Autor Thema: [UA] Straßenbahn Druschkiwka und Kostjantyniwka  (Gelesen 15241 mal)

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moszkva tér

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Re: [UA] Straßenbahn Druschkiwka und Kostjantyniwka
« Antwort #15 am: 26. September 2012, 11:00:03 »
In Russland und der Ukraine ist sehr vieles billiger als in Polen. An den polnisch-ukrainischen Grenzübergängen wird seitens des polnischen Zolls scharf kontrolliert. Vorallem Wodka und Zigaretten werden gerne geschmuggelt.
Die Nachtzüge Ukraine-Polen sind ein beliebter Transporter für Schmuggler. Schaffner und Zoll sind oft bestochen und kontrollieren daher eher halbherzig (was, wie ich gehört habe, auch für den Zoll auf polnischer Seite gilt!). Mühsam wirds halt dann, wenn man unter Aufsicht des Schaffners Schmuggelware ins Abteil gelegt bekommt und sich dann an der Grenze eventuell rechtfertigen darf, warum packlweise Zigaretten hinter irgendwelchen Abdeckungen liegen. Mit Sprachkenntnissen kann man sich dessen erwehren, ohne wirds halt schwierig. Manchmal wird allerdings auch der ganze Zug auseinandergenommen, das hab ich auch schon gelesen. Da rücken sie dann mit Hunden und allerlei Bohrwerkzeug an und schrauben auf, was geht. Beliebt ist das übrigens auch an der Grenze Serbien/Kroatien bei der Einreise nach Kroatien. Dort dürfte es aber eher mit Ressentiments gegen die jeweils andere Volksgruppe zu tun haben.

Selbst erlebt habe ich so eine dramatische Zollkontrolle leider noch nie. Zwischen Rumänien und Ungarn laufen sie meistens mit Leitern und Bohrern durch den Zug, schrauben aber nie was auf.  :-\ :)

An allen Schengen-Außengrenzen wird ziemlich happig kontrolliert. Meiner Erfahrung nach gehts aber eher um Zigaretten als um Alkohol. Wer nur wenig mehr als die erlaubte Menge hat, wird relativ nett behandelt. Ich habe im Nachtzug Lemberg-Budapest eine Stange Tschik mitgenommen, habe aber gewusst, dass man nach Ungarn am Landweg nur zwei Packeln einführen darf (so wie bei uns seinerzeit). Ich habe dem Ungarischen Zöllner gleich von selbst meine "Ware" gezeigt, er nimmt sich eine Packung ("Souvenir") und lässt mich gewähren.  ::)

Mit dem Auto wird heftiger kontrolliert. Bei der Fahrt von der Ukraine sowohl in die Slowakei als auch nach Ungarn wurde ich und alle Autos vor mir komplett auseinander genommen. Sehr ärgerlich, wenn man am Nachmittag sich denkt "Super, nur 5 Autos vor mir, da kann ich heute noch bis Wien fahren"). Bis man die Grenze passiert hat, ist es aber 9 Uhr. Geschaut wurde immer nur nach Zigaretten, wegen einer Flasche Wodka zu viel hat nie wer was gesagt.
Das beste waren einmal die Slowakischen Zöllner bei Uschgorod. Die fanden meine Computerspiele aus der Ukraine - damals habe ich mich mit Need for Speed, Grand Theft Auto usw. eingedeckt. "These are original?" - "I hope." - "How much did you pay?" - "3 Euros."
Der Zöllner verzieht das Gesicht, ich dachte, oje, jetzt gibts Ärger. Dann die Überraschung: "Ich kaufe!"

Von Serbien nach Ungarn haben sie auch einmal mein Auto komplett auseinander genommen. Meine 20 l montenegrinischen Wein haben sie aber nicht einmal ignoriert, es ging nur um "cigarettes, weapons, drugs".

