Autor Thema: Mitdenken beim Wageneinsatz?  (Gelesen 809774 mal)

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HLS

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Re: Mitdenken beim Wageneinsatz?
« Antwort #3420 am: 13. November 2018, 19:12:05 »


Pardon, aber dann steht der Betrieb halt mal ein paar Tage still. Möglicherweise sogar mit dem Rückhalt der Personalvertretung. ... Ließe sich auch eskalierend an- und einstellen - erst einzelne Linien, danach das gesamte Strab-Netz, später, wenn das noch nichts nützt, dann auch die heilige U-Bahn. Selbstverständlich mit entsprechend medialer Aufklärungsarbeit. Wenn daraufhin bei den Beförderungsfällen via "Heute", "Krone" und wie sie alle heißen, die Boulevardblätter, Verständnis geweckt ist: Da möchte ich doch sehen, ob sich auf die Art und Weise nicht recht schnell ein Umdenken im Rathaus einstellen würde. ... Wenn es denn die "braven Parteisoldaten", die "Häuptlinge in der Tintenburg" in Erdberg wollten.
Wie soll das aussehen, wenn rotes Wien, auf rote WL und rote Gewerkschaftler/Personalvertreter trifft? Du glaubst doch das selber nicht wirklich, oder?
"Grüß Gott"

Ich fühle mich nicht zu dem Glauben verpflichtet, dass derselbe Gott, der uns mit Sinnen, Vernunft und Verstand ausgestattet hat, von uns verlangt, dieselben nicht zu benutzen. Dieter Nuhr

denond

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Re: Mitdenken beim Wageneinsatz?
« Antwort #3421 am: 14. November 2018, 08:13:33 »
Pardon, aber dann steht der Betrieb halt mal ein paar Tage still. Möglicherweise sogar mit dem Rückhalt der Personalvertretung. ...da möchte ich doch sehen, ob sich auf die Art und Weise nicht recht schnell ein Umdenken im Rathaus einstellen würde. ...

...ebenfalls Pardon, aber mit welcher Personalvertretung?

Die alten Gewerkschafter, die das ganze - es ist halt so gewesen - nach dem Krieg aufgebaut haben, die würden sich im Grab umdrehen, wenn die sehen würden, wie die heutigen handelnden Personen mit ihren Errungenschaften für Arbeiter und Angestellte, für die sie hart gekämpft hatten, umgehen und systematisch kaputt bzw. bereits kaputt gemacht haben. Auch die eigenen Parteibonzen - egal jetzt welche Colors - spielen da mit und untergraben nur aus eigenem Ego heraus.

Und zum Umdenken im Rathaus: Für die gibt es keine andere Linie. Sie wollen Übersozial sein, als sehr gut in der Welt da stehen, egal um welchen Preis. Das sieht man an der pro Kopf Verschuldung. München hat da eine Verschuldung von ca. € 446, Wien steht im Gegensatz mit ca. € 3.885 da, obwohl die Stadt Wien ausgelagerte Schulden von Tochterunternehmen wie Wiener Wohnen, Wien Kanal und dem Spitalsbetreiber KAV (Wien-Kliniken) nicht zu den öffentlichen Schulden dazu rechnet, obwohl die genannten Unternehmen dem öffentlichen Sektor zuordenbar sind. Und da sollte es in einigen Köpfen zu klingeln beginnen.

Und jetzt sind wir wieder beim Schienennetz und seinem Zustand und beim Betriebs-/ Wageneinsatz des ULF mit all seinen Folgen und Kosten...




