Autor Thema: Klimaanlagen in Öffis  (Gelesen 156433 mal)

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Werner1981

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Re: Klimaanlagen in Öffis
« Antwort #375 am: Gestern um 20:37:46 »
Alles geht, wenn man es von Anfang an berücksichtigt. Das hat nichts mit Politik zu tun. Wenn daran jemand Schuld ist, dann maximal die Techniker bei Siemens.

Man hätte ja sich ja nicht auf Siemens versteifen müssen, und wenn man so eine Anforderung in das Lastenheft für den Lieferten schreibt
(was natürlich Fachwissen beim Besteller vorraussetzt) dann bekommt man auch die gewünschte Lösung, und keine Heimwerkerbasteilei nach der Bestellung.
Also wenn man will, bekommt man schon was man will.

Siemens (und auch die anderen Hersteller) liefern das was bestellt und bezahlt wird. Der hier schon mehrmals positiv erwähnte Skytrain Bangkok ist im selben Zeitraum wie der V-Wagen von Siemens in Wien entwickelt und gebaut worden.

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Re: Klimaanlagen in Öffis
« Antwort #376 am: Gestern um 23:11:40 »
Siemens (und auch die anderen Hersteller) liefern das was bestellt und bezahlt wird. Der hier schon mehrmals positiv erwähnte Skytrain Bangkok ist im selben Zeitraum wie der V-Wagen von Siemens in Wien entwickelt und gebaut worden.

Exakt. Die WiLi sind einfach völlig verbohrt in einem absurden Sparsamkeitswahn. "Brauch ma ned" zieht sich seit Jahrzehnten durch, wobei man halt bei "billigen" Dingen spart, die aber für den Kunden (Fahrgast) auffällig sind. Schon bei der ULF-Bestellung war die Fachwelt entsetzt, dass die ohne Klima bestellt wurden; ich hab damals grad Frankreich kennengelernt und war von den Strasbourger Eurotrams und den TFS2 in Rouen völlig geflasht. Das war eine ganz andere Liga, obwohl erstere praktisch gleichzeitig gebaut wurden. Und bei meiner Reise war es ebenfalls sehr heiß, in eine Tramway zu steigen und aus der Hitze zu flüchten war ein ganz neues Erlebnis.

Ich hab noch lebhaft in Erinnerung, wie der Siemens-Techniker auf der Innotrans verzweifelt die Firmenehre verteidigt hat. Man muss sich vorstellen, überall neue Fahrzeuge am letzten Stand von Design und Technik, incl. "new-car-smell", und dann die graue Plastikkiste des X-Wagens mit seinen unbequemen Sitzen. "War alles Auftraggeberwunsch" hat er verzweifelt alle paar Sekunden wiederholen müssen.

Beim Flexity ist es ja das selbe, man vergleiche bitte den von Brüssel oder Graz mit dem Wiener Plastikbomber. Da gehört schon einiges dazu, ein Neufahrzeug so billig erscheinen zu lassen. Und zur Klimaanlage: Was soll es mir bei 35° bringen, wenn ich in der Bim erst wieder mit 30° weiterdunsten muss? Bei 40°>35° ist es noch dramatischer.
Harald A. Jahn, www.tramway.at

denond

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Re: Klimaanlagen in Öffis
« Antwort #377 am: Heute um 10:02:22 »
Das hat man am Anfang beim V-Zug versucht. Mit dem Enderfolg, dass es jede Menge Türstörungen gab, weil der "Überdruck" im Zug ein Schließen der Türen verhindert hat.

Dieses Phänomen hat man auch jetzt bei den 4736er bei den ÖBB. Die Führerstandstüren lassen sich nicht schließen, Türstörungen treten auf. Ich weiß aber jetzt nicht, ob dies nur darauf zurückzuführen ist, da die Fahrzeuge den ganzen Tag in der prallen Sonne stehen. Fazit: Man arbeitet daran...

Und warum geht das überall und nur in Wien nicht? Wenn man ein bisserl die Welt bereist fragt man sich echt immer wieder in welchem dritte Welt Land wir leben.

Man bekommt von der Fahrzeugindustrie das, was man bestellt...

Alles geht, wenn man es von Anfang an berücksichtigt. Das hat nichts mit Politik zu tun. Wenn daran jemand Schuld ist, dann maximal die Techniker bei Siemens. Weils halt entsprechende Überdruckklappen vergessen haben oder bei der Konzeption von etwas völlig anderem ausgegangen sind. Eventuell auch schlicht zu klein bemessen.

Da möchte ich eine Lanze für die Techniker brechen obwohl ich kein Fan von SIEMENS bin, denn, die Techniker machen schon auf ein Problem, wie z.B. "zu geringe Leistung" darauf aufmerksam. Nur wenn die hauseigenen Techniker oder Besserwisser aus Erdberg ev. anderer Meinung sind, dann wird das verbaut - vielleicht sogar aus/wegen Kostengründen - was sie im Endeffekt in Auftrag geben...   Also wieder: Man bekommt von der Fahrzeugindustrie das, was man bestellt...