Autor Thema: [FR] Dijon  (Gelesen 3546 mal)

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Wattman

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[FR] Dijon
« am: 22. Juni 2014, 18:13:01 »
Zwischen 1930 und 1961 wurde das erste (meterspurige) Straßenbahnnetz in Dijon eingestellt.
Die Renaissance der Straßenbahn begann in Dijon am 2. September 2012 mit der Eröffnung der Linie 1.
Noch am 8. Dezember desselben Jahres ging auch die Linie 2 in Betrieb.
Das Netz besteht im Prinzip aus 3 Außenradien, welche sich im Stadtzentrum überlappen und 2 Linien befahren werden:
Linie 1 ... Bhf. Dijon -  Quetigny
Linie 2 ... Chenôve - Valmy

Gefahren wird mit 33 Citadis 302, welche gemeinsam mit den Fahrzeugen für die Straßenbahn Brest bestellt wurden.
Die etwas eigenwillige Lackierung der Straßenbahnen entspricht jener der Busse.

Der Berichterstatter bereiste diesen Betrieb am 27.05.2014, somit entstanden alle Bilder an diesem Tag.

TW 1014 am Endpunkt der Linie 1 in  Quetigny:

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TW 1024 am Endpunkt der Linie 1 in  Valmy:

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Schöne Motive ergeben sich am Place de la République, welcher aus 3 Richtungen von den Straßenbahnen angefahren wird;
hier mit den TW 1017, 1014, 1029 und 1015:

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Die Taktfrequenz der Displays ermöglicht keine längeren Belichtungszeiten als 1/60s, will man die Zielanzeigen lesbar abbilden.
Bei höheren Winkelgeschwindigkeiten (Zug mehr von der Seite) wird selbst dann noch der Schriftzug "verzogen". :-\

TW 1024 in der Endstelle Chenôve der Linie 2:

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TW 1020 überquert den Canal de Bourgogne:

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Kein Bild nach Wiener Schule, aber das Motiv hat was, finde ich. ;)

TW 1029 in der Hst. Foch-Gare:

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Zum Abschied kam auch noch die Sonne -
TW 1030 verlässt gerade die Hst. Foch-Gare
und schwenkt dann gleich auf eines der beiden Wendegleise am Bahnhof:

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–––––––––––––––––––––––––––––––––––––––
Somit ist von meiner letzten Reise nur mehr der Bericht über Grenoble ausständig,
welchen ich hiermit für die nächste Zeit androhe. >:D

95B

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Re: [FR] Dijon
« Antwort #1 am: 22. Juni 2014, 18:44:14 »
Eine schöne Tramway – schade, dass das hier nur ein Traum bleiben wird:

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Unser E1-Spiegel passt diesem Modell so gut, dass ich ihn gar nicht wegretuschieren wollte.
Es ist nichts so fein gesponnen, es kommt doch ans Licht der Sonnen!
... brrrr, Klumpert!

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Re: [FR] Dijon
« Antwort #2 am: 18. September 2014, 21:09:25 »
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Auch mich hat es nach Dijon verschlagen. Mit einem Frühflug nach Basel/Mulhouse lässt sich ein guter "Dreisprung" organisieren, den ich zum "Frankreich-Einstieg" sehr empfehlen möchte: Ab Wien 8.15, damit kann man schon gegen 11 in Mulhouse sein und die Tramway dort "bearbeiten". Wenn man dann am Abend nach Besancon weiterfährt (Ibis-Hotel direkt am Bahnhof) und den nächsten Tag Dijon macht, gehen sich auch noch ganz kommode Stadtbesichtigungen abseits der Tramway aus - ich kenne Mulhouse allerdings schon gut, daher hab ich stattdessen Basel beschnuppert. Nun aber erst mal zu Dijon, einer wunderschönen historischen Stadt, sehr kompaktes Zentrum, bei Kulturinteresse gibt es in der Touristen-Info um 3,50 einen Führer zum "Eulen-Rundgang": Eine kleine Steineule am Dom erfüllt bei Berührung mit der linken Hand einen Lebenswunsch, nach ihr ist auch der Rundgang benannt, der mit kleinen Pfeilchen im Boden gut beschildert ist und 20 nette Stationen in einer Stunde abklappert. Zur Tramway:

Zwei Linien gibt es, drei Aussenäste - eine Endstation liegt im Stadtzentrum am Bahnhof. Mein Plan ist nicht mehr ganz akkurat, ich habe ihn noch vor der Eröffnung 2011 gezeichnet, vor allem die Situation am Bahnhof ist ungenau, aber prinzipiell stimmt er (im Norden ist aber kein Depot!).

