Denn schließlich landet das Geld beim Bund und nicht bei der Stadt Wien.
Ein bissl könnte man sich schon über die österreichische Finanzverfassung informieren, bevor man so etwas von sich gibt. Fast die gesamten Einnahmen aller Ebenen des Staates fallen zwar am Anfang beim Bund an, dann wird aber ein Teil an die Länder und Gemeinden weiterverteilt, die nur sehr eingeschränkte Möglichkeiten für eigene Einnahmen haben, weswegen sie vom Bund über viele verschiedene Wege querfinanziert werden müssen.
Der wichtigste Weg ist der (pauschale) Finanzausgleich, aber z.B. wird der U-Bahn-Bau in Wien bekanntlich zur Hälfte vom Bund finanziert, genauso wie der Straßenbahnbau in Graz. Es wäre also kein Problem, mit durch den Verzicht auf den Lobautunnel freiwerdenden Mitteln auch den Straßenbahnbau in Wien zur Hälfte zu finanzieren. Der Lobautunnel soll für ganze 8,2 km 2,4 Milliarden kosten (wird wahrscheinlich eh noch deutlich mehr).
Zum Thema des Threads: Um 4,8 Milliarden Euro bekommt man mehr als fünfzig 18er-Verlängerungen zum Stadion (Kosten ca. 90 Millionen inkl. der Flexitys, die für die Neubaustrecke zusätzlich benötigt werden).
Also bitte hört auf mit, wenn man den Lobautunnel streicht, dann ist genug Geld für Stadtprojekte vorhanden. Das spielt es einfach nicht.
Natürlich wäre das möglich. Es gibt nur keinen politischen Willen dafür.