Autor Thema: Klimaanlagen in Öffis  (Gelesen 154967 mal)

1245, Isaac, Ferry, Hbf und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Bus

  • Obermeister
  • *
  • Beiträge: 3730
Re: Klimaanlagen in Öffis
« Antwort #375 am: Gestern um 21:02:09 »
Wobei man von der Logik her ja ein einfaches Prinzip anwenden könnte. Ist jemand zu kalt, soll er sich was anziehen (die Essenszusteller fahren ja auch ganzjährig mit Daunenjacke). Aber wenn es warm ist, kann man nichts mehr ausziehen.

Und beim Aussteigen dann schnell wieder alles ausziehen, damit man keinen Hitzschlag bekommt. Sorry, aber von dem schwachsinnigen Vorschlag halte ich ABSOLUT NICHTS.

Dh du darfst nie mit dem Bus fahren, sonst fällst du tot um.  :fp:

4808

  • Fahrer
  • ***
  • Beiträge: 469
  • Präferierte Typen E1/E2/4020
Re: Klimaanlagen in Öffis
« Antwort #376 am: Gestern um 21:07:16 »
Bei den Temperaturen, wenn die Schlaftemperatur 27-30 Grad ist, befindet sich der Körper schon so im "Gefahr" Zustand. Ich versuche, Schatten aufzusuchen, um den glühenden Beton zu meiden. Subjektiv betrachtet, freue ich mich "extrem", wenn ich zum Beispiel heute in einen privat betriebenen Bus oder A1 einsteige und es ist "richtig kühl". Auch wenn das Aussteigen dann "extrem" ist und wie Stress wirkt. Hingegen fand ich das Raumklima im U11 angenehm, wenn ich mich an der Stange im Türbereich hinstelle und konstant "Winde" um mich herum habe, und der Unterschied nach "draußen" dann nur wie eine "Stufe" ist. Am schlimmsten war dann die Fahrt in der Type A heute, wo ich sogar "Puls" bekam und Atemschwierigkeiten hatte, wegen unmenschlicher Zustände. Da wirkte es dann "draußen" wie eine Klimaanlage, durch den Wechsel von feuchter Hitze zur geringeren trockenen Hitze.
Liebe Grüße, 4808
Carpe diem!

Klingelfee

  • Geschäftsführer
  • *
  • Beiträge: 16237
Re: Klimaanlagen in Öffis
« Antwort #377 am: Gestern um 21:07:40 »
Es ist halt völlig wurscht, was du oder Klingelfee glauben. Relevant sind Fakten: https://iris.who.int/server/api/core/bitstreams/7193ff44-7a24-46b3-a3bd-b0edfd40e81c/content

Die Gefahr entsteht, wenn der Körper die Temperatur nicht mehr regulieren kann, weil es über einen längeren Zeitraum entweder zu kalt oder zu heiß ist. Insofern ist eine Stunde, bei der die Temperatur zwischen 35 und 40 Grad (beides zu heiß) wechselt, gefährlicher als 25 Grad (gut) in Bim, U-Bahn und Bus und dazwischen 40 Grad (zu heiß).

Mag sein, dass du Zahlen hast, die das belegen. Ich kann dir aber aus eigener Erfahrung sagen, dass ein mehrfacher Temperaturwechsel schlimmer ist, als eine duchgehende zu hohe Temperatur.

Sprich ich habe mehr Probleme, wenn ich einkaufen gehe und mehrmals zwischen Aussentemperatur und Klimatisierten Geschäfte wechsle, als wenn ich durchgehend im heißen Bereich unterwegs bin. Wobei ich Kreislaufmäßig mehr Probleme von Kalt auf Heiß, als von Heiß auf Kalt habe.
Bitte meine Kommentare nicht immer als Ausrede für die WL ansehen

MK

  • RBL-Disponent
  • ***
  • Beiträge: 1960
Re: Klimaanlagen in Öffis
« Antwort #378 am: Gestern um 21:09:46 »
Mag sein, dass du Zahlen hast, die das belegen. Ich kann dir aber aus eigener Erfahrung sagen, dass ein mehrfacher Temperaturwechsel schlimmer ist, als eine duchgehende zu hohe Temperatur.

