Autor Thema: Beschleunigung? za wos brauch ma des?  (Gelesen 95947 mal)

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Re: Beschleunigung? za wos brauch ma des?
« Antwort #30 am: 28. Februar 2013, 10:53:46 »
Leider hat der ÖV nämlich nicht den Stellenwert, den er auch in anderen Städten hat.
Für mich ist das immer wieder paradox: Wir haben einen der weltweit höchsten Modal Splits für den ÖV, aber gleichzeitig auch so ziemlich die ÖV-feindlichste Politik. Irgendwie passt das nicht ganz zusammen.

Wir haben eben unser dichtes Tramwaynetz, das den Modal Split trägt, plus dichte Intervalle. Andere Städte hätten ähnliche Zahlen, hätten sie nicht alles abgebaut. Übrigens, noch höher (bei knapp 50%) ist der ÖV-Anteil in Karlsruhe, wo ebenfalls ein Spitzen-Oberflächennetz aufgebaut wurde. Aber was man schon hat, ist halt nix wert - und die meist eher schlichten Bezirkspolitiker glauben halt immer noch, Autobesitz = Wirtschaftwunder.
Harald A. Jahn, www.tramway.at

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moszkva tér

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Re: Beschleunigung? za wos brauch ma des?
« Antwort #31 am: 28. Februar 2013, 10:56:13 »
Für mich ist das immer wieder paradox: Wir haben einen der weltweit höchsten Modal Splits für den ÖV, aber gleichzeitig auch so ziemlich die ÖV-feindlichste Politik. Irgendwie passt das nicht ganz zusammen.
Wieso, die U-Bahn ist doch super! Die neuen Linien zumindest.

Zu Querungsmöglichkeiten im 6. / 7. und 9. Bezirk:

Ultrakurzstrecken sollten sowieso nicht mit dem Auto zurückgelegt werden. Längere Strecken sollten primär über Hauptstraßen gefahren werden. Somit wäre die Verbindung Schottenfeldgasse-Webgasse ohnehin in Frage zu stellen. Wer vom Gürtel in den 6. will, soll Gürtel-Gumpendorfer Straße fahren.
Ebenso steht doch nirgends geschrieben, dass man unbedingt eine direkte Autoverbindung 18-9 braucht. Quell- und Zielverkehr soll die Öffis nehmen. Verkehr von weiter weg eine der Hauptstraßen B (Gürtel-Lände).

Bleiben Behinderte und Lieferverkehr - für die kann man ohne Probleme Ausnahmegenehmigungen erteilen.

Ich habe irgendwie kein Verständnis für die Leute, die in der Schulgasse wohnen und in die Aida auf der Währinger Straße mit dem Auto fahren wollen.  :lamp:

Innerhalb des Gürtels würde ich den IV so ähnlich wie im 1. organisieren. Zufahrt für Bewohner ohne Probleme möglich, man muss nur wissen, wie. Durchfahrt aber unmöglich bis unsinnig. Durchzugsverkehr wird auf die Hauptstraßen konzentriert und von den Nebenstraßen verbannt. Weil die sind nur zum Zufahren da.

schaffnerlos

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Re: Beschleunigung? za wos brauch ma des?
« Antwort #32 am: 28. Februar 2013, 11:10:10 »
Oder sie verstpofen die Ausweichrouten noch mehr, denn alle Vetriebenen kannst du nicht auf die Öffis bringen. Bzw sind dann die Öffis genauso überlastet. Und dann hast du auch bei uns irgendwann japanische Verhältnisse bei den Öffis
Wie man einen Stau vermeidet
Laut Mathematikern ließe sich der stockende Berufsverkehr durch Straßensperren beschleunigen. Die scheinbar widersinnige Erkenntnis könnte auch für Konsumenten und Fußballtrainer nützlich sein. Anmerkungen zu einem Netzwerk-Paradox. [...]

http://science.orf.at/stories/1713094/


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Re: Beschleunigung? za wos brauch ma des?
« Antwort #33 am: 28. Februar 2013, 11:21:05 »
Zu Querungsmöglichkeiten im 6. / 7. und 9. Bezirk:
Ultrakurzstrecken sollten sowieso nicht mit dem Auto zurückgelegt werden.

