Autor Thema: Schnellbahnlinien in Durchsagen  (Gelesen 5774 mal)

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Klingelfee

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Re: Schnellbahnlinien in Durchsagen
« Antwort #45 am: 15. Juni 2019, 10:13:12 »
Da bist du eine hochlöbliche Ausnahme, ein Dankeschön dafür. In den meisten Fällen käme die Ausrede "Den/Die habe ich nicht gesehen". Es werden ja nicht einmal die Fahrgäste die mit dem Fahrrad oder anderem großen Dingen einsteigen gesehen, siehe viele Berichte im Forum oder in den Medien.

Wieso stellst du schon wieder eine ganze Berufgruppe so hin. Ich kann aus eigener Wahrnehmung deine Aussage nicht bestätigen. Klar, es gibt wie in jeden Beruf Mitarbeiter, denen alles Egal ist. Aber die meisten machen sehr wohl Durchsagen bei sehbehinderten Personen. Und oft genug stelle ich auch fest, dass Radfahrer wieder hinauskomplimentiert werden.

Und zu großen Gegenständen, dass musst du differenzieren. Denn die Maximalgröße von Gegenständen ist nicht definiert. Und wenn Fahrgäste einen Kasten ohne Probleme einladen können, dann dürfen sie diesen auch mitnehmen. Einzig Gegenstände, die gefährliche Stoffe enthalten (Gasflaschen, unverpackte Spiegel, spitze Gegenstände, etc sind von der Beförderung ausgeschlossen. Und ob ein Hund einen Beißkorb trägt, ist ab der 2. Türe auch nicht immer zu erkennen.
Bitte meine Kommentare nicht immer als Ausrede für die WL ansehen

Helga06

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Re: Schnellbahnlinien in Durchsagen
« Antwort #46 am: 15. Juni 2019, 11:25:52 »
Sorry, das wollte ich nicht, ist sicher falsch formuliert.

60er

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Re: Schnellbahnlinien in Durchsagen
« Antwort #47 am: 15. Juni 2019, 11:57:27 »
Sorry, das wollte ich nicht, ist sicher falsch formuliert.
Man muss teilweise die Fahrer auch in Schutz nehmen, wenn sie Fehlverhalten von Fahrgästen übersehen. In der Schleife Schottentor ist es z.B. für den Fahrer unmöglich zu sehen, wenn jemand mit einem Fahrrad bei der letzten Tür einsteigt. Vor einiger Zeit sah ich ein paar junge Leute, die eine kleine Ikea-Couch mit dem 5er transportiert haben. Laut Tarifbestimmungen sicher nicht erlaubt, aber es war Abend, der Zug war recht leer und es wurde niemand gestört oder gefährdet.

denond

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Re: Schnellbahnlinien in Durchsagen
« Antwort #48 am: 15. Juni 2019, 12:33:11 »
...für den Fahrer unmöglich zu sehen, wenn jemand mit einem Fahrrad bei der letzten Tür einsteigt. Vor einiger Zeit sah ich ein paar junge Leute, die eine kleine Ikea-Couch mit dem 5er transportiert haben. Laut Tarifbestimmungen sicher nicht erlaubt, aber es war Abend, der Zug war recht leer und es wurde niemand gestört oder gefährdet.

Und jetzt ist die Frage: Wo und wie zieht man die Grenze?

Wenn es kein Stopp oder, keine Grenzsetzung mehr gibt/erfolgt, man tun und machen kann, was man will, wie es auch @ Klingelfee mit dem Einlad eines Kastens schildert, dann brauche ich eigentlich auch keine Beförderungsbestimmungen, keine Sicherheitsbestimmungen, keine Tarifbestimmungen, keinen Fahrplan mehr. Dann erfolgt halt der Betrieb nach irgendwann, irgendwie, irgendwas und nach irgendwo.

Wer ist in einem Ereignisfall dann der Verantwortliche? Ob da dann eine Ausrede: "...der Zug war recht leer und es wurde niemand gestört oder gefährdet" ausreicht?

J-C

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Re: Schnellbahnlinien in Durchsagen
« Antwort #49 am: 15. Juni 2019, 13:08:03 »
Allein, die Beförderungsbedingungen wurden seitens der Mitarbeiter bei der Couch nicht verletzt.

Quelle (pdf) Abschnitt I, Punkt 1

Zitat
Gegenstände, die Sie während der Fahrt in unseren Fahrzeugen ohne Behinderung, Belästigung oder Gefährdung der anderen Fahrgäste auf Ihrem Schoß oder in Ihrer Hand halten können, gelten als Handgepäck (zB zusammengeklappte Scooter oder Klappräder, Einkaufstrolleys udgl). Diese Gegen- stände können Sie kostenlos in unseren Fahrzeugen und Anlagen mitnehmen. Es liegt im Ermessen unserer Mitarbeiterinnen  und Mitarbeiter, Sie von der Fahrt auszuschließen, wenn die oben genannten Voraussetzun- gen nicht gegeben sind. In diesen Fällen wird der Fahrpreis nicht erstattet und es kann eine Verpflich- tung zum Schadenersatz für Sie entstehen.
Also alles tip top.