Boomer bezeichnet keine Generation, sondern eine Denkweise.

"Ist mir wurscht, dass du einen Beleg hast, dass es nicht stimmt. Ich glaube, dass es stimmt, und deswegen stimmt es."
o_O

38ger

  • Obermeister
  • *
  • Beiträge: 3310
Re: Klimaanlagen in Öffis
« Antwort #379 am: Gestern um 21:19:41 »
Mag sein, dass du Zahlen hast, die das belegen. Ich kann dir aber aus eigener Erfahrung sagen, dass ein mehrfacher Temperaturwechsel schlimmer ist, als eine duchgehende zu hohe Temperatur.

Boomer bezeichnet keine Generation, sondern eine Denkweise.

"Ist mir wurscht, dass du einen Beleg hast, dass es nicht stimmt. Ich glaube, dass es stimmt, und deswegen stimmt es."

Ein 160-Seiten-pdf hinknallen und erwarten, dass das jemand liest ist aber nicht wirklich niederschwellig um es milde auszudrücken. Ich persönlich kann mir nicht vorstellen, dass es für den Kreislauf gesund ist, wenn man alle 5 Minuten einen Wechsel von 40 Grad auf 25 und umgekehrt durchmacht. Du darfst gerne zitieren aus dem fetten Wälzer, es wird sich niemand die Mühe machen auch nur mehrere Seiten zu lesen, nur um davon überzeugt zu werden, dass sich die eigene Meinung und Wahrnehmung nicht mit jener der Mehrheit deckt.  ::)
Und "belegen" kann man eine Wahrnehmung ohnehin nicht.

Katana

  • Verkehrsführer
  • *
  • Beiträge: 2890
Re: Klimaanlagen in Öffis
« Antwort #380 am: Gestern um 21:27:45 »
Dass bei uns die Klimaanlagen fast überflüssig sind, weil viel zu schwach eingestellt, ist klar.

Es liegt nicht an der Einstellung.
Die folgenden Zeilen entsprechen abgesehen von de Zieltemperatur meinem Wissensstand:

Wobei ich glaube die 5°C waren einfach der Rechenwert, den man der Auslegung der Geräte zu Grunde gelegt hat (Weil irgendwas muß man immer annehmen). .... Die Anlage wird wahrscheinlich auch bei +38°C Außen versuchen die +27°C Innen zu erreichen. Nur wirds die halt nimmer erreichen.


Wenn man höhere Temperaturdifferenzen als die der Auslegung zugrunde liegenden 5 °C (der Techniker rechnet in diesem Zusammenhang eigentlich in K (Kelvin)) erreichen will, müssen die Komponenten leistungsfähiger werden, was zusätzliches Volumen und Gewicht bedeutet.

EinfallsreicherName

  • Zugführer
  • *
  • Beiträge: 535
Re: Klimaanlagen in Öffis
« Antwort #381 am: Gestern um 21:43:17 »

Das Argument lass ich gerne gelten beim Railjet Wien - Bregenz und auch schon bei Fahrten von über einer Stunde. Aber bei einer klassischen Fahrt in Wien, die zB aus Zugangsweg in der Hitze, 5-10 Minuten Bim - Umsteigen in der Hitze, 10 - 15 Minuten U-Bahn, Umsteigen in der Hitze, 5-10 Minuten Bus, Fußweg in der Hitze besteht, da is ein Abkühlen um mehr als 5 Grad auch nicht gesund für den Kreislauf! Und klar gibt es auch Wege, wo man mal 20 Minuten in einem Verkehrsmittel unterwegs ist, jene wo man unter 10 Minuten sind innerstädtisch aber wesentlich häufiger! Da wäre schon wesentlch wichtiger, dass man es ein Mal schafft, dass es in den Fahrzeugen NICHT WÄRMER als draußen ist! Und die Bus- und Bimhaltestellen aus Glas, sich schnell erhitzendem Blech und Schatten auf meist nur geschätzten 6m2 sind sowieso eine Zumutung zum Warten. Die waren mal cool in den 90ern, als es noch nicht so lange so heiß war, aber für den Sommer sollte man sich da dringend was Neues überlegen.