Es betrifft mich selbst ja auch, und natürlich beobachte ich mein eigenes Mobilitätsverhalten. Ich hab mein Büro in der Kirchengasse und eines der Apartments in der Garbergasse. Normalerweise lege ich die Strecke mit dem Motor- oder Fahrrad zurück, weil es keine sinnvolle ÖV-Verbindung gibt (evtl. 2 Stationen °49, wenn grad einer kommt, dann zu Fuß runter). Im Winter oder bei Regen geh ich zu Fuß, sind ca 15min. Nun werd ich künftig halt immer mit dem Fahrrad fahren, und schwupps - schon sind 2 motorisierte Fahrten einfach verschwunden... Detto bei der Fahrt von zu Hause im 4. Richtung Büro: Mit dem Motorrad quere ich die Mahi wie der 13A (oder fahre eh mit dem Bus). Wenn das künftig nicht mehr geht, werde ich vermehrt das Rad oder den Bus nehmen (in Richtung 1070>1040 fuhr ich auch bisher immer über 2erlinie). Und schwupps - schon wieder 2 motorisierte Fahrten verschwunden!

Man darf nicht vergessen: ca 80% der Reisenden haben Wahlmöglichkeit, die nehmen das Verkehrsmittel, das am günstigsten ist!

Ich bin nur neugierig, wie die Belastung am 13A zunimmt, der schon derzeit unerträglich ist.
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Re: Beschleunigung? za wos brauch ma des?
« Antwort #34 am: 28. Februar 2013, 11:27:07 »
Ich bin nur neugierig, wie die Belastung am 13A zunimmt, der schon derzeit unerträglich ist.
Was für verstopfte Straßen gilt, gilt natürlich auch für Busse: Mehr als voll geht nicht.
Es werden halt vermehrt Leute zu Fuß gehen und Fahrrad fahren. Heute ist schon jeder nicht ganz bei Trost, den 13 A auf einer Kurzstrecke benützt. (Gehfähigkeit vorausgesetzt).

haidi

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Re: Beschleunigung? za wos brauch ma des?
« Antwort #35 am: 28. Februar 2013, 11:47:55 »
@Klingelfee: Ja, und das Tolle daran ist, wenn man den Autos diesen Platz wegnimmt, werden sie automatisch weniger.

Oder sie verstpofen die Ausweichrouten noch mehr, denn alle Vetriebenen kannst du nicht auf die Öffis bringen. Bzw sind dann die Öffis genauso überlastet. Und dann hast du auch bei uns irgendwann japanische Verhältnisse bei den Öffis

Das dauert auch nur einige Zeit, dann wird dort der Verkehr auch wieder geringer.
Den japanischen Verhältnisse in den Öffentlichen kann man durch Umbau der entsprechenden Buslinien in Straßenbahnlinien und mit Langzügen entgegen treten, aber auch die Tatsache, dass die Rundenzeiten der Linien kürzer werden und man mit dem gleichen Wagenmaterial und Personalaufwand kürzere Intervalle erreicht.
Es ist ein Irrglaube, dass der Verkehr zusammen bricht, wenn der MIV zurückgedrängt wird. Eine bessere Qualität der Öffentlichen erhöht den Modal Split, verringert den MIV und dessen Platzbedarf *). Im Endeffekt hat dann der MIV gewonnen, der notwendig ist (Lieferverkehr, Transporte, Behinderte).

*) 13 FAhrgäste mehr sind 10 PKW weniger, das sind 150 m weniger Platzbedarf (PKW + Sicherheitsabstand), 130 Fahrgäste 1,5 km ......

Hannes
Alle sagten es geht nicht - dann kam einer, der das nicht wusste und probierte es - und es ging

E2

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Re: Beschleunigung? za wos brauch ma des?
« Antwort #36 am: 28. Februar 2013, 12:23:50 »
Ehrlich gesagt wäre die vorgezogene Freiphase bei der Spitalgasse ein winziger Tropfen auf den heißen Felsbrocken. Effektiv lösen ließe sich der unglaubliche Rückstau vom Gürtel nur durch entweder die Errichtung eines selbstständigen Gleiskörpers oder eine Komplettsperre für den IV (die ich in Wien für hochgradig phantastisch halte, zumal es keine brauchbaren örtlichen Ausweichrouten gibt).
Fuchsthallergasse/Sechsschimmelgasse? Lazarettgasse? Nußdorfer Straße? Alternativen gibt es genug, ob sie brauchbar sind oder nicht darf nicht zur Debatte stehen, wenn es um die Bevorrangung des ÖV geht. Da muss sprichwörtlich die EisenStraßenbahn drüberfahren.



