Autor Thema: WLB - Badner Bahn - Historisches  (Gelesen 73417 mal)

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coolharry

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Re: WLB - Badner Bahn - Historisches
« Antwort #150 am: 28. Mai 2019, 08:54:08 »
Es gibt kaum Fotos von der 90° Kreuzung der WLB mit der Laxenburger Bahn.

Wo bitte war das bzw. "ist" das "heute"?

Ziemlich genau bei der heutigen Kreuzung der B11 und der B17 knapp südlich vom Ort Wr. Neudorf.

Ferry

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Re: WLB - Badner Bahn - Historisches
« Antwort #151 am: 28. Mai 2019, 09:45:11 »
WLB Arbeitswagen 05 ex N 2752 abgestellt in Inzersdorf; links ATW 07 ex T1 404 (Quelle: eBay, Bildautor nicht bekannt). Aufnahmejahr 1977 - 1984, da nur in diesem Zeitraum beide Fahrzeuge im Wagenstand der WLB waren.

Übrigens interessant - 2752 war einer der wenigen N (nicht N60!), die noch gummigefasste Frontscheiben und pneumatisch angetriebene Scheibenwischer erhielten. Ein Anderer war m.W. 2702.
Weißt du, wie man ein A....loch neugierig macht? Nein? - Na gut, ich sag's dir morgen. (aus "Kottan ermittelt - rien ne va plus")

fr3

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Re: WLB - Badner Bahn - Historisches
« Antwort #152 am: 28. Mai 2019, 16:40:08 »
Es gibt kaum Fotos von der 90° Kreuzung der WLB mit der Laxenburger Bahn.
Wo bitte war das bzw. "ist" das "heute"?
https://goo.gl/maps/KjgYa1GDojxncvN18

Bei einer Suche im Netz nach der WLB-Brücke in Meidling wurde ich zwar nicht wirklich fündig, konnte jedoch eine Reihe anderer interessanter Bilder entdecken.

1. Ein Bild einer Kölner Garnitur (Nr 13) von Hans Heinz Heider auf der Rampe zur Brücke über die Südbahn in Meidling, welches zu Beginn der 1970er entstanden sein könnte.

2. Ein Bild von Kurt Rasmussen vom 2. November 1975 mit einer Kölner Garnitur vor dem ehemaligen Bahnhofsgebäude in Meidling. Bildquelle dazu ist Wikimedia.

3. Und schließlich doch noch ein Bild der Brücke - oder vielleicht einer früheren Brücke, denn ich habe sie so nicht in Erinnerung - aus dem Jahr 1910 (Dezember). Quelle hierzu ist das ÖNB Bildarchiv. Auffallend ist hier, dass die Brücke offenbar damals von der Straßenbahn Linie 62 mitbenutzt wurde. Eine ähnliche Situation gab es bekanntlich zwischen 1975 und 1978, als die alte Philadelphiabrücke wegen Baufälligkeit gesperrt werden musste und danach durch einen Neubau ersetzt wurde, über den heute noch WLB und 62er fahren.


Helga06

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Re: WLB - Badner Bahn - Historisches
« Antwort #153 am: 28. Mai 2019, 17:24:46 »
Ganz toll, das dritte Bild, die vielen Pferdefuhrwerke.
Zu Beginn der 60er-Jahre hat die Fa. Privoznik, 19.Bez. Kracherl, Limonaden, Syphon usw. noch mit Pferdefuhrwerk ausgeliefert. Der Kutscher, ein ansonsten netter Herr, hat immer furchtbar nach Pferd gerochen.

fr3

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Re: WLB - Badner Bahn - Historisches
« Antwort #154 am: 28. Mai 2019, 19:07:57 »
Ganz toll, das dritte Bild, die vielen Pferdefuhrwerke.
Dürften Bierfässer sein.

Auch am Schedifkaplatz hat Kurt Rasmussen im November 1975 photographiert. Im Vordergrund rechts die Gleise der Linie 62, die damals über die Badnerbahn-Brücke während des Neubaus der Philadelphiabrücke umgeletet wurde.

Bildunterschrift:
WLB-Zug in Richtung Ring / Oper hält am Schedifkaplatz / an der Philadelphiabrücke am 2. November 1975.

Bilder an der gleichen Stelle und am gleichen Tag, jedoch von der Linie 62 gibt es hier.

WIENTAL DONAUKANAL

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Re: WLB - Badner Bahn - Historisches
« Antwort #155 am: 29. Mai 2019, 10:43:48 »
Es gibt kaum Fotos von der 90° Kreuzung der WLB mit der Laxenburger Bahn.

