Autor Thema: Linie 67 Schienenersatzverkehr Alaudagasse - Oberlaa Therme Wien geplant  (Gelesen 108473 mal)

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nord22

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In den TL News 1/2013 des Referats Süd wird folgendes verlautbart:
"Linie 67  Im zweiten Halbjahr des Jahres 2013 wird die neue Endstation (Schleife) der Linie 67, im Bereich Favoritenstraße # Alaudagasse errichtet.
Für den Streckenteil Alaudagasse–Oberlaa Therme Wien wird ein Schienenersatzverkehr eingerichtet."


Die Einrichtung des SEV ist sicher durch den Bau der U1 Verlängerung nach Oberlaa Therme Wien bedingt. Es stellt sich die Frage, ob es sich um einen
temporären SEV handelt oder der Straßenbahnbetrieb zwischen Alaudagasse und Oberlaa endgültig eingestellt wird. Es wäre nicht das erste Mal, dass
im Zuge des U - Bahn Baus die Straßenbahn lange vor Eröffnung der U - Bahn im betroffenen Streckenabschnitt eingestellt wird.

LG nord 22

95B

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Es handelt sich bereits um die endgültige Einstellung. Irgendwie muss man ja den Leuten die U-Bahn-Eröffnung als Verbesserung verkaufen – und das geht am besten, wenn sie davor jahrelang durch Busverkehr gemartert wurden.
Es ist nichts so fein gesponnen, es kommt doch ans Licht der Sonnen!
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B. S. Agrippa

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Bei einer Kürzung des 67ers noch in diesem Jahr bleiben bis zur geplanten U1-Eröffnung - 2017 - noch rund vier (!) Jahre. Ich behaupte jetzt einmal ganz frech, dass die technisch weniger anspruchsvolle Strecke der U1 von der Alaudagasse nach Oberlaa in einem signifikant kürzeren Zeitraum betriebsfähig erbaut werden kann, von ästhetischen Elementen vielleicht abgesehen. Das würde bis zur Vollinbetriebnahme der gesamten Neubaustrecke die (einmalige?) Möglichkeit eröffnen, die U1 selbst als "SEV" für den eingestellten 67er einzusetzen. 8) (Für den Pendelbetrieb auf dem kurzen Stückerl reichen wohl sechs U-Doppelgarnituren, also 3 Kurzzüge, einer davon Reserve).

Edit: Für eine gewisse Partei mit Absolut(e)-Anspruch wäre das im Hinblick auf die Gemeinderatswahl 2015 natürlich ein Hit, könnte sie doch damit werben, dass die U-Bahn sogar noch früher als geplant zur Therme fahren wird. ;D

95B

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Hirngespinst.
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43er

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Vielleicht hängt ja auch die Verkürzung im 2.Halbjahr 2013 mit der 26-Eröffung und dem damit höheren Fahrzeugbedarf zusammen, der durch einen kürzeren 67er "ausgeglichen" wird.

B. S. Agrippa

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Vielleicht hängt ja auch die Verkürzung im 2.Halbjahr 2013 mit der 26-Eröffung und dem damit höheren Fahrzeugbedarf zusammen, der durch einen kürzeren 67er "ausgeglichen" wird.
Sollten die Zahlen aus dem Parallelforum stimmen, dann stehen derzeit 509 einsatzfähige Fahrzeuge zur Verfügung (exkl. abgestellter Wagen und VRT). Sowohl hier als auch im Parallelforum war in der Vergangenheit öfters von gut 400 Garnituren zu lesen, die für den Betrieb in der Früh-HVZ benötigt werden, somit werden die paar Züge für den 26er auch ohne die 67er-Kürzung aufzutreiben sein? Oder ist der Schadstand sowie die Anzahl der in die ZW eingelieferten Züge so gewaltig, dass man keine Rücklagen hat?

martin8721

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Vielleicht hängt ja auch die Verkürzung im 2.Halbjahr 2013 mit der 26-Eröffung und dem damit höheren Fahrzeugbedarf zusammen, der durch einen kürzeren 67er "ausgeglichen" wird.
Sollten die Zahlen aus dem Parallelforum stimmen, dann stehen derzeit 509 einsatzfähige Fahrzeuge zur Verfügung (exkl. abgestellter Wagen und VRT). Sowohl hier als auch im Parallelforum war in der Vergangenheit öfters von gut 400 Garnituren zu lesen, die für den Betrieb in der Früh-HVZ benötigt werden, somit werden die paar Züge für den 26er auch ohne die 67er-Kürzung aufzutreiben sein? Oder ist der Schadstand sowie die Anzahl der in die ZW eingelieferten Züge so gewaltig, dass man keine Rücklagen hat?

Spannender find ich ja die Frage nach dem Personal.  8)
Nachdem der 67er zur HVZ im 3 Minuten Intervall fährt, wird man in FAV nach Einstellung des Abschnitts Oberlaa - Alaudagasse  auch deutlich weniger Fahrer brauchen. Was passiert mit denen?
Kann mir nicht vorstellen, dass man da auch so viel Reserve hat wie bei den Fahrzeugen.

13er

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Oder ist der Schadstand sowie die Anzahl der in die ZW eingelieferten Züge so gewaltig, dass man keine Rücklagen hat?
In Wien sind unglaubliche ~30% der Fahrzeuge schadhaft bzw. Reserve.

Zum 67er: Da hab ich gedacht, dass es eigentlich erst 2014 so weit ist. Naja, sie wissen halt, wie man Infrastruktur zerstört.
Mit uns kommst du sicher... zu spät.

