Autor Thema: 4020er  (Gelesen 540457 mal)

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MK

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Re: 4020er
« Antwort #900 am: Gestern um 21:40:03 »
Warum wurde eigentlich bei den Matrixanzeigen später die Linienbezeichnung bei der Wiener S-Bahn entfernt?

Die Brosebänder hatten für die Wiener S-Bahn immer die Linien mit drauf, für alle anderen Ziele und Zuggattungen nicht. Bei den Matrixanzeigen wurde das zuerst übernommen, später ist überall nur noch das Ziel gestanden - obwohl man dann ja gar kein Broseband mehr tauschen müsste...
o_O

T1

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Re: 4020er
« Antwort #901 am: Heute um 01:22:28 »
Aktuell wird die Linienbezeichnung nicht angezeigt, weil diese nicht unabhängig vom Zugziel eingespeichert und dann im Fahrzeug je nach Zuglauf zusammengesetzt werden kann, sondern immer nur fix das Zugziel in Kombination mit einer Liniennummer "hardgecoded" werden kann. Ich nehme an, dass deswegen davon abgerückt worden ist. Und vermute, um jedes Zugziel mit jeder möglichen Liniennummer anzuzeigen wird nicht genügend Speicherplatz vorhanden sein.

haidi

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Re: 4020er
« Antwort #902 am: Heute um 07:08:37 »
Ich kann mich erinnern, wie die ET 4020 in den Siebzigern schlecht geredet wurden, etwa weil sie zu den Plattformen keine Zwischentüren hatten!
Damals hatten die Türen auch noch keine Lichtschranken. Damit es bei längeren Stationsaufenthalten nicht reinzieht, gab es innen einen Türschließknopf.
Das war ein nachträglicher Einbau, wenn ich mich richtig erinnere, erst ab den 90ern. Jedenfalls wurden sie ab ca. 1993 von Brosebändern auf Matrix-Anzeigen umgebaut.
Das mit dem Türschließknopf stimmt, die Türen wurden auf Signal des Zugführers geschlossen. Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob er da nicht einen Stift hatte, mt##it dem er an einer Türe den Schließ- und den Abfahrbefehl gab.
Microsoft is not the answer. It's the question and the answer is NO.

Cerberus2

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Re: 4020er
« Antwort #903 am: Heute um 08:14:17 »
Ja, der Zugführer hatte einen Stift. Wenn dieser Stift in die vorgesehene Öffnung hineingesteckt wurde, blieb die eine Tür unter Öffnungsdruck. Drücken auf den Stift gab ein Tonsignal im Führerstand. Einmal Drücken: Schließen. Zweimal Drücken: Abfahrt.

Der Fahrgastknopf zum Türe schließen wurde von den Fahrgästen wenig verwendet. Er legte, solange er gedrückt war, Schließdruck an. Aus rein technischen Gründen musste dieser Knopf also gedrückt werden, bis die Türe zu war und der dann wieder einsetzende Öffnungsdruck die Türe nicht wieder öffnen konnte.

Der Knopf wurde später sogar mit "Knopf drücken bis Türe geschlossen ist" beschriftet.

Leicht offtopic: Bei den 4030ern war es praktisch genauso. Lediglich die 7030, die mit Loks (zum Beispiel 1046) gezogen wurden, hatten eine andere Funktionsweise: Schließdruck wurde erst ab Erreichen einer gewissen Geschwindigkeit angelegt, und zwar automatsch. Ebenso legte Drücken des Stiftes Schließdruck an (im ganzen Zug, außer bei der eigenen Tür). Der Zugbegleiter/Zf schloss die Türen bei Abfertigung durch langes Drücken des Stiftes (eben, bis alle Türen zu waren). Dann stieg er die Stiegen hinauf und schloss die eigene Tür mit dem vorhin beim 4020er erwähnten Fahrgastknopf. In der Zwischenzeit konnte man aber wieder einsteigen, da ja die Türen wieder unter Öffnungsdruck standen und erst durch Erreichen einer kleinen Fahrgeschwindigkeit wieder unter Schließdruck gesetzt wurden.

60er

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Re: 4020er
« Antwort #904 am: Heute um 09:28:32 »
Das war ein nachträglicher Einbau, wenn ich mich richtig erinnere, erst ab den 90ern. Jedenfalls wurden sie ab ca. 1993 von Brosebändern auf Matrix-Anzeigen umgebaut.
Das kam gleichzeitig mit dem Upgrade des Innenraums (Türen purpur statt rot, neue blaue Stoffbezüge, Nackenstützen).

Die Vorarlberger 4020er wurden nicht umgerüstet und als diese ca. 2007 nach Wien umstationiert wurden, waren für kurze Zeit plötzlich wieder Wagen mit der Ursprungsausstattung auf der Stammstrecke im Einsatz.

60er

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Re: 4020er
« Antwort #905 am: Heute um 09:31:29 »
Das mit dem Türschließknopf stimmt, die Türen wurden auf Signal des Zugführers geschlossen. Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob er da nicht einen Stift hatte, mt##it dem er an einer Türe den Schließ- und den Abfahrbefehl gab.
Die kleine Metallbox für den Stift ist bei den 4020ern eh bis heute vorhanden.

Der Türschließknopf war für die Fahrgäste gedacht und nicht für den Zugbegleiter. Die einstöckigen Cityshuttle-Wagen haben so einen Türschließknopf übrigens auch heute noch.

T1

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Re: 4020er
« Antwort #906 am: Heute um 13:10:33 »
Das war ein nachträglicher Einbau, wenn ich mich richtig erinnere, erst ab den 90ern. Jedenfalls wurden sie ab ca. 1993 von Brosebändern auf Matrix-Anzeigen umgebaut.
Das kam gleichzeitig mit dem Upgrade des Innenraums (Türen purpur statt rot, neue blaue Stoffbezüge, Nackenstützen).

Die Vorarlberger 4020er wurden nicht umgerüstet und als diese ca. 2007 nach Wien umstationiert wurden, waren für kurze Zeit plötzlich wieder Wagen mit der Ursprungsausstattung auf der Stammstrecke im Einsatz.
Die Vorarlberger wurden auch umgerüstet, aber erst, als sie in Wien waren. Bis zur Umrüstung fuhren sie dann eben noch in Ursprungslackierung (auch außerhalb der Stammstrecke, etwa der S40), innen waren sie an den Tischen erkennbar. Das Broseband war dann aber nicht in Betrieb.