Zum Nachdenken:


Bevor man darüber nachdenkt, sollte man schauen, dass der ÖV funktioniert. Gegenden, die man mit ÖV nicht erreichen kann, Betriebszeiten, die einen aufs Auto zwingen, da man sonst nicht rechtzeitig erscheint, Behinderung des IV durch ÖV, und zwar gewollt, in Verbindung mit vorstehend geschriebenenem, ....

Zitat
...dass der Radfahranteil bei uns extrem niedrig ist.]...dass der Radfahranteil bei uns extrem niedrig ist.

Viel zu hoch, bemessen an der Beobachtungm, dass diese Kings Trotteln of the Road glaube, SÄMTLICHE Verkehrsflächen in Wien sind deren Privateigentum.

moszkva tér

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Re: Beschleunigung? za wos brauch ma des?
« Antwort #37 am: 28. Februar 2013, 12:29:47 »
Zitat
...dass der Radfahranteil bei uns extrem niedrig ist.]...dass der Radfahranteil bei uns extrem niedrig ist.

Viel zu hoch, bemessen an der Beobachtungm, dass diese Kings Trotteln of the Road glaube, SÄMTLICHE Verkehrsflächen in Wien sind deren Privateigentum.
Ach, das ist wie mit den Autos. Damals, in den 1950ern, als es nur ganz wenige Autos gab, haben die auch geglaubt, sie können sich alles erlauben.


invisible

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Re: Beschleunigung? za wos brauch ma des?
« Antwort #38 am: 28. Februar 2013, 12:37:56 »
Eigentlich schon paradox, wenn du als Angehöriger eines Verkehrsbetriebs permanent den IV lobbyisierst...

Ich lobbisiere nicht den IV. Ich bin nur der Meinung, dass der ÖV nur dann funktioniert, wenn man auch den IV leben lässt. Leider hat der ÖV nämlich nicht den Stellenwert, den er auch in anderen Städten hat.

Ja, und warum hat er den nicht....? Weil die Bim an jeder Pimperlampel steht, weil der Oberflächen-ÖV dem MIV untergeordnet ist, weil es zu wenige eigene Gleiskörper gibt (und selbst dort wo es sie gibt wieder Punkt 1 zutrifft), ...

Das Problem ist und bleibt der Platz: man kann nicht den "IV [in der heutigen Form] leben lassen" und gleichzeitig ein Super-Öffi-Netz haben, das geht sich einfach nicht aus. Man muss sich entscheiden was man will, und diese Entscheidung wird in Wien traditionell zugunsten des MIV gefällt.

Ignoriert wird dabei die (inzwischen zigfach erwiesene) Tatsache, dass bei konsequenter Bevorzugung des ÖV letztlich auch der (dann zurückgehende) MIV flüssiger abläuft. Auch das ergibt sich automatisch aus den Platzverhältnissen: ein Fahrgast im ÖV braucht einen Bruchteil der Straßenfläche, folglich bringt jede Person, die vom Auto in die Bim wechselt *allen* einen Nutzen.

Zitat
Wenn es gute Ideen ist, bin ich der Letzte, der gegen Einschränkungen des IV ist. Man braucht ja nur anschauen, was man auf der Mariahilfer Straße aufführen will.

Ich finde, dass die Sperre der 2 Querverbindungen zwischen Kaiserstraße und und Kirchengasse eine Schnapsidee sondergleichen ist.
Wenn ich jetzt dann vom 7. Bezirk in den 6. will habe ich dann nur mehr die Möglichkeit die Mariahilfer Straße am Gürtel oder bei der 2-Linie zu queren..

