Paket bis 2020 fixiert

[...]

Um die Linie 6 in zentralen Abschnitten zu entlasten soll die Linie 67 ab 2019/20 über einen neuen Streckenabschnitt in der Neilreichgasse zum Reumannplatz fahren und ab dort in die ehemaligen Siemensgründe verlängert werden.

[...]


Na gut, gelebt hat das Projekt Neilreichgasse eh nie wirklich, aber jetzt ist es wohl endgültig tot.

Verhindern wollte es keiner. Es wollte nur niemand die Mehrkosten tragen.

Und es ist nichts übrig von den 70 Mio., obwohl man Neilreichgasse und Siemensgründe aus dem Paket gestrichen hat?


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Re: Rasengleis
« Antwort #898 am: 18. Oktober 2019, 09:10:57 »
Den 67er kann man nicht verlängern, weil es ihn nicht mehr gibt. >:D
Es ist nichts so fein gesponnen, es kommt doch ans Licht der Sonnen!
... brrrr, Klumpert!

HLS

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Re: Rasengleis
« Antwort #899 am: 18. Oktober 2019, 16:09:48 »
Den 67er kann man nicht verlängern, weil es ihn nicht mehr gibt. >:D
Natürlich kann man den verlängern und zwar fährt er dann nicht mehr nach Nirgendwo sondern nach Gar Nirgendwo. >:D
Das beste ist aber, man benötigt keine zusätzlichen Züge und auch kein weiteres Personal. >:D
"Grüß Gott"

Ich fühle mich nicht zu dem Glauben verpflichtet, dass derselbe Gott, der uns mit Sinnen, Vernunft und Verstand ausgestattet hat, von uns verlangt, dieselben nicht zu benutzen. Dieter Nuhr