Schaut gut aus.
Gut so.
Und damit das nicht nochmal geschieht, sollte schnellstmöglich ein Anti-NIMBY-Gesetz verabschiedet werden, das festlegt, dass Klagen nicht zu einer Verzögerung führen können, sondern höchstens nachher zu einer Entschädigung, aber auch nur, wenn tatsächlich Rechte berührt sind (ein schöner Ausblick aus dem Fenster gehört nicht dazu), und die Kläger verpflichtet, bei missbräuchlicher Klageerhebung alle Kosten zu übernehmen, die die Klage beim Beklagten verursacht hat. Die ersten NIMBY-Privatkonkurse werden den Querulanten die Lust am Querulieren erfolgreich austreiben.
Du meinst also, dass wir uns Russland, China oder andere Länder mit undemokratischen und diktatorischen Verhältnissen annähern sollten? Oder dass Autofahrerclubs die Möglichkeit haben müssen, Straßenausbauten durchzusetzen.
Es gibt da sicher noch Graustufen zwischen Russland und China einerseits und Deutschland andererseits. Oder möchtest du Zustände wie in Deutschland, ein ein paar vernetzte NIMBYs ein Projekt jahrzehntelang blockieren können? Musterbeispiel ist die Berliner Straßenbahnlinie 21, die seit einem Vierteljahr ersatzlos unterbrochen ist, weil die alte Strecke hin ist und die neue noch immer nicht rechtssicher geplant.
Außerdem, machen wir uns nichts vor: eine Autobahn quer durch Simmering oder Favoriten würde auf viel weniger rechtlichen Widerstand stoßen als der Ausbau der Verbindungsbahn in Hietzing. Das aktuelle Rechtssystem führt vor allem dazu, dass jene, die es zu nutzen wissen und die finanziellen und/oder zeitlichen Ressourcen haben, Projekte verhindern oder zumindest auf Jahre hinaus verzögern können.
Den Begriff "missbräuchliche Klageerhebung" finde ich trotzdem schwierig.