Autor Thema: [PM] Lostage für Straßenbahnverlängerung - Gmunden muss sich jetzt entscheiden  (Gelesen 30166 mal)

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13er

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Allerdings muss die Traunbrücke m.W. ja sowieso saniert werden, also der größte Teil der Kosten ist so oder so zu tragen. Meine Einschätzung: Das ist jetzt noch ein Säbelrasseln, damit das Land/der Bund noch möglichst viele Kosten übernimmt, aber dann wird's gemacht.
Mit uns kommst du sicher... zu spät.

Zehner

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Straßenbahn steht nach mehr als 100 Jahren vor dem Ausbau
 Am Freitag entscheidet die Stadt-VP über eine Verlängerung der Tramway bis zur Lokalbahn.

In der Fraktionssitzung der VP-Gmunden  fällt am Freitag für die Traunseestadt eine Jahrhundertentscheidung. Die Bürgermeisterpartei (19 von 37 Mandaten) berät darüber, ob sie am 14. Februar im Gemeinderat einer Verlängerung des  2,3 Kilometer langen Straßenbahnnetzes bis zur Lokalbahnstrecke Gmunden-Vorchdorf zustimmt. „Ich will meinen Kollegen nicht vorgreifen, sehe der Beschlussfassung aber positiv entgegen“, sagt Tourismusstadtrat Gerhard Meingast. Er gilt als Befürworter des Lückenschluss-Projektes: „Es geht um eine Entscheidung, die auch für unser Enkel von Bedeutung sein wird.“

Finanzierung
Seit 1894 gilt die Straßenbahn als unverzichtbarer Bestandteil des  Gmundner Stadtbildes. Sie zählt zu den steilsten Adhäsionsbahnen (Antrieb funktioniert nur über Haftung der Räder) der Welt. Seit 1912 wird über die Verlängerung der Tramway zur 15 Kilometer langen Lokalbahn gesprochen. Die Pläne scheiterten bisher immer an der Finanzierbarkeit. Die Distanz zwischen den Endpunkten der beiden Bahnen beträgt zwar nur rund 700 Meter, der Lückenschluss würde aber zwischen 25 und 30 Millionen Euro kosten.

Aufgrund bestehender Engstellen müsste die Brücke über die Traun verbreitert sowie die Stadtdurchfahrt neu gestaltet werden. „Wegen der möglichen Finanzierung haben wir bereits mit Verkehrslandesrat Reinhold Entholzer gesprochen – er ist uns dabei sehr entgegengekommen“, betont Meingast.   

80 Prozent der Kosten würde das Land übernehmen. Damit Gmunden sich nicht neu verschulden muss, ist auch eine Vorfinanzierung des von der Stadt zu tragenden Anteils denkbar. Mit Hilfe von Ko-Finanziers könnte der jährliche Beitrag auf 300.000 Euro (über einen Finanzierungszeitraum von 15 Jahren) reduziert werden.
 Für einen Ausbau der Straßenbahn appelliert auch   Christian Gratzer vom VCÖ: „Wird sie verhindert, dann werden die Zuständigen sich sehr lange den Vorwurf anhören müssen, einen großen verkehrspolitischen Sündenfall begangen zu haben.“

Welchen Stellenwert die Tramway in der Region Gmunden hat, wird auch anhand von Thomas Bernhard (1931–1989) sichtbar. Nur zwei Wochen vor seinem Tod soll er sich noch in seinem allerletzten Schriftstück – einem Leserbrief – für ihren Erhalt stark gemacht haben.

Quelle: http://kurier.at/chronik/oberoesterreich/strassenbahn-steht-nach-mehr-als-100-jahren-vor-dem-ausbau/3.140.866

kklm

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Straßenbahnverlängerung in Gmunden auf Schiene

Die Verlängerung der Gmundener Straßenbahn mit der Lokalbahn Gmunden dürfte auf Schiene sein. Die ÖVP hat sich Freitagabend in einer Fraktionssitzung einstimmig dafür ausgesprochen.

25 bis 30 Mio. Euro soll der Lückenschluss zwischen der Straßenbahn und der Lokalbahn kosten. Entstehen würde dann eine Verbindung zweier öffentlicher Verkehrsmittel, für die eine Berechnung eine Verdoppelung der Fahrgastzahlen voraussagt. Eine einmalige Chance, heißt es.

Land trägt 80 Prozent der Kosten
Das Land hat bereits eine Übernahme von 80 Prozent der Gesamtkosten zugesagt, 20 Prozent müsste die Stadt tragen. Das sind noch immer fünf bis sechs Mio. Euro.

