Autor Thema: Linie 5  (Gelesen 202242 mal)

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nord22

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Re: Linie 5
« Antwort #795 am: 12. Februar 2018, 23:34:22 »
E1 4786 + c4 1346 in der Alserbachstraße (Foto: Kurt Rasmussen, 05.08.2010).

LG nord22

nord22

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Re: Linie 5
« Antwort #796 am: 06. März 2018, 22:45:40 »
G1 871 ex G 583 + k auf der Friedensbrücke (Foto: Mag. Alfred Luft, 17.03.1957). Der Altbau rechts im Hintergrund Ecke Alserbachstraße verlor bei einer Renovierung seine Fassadenstuckatur und wurde in den 70er Jahren abgebrochen.

LG nord22

nord22

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Re: Linie 5
« Antwort #797 am: 13. März 2018, 07:09:10 »
G1 871 + k vor dem imposanten Gebäudekomplex des alten Nordbahnhofs in der Nordbahnstraße (Foto: Mag. Alfred Luft, 17.03.1957).

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hema

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Re: Linie 5
« Antwort #798 am: 13. März 2018, 12:51:51 »
. . . .  des alten Nordbahnhofs in der Nordbahnstraße . . . .
Den man natürlich unbedingt abreißen musste!  :down:

Warum hat man dann eigentlich so manches viel ärger zerstörte Gebäude wieder aufgebaut (Oper, Stephansdom usw.)? An der Oper ist z.B. kaum mehr was historisch, die ist ein fast kompletter Neubau aus den 50ern.
Niemand ist gezwungen meine Meinung zu teilen!

h 3004

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Re: Linie 5
« Antwort #799 am: 13. März 2018, 13:19:05 »
 :up:

Ferry

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Re: Linie 5
« Antwort #800 am: 13. März 2018, 15:32:09 »
Warum hat man dann eigentlich so manches viel ärger zerstörte Gebäude wieder aufgebaut (Oper, Stephansdom usw.)? An der Oper ist z.B. kaum mehr was historisch, die ist ein fast kompletter Neubau aus den 50ern.

Weil es in Wien mehrere Bahnhöfe, aber nur eine Staatsoper und nur einen Stephansdom gibt?

Ich vermute, das Gebäude war einerseits schon sehr baufällig (teilweise sicher auch kriegsbedingt) und andererseits wohl nicht mehr zweckentsprechend.
Weißt du, wie man ein A....loch neugierig macht? Nein? - Na gut, ich sag's dir morgen. (aus "Kottan ermittelt - rien ne va plus")

60er

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Re: Linie 5
« Antwort #801 am: 13. März 2018, 16:48:53 »
Weil es in Wien mehrere Bahnhöfe, aber nur eine Staatsoper und nur einen Stephansdom gibt?
In Wien wurden aber leider sämtliche Großbahnhöfe aus der Gründerzeit abgerissen und Grund dafür war nicht die Zerstörung durch den Krieg.

petestoeb

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Re: Linie 5
« Antwort #802 am: 13. März 2018, 20:26:08 »
In Wien wurden aber leider sämtliche Großbahnhöfe aus der Gründerzeit abgerissen und Grund dafür war nicht die Zerstörung durch den Krieg.

Vielleicht weil diese "Großbahnhöfe" für einen modernen Betrieb nicht geeignet waren? Gerade der Nordbahnhof hatte doch eine etwas eigenartige Gleisführung (in Kombination mit der Verbindungsbahn).

Linie106

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Re: Linie 5
« Antwort #803 am: 14. März 2018, 09:33:11 »
Warum hat man dann eigentlich so manches viel ärger zerstörte Gebäude wieder aufgebaut (Oper, Stephansdom usw.)?
Oper und Stephansdom waren - auch damals schon - Wahrzeichen, daher bedeutende Symbole für den Wiederaufbau des kriegszerstörten Österreichs.

Abgesehen davon erkannte die Politik noch viel später nicht den architektonischen Wert von Verkehrsbauwerken. Eine völlig intakte Haltestelle Meidling-Hauptstraße wurde nebst anderen Bauwerken einfach abgerissen, die Vorortelinie verfallen gelassen, und die Gürtelhochstrecke wollte man ja seinerzeit vollständig abreißen und durch eine Alwegbahn ersetzen - es kam zum Glück anders, aber das zeigt, wie wenig diese Sachen damals wertgeschätzt wurden.

Ich vermute, das Gebäude war einerseits schon sehr baufällig (teilweise sicher auch kriegsbedingt) und andererseits wohl nicht mehr zweckentsprechend.
Der Bahnhof war seit 1918 schon nicht mehr den Anforderungen gewachsen und zu klein;
in der Schlacht um Wien im März-April 45 brannte der Nordbahnhof vollständig aus und wurde schwer beschädigt.
Da auch die Nordbahnbrücke im Krieg beschädigt wurde, verkehrten die Züge ersatzweise über die Nordwestbahn; 1959 wurde der neue Ersatz-"Bahnhof" Praterstern eröffnet, allerdings brauchte es keinen wirklichen Fernverkehrsbahnhof mehr wegen des eisernen Vorhangs, das war vielmehr eine Haltestelle; der Nordbahnhof wurde damit allerdings endgültig obsolet und verkam zu einer unbeachteten Kriegsruine, die schließlich 1965 abgetragen wurde.

In Wien wurden aber leider sämtliche Großbahnhöfe aus der Gründerzeit abgerissen und Grund dafür war nicht die Zerstörung durch den Krieg.
Naja, der Westbahnhof (aus 1858) war schwer beschädigt und selbst wenn, war er zu klein und nicht mehr modernen Anforderungen gewachsen.