Du sitzt also gerne im Railjet von Wien nach Bregenz bei 30-32 Grad Innenraumtemperatur nur weil es draußen 40 Grad hat?  :o Also ich hätte bei so einer Fahrt schon gerne eine ordentliche Klimatisierung mit höchstens 24 - 25 Grad, unabhängig von der Aussentemperatur.

Und das ewige verharren bei 35 bis 40 Grad ist garantiert nicht gesünder als in einem etwas besser klimatisierten Fahrzeug zu sitzen und hin & wieder diese Temperaturwechsel von 8-10 Grad durchzumachen. Und wie bereits von Anderen erwähnt: Im Winter sind diese Temeperaturwechsel bei weitem größer (und 98% der Leute ziehen ihre Jacke in den Öffis NICHT aus, falls dies als Argument kommt. Und selbst wenn man die Jacke auszieht: Der Temperaturunterschied für den Körper ist da trotz dem Ausziehen der Jacke weit größer als diese 5 Grad wenn es draußen -10 und innen +10 Grad hat) - und siehe da, es liegen nicht reihenweise Leute mit einem Kreislaufzusammenbruch in den Zügen.


Straßenbahn Graz

  • Zugführer
  • *
  • Beiträge: 937
Re: Klimaanlagen in Öffis
« Antwort #382 am: Gestern um 22:17:59 »

Du sitzt also gerne im Railjet von Wien nach Bregenz bei 30-32 Grad Innenraumtemperatur nur weil es draußen 40 Grad hat?  :o Also ich hätte bei so einer Fahrt schon gerne eine ordentliche Klimatisierung mit höchstens 24 - 25 Grad, unabhängig von der Aussentemperatur.


Ich saß gestern 45 Minuten von Leoben nach Graz in einem CJ, der eindeutig viel zu kalt eingestellt war. Zuerst war es natürlich angenehm, aber beim Aussteigen in Graz habe ich dann so eine Watsche von den 34 Grad bekommen, dass ich erst einmal eine Zeit gebraucht habe, um mich wieder zu fangen.

haidi

  • Geschäftsführer
  • *
  • Beiträge: 15880
Re: Klimaanlagen in Öffis
« Antwort #383 am: Gestern um 22:33:10 »
Wenn bei 40 °C Außentemperatur die BIM 35° hat, so sind beide Zustände schon innerhalb der Gefahrengrenze, weil der Körper selbst nicht mehr regulieren kann. In der Badehose und im Schatten ist es einigermaßen auszuhalten, beonders wenn noch ein leichtes Lüfters geht, Aber in der Bim werde ich in der Badehose wahrscheinlich nicht den Beförderungsbedingungen entsprechen und ein Lüfterl in der Bim kann man vergessen.
Microsoft is not the answer. It's the question and the answer is NO.

Tram Wien

  • Schaffner
  • **
  • Beiträge: 109
Re: Klimaanlagen in Öffis
« Antwort #384 am: Gestern um 23:35:38 »

Das Argument lass ich gerne gelten beim Railjet Wien - Bregenz und auch schon bei Fahrten von über einer Stunde. Aber bei einer klassischen Fahrt in Wien, die zB aus Zugangsweg in der Hitze, 5-10 Minuten Bim - Umsteigen in der Hitze, 10 - 15 Minuten U-Bahn, Umsteigen in der Hitze, 5-10 Minuten Bus, Fußweg in der Hitze besteht, da is ein Abkühlen um mehr als 5 Grad auch nicht gesund für den Kreislauf! Und klar gibt es auch Wege, wo man mal 20 Minuten in einem Verkehrsmittel unterwegs ist, jene wo man unter 10 Minuten sind innerstädtisch aber wesentlich häufiger! Da wäre schon wesentlch wichtiger, dass man es ein Mal schafft, dass es in den Fahrzeugen NICHT WÄRMER als draußen ist! Und die Bus- und Bimhaltestellen aus Glas, sich schnell erhitzendem Blech und Schatten auf meist nur geschätzten 6m2 sind sowieso eine Zumutung zum Warten. Die waren mal cool in den 90ern, als es noch nicht so lange so heiß war, aber für den Sommer sollte man sich da dringend was Neues überlegen.