Die strengen Grenzkontrollen der Ostnachbarn waren offensichtlich eine Bedingung für deren Aufnahme nach Schengen. An österreichischen Außengrenzen wurde ich nie auch nur annähernd so streng kontrolliert. Meist wurde ich sogar nur durchgewunken. Einmal, als eine visapflichtige Nicht-EU-Staatsbürgerin mit mir mitfuhr, musste ich sogar protestieren: He! Die Dame braucht einen Einreisestempel!

haidi

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Re: [UA] Straßenbahn Druschkiwka und Kostjantyniwka
« Antwort #16 am: 26. September 2012, 12:29:25 »
Ich bin noch vor EU-Zeiten sehr oft nach Sopron gefahren, das Essen war gut und billig und mit Volltanken zusammen billiger als das Tanken allein in Österreich.
Mich habens nie auseinander genommen, höchstens Blicke in den Kofferraum, ob sich andere Personen drinnen befinden.
Einmal wollten die Zöllner die 2 STangen Zigaretten sehen, die ich deklariert habe. Vor mir habens da einige dann auf die Seite gestellt, ich hab die Zigaretten aber immer getrennt gelagert, immer so viele zusammen, wie Personen im Auto, kein Problem, die 8 Stangen zu zweit durchzubringen.

Wenn sie intensiver kontrolliert haben, habens vor mir aufgehört.

Sommer heiß, Tochter raunzt schon die ganze Zeit "Ich muss aufs Clo".
Der Zöllner öffnet die Beifahrertüre des Autos vor mir, ein Mädchen beugt sich raus und kotzt ihm vor die Füße, er kann gerade noch zurückspringen und schickt das Auto gleich weiter und kommt zu mir. "Wo ist da ei Clo, meine Tochter muss dringend." Fast panisch: "Fahrn'S, da vorne rechts ist das Clo." Und hinter mir habens fleißig weiter kontrolliert.

Hannes
Alle sagten es geht nicht - dann kam einer, der das nicht wusste und probierte es - und es ging

Laiseka

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Re: [UA] Straßenbahn Druschkiwka und Kostjantyniwka
« Antwort #17 am: 26. September 2012, 12:38:34 »
Das ist aber kein Osteuropäisches Phänomen. Der Nachtzug Wien-Köln bzw. Köln-Wien wird regelmäßig von (ausschließlich) bayrischen Polizistinnen und Polizisten gefilzt. Da wird der ganze Nachtzug aufgeweckt (so um 1 in der Früh), damit sie dann genau nichts finden. Absurd, denn in einem Nachtzug werden sie wohl wesentlich weniger finden als wenn sie die Privatjetbesitzerinnen und Privatjetbesitzer an den Flughäfen filzen... .

moszkva tér

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Re: [UA] Straßenbahn Druschkiwka und Kostjantyniwka
« Antwort #18 am: 26. September 2012, 13:22:32 »
Das ist aber kein Osteuropäisches Phänomen. Der Nachtzug Wien-Köln bzw. Köln-Wien wird regelmäßig von (ausschließlich) bayrischen Polizistinnen und Polizisten gefilzt. Da wird der ganze Nachtzug aufgeweckt (so um 1 in der Früh), damit sie dann genau nichts finden. Absurd, denn in einem Nachtzug werden sie wohl wesentlich weniger finden als wenn sie die Privatjetbesitzerinnen und Privatjetbesitzer an den Flughäfen filzen... .

Abgesehen davon, dass das sowieso in einem vereinten Europa pervers ist! Die Grenze Österreich-Deutschland ist genauso wie die Grenze Niederösterreich-Wien. Systematische Personen- und Warenkontrollen widersprechen außerdem dem Schengen-Abkommen.

Was sollen sie denn bei den Privatjetbesitzern finden? Ein paar Millionen im Plastiksackerl, zum Veranlagen, für die Schwiegermutter? Egal, einmal den Diplomatenpass hergezeigt und die Sache hat sich.

158er

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Re: [UA] Straßenbahn Druschkiwka und Kostjantyniwka
« Antwort #19 am: 26. September 2012, 16:16:04 »
Das ist aber kein Osteuropäisches Phänomen. Der Nachtzug Wien-Köln bzw. Köln-Wien wird regelmäßig von (ausschließlich) bayrischen Polizistinnen und Polizisten gefilzt. Da wird der ganze Nachtzug aufgeweckt (so um 1 in der Früh), damit sie dann genau nichts finden.
Das muß man natürlich ausgerechnet beim Nachtzug machen. Als ob da nicht hunderte Züge am Tag über die Grenze fahren würden.  >:(
Zwischen Wien und Györ fahren auch oft österreichische und ungarische Polizisten mit, die marschieren aber meistens nur ein paar Mal durch den Zug.