Sehe ich richtig - die Badner Bahn ist da über die Gleise der Laxenburger Bahn drüber gehoppelt?

Es hat sicher gepoltert bei den Überfahrten, aber beide Bahnen hatten Spurrillen, falls du das meinst.
Bis in die späten achtziger Jahren lag das Gleis der Laxenburger Bahn stark zugewachsen bis ca zum Standort des Fotografen. In den Kriegsjahren hatte die WLB kurz nach der Kreuzung eine Schleife für das rasche Wenden der Arbeiterzüge zu den Rüstungsbetrieben angelegt.

Auf der Laxenburger Bahn verkehrten durchaus respektable Hofzüge, die der kleine Hallenbahnhof nicht mehr aufnehmen konnte. Ich habe ein Foto mit zwei der neuen Reihe 629 ausgesucht. Das deutsche Kaiserpaar muss den Bahnsteig der Gemeinen benutzen.

https://www.geocaching.com/geocache/GC5KXY7_laxenburger-bahn-endstation

haidi

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Re: WLB - Badner Bahn - Historisches
« Antwort #156 am: 29. Mai 2019, 11:21:59 »
Es gibt kaum Fotos von der 90° Kreuzung der WLB mit der Laxenburger Bahn.
Sehe ich richtig - die Badner Bahn ist da über die Gleise der Laxenburger Bahn drüber gehoppelt?
Es hat sicher gepoltert bei den Überfahrten, aber beide Bahnen hatten Spurrillen, falls du das meinst.

Ich konnte auf dem Bild keine Spurrillen für die Badner Bahn erkennen, deshalb die (leider unvollständige) Frage.
Alle sagten es geht nicht - dann kam einer, der das nicht wusste und probierte es - und es ging

nord22

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Re: WLB - Badner Bahn - Historisches
« Antwort #157 am: 08. Juni 2019, 23:57:44 »
TW 227 + BW am Matzleinsdorfer Platz in den 50er Jahren; schwer wiederzuerkennen, weil hier seit 50 Jahren oberirdisch keine Straßenbahngleise mehr liegen und die Baulücke im Hintergrund längst verbaut ist (Quelle: eBay, Bildautor nicht bekannt).

LG nord22

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Re: WLB - Badner Bahn - Historisches
« Antwort #158 am: 09. Juni 2019, 08:12:59 »
Es gibt kaum Fotos von der 90° Kreuzung der WLB mit der Laxenburger Bahn.

Sehe ich richtig - die Badner Bahn ist da über die Gleise der Laxenburger Bahn drüber gehoppelt?

Es hat sicher gepoltert bei den Überfahrten, aber beide Bahnen hatten Spurrillen, falls du das meinst.
Mit "Spurrillen" meinst Du sicher eine gewöhnliche rechtwinkelige Flachrillenkreuzung, oder?

Wenn ich mir überlege, wie stark es schon scheppert und kracht, wenn ein Zug über eine kleine, mit freiem Auge nicht sichtbare Unebenheit auf einer gewöhnlichen Schiene drüberfährt, dann will ich mir eine rechtwinkelige Tiefrillenkreuzung gar nicht vorstellen - schon alleine der extremen Abnützung von Lauffläche und Schienenmaterial wegen.

denond

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Re: WLB - Badner Bahn - Historisches
« Antwort #159 am: 09. Juni 2019, 09:53:53 »
Wenn ich mir überlege, wie stark es schon scheppert und kracht, wenn ein Zug über eine kleine, mit freiem Auge nicht sichtbare Unebenheit auf einer gewöhnlichen Schiene drüberfährt, dann will ich mir eine rechtwinkelige Tiefrillenkreuzung gar nicht vorstellen - schon alleine der extremen Abnützung von Lauffläche und Schienenmaterial wegen.

Da mach'  ich mir weniger Sorgen um die Lauffläche und Schienenmaterial, als um die mechanische Portalverankerung in der Kastenstruktur am Fahrzeug selbst. Lauffläche und Schiene richten sich durch den laufenden Betrieb sehr oft wieder von selbst.
Mehr Sorgen hab'  ich da darüber, wie ein Portal in Bewegung, welchen Schlägen es durch Schienenstößen, Unregelmäßigkeiten auf der Schiene ausgesetzt ist, während der Fahrt. Jede kleinste Unebenheit übt Stöße auf die Kastenstruktur auf Höhe des Fußbodenbereiches (ab Kniehöhe bis unten) aus. Dann erst eine 90°-Gleiskreuzung ohne Rillenaufschweißung...  Wenn du von Probefahrten - schon im Jahr 1995 - die Messprotokolle und deren ERgebnisse kennen würdest, daher auch den Kostenfaktor miteinbeziehen würdest, dann hätten unter vernünftigen Umständen so manche hier nie einen Entscheid für den ULF getroffen.

