Autor Thema: Station Erlaaer Straße bekommt zweiten Zugang  (Gelesen 6176 mal)

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t12700

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Re: Station Erlaaer Straße bekommt zweiten Zugang
« Antwort #45 am: 07. August 2019, 10:24:20 »
Danke! Also wie ich mirs dachte, da passte zur Absicherung des Bombardierwerks der Wunsch, die E6 loszuwerden, gut zusammen.
Gleichzeitig hat man damals aber auch eine Einsparung auf der U6 in Kauf genommen, eine Rechnung, die jedoch nicht aufging. Aus 20 E6-Zügen wurden 11 T1-Züge und 5 zusätzliche T-Züge (so ca überschlagsmässig gerechnet)

LG t12700
Auf dass uns die E1 noch lange erhalten bleiben; hoffentlich auch am 49er

abc

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Re: Station Erlaaer Straße bekommt zweiten Zugang
« Antwort #46 am: 07. August 2019, 10:26:43 »
Derzeit mögen die Züge noch nicht so voll sein, als das schon alle Züge auch in der HVZ nach Siebenhirten fahren müssen. Allerdings sind die Züge sehr wohl voller als noch vor einigen Jahren. Und das wird sich auch in diese Richtung weiterentwickeln.

Ich sag ja nicht, dass man jetzt schon alle Züge bis raus führen muss. Bis 2021 ist noch ein wenig Zeit, in der man die entsprechenden Vorarbeiten leisten kann, dass man rechtzeitig reagieren kann, und nicht erst wenn‘s schon überfällig ist!

Ich weiß nicht, ob Du nicht die Leistungsfähigkeit des derzeitigen Angebots unter- oder das Potential des Einzugsgebiets überschätzt. Kleine überschlägige Rechnung, basierend auf diesen Annahmen:

- Fassungsvermögen eines T-Wagens: 58 Sitz- und 136 Stehplätze, also 194 Plätze
- bei 4 Wagen pro Zug: 776 Plätze/Zug
- bei einem 4-min-Takt sind es 15 Züge pro Stunde: 776*15 = 11.640 Plätze pro Stunde, davon 3480 Sitzplätze

Es wird sicher noch lange dauern, bis diese Kapzitäten auch nur annähernd gefüllt sind. Und wenn sie es sind, haben wir auf der U6 weiter nördlich ganz andere Probleme, auch da wächst die Stadt ja.
Davon, dass ein dichteres Angebot mehr Fahrgäste anlockt, kann man m.E. hier auch nicht mehr reden, die Zahl der potentiellen Fahrgäste, auf die ein 4-min-Takt abschreckend wirkt, ist auch überschaubar.

Klingelfee

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Re: Station Erlaaer Straße bekommt zweiten Zugang
« Antwort #47 am: 07. August 2019, 10:47:07 »
- Fassungsvermögen eines T-Wagens: 58 Sitz- und 136 Stehplätze, also 194 Plätze
- bei 4 Wagen pro Zug: 776 Plätze/Zug
- bei einem 4-min-Takt sind es 15 Züge pro Stunde: 776*15 = 11.640 Plätze pro Stunde, davon 3480 Sitzplätze

Es wird sicher noch lange dauern, bis diese Kapzitäten auch nur annähernd gefüllt sind. Und wenn sie es sind, haben wir auf der U6 weiter nördlich ganz andere Probleme, auch da wächst die Stadt ja.

Also wenn man darauf wartet, dass im Streckenabschnitt Siebenhirten - Alterlaa die Züge so ausgelastet sind, dass eine Führung von jeden Zug gerechtfertigt ist, dann kannst du die U6 auf der restlichen Strecke sowieso vergessen. Denn wenn die U6 in diesen Abschnitt schon eine Auslastung von >50% hat, wie willst du dann die Fahrgäste, die ab Meidling einsteigen unterbringen?
Bitte meine Kommentare nicht immer als Ausrede für die WL ansehen

schaffnerlos

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Re: Station Erlaaer Straße bekommt zweiten Zugang
« Antwort #48 am: 07. August 2019, 10:57:38 »
Denn wenn die U6 in diesen Abschnitt schon eine Auslastung von >50% hat, wie willst du dann die Fahrgäste, die ab Meidling einsteigen unterbringen?

