Autor Thema: Kameras für den ULF  (Gelesen 122390 mal)

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13er

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Re: Kameras für den ULF
« Antwort #45 am: 05. Dezember 2014, 12:22:16 »
Kameras wären schon bewilligt worden, allerdings nicht als Ersatz der Außenspiegel
Und wieso haben die Wiener Linien dann den Rückspiegel vom B1 771 entfernt?
Ich habe ja geschrieben, es war einmal so. Jetzt geht es aus irgendeinem Grund.
Mit uns kommst du sicher... zu spät.

Elin Lohner

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Re: Kameras für den ULF
« Antwort #46 am: 05. Dezember 2014, 12:24:35 »
Kameras wären schon bewilligt worden, allerdings nicht als Ersatz der Außenspiegel
Und wieso haben die Wiener Linien dann den Rückspiegel vom B1 771 entfernt?
Ich habe ja geschrieben, es war einmal so. Jetzt geht es aus irgendeinem Grund.
Seit wann ist das so? ???
Ich bin der Meinung, dass man eine neue Remise am Gelände des ehemaligen Nordwestbahnhofes bauen, und dann die bestehende Remise Brigittenau dem VEF/WTM übergeben sollte.

Hubi

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Re: Kameras für den ULF
« Antwort #47 am: 05. Dezember 2014, 12:57:48 »
Zitat
Seit wann ist das so?

Die Behörde hat vorige Woche eine Ausnahmegenehmigung für den Umbau von 5 Zügen erteilt, Quasi als Vorleistung für die neue Type!

60er

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Re: Kameras für den ULF
« Antwort #48 am: 05. Dezember 2014, 13:06:46 »
Welcher Hublift?  ???
Wenn dann die ausfahrbare Rampe, die aber mittlerweile doch weitestgehend auf KletterKlapprampen umgebaut worden sein sollte?
In den meisten Betrieben außerhalb Wiens sind automatische Hublifte oder Rampen verbaut und keine manuellen Klapprampen. Und deswegen hat eben die Tür 1 standardmäßig eine eigene Kamera.

Ich hoffe, dass man bei den Flexities auch etwas Automatisches einbaut und keine Klapprampen wie beim ULF.

hema

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Re: Kameras für den ULF
« Antwort #49 am: 05. Dezember 2014, 13:36:03 »
. . . . automatische Hublifte oder Rampen verbaut und keine manuellen Klapprampen.
Und was, glaubst du, geht rascher, hat weniger (bis keine) Störungen und ist zudem noch wesentlich billiger?
Niemand ist gezwungen meine Meinung zu teilen!

moszkva tér

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Re: Kameras für den ULF
« Antwort #50 am: 05. Dezember 2014, 13:47:52 »
. . . . automatische Hublifte oder Rampen verbaut und keine manuellen Klapprampen.
Und was, glaubst du, geht rascher, hat weniger (bis keine) Störungen und ist zudem noch wesentlich billiger?
...und nimmt im Innenraum weniger bis gar keinen Platz weg?


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Re: Kameras für den ULF
« Antwort #51 am: 05. Dezember 2014, 14:19:17 »
Welcher Hublift?  ???
Wenn dann die ausfahrbare Rampe, die aber mittlerweile doch weitestgehend auf KletterKlapprampen umgebaut worden sein sollte?
In den meisten Betrieben außerhalb Wiens sind automatische Hublifte oder Rampen verbaut und keine manuellen Klapprampen. Und deswegen hat eben die Tür 1 standardmäßig eine eigene Kamera.

In den wirklich meisten Betrieben ausserhalb Wiens sind die Wagen so konstruiert, dass es zwischen Türen und Bahnsteig keinen Spalt gibt, und schon garnicht sind die Rollstuhlplätze dort, wo der Spalt am größten ist! Es kann doch nicht Aufgabe des Fahrers sein, im Normalbetrieb irgendwelche Klapperatismen auszufahren, um Fußmaroden reinzuhelfen!
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hema

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Re: Kameras für den ULF
« Antwort #52 am: 05. Dezember 2014, 14:37:56 »
Es kann doch nicht Aufgabe des Fahrers sein, im Normalbetrieb irgendwelche Klapperatismen auszufahren, um Fußmaroden reinzuhelfen!
Was glaubt du, wie oft das vorkommt?  Es gibt (selten) Tage, da muss so ein armer Fahrer zwei oder drei Mal die Rampe bedienen, dafür aber dann wieder wochenlang gar nicht. Also, ich würde sagen, man kommt auf einen Schnitt von einmal alle zwei bis drei Wochen!


Liegt auch daran, dass die Benützer mechanischer Rollstühle fast alle nicht bei der Tür 1 reinfahren, was auch etliche mit ihren Elektro-Rollis machen, wenn es nicht allzu voluminöse Gefährte sind. 
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Re: Kameras für den ULF
« Antwort #53 am: 05. Dezember 2014, 14:47:33 »
Meine häufigsten Bedienungen dieser Klapprampe, sind am 46er und da am Ring.
"Grüß Gott"

Ich fühle mich nicht zu dem Glauben verpflichtet, dass derselbe Gott, der uns mit Sinnen, Vernunft und Verstand ausgestattet hat, von uns verlangt, dieselben nicht zu benutzen. Dieter Nuhr

hema

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Re: Kameras für den ULF
« Antwort #54 am: 05. Dezember 2014, 15:09:18 »
. . . .  sind am 46er . . . .
Wobei der eine Blade, der immer nur eine Station fährt, eigentlich gar nicht mitfahren dürfte. Sein riesen Gerät plus sein Körper wiegen wohl an die fünfhundert  Kilo!  :o