13er

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Re: [UA] Straßenbahn Druschkiwka und Kostjantyniwka
« Antwort #20 am: 26. September 2012, 16:19:17 »
Das muß man natürlich ausgerechnet beim Nachtzug machen. Als ob da nicht hunderte Züge am Tag über die Grenze fahren würden.  >:(
Nicht nur. Als ich im Juli in München war, war die bayrische Polizei auch im Zug. Sie erwischten(?) tatsächlich auch jemanden, wobei ich nicht weiß, wie es dann ausgegangen ist. Der Herr hatte so weit ich mitbekam angegeben, einen Flug erwischen zu müssen, hatte aber kein Flugticket...
Mit uns kommst du sicher... zu spät.

Konstal 105Na

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Re: [UA] Straßenbahn Druschkiwka und Kostjantyniwka
« Antwort #21 am: 26. September 2012, 18:46:44 »
Die Nachtzüge Ukraine-Polen sind ein beliebter Transporter für Schmuggler. Schaffner und Zoll sind oft bestochen und kontrollieren daher eher halbherzig (was, wie ich gehört habe, auch für den Zoll auf polnischer Seite gilt!). 

Die Ukrainer werden bei der Ausreise sicher nicht streng kontrollieren, denen ist es ja egal was du nach Polen einführst. Ob die polnischen Zöllner bestechlich sind, weiß ich nicht, aber nachdem meistens sehr scharf kontrolliert wird (bei der Einreise nach Polen mit dem Auto kann es zu Wartezeiten von 5 Stunden und mehr kommen) gehe ich eher nicht davon aus. Die Zöllner lassen sich aber auch oft lange Zeit. Ich kenne aber keinen Zöllner persönlich, jedoch kenne ich einen Polizisten und der meinte, wenn man heute versucht einen Polizisten in Polen zu bestechen, bekommt man ziemlich sicher Schwierigkeiten. Bestechlichen Polizisten drohen harte Strafen und laut meinem Freund bei der Polizei traut sich in den unteren Rängen kaum jemand Bestechungsgeld anzunehmen. Auch bei der Bevölkerung dürfte sich das herumgesprochen haben, es ist hier nun mittlerweile so, wie im "Westen". Einzig das Verhältnis der Bevölkerung zur Polizei ist noch etwas belastet von der Vergangenheit, wird aber besser.
Wie es beim Zoll aussieht kann ich nicht sagen, aufgrund der scharfen Kontrollen gehe ich aber eher weniger von bestochenen Zöllnern aus. Dass die Schaffner wegschauen, kann ich mir aber sehr gut vorstellen, die sind wohl auch bestechlich, schließlich spielt Bestechung bei den PKP nicht so eine große Rolle wie bei Behörden.

Mühsam wirds halt dann, wenn man unter Aufsicht des Schaffners Schmuggelware ins Abteil gelegt bekommt und sich dann an der Grenze eventuell rechtfertigen darf, warum packlweise Zigaretten hinter irgendwelchen Abdeckungen liegen. Mit Sprachkenntnissen kann man sich dessen erwehren, ohne wirds halt schwierig.

Mit nicht-polnischem Pass, nicht-polnischem Namen und ohne Polnischkenntnisse (ohne polnischem Kennzeichen wenn man mit dem Auto unterwegs ist) denkt sich vielleicht ein Zöllner egal, der schadet nicht der polnischen Wirtschaft, den lassen wir durch. Ist jetzt aber nur eine Vermutung von mir.


Manchmal wird allerdings auch der ganze Zug auseinandergenommen, das hab ich auch schon gelesen. Da rücken sie dann mit Hunden und allerlei Bohrwerkzeug an und schrauben auf, was geht.

Oder lassen Fahrgäste aussteigen und lassen diese sich ausziehen.

Beliebt ist das übrigens auch an der Grenze Serbien/Kroatien bei der Einreise nach Kroatien. Dort dürfte es aber eher mit Ressentiments gegen die jeweils andere Volksgruppe zu tun haben.

Ziemlich sicher. Dürfte an der ungarisch-serbischen Grenze ähnlich sein, auch wenn es sich hier um eine EU-Außengrenze handelt.