Klingelfee

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Bei einer Kürzung des 67ers noch in diesem Jahr bleiben bis zur geplanten U1-Eröffnung - 2017 - noch rund vier (!) Jahre. Ich behaupte jetzt einmal ganz frech, dass die technisch weniger anspruchsvolle Strecke der U1 von der Alaudagasse nach Oberlaa in einem signifikant kürzeren Zeitraum betriebsfähig erbaut werden kann, von ästhetischen Elementen vielleicht abgesehen. Das würde bis zur Vollinbetriebnahme der gesamten Neubaustrecke die (einmalige?) Möglichkeit eröffnen, die U1 selbst als "SEV" für den eingestellten 67er einzusetzen. 8) (Für den Pendelbetrieb auf dem kurzen Stückerl reichen wohl sechs U-Doppelgarnituren, also 3 Kurzzüge, einer davon Reserve).

Edit: Für eine gewisse Partei mit Absolut(e)-Anspruch wäre das im Hinblick auf die Gemeinderatswahl 2015 natürlich ein Hit, könnte sie doch damit werben, dass die U-Bahn sogar noch früher als geplant zur Therme fahren wird. ;D

Das Problem ist nicht die Strecke, sondern die Betriebsgebäude die entlang der jetzigen Strecke errichtet werden. Eventuell hätte man den Betrieb der Linie 67 noch 1 Jahr aufrecht halten können. Nur da stelltsich die Frage zu welchen Kosten. Denn dann hätte man höchstwahrscheinlich die Gleis umlegen müssen und die Kosten für ein Jahr längeren Betrieb stehen in keiner Relation zum Schienenersatzverkehr.
Bitte meine Kommentare nicht immer als Ausrede für die WL ansehen

13er

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Denn dann hätte man höchstwahrscheinlich die Gleis umlegen müssen und die Kosten für ein Jahr längeren Betrieb stehen in keiner Relation zum Schienenersatzverkehr.
Die Errichtungs- und Betriebskosten der U1 stehen in keiner Relation zum Weiterbetrieb und Beschleunigung des jetzigen 67ers - warum wird sie dann gebaut?
Mit uns kommst du sicher... zu spät.

95B

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Das Problem ist nicht die Strecke, sondern die Betriebsgebäude die entlang der jetzigen Strecke errichtet werden. Eventuell hätte man den Betrieb der Linie 67 noch 1 Jahr aufrecht halten können. Nur da stelltsich die Frage zu welchen Kosten. Denn dann hätte man höchstwahrscheinlich die Gleis umlegen müssen und die Kosten für ein Jahr längeren Betrieb stehen in keiner Relation zum Schienenersatzverkehr.
Die Kosten würden freilich zu Lasten des U-Bahn-Budgets gehen... und das scheint ja unbegrenzt zu sein.
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B. S. Agrippa

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Das Problem ist nicht die Strecke, sondern die Betriebsgebäude die entlang der jetzigen Strecke errichtet werden. Eventuell hätte man den Betrieb der Linie 67 noch 1 Jahr aufrecht halten können. Nur da stelltsich die Frage zu welchen Kosten. Denn dann hätte man höchstwahrscheinlich die Gleis umlegen müssen und die Kosten für ein Jahr längeren Betrieb stehen in keiner Relation zum Schienenersatzverkehr.
Die Kosten würden freilich zu Lasten des U-Bahn-Budgets gehen... und das scheint ja unbegrenzt zu sein.
Durch die Umlegung nach Oberlaa werden doch angeblich knappe 200 Millionen frei, dafür könnte man den 67er durchaus etwas länger betreiben, wobei dieses Geld klarerweise besser in eine Neubaustrecke auf den Laaer Berg und die Wienerbergtangente investiert wäre.  :lamp:

Edwin

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Vielleicht hängt ja auch die Verkürzung im 2.Halbjahr 2013 mit der 26-Eröffung und dem damit höheren Fahrzeugbedarf zusammen, der durch einen kürzeren 67er "ausgeglichen" wird.


Vielleicht rechnet man auch damit heuer keine neuen ULFe zugelassen zu bekommen? Also kein Neuzugang im Fahrzeugstand der Straßenbahn; so wie wenn die WL es schon aufgegeben haben dass in dieser leidigen Sache endlich was weitergeht.

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Vielleicht rechnet man auch damit heuer keine neuen ULFe zugelassen zu bekommen? Also kein Neuzugang im Fahrzeugstand der Straßenbahn; so wie wenn die WL es schon aufgegeben haben dass in dieser leidigen Sache endlich was weitergeht.

Nachdem ich mit "dem bösen" Verkehrsarbeitsinspektor mal einen Abend lang geredet habe stellt sich das ziemlich anders dar als in den WiLi-Heldenlegenden. Kurzfassung: Wenn die WiLi nicht dauernd irgendwie rumtüfteln, sondern sich an die klaren Gesetze halten würden wär das alles recht problemlos. Aber nachdem man jahrzehntelang nur eigene selbst erfundene Standards einhalten musste tut man sich ein bisserl schwer, wenn man plötzlich Regeln folgen muss, die für alle gelten. Mit den diversen privaten EVUs gibts übrigens kaum Brösel, die sind den Umgang mit dem Arbeitsinspektorat aus der freien Wirtschaft gewöhnt. Ich kann jetzt nicht alles aus dem Gespräch wiederholen, aber insgesamt passt der Eindruck gut zu dem, was ich mir über die "professionellen Tüftler" von F59 denke.
Harald A. Jahn, www.tramway.at

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Linie 41

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Die werden wahrscheinlich wieder ihre eigenen Notausstiegsluken ertüftelt haben, ohne zuerst mit dem VAI abzuklären, wie das von den Abmessungen und dem Öffnungsmechanismus auszusehen hat. >:D
Ich verstehe das Konzept dahinter nicht und bin generell dagegen.