Ganz einfach:
1. Alle Züge bis Alterlaa fahren auch bis Siebenhirten.
2. Jeder zweite Zug fährt nur zwischen Floridsdorf und Meidling. ;D

60er

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Re: Station Erlaaer Straße bekommt zweiten Zugang
« Antwort #49 am: 07. August 2019, 11:06:33 »
Gleichzeitig hat man damals aber auch eine Einsparung auf der U6 in Kauf genommen, eine Rechnung, die jedoch nicht aufging. Aus 20 E6-Zügen wurden 11 T1-Züge und 5 zusätzliche T-Züge (so ca überschlagsmässig gerechnet)
Mit Ende der fehleranfälligen Mischzüge kam man halt mit weniger Fahrzeugreserven aus. Für den Fahrgast gab es damals jedoch keine Angebots-Einsparung.

Ganz einfach:
1. Alle Züge bis Alterlaa fahren auch bis Siebenhirten.
2. Jeder zweite Zug fährt nur zwischen Floridsdorf und Meidling. ;D
Gäbe es dann am Kernabschnitt der U6 nicht 1,25-Minuten-Intervalle? Ich glaube, dann würde die Linie endgültig kollabieren. ;)

Klingelfee

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Re: Station Erlaaer Straße bekommt zweiten Zugang
« Antwort #50 am: 07. August 2019, 11:14:45 »
Gäbe es dann am Kernabschnitt der U6 nicht 1,25-Minuten-Intervalle? Ich glaube, dann würde die Linie endgültig kollabieren. ;)

Und das ist zumindest mit der derzeitigen Signaltechnik gar nicht möglich. Denn bedingt durch die Lichtsignale kann ein Mindestintervall von 140 Sekunden nicht unterschritten werden.

Zum Vergleich auf der U1-U4 ist ein theoretischer Intervall von 90 Sekunden möglich.

Bitte meine Kommentare nicht immer als Ausrede für die WL ansehen

abc

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Re: Station Erlaaer Straße bekommt zweiten Zugang
« Antwort #51 am: 07. August 2019, 13:07:01 »
- Fassungsvermögen eines T-Wagens: 58 Sitz- und 136 Stehplätze, also 194 Plätze
- bei 4 Wagen pro Zug: 776 Plätze/Zug
- bei einem 4-min-Takt sind es 15 Züge pro Stunde: 776*15 = 11.640 Plätze pro Stunde, davon 3480 Sitzplätze

Es wird sicher noch lange dauern, bis diese Kapzitäten auch nur annähernd gefüllt sind. Und wenn sie es sind, haben wir auf der U6 weiter nördlich ganz andere Probleme, auch da wächst die Stadt ja.

Also wenn man darauf wartet, dass im Streckenabschnitt Siebenhirten - Alterlaa die Züge so ausgelastet sind, dass eine Führung von jeden Zug gerechtfertigt ist, dann kannst du die U6 auf der restlichen Strecke sowieso vergessen. Denn wenn die U6 in diesen Abschnitt schon eine Auslastung von >50% hat, wie willst du dann die Fahrgäste, die ab Meidling einsteigen unterbringen?

Eben, meine Rede! Habe den entsprechenden Satz in meinem Beitrag nochmal markiert.

Also kurz: es besteht m.E. kein Bedarf, jeden Zug nach Siebenhirten verkehren zu lassen - weder sind die Kapazitäten notwendig noch gewinnt man damit in nennenswertem Maß neue Fahrgäste. Das einzige, was bei weiter steigenden Fahrgastzahlen und dichten Takten vielleicht dafür spräche: dass man sich in Alterlaa das Räumen der endenden Züge und daraus resultierende Verzögerungen nachfolgender Züge spart.