Wieviele leere Sitzplätze auf der Bim, UBahn und Bahn herumgeführt werden, lassen wir nun auch mal ausser Diskussion. Hängt man deswegen zB bei der Nordbahn Waggons ab?
Was hat das mit der Frage des Platzbedarfs im Straßenraum zu tun?
1. Gerade dann, wenn viele Menschen unterwegs sind, sind die Öffis besonders gut gefüllt, während Autos noch schlechter als sonst ausgelastet sind (im Schnitt 1,1 statt 1,2-1,3 Menschen pro Auto). Gerade dann, wenn es eigentlich darum ginge, endliche Ressourcen wie Platz effizient zu nutzen, ist das Auto besonders ineffizient.
2. Selbst wenn in einem 12-m-Bus nur 3 Fahrgäste sitzen, ist das platzeffizienter als drei Pkws - vor allem während der Fahrt, wenn man ja auch noch einen Abstand zwischen den Autos hinzurechnen muss. Da ist noch nicht mal berücksichtigt, dass der Bus nach Aussteigen der drei Fahrgäste weiterfährt und die nächsten aufnimmt, statt - in vielen Fällen im Straßenraum - abgestellt zu werden. Und zumindest in Wien sitzen im Berufsverkehr auch eher nicht drei Menschen im Bus.
Dieser Vergleich hinkt gewaltig, was willst du mir wieder damit sagen? Wenn ein LKW nur halbvoll ist, hat er keine Berechtigung zu fahren? Detto ein Bus oder ein Auto?
Wer hat denn von keiner Berechtigung gesprochen? Es geht darum, dass man die Ursache eines Problems benennt, und das ist nun mal der riesige Platzbedarf des Verkehrsmittels "Auto". Dem hat man über Jahrzehnte (eigentlich bis heute) vor allem nachgegeben, und irgendwie hat das nie dazu geführt, das Problem wirklich zu lösen.
Wenn man von einer Ressource wenig hat, muss man mit ihr effizient umgehen. Das heißt nicht, dass Autofahren deshalb verboten ist - aber dass die jahrzehntelange Bevorzugung endlich in Frage gestellt wird.
Natürlich kann man seine Meinung immer so drehen, dass es für denjenigen dann passt. Diese Diskussion führt zu nichts. Nicht alles und jeder kann mit einem Fahrrad fahren, diese Vertretung dieses absurden Verkehrskonzepts wirft nicht nur die Frage eines Totschlagsargumentes aus, sondern vertritt auch die Meinung "des besten Wissens" und alle die nicht dieser Meinung sind, sind entweder dumm, von vorgestern oder rechtsradikal.
Nicht alles und jeder kann mit dem Auto fahren (frag mal einen 12-Jährigen oder einen Blinden zum Beispiel, oder einfach jemanden, der beim Augenarzt war oder bestimmte Medikamente nimmt).
Aber ich weiß, wer das schreibt und einfach gleiche Maßstäbe erwartet, ist ja mindestens so stalinistisch wie Nordkorea (um mich mal auf dein Niveau zu begeben, Argumente auf inhaltlicher Ebene scheinst du ja nicht zu haben, weshalb du die Nazikeulekeule und Scheinargumente wie "Die wollen uns das Autofahren verbieten!!1" bemühen musst.)
Deine Meinung ist hinlänglich bekannt und ich möchte die nicht weiter ausführen.
Deine auch, was dich trotzdem nicht davon abhält, hier immer wieder den Radverkehr für alles Elend der Welt verantwortlich zu machen. Ich wundere mich fast, dass Fahrräder bei dir noch nicht am Nahostkonflikt schuld waren.
Es geht halt um ein Miteinander, jeder Verkehrsteilnehmer hat seine Berechtigung, vor allem in der Demokratie.
Ach, der Schmäh wieder. Dir geht es doch gerade nicht um ein Miteinander. "Miteinander" gilt für dich doch nur, wenn du Vorteile davon hast. Dass "Miteinander" auch heißt, mal Nachteile zu haben, kommt in deiner Welt nicht vor.
Gäbe es dieses vielbeschworene Miteinander, bräuchte es übrigens gar keine Radwege, weil sich Radfahrende auch im fließenden Autoverkehr sicherfühlen würden.