Autor Thema: U-Bahn-Ausbau: Verlängerung U2/U5  (Gelesen 923290 mal)

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38ger

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Re: U-Bahn-Ausbau: Verlängerung U2/U5
« Antwort #2235 am: 05. Februar 2026, 16:13:09 »
Ich finde den Zustand der Stadt besorgniserregend, wenn man sich die paar Millionen an Betriebskosten nicht mehr leisten kann.

Der Wahnwitz dabei, man soll öffentliche Verkehrsmittel benutzen. Aber die, die fertig sind, gehen nicht in Betrieb.  :fp:

Ich vermute mal, man benötigt das Budget für andere Dinge bei den WL. Nicht umsonst werden soviele Edelpfosten wie nie zuvor aufgestellt. Wenn das die Priorität sein soll, dann läuft wirklich etwas falsch. Diese Dinge haben einfach keinen Mehrwert, im Gegenteil.

Das Geld wird hier nur ein vorgeschobenes Argument sein. Es wird eher darum gehen, dass man sich den Takt der U2 nicht zusammen hauen will, falls auf die Einbindung der U5 doch nicht so toll klappt.
Da kam wohl das Argument des Sparens gerade recht. So spart man sich die mögliche Blamage und obendrein ein paar Euro Betriebskosten. Und für die Fahrgäste ist es völlig egal. Eventuell kann man die Station dann noch dazu als Filmlocation, tagsüber, vermieten ohne den Betrieb zu stören.

Für 95% der Fahrgäste ist ein stabiler Betrieb der gesamten U2 zur Seestadt wichtiger als die Verstärkung der Ringstraßenbahn und der U2 zwischen Frankhplatz und Karlsplatz, wobei die 5% schon sehr hochgegriffen sind und dabei die Hälfte auf das unnötig dichte Intervall zwischen Rathaus und Karlsplatz entfällt und die andere Hälfte auf die Fahrgäste der Linien 43/44, welche sich die Strecke Frankhplatz-Schottentor sparen. Also wirklichen Nutzen hätte eine U5 für die allerwenigsten Fahrgäste in dieser Form!

Marketingtechnisch wäre eine Nutzung für Sightseeingtouren eine sinnvolle Sache, die man auch zu Geld machen könnte, so wie die BVG. Also Touren mit Cabrio-U-Bahnen von/nach Frankhplatz bei der man auch Betriebsgleise und Wendeanlagen befährt, die man sonst nicht sieht, in Wien wäre da eine Fahrt durch den Tunnel Stadion - Erdberg natürlich Pflicht.

Edit: Für alle, welche die Cabrio-U-Bahn in Berlin nicht kennen: https://www.bvg.de/de/service-und-kontakt/erlebe-berlin/u-bahn-cabrio

Youtube-Video dazu: https://m.youtube.com/watch?v=JdMXZrz3LtQ

Nulltarif

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Re: U-Bahn-Ausbau: Verlängerung U2/U5
« Antwort #2236 am: 05. Februar 2026, 18:36:55 »
Die U5 sollte bis zur Verlegung der U2 zum Matzleinsdorfer Platz immer nur außerhalb der HVZ verkehren, weil man sonst die erforderlichen dichten Intervalle auf der U2 nicht (bzw. nicht hinreichend zuverlässig) geschafft hätte. Zur Zeit von Arbeitsbeginn und -ende in der Nationalbank usw. wertlos, und die Fahrgäste von 43/44 müssten jedes Mal überlegen, ob sie beim Frankhplatz oder beim Schottentor umsteigen müssen.
Die nur bis Frankhplatz verkehrende U5 bekommt ihren ohnehin ziemlich geringen Nutzen erst, wenn man vom Schottentor nicht mehr Richtung Karlsplatz fahren kann (d.h. wenn die U2 zum Matzleinsdorfer Platz fährt). Das Schottentor wird erst großzügig entlastet, wenn die U5 bis Arne Karlsson-Park fährt.
Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe. (Dalai Lama)

D 3XX

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Re: U-Bahn-Ausbau: Verlängerung U2/U5
« Antwort #2237 am: 05. Februar 2026, 20:59:15 »

Edit: Für alle, welche die Cabrio-U-Bahn in Berlin nicht kennen: https://www.bvg.de/de/service-und-kontakt/erlebe-berlin/u-bahn-cabrio

Youtube-Video dazu: https://m.youtube.com/watch?v=JdMXZrz3LtQ
Interessant, das kannte ich tatsächlich noch nicht!
D 3XX

trambahn

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Re: U-Bahn-Ausbau: Verlängerung U2/U5
« Antwort #2238 am: 12. März 2026, 16:49:01 »
Weil ich unlängst vorbeigefahren bin: hat hier schon jemand geschrieben, dass die Zugangsbauwerke der zukünftigen U5 Station Frankhplatz unnötig sind und dort besser gar nicht errichtet worden wären? 

