Autor Thema: Ideen für Transdanubien  (Gelesen 27267 mal)

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Schienenfreak

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Re: Ideen für Transdanubien
« Antwort #15 am: 13. April 2014, 20:47:19 »
Nichts für ungut, aber so gehirngewaschen würd ich auch gern sein, dann hätte ich weniger Sorgen :)
No comment! >:(
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darkweasel

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Re: Ideen für Transdanubien
« Antwort #16 am: 13. April 2014, 20:52:48 »
Diverse Kleingartensiedlungen!  >:D Aber so ein Cable-Liner wäre noch sinnloser, da reicht auf der Relation zu Fuß gehen oder der 94A.  ;)
Wer weiß, vielleicht klotzt ja mal irgendein Milliadär sein privates G3 gegenüber von der HTL hin (aktuell ist dort ja nur eine Grube).  :))
Irgendeine Möglichkeit, direkt vom Stationsgebäude zur Deinleingasse zu kommen, wäre meines Erachtens angesichts der HTL sinnvoll. Das kann auch einfach eine Fußgängerbrücke sein. Der derzeitige Fußweg ist etwas lang und der 94A kommt halt nur hin und wieder daher und ich war zwar nie in der HTL dort, kann mir aber vorstellen, wie der zu Schulbeginn und Schulschluss gefüllt sein muss.

Drei Straßenbahnlinien und eine U-Bahnlinie in der Seestadt findet ihr nicht ein bisserl weit übertrieben, detto zwei Linien Richtung östliche Stadtgrenze? ::) ::) ::)
Ich sagte bereits oben, dass ich mir nicht sicher bin, ob die Esslinger und Groß-Enzersdorfer eine Straßenbahnverbindung nach Kagran U brauchen - wenn man sie dazu bringt, über die Seestadt zu fahren, kann man diese sicher mehr zu einem lokalen Zentrum machen (was ja politisch prinzipiell gewollt ist und auch sinnvoller ist, als wenn die Geschäfte dort höchstens von den dort ansässigen Leuten genutzt werden), als wenn das Donauzentrum weiterhin die nächste vernünftige Einkaufsmöglichkeit ist. An der Groß-Enzersdorfer Straße ist ja nicht wirklich etwas, das eine Straßenbahn rechtfertigen würde.

Ad "zwei Linien" sagt ja niemand, in welchem Intervall die fahren - Linien zu zählen, finde ich nicht wahnsinnig sinnvoll.

Schienenfreak

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Re: Ideen für Transdanubien
« Antwort #17 am: 13. April 2014, 20:57:14 »
Ich kann mir, zur Zeit, nicht vorstellen, dass die Seestadt einmal so aussehen wird, wie annähernd geplant. Kann auch sein, dass es eine unvollendete wird, wenn zwischenzeitlich die Baufirmen in Konkurs wiedermal gehen.
Ich schon. Diesbezüglich bin ich jedenfalls zuversichtlich. :)
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Linie 41

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Re: Ideen für Transdanubien
« Antwort #18 am: 13. April 2014, 21:42:24 »
Nichts für ungut, aber so gehirngewaschen würd ich auch gern sein, dann hätte ich weniger Sorgen :)
Ich glaube da hapert's eher beim Ausgangsmaterial als beim Waschgang...

Ad "zwei Linien" sagt ja niemand, in welchem Intervall die fahren - Linien zu zählen, finde ich nicht wahnsinnig sinnvoll.
Wenn das Intervall dann bei 10 Minuten liegt, reicht ein Bus auch. ;)
Ich verstehe das Konzept dahinter nicht und bin generell dagegen.

haidi

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Re: Ideen für Transdanubien
« Antwort #19 am: 13. April 2014, 22:26:58 »
Eines ist sicher. Du kannst kein funktionierendes Viertel aus dem Boden stampfen - funktionierend im Sinne von Wohnungen, Geschäfte, Gewerbe, Büros etc. So etwas muss mit dem Bedarf wachsen.
Dann hat du in Neubaugebieten noch das Problem, dass die Mieten und Betriebskosten für Geschäftsräume, Gewerberäume etc. meist sehr hoch sind, was erst verdient werden muss.
Die Bewohner werden dort bestenfalls ihre täglichen Lebensmitteleinkäufe dort erledigen (falls es dort einen Hofer und einen Merkur geben wird), für den Rest werden sie "nach außerhalb" fahren - und mit was? Da kannst ihnen noch so viele Ubahnen und Straßenbahnen hinstellen, sie werden mit dem Auto fahren.
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hema