Da war die Badner Bahn dann schon etwas weitsichtiger, als die Triebwagenserie 401 - 414 bestellt wurde. Bug-/ Heckteil mit Drehgestellen versehen, im Mittelteil zwar mit Einzelachsen, aber dann erfolgte die Ausrüstung in der Art, daß man - zumindest in den Streckengleisen - die Weichen mit beweglichen Herzstücken ausstattete und so Schäden am Gleis und Fahrzeugen sehr stark minimierte. Für mich bis heute unverständlich, daß man bewegliche Herzstücke nicht auch auf der Stadtbahn, sprich: U6 ebenfalls auf den Streckengleisen einbaute. Man könnte auch hier die Fahrwerke der Fahrzeuge wesentlich mehr schonen.

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Re: WLB - Badner Bahn - Historisches
« Antwort #160 am: 15. Juni 2019, 23:30:24 »
Es gibt (heutzutage tendenziell vornehmlich in den USA) bei (nahezu) rechtwinkeligen Gleiskreuzungen von Vollbahnen mit Vollbahnen verschiedene Bauarten:
  • Flachrillen, wo die Fahrzeuge im Kreuzungsbereich am Spurkranz laufen. Dies ist die leiseste und wartungsfreundlichste Variante (die Auflaufflächen in der Rille können relativ einfach getauscht werden).
  • „Normale“ Tiefrillenkreuzungen: Diese sind sehr laut und auch extrem wartungsintensiv. Hier muss teilweise alle 2 Jahre getauscht werden, dann aber alle Schienen, weil die Herzstücke sich extrem abnützen.
  • OWLS-Kreuzungen (One Way Low Speed-eine Strecke langsame Geschwindigkeit): wenn auf einer der beiden Strecken nur sehr wenig Verkehr herrscht, bekommt die Strecke mit viel Verkehr durchlaufende Gleise und beim Befahren der Kreuzung wird diese nicht bemerkt. Die wenig befahrene kreuzende Strecke hingegen liegt etwa um Spurkranzhöhe erhöht und fährt über (echt tiefe und relativ breite) Tiefrillen, was dann nur mit extrem verminderter Geschwindigkeit erlaubt ist.
"das korrupteste Nest auf dem weiten Erdenrund"
Mark Twain über die Wienerstadt.

Linie 41

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Re: WLB - Badner Bahn - Historisches
« Antwort #161 am: 16. Juni 2019, 01:36:01 »
Da bekommen die Main-Line-Schienen aber auch ordentlich jedesmal was ab, wenn da ein Zug quert.
Ich verstehe das Konzept dahinter nicht und bin generell dagegen.

hema

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Re: WLB - Badner Bahn - Historisches
« Antwort #162 am: 16. Juni 2019, 01:49:17 »
Bei rechtwinkeligen Eisenbahn-/Straßenbahnkreuzungen in Wien lief das Eisenbahngleis in Form einer Art Rillenschiene lückenlos durch. Die Laufflächen der Straßenbahnschienen waren unterbrochen und lagen um Spurkranzhöhe höher als die Laufflächen des Eisenbahngleises, dadurch rumpelte die Straßenbahn nur ein bisschen, wenn sie die Rillen des Eisenbahngleises überfuhr.
Niemand ist gezwungen meine Meinung zu teilen!

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Re: WLB - Badner Bahn - Historisches
« Antwort #163 am: 16. Juni 2019, 06:59:37 »
So eine Kreuzung haben wir hier vor Ort bis heute: https://www.youtube.com/watch?v=SBWzuNnu4-c

win22

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Re: WLB - Badner Bahn - Historisches
« Antwort #164 am: 16. Juni 2019, 15:19:51 »
Hat jemand noch einen Plan und Zeitangaben zur alten Badnerbahnstrecke beim ehemaligen Videowerk Philips im 10. Bezirk?
Ich glaube mich erinnern zu können dass da eine neue Strecke parallel bis zur A 23 im den 1970er oder 1980er gebaut wurde.