Es ist gar nicht so einfach, so etwas anzusprechen, ohne gleich in einer Denk-Ecke zu landen, in der es für jedes komplexe Problem eine Antwort gibt, die klar, einfach und falsch ist. Ich weiß, es gab eine Ausschreibung, und es gab Einreichungen, und es gab eine Jury, und es gab ein Siegerprojekt, und diese Stationseingänge sind so wie eben im Siegerprojekt vorgesehen. Ich weiß auch, in Stations-Eingangs-Überdachungen kann man den Lift unterbringen, und die Stiegen und Rolltreppen werden nicht nass und frieren so leicht ein. In den Außenbezirken stellen sie zudem eine gewisse Verbundenheit durch Präsenz von sichtbarer öffentlicher Bausubstanz her.

Trotz alledem: bei der Station Frankhplatz sind sie fehl am Platz. Der Ort hat eines der wichtigsten Otto Wagner Gebäude direkt in der Blickachse von der Landesgerichtsstraße, dazu das Straflandesgericht aus dem Biedermeier und eine durchgehende Gründerzeit-Zeile, die vom Platz vor dem Rathaus bis zum Albert-Schweitzer-Haus reicht. Der Ort braucht keine weiteren architektonischen Akzentuierungen. Alles was er braucht ist (viel) weniger Platz für motorisierten Individualverkehr, wenn der Umbau einmal abgeschlossen ist.

Und dann ist die Architektur auch noch ... also sorry Franz&Sue, sorry Jury, aber durchdacht und hochwertig ist etwas anderes. Das sind türkis-weisse Star Wars Sandcrawler, die in dem Moment, in dem man Zugang zu ihnen bekommt durch Graffiti und Kleinplakate aussehen werden wie Sau.

Meines Erachtens bestünde die beste Lösung dort aus Löchern im Boden ohne Überdachung, wie am Stephansplatz, in der Mariahilfer Straße und bei anderen zentrumsnahen Stationen. Mir hat an der Verlängerung der U2-Stationen mit den neuen Eingängen vor etwa 20 Jahren gefallen, dass diese neuen Eingänge Löcher im Boden sind, die keine Aufmerksamkeit heischen und keine Blickachsen verstellen.

Kann man vor der tatsächlichen Eröffnung der Station diese Zugangsgebäude nicht einfach wieder abtragen? Die Ticketmaschinen in den Untergrund verlegen, den Liften dezente Einfassungen geben und die Rolltreppen dann halt etwas öfter warten lassen? Das Stadtbild verlangt es meines Erachtens nach.


nord22

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Re: U-Bahn-Ausbau: Verlängerung U2/U5
« Antwort #2239 am: 12. März 2026, 17:14:10 »
@trambahn: du sprichst mir aus der Seele. Otto Wagner und Joseph Olbrich rotieren im Grab, wenn sie wüssten, welche architektonischen Dilettanten da am Werk sind.

nord22

Linie 41

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Re: U-Bahn-Ausbau: Verlängerung U2/U5
« Antwort #2240 am: 14. März 2026, 16:13:08 »
Ja, an der Stelle hätten dezente offene Stationseingänge völlig ausgereicht.
Ich verstehe das Konzept dahinter nicht und bin generell dagegen.

3hausen

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Re: U-Bahn-Ausbau: Verlängerung U2/U5
« Antwort #2241 am: 14. März 2026, 22:31:20 »

Trotz alledem: bei der Station Frankhplatz sind sie fehl am Platz. Der Ort hat eines der wichtigsten Otto Wagner Gebäude direkt in der Blickachse von der Landesgerichtsstraße


Welches Gebäude soll das sein ?

uk

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Re: U-Bahn-Ausbau: Verlängerung U2/U5
« Antwort #2242 am: 14. März 2026, 23:19:41 »

Trotz alledem: bei der Station Frankhplatz sind sie fehl am Platz. Der Ort hat eines der wichtigsten Otto Wagner Gebäude direkt in der Blickachse von der Landesgerichtsstraße


Welches Gebäude soll das sein ?

https://www.geschichtewiki.wien.gv.at/Hosentr%C3%A4gerhaus

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Re: U-Bahn-Ausbau: Verlängerung U2/U5
« Antwort #2243 am: 27. Mai 2026, 17:18:03 »
Ich weiß, es gab eine Ausschreibung, und es gab Einreichungen, und es gab eine Jury, und es gab ein Siegerprojekt, und diese Stationseingänge sind so wie eben im Siegerprojekt vorgesehen.

Ich würde davon ausgehen, dass da grobe Kubaturen in der Ausschreibung vorgesehen waren. Das ist sicher nicht nur auf dem Mist der Architekten gewachsen.

Grundsätzlich stimme ich aber zu, es wird aber leider noch viel schlimmer bei Arne-Karlson-Park und Michelbeuern. Da kriegt man von den Renderings schon Augenkrebs.