Du sitzt also gerne im Railjet von Wien nach Bregenz bei 30-32 Grad Innenraumtemperatur nur weil es draußen 40 Grad hat?  :o Also ich hätte bei so einer Fahrt schon gerne eine ordentliche Klimatisierung mit höchstens 24 - 25 Grad, unabhängig von der Aussentemperatur.

Und das ewige verharren bei 35 bis 40 Grad ist garantiert nicht gesünder als in einem etwas besser klimatisierten Fahrzeug zu sitzen und hin & wieder diese Temperaturwechsel von 8-10 Grad durchzumachen. Und wie bereits von Anderen erwähnt: Im Winter sind diese Temeperaturwechsel bei weitem größer (und 98% der Leute ziehen ihre Jacke in den Öffis NICHT aus, falls dies als Argument kommt. Und selbst wenn man die Jacke auszieht: Der Temperaturunterschied für den Körper ist da trotz dem Ausziehen der Jacke weit größer als diese 5 Grad wenn es draußen -10 und innen +10 Grad hat) - und siehe da, es liegen nicht reihenweise Leute mit einem Kreislaufzusammenbruch in den Zügen.
Du weißt aber schon dass man extrem kalte Luft mit starkem Luftzug ständig reinpumpen müsste, um diese Kühlung aufrechtzuerhalten vor allem in einer Straßenbahn die jede 2 Minuten die Türen öffnet. Sehr unwirtschaftlich und vor allem unangenehm. Die ÖBB klimatisieren meiner Meinung nach viel zu extrem, da muss man immer Jacken mitschleppen. Und nein, ich bin kein Boomer.

DaedalusBC304

  • Fahrer
  • ***
  • Beiträge: 200
Re: Klimaanlagen in Öffis
« Antwort #385 am: Heute um 06:05:31 »
Wenn man die Klima nicht auch noch ausschalten würde beim Türöffnen, würde schon mal nicht so viel warme Luft nachströmen.

Und im Winter müssten die Menschen ja wie die Fliegen sterben, wenn sie andauernd von den Minusgraden draußen ind die (überheizten) U-Bahnen und Co mit 20°C+ in der Rush Hour einsteigen müssen....

Bus

  • Obermeister
  • *
  • Beiträge: 3730
Re: Klimaanlagen in Öffis
« Antwort #386 am: Heute um 08:22:18 »

Das Argument lass ich gerne gelten beim Railjet Wien - Bregenz und auch schon bei Fahrten von über einer Stunde. Aber bei einer klassischen Fahrt in Wien, die zB aus Zugangsweg in der Hitze, 5-10 Minuten Bim - Umsteigen in der Hitze, 10 - 15 Minuten U-Bahn, Umsteigen in der Hitze, 5-10 Minuten Bus, Fußweg in der Hitze besteht, da is ein Abkühlen um mehr als 5 Grad auch nicht gesund für den Kreislauf! Und klar gibt es auch Wege, wo man mal 20 Minuten in einem Verkehrsmittel unterwegs ist, jene wo man unter 10 Minuten sind innerstädtisch aber wesentlich häufiger! Da wäre schon wesentlch wichtiger, dass man es ein Mal schafft, dass es in den Fahrzeugen NICHT WÄRMER als draußen ist! Und die Bus- und Bimhaltestellen aus Glas, sich schnell erhitzendem Blech und Schatten auf meist nur geschätzten 6m2 sind sowieso eine Zumutung zum Warten. Die waren mal cool in den 90ern, als es noch nicht so lange so heiß war, aber für den Sommer sollte man sich da dringend was Neues überlegen.

Du sitzt also gerne im Railjet von Wien nach Bregenz bei 30-32 Grad Innenraumtemperatur nur weil es draußen 40 Grad hat?  :o Also ich hätte bei so einer Fahrt schon gerne eine ordentliche Klimatisierung mit höchstens 24 - 25 Grad, unabhängig von der Aussentemperatur.

