Autor Thema: WLB - Badner Bahn - Historisches  (Gelesen 270235 mal)

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Piefke

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Re: WLB - Badner Bahn - Historisches
« Antwort #360 am: 24. Oktober 2025, 22:47:37 »
Zwei Mal Lokalbahn mit ex-Kölner Doppel-Garnituren. Nähe Wiener Neudorf, 1975
(Foto: Keith Halton)

nord22

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Re: WLB - Badner Bahn - Historisches
« Antwort #361 am: 15. November 2025, 14:11:35 »
WLB 25 + BW + BW + BW in der Eichenstraße bei der Verzweigungsweiche zur Rampe Richtung WLB Brücke über die Südbahn um 1975 (Foto: Tim Boric). Ecke Dörfelstraße ist im Hintergrund ein L4 der Linie 62 und zwischen zwei Masten vage ein E1 + c3 Zug der Linie 8 zu erkennen. Die Shell Tankstelle und der WLB Zug brachten etwas Farbe in das graue Stadtbild.

LG nord22

MK

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Re: WLB - Badner Bahn - Historisches
« Antwort #362 am: 15. November 2025, 15:08:42 »
Auch für die WLB typisch, das wilde Mischen der Beiwagen (40/50 zweite Modernisierungsstufe, 40/50 erste Modernisierungsstufe, 60), während Dreiwagenzüge der Straßenbahn meistens zwei typgleiche oder ähnliche Beiwagen hatten.
o_O

GS6857

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Re: WLB - Badner Bahn - Historisches
« Antwort #363 am: 15. November 2025, 15:56:34 »
Ich glaube das ist nicht 1./2. Modernisierung sondern SGP/Gräf Umbau.
Interessant, dass der 1. BW (SGP-Umbau) wesentlich höher ist als der 2. BW (Gräf & Stift Umbau). Die Gräf BW wurden bereits 1984 ausgemustert, die SGP-BW erst 1992.

MK

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Re: WLB - Badner Bahn - Historisches
« Antwort #364 am: 15. November 2025, 16:25:14 »
Stimmt - kein Fahrzeug war von beiden Modernisierungen betroffen.

301-315 wurden ausgeliefert, 315 im Zweiten Weltkrieg skartiert, Gräf & Stift hat 1954-1958 302-305 und 310-313 im Stil der 220/230er modernisiert, 1971 kam die Umbezeichnung auf 41-55 (310 wurde zu 55 und 50 nicht vergeben), SGP hat die restlichen 1974-1977 modernisiert, 1984 wurden die Umbauten von Gräf & Stift und 1992 die von SGP skartiert.
o_O

nord22

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Re: WLB - Badner Bahn - Historisches
« Antwort #365 am: 11. März 2026, 18:17:31 »
Am 1. Mai 1907 wurde der Planverkehr der WLB zwischen Giselastraße (heute Bösendorferstraße) und Baden aufgenommen. Kurz danach ist diese Aufnahme von TW 201 und einen baugleichen TW in der Bösendorferstraße entstanden (Foto: Verlag Gerlach&Wiedling/ Onlinearchiv Wien Museum). Die 1906 von der Waggonfabrik František Ringhoffer gelieferten Wagen 201 - 214 waren von einer unüberbietbaren Pracht und Ästhetik. Auch die Technik der Wagen war mit vier Fahrmotoren und zwei Drehgestellen modern.

LG nord22

martin8721

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Re: WLB - Badner Bahn - Historisches
« Antwort #366 am: 11. März 2026, 19:48:17 »
Die 1906 von der Waggonfabrik František Ringhoffer gelieferten Wagen 201 - 214 waren von einer unüberbietbaren Pracht und Ästhetik. Auch die Technik der Wagen war mit vier Fahrmotoren und zwei Drehgestellen modern.

Stimmt.
Wenn ich denke, dass sich Drehgestelle bei der Wiener Straßenbahn eigentlich erst nach dem Krieg mit den C1, so richtig durchgesetzt haben (mal abgesehen von den Versuchen mit der Type T, die ja dann bekanntlich wieder zu Zweiachsern rückgebaut wurden).

MK

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Re: WLB - Badner Bahn - Historisches
« Antwort #367 am: 11. März 2026, 20:47:09 »
Wenn ich denke, dass sich Drehgestelle bei der Wiener Straßenbahn eigentlich erst nach dem Krieg mit den C1, so richtig durchgesetzt haben (mal abgesehen von den Versuchen mit der Type T, die ja dann bekanntlich wieder zu Zweiachsern rückgebaut wurden).