Rodauner

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Re: Mitdenken beim Wageneinsatz?
« Antwort #3422 am: 14. November 2018, 10:01:43 »


Pardon, aber dann steht der Betrieb halt mal ein paar Tage still. Möglicherweise sogar mit dem Rückhalt der Personalvertretung. ... Ließe sich auch eskalierend an- und einstellen - erst einzelne Linien, danach das gesamte Strab-Netz, später, wenn das noch nichts nützt, dann auch die heilige U-Bahn. Selbstverständlich mit entsprechend medialer Aufklärungsarbeit. Wenn daraufhin bei den Beförderungsfällen via "Heute", "Krone" und wie sie alle heißen, die Boulevardblätter, Verständnis geweckt ist: Da möchte ich doch sehen, ob sich auf die Art und Weise nicht recht schnell ein Umdenken im Rathaus einstellen würde. ... Wenn es denn die "braven Parteisoldaten", die "Häuptlinge in der Tintenburg" in Erdberg wollten.
Wie soll das aussehen, wenn rotes Wien, auf rote WL und rote Gewerkschaftler/Personalvertreter trifft? Du glaubst doch das selber nicht wirklich, oder?

Zu einem Streikaufruf würde sich die Personalvertretung höchstens dann bemüßigt fühlen, sollte es aus irgendwelchen Gründen einmal zu Gehaltsausfällen kommen. Das ist so ziemlich das Letzte, was denen noch wirklich wichtig ist (beträfe ja auch sie selbst, während die vielen anderen Mißstände das nicht tun...).
Wenn du glaubst, alles unter Kontrolle zu haben, bist du einfach nicht schnell genug!

hema

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Re: Mitdenken beim Wageneinsatz?
« Antwort #3423 am: 14. November 2018, 10:50:31 »
Ach, würde z.B. der "Effizienzbonus" fürs Langsamfahren abgeschafft, würden sie sofort zum Streik aufrufen!   >:D
Niemand ist gezwungen meine Meinung zu teilen!

Rodauner

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Re: Mitdenken beim Wageneinsatz?
« Antwort #3424 am: 14. November 2018, 12:35:51 »
Ach, würde z.B. der "Effizienzbonus" fürs erzwungene *) Langsamfahren abgeschafft, würden sie sofort zum Streik aufrufen!   >:D

*) durch: fehlendes zentr. Schließen; marode Gleise und Weichen; Ampelschaltungen; Trassierung in Schlangenlinien; Gleisbaustellen, wo nix weitergeht;...

 >:D
Wenn du glaubst, alles unter Kontrolle zu haben, bist du einfach nicht schnell genug!

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Re: Mitdenken beim Wageneinsatz?
« Antwort #3425 am: 14. November 2018, 15:26:58 »
Worum gehts grad? Streikaufruf um gegen die Stadtverwaltung vorzugehen? Ich glaub, der größte Feind des Personals ist noch immer das Unternehmen selbst.

Ach, würde z.B. der "Effizienzbonus" fürs Langsamfahren abgeschafft, würden sie sofort zum Streik aufrufen!   >:D

Wenn der Lohnverlust fürs Personal dann nicht ausgeglichen wird ist das auch gut so. Was soll die Personalvertretung denn sonst tun? Gabs vom Unternehmen bisher überhaupt Bestrebungen in diese Richtung?

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Re: Mitdenken beim Wageneinsatz?
« Antwort #3426 am: 14. November 2018, 18:08:46 »


Pardon, aber dann steht der Betrieb halt mal ein paar Tage still. Möglicherweise sogar mit dem Rückhalt der Personalvertretung. ... Ließe sich auch eskalierend an- und einstellen - erst einzelne Linien, danach das gesamte Strab-Netz, später, wenn das noch nichts nützt, dann auch die heilige U-Bahn. Selbstverständlich mit entsprechend medialer Aufklärungsarbeit. Wenn daraufhin bei den Beförderungsfällen via "Heute", "Krone" und wie sie alle heißen, die Boulevardblätter, Verständnis geweckt ist: Da möchte ich doch sehen, ob sich auf die Art und Weise nicht recht schnell ein Umdenken im Rathaus einstellen würde. ... Wenn es denn die "braven Parteisoldaten", die "Häuptlinge in der Tintenburg" in Erdberg wollten.
Wie soll das aussehen, wenn rotes Wien, auf rote WL und rote Gewerkschaftler/Personalvertreter trifft? Du glaubst doch das selber nicht wirklich, oder?