Zwischen Rumänien und Ungarn laufen sie meistens mit Leitern und Bohrern durch den Zug, schrauben aber nie was auf.  :-\ :)

Da habe ich nur eine simple Passkontrolle erlebt. Ich stellte mich jedoch auch auf eine gründlichere Kontrolle ein. Habe von dort auch schon von strengeren Kontrollen gehört.

An allen Schengen-Außengrenzen wird ziemlich happig kontrolliert. Meiner Erfahrung nach gehts aber eher um Zigaretten als um Alkohol. Wer nur wenig mehr als die erlaubte Menge hat, wird relativ nett behandelt.

Dazu ein Erlebnis von mir. Ich bin 2010 mit einem Freund in Reni aus der Ukraine ausgereist und dort nach Moldawien (Giurgiuleşti) eingereist. Die Ukrainer und Moldawier kontrollierten gemeinsam die Pässe, hier sprachen die Moldawier englisch und französisch. Giurgiuleşti ist ein kleiner moldawischer Ort der im Osten an die Ukraine und im Westen an Rumänien grenzt, wir waren zu Fuß unterwegs. Die moldawischen Zöllner fragten uns nur "Alkohol? Herion? No? Here are your Passports" danach folgte Small Talk. An der moldawisch-rumänischen Grenze hielt uns dann der moldawischer Zöllner, der nur russisch konnte (wie praktisch auf der Seite wo es in den "Westen" geht) auf und meinte nach Europa kann man nicht zu Fuß, wir müssten uns ein Auto besorgen. Gott sei Dank nahm uns ein Gemüsehändler mit (an Bord befanden sich noch ein paar Moldawier und eine Ukrainerin) und auf rumänischer Seite warteten wir ca 2 Stundne auf die Einreise. Unsere EU-Pässe wurden nicht kontrolliert, die der anderen dafür umso strenger. Den Transporter wollten die Zöllner aber gar nicht sehen, die paar Kisten Tomaten und wir haben ihnen wohl gereicht.  :D

Eine intressante Unterhaltung, aber mit der Straßenbahn im Donbas hat sie nichts zu tun.  ;)
po sygnale odjazdu nie wsiadac

moszkva tér

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Re: [UA] Straßenbahn Druschkiwka und Kostjantyniwka
« Antwort #22 am: 26. September 2012, 22:26:34 »
Das muß man natürlich ausgerechnet beim Nachtzug machen. Als ob da nicht hunderte Züge am Tag über die Grenze fahren würden.  >:(
Nicht nur. Als ich im Juli in München war, war die bayrische Polizei auch im Zug. Sie erwischten(?) tatsächlich auch jemanden, wobei ich nicht weiß, wie es dann ausgegangen ist. Der Herr hatte so weit ich mitbekam angegeben, einen Flug erwischen zu müssen, hatte aber kein Flugticket...
Wozu braucht man heutzutage noch ein papiernes Flugticket? Es reicht, am Checkin den Reisepass herzuzeigen, oder, so wie bei der Lufthansa-Gruppe, seinen Namen am Checkin-Automaten einzutippen. Die Buchungsbestätigung haben die meisten Leute zwar immer ausgedruckt dabei, notwendig wäre es aber nicht.

Ich kenne aber keinen Zöllner persönlich, jedoch kenne ich einen Polizisten und der meinte, wenn man heute versucht einen Polizisten in Polen zu bestechen, bekommt man ziemlich sicher Schwierigkeiten. Bestechlichen Polizisten drohen harte Strafen und laut meinem Freund bei der Polizei traut sich in den unteren Rängen kaum jemand Bestechungsgeld anzunehmen. Auch bei der Bevölkerung dürfte sich das herumgesprochen haben, es ist hier nun mittlerweile so, wie im "Westen". Einzig das Verhältnis der Bevölkerung zur Polizei ist noch etwas belastet von der Vergangenheit, wird aber besser.
Bestechen tun ja nicht Einzelpersonen, die ein paar Stangen schmuggeln wollen, sondern Banden, die mehrere hundert bis tausend Stangen pro Tag schmuggeln. Die bestechen auch nicht die unteren Ränge.
Der Zoll findet immer einen gewissen Anteil, weil sie irgendwas finden müssen, einen Teil lassen sie durch. Daher hat man, habe ich gehört, als Tourist weniger Probleme, selbst wenn im eigenen Abteil was gefunden wird, weil die kennen ja ihre Pappenheimer. Allerdings möchte ich meine Hand nicht ins Feuer legen, weil wenn wieder ein Fahndungserfolg präsentiert werden muss, wird man wahrscheinlich den erstbesten slowakischen Zigeuner verhaften, der kann sich eh nicht wehren.