FPÖ ist gegen den Lückenschluss
ÖVP, SPÖ, Grüne und Stadtliste sind klar für die Verbindung, die FPÖ ist dagegen. Der Grüne Regionalabgeordnete Markus Reitsamer sowie die Grüne Verkehrssprecherin Ulrike Schwarz appellieren am Freitag erneut an den Gemeinderat der Traunsee-Stadt, sich bei der Gemeinderatssitzung nächste Woche für das Projekt auszusprechen.

Natürlich sei es für die Stadt nicht einfach ihren Kostenanteil von fünf bis sechs Mio. Euro zu finanzieren, meint Reitsamer. Er sei aber überzeugt, dass eine Lösung gefunden werden könne, wenn sich alle Beteiligten darum bemühen. Am 14. Februar wird die Stadtgemeinde über das Projekt entscheiden.
http://ooe.orf.at/news/stories/2570725/

Operator

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Super, endlich mal eine gute Nachricht zum Thema Nahverkehr in Österreich!

Linie 41

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Sehr gut, aber wie immer glaube ich erst daran, wenn die erste Schiene liegt.
Ich verstehe das Konzept dahinter nicht und bin generell dagegen.

hema

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. . . . wenn die erste Schiene liegt.
Monorail?  :o  ;D
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invisible

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Monorail?  :o  ;D
Translohr! >:D

Translohr-Meterspur-Mehrwegfahrzeuge? Natürlich mit Hilfsdiesel oder Supercaps, damit man keine Oberleitung aufzustellen braucht. (Das wär schon wieder so absurd, dass es sicher irgendwen gibt, der es als die ultimative Superlösung verkauft.)
Liebe Fahrgäste: Der Zug ist abgefahren.

hema

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Die Zukunft gehört sowieso diesen lustigen Traktor-Züglein, wie sie etwa in Schönbrunn, St.Pölten und diversen Fußgängerzonen so gern eingesetzt werden!  ;D
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Translohr-Meterspur-Mehrwegfahrzeuge? Natürlich mit Hilfsdiesel oder Supercaps, damit man keine Oberleitung aufzustellen braucht. (Das wär schon wieder so absurd, dass es sicher irgendwen gibt, der es als die ultimative Superlösung verkauft.)

Ich seh schon, eure Phantasie lässt zu wünschen übrig. F59 ist aber überall, und die Aussenstelle bei Lohr Industries hat sich diese Lösung einfallen lassen:
Harald A. Jahn, www.tramway.at

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hema

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Spart Fahrdraht, dürfte ab ziemlich viel blitzen!  ;D
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haidi

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Warum soll das blitzen? Hat ja immer mindestens 1 mal Kontakt, kurzzeitig 2 Kontakte gleichzeitig, also kein Potentialunterschied zwischen Stromabgeber und Stromabnehmer.

Ich halte das bei entsprechend langen Straßenbahn-Fahrzeugen für eine interessante Konstruktion, keine Oberleitungen und keine Abspannungen heißt weniger Material, keine Schnürln in der Luft und nichts, was ein ausgefahrener Ladekran so leicht abreißen kann.

Hannes
Alle sagten es geht nicht - dann kam einer, der das nicht wusste und probierte es - und es ging

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Warum soll das blitzen? Hat ja immer mindestens 1 mal Kontakt, kurzzeitig 2 Kontakte gleichzeitig, also kein Potentialunterschied zwischen Stromabgeber und Stromabnehmer.

Ich halte das bei entsprechend langen Straßenbahn-Fahrzeugen für eine interessante Konstruktion, keine Oberleitungen und keine Abspannungen heißt weniger Material, keine Schnürln in der Luft und nichts, was ein ausgefahrener Ladekran so leicht abreißen kann.

dafür massive Masten, jede Menge beweglicher Teile, furchtbares Geklapper und eine ungeklärte bzw wartungsintensive und sicher anfällige Konstruktion bei den Gelenken (bitte daran denken, dass Gelenkzüge nicht nur um Kurven fahren müssen, sondern auch durch Wannen und Kuppen, manchmal sogar gleichzeitig - die Lösung bei offenliegenden spannungsführenden Teilen im Gelenkbereich möchte ich sehen...)

War übrigens die verzweifelte Antwort auf das im Vormarsch befindliche APS-System, das beim Translohr wegen der Führungsschiene nicht verwendbar ist.
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hema

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. . . . und vor allem muss jeder Mast unterirdisch über einen Stromanschluss verfügen. Also sicherlich sehr teuer und störungsanfällig!
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coolharry

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  • romani ite domum!
Also sicherlich sehr teuer und störungsanfällig!

Also doch logisch dass es ein Hersteller verkaufen will oder?

Teuer im Bau = Super!
Teuer in in der Wartung=noch Superer
Störungsanfällig und teuer beim reparieren=Ultimativüberdrüber Super

So aus Sicht des Herstellers.
Das Glück ist ein Vogerl. Wenns knallt ist es weg.