Das halte ich für Wunschdenken. Die Leute - z.B. die vielen. einpendelnden Pflegekräfte - fahren nicht aus Tradition mit dem Bus, sondern weil er um ein Vielfaches billiger ist. Warum sollte sich daran etwas ändern?
Weil es diesen Bedarf absehbar nicht mehr gibt.
2000 hat man in Österreich dreimal so viel verdient wie in der Slowakei, jetzt nur mehr doppelt so viel, und die Länder nähern sich weiter an, weil die Gehälter in Österreich stagnieren oder sinken, und in der Slowakei steigen. Dann tut sich die 24-Stunden-Pflege in Österreich kaum jemand an, weil man zwar noch immer mehr verdienen würde, aber erhebliche Nachteile hat, die man in der Slowakei nicht hätte (kaum Freizeit, ständig in Bereitschaft, wochenlang von der Familie getrennt).
Das heißt, entweder kommen die Pflegekräfte dann aus anderen Ländern, in denen das Gefälle ausgeprägter ist, die aber auch so weit entfernt sind, dass Zug oder Flugzeug nicht mehr teurer sind (wie bei Erntehelfern, die inzwischen meist aus Rumänien oder Bulgarien per Charterflug eingeflogen werden). Oder die 24-Stunden-Pflege daheim wird für die Pflegebedürftigen so teuer, dass die Leute lieber ins Heim ziehen, deren Mitarbeiter in der Nähe wohnen (und höchstens Urlaub woanders machen).