Zitat
Eine intressante Unterhaltung, aber mit der Straßenbahn im Donbas hat sie nichts zu tun.  ;)
Hätte sich einen eigenen Thread verdient  :up:

Wattman

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Re: [UA] Straßenbahn Druschkiwka und Kostjantyniwka
« Antwort #23 am: 30. September 2012, 18:53:27 »
Danke für diesen Bericht aus den weißen Flecken der Landkarte - da steckt Mühe dahinter! :up:

158er

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Re: [UA] Straßenbahn Druschkiwka und Kostjantyniwka
« Antwort #24 am: 11. Januar 2013, 23:02:13 »
Laut transphoto.ru gibt es in Kostjantyniwka nur mehr zwei einsatzfähige Fahrzeuge auf der Linie 4. Linie 3 ist nun komplett eingestellt.

Foto vom Sommer 2012 (Quelle):

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Konstal 105Na

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Re: [UA] Straßenbahn Druschkiwka und Kostjantyniwka
« Antwort #25 am: 12. Januar 2013, 13:03:08 »
Laut transphoto.ru gibt es in Kostjantyniwka nur mehr zwei einsatzfähige Fahrzeuge auf der Linie 4. Linie 3 ist nun komplett eingestellt.

Habe ich auch schon gelesen. Die Netze in der Ukraine werden wohl noch weiter schrumpfen, von den kleinen Netzen werden sicher noch einige, wenn nicht sogar alle eingestellt werden.

Hier noch ein Plan von allen Straßenbahnnetzen der Ukraine. Man merkt, dass vor allem zwischen 2001 und 2011 die Einstellungen zahlreich waren. Die Legende ist auch auf englisch verfügbar.
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Quelle: http://transphoto.ru/photo/415835/
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Konstal 105Na

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Re: [UA] Straßenbahn Druschkiwka und Kostjantyniwka
« Antwort #26 am: 07. Oktober 2016, 10:35:26 »
Neugikeiten aus dem Donbas. Mit der Abspatlung und der Ausrufung der Donezker Volksrepublik und den damit verbunden Kämpfen, wurden einige Straßenbahnbetriebe in der Region eingestellt bzw. beschnitten. In Awdijiwka wurde der Betrieb (nur eine Linie) komplett eingestellt. Seit 1. Oktober verkehrt jedoch wieder die Straßenbahn, allerdings nur auf der Hälfte der Strecke. Man ging davon aus, dass der Betrieb nicht wieder aufgenommen wird.

Unter folgendem Link findet man ein stimmungsvolles Foto aus 2010: http://fotozajezdnia.pl/details.php?image_id=55812&mode=search
po sygnale odjazdu nie wsiadac

95B

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Re: [UA] Straßenbahn Druschkiwka und Kostjantyniwka
« Antwort #27 am: 07. Oktober 2016, 10:39:09 »
Unter folgendem Link findet man ein stimmungsvolles Foto aus 2010: http://fotozajezdnia.pl/details.php?image_id=55812&mode=search

Das ist real existierender Sozialismus, wie er leibt und lebt röchelt und siecht. :D
Es ist nichts so fein gesponnen, es kommt doch ans Licht der Sonnen!
... brrrr, Klumpert!

hema

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Re: [UA] Straßenbahn Druschkiwka und Kostjantyniwka
« Antwort #28 am: 07. Oktober 2016, 11:43:37 »
Vielleicht sollten Sie Häupl, Brauner & Co. als Entwicklungshelfer engagieren?  8)
Niemand ist gezwungen meine Meinung zu teilen!

Linie 360

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Re: [UA] Straßenbahn Druschkiwka und Kostjantyniwka
« Antwort #29 am: 07. Oktober 2016, 12:19:40 »
Vielleicht sollten Sie Häupl, Brauner & Co. als Entwicklungshelfer engagieren?  8)
Wäre nicht schlecht!
Aber momentan sind diese Konsorten damit beschäftigt, auch in Wien derartige Zustände zu erreichen (erste Erfolge sind bereits sichtbar >:D)

@ Konstal 105Na-> Danke für die aktuellen Infos!