Der Nordwestbahnhof (aus 1873) war eine Ruine, wurde zwar nach dem Krieg als Übergangslösung verwendet, danach aber abgerissen und der Nordwestbahnhof als reiner Frachtbahnhof ausgebaut.

Süd- (Neubau 1874) und Ostbahnhof (Neubau 1870) überstanden den Krieg relativ gut, jedoch war es betriebshinderlich, zwei baulich voneinander getrennte Bahnhöfe direkt nebeneinander zu haben, also nutzte man den Bauboom der 50er für den Abriss und Neubau eines neuen Südostbahnhofes.

Der Aspangbahnhof (aus 1881) überstand den Krieg, wurde jedoch immer unbedeutender, das große, aber kaum mehr genutzte Bahnhofsgebäude verfiel. 1971 wurde der Aspangbahnhof aufgelassen, weil es inzwischen die Haltestelle Rennweg gab, die viel zentraler lag als der Aspangbahnhof in der Pampa, zudem konnte man dort umsteigen.
1977 wurde er schließlich abgerissen.

Auch der Franz-Josefs-Bahnhof (aus 1872) überstand rel. leicht beschädigt den Krieg, wurde jedoch durch jahrelange Verwahrlosung derart desolat, dass man ihn 1974 abriss und stattdessen den Glassarg samt WU darauf errichtete.

Der Bahnhof Jedlesee (aus 1870) war seit 1958 seinem Schicksal überlassen,1999 sogar unter Denkmalschutz gestellt. Im November 2002 brannte die Bahnhofsruine vermutlich durch Obdachlose aus; 2003 wurde der Denkmalschutz aufgehoben und das Gebäude recht flott abgerissen, heute entsteht dort die Wohnhausanlage Florasdorf.

Das Bahnhofsgebäude in Meidling (aus 1841) verlor durch den unterirdischen Zugang 1989 (wegen der U6) seine Hauptfunktion, und wurde 2002-2005 im Zuge der Bahnhofsmodernisierung abgerissen - es stand nicht unter Denkmalschutz.

schaffnerlos

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Re: Linie 5
« Antwort #804 am: 14. März 2018, 09:49:26 »
Danke für diese Worte. Auch für mich war der Franz-Josefs-Bahnhof der einzige, bei welchem ich den Abriss oder besser gesagt die Verwahrlosung davor für unnötig befand. Dieser würde auch heute noch seinen Zweck erfüllen.

martin8721

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Re: Linie 5
« Antwort #805 am: 14. März 2018, 11:37:42 »
Der Bahnhof Jedlesee (aus 1870) war seit 1958 seinem Schicksal überlassen,1999 sogar unter Denkmalschutz gestellt. Im November 2002 brannte die Bahnhofsruine vermutlich durch Obdachlose aus; 2003 wurde der Denkmalschutz aufgehoben und das Gebäude recht flott abgerissen, heute entsteht dort die Wohnhausanlage Florasdorf.

Spannende Geschichte!
Habe mir gerade Bilder des alten Bahnhofs angesehen. Echt schade um das schöne Gebäude.

Das Bahnhofsgebäude in Meidling (aus 1841) verlor durch den unterirdischen Zugang 1989 (wegen der U6) seine Hauptfunktion, und wurde 2002-2005 im Zuge der Bahnhofsmodernisierung abgerissen - es stand nicht unter Denkmalschutz.

Dass man das alte Bahnhofsgebäude in Meidling nicht unter Denkmalschutz gestellt hat, finde ich auch immer noch sehr schade. Architektonisch war der Bahnhof vielleicht kein Schmuckstück und für manche trivial und belanglos, nichtsdestotrotz spiegelte er aber ein Stück Eisenbahngeschichte wieder und war mit Eröffnung im Jahre 1841 der mit Abstand älteste Bahnhof Wiens.
Soweit ich mich erinnere wurde der Bahnhof bereits 2001 abgerissen und nicht erst 2002-2005.
Habe seinerzeit noch ein paar Fotos dort gemacht.  ;)

nord22

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Re: Linie 5
« Antwort #806 am: 23. März 2018, 21:12:18 »
G1 871 ex G 583 + k in der Nordwestbahnstraße (Foto: Mag. Alfred Luft, 17.03.1957).

LG nord22

h 3004

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Re: Linie 5
« Antwort #807 am: 24. März 2018, 09:34:54 »
Die Einfahrt zur Schleife Lampig. war damals offenbar schon ausgebaut (wo links der Baum steht).

haidi

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Re: Linie 5
« Antwort #808 am: 24. März 2018, 10:37:38 »
Dass man das alte Bahnhofsgebäude in Meidling nicht unter Denkmalschutz gestellt hat, finde ich auch immer noch sehr schade. Architektonisch war der Bahnhof vielleicht kein Schmuckstück und für manche trivial und belanglos, nichtsdestotrotz spiegelte er aber ein Stück Eisenbahngeschichte wieder und war mit Eröffnung im Jahre 1841 der mit Abstand älteste Bahnhof Wiens.
Der BAhnhof war ein 08/15-Bahnhof und vor allem dem für die Betriebsabwicklung dringend notwendigen Bahnsteig 1 und dem zugehörigen Gleis (5?) im Weg.
Alle sagten es geht nicht - dann kam einer, der das nicht wusste und probierte es - und es ging

Z-TW

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Re: Linie 5
« Antwort #809 am: 24. März 2018, 13:08:34 »
Rechts im alten Bahnhofsgebäude probten bis  zu dessen Abriss regelmäßig die "Waldviertler Buam".