Wenn du vom 7. in den 6. willst dann brauchst du dafür schlicht und ergreifend kein Auto. Wenn's nicht gerade vom äußersten Eck des einen zum gegenüberliegenden Eck des anderen ist (z.B. Gaudenzdorf->Volkstheater oder so) ist man da zu Fuß, mit dem Rad oder sogar öffentlich meist schneller oder zumindest nicht signifikant langsamer (und wenn man es ist, dann liegt das i.d.R. dran, dass man im 13A im Stau steht). Und von den Ecken kann man genausogut gleich außen herum fahren und muss nicht unbedingt quer durch. Wenn man derzeit nur durch 6./7. durch fährt, weil es Teil eines längeren Weges ist, dann ist Gürtel oder Zweierlinie auch kein großer Umweg.
Kurz: es gibt keinen vernünftigen Grund, warum man unbedingt MIV-Verbindungen mitten durch die Bezirke braucht. Der lokale Verkehr *soll* sich auf andere Verkehrsmittel verlagern (und wird dies auch tun, wenn das Angebot entsprechend attraktiv ist) und der "Fernverkehr" hat genug Durchzugsstraßen zur Verfügung, die auch bei einer Sperre von Querverbindungen immer noch gut erreichbar sind (nach Braess u.U. sogar flotter als heute).
Liebe Fahrgäste: Der Zug ist abgefahren.

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Re: Beschleunigung? za wos brauch ma des?
« Antwort #39 am: 28. Februar 2013, 12:39:06 »
Das traurige ist, dass die WiLi selber die größten Gegner der Straßenbahnbevorrangung und -beschleunigung sind! Verbal zwar nicht, es werden auch teure Kampagnen und Feigenblattaktionen gesetzt, aber effiziente Maßnahmen scheut bzw. verweigert man konsequent. Alle armen Einzelkämpfer für wirksame Verbesserungen sind von diesem Vorwurf natürlich ausdrücklich ausgenommen! Aber was nutzt die beste Absicht und das größte Können, wenn dir ständig der Chef auf die Finger steigt und dafür noch größtes Lob aus dem Rathaus einheimst!  >:(  :down:



Es heißt halt immer nur U-Bahn, U-Bahn und noch einmal U-Bahn. Dass dafür das Geld nicht einmal ansatzweise (wirklich) da ist, wird stur ignoriert. Wir werden es schon ertrotzen, das schaffen ja auch kleine Kinder bei ihren "dummen" Eltern!
Niemand ist gezwungen meine Meinung zu teilen!

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Re: Beschleunigung? za wos brauch ma des?
« Antwort #40 am: 28. Februar 2013, 12:59:16 »
Zitat
Der lokale Verkehr *soll* sich auf andere Verkehrsmittel verlagern

Begründung? Durchführung? Gesetzmäßigkeit? ... und DU bringst dann meine Einkäufe, etc. nach haus.


Erst wenn der ÖV überallhin immer zu vernünftigen Intervallen und zu jeder Zeit fährt, dann kann man drüber anfangen zu reden. >:(

Klingelfee

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Re: Beschleunigung? za wos brauch ma des?
« Antwort #41 am: 28. Februar 2013, 13:06:02 »
Zitat
Wenn es gute Ideen ist, bin ich der Letzte, der gegen Einschränkungen des IV ist. Man braucht ja nur anschauen, was man auf der Mariahilfer Straße aufführen will.

Ich finde, dass die Sperre der 2 Querverbindungen zwischen Kaiserstraße und und Kirchengasse eine Schnapsidee sondergleichen ist.
Wenn ich jetzt dann vom 7. Bezirk in den 6. will habe ich dann nur mehr die Möglichkeit die Mariahilfer Straße am Gürtel oder bei der 2-Linie zu queren..

Wenn du vom 7. in den 6. willst dann brauchst du dafür schlicht und ergreifend kein Auto. Wenn's nicht gerade vom äußersten Eck des einen zum gegenüberliegenden Eck des anderen ist (z.B. Gaudenzdorf->Volkstheater oder so) ist man da zu Fuß, mit dem Rad oder sogar öffentlich meist schneller oder zumindest nicht signifikant langsamer (und wenn man es ist, dann liegt das i.d.R. dran, dass man im 13A im Stau steht). Und von den Ecken kann man genausogut gleich außen herum fahren und muss nicht unbedingt quer durch. Wenn man derzeit nur durch 6./7. durch fährt, weil es Teil eines längeren Weges ist, dann ist Gürtel oder Zweierlinie auch kein großer Umweg.
Kurz: es gibt keinen vernünftigen Grund, warum man unbedingt MIV-Verbindungen mitten durch die Bezirke braucht. Der lokale Verkehr *soll* sich auf andere Verkehrsmittel verlagern (und wird dies auch tun, wenn das Angebot entsprechend attraktiv ist) und der "Fernverkehr" hat genug Durchzugsstraßen zur Verfügung, die auch bei einer Sperre von Querverbindungen immer noch gut erreichbar sind (nach Braess u.U. sogar flotter als heute).