Zu einem Streikaufruf würde sich die Personalvertretung höchstens dann bemüßigt fühlen, sollte es aus irgendwelchen Gründen einmal zu Gehaltsausfällen kommen. Das ist so ziemlich das Letzte, was denen noch wirklich wichtig ist (beträfe ja auch sie selbst, während die vielen anderen Mißstände das nicht tun...).
Rodauner; es gibt schon einige Gewerkschafter die Missstände aufzeigen, aber die haben nicht sehr viel Mitspracherecht, außer darüber zu schreiben.

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Re: Mitdenken beim Wageneinsatz?
« Antwort #3427 am: 15. November 2018, 21:23:25 »
Eigenfullquote:


Ganz einfach, nicht reflexartig den Kasperln zustimmen, sondern zu den Verantwortlichen ins Rathaus gehen und es ihnen erklären, das ist natürlich für brave Parteisoldaten, wie es die Häuptlinge in der Tintenburg zu 99% sind, nicht sehr einfach.

Und du glaubst das geht so einfach. Denn der Enderfolg wäre dann, dass die gleichen Leute, die du das einfach abgelehnt hast, dann bei Umbaumaßnahmen dir so viele Steine wie nur möglich in den Weg legen.

Leider haben die Bezirke in gewissen Sachen zu viel Macht.

Pardon, aber dann steht der Betrieb halt mal ein paar Tage still. Möglicherweise sogar mit dem Rückhalt der Personalvertretung. ... Ließe sich auch eskalierend an- und einstellen - erst einzelne Linien, danach das gesamte Strab-Netz, später, wenn das noch nichts nützt, dann auch die heilige U-Bahn. Selbstverständlich mit entsprechend medialer Aufklärungsarbeit. Wenn daraufhin bei den Beförderungsfällen via "Heute", "Krone" und wie sie alle heißen, die Boulevardblätter, Verständnis geweckt ist: Da möchte ich doch sehen, ob sich auf die Art und Weise nicht recht schnell ein Umdenken im Rathaus einstellen würde. ... Wenn es denn die "braven Parteisoldaten", die "Häuptlinge in der Tintenburg" in Erdberg wollten.

Nachdem dieses mein Posting heftige Diskussion ausgelöst hat, jedoch offenbar manches Missverständnis hervorgerufen hat:

Ich schrieb nichts von einem Streikaufruf. Jedenfalls nicht direkt.
Was ich oben schrieb, wie aus den mitzitierten Vorpostings ersichtlich, bezog sich nicht auf das Personal per se, auch nicht auf die Personalvertreter und auch nicht auf die Gewerkschaft, sondern (wiederum zitiert mit den "braven Parteisoldaten" und den "Häuptlingen in der Tintenburg") auf die Verantwortlichen der Wiener Linien bezogen: Es wurde ja argumentiert, die Bezirkskaiser haben zuviel Macht, bezogen auf das Rathaus, wer zahlt schafft an. Und irgendwo hat erinnerlich auch wer etwas von wegen wenn die Verantwortlichen "Eier in der Hose hätten" geschrieben. Wenn diese also hätten und wollten, dann könnten die mbMn den Bezirkskaisern und dem Rathaus die Stirn die bieten. Erdberg hätte hierzu genug Macht, eben durch Lahmlegen des Netzes vollständig oder aber auch eskalierend.

Wenn ihr so wollt ein Streik von oben also gegen Rathaus und Bezirkskaiser. Mit im Optimum Mitziehen der PV und jedenfalls entsprechendem Bespielen des Medienkonzerts zum Verständnis wecken der Wiener Bevölkerung wäre mE ein baldiges Einlenken gesichert. So hab ich das gemeint ...

Wie soll das aussehen, wenn rotes Wien, auf rote WL und rote Gewerkschaftler/Personalvertreter trifft? Du glaubst doch das selber nicht wirklich, oder?

... rot da und dort hin oder her - wenn sie denn "Eier hätten" ...