Es gab auch noch vorher die Doppelstöcker des Typs F, die nur 18 Jahre im Liniendienst waren (1914-1932, 1939 skartiert), und den Prototyp-Zug C+c. Aber das war's auch.
o_O

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Re: WLB - Badner Bahn - Historisches
« Antwort #368 am: 12. März 2026, 08:25:32 »
Die 1906 von der Waggonfabrik František Ringhoffer gelieferten Wagen 201 - 214 waren von einer unüberbietbaren Pracht und Ästhetik. Auch die Technik der Wagen war mit vier Fahrmotoren und zwei Drehgestellen modern.

Ja, und außerdem handelte es sich um Zweisystemfahrzeuge. Der Abschnitt Philadelphiabrücke–Leesdorf wurde mit 500 V/15 Hz betrieben. Nach dem Ende des 2. Weltkrieges wurde der Wechselstrombetrieb aufgegeben.

Quelle: Wikipedia u.a.
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Ferry

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Re: WLB - Badner Bahn - Historisches
« Antwort #369 am: 12. März 2026, 09:02:46 »
Wenn ich denke, dass sich Drehgestelle bei der Wiener Straßenbahn eigentlich erst nach dem Krieg mit den C1, so richtig durchgesetzt haben (mal abgesehen von den Versuchen mit der Type T, die ja dann bekanntlich wieder zu Zweiachsern rückgebaut wurden).

Es gab auch noch vorher die Doppelstöcker des Typs F, die nur 18 Jahre im Liniendienst waren (1914-1932, 1939 skartiert), und den Prototyp-Zug C+c. Aber das war's auch.

Der Prototyp-Zug war m.W. noch kürzer, nämlich nur 14 Jahre (1954-1968) im Einsatz. Wobei "im Einsatz" relativ ist, er war sehr oft reparaturbedingt nicht im Verkehr und m.W. die letzten vier Jahre überhaupt nur mehr abgestellt, bis er 1968 schließlich ausgemustert wurde.

Schade, dass diese Garnitur - der erste Wiener Großraumzug - nicht erhalten geblieben ist.
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Re: WLB - Badner Bahn - Historisches
« Antwort #370 am: 12. März 2026, 09:50:36 »
Bitte löschen.
Ich finde, dass man, neben der geplanten Remise Seestadt, eine Remise am Gelände des ehemaligen Nordwestbahnhofes errichten sollte.

MK

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Re: WLB - Badner Bahn - Historisches
« Antwort #371 am: 12. März 2026, 15:53:48 »
Die höchste Stückzahl und längste Einsatzzeit erreichten aber die Z (42 Stück für 19 Jahre).
o_O

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Re: WLB - Badner Bahn - Historisches
« Antwort #372 am: Heute um 15:25:12 »
102 +4xx im August 2015, Traiskirchen. 102 wurde am 8.5.2023 skartiert!

fr3

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Re: WLB - Badner Bahn - Historisches
« Antwort #373 am: Heute um 17:19:17 »
Die 1906 von der Waggonfabrik František Ringhoffer gelieferten Wagen 201 - 214 waren von einer unüberbietbaren Pracht und Ästhetik. Auch die Technik der Wagen war mit vier Fahrmotoren und zwei Drehgestellen modern.

Ja, und außerdem handelte es sich um Zweisystemfahrzeuge. Der Abschnitt Philadelphiabrücke–Leesdorf wurde mit 500 V/15 Hz betrieben. Nach dem Ende des 2. Weltkrieges wurde der Wechselstrombetrieb aufgegeben.
Zweisystemfahrzeug ist übertrieben. Die hatten Reihenschlussmotoren, welche sowohl mit Wechselstrom als auch mit Gleichstrom betrieben werden konnten. Und Glühbirnen, Widerständen und Heizung war erst Recht wurscht, welcher Strom sie speiste. An den Trennstellen kam Wechselstrom statt Gleichstrom durch die Fahrleitung, das war's. Grund war die bessere Übertragung von Wechselstrom im Überlandabschnitt. Der Strom musste nur von 10.000 V auf Fahrdrahtspannung umgewandelt werden, mittels mehrerer Transformatoren entlang der Strecke. Man sparte sich die (damals noch mechanischen) Umformer, Gleichrichter waren noch nicht verfügbar. Die Straßenbahnnetze in Wien und Baden fuhren mit Gleichstrom und waren bereits vorhanden, daher die zwei Stromsysteme.

MK

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Re: WLB - Badner Bahn - Historisches
« Antwort #374 am: Heute um 17:56:20 »
Zweisystemfahrzeug ist übertrieben. Die hatten Reihenschlussmotoren, welche sowohl mit Wechselstrom als auch mit Gleichstrom betrieben werden konnten.

Allerdings wohl die ersten Serienfahrzeuge, die einen solchen Motor hatten.
o_O