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Re: Ideen für Transdanubien
« Antwort #20 am: 13. April 2014, 22:27:19 »
Ich kann mir, zur Zeit, nicht vorstellen, dass die Seestadt einmal so aussehen wird, wie annähernd geplant.
Sie wird genau so eine Stadtrandsiedlung wie etwa die größenordnungsmäßig vergleichbaren "Städte" Großfeldsiedlung oder der PAHO.  ;)
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Re: Ideen für Transdanubien
« Antwort #21 am: 13. April 2014, 22:32:16 »
Sie wird genau so eine Stadtrandsiedlung wie etwa die größenordnungsmäßig vergleichbaren "Städte" Großfeldsiedlung oder der PAHO.  ;)
Die auch mit einer U-Bahn und lange sogar völlig ausreichend mit einer Straßenbahn versorgt sind/waren. Das ganze Tamtam um die Seestadt ist nichts anderes als rote Propaganda.
Ich verstehe das Konzept dahinter nicht und bin generell dagegen.

Schienenfreak

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Re: Ideen für Transdanubien
« Antwort #22 am: 14. April 2014, 12:49:11 »
Die Bewohner werden dort bestenfalls ihre täglichen Lebensmitteleinkäufe dort erledigen (falls es dort einen Hofer und einen Merkur geben wird), für den Rest werden sie "nach außerhalb" fahren - und mit was? Da kannst ihnen noch so viele Ubahnen und Straßenbahnen hinstellen, sie werden mit dem Auto fahren.
Bei den derzeitigen (Erhaltungs-) Kosten eines Autos glaube ich aber, dass bei guter Verbindung sich viele überlegen werden, auf Öffis umzusteigen...
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haidi

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Re: Ideen für Transdanubien
« Antwort #23 am: 14. April 2014, 13:07:45 »
Die Bewohner werden dort bestenfalls ihre täglichen Lebensmitteleinkäufe dort erledigen (falls es dort einen Hofer und einen Merkur geben wird), für den Rest werden sie "nach außerhalb" fahren - und mit was? Da kannst ihnen noch so viele Ubahnen und Straßenbahnen hinstellen, sie werden mit dem Auto fahren.
Bei den derzeitigen (Erhaltungs-) Kosten eines Autos glaube ich aber, dass bei guter Verbindung sich viele überlegen werden, auf Öffis umzusteigen...
So lange die Bank genug Geld hat, kann man sich ein Auto leisten :)
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felix1210

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Re: Ideen für Transdanubien
« Antwort #24 am: 14. April 2014, 13:19:05 »
Zumindest ein Auto pro Haushalt 'muss' man sich leisten wenn man halbwegs komfortabel leben möchte. Man kann natürlich seinen Wocheneinkauf mit drei Leuten in der Bim heimführen, ich möchte mein Wochenende aber nicht so verbringen.

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Re: Ideen für Transdanubien
« Antwort #25 am: 14. April 2014, 13:58:23 »
Drei Straßenbahnlinien und eine U-Bahnlinie in der Seestadt findet ihr nicht ein bisserl weit übertrieben, detto zwei Linien Richtung östliche Stadtgrenze? ::) ::) ::)

Ich halte eher die U-Bahn-Linie für übertrieben :-) S-Bahn hätte als Schnellverbindung über die Donau locker gereicht...

Die zwei Linien über die Stadtgrenzen sehe ich auch mit entsprechendem Intervall, z.B. je 10 Minuten. Innerhalb der Stadtgrenze werden sie dann ja vom 25er bzw. 26er überlagert, sodass sich wieder ein attraktiver Takt ergibt. Aber genau die umsteigefreien Verbindungen in verschiedene Richtungen sähe ich als Hauptvorteil des Straßenbahnnetzes: für einen Eßlinger, der zur U1 oder U2 will, ist es letztlich recht egal ob er mit dem 17er oder dem 27er fährt - aber wenn er ein bestimmtes Ziel im Bezirk hat kann er dort direkt hinfahren (und ist ohne Umsteigen auch auch bei 10-Minuten-Takt auf dieser Verbindung nicht länger unterwegs).