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Am Bahnhof startet die Linie 1 nach Quetigny Centre im Norden, etwas ungeschickt ist, dass man als ortsfremder nicht weiss, dass unmittelbar nach der Vereinigung mit der Linie 2 gleich noch eine Station ist, in der man in einen weniger überfüllten Zug einsteigen könnte (die Linie 2 kommt vorm Subway von rechts rauf):

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Die nächste Station ist die Place Darcy, die ich im Artikel "Zwei Plätze" unter Viennensia schon geschildert habe:

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An der Place de la Republique teilt sich die Strecke, die Linie nach Quetigny Centre berührt ein Konferenzzentrum ("Auditorium") und durchquert den großen Unicampus, bevor sie nach dem Olympiabad die Endstation erreicht. Quetigny ist eine eigenständige Gemeinde, landwirtschaftlich genutzte Flächen trennen sie von Dijon.

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Der andere Ast geht nach Norden in ein Stadtentwicklungsgebiet, teilweise sind dort noch Brachflächen. An der Endstation Valmy dann ein großer P+R-Platz. Die Station "Zenith" bedient eine Veranstaltunshalle, dort gibt es sogar ein drittes (Stumpf-) Gleis für Einlagezüge. Immer wieder schön zu sehen, wie großzügig die Straßen nach dem Umbau aussehen - Parkplätze verschwinden meist, das schafft Platz!

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Ein Bild noch von der Station "Auditorium", den Südast behandle ich im nächsten Teil.

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Re: [FR] Dijon
« Antwort #3 am: 18. September 2014, 21:29:14 »
Nun in Richtung Süden. Eine größere Kreuzung ist "1er Mai", dort ist ein nettes Hafenbecken und der "Canal de Bourgogne". Im Hintergrund des ersten Bildes ist das Stadtzentrum mit einer der großen Kirchen zu sehen. Für das Bild der Kanalüberquerung musste ich einen fetten Trafokasten wegretuschieren, aber die Kombination mit dem pinkfarbenen Boot gefiel mir einfach. Danach geht es recht geradlinig entlang einer Ausfallstraße; dort ist auch die Abzweigung zum Depot, das leider unfotogen ist. Auch das Titelbild des Einleitungspostings mit dem Ortsschild ist dort aufgenommen.

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Le Mail ist die letze Station vor Chenove Centre, einer Neubausiedlung. Gut zu sehen, wie das grüne Band der Tramway die Plattenbausiedlung aufwertet (ein französischer 26er...)

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Sonstiges: Im Aussenbereich gibt es Radboxen, die mit der Netzkarte zu betreten sind. Die Fahrzeuge selbst wurde zusammen mit Brest angeschafft, um Kosten zu sparen; die Citadis sind unauffällig, kleiner Gag: Im Wagen gibt es ein schwer zu fotografierendes pinkfarbenes LED-Lichtband, das in den Haltestellen weiss wird (auf dem Bild nicht zu sehen, da gerade weiss ;) ).

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Die Inneneinrichtung ist asymmetrisch, wozu der Schrank auf der einsitzigen Seite dient ist mir unklar, andere Citadis haben den nicht. Der runde Tisch ist ein Designer-Schmankerl, aber eher unpraktisch für die Knie. Man hätte breitere Wagen nehmen sollen, dann wären sich 2+2 Sitze gut ausgegangen; ansonsten wären "Big-Mama-Sitze" (die 1 1/2-fachen, wie in unseren Bussen) besser gewesen als die sinnlose Ablagefläche.

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Zu letzt noch die Fahrgastinfo: ein großer Bildschirm, sowas ginge bei uns in Wien sicher überhaupt nie nicht! (keine Ahnung, warum, aber geht halt nicht.)
Harald A. Jahn, www.tramway.at

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Wattman

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Re: [FR] Dijon
« Antwort #4 am: 01. Oktober 2014, 18:26:30 »
Dein Fotostil ist erfrischend unkonventionell und das Wetter war bei Dir auch besser als bei mir. :)

nord22

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Re: [FR] Dijon
« Antwort #5 am: 09. Oktober 2017, 19:45:37 »
* 1961 war die Straßenbahn in Dijon noch nicht so farbenfroh lackiert (Foto: Jean-Henri-Manara).
* Das Depot bei der Côte-d'Or 1953 (Postkartenmotiv, Collection A. Artur)
* TW 47 + BW + BW, Place Wilson - 14.Juni 1955 (Foto: J. Bazin)
* TW 42 - 44, Place de la République, ca. 1955 - 1960
* Ein Netzplan von 1940; das Netz dürfte dichter als das heutige Streckennetz gewesen sein.

nord22

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Re: [FR] Dijon
« Antwort #6 am: 10. Oktober 2017, 07:59:04 »
TW 33 + BW, Linie 5 in einer Ausweiche in der Avenue de Stalingrad, um 1955

LG nord22