Und das ewige verharren bei 35 bis 40 Grad ist garantiert nicht gesünder als in einem etwas besser klimatisierten Fahrzeug zu sitzen und hin & wieder diese Temperaturwechsel von 8-10 Grad durchzumachen. Und wie bereits von Anderen erwähnt: Im Winter sind diese Temeperaturwechsel bei weitem größer (und 98% der Leute ziehen ihre Jacke in den Öffis NICHT aus, falls dies als Argument kommt. Und selbst wenn man die Jacke auszieht: Der Temperaturunterschied für den Körper ist da trotz dem Ausziehen der Jacke weit größer als diese 5 Grad wenn es draußen -10 und innen +10 Grad hat) - und siehe da, es liegen nicht reihenweise Leute mit einem Kreislaufzusammenbruch in den Zügen.
Du weißt aber schon dass man extrem kalte Luft mit starkem Luftzug ständig reinpumpen müsste, um diese Kühlung aufrechtzuerhalten vor allem in einer Straßenbahn die jede 2 Minuten die Türen öffnet. Sehr unwirtschaftlich und vor allem unangenehm. Die ÖBB klimatisieren meiner Meinung nach viel zu extrem, da muss man immer Jacken mitschleppen. Und nein, ich bin kein Boomer.

Was auch andere Städte bzw. Länder machen. Ich Wien dürfte eine andere Hitze herrschen. Abgesehen davon, dass Leute mit einer AC und 35 °C beim Aussteigen sterben.

Aber stimmt, im Winter dürfte dann auch nur über 5 °C geheizt werden. Bei -15 °C also - 10°C. :fp:

Der Grund für die WL-Kimabestimmung sind einfach die Kosten. SAP bietet ja den perfekten Überblick auch über den Stromverbrauch und Kosten.
Man spart ja nicht nur bei der Reinigung, SEV, nein auch bei einer AC. Das ist der einzig wahre Grund.

fr3

  • Zugführer
  • *
  • Beiträge: 799
Re: Klimaanlagen in Öffis
« Antwort #387 am: Heute um 08:54:58 »
Und im Winter müssten die Menschen ja wie die Fliegen sterben, wenn sie andauernd von den Minusgraden draußen ind die (überheizten) U-Bahnen und Co mit 20°C+ in der Rush Hour einsteigen müssen....
Aufgrund der dicken Kleidung im Winter ist man durch thermische Trägheit vor plötzlichen Temperaturschocks besser gewappnet als im Sommer, wo man nur leicht bekleidet ist.
Trotzdem bin ich ein Befürworter effizienter Klimatisierung in Öffis - also nach Möglichkeit 25-26°, auch wenn der Temperatursprung nach draußen höher sein sollte.

Übrigens - lange Kleidung, aber dafür leicht und luftig und natürlich aus Naturfaser (zB Leinen) schützt besser gegen Hitze als nackte Haut.

Bei Schwäche wegen Hitze am besten Datteln essen - wirken Wunder!
It may be dangerous to be America's enemy, but to be America's friend is fatal.
(Henry Kissinger)

coolharry

  • Referatsleiter
  • *
  • Beiträge: 6978
Re: Klimaanlagen in Öffis
« Antwort #388 am: Heute um 09:13:53 »
Die einzige reale Gesundheitsgefahr bei Kühlanlagen sind schlecht gewartete Wärmetauscher/Register.
Da Schwammerl jeglicher Art (vulgo Schimmel) feuchte und Wärme lieben sind die Wärmetauscher dann gern verschimmelt. Und diese Schimmelsporen befinden sich dann in der Luft.
Deswegen ist die ordentliche Reinigung und Desinfektion wichtig.

Was hat das mit der Temperatur zu tun: Damit ein Wärmetauscher nicht ultimativ groß wird muss, damit man mehr Leistung raus bekommt, die Temperatur runter. Weniger Temperatur innerhalb des Tauschers, sorgt für einen höheren Kondensatanfall (=Kühl Blindleistung). Mehr Wasser ist wieder mehr Lebensraum für Schimmel. Mehr Wasser bedeutet aber auch, das ich mehr Kühlenergie produzieren muss, die ich aber nicht nutzen kann, da sie in Wasser ausfällt. Ja manche Geräte lassen dieses Wasser dann wieder über die heiße Seite des Kompressors laufen und dabei verdunsten. Damit kann man den Effekt etwas abschwächen. Da ist er trotzdem.
Weil ein menschlicher Hühnerstall nicht der Weisheit letzter Schluß sein kann.