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Re: U-Bahn-Ausbau: Verlängerung U2/U5
« Antwort #2244 am: Gestern um 16:34:36 »
Ich weiß, es gab eine Ausschreibung, und es gab Einreichungen, und es gab eine Jury, und es gab ein Siegerprojekt, und diese Stationseingänge sind so wie eben im Siegerprojekt vorgesehen.

Ich würde davon ausgehen, dass da grobe Kubaturen in der Ausschreibung vorgesehen waren. Das ist sicher nicht nur auf dem Mist der Architekten gewachsen.

Grundsätzlich stimme ich aber zu, es wird aber leider noch viel schlimmer bei Arne-Karlson-Park und Michelbeuern. Da kriegt man von den Renderings schon Augenkrebs.
Ich denke man sollte modernen Zeitgeist akzeptieren und nicht ausschließlich auf den Erhalt bereits bestehender Ortsbilder fixiert sein.

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Re: U-Bahn-Ausbau: Verlängerung U2/U5
« Antwort #2245 am: Gestern um 16:44:08 »
Ich weiß, es gab eine Ausschreibung, und es gab Einreichungen, und es gab eine Jury, und es gab ein Siegerprojekt, und diese Stationseingänge sind so wie eben im Siegerprojekt vorgesehen.

Ich würde davon ausgehen, dass da grobe Kubaturen in der Ausschreibung vorgesehen waren. Das ist sicher nicht nur auf dem Mist der Architekten gewachsen.

Grundsätzlich stimme ich aber zu, es wird aber leider noch viel schlimmer bei Arne-Karlson-Park und Michelbeuern. Da kriegt man von den Renderings schon Augenkrebs.
Ich denke man sollte modernen Zeitgeist akzeptieren und nicht ausschließlich auf den Erhalt bereits bestehender Ortsbilder fixiert sein.

Freilich, aber das ist weder modern noch Zeitgeist, sondern einfach ignoranter Murks.
Es ist nichts so fein gesponnen, es kommt doch ans Licht der Sonnen!
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Entklumpertung des Referats West am 02.02.2024 um 19.45 Uhr planmäßig abgeschlossen!

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Re: U-Bahn-Ausbau: Verlängerung U2/U5
« Antwort #2246 am: Gestern um 22:14:17 »
Ich weiß, es gab eine Ausschreibung, und es gab Einreichungen, und es gab eine Jury, und es gab ein Siegerprojekt, und diese Stationseingänge sind so wie eben im Siegerprojekt vorgesehen.

Ich würde davon ausgehen, dass da grobe Kubaturen in der Ausschreibung vorgesehen waren. Das ist sicher nicht nur auf dem Mist der Architekten gewachsen.

Grundsätzlich stimme ich aber zu, es wird aber leider noch viel schlimmer bei Arne-Karlson-Park und Michelbeuern. Da kriegt man von den Renderings schon Augenkrebs.
Ich denke man sollte modernen Zeitgeist akzeptieren und nicht ausschließlich auf den Erhalt bereits bestehender Ortsbilder fixiert sein.

Freilich, aber das ist weder modern noch Zeitgeist, sondern einfach ignoranter Murks.
Nein, das ist reine Geschmackssache.
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Re: U-Bahn-Ausbau: Verlängerung U2/U5
« Antwort #2247 am: Gestern um 22:48:10 »
Erstens ist jeder Wettbewerb nur so gut wie die Jury, und wenn die entscheidenden Personen wenig Geschmack haben, kommt kein tolles Projekt zum Zug. Allerdings muss ich auch sagen, dass mich kein Beitrag überzeugt hat, alles sehr geschmäcklerisch und eigentlich wenig überzeugend (ich hab alle Projekte als PDF, aber ich weiß nicht wie ich sie euch zukommen lassen kann wg. Copyright).

In der Ausschreibung wurden die üblichen Standardaufgaben abgefragt (offene / geschlossene Bauweise, Eingänge...)
Harald A. Jahn, www.tramway.at

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Re: U-Bahn-Ausbau: Verlängerung U2/U5
« Antwort #2248 am: Heute um 12:05:22 »
Erstens ist jeder Wettbewerb nur so gut wie die Jury,...
Und auch nur so gut, wie jene, die die Ausschreibung machen. Wenn da schon irgendwelche Mindestkubaturen oder andere Rahmenbedingungen wie mindestens überdachte Fläche vorgegeben sind (etwa aus technischen Gründen), dann kann nicht viel herauskommen.

Leider hat in den vergangenen zwanzig Jahren in Österreich in (und auf ;) ) vielen Feldern die Qualität der Architektur massig nachgelassen. Nicht in allen Bereichen, aber gerade Infrastruktur- und Wohnbau sind gleichzeitig innovationslos wie auch funktional mäßig durchdacht, garniert von einer mittelmäßigen Gestaltung.