Helga06

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Re: Schnellbahnlinien in Durchsagen
« Antwort #50 am: 15. Juni 2019, 15:37:48 »
Die Bestimmungen habe ich jetzt nicht bei der Hand, aber ich glaube gelesen zu haben, dass das Mitnehmen von Fahrrädern in der Straßenbahn dezidiert verboten ist. Ist es aber erlaubt wenn niemand gefährdet wird und genug Platz ist? Wie ist das jetzt liebe Klingelfee?

HLS

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Re: Schnellbahnlinien in Durchsagen
« Antwort #51 am: 15. Juni 2019, 16:21:29 »
Die Bestimmungen habe ich jetzt nicht bei der Hand, aber ich glaube gelesen zu haben, dass das Mitnehmen von Fahrrädern in der Straßenbahn dezidiert verboten ist. Ist es aber erlaubt wenn niemand gefährdet wird und genug Platz ist? Wie ist das jetzt liebe Klingelfee?
Fahrräder sind in Bus & Bim verboten und in der U-Bahn nur teilweise erlaubt.
Einzig Klappfahrräder dürfen transportiert werden(zusammengeklappt was sinngemäß auch für die ganzen Roller gilt).
"Grüß Gott"

Ich fühle mich nicht zu dem Glauben verpflichtet, dass derselbe Gott, der uns mit Sinnen, Vernunft und Verstand ausgestattet hat, von uns verlangt, dieselben nicht zu benutzen. Dieter Nuhr

Helga06

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Re: Schnellbahnlinien in Durchsagen
« Antwort #52 am: 15. Juni 2019, 17:33:37 »
Klingelfee hat mir den Vorwurf gemacht, dass ich den ganzen Berufsstand in Misskredit bringe. Immer wieder kann man beobachten, dass Personen mit Fahrrädern oder nicht geklappten Rollern einsteigen. Einen Roller kann man übersehen, wenn aber wer mit einem Fahrrad bei der Haltestelle steht, dann sollte für den Fahrer höchste Aufmerksamkeit sein. Vor Weihnachten war hier im Forum ein Bild zu sehe wie zwei Fahrgäste einen sehr großen Christbaum in einen Ulf transportierten. Wie man so etwas übersehen kann als Fahrer, das ist die Frage.

Klingelfee

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Re: Schnellbahnlinien in Durchsagen
« Antwort #53 am: 15. Juni 2019, 17:50:00 »
Klingelfee hat mir den Vorwurf gemacht, dass ich den ganzen Berufsstand in Misskredit bringe. Immer wieder kann man beobachten, dass Personen mit Fahrrädern oder nicht geklappten Rollern einsteigen. Einen Roller kann man übersehen, wenn aber wer mit einem Fahrrad bei der Haltestelle steht, dann sollte für den Fahrer höchste Aufmerksamkeit sein. Vor Weihnachten war hier im Forum ein Bild zu sehe wie zwei Fahrgäste einen sehr großen Christbaum in einen Ulf transportierten. Wie man so etwas übersehen kann als Fahrer, das ist die Frage.

Du kannst zwar den Radfahrer oder die Personen mit einem großen Baum in der Haltestelle sehen, aber oft genug siehst Du dann während des Fahrgast Wechsel nicht, ob sie wirklich einsteigen.

Und wenn Dich als Fähre niemand darauf aufmerksam macht, dann kriegst Du Du es auch nicht mit..

Und das sage ich auch zum Vorwurf von Denond. Oft genug kriegt man einfach nicht mit, was hinten passiert. Da bräuchte man Türkameras, so wie man es im Mercedesbus hat.
Bitte meine Kommentare nicht immer als Ausrede für die WL ansehen

denond

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Re: Schnellbahnlinien in Durchsagen
« Antwort #54 am: 16. Juni 2019, 10:08:18 »
Und das sage ich auch zum Vorwurf von Denond. Oft genug kriegt man einfach nicht mit, was hinten passiert. Da bräuchte man Türkameras, so wie man es im Mercedesbus hat.

Es war kein Vorwurf, du hast ja mit deiner Schilderung über/mit dem Kasten Recht. Wo ich allerdings widersprechen will ist, daß man als Fahrer sehr wohl - wenn man daran interessiert ist - mitbekommen kann, was am Zug los ist. Wollen muß man.
Nur, es nützt wenig bis gar nichts, wenn man sich gegen nicht korrekt durchgeführte Beförderung stemmt, da man dem Kundendienst und der Verkehrskanzlei u.U. nur zusätzliche Arbeit verschafft und mit dem Problem, was man aufzeigen wollte, allein gelassen wird. Allgemeiner Tenor in einer Verkehrskanzlei bei der Einvernahme: Muaßt des unbedingt g'sehgn haum und dagegen vorgehen...