Dieses Denken in vermaschten Netzen ist in Wien halt leider nicht besonders ausgeprägt. Da gibts dann halt einen überlasteten 43er der parallel zu einem mageren 44er fährt, weil halt hauptsächlich in Achsen gedacht wird.



Ad "zwei Linien" sagt ja niemand, in welchem Intervall die fahren - Linien zu zählen, finde ich nicht wahnsinnig sinnvoll.
Wenn das Intervall dann bei 10 Minuten liegt, reicht ein Bus auch. ;)

Genau das meine ich. :)

In Eßling - Großenzersdorf gibts dann eh ein vernünftiges Intervall, weil sich dort ja auch wieder zwei Linien überlagern (ok, man muss den WiLi halt noch irgendwie beibringen nicht immer im Konvoi zu fahren, aber falls so ein Straßenbahnnetz je irgendwann kommt dann würden wir das auch noch irgendwie hinkriegen). Der 26A ist ja genau deshalb voll, weil er die einzige vernünftige Verbindung nach Großenzersdorf ist, wo man nicht 1-2x umsteigen muss.
Liebe Fahrgäste: Der Zug ist abgefahren.

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Re: Ideen für Transdanubien
« Antwort #26 am: 14. April 2014, 14:23:56 »
Dieses Denken in vermaschten Netzen ist in Wien halt leider nicht besonders ausgeprägt. Da gibts dann halt einen überlasteten 43er der parallel zu einem mageren 44er fährt, weil halt hauptsächlich in Achsen gedacht wird.

Dann schau Dir einmal die Fahrgastzahlen an und rede dann nochmals von einem mageren 44er, der unverständlicherweise mit A(x) betrieben wird.

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Re: Ideen für Transdanubien
« Antwort #27 am: 14. April 2014, 14:45:41 »

Ich halte eher die U-Bahn-Linie für übertrieben :-) S-Bahn hätte als Schnellverbindung über die Donau locker gereicht...

Wenn du die bestehende S80 meinst, hat die nur einen gravierenden Nachteil: Sie ist keine Schnellverbindung ins Zentrum sondern fährt sehr grosszügig um das selbe herum. Damit ist sie nur bedingt nützlich, wenn man ins Zentrum oder in den Westen von Wien will. Dass auf der Donaustadtbrücke Schienen liegen ist schon sinnvoll, ob es allerdings U-Bahn Schienen sein mussten ... grad da wäre vielleicht eine S-Bahn verbindung Richtung Praterstern und/oder Landstrasse (Stammstrecke) sinnvoller gewesen.

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Re: Ideen für Transdanubien
« Antwort #28 am: 14. April 2014, 15:15:09 »
Zumindest ein Auto pro Haushalt 'muss' man sich leisten wenn man halbwegs komfortabel leben möchte. Man kann natürlich seinen Wocheneinkauf mit drei Leuten in der Bim heimführen, ich möchte mein Wochenende aber nicht so verbringen.
Wenn man sich die Statistiken anschaut, dass in Wien immer mehr Haushalte Singlehaushalte oder ohne Kinder sind, dann relativiert sich dieses "Auto haben müssen" schon sehr stark. Wenn ich z.B. nur für mich alleine einkaufen muss, ist ein Auto wirklich nicht notwendig. Für eine 5-köpfige Familie ist es natürlich ohne Auto unbequem.

13er

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Re: Ideen für Transdanubien
« Antwort #29 am: 14. April 2014, 15:33:09 »
Ohne Auto muss man einfach etwas anders denken, dann wird aus dem Wocheneinkauf eben der 3-Tages-Einkauf oder so ähnlich :)

Natürlich klappt das nicht so gut, wenn man am Stadtrand oder gar in NÖ wohnt, aber im normalen Stadtbereich braucht man auch für eine Familie kein Auto zum Einkaufen. Bequemer ist es zweifellos, aber notwendig nicht.
Mit uns kommst du sicher... zu spät.