Autor Thema: Die autogerechte Stadt...  (Gelesen 7540 mal)

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moszkva tér

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Re: Die autogerechte Stadt...
« Antwort #60 am: 29. Oktober 2019, 13:25:35 »
Helm und Schutzausrüstung waren in der Kindheit zur Wende 1950er/1960er Fremdworte, ebenso Autogurte, Nackenstützen. Bei Schirennen hatten die Rennläufer Pudelhauben, auf der Bahn waren z.B. die Verschieber ohne jede Sicherheitsausrüstung im Einsatz usw.
Und Eishockeyspieler haben sich als Schutzpanzer Zeitungen unter die Kleidung gesteckt  :)

hema

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Re: Die autogerechte Stadt...
« Antwort #61 am: 29. Oktober 2019, 14:00:45 »
. . . .  einer kleinen, steilen und verschlafenen Gasse . . . .
Die bin ich noch mit dem Tretroller runter gesaust. Die erreichte Geschwindigkeit war nicht ohne!   :o
Sicher mit Helm und sonstiger Schutzausrüstung, oder?  >:D
Eh klar!  ;)   :))

Ich hatte einen Roller mit fortschrittlichen "Ballonreifen". Windschlüpfrig am Packelträger hockend, mit wehendem Haar und Tränen vom Fahrtwind in den Augen, ist das ganz schön dahingegangen. Unten gibt es ja zum Glück einen längeren flachen Auslauf, wie ich es sonst derbremst hätte, ist eine andere Sache, über die ich sicher nicht nachgedacht habe. Der Autoverkehr war (dort) damals sowieso gleich Null.
Niemand ist gezwungen meine Meinung zu teilen!

Ferry

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Re: Die autogerechte Stadt...
« Antwort #62 am: 30. Oktober 2019, 09:11:22 »
Das Projekt Grünbergstrasse von einer kleinen, steilen und verschlafenen Gasse in eine vierspurige Schnellstrasse umzubauen, wurde in Rekordzeit von 1962 bis 1964 verwirklicht.

Eigentlich sogar fünfspurig. Die bergauf führende rechte Spur verzweigt ja etwa auf halber Höhe (links geht's die Altmannsdorfer Straße wieder bergab, rechts geht es in die Gaßmanngasse Richtung Meidlinger Kaserne). Oder kam diese fünfte Spur erst später dazu?

Unglaublich jedenfalls, wie es da früher ausgesehen hat. Man könnte meinen, das war ein kleiner Weg mitten am Land!
Weißt du, wie man ein A....loch neugierig macht? Nein? - Na gut, ich sag's dir morgen. (aus "Kottan ermittelt - rien ne va plus")

moszkva tér

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Re: Die autogerechte Stadt...
« Antwort #63 am: 31. Oktober 2019, 14:54:49 »
Eigentlich sogar fünfspurig. Die bergauf führende rechte Spur verzweigt ja etwa auf halber Höhe (links geht's die Altmannsdorfer Straße wieder bergab, rechts geht es in die Gaßmanngasse Richtung Meidlinger Kaserne). Oder kam diese fünfte Spur erst später dazu?

Die Verzweigung ist eh ziemlich genau am Gipfel (Sattel)

Lange Zeit fand ich den Wegweiser bei dieser Verzweigung faszinierend. Halblinks nach Altmannsdorf und zur A23 (normale Schrift) und halbrechts nach Mauer (extrem winzige Schrift). Ich bin schon lange nicht mehr dort gewesen und kann daher nicht sagen, ob der Wegweiser immer noch so ausschaut.

WIENTAL DONAUKANAL

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Re: Die autogerechte Stadt...
« Antwort #64 am: 31. Oktober 2019, 22:17:57 »
Die Weiterführung der ausgebauten Grünbergstrasse in die ebenfalls ausgebaute Altmannsdorferstrasse war für viele Jahre ein Schuss in den Ofen, weil gleich zwei Bahnstrecken die vierspurige Schnellstrasse niveaugleich kreuzten. Die langen meist über 60 Wagen zählenden Güterzüge quälten sich langsam über die Bahnübergänge und dazu kamen noch unerklärlich lange Vorschliesszeiten der Bahnschranken. Ich erinnere mich als Fahrgast eines Südbahnzuges an einen Halt im Bahnhof Hetzendorf, vom Wagenfenster konnte ich den geschlossenen Schranken und den verursachten Stau in allen Richtungen bis weit auch in die Breitenfurterstrasse sehen. Unser Zug setzte sich Richtung Meidling in Bewegung und erst nach Halt in Meidling kam auf Gleis 4 der Güterzug mit einer donnernden 52er in etwas mehr als Schrittgeschwindigkeit entgegen.