Es geht nicht darum, ob ich von 6. in den 7. Bezirk (Kurzstrecke) ein Auto brauche, sondern darum, dass man Querverbindungen auf Teufel komm raus sperren will. Denn wenn ich von der Josefstädter Straße / Strozzigasse zum Beispiel zum Margaretenplatz will und aus welchen Grund auch immer auf keinen 13A benutzen kann, dann bin danach gezwungen entweder auf den Gürtel oder auf die 2-Linie auszuweichen und kann nicht quer durch den 7. und 6. Bezirk fahren. Und ob das sinnvoll ist, das bezeifle ich. Und das sage ich nicht weil ich bei den WL arbeite, sondern weil das meine freie Meinung ist.

Nochmal MIV einschränken ja, aber alles mit Maß und Ziel.
Bitte meine Kommentare nicht immer als Ausrede für die WL ansehen

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Re: Beschleunigung? za wos brauch ma des?
« Antwort #42 am: 28. Februar 2013, 13:23:36 »
Es muss endlich mehr Platz auf den Straßen sein, für die Elektro-Autos der grünen Funktionärinnen!  :P  ;D
Niemand ist gezwungen meine Meinung zu teilen!

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Re: Beschleunigung? za wos brauch ma des?
« Antwort #43 am: 28. Februar 2013, 13:32:42 »
sondern darum, dass man Querverbindungen auf Teufel komm raus sperren will. Denn wenn ich von der Josefstädter Straße / Strozzigasse zum Beispiel zum Margaretenplatz will und aus welchen Grund auch immer auf keinen 13A benutzen kann, dann bin danach gezwungen entweder auf den Gürtel oder auf die 2-Linie auszuweichen und kann nicht quer durch den 7. und 6. Bezirk fahren. Und ob das sinnvoll ist, das bezeifle ich. Und das sage ich nicht weil ich bei den WL arbeite, sondern weil das meine freie Meinung ist.
Nochmal MIV einschränken ja, aber alles mit Maß und Ziel.

Denn wenn ich von der Wiedner Hauptstraße / Mayerhofgasse zum Beispiel zum Schwedenplatz will und aus welchen Grund auch immer auf keine U1 benutzen kann, dann bin danach gezwungen entweder auf den Ring oder auf die 2-Linie auszuweichen und kann nicht quer durch den 1. Bezirk fahren. Und ob das sinnvoll ist, das bezeifle ich.

Man hat sich daran gewöhnt, und auch eingefleischte Autofahrer sind der Meinung, im 1.Bezirk haben Autos nichts zu suchen...
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Re: Beschleunigung? za wos brauch ma des?
« Antwort #44 am: 28. Februar 2013, 13:52:50 »
Man kann sich an vieles gewöhnen ... so, wie man in Wien derzeit daran gewöhnt ist, dass alle anderen Verkehrsarten dem Autoverkehr untergeordnet sind.

Liegt zwar sehr versteckt, aber ist ein Beispiel dafür, wie Wien noch immer an Planungsmethoden der 1950er festhält: Bei der 18er-Haltestelle Heinrich-Drimmel-Platz wurde vor etwa einem Jahr ein Fußgängertunnel (!!!) neu errichtet, dazu natürlich auch Aufzüge wegen der Barrierefreiheit.

Auch die Straßenbahnneubaustrecken im 22. Bezirk zeugen von der Ideen-, Einfalls- und Willenlosigkeit der Verkehrsplanung – dominierendes Element bleibt der Autoverkehr, den man durch die totale Verampelung in Schach halten will.

Eines haben WL und Rathaus gemeinsam: Wenn jemand mit neuen Ideen kommt, wird er entweder weggemobbt oder es wird ihm klargemacht, dass er seine Ideen nur ja wieder vergessen soll, wenn er an weiterer Karriere interessiert ist. Dann resigniert er eben, wird ebenfalls zum Betonschädel und fängt an, die 20 oder 30 Jahre herunterzuzählen, die er noch bis zur Pension hat.
Es ist nichts so fein gesponnen, es kommt doch ans Licht der Sonnen!
... brrrr, Klumpert!