Aus diesem Grund verhalten sich ja viele Fahrer eher passiv am Fahrzeug.

Klingelfee

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Re: Schnellbahnlinien in Durchsagen
« Antwort #55 am: 16. Juni 2019, 11:16:10 »
Allgemeiner Tenor in einer Verkehrskanzelei bei der Einvernahme: Muaßt des unbedingt g'sehgn haum und dagegen vorgehen...

Aus diesem Grund verhalten sich ja viele Fahrer eher passiv am Fahrzeug.

Und zu diesem Tenor gabe es für mich nur eine Antwort.

Es gab diesbezüglich eine Fahrgastbeschwerde und daher bin gegen den Fahrgast gemäß den Beförderungsbestimmungen vorgegangen.
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HLS

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Re: Schnellbahnlinien in Durchsagen
« Antwort #56 am: 16. Juni 2019, 13:39:59 »
Und das sage ich auch zum Vorwurf von Denond. Oft genug kriegt man einfach nicht mit, was hinten passiert. Da bräuchte man Türkameras, so wie man es im Mercedesbus hat.

Es war kein Vorwurf, du hast ja mit deiner Schilderung über/mit dem Kasten Recht. Wo ich allerdings widersprechen will ist, daß man als Fahrer sehr wohl - wenn man daran interessiert ist - mitbekommen kann, was am Zug los ist. Wollen muß man.
Und da sage ich dir lieber denond, man sieht es nicht immer und glaub mir, ich habe jeden Radlfahrer gern des Zuges verwiesen (im speziellen die, die erst prepotent mehrere Straßenzüge vor der Bim herfuhren und weils plötzlich regnete mit der Bim fahren wollten) wenn ichs gesehn habe, es kam aber auch bei mir vor, dass ich gar nicht gesehn habe und erst als sie ausstiegen oder dann mit Glück im Innenspiegel.
Auch habe ich daher schon eine Diskussion mit einem sehr freundlichen ZKler geführt gehabt, der mich "maßregeln" wollte warum ich den nicht gesehn habe, dass an der Alser Straße ein Vater mit seiner Tochter und Rad eingestiegen sind.
Ich habe dem netten Herrn erklärt, dass wenn er es denn selbst gesehen hat, nicht selbst die beiden hinnausgeschmissen hat oder ob ihm dann doch die Allerwertesten in Körpermitte fehlten.
Weiters bzgl. deiner Anschuldigung mit "wollen muß mans halt". Bedenke doch auch, dass es einem Bimfahrer verboten ist, während der Fahrt ggf. mal was zu trinken und was glaubst du wird bei diesen Temperaturen passieren, wenn er nicht mal in Haltestellen was trinken würde? Bei den meisten Fahrern steht nämlich die Trinkflasche links neben dem Fahrer und wenn er diese ich aus seinem Rucksack oder sonst wo hernimmt, kann er nicht gleichzeitig rechts in den Spiegel schauen.

Und nein das sind keine Ausreden oder sonstige Erklärungsversuche aller Klingelfee oder sonstigen WL-Angehörigen sondern das waren bei mir einfach knapp 8 jahre WL-Erfahrung die ich hier wiedergeben kann.

Was ich grundsätzlich in Haltestellen übersehen habe, waren Pampasbomberbeweger,  da ich viele negative Begegnungen mit ihnen hatte und daraufhin nur mehr dann geholfen habe, wenn sie mich entsprechend höflich gebeten haben und wenn sie dann auf mich gehört haben, wie wir diesen Kinderwagen in den Zug heben. Haben sie nur einmal versucht ihren Willen durchzusetzen, habe ich den Kinderwagen nicht angefasst.

Und ja die WL respektive deren "liebe" Fahrgäste" haben mich zum Menschenhasser gemacht und weil die WL ihnen ausnahmslos Zucker in den Arsch geblasen haben und der böse Fahrer grundsätzlich das Letzte ist/war.

Wenn man mich nochmal fragen würde mich für die WL zu entscheiden, kann ich nur ein klares jein dazu sagen. Ja zum Fahren, nein zu mit Fahrgästen.

Für mich ist jetzt perfekt, wo ich nurmehr fremdverladenes Transportgut befördern darf.
"Grüß Gott"

Ich fühle mich nicht zu dem Glauben verpflichtet, dass derselbe Gott, der uns mit Sinnen, Vernunft und Verstand ausgestattet hat, von uns verlangt, dieselben nicht zu benutzen. Dieter Nuhr