Rampe und ULF-Boden schlagen da Wellen vor Freude!  8)
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fastpage

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Re: Kameras für den ULF
« Antwort #55 am: 05. Dezember 2014, 15:35:54 »
Kameragehäuse kann man genau so heizen wie Spiegel, wenn der Schneefall dicht ist, hast bei beiden dann schlechtere Sicht.
Meine Meinung: pro 2 Türen 1 Kamera (sollte sich auch in Gleisbögen ausgehen und steht der Zug in einer linkskurve hat der Fahrer mit Spiegel auch keine Sicht auf die Türen.
Auf einem 20" Monitor kann man durchaus 4 10"-Bilder unterbringen und ein Monitor mit 50 cm Diagonale sollte sich in der Fahrerkabine verstecken lassen.

Bei den 4024/4124 der ÖBB sind pro Fst  jeweils links und rechts eine Kamera, schauen vom Gehäuse her gleich aus wie die Prototypen am Ulf. Der Talent ist knapp 70m und man sieht tadellos den Zug komplett auch bei Nacht. (Bei Türfreigabe wechselt der Bildschirm in den Mosaikmodus und zeigt alle Kameras der freigegebenen Seite.)
Regen/Schnee stellt kein Problem dar, da beheizt.
Somit wird für die Straßenbahn bei halber Länge eine Kamera ausreichen.

60er

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Re: Kameras für den ULF
« Antwort #56 am: 05. Dezember 2014, 16:04:43 »
Und was, glaubst du, geht rascher, hat weniger (bis keine) Störungen und ist zudem noch wesentlich billiger?
In Barcelona hab ich das selber in einem Autobus erlebt, als jemand mit einem schweren elektrischen Rollstuhl in den Bus wollte. Man drückt auf einen speziellen Rollstuhlknopf und die Rampe fährt mit lauten Piepsgeräuschen vollautomatisch aus. Das dauert vielleicht 10 Sekunden, und damit sicher nicht länger, als wenn der Fahrer aufsteht, das Staberl mit dem Metallhakerl nimmt und die dreckige, meist grindig verstaubte Platte aus- und wieder einklappt.

In den USA (Stadtverkehr San Francisco) hab ich sogar Hochflurbusse (!!!) mit Hubhilfen erlebt. Das geht auch dort vollautomatisch in wenigen Sekunden, der Fahrer braucht seinen Platz niemals zu verlassen.

Zeitgemäß sind mechanische Klapprampen in der heutigen Zeit sicherlich nicht mehr.

13er

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Re: Kameras für den ULF
« Antwort #57 am: 05. Dezember 2014, 16:18:09 »
Und was, glaubst du, geht rascher, hat weniger (bis keine) Störungen und ist zudem noch wesentlich billiger?
In Barcelona hab ich das selber in einem Autobus erlebt, als jemand mit einem schweren elektrischen Rollstuhl in den Bus wollte. Man drückt auf einen speziellen Rollstuhlknopf und die Rampe fährt mit lauten Piepsgeräuschen vollautomatisch aus. Das dauert vielleicht 10 Sekunden, und damit sicher nicht länger, als wenn der Fahrer aufsteht, das Staberl mit dem Metallhakerl nimmt und die dreckige, meist grindig verstaubte Platte aus- und wieder einklappt.
In Bremen dasselbe ;)

hema hat hier leider einen Zirkelschluss: Natürlich sieht man wenige Rollstuhlfahrer in der Tramway, eben weil es so kompliziert ist (und die Wagenverteilung regelmäßig unter aller :luck: ). Wäre es eine so einfache Sache, dass es in 10 Sekunden erledigt wäre, würden auch mehr Behinderte damit fahren.

Sonst könnte man ja gleich sagen, wozu überhaupt Niederflur, früher sind auch nie Kinderwagerln oder Rollstühle in der Tramway gewesen - also ist ohnehin kein Bedarf da! ;)
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Re: Kameras für den ULF
« Antwort #58 am: 05. Dezember 2014, 16:45:06 »
Müssten die Fahrer nicht eigentlich eine PSA in Form von Handschuhen bekommen, um die Klapprampe zu bedienen? ???

Dass diese manuelle Bedienung - abgesehen von der Einrichtung des Rollstuhlplatzes an der ungeeignetsten Stelle im Fahrzeug - im Bezug auf echte Selbständigkeit ein Schlag ins Gesicht der Rollstuhlfahrer ist, muss ja hoffentlich nicht extra erwähnt werden.

Ich fürchte aber, hier wird auch der Flexity nicht viel helfen können, weil man sicher eine Ausrede finden wird, warum bei uns so enge Bahnsteigspalte nicht funktionieren können.
"das korrupteste Nest auf dem weiten Erdenrund"
Mark Twain über die Wienerstadt.

HLS

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Re: Kameras für den ULF
« Antwort #59 am: 05. Dezember 2014, 16:52:46 »
Jeder Fahrer sollte Handschuhe erhalten haben, ob er sie benutzt, obliegt aber ihm.
"Grüß Gott"

Ich fühle mich nicht zu dem Glauben verpflichtet, dass derselbe Gott, der uns mit Sinnen, Vernunft und Verstand ausgestattet hat, von uns verlangt, dieselben nicht zu